Wenn die Basellandschaftliche Kantonalbank sich ungerecht behandelt fühlt, erscheint deren Gegendarstellung in diesem Medium sofort. Der Leser kann sich dann erst recht sein Bild machen.
Bei der „Republik“ gehen die Macher einen anderen Weg. Sie riskieren einen teuren Rechtsstreit mit Palantir.
Der US-Software-Gigant verlangte vom Zürcher Online-Magazin ebenfalls eine Gegendarstellung; offenbar eine sehr ausführliche.
Die „Republik“-Chefs akzeptierten dies nicht, worauf die Amerikaner ihre Sichtweise per Gerichtsklage erzwingen wollten. Entscheiden wird das Zürcher Handelsgericht.
Heute greift die Financial Times den Fall auf. Nicht irgendwo versteckt, sondern auf der „Landing page“ von ft.com, der digitalen Ausgabe des einflussreichen Weltblatts.

Damit erhält die Causa Palantir gegen Republik ungeahnte Aufmerksamkeit: Sie landet mitten auf der medialen Weltbühne.
„Palantir sues magazine that revealed Switzerland rejected its approaches“, titelt die FT, darunter steht:
„Peter Thiel-chaired data intelligence group alleges that Republik did not give it sufficient right to reply.“
Thiel ist für viele ein rotes Tuch. Der US-Software-Unternehmer brachte es als Gründer des Digital-Bezahldienstes Paypal und als früher Facebook-Investor zum Vielfach-Milliardär.
Zunehmend „christlich-fundamentalistisch“ wäre Thiels Denkhaltung, so Wikipedia. Die Republik-Stories behaupteten, Palantir habe sich jahrelang erfolglos um Bundesaufträge bemüht, insbesondere solcher des Schweizer Militärs.

Dass der Zürcher Rechtsstreit mit dem kleinen Schweizer Medium gross im Blatt der globalen Wirtschafts- und Politelite landet, dürfte nicht im Sinn von Thiel und Palantir sein.
Umgekehrt werden sich heute die „Republikaner“ auf die Schultern klopfen. Denen haben wir’s gezeigt.
Wirklich? Die Rechtskosten gehen durch die Decke. Die „Republik“ soll keinen Aufwand für ihre Verteidigung gescheut haben, heisst es in Zürcher Medienkreisen.
Was die Auseinandersetzung am Ende bringt, ist ebenfalls ungewiss. Gegendarstellungen – auch wenn die „Korrektur“ von Palantir seitenlang ausfällt – sind die mildeste Form der Intervention im Presserecht.
Mit ihren kann man Streitigkeiten rasch und effizient bewältigen. Bekämpft man sie hingegen so wie die Republik, wird’s nicht nur teuer, sondern auch zäh.
Statt den eigenen Power in neue Stories und Enthüllungen zu stecken, fliesst die ganze Energie in einen Fight, der die Vergangenheit betrifft. Offenbar ist es das den Republik-Chefs wert: Das nötige Kleingeld dafür will man locker stemmen.
Ist ja nicht von uns, sondern von unseren „Verlegern“, wie die Republik ihre Abonnenten betitelt.
Die Bilanz des Mediums, das 2018 an den Start gegangen war, weist trotz 500’000 Franken Gewinn im Jahr 2024/25 immer noch ein Eigenkapital von minus 1,7 Millionen aus, wie der Wirtschaftsblog Muula berichtete.
Bin zwar kein Republik-Fan, aber allein für diesen Eklat hat sich die Gründung der Republik schon gelohnt. Die Frau dahinter ist Adrienne Fichter, die schon ein paar gute IT/Intel-Recherchen brachte. Auch mutig von der Schweiz, Palantir so konsequent abgelehnt zu haben.
Ja sooo unglaublich mutig, das tangiert Palantir wahrscheinlich sehr dass das Schweizer Militär die aktuell eine der besten Technologien ablehnt, stattdessen Chinesisch in die Schweiz, günstiger?! Und dieser riesige Markt Schweizer Militär tangiert sicher Palantir massiv(Ironie off). Wahrscheinlich Palantir war der Republik Artikel egal, Republik interessiert ja keinen wirklich, und es war mehr formhalber, nur hat Palantir nicht gerechnet das Republik aus einer Mücke einen Elefanten macht. Es ist peinlich, der Elefant könnte für Republik aber sehr schwer werden. Und das finde ich super.
Ein einzelner Artikel von Adrienne Fichter hat mehr Gehalt und Relevanz und ist besser recherchiert als alle IP-Artikel einer Woche zusammen.
Uf din Senf isch jetzt au nöd grad viil intelligenz
gwachse! Falls e KI bisch,
denn bisch entschuldigt.
Gueti Ziit.
Bei Thiel bedeutet „christlich-fundamentalistisch“ vor allem „zionistisch“. Palantir spielte auch beim isr. Geno. in Pal. eine zentrale Rolle.
Hat die Republik eine Rechtsschutzversicherung, oder müsste eine Niederlage aus dem leeren Republik Kässeli bezahlt werden? Weil dann könnte sich das zur Sternschnuppe für das online Käsblättli entwickeln und es verglüht.
Danke für die Informationen, Herr Hässig. Meine Englischkenntnisse sind zu dürftig, um die angelsächsischen Medien genügend zu verstehen.
Typisch Republik.Peinlich dieser Pseudo David gegen Goliath Style.Primär tritt Republik ins„Rampenlicht“mit Wichtigtuerei.Sie machen auf Revoluzzer um ihre Groupie ähnlichen Leser bei Stange zu halten.Die Artikel sind unlesbar,spielen auf Gutmenschen und nur sie wüssten Bescheid,dabei sind die Behauptungen in den Artikeln nicht selten falsch, ungenau oder verdrehend,damit die vorgegebene Wirkung erreicht wird. Das wurde auch mehr als einmal bestätigt, aber natürlich keinerlei Einsehen, stattdessen wirres Gerede,auch von den Redaktoren in den Kommentarspalten.
Eine Gegendarstellung will R nicht, sie verweigert sich der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Palantir. R traut ihren „hochgebildeten“ und linken Verlegern nicht zu das sie die Replik von Palantir einordnen könnten. Linke, ideologische Meinungseinfalt.
Auf den Punkt!
Jedes deiner Worte ist ideologisch, Bueb.
Eine Gegendarstellung ist keine inhaltliche Auseinandersetzung.
Das wird nur eine kurze „ Freude“ für Republik, das ist eine Nummer zu gross. Auch wenn diese wie geschützt werden in der Schweiz, trotz Finanzproblemen und Steuerskandal machen die immer weiter. Aber endlich hat sich diese Republik verzockt, die hat schon viel (falsch) verdreht. Da werden einige Betroffene nun ebenfalls aktiv werden, die noch etwas mit Republik „offen“ haben.
Palantir, ein rotes Tuch, die noch alle Tassen im Schrank haben.
Sorry, das habe ich rein sprachlich nicht verstanden. „Rotes Tuch“ – für wen? Und worauf bezieht sich das Relativpronomen „die“?
IP: „…ungerecht behandelt fühlt, erscheint deren Gegendarstellung in diesem Medium sofort. Der Leser kann sich dann erst recht sein Bild machen.“ Der Lacher des Tages.
Sternstunde! Welch falsche Wortwahl für die heutige Zeit? Oder welch Übertreibung oder welch veraltete Weltsicht.
Wer der echt Einflussreichen Unternehmer auf der Welt liest noch eine amerikanische Zeitung?
Wieviel Male wird dieser Artikel für etwas wirklich Nachhaltiges zitiert werden?
Fazit: Ein netter Nabel-Schauartikel einer aussterbenden Branche.
Natürlich veröffentlicht IP jede Gegendarstellung. Die Niederlage vor Gericht ist gewiss, wenn man wie LH jeglichen Schrott ohne Prüfung veröffentlicht.
Man kann die Republik und ihre Macher mögen, oder nicht ausstehen wie ich, aber etwas muss man ihr lassen, sie geht “ all in“, ein Provinzblatt gegen einen Milliardenkonzern, wenn das nur gut geht …
Thiel hat bereits Gawker in einem Rechtsstreit in den Bankrott getrieben. In der Schweiz wird das wohl etwas schwieriger.
„Die Republik-Stories behaupteten…“ . Geht’s nicht besser? In den Artikeln hat es keine Behauptungen!
Es ist mutig von der Schweiz, dass sie die „Dienstleistungen“ von Palantir nicht in Anspruch nimmt und mutig von Republic, das offenzulegen.
Wer Google oder Meta für eine Datenkrake hält, hat keine Ahnung was Palantir macht. Die Klagen von Palantir sind ein weiterer Hinweis mit wem man es zu tun hat – fundamentalistisch ist noch nett ausgedrückt.
IP publiziert also jede gewünschte Gegendarstellung unverzüglich? Oder ist hier schlicht wieder mal die Häme über eines der Lieblingsfeindbilder grösser als die Erkenntnis, dass man ja eigentlich im selben Boot sitzt?
wer das interview mit dem ceo von palantir, Alex Karp, gesehen hat, weiss, dass die republik das richtige tut.
Hässig redet die Konkurrenz schlecht. Dies in der Hoffnung die Leute schwimmen zu ihm.