Die Helvetia macht Nägel mit Köpfen. Sie stellt Hunderte von Mitarbeitern auf die Strasse, ohne lange zu fackeln.
Ihr CEO findet’s richtig so. Lieber schnell entscheiden, dann wüssten alle, woran sie seien.
Tempo bei der Helvetia, die nach ihrer Fusion mit der Baloise den heimischen Versicherungsmarkt aufmischt.
Und jetzt mit einem bekannten Ex-Banker zu reden gibt. George Falkner ist bei der Baloise ein überraschendes Comeback gelungen.
Als Chef der Onlinebank Saxo war Falkner vor ein paar Jahren über Nacht von der Bildfläche verschwunden.
Wie ausradiert, als ob er nie existiert hätte. Später tauchte er bei der Versicherung weit oben als Generalagentur-Leiter auf.
Seit dem Schulterschluss mit der Helvetia leitet er deren Generalagentur Wil in der Ostschweiz.
Von dort breitet sich das Gerücht aus, Falkner habe die VBF-Prüfung nicht geschafft. Gemeint ist der Test, um zertifizierter Versicherungsvermittler zu werden.
Die Finma will, dass Versicherungs-Verkäufer den „Schein“ in der Tasche haben.
Wie also ist es möglich, dass just der Chef der wichtigen Helvetia-Agentur kein Zertifikat besitzt und trotzdem mit seinen Verkäufern bei Kunden aufwarten kann?
„Die Aussage, wonach besagter Mitarbeitender mehrfach durch die VBV-Prüfung gefallen sei entspricht nicht den Tatsachen“, sagt ein Sprecher der Helvetia.
„Vielmehr war er in den letzten Jahren in einer Kaderfunktion bei Baloise tätig, welche eine derartige Prüfung gar nicht erforderte.“
„Im Rahmen seiner aktuellen Tätigkeit begleitet er zwar unter anderem auch Mitarbeitende bei Kundenberatungen, diese verfügen aber ihrerseits allesamt über den entsprechende Prüfungsabschluss und sind daher auch zertifiziert Versicherungsgeschäfte abzuschliessen.“
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die VBF-Prüfung würde sogar Hakan Yakin schaffen. Und DAS heisst etwas.