Gestern spielte Mario Irminger Thomas Gottschalk. Dem grossen TV-Conférencier gleich führte der Migros-Boss 400 verunsicherte Kaderleute durchs Programm.
Rückstand auf Coop, davoneilende Lidl und Aldi, lahmender Denner? Keine Panik, wir sind für die Ewigkeit.
Die Realität ist eine andere: Irminger muss den fallenden Orangen Riesen stabilisieren – schnell.
Wie? Mit der überfälligen Zerschlagung der zehn regionalen Genossenschaften.
Laut Irminger sollen es zukünftig noch maximal 3 sein.
Noch lieber wäre ihm eine einzige.
Man stehe kurz vor dem Abschluss entsprechender Verhandlungen mit den Regionalchefs, so Irminger gestern auf der Bühne des Oerlikoners „Stage One“-Eventlokals.
„Führungskräfte-Anlass“ nennt Irminger die regelmässigen Einpeitsch-Shows, zu Gast war gestern Swisscom-CEO Christoph Aeschlimann.
Am meisten brannte den Migros-Kaderleuten das Tegut-Debakel unter den Nägeln. Mehr als eine halbe Milliarde hat die Migros in Deutschland mit dem Bio-Anbieter in den Sand gesetzt.
Für Irminger und seinen liebsten Genossenschafts-Chef, Patrik Pörtig von Zürich, gibts das halt mal. Shit happens.

Personelle Konsequenzen brauche es keine – der Hauptverantwortliche Jörg Blunschi, Pörtigs Vorgänger, sei ja schon weg.
Dass die Migros weiter tief in der Krise steckt, machten Irninger und Co. klar mit einer brisanten Aussage zu den Kosten.
Die müssen runter, und zwar durch Verlagerung von IT, Finanzen und weiteren zentralen Diensten aus der Zentrale am Zürcher Limmatplatz in die Regionen.
Der Migros-Konzernsitz würde massiv verschlankt, so die Botschaft.
„Die Migros prüft laufend, wie sie ihre Strukturen und Prozesse optimieren kann, um den Herausforderungen des Marktes gerecht zu werden und langfristig erfolgreich zu bleiben“, sagt eine Sprecherin.
„Aktuell gibt es jedoch keine Entscheidungen zur Reduktion der Anzahl Genossenschaften. Aussagen dazu sind rein spekulativ.“

Da Ende Monat ausgesteuert, muss ich meine günstigen Einkäufe in Deutschland tätigen!
Leider ist dort der Diesel nun schweineteuer geworden. Gehe morgen aber auch kurz mal dort vorbei.
Endlich schnallen es die. Aus 10 mach 3. Das dies jetzt so schwer war verwundert mich ab all den Studierten dort.
Gut ist erst ein Gedanke, aber wenigstens messbare Hirnströme im Management.
Macht noch ne AG draus und runter auf 1 Region (Schweiz, und da bleibt ihr auch) dann verdient ihr auch wieder mal Geld.
Dein Zitat: Da Ende Monat ausgesteuert, muss ich meine günstigen Einkäufe in Deutschland tätigen!
Ob es die Migros Ende 2026 noch gibt? Duttu würde sich im Grabe umdrehen würde er sehen wie sein Migi zu Grunde gemänätscht wurde.
Die M wird es auch Ende 2026 geben, jedoch werden einige, so hoffe ich doch, tiefgreifende Entscheidungen getroffen:
– runter auf 3 Regionen (West, Mitte, Ost)
– Abbau der vielen Doppelspurigkeiten (GM – Supermarkt AG)
– Frische (Obst und Gemüse) ist aktuell das grösste Problem im Sortiment – Qualität war früher Spitze, heute unterdurchschnittlich (Benchmark: Lidl)
– zweckmässige Filialen bauen und keine Luxustempel
– Eine Migros – eine Stimme (aktuell: Jede GM macht, was sie will)
– Sortiment massiv kürzen
– Mehr Eigenmarken – weniger Marken
Ich streamline meinen cash flow und kaufe alles im Ausland ein
Dann sollen Ihre Goofen auch im Ausland eine Lehre machen.
Die Kosten auf allen Prozessstufen müssen runter. Die Migros hat über die Jahre viel zu viel Fett angesetzt und leistet sich heute noch 10 regionale Genossenschaften. Coop ist Migros JAHRE voraus.
Vorwärts Marsch M, die Zeit rennt.
Die Marke M ist bereits am Bröckeln – das Momentum ist bei Coop, Lidl und Aldi.
Die Migros hat sich aber auch eine schöne Portion Arroganz angefressen. Die Geschäftsleitung müsste praktisch in Copore zurücktreten um die Migros noch zu retten.
Wie man heute in der NZZ lesen kann, ist das nächste Verlustloch der Migros über mehrere hundert Millionen schon in fortgeschrittenem Stadium.
Galaxus heisst es und auch da hat offenbar dieser Irminger kein Einsehen. Er hat doch genug bewiesen, dass er es nicht kann. Was darf der Migros noch antun ? Man versteht, dass die Motivation der MA weit unter Null ist.
Mario Irminger kann es. Er muss eben ausbaden, was die Migros-Fürsten in der Pampa über viele Jahre verbrochen haben.
Apropos Galaxus: Die Auslandsexpansion nach Deutschland ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz selber. Durch grössere Einkaufsmengen und ein breiteres Sortiment können bessere Preise erzielt werden. Dies kommt den Schweizer Galaxus-Kundinnen und Kunden zugute.
Heutiger NZZ-Artikel aufschlussreich. Der Umsatz in Deutschland ist 2024 um 28 Prozent auf 367 Millionen Euro gestiegen, während der deutsche Onlinehandel im selben Zeitraum um nur 1,1 Prozent zulegte.
Der Deutsche Galaxus Ableger ist schon erledigt ist nur noch eine Frage der Zeit das Schweizer Mutterhaus von Galaxus ohne bemerkenswerte Rendite, im Milliarden Investitionsrausch für Logistikcenters im in und Ausland die Leute haben nichts dazugelernt.
Ist ja schön wenn der Umsatz steigt, aber wenn das 200 Millionen kostet ist es etwas teuer.
Wir Kunden ziehen die Konsequenzen wenn wegen der Spinnereien mit Depot / Globus / Bikeworld / Tegut / McKinsey / leere Gestelle / Dubler-Rausschmiss etc keine Strafen anfallen. Dann strafen eben die Kunden.
überfällig
Ein KULT-Produkt – wie Dubler – wird nie fällig!!
Endlich tagts im MGB! Ohne rasche strukturelle, personelle und organisatorische Sanierung bleibt die Genossenschaft ein andauernder Sanierungsfall. Die oberste Leitung hört dies zwar nicht gern. Aber dies schlecken keine Geissen weg. Denn: die Konkurrenz wird aggressiver und täglich erfolgreicher. Nur: sieht jemand einen Leithammel oder DAME mit notwendiger Kompetenz und DURCHsetzungsvermögen?
Die Eigenheiten und Besonderheiten des orangen M schwinden. Wird austauschbar mit jedwelchen Supermärkten. Schade.
Das Outsourcing der zentralen Dienste in 10 Regionen statt eine Bündelung am Hauptsitz soll Kosten sparen? Nicht genau umgekehrt?
Er soll einfach die Zürcher-Genossenschaft auflösen und in eine andere integrieren. Dann wäre 98% des Übels bereits mal weg.
In den Migros-Läden in der Region Zürich fällt in den letzten Wochen auf, dass der Warendruck oft nicht mehr gegeben ist. Oft fehlen im Regal ganze Produktgruppen, es fehlt also nicht nur der „Bio Schnittlauch Hüttenkäse“, sondern es gibt überhaupt keinen Hüttenkäse zu kaufen. Oder ganze Regale sind einfach leer.
Das ist auf Logistikprobleme zurückzuführen und das wird für ein Retailer ganz schnell existenziell.
Weg mit den Landesfürsten. Kein Landadel mehr. Gut so.
Verlagerung von IT, Finanzen und weiteren zentralen Diensten AUS der Zentrale IN die Regionen? Sollte das nicht umgekehrt heissen? 10 x zentrale Dienste (statt 1x) wäre der Witz des Tages.
Von 10 auf 3: Das Problem ist, dass die Genossenschaften das Sagen haben, nicht die Verwaltung / Mario im Turm (MGB). Zudem sind die Genossenschaften fix in den Statuten verankert. Mario kann diese Struktur nur über entsprechende Änderung der Statuten über eine öffentliche Genossenschafter-Abstimmung ändern (analog Alk-Abstimmung). Für diese Zäsur geht es der Migros noch zu gut.
Besser recherchieren Lukas Hässig. Die Verlagerung von zentralen Diensten wie IT, Finanzen, Komm. und strategische Entwicklung findet wohl kaum statt in Richtung Genossenschaften (da waren die Bereiche bis heute), sondern umgekehrt.
Ja, die Migros-Genossenschaft Zürich ist zu integrieren/unterstellen. Einerseits in die MMM-Produktionseinheit, denn sie wurde zur 99% Belastung des MGB.
Anderseits könnte der MGB die Migros-Genossenschaft Zürich auch „direkt“ unterstellen, wie dies aus der Armee bestens bekannt ist.