Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei TGV-Lyria-Tickets für die Rückfahrt von Paris nach Zürich gekauft.
Sie sind rechtzeitig am Gare de Lyon. Die Abfahrt ist für 16.22 Uhr vorgesehen.
Bereits auf der Anzeigetafel wird eine Verspätung von 40 bis 45 Minuten angekündigt. Das Abfahrtsgleis ist noch unbekannt.
Der Zugang zu den Perrons erfolgt erst nach einer Ticketkontrolle über ein Drehkreuz, wo das Billet eingescannt werden muss.
Es bleibt kaum etwas Anderes, als in der überfüllten Bahnhofshalle zu warten oder sich in ein Kaffee zu setzen.
Rund zehn Minuten vor der ursprünglich geplanten Abfahrt machen wir uns auf den Weg zum Perron. Doch plötzlich geht nichts mehr.

Eine Bombendrohung versetzt den Bahnhof in den Ausnahmezustand. Die Menschen drängen sich in den Hallen, die Zugänge sind blockiert, ein Durchkommen ist unmöglich.
Wer sich vorwärtsbewegen will, kommt nicht weiter. Wer zurück will, ebenfalls nicht.
An einen Schalter zu gelangen, in Ruhe eine Alternative zu organisieren oder einfach rechtzeitig zum Zug zu kommen, ist unter diesen Umständen kaum möglich.
Wir erreichen unseren Zug nicht rechtzeitig. Er fährt ohne uns ab.
Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wir müssen noch am selben Tag nach Zürich zurück. Doch wie?
Zwei Möglichkeiten kommen infrage: der TGV 9277 nach Lausanne mit anschliessender Weiterfahrt nach Zürich oder der Weg zum Flughafen.
Wir entscheiden uns für den Zug. Kurz vor der Abfahrt schaffen wir es schliesslich zu einem Ticketautomaten am Perron. Dort kaufen wir zwei neue Erstklass-Oneway-Tickets. Preis: 458 Euro.
Die ursprünglichen Fahrscheine für dieselbe Strecke haben wir bereits bezahlt. Doch sie helfen uns in diesem Moment nicht weiter.
Wir können nicht auf eine nachträgliche Klärung warten, wenn wir noch eine Chance haben wollen, nach Hause zu kommen.
Also bezahlen wir dieselbe Reise ein zweites Mal – nicht aus freien Stücken, sondern weil wir irgendwie nach Hause müssen.
Die Ersatzverbindung fährt mit vergleichsweise geringer Verspätung ab. Doch auch diese Fahrt wird zur Geduldsprobe. Wegen Bauarbeiten und weiterer Hindernisse steht der Zug unterwegs mehrfach still.
In Lausanne bleiben uns gerade einmal drei Minuten, um den letzten Zug nach Zürich zu erreichen.
Die geplante Ankunft um 20.26 Uhr ist längst Geschichte. Erst in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages kommen wir in Zürich an.
Für den letzten Weg nach Hause bleibt nur noch ein Taxi.
Wir verlangen weder Schadenersatz für die Strapazen noch eine zusätzliche Entschädigung für die verspätete Ankunft.
Wir wollen lediglich den Fahrpreis für die ursprüngliche Verbindung zurück, die wir bereits bezahlt haben und wegen der Ereignisse am Bahnhof nicht nutzen konnten.
458 Euro zusätzlich bezahlt, eine Nacht verloren, und am Ende sollen wir auch noch auf dem ursprünglichen Fahrpreis sitzen bleiben?
Mit den entsprechenden Belegen wenden wir uns an das SBB Contact Center für Fahrgastrechte in Brig.
Zwei Wochen später folgt die Antwort: Eine Rückerstattung hätte spätestens 30 Minuten nach der Abfahrt beantragt werden müssen, am Schalter oder telefonisch über das SBB Contact Center.
Danach sei eine Erstattung nicht mehr möglich. Punkt.
Die Frage drängt sich auf: Wie hätten wir unter den genannten Umständen innerhalb von 30 Minuten eine Rückerstattung beantragen sollen? Zumal wir zunächst einmal dafür sorgen mussten, überhaupt noch nach Hause zu kommen?
Einen Schalter aufzusuchen oder eine kostenpflichtige Servicenummer anzurufen, war in dieser Situation keine realistische Priorität.
Die SBB können eine Bombendrohung nicht verhindern. Sie können auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass Reisende deswegen einen Zug verpassen.
Aber sie können entscheiden, wie sie mit den Folgen eines solchen Ereignisses umgehen.
Eine Frist mag im Normalbetrieb sinnvoll sein. Doch was, wenn aussergewöhnliche Umstände es einem Fahrgast praktisch verunmöglichen, sie einzuhalten? Muss das nicht zumindest Anlass für eine individuelle Prüfung sein?
Oder zählt am Ende nur, ob die formale Vorgabe erfüllt wurde? Unabhängig davon, was am Bahnhof tatsächlich geschah?
Die Antwort der SBB lässt die Frage offen. Statt dass erkennbar geprüft wird, was unter den konkreten Umständen möglich war, wird auf eine Frist verwiesen.
Administrativ bequem. Aber kundenorientiert ist es kaum.
Es geht um Fairness und Augenmass. Wer Kunden an starre Regeln bindet, muss auch erklären können, wie diese Regeln in einer Ausnahmesituation vernünftig angewendet werden.
Eine Frist darf nicht zum Selbstzweck werden, wenn ihre Einhaltung durch aussergewöhnliche Ereignisse praktisch unmöglich gemacht wird.
Der Fall wirft auch ein Schlaglicht auf den Anspruch von TGV Lyria, eine komfortable, schnelle und attraktive Verbindung zwischen der Schweiz und Paris anzubieten.
Sechs tägliche Direktverbindungen sollen die französische Metropole in wenigen Stunden erreichbar machen, bequem und ohne Umsteigen.
Auf dem Papier überzeugt das Angebot. Verspätungen, alternde Einrichtungen in Teilen der Flotte und ein wenig kulanter Umgang mit Kundenanliegen lassen den Premiumanspruch bröckeln.
Gemäss der Plattform „Zugfinder“ liegt die Pünktlichkeitsrate von TGV Lyria bei rund 57 bis 67 Prozent.
Sofern sich diese Werte auf eine vergleichbare Messperiode und Definition beziehen, ist das für ein internationales Hochgeschwindigkeits-Angebot ein alarmierendes Signal.
Die Zahlen sollten deshalb im Kontext ihrer Erhebungsmethode betrachtet werden. An der grundsätzlichen Frage nach der Zuverlässigkeit des Angebots ändert das nichts.
Unser Fazit fällt ernüchternd aus: Eine Bombendrohung ist ein aussergewöhnliches Ereignis. Dass Reisende dadurch einen Zug verpassen, kann passieren.
Dass sie anschliessend 458 Euro für die Heimreise nachzahlen müssen, ist bereits eine erhebliche Belastung.
Dass sie bei der Rückforderung des ursprünglichen Fahrpreises auf eine starre 30-Minuten-Frist verwiesen werden, ohne dass eine erkennbare individuelle Beurteilung der besonderen Umstände stattfindet, wirft grundsätzliche Fragen auf.
Kundenorientierung zeigt sich nicht dann, wenn es mal nicht nach Plan läuft.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Flug schlägt Zug, auch wenn das den Gretas und Klimaromantikern nicht in den ideologischen Kram passt. Der Kluge reiste im Zuge. Der Klügere reist heute im „Flügere“ – dort gibt es Fahrgastrechte statt Beamtenwillkür.
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Aufhören zu motzen und den Flieger nehmen…
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Ja, beim Fliegen wirst du gut behandelt. Geht dein Gepäck mit Kamera verloren, kannst du ruhig am Ferienort eine neue Nikon kaufen. Die Rechnung wird bezahlt!
Wirst du beim Fliegen auch nicht glücklich, geh doch zu Fuss nach London!
Das ist umweltfreundlich!
Dumme Sprüche werden hinfällig:
«Der Klügere reist heute im „Flügere“»
Es gibt zwei Geschäftsmodelle:
1. Der Kunde wird über den Tisch gezogen. Doch jeder lässt sich nur einmal verarschen und irgendwann gehen die Kunden aus!
2. Kulant und ehrlich. Da bleiben die Kunden ein Leben lang. Ohne teure Werbung!
Pkt.2 kennt die Bahn nicht!
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Erstklass TGV gibt es für deutlich unter 200 Franken🤣👍.
Da hat wohl einer einen Banker Bonus kassiert (sein Letzter?) und weiss nicht wie er sein Geld aus dem Fenster werfen soll.
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Die Regelung ist im Sinne der Kunden die ihr Angebot regulär in Anspruch nehmen. Nachträgliche Stornierungen mit Ausreden sind lächerlich.
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TGV nach Paris ist toll!
Und die ewigen Leerkoffer Bombenvorkomnisse auch. Seit Covid spinnen die Pariser – sagt die Reiseleitung!
400. – ? – vergessen, das Leben geht weiter.
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Diese Art von Missgeschick überrascht mich nicht.
Ebenso wenig wie die unaussprechliche Böswilligkeit der SBB mich überhaupt nicht überrascht.
Weiß, warum ich mein Auto immer noch bevorzuge, auch für sehr, sehr lange Fahrten (= meine Routine).
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Auch im Normalfall sind die 30 Minuten nicht tragbar und frage mich ob das überhaupt zulässig ist aus rechtlicher Sicht.
Ansonsten Frankreich = Entwicklungsland
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Entwicklungsland?
Nö,Bombenstimmung.
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Wahnsinnig wichtiger Beitrag!
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Die Personen in der Kontakstelle handeln nur nach Vorgabe. Ein selbstständiges Handeln ist nicht erlaubt.
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Ja, genau. Und in Brüssel hatte jüngst einer Durchfall. In Sofia hat einer in einen Bahnwagen gekotzt und in Athen hatte ein Taxifahrer mal auf einer Fahrt gefurzt (ich vertrag dieses Essen also auch nicht).
Nochmals so ein 2. Erwerbslangweiler von IP Gnaden
Wir leben in einer Zeit, in der nur noch Profit zählt und alles, was nur kostet, auf das Minimum reduziert wird, das rechtlich zur jeweiligen Zeit gerade noch vertretbar ist. Tendenz beschleunigt sinkend
Ihr vom Systen habt es einfach noch nicht begriffen: Es ist Zahltag !
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👉Egal ob Flug oder Zug.Das sind die neuen Zustände 2026+. 24h@Change Modus. Nürnberg, Leipzig, UK Apt, Paris & F im SchoolChaos… Ob in den Golfstaaten, Europa oder Asien. Wer jetzt verreist, sollte besser den Pan B schon mal mitdenken & mitnehmen. Sonst ist es Max. 50:50, dass alles so klappt wie du es für dich geplant hast. Ob jemand dann deinen Plan B,gleich zurückerstattet, ist ebenfalls: 50:50 (s.Lese Kolumne). Momentan läuft vieles gar nicht mehr so recht. CS, C.M. (wer zahlt die 140 Fälle, wieviel pro Fall? USZ Cardio? Defizite KisPi? F35 Debakel? Hacker DatenwegFolgen? Schachen??
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Mich interessiert nur Eines. Wieviele Euro hat die SNB in den Buechern?
Kuerzlich habe ich in einem Podcast die Zahl 900 Mia. gehoert.
Wenn das stimmt, dann kauft SNB vorwiegend dieses bald wertlose Papier, statt Gold und keiner berichtet darueber.
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Podcast ist quatsch. SNB weist ihre Bilanz auf Webseite inklusive Währungsmix aus „nur“ etwas mehr als 300 Mrd. Der 786 Mrd. Währungsanlagen sind in EUR. Immer noch viel, aber diesmal korrekt vs. falschet Podcast
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Das ist der SBB, wie jedem Staatsbetrieb mit Monopol, doch scheissegal! Eine Milliarde mehr, was solls…
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Ok, mit dem Auto sind es 6 Std bis zum Parkplatz in der Aglo von Paris neben der Metro. Dann in die Metro in kurzer Zeit ist man überall in Paris. Kein Stress bei der Reservation, bei Streiks und Baustellen .
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Für solche probleme habe ich eine reiseversicherung bei der mobiliar, kostet weltweit 216.- im jahr. Aber mir als sbb mitarbeiter stellt sich das problem nicht bezahle 42 hin und zurück.
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“TGV Lyria fährt ohne uns ab – kein Durchkommen im Gare de Lyon nach Panik. Benötigtes 2. Ticket will SBB nicht rückerstatten…“.
Nach dieser Einleitung musste ich zweimal den Namen des Autors lesen.
Bisher verfasste doch meist der permanent weinerlich oder motzend wirkende Beni Frenkel solche Ergüsse für/auf IP.
Ein zweiter Beni ist also da… Halleluja!
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Ich gehe mit dem Auto nach Paris, parke in der Aglo beim Parking direkt bei der Metro und bin in kurzer Zeit überall in Paris. Kein Stress kein Ärger mit der Bahn
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Boomer Erstweltprolbleme
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Ich habe den Text nicht vollständig gelesen, da ich müde wurde….aber probiere es mal über die Reiseversicherung.
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Kennen sie die Reiseversicherung? Hilft immer. Axa empfehle ich. Arbeite nicht dort, keine Angst.
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Die Mega Taifune, Hagelstürme, Grossflächen Waldbrände, Aschenhimml in Asien, XXL Orkane & Mehrfach Sturzfluten mit Gletscherschmelze.+ weltweite Spannungen/Terror Attacken & Warnungen sind nun mal da und 100% Realitatet geworden. Täglich (sNews/Ausland News). Selbst wenn die Passagierzahlen in Kloten steigen, ändert das 0 an der Situation (resp. lediglich für die Reisenden, wenn sie irgendwo dadurch hängen bleiben). Selber Risiko kalkulieren. Aber nicht nach Hilfe rufen, wenn’s voll daneben geht. Dann ist’s fair & ok 👍✌️⏰
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Wer reist, kann etwas erleben und soll gefälligst kein unerträgliches Meh meh meh Gejammer ablassen. Oder zu Hause bleiben.
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Ein weiterer mi mi mi Beitrag. Luki, da dein Portal wenig bis nichts mehr mit Paradeplatz zu tun hat – nenn es doch Mi Mi Mi Portal. Dann passt die Etikette wieder zum Inhalt.
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Der Rechtsschutzversicherung übergeben und gar nicht diskutieren. Das ist ja wohl hoffentlich nur ein Witz, dass man nur 30 Minuten Zeit hat, einen Befund zu beantragen? Erst muss man mal wissen, dann die Nr finden und dann geht hoffentlich auch noch jemand ans Telefon. Ich stelle mir das so vor, dass man in Minute 31 gesagt bekommt: sorry, too late.
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Paris ist sowieso das allerletzte Reiseziel, das man heutzutage besuchen sollte.
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Lächerlich, wie beinahe alles auf diesem Tubeli-Portal. Ich war sehr viel beruflich in Paris und würde behaupten in 1 von 8 Aufenthalten kam das vor. Rege ich mich dann über die Franzosen oder die SBB auf? Nein. Bei mir war es jedes Mal so, dass ich mich von den französischen Sicherheitsbehörden ernst genommen gefühlt habe, die machen halt keine halben Sachen.
Und an alle die den Flieger propagieren: Da stimme ich euch mittlerweile tatsächlich zu. Auch wenn man vielleicht nicht am Gare de Lyon landet, meistens schneller, günstiger und stressfreier.
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Bombenalarm = höhere Gewalt.
Zweites Ticket = eigenmächtiges Handeln.