In zwei Wochen verwandelt sich Zürich in ein Mekka der Auto-Liebhaber. Veranstalter des Events ist das noch junge Auktionshaus Broad Arrow.
Ort des Geschehens: Das Dolder Grand hoch über der Stadt Zürich. Where else?
Die Liste der „Cars“, die man ersteigern kann, zeigt, wie sehr sich der Markt verändert hat.
Früher waren Oldtimer die teuersten Stücke, heute sind es Youngtimer oder streng limitierte Luxuswagen der letzten 10 Jahre.

Autos, die man fahren kann – im Unterschied zu den Oldtimern, wo man Nachhilfe benötigt oder flucht, weil der Wagen nicht losfährt.
Von den 8 Fahrzeugen, die auf 1 Million Franken oder mehr geschätzt werden, sind 6 nicht einmal 20 Jahre alt.
7,5 Millionen Franken soll ein LaFerrari einbringen. Sein Besitzer hat ihn nie richtig ausgepackt: nach 11 Jahren nur 92 Kilometer auf dem Tacho.
Die Distanz zwischen Bern und Luzern. Ursprünglich hat der nicht gefahrene Sportwagen 1,5 Millionen Franken gekostet.

Letztes Jahr musste beim Boliden die Batterie ausgewechselt werden. Das sei eben „typisch“, schreibt das Auktionshaus – „Da das Fahrzeug fast sein gesamtes Dasein im Stand verbracht hatte“.
Das trifft den wunden Punkt. Wenn sich ein Wagen 11 Jahre praktisch nicht bewegt, trocknen die Dichtungen aus.
Hätte der Ferrari zumindest jedes Jahr 1’000 Kilometer zurückgelegt, wäre seine Fahrzeugmechanik heute in einem besseren Zustand.
Dazu gibts vom Auktionshauses einen Hinweis: Anfang dieses Jahr stellte ein Händler eine Rechnung von über 200’000 Euro aus.
Eigentlich wurden solche Autos für die Strasse gebaut, nicht für eine klimatisierte Garagenbox. Auch viele andere Fahrzeuge erfüllen offensichtlich nur den Zweck der Wertsteigerung.
Ein 3 Jahre alter BMW strampelte weniger als 400 Kilometer ab, ein McLaren von 2019 gerade einmal 131.
Immerhin, wer den Ferrari ersteigert, muss sich im Innern nicht ekeln.

„Das Problem der klebrigen Knöpfe, von dem so viele Fahrzeuge dieser Epoche betroffen sind, wurde im Vorfeld des Verkaufs ebenfalls behoben“, heisst es von den Versteigerern.
Der Markt spielt verrückt. Ein K.I.T.T., der nie in Action-Szenen benutzt wurde, wird auf bis zu einer halben Million Franken geschätzt.
Das Auto war mal Kulisse für David Hasselhoff, als er durch Europa tourte. Ein fast hundertjähriger Chrysler hingegen wird für einen Bruchteil gehandelt.
Oldtimer sind die Verlierer. Leute unter 50 kaufen sich keinen mehr.
Der Hagerty Market-Index – er bildet die realisierten Verkäufe von Oldtimern ab – zeigt seit Mitte 2022, wie stark das Interesse an alten Fahrzeugen nachgelassen hat.
Mit den jungen Sportwagen lässt sich dafür das schnelle Geld machen. Das Jubiläumsmodell des BMW 3.0 CSL kostete vor drei Jahren 750’000 Franken. Jetzt wird es ab 900’000 Franken geschätzt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Finanznews aus Zürich…
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Gut so. Benzin und Diesel Oldtimer sind Boomerzeugs. Hoffentlich haben sich einige „Investoren“ kräftig die Finger verbrannt
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Ich dachte ein LaFerrari sei ein Laferi. Gratiswerbung für die Veranstalter.
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Und beim Loomit in Pattaya sind die Papayas erntereif.
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Also wenn man sich die historischen Daten anschaut, befindet sich der „Hagerty Market-Index“ am Ende einer Korrekturphase. Somit ist nun der Moment zu kaufen. Also los Beni. Kredit aufnehmen, Oldtimer kaufen und in 2-3 Jahren musst du dich nicht mehr für Luki verdingen!
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Kein Aperta?
Dann lohnt sich das nicht.
Bei richtigen Oldtimern (ja die muss man fahren und auch mals was reparieren können) bekommt man richtige Schnäppchen.
Das sind Autos die dann auch in ein paar Jahrzehnten noch was sind.
Diese Superboliden waren für den Erstkäufer ein guter Deal. Sind aber hochempfindlich, wenn man sie fährt gehen sie sofort kaputt, und fürs rumstehen sauteuer.