Im Januar brachte Inside Paradeplatz die Strafanzeigen der Schweizerischen Post gegen Käufer mutmasslich gefälschter Briefmarken aus China ins Spiel.
Wer über Plattformen wie AliExpress vermeintliche Schnäppchen tätigte, fand sich plötzlich in einem Strafverfahren wieder.
Während mehrere Kantone Strafbefehle wegen Warenfälschung erliessen, stellten andere Staatsanwaltschaften die Verfahren später mangels nachweisbaren Vorsatzes der Käufer ein.
Ein Delikt? Oder kein Delikt?

Jetzt kritisieren Insider das Vorgehen der Post auch datenschutzrechtlich. Der Staatskonzern soll die Daten aller Besteller gesammelt an die Ermittler übermittelt haben.
Statt für jeden Fall eine individuell begründete Strafanzeige einzureichen.
Die Post reagiert mit einer Floskel. Man habe den Strafverfolgungsbehörden „die dafür notwendigen Informationen der Käufer“ übermittelt und sich an die geltenden rechtlichen Vorgaben gehalten.
Warum aber wurden trotz späterer Verfahrenseinstellungen gegen sämtliche Besteller Strafanzeigen eingereicht?
Die Post begründet dies mit ihrer gesetzlichen Pflicht, Fälschungen konsequent zu verfolgen.
Dem Staatsriesen sind in dieser Angelegenheit vor allem drei Botschaften wichtig:
Man halte sich an die geltenden rechtlichen Vorgaben, bekämpfe Fälschungen konsequent zum Schutz der Integrität des Postverkehrs und der Konsumenten.
Und empfehle, Briefmarken ausschliesslich in offiziellen Verkaufsstellen oder im Onlineshop der Post zu erwerben.
Wie also sind die Personendaten der Käufer zu den Strafverfolgungsbehörden gelangt? Wurden sämtliche Besteller doch pauschal gemeldet?
Und weshalb endet derselbe Sachverhalt in einem Kanton mit einem Strafbefehl, im anderen mit einer Verfahrenseinstellung?
Früher landeten Briefmarken im Album, heute mitunter in den Akten der Strafverfolgungs-Behörden.
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Die Marken sehen doch gleich aus. Wieso nicht die günstigere wählen?
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Es scheint, Loomit Pattaya scheint bewusst nach negativen Daumen zu haschen.
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Waren aus China sind viel zu billig. Klar versuchen jetzt alle, wirklich alle, diese Konkurrenz auszuschalten. Die EU arbeitet mit horrenden Bussen, die Schweiz wird wohl folgen, da sie ja alles der EU oder D. nachmacht.
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Das hat doch mit Konkurenz nichts zu tun. Wenn ich gefälschte Briefmarken verwende ist das ganz einfach versuchter Betrug.
Genau so gut könnte ich doch Gutscheine von Geschäften oder direkt Banknoten fälschen.
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@ Daniel Heinen, Ja. Aber dies ist ein weiterer Grund um den Import von Waren von Aliexpress und Temu zu verbieten. Das versuchen sie schon lange.
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Ämter und Behörden haben häufig ihre eigenen „Gesetze“ – und nicht selten ändern sie die Spielregeln mitten im Verfahren.
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wer braucht denn heute noch briefmarken??
die post ist auch schon ziemlich überflüssig geworden.
nur der paketdienst hat hochsaison…
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Der Elefant im Raum ist, dass die Post offensichtlich ihre Briefmarken zum Teil in China herstellen lässt. Die Chinesen hatten noch Bögen, also raus damit auf die Verkaufsplattform Aliexpress.
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Das schlimme noch: Asendia,ein 50% JV mit der französischen Post, holt die Briefmarken selber mit eigenen LKW in China ab und übergibt sie der Post für den Import. Aliexpress ist einer der grössten und wichtigsten Kunden der Post. Die Behauptung der Post, sie hätten nichts gewusst, wirkt völlig unglaubwürdig. Jedes normale Unternehmen würde wenigstens bei ihrem Kunden nachfragen, ob die wirklich echt sind. Die Post wusste es ja bereits vorher durch den 20 Min.-Artikel.
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Bei der deutschen Post kann jeder mit der App kontrollieren, ob die Briefmarken echt sind. Bei der Schweizer Post liefern sie die China-Päckli noch gerne aus.
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Es gibt viele Schweizer Online Händler oder Privatverkäufer, bei denen man alte, aber weiterhin gültige Briefmarken mit Rabatt und legal kaufen kann.
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Post- und Paketgeheimnis war einmal?