Guido Bühler blieb immer oben. Als Ex-Surfbrett-Hersteller stieg der Schweizer die UBS-Karriereleiter hoch und hob mit der Seba die erste Krytpo-Bank im Land aus der Taufe.
Die heisst längst Amina, und Bühler ist dort auch schon seit Jahren Geschichte. Doch der umtriebige Unternehmer machte weiter, heuerte bei einer polnischen Krypto-Plattform an.
Der ZondaCrypto. Die ist jetzt in einen schweren Strudel geraten, wie der Finanzblog Tippinpoint als Erster berichtete.
Die Story verweist auf polnische Artikel, die von kollabierten Bitcoin-Reserven, heiklen Geld-Transfers, Rückzugs-Problemen für Kunden, Personal-Abbau und unbezahltem Sponsoring berichteten.
Der Chef der ZondaCrypto dementierte.
Betroffen ist die stolze Eishalle des HC Davos, die nach Sponsor ZondaCrypto benannt ist. Davos liegt im Best-of-Seven-Playoff-Halbfinal gegen die ZSC mit 2 zu 1 vorne.
Spannend ist die Rolle von Bühler und des Finanzplatzes Zug. Dort ist die Divisio Holding registriert. Es handelt sich um jene Firma, welche die ZondaCrypto kontrolliert.
Als einziges VR-Mitglied ist ein Zollikoner Wirtschaftsanwalt im Handelsregister eingetragen.
Guido Bühler, der für seine Seba-Amina ebenfalls Zug als Standort gewählt hatte, taucht direkt bei der ZondaCrypto als VR-Mitglied auf.
Interessant ist auch die Recoveris, eine Blockchain-Firma. Auch sie haust in Zug, und sie war es, der früh der Einbruch beim Bitcoin-Bestand der ZondaCrypto ins Auge gestochen war.
Schliesslich kommt noch die Incore Bank ins Spiel. Bei dieser musste soeben Stephan Häberle aus dem VR zurücktreten; Häberle steckt im MBaer-Skandal.
Die Incore ist mit der ZondaCrypto eine Kooperation eingegangen, von der sich die Schweizer im Krypto-Boom-Business frischen Schub erhoffte.

Das Krypto Zeugs. Jeder Tag steht ein Dummer auf. Und sobald wirklich mal keine Dummen mehr ausstehen, kippt das Fantasiegebilde in sich zusammen. Totalverlust incoming.
Unterschätz die Anzahl der Dummen nicht. Und auch nicht, dass sich gerade diese Bevölkerungsgruppe am meisten fortpflanzt.
Was macht eigentlich das Zuger Uni Institut zu Blockchain an der Uni Luzern? Man hört so gar nichts … Und das mit Steuergeldern..