Am Zürcher Paradeplatz, wo die Preise traditionell eher steigen als fallen, bleibt auch die Schokolade stabil teuer.
Ausgerechnet vor Ostern – wenn die Kundschaft in Scharen zu den Hasen greift, zeigt sich ein widersprüchliches Bild.
Der Kakaopreis ist in den letzten Monaten deutlich gesunken, doch bei der Confiserie Sprüngli merkt man davon wenig.
Noch vor Kurzem schoss der Kakaopreis in ungeahnte Höhen. Inzwischen hat sich der Markt beruhigt, die Preise sind gefallen.
Wer nun aber erwartet, dass sich dies auch im Schaufenster am Paradeplatz niederschlägt, dürfte enttäuscht werden.
Die Osterhasen bleiben auf Premium-Niveau – vielleicht liegt es ja an der besonderen Schleife.
Die Frage liegt auf der Hand: Geben die Traditionshäuser sinkende Rohstoffpreise überhaupt an die Kundschaft weiter?
Oder bleiben Preissenkungen genauso selten wie ein günstiger Espresso rund um den Paradeplatz?
Auf Anfrage erklärt Sprüngli, der Kakaopreis sei zuletzt stark geschwankt und habe sich zeitweise verfünffacht. Solche Ausschläge gebe man nicht eins zu eins weiter.
Zudem verweist das Unternehmen auf höhere Kosten für Energie, Verpackung und arbeitsintensive Osterprodukte.
Diese Mehrkosten habe man mit Augenmass an die Kunden weitergegeben.
Was Sprüngli hingegen offen lässt: Ob und wann die wieder gesunkenen Kakaopreise den Weg zurück ins Portemonnaie der Kundschaft finden.
Am Paradeplatz scheint zu gelten: Hoch geht immer – runter ist Verhandlungssache.


In Tsüri sollte eine 100g Tafel Milchschokolade 499.- kosten. 😉😂
Aber exkl. MwSt. 😉😂
Genau. Und der Kakao soll gefälligst mit dem Cargovelo von der Elfenbeinküste an die ZH Goldküste gebracht werden. Das wäre doch ein Job für für die arbeitslose Philosophen und Profi-Genderer die die Unis ausspucken…
Der Preis macht das unnötige Luxusgut. Status ist eben wichtig.
Auch bei den völlig überteuerten Uhren. Oder im Einkaufstempel der Banker, Globus Delikatesse.
Wäre der Preis nicht sinnlos hoch, wäre das Produkt nicht so interessant.
Die Migros Budget Schoggi ist mindestens eben so gut.
Es ist wie mit dem Benzinpreis oder mit den Löhnen der Teppichetage: Hoch geht immer, runter nimmer.
Also wenn in der Stadt Tsüri 110 000 Betreibungen am laufen sind, dann essen die dort nicht mehr viel Schoggi. 😉😂
Ach was!
Zürcher mögen es teuer.
Ich kaufe keine „Premiumschokolade“ mehr, solange die Preise nicht nach unten angepasst werden. Das ist der effektivste Protest, welchen wir Verbraucher machen können.
Habt ihr schon mal Sprüngli bei einem Test bei den guten Schokoleden gesehen? Güntigere Linien wie Moser-Roth schaffen das jedoch spielend immer wieder.
Sprüngli wird sicher nicht vier Tage vor Ostern die Preise senken. Würde ich an derer Stelle auch nicht.
Ist mit allem gleich. Steigt der Strompreis, werden die Preise erhöht. Steigt der Preis für die Kaffeebohne, steigt der Kaffeepreis um x Prozente. Wenn aber die Preise zurück gehen, dann bleiben die „Unternehmer“ hart. Sie haben es sich verdient, jetzt endlich wieder mal was zu kassieren. Schliesslich möchten sie auch ihre Boni.
Seltene Erden sind eben rar geworden.
Sprüngli taucht in Tests (neben Läderach) immer ganz vorne beim Cadmium-Gehalt auf.
Wie war das mit dem umgedrehten Kaffee Löffel auf dem Tisch der Alten aber reichen Frau?
„Premium“ muss teuer sein. Wär noch was wenn jeder Bauer ein Sprüngli Häsli fressen würde.
Nein, die sind exklusiv für Stadtzürcher Sozis, All-Inklusive Erben, Expats ohne Heimweh und Hochgespülte.
Der Anteil von Kakao an den Produktionskosten der Milchschokolade beträgt höchstens 15%. Selbst bei einer Verdoppelung des Kakaopreises wäre kalkulatorisch an sich nur eine Erhöhung von 15% notwendig.
Nur Marxisten und Tierschützerinnen glauben, Kakaobohnen haben was mit Goldhasen zu tun.
Abzocker in Schokolade 🍫 gehüllt!
Ich kaufe mir an Ostern ein Fleischhäsli. 🤭😂
Dieses Vorgehen kennen wir von jeder Tankstelle. Auf das „Häsi“ kann ich aber eher verzichten als auf einen vollen Tank.
Persönlich bevorzuge ich andere „Häschen“. Sind auch süss, schlagen aber nicht so auf den Magen.
Geht es Ihnen gut?
Aber vielleicht sonst High Maintenance?
Reines Kakaopulver ist für ca. 25.-/kg zu kaufen.
Schoggihasen, Tafelschokolade etc. enthalten viel Zucker, Fette, Milchpulver etc. und das kann den Preisanstieg dieser Produkte nicht erklären.
Doch die klevere Verkaufspsychologie der Schoggihersteller nutzte den richtigen Zeitpunkt und die Gründe für die erhöhung der Preise.
Und all diejenigen die sich darüber aufregen, warum reagiert Ihr nicht auf die gleichen Tricks der Banken mit ihren Struckis, Börsenkasinospiele etc.?
Sollte eigentlich allgemein bekannt sein, dass die Preise für Rohstoffe ca. 12 Monate in die Zukunft verhandelt werden. Sprüngli wird also noch teure Schokolade verwendet haben für die Osterprodukte.
Willkommen im Kapitalismus!
Ich bein erstaunt, dass viele hier nicht erstaunt sind.
Korrektur: ich bin erstaunt, dass viele hier erstaunt sind.
Der Maitre Chocoladier in der TV-Werbung und die üppigen Bezüge des Benkö-Hasardeurs T. wollen schliesslich auch bezahlt sein.
Verkehrte Shopping-Welt. Die Sprüngli-Hasen aus der Schweiz für Ostern kaufe ich günstiger … beim Detailhändler in Deutschland. Nicht das erste Schweizer Produkt, für das man bei Schweizern den „Mehrwert abschöpft“, während das Produkt im Ausland massiv günstiger ist. Beim Käse wird ja mitunter sogar noch staatlich subventioniert. Da kommt man sich als Schweizer schon abgezockt vor.