David Geffen Galleries, Los Angeles, im April: Glamouröse Eröffnung des neuen Zumthor-Denkmals im Beisein von Hollywood-Grössen.
Händeschütteln, Gratulationen und Lob von allen Seiten.
Mit dem Neubau des Los Angeles County Museum of Art (LACMA), der gut 20 Jahre gedauert hat, wird auch die internationale Schweizer Architektur gefeiert.

Doch wie schaut es in unserem Lande selber aus? Was würde Zumthor zum neuen Oerlikon sagen, das ebenfalls in den letzten 20 Jahren entstanden ist:
Da ist kein architektonischer Anspruch mehr erkennbar. Sicher, es sind gescheite Stadtplaner am Werk.
Im „Magazin“ vom 9. Mai schreibt Vittorio Magnano Lampugnani (Architekt, ETHZ) unter dem Titel „Zukunft findet Stadt“ Gescheites über Verdichtung, urbane Welten, die auch sozialen Ansprüchen genügen sollten.
Und wie schon Sokrates die Polis als Bedingung für Fortschritt und Erkenntnis gepriesen habe.
Aber kommen solche Weisheiten auch in der Realität an? Insbesondere der Realität der Bauherren?
Fährt man in den Hauptbahnhof Zürich ein, sieht man die Antwort rechterhand mit der Sicht auf die Europaallee:
Der gleiche wüste Ausblick wie in Oerlikon. Gebaut ohne jeglichen Anspruch.
Wozu auch? Die Wohnungsknappheit garantiert auch für solche „Mietskasernen“ exorbitante Gewinne. Die SP feiert dafür ihren scheidenden Hochbau-Stadtrat André Oderatt für dessen „sorgfältige Weiterentwicklung der Stadt Zürich“.
Den Touristen ist’s egal – die kommen wegen der Altstadt und sind solchen Aussichten ja bloss ein paar Minuten ausgesetzt.
Ob Zürich damit allerdings ihrem Anspruch auf eine „Weltstadt mit höchster Lebensqualität“ auf Dauer gerecht bleiben wird, darf bezweifelt werden. Von den Einheimischen bekommen sie wohl kaum Höchstnoten.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
20 Jahre Bauzeit für diesen „Pflatsch“? Die Bauzeit der Transamerica Pyramid in San Franzisko dauerte 3 Jahre.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der Städtebau der vergangenen Jahrzehnte wurde von Städteplanern und Architekten ersonnen, jede Ortsplanungsrevision wird von einem Heer von derselben Spezies begleitet, jede grössere Parzelle benötigt einen Gestaltungsplan und das Bauprojekt einen Architektur-Wettbewerb gekürt durch ein Gremium vom sogenannten Fachpersonen (ein Synonym für Städteplaner und Architekten).
Unsere Altstädte entstanden in einer Zeit, in der es dies alles nicht gab. Vielleicht müssten wir uns fragen, wie es damals lief und was die anders machten? Die ETH und „Fachpersonen“ sind Teil des Problems, nicht der Lösung.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
„Unsere Probleme sind hausgemacht“!
Le retour de bâton des mantras du néolibéralisme, lequel courant de pensée économique – à sa manière – peut s’apparenter à un fascisme. De la même manière que le capitalisme de connivence („crony-capitalism“) a éradiqué le capitalisme contemporain. Dans son ouvrage (La trahison des Clercs), Julien Benda, jadis, reprochait déjà aux intellectuels („Clercs“) et artistes de se tourner vers la politique et les idéologies en se détournant des „valeurs cléricales“: c’est-à-dire la recherche du beau, du vrai, du juste (l’Art & l’Humanité).
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Stimmt. Ehgräben sollten an der ETH wieder als wesentliches, heimatstiftendes Gestaltungselement mitgele(e)hrt werden.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die unter dem Titel „Qualitätssicherung“ exzessiv zelebrierten Verfahren beschäftigen ein Heer von beigezogene Personen in Ämtern und bei von diesen Ämtern abhängigen „privaten“ Raumplanungsbüros. In der Entwurfsabteilung eines Architekturbüros würden dieselben Personen die Probezeit mangels Talent kaum überstehen. Dank ihrer Machtposition in solchen Verfahren können sie nun aber mitbestimmen und wir müssen u. a. bei der Europallee deren zweifelhaften „Qualität-Output“ für die nächsten Jahrzehnte ertragen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wie man sich bettet, so liegt man.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was für din polemischer Quatsch mal wieder auf Schwurbler-IP angespühlt wird. Zürich hebt sich beim Grossteil der realisierten Projekte noch immer stark vom Rest des Erdballs ab. Man denke an den Calatrava Neubau, H&DM Häuser, Yamamoto oder Pool etc. Klar sind viele Projekte in Oerlikon oder an der mittlerweile sehr belebten Europa Allee funktional und verdichtet, aber die erfüllen Zweck, Ökologie und Nutzungsanspruch deutlich besser als das meiste, was um LA herum gebaut wird. Mit einem Prestige-Projekt wie dem neuen LACMA Gebäude nun auf Oerlikon zu zeigen ist einfach nur oberflächlich.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Da hat aber der Rexli vermutlich viel zu tief und verm. auch zu oft ins Glas an der La…gstrasse geschaut, um zu einem solch lächerlichen Befund, was gute Architektur anbetrifft, zu gelangen. Vielmehr dominiert in Zürich viel zu oft oberflächliche, ausdruckslose und schlechte Architektur!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Schon kühn, Sokrates für die heutige Städteplanung heranzuziehen. Herr Saller: wer nichts leistet kann alle anderen kritisieren.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
The sophists within political economy versus the economic and social sciences. The authoritarianism of mathematics (hard science) versus the plurality of economic sciences (soft science). Profitability versus Humanity, as if everything in this world could be reduced solely to the power of numbers and figures. Robert Heilbroner, for his part, lamented the fact that mathematics had instilled rigor into economic science before ultimately killing it. While Plato suggested we begin by knowing ourselves („Gnothi seauton“).
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es ist so, wenn man durch die urbanisierte Schweiz fährt, könnte man meinen, in diesem Land gibt keine Ausbildung zum Architekten. Fantasielose Kaninchenbauten aus Beton und Glas mit Flachdach. Angepasst an die Parzelle von einem Bauzeichnerlehrling im zweiten Lehrjahr; ab Blaupause. Schönste Gebiete auf dem Land, bis hin zu Berggemeinden, werden mit diesen Bausünden zubetoniert. Wichtig die Rendite stimmt! Die Lebensqualität der Bewohner und all derer die diesen Schrott anschauen müssen ist drittrangig. Heil Dir Helvetia!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
La création monétaire ex-nihilo (du ressort des banques commerciales) produit du crédit (offre). Et comme les crédits font les dépôts (et non l’inverse comme le croît le quidam) cet argent (principe de l’argent/dette) mis en circulation fait vivre l’ensemble du tissu économique qui se nourrit de l’immobilier (achat/vente/spéculation) et la construction (promoteurs, architectes, métiers du bâtiment…). Tandis que les souscripteurs du crédit (demande d’endettement/illusion de richesse) représente un ratio de 121%/PIB. Une folie au pays des banques🙈
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Meines Wissens bestimmt der Bauherr, was gebaut wird. Und das sind, gerade auf dem Land, üblicherweise private.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Habe dazu eine kleine Anekdote.
Vor ein paar Jahren an einem Messestand eine Gruppe ETHZ Architekturstudenten getroffen und mit ihnen geplaudert. Auf meine Frage ob Le Corbusier noch gelehrt wird, heftiges Nicken erhalten. Auf meine zweite Frage, was sie als Quintessenz seines Schaffens bezeichnen würden, als Antwort „Der Einsatz von Beton“ erhalten.
Mit Stirnrunzeln hakte ich nach, ob der goldene Schnitt nicht auch ein wesentlicher Teil seiner Kreationen war. Reaktion: der goldene was?
Kannten sie nicht.
Tja, da haben wir sie, die systematische Verrohung des menschlichen Erschaffens..
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
@ Absurditäten: Dann sind dort offenbar keine tauglichen Dozenten angestellt. An was liegt das?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Nun, den Hamsterrädlern scheints ja so zu gefallen. Also alles bestens.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es ist kein Zufall, dass Herzog & De Meuron, Calatrava und Co. hierzulande vor allem für den Staat arbeiten (Kispi, Stadelhofen, etc. Nur so bekommen sie überhaupt etwas bewilligt, was über die übliche 08/15-Architektur hinausgeht.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Zürich: viel Geld, wenig Geist.
Wenn man die Europaallee in dreissig Jahren sanieren will kommt der Heimatschutz angerannt und sorgt dafür dass nichts verändert werden darf weil die seelenlosen Klötze als Zeitzeugen für die langweilige Kommerzarchitektur in Zürich stehen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Einsprachen-Wahnsinn, Bürokratie bis zum Abwinken und Kantönligeist. Das und der überbordende Heimatschutz (jeder Archäologie- und Kunstgeschichte-Student muss dort eine Stelle finden) haben zu diesen Birchermüesli-Stadtbildern geführt. Selber schuld, leider!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die einstigen DDR Architekten scheinen die Vorbilder der heutigen Generationen zu sein.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ich war kürzlich im Ostsektor von Berlin. Zürichs moderne Architektur ist davon nicht mehr weit entfernt. Allerdings sind in Ostberlin die Abstände zwischen den Plattenbauten grösser.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Herr Peter Zumthor ist ein sehr arroganter Mensch, wie der andere Bündner Olgiati. Das macht ihre, zum Teil guten Entwürfe zunichte.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Mit Arroganz könnte ich noch leben, aber von Architektur sind beide meilenweit entfernt!
Schon mal ein Schlafzimmerbett oder ein Sofa aus Sichtbeton gesehen? Olgiatti macht das. Ich selber war in einem Zumthor-Schulhaus „gross“ geworden. Nackte Ziegelsteine und einen Handlauf an der Treppe aus Holz. Fertig.
Das sind keine Architekten, sondern Idi… .
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Baracuda, da hat er aber so was von Recht! Einerseits ist der aus Basel stammende Schreinergeselle schon längst verblasst und verblichen, was gute und zweckmässige Architektur anbelangt. Und beim anderen aus Flims sieht es nicht viel besser aus. Richtig: beide sind an Einbildung und Arroganz kaum zu überbieten. Zudem stammen viele Entwürfe gar nicht von den beiden vermeintlichen „Meistern“, sondern oft von guten und billigen Praktikanten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Gebäude sind in erster Linie eine Geldanlage und dienen nur nebenbei für verschiedene Nutzungszwecke. Architektur und Städtebau stört nur und hat hier nicht noch Platz.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Chüngelistallarchitektur von Zürich!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der Artikel, kaum angefangen, ist nach 4 Sätzen schon fertig. Was hat der Bau von Zumthor on LA zu tun mit dem Baustiel in Zurich ? Schlechter Artikel.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wie so oft: follow the money. Wer ist der Auftraggeber? SBB, Swisslife, UBS… Menschen mit Sinn für Rendite, ohne Anspruch und Gefühl für Stadt und Raum. Sie DELIGIEREN den gesellschaftlichen Auftrag in Ermangelung fähiger und mutiger Entscheider ab, grosse TU’s nehmen das liebend gerne an. Wer bestellt bezahlt. Und so ist doch das Ergebnis des gebauten Stadtbilds das Abbild ökonomischer Logik. Optimierter Einheitstofu, verursacht von Misathropen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das Museum erinnert in seiner Form an eine Lache mit Rohöl und nimmt Bezug auf diese La-Brera-Ölseen, die es in dieser Region von Los Angeles gibt. Diese verschlangen auch prähistorische Tierarten, die dadurch sehr gut erhalten blieben. Diese Form war ein Kompromiss, weil es auch in Los Angeles lange Opposition zum Geffen-Museumsprojekt gab. Immerhin alles privat finanziert und nicht wie in Zürich, wo man IMMER auf Staatsgelder hoffen darf.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn du dich auf Mäzenatentum verlassen willst, kann man das so machen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Immerhin hat die „Europaallee“ den richtigen Namen erhalten.
Es werden nur noch m2 und m3 erstellt, keinerlei Ansprüche an Lebensqualität…
Frei nach Peter Scholl-Latour …
„Wer die halbe EU aufnimmt, hilft weder sich selbst noch der EU, sondern sinkt selber tiefer als die EU“
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
20 Jahre für nen Neubau. Hätte in Rußland oder China 2 Jahre gedauert. Irgendwas ist im Westen verrutscht. Westen wird kommunistisch planwirtschaftlich, während Länder wie RU und CN kapitalistisch geworden sind.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Danke für einen Artikel, der mir wirklich zu 100% aus dem Herzen spricht. Wir feiern unsere Stars gern im Ausland. Nur zu Hause bauen wir immer noch nur mit Lego.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
KI einfach fragen: bitte zeichne mir die Pläne für eine Renditeliegenschaft (maximale Raumausnützung, Minergiestandard, minimale Baukosten) für die Parzelle xyz der Gemeinde y und im Rahmen deren Bauordnung.
Ergibt genau solche Hasenställe wie im Bild. Nein, Zumthor, de Meuron und wie sie alle heissen wohnen gediegener. So, wie deren Auftraggeber. Die „treuhänderischen“ Verwalter des Steueraufkommens. Das Wahlvieh dagegen, der Steuerzahler, wir dann zu horrenden Preisen in diese von der Fachwelt hochgejubelten Löcher verfrachtet.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Schwachsinn den Bau eines Museums in öffentlicher Hand mit privatem Wohnungsbau zu vergleichen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
“ Hollywoodgrössen“ da fängt die ganze Lächerlichkeit an…
Kleider vorgeführt, Liedergesungen, etwas Ge- schau-spielt, oder via TV Reichtum vorgegaukelt?
Das sind ehem.und heutige VIP’s/ Hollywoodgrössen?
Echt jetzt? Gute Nacht!