Nun denn, wir sind bei den Kosten des Gesundheitswesens. Die Ärzte, insbesondere die Spezialisten, hatten wir schon.
Den Kostentreiber, bei dem man am meisten „herausholen“ kann, nämlich wir selbst, ebenso. Deshalb: Wer zahlt das Ganze eigentlich?
Die Rechnung des Arztes/Spitals trudelt ein. 10 Prozent zahlen wir selbst. Vom grossen Rest zahlt der Kanton 55 Prozent, die Krankenkasse 45 Prozent.
Und genau da liegt ein weiteres Sparpotential. Wir haben ein kantonal organisiertes Gesundheitswesen.
Ein nationales würde gemäss meinen Insidern viel bringen. Dänemark als mit der Schweiz vergleichbares Land hat in den letzten Jahren seine Spitäler von 470 auf 70 reduziert.
Jedes Krankenhaus übernimmt eine Kerndisziplin. Das eine ist spezialisiert auf Chirurgie, das andere auf Herz-Kreislauf.
Das wäre zumutbar und würde enorm Kosten sparen, so meine Insider.
Und man darf nicht vergessen – wer kontrolliert die Rechnungen? Die Krankenkassen kaum, die stellen sich auf den Standpunkt, dass das nicht ihre Sache sei.
Der Kanton, der ja immerhin 55 Prozent der Kosten trägt? Fehlanzeige. Wir sind diejenigen, die die Rechnungen zu kontrollieren haben.
Schreibt ein Arzt für eine Terminbestätigung per Mail 15 Minuten Arbeitszeit auf (bei einem Spezialisten dann immerhin um die 150 Franken für diese 15 Minuten), dann müssen wir uns wehren.
Aber wo? Die Krankenkasse verweist auf den Arzt, der Arzt ist der Problemverursacher. Ergo: Nullsummenspiel.
Wie zu Anfang (Teil 1) gesagt, gibt es viele Kostentreiber in diesem System. Vergessen dürfen wir die viel zitierte Pharmalobby nicht.
Es ist nicht zu verstehen, warum das gleiche Medikament in der Schweiz bis zum Doppelten kostet wie im Ausland.
Dafür gibt es einfach keinen nachvollziehbaren Grund. Gehälter? Die von den Ärzten haben wir eingehend betrachtet.
Aber wissen Sie, dass ein CEO einer Krankenkasse bis zu einer Million Franken pro Jahr verdient?
Der Bund versucht schon seit längerem, diesen Betrag auf 400’000 zu deckeln.
Ein weiteres, sehr zeitgenössisches Thema sind alle diese boomenden Schönheitsoperationen. Das Muttermal liessen wir früher stehen, heute wird es wegoperiert.
Bezahlt ja die Krankenkasse (regulär). Schönheits-OPs an Körper und Gesicht? Wird in vielen Fällen von der Zusatzversicherung bezahlt.
Und ganz zuletzt verweise ich auf ein ganz dunkles Kapitel: Es gibt Spezialisten, die sich ihre Dienste zwei Mal bezahlen lassen.
Einmal regulär via offizielle Rechnung. Und einmal gleich zu Beginn, wenn sie dem Patienten sagen, dass sie ihn schon (schnell) drannehmen würden, wenn er bereit wäre, als Anerkennung einen Cash-Beitrag zu leisten.
Dazu ein Ausschnitt eines Artikels von 20 Minuten: „Die Praxis von Ärzten, sich unter der Hand zu bezahlen, ist ein ernstes Problem, das in der Schweiz und anderen Ländern auftritt.“
„Ärzte fordern Bargeld für Operationen, obwohl diese von der obligatorischen Grundversicherung abgedeckt sind.“
„Diese unethischen Praktiken sind von Fachleuten als ‚absolut unethisch‘ bezeichnet worden. Die Patientenstelle Zürich hat einen Aufruf gestartet, um solche Forderungen zu melden, und hat in den letzten sechs Monaten 32 solche Vorfälle gemeldet.“
„Die höchste geforderte Summe liegt bei 8’000 Franken. Ärzte, die solche Zusatzhonorare ohne Konsequenzen stellen können, sind laut Mario Fasshauer, Geschäftsleiter der Patientenstelle Zürich, in der gesamten Schweiz verbreitet.“
Unsere Gesundheit ist das Wichtigste, das wir haben. Sie in guten Händen zu wissen ebenso. Wir alle aber sind nicht wirklich Fachleute, viele von uns verstehen unseren Körper überhaupt nicht, vor allem, wenn er nicht mehr richtig funktioniert.
Wie wollen wir mit unserer Gesundheit umgehen?
Wir sind zu bequem, uns unsere eigenen Gedanken zu machen, uns richtig zu verhalten und damit die Kosten senken zu helfen. Und Sie wundern sich, dass Ihre Krankenkassenprämie so hoch ist?
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Herr Presto und Herr Schellenberg (natrürlich auch unser Maeszro) sind die besten auf http://www.insideparadeplatz.ch eine Seite gpr Wirtschaft bitte weiter so Hans Gerhard
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Herr Presto for President of the USA:-)
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Solange in der Schweiz die Krankenversicherung obligatorisch ist und Versicherungsnehmer, die nicht zahlen, betrieben und gepfändet werden und gleichzeitig im Gesundheitswesen „die freie Marktwirtschaft, der Wettbewerb..??? etc.“ spielt ist die Kostenexplosion nicht aufzuhalten. Es ist doch klar, dass jeder Leistungserbringer von diesem System soviel wie möglich in die eigene Tasche zu erwirtschaften versucht. Wenn sie andere Beispiele zitieren wollen, die besser funktionieren, schauen sie sich Malaysia an, exzellente Leistungen zu bezahlbaren Preisen. Den Fünfer und die Wegge gibt es nirgends
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Die KK mit diesem Obligatorium ist ein Selbstbedienungsladen für die Aerzte und die Pharmaindustrie. Das ist doch klar.
Also schafft das Obligatorium ab, höchstens die Grundvers. Sollte obligatorisch sein.
Dann fallen die Preise garantiert.
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Schon mal überlegt, was uns die unzähligen Krankenkassen, mit ihren kleinen Königen und den vielen Policenhaien kosten, zudem der immense jährliche Aufwand für den Kassenwechsel.
Da wäre viel Sparpotenzial vorhanden, zB. mit einer Einheitskasse.
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Eine Einheitskasse für die Grundversicherung wäre nicht schlecht. Man darf das aber nicht den Linken überlassen. Die kommen immer gleich auch mit einkommensabhängigen Prämien. Und das würde dann einmal mehr an der Urne scheitern.
Nur schon ein einheitliches IT-System mit einem brauchbaren E-PD würde helfen. Da gäbe es auch andernorts grosses Einsparungspotential. Hast du gewusst, dass es doppelt so viele AHV-Ausgleichskassen gibt wie Krankenkassen. Mit verschiedenen IT-Systemen, versteht sich.
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Selten solchen BS gelesen, und das gleich 3 Mal. Warum wird so etwas hier publiziert???
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Das KK obligatorium heisst niemand kümmert sich um die Kosten weil eh die KK alles bezahlt.
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Und der Tarifkatalog welcher die überhöhten Preis diktiert, dieser scheint wohl gar kein Faktor Ihrer Analyse zu sein. Würde man dort ansetzen mit einer Reduktion von 30% wäre die Verhältnissmässigjeit des Selbstbedienungsladens wieder normalisiert. Dann noch eine Minimalfranchise von CHF 1’000 und die Kostenattacke erfolgt nicht nur über die Nord – sondern auch die Südflanke. Übrigens China/Taiwan/HK z.B. haben die Tarife für Leistungen fair festgelegt, weil diese Länder günstigen Zugang zur Medizin für die Bürger VOR der Profitgier der Pharmalobby taxieren…
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Die dümmste Einstellung wird von den anderen subventioniert, nämlich ich muss mich nicht um meine Gesundheit kümmern weil ja die Ärzte dafür da sind.
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@Presta
Mit Verlaub:
Anekdoten ersetzen keine Gesamtrechnung. 2024 stiegen die Schweizer Gesundheitskosten auf 97 Milliarden Franken (+4,1 %). Wer die Prämienexplosion erklären will, muss die tatsächlichen Kostentreiber analysieren, statt pauschal die Patienten verantwortlich zu machen. Auch die Aufteilung 55 % Kanton und 45 % Krankenkasse gilt nur für stationäre Spitalbehandlungen. Gefragt sind belastbare Zahlen statt Schuldzuweisungen.
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Wer sich aus ästhetischen Gründen ein Muttermal entfernen lässt, der muss die Kosten vollumfänglich selbst berappen. Ausser der Arzt trickst, zusammen mit dem Patienten.
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Genau, der Leistungskatalog der Grundversicherung muss gründlich ausgemistet werden. Kosmetische Behandlungen, Abnehmpillen, Zuckerchügeli und andere „alternative“ Medikamente und Behandlungen ohne wissenschaftl. Wirkungsnachweis, endlos lange Psycho“therapien“ ohne jegliche Verbesserung, etc. Die Grundversicherung darf nur Generika bezahlen. Wer andere Medis oder Behandlungen will, soll das selber bezahlen oder eine Zusatzversicherung abschliessen. Da liesse sich einiges einsparen.
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Aufgrund steigend verordneter Medikamentenmenge vor längerer Zeit als Kostensparung zu Apotheke gewechselt, die bei Barzahlung und privater Abrechnung mit KK auf Zuschläge verzichtete. Habe einmal jährlich mit Sammelrechnung bei der KK abgerechnet. Ist seit Januar 2026 aufgrund revidierter LOA nicht mehr möglich. Neu Kosten für Sicherheitshecks pro Medikament und Patient mit Abrechnung durch Apotheke direkt bei KK für jeden Bezug mit jeweils einer Selbstbehaltsabrechnung der KK mit EZ für mich. Administrativer Kosten- und Bürokratie-Wahnsinn. Kosteneinsparung als Patient unmöglich.
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@Presta
Noch heute wird die für alle obligatorische Grundversicherung von 40 privaten Unternehmen abgewickelt. Und noch heute sind die Versicherten teilweise der Willkür dieser Unternehmen ausgesetzt. Beispielsweise wenn der Kassenarzt eine Kostengutsprache verweigert. Zudem haben bereits heute vier von fünf Personen ein sogenanntes alternatives Versicherungsmodell gewählt (HMO, Hausarzt, Telemedizin usw.). Viel Spielraum für Optimierung gibt es hier also seitens der Versicherten ohnehin nicht mehr.
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Es gibt leider niemand im Gesundheitswesen der sparen möchte. Die einzigsten sind die prämienzahler, aber auch die ändern ihre Meinung wenn sie Leistung beziehen.
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Homeopathy und ähnliches wird von der Grundsicherung übernommen. Alles was nicht Schulmedizin ist, sollte nicht von der Grundsicherung übernommen werden, sondern nur durch Zusatzversicherung oder Selbstzahler.
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Wieso allles so verkompliziert ausführen.
Ist ganz einfach, Obligatorium und obbligatorischer Inkasso sind zulasten der Bevölkerung, keine Chance Dem zu entkommen. Punkt
Alle anderen haben entweder kein Interesse und Motivation und die restlichen sind Nutzniesser umd verdienen sich eine goldene Nase.
Übrigens sich gegen eine Rechnung zu währen hat man keine Chance. Da dreht man sich im Kreis, Niemand will helfen
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Ja genau, und bei diesem gigantischen Reichtum, den die Welt angehäuft hat, ist es dann natürlich noch mehr Scheibe, wenn man als Schweizer im Ausland z. B. wegen der FU Vorgeschichte in der Schweiz, keine Krankenversicherung bekommt, dann noch schwer verunfallt und schlussendlich mit Diabetis um die verringerte Lebenserwartung wissend nur mit der AHV, sich auch keine Stents mehr gegen die fortgeschrittene Atherosklerose einsetzen lassen kann. So sind alle froh, dass damit noch mehr Kosten gespart werden können und alle dann ein Problem weniger haben, juhui. Geniessen Sie Ihre Versicherungen.