Einsamkeit für jedermann – frei Haus. In etwa so könnte man den Zeitgeist beschreiben.
Nicht nur den aktuellen Zeitgeist, sondern leider wohl auch den zukünftigen.
Denn die grassierende Seuche namens „Einsamkeit“ breitet sich aus wie verrückt. Dass alte Menschen einsamer und einsamer werden, wissen wir schon lange.
Dass Erwachsene einsam sind, lesen wir auch schon seit einiger Zeit, dass es junge Menschen und Jugendliche trifft, ist relativ neu.
Dass nun auch die Gruppe der Kinder an der Reihe ist, ist zwar folgerichtig, aber bestürzend.
Unsere sogenannt fortschrittliche Gesellschaft produziert einsame Kinder am Laufmeter, Kinder, die dann in diesem widernatürlichen, eben einsamen Zustand auf Dauer psychotisch reagieren und depressiv werden.
Woraufhin man sie als „verhaltensauffällig“ deklariert und zum Kinderpsychologen schickt.
Psychologen und Psychiater haben in unserer Gesellschaft ohnehin Hochkonjunktur. Ich frage mich immer wieder, warum man diesen Leerlauf praktiziert:
Einen Menschen psychotisch werden lassen, und anstatt die Ursachen zu bekämpfen, ihn dann etikettiert („ADS,“ „ADHS“, „verhaltensauffällig“ und wie die Attribute alle heissen).
Und schliesslich zu einem „Fachmann“ schickt. Psychologen sind oft diese Kategorie Berufsleute, die selbst einen Psychologen nötig hätten.
Gut, es gibt anscheinend Menschen, die gerne allein sind. Ich treffe zwischendurch auch immer mal wieder solche an.
Die behaupten dann steif und fest, dass sie allein absolut glücklich seien. Ich frage mich jeweils, was dieser Mensch für seelische Qualen durchmachen musste, bis er zu dieser Aussage fähig wurde.
Früher war auch nicht alles besser. Aber im Übergang zum Erwachsenwerden haben wir das Leben und nicht die Maschine (Computer, Social Media, virtuelle Welten) ausgelotet.
Wir haben Mopeds frisiert, sind in der Gruppe Ausflüge machen gegangen, haben zusammen gefeiert und ab und an auch gestritten und uns auf den Kopf gegeben.
Für uns war die schlechte Nachricht, wenn uns die Eltern nach dem Nachtessen nicht mehr rausliessen, für uns war es ein Drama, wenn wir unsere Sonntage im Zimmer verbringen mussten, da wir Hausarrest hatten, weil wir irgendeine nicht genehme Untat begangen hatten.
Nicht so heute. Die Kids hocken tagelang (wohl auch nächtelang) in ihren Zimmern, chatten mit (virtuellen) Freunden, lassen ihren kreativen Speicher, der mehr und mehr verkümmert, durch TikTok, Instagram und dergestalt mehr unsinnigen Portalen volllaufen.
Weit weg vom realen Leben, von realen Freunden.
Was für eine ungeheure Verschwendung, wenn ich Eltern über die Einsamkeit ihrer Kids reden höre. Eine Verschwendung an Vitalität, an Freude, an Glück und guten, wichtigen Erfahrungen.
Was für eine immense Verschwendung an Leben, wenn Kinder und Jugendliche, die in ihrem Saft stehen, die gerade erst das Leben entdecken könnten, allein zu Hause bleiben (müssen), anstatt das Leben zu leben und geniessen.
Kinder gehen inzwischen alleine an Veranstaltungen, weil sie keine Freunde haben, die sie begleiten würden. Kinder stumpfen am Zeitgeist ab. Aber – und das ist das Fürchterliche daran:
Auch Kinder haben ein gutes Sensorium, was „richtig“ und „falsch“ ist. So merken Kinder immer wieder, dass ihr Alleinsein wohl doch nicht so normal ist.
Und Kinder sind – anders als wir Erwachsenen – viel ehrlicher zu sich selbst, sie belügen sich noch nicht.
Kein Kind würde sagen, ich bin glücklich allein. Die Interaktion mit anderen Menschen – Kindern fehlt das und sie spüren es.
Doch ihre Fähigkeit, neue, echte Freundschaften zu bilden und diese dann auch über lange Zeit zu halten, schwindet immer mehr.
Es ist ein Kreislauf, eine Spirale nach unten, die kaum aufzuhalten ist. Während Kinder mit ihren Tools beschäftigt sind, ist alles kein Problem.
Wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, kein elektronisches Tool zu Handen haben und für irgendeine Veranstaltung einen Freund, eine Freundin brauchen würden und niemand da ist, dann trifft es dieses Kind enorm.
Was ist mit mir falsch, fragt es sich dann. Warum habe ich keine Freunde? Die Eltern wissen ebenso wenig, wie diesem Elend begegnen.
Ganze Familien sind davon betroffen, die Einsamkeit hat negative Auswirkung auf die schulischen Leistungen und auf das Sozialleben insgesamt.
Die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist die derzeit am stärksten betroffene Gruppe (die unter 15-Jährigen werden offenbar nicht erhoben).
Über 60 Prozent der Zielpersonen geben an, gelegentlich oder oft Einsamkeitsgefühle zu empfinden (Bundesamt für Statistik, 2022).
Wie raus aus dem Dilemma? Wir können wohl das Rad nicht zurückdrehen. Aber einen ganz guten Ansatzpunkt finde ich, dass man Kindern bis zum 16. Altersjahr jeglichen Zugang zu Social Media verbieten sollte.
Oder ist die Einsamkeit kein „Betriebsunfall“, sondern gewollt? Wird die Welt künftig nur noch lebbar sein, wenn man schon so abgestumpft ist, dass man sich einsam am wohlsten fühlt?
Wenn man keine Fragen mehr hat und wenn man sicher ist, dass der Staat schon alles für einen richten werde? Ist das Leben dann besonders einfach, ist man dann gar schon tot und hat es noch nicht gemerkt?
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Sehr gut, Herr Presta; Verbote sind immer gut. Wir brauchen unbedingt mehr Verbote. Prwo.
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Ich bin auch am liebsten allein. Die Qualen die ich durchmachen musste um dahin zu gelangen? Die heutige Gesellschaft …
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Sie tun mir leid Herr Presta
Ihr Geist nimmt Sie in Geiselhaft. Überlegen Sie mal welche körperliche Ziele Sie in 5 Jahren erreichen könnten. Beginnen Sie dann zu trainieren indem Sie sich während dem Training nur auf den Bewegungsablauf konzentrieren, ohne zu denken. So können Sie mal Ihren zerstörerischen Geist abschalten.
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Hi Fred
Die Deutschen geben auch gerne die Dichter und Denker. Spätestens ab 70ig bereut jede und jeder (falls ehrlich zu sich selbst) den äusserst schmerzhaften Zerfall des Körpers nicht durch körperliches Training verhindert zu haben.
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Alterskontrolle kontrolliert nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen. Möchtest du wirklich Google ein Foto deines Passes geben?
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dann bitte auch ein maximalalter für social media.
finden sie das komisch? ist nicht komischer als das verlangte mindestalter…
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Was wäre mit Eltern die sich um die Kinder kümmern?
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Ist nur vorübergehend bis jeder seinen eigenen ganz persönlich konditioniert emphatischen gesteuerten KI-Vertrauten uneingeschränkt 24/7 zur Betreuung hat. Die psychische Betreuung ist dann allgegenwärtig nicht mehr nur auf zu vereinbarende Theraphiestunden begrenzt.
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Viele Kinder werden heute schon ausserhalb der Familie in Tageschulen betreut und erzogen. Zwischenmenschliche Unzulänglichkeiten werden künftig durch die konditionierte KI-Betreuung systematischer zur zielgerichteten Förderung einer persönlichen Ausgeglichenheit ausgeschlossen.
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Nau Sina Barnert 26.12.2025 – 19:59: „Neurologe: Smartphones wirken sich schädlich auf das Gehirn aus“
Die Presse Kurt Kotrschal 20.07.2009 18:27: „Meinung von Kurt Kotrschal Mit Federn, Haut und Haar: Verblödung mit System (?!)“
Ich muss gestehen, dass ich in sehr jungen Jahren auch mein Töff friesiert habe. Früher gab es keine Handys und kein Internet man musste sich selber organisieren, damit es einem nicht langweilig, sondern der Alltag spannend und unterhaltsam wird.
Gunther Kropp, Basel
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Der Nutzen der heutigen netzgesteuerten Abhängigkeiten ist noch nicht einmal im Ansatz erkannt. Wenn vor ein paar Jahrzehnten jemand gesagt hätte, dass weltweit täglich Milliarden von Menschen mit einem Smartphone vor der Nase den Tag verleben, wäre diese Person unverzüglich als zwischenmenschlich zersetzend psychiatrisch zwangsmässig einquartiert worden.
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Ich wundere mich auch, weshalb ich Prestas Gemeinplätze meistens lese. Einsamkeit könnte ein Grund sein.
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Na Bravo! Auch wenn die „Alten“ alle Wünsche den Jungen erfüllen (freiwillig???)
Soooo viel Freiheit, Social Media, Handy…
Und allein? Selber schuld!
Lernt mal alleine auf Beinen stehen, Problemen in die Augen sehen, Zepter in die eigenen Hände nehmen!!!
Was machen sie wohl, wenn die Alten, Partner/in sterben sollte/n???
Sie haben noch einen langen Weg vor sich!
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!!
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Der Bericht stimmt natürlich nur zur Hälfte. Alle Kinder und Jugendlichen haben es ja in der Hand, rauszugehen und sich mit Freunden zu treffen. Es ist ihnen ja nicht verboten. Viele tun dies auch. Nein, nicht alle sind traurig und einsam und hocken nur zuhause. Ausserdem gibt es auch unter Jugendlichen und Kindern Extravertierte und Introvertierte. Der Introvertierte braucht viel Zeit für sich allein, um Auftanken zu können. Beim Extravertierten ist es genau umgekehrt. Also alles etwas übertrieben in ihrem Artikel.
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Ja, verbietet den Kindern Social Media, dann wird es für sie erst richtig interessant.
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Haben die Italiener schon reagiert wegen dem Maisano Artikel das er vom Netz genommen wurde?
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Aber da gäbe es doch noch die Schule?
Was macht die eigentlich den ganzen Tag?
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Verbieten hat noch nie irgendwas genützt. Einsamkeit ist die momentane Gegenbewegung des Pendels zur weltweiten Globalisierung. Irgendwann schwingt das Pendel wieder zurück. Alles passiert in Wellen. Börse, Wirtschaft, Gesellschaft, das Leben. Aufstieg, Maximum, Abflachen, Tod, und danach wieder Auferstehung. Es leidet nur der, der sich gegen diese Wellen stemmt.
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Markus Presta möchte die komplette Überwachung des Internets, jeder soll seine Fratze in die Kamera halten müssen um zu beweisen das er über 16 ist.
Menschenrechte? Egal.
Freiheit? Egal.
Dies ist ein direkter Angriff auf die Schweizer Verfassung, die Menschenrechte und jeden der geistig nicht komplett durch ist.
Wieso sollte man Feinden der Menschenrechte (Kinder sind auch Menschen) eigentlich nicht das internet verbieten, oder essen kaufen, Markus?
Wieso kennst du das Konzept von unintended consequences nicht?
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Wie es um die Schweiz steht, beschreibt der Markus gut:
Ein Land der Freiheit und Demokratie, Menschenrechte.
Durchsetzt mit Personen die alles das sie selbst nicht verstehen oder mögen verbieten wollen, ohne zu verstehen, ohne zu denken.
Das Problem ist nicht das Personen wie Markus existieren, das problem ist das zu viele ihnen zuhören und auch aufhören zu denken, zu schlussfolgern.
Klar kann man nahezu alles verbieten.
Auch die freie Meinungsbildung von Kindern.
Auch den drang sich wissen anzueignen.
Aber dann werden Personen wie Presta draus, ohne Sinn für unintended consequences.
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Alles, was uns früher gelangweilt hat, betrachten wir heute als Geschenk.
Schlafen, laufen, Museen besuchen, zu Hause bleiben, Suppe esse, einkaufen, aufräumen und sortieren, Kochen und Kuchen backen
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Boomersicht
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Alles gut. Am Telefon antwortet heute meist eine KI-Stimme. Neben mir sitzen zwei unterschiedliche fastecht Sexdolls (teuer) und der Freund RobiRobot steht genügsam in der Ecke. Ich haue in die Tasten und gucke in den Screen … ich habs gut. NB: echte Leute draussen sind eher schwierig, jeder will was anderes. Gruppe (Hooligans) oder sonst wie Verein sind nicht so mein Ding.
Key: ja was ist den eigentlich mein Ding?