Mittwoch, 28. Oktober 2026
Microsoft nimmt im Quartal 10 Milliarden Dollar von OpenAI ein. Das sind laut TechCrunch fast 11 Prozent des Quartalsumsatzes. Azure setzt laut TechCrunch 33,2 Milliarden Dollar um.
Google DeepMind stellt Gemini 4 Carbon vor, nach eigenen Angaben sein stärkstes Modell. Zugang erhalten zunächst nur ausgewählte Cyberverteidiger. Laut Google führt Carbon den Intelligence Index von Artificial Analysis mit 59 Punkten an.
Texas verklagt OpenAI und Sam Altman. Generalstaatsanwalt Ken Paxton wirft ihnen vor, Verbraucher über die Sicherheit von ChatGPT zu täuschen.
Das Justizministerium (US) prüft laut Reuters Nvidias Kauf von Hugging Face. Der Preis liegt laut Bloomberg bei rund 13 Milliarden Dollar.
Offiziere des US-Transportkommandos warnen vor zivilen KI-Überwachungsnetzen. Kennzeichenleser und KI-Kameras erleichtern es laut ihnen Gegnern, Truppenbewegungen zu verfolgen.
Die USA, Grossbritannien und Australien testeten vor San Diego (US) über 40 Technologien, darunter autonome Systeme. Shield AI und Rheinmetall Barzan planen Autonomie-Software für Katars unbemannte Schiffe.
Anthropic zeigt Firmenkunden mit neuen Berichten, was ihre KI-Ausgaben bringen. Laut Semafor weist Anthropic eine Bruttomarge von 85 Prozent aus. Im Börsenprospekt legt Anthropic 16,3 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Halbjahr offen. Laut Bloomberg warnt Anthropic Investoren vor staatlicher Vergeltung. US-Behörden aller Ebenen bietet Anthropic Claude mit 40 Prozent Rabatt an. Banken verschieben laut Bloomberg den Weiterverkauf eines Kreditteils für ein Anthropic-Rechenzentrum in Texas (US).
In Genf nutzen laut einer Umfrage 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe KI, berichtet RTS. Nur 38,9 Prozent wissen, was beim KI-Einsatz in der Schule erlaubt ist.
Kurz gemeldet: In Tallinn (EE) fährt ein Lieferroboter bei Rot, laut TLT bis zu neun Verletzte im Bus. Zudem: Marvell steht laut Bloomberg vor einer Übernahme von Lumentum.
Meldungen
Banken stoppen laut Bloomberg Anleiheverkauf für Anthropic-Rechenzentrum in Texas (US)
Banken verschieben den Weiterverkauf eines Teils eines Kredits von 15 Milliarden Dollar, rund 12 Milliarden Franken. Damit soll ein Rechenzentrum in Texas (US) finanziert werden, das mit Anthropic verbunden ist. Das berichtet Bloomberg. Grund ist laut Bloomberg, dass Texas neue Projekte vorerst stoppt. Der Bundesstaat prüft die Risiken für sein Stromnetz. Weitere Einzelheiten nennt die zugängliche Quelle nicht.
Microsoft nimmt im Quartal 10 Milliarden Dollar von OpenAI ein
Microsoft hat im Quartal bis Ende September 10 Milliarden Dollar Umsatz aus Geschäften mit OpenAI erzielt, rund 8 Milliarden Franken. Das geht laut TechCrunch aus einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht hervor. Das sind fast 11 Prozent des Quartalsumsatzes von 92,3 Milliarden Dollar. Im ganzen Geschäftsjahr 2026 waren es 24,1 Milliarden Dollar. OpenAI schuldet Microsoft zudem 7,2 Milliarden Dollar aus früheren Geschäften. Wie viel aus der Umsatzbeteiligung und wie viel aus dem Cloud-Dienst Azure stammt, ist laut TechCrunch unklar. Azure selbst setzt im Quartal laut TechCrunch 33,2 Milliarden Dollar um, 48 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Marvell steht laut Bloomberg kurz vor einer Grossübernahme von Lumentum
Der Chiphersteller Marvell steht kurz vor einer Übernahme des Optikspezialisten Lumentum. Das berichtet Bloomberg. Das Medium spricht von einem Megadeal im Zuge von Marvells KI-Strategie. Betrag und Bedingungen nennt die zugängliche Quelle nicht. Eine Bestätigung der Firmen liegt in den Quellen nicht vor.
Trump erklärt Importe von Industrierobotern zur Gefahr für die nationale Sicherheit
US-Präsident Donald Trump erklärt die Einfuhr ausländischer Industrieroboter zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit. Das berichtet Ars Technica. Die Proklamation vom 28. Oktober ordnet Verhandlungen mit Handelspartnern an und hält neue Zölle auf Roboterimporte offen. Sie stützt sich auf eine Untersuchung von Handelsminister Howard Lutnick. Betroffen sein könnten Hersteller wie General Motors, Ford, Tesla, Boeing und Lockheed Martin, die auf solche Roboter setzen.
In Genf nutzen laut Umfrage 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe KI
Zwei Drittel der Genfer Schülerinnen und Schüler nutzen KI mehrmals im Monat. Das zeigt eine Umfrage des Genfer Erziehungsdepartements DIP bei 12'400 Jugendlichen, berichtet RTS. In der Orientierungsstufe sind es 70 Prozent. 61,2 Prozent von ihnen sorgen sich, falsche Informationen zu erhalten. Nur 38,9 Prozent wissen, was beim KI-Einsatz in der Schule erlaubt ist.
Lieferroboter fährt in Tallinn (EE) bei Rot über die Kreuzung, neun Verletzte im Bus
In Tallinn (EE) fährt ein selbstfahrender Lieferroboter bei Rot in eine Kreuzung. Das berichten Aftenposten und der Tages-Anzeiger unter Berufung auf estnische Medien. Der Busfahrer bremst scharf, laut den Verkehrsbetrieben TLT werden bis zu neun Menschen im Bus verletzt. Der Roboter fährt danach weiter. Laut Tages-Anzeiger geschah der Unfall am Montag, laut Aftenposten am Mittwoch. Der Hersteller Starship Technologies hat die Polizei kontaktiert und untersucht den Vorfall. Die Roboter transportieren laut Aftenposten bis zu 15 Kilo über bis zu 5 Kilometer.
US-Militär sieht laut DefenseScoop Risiken durch zivile KI-Überwachungsnetze
Offiziere des US-Transportkommandos Transcom warnen vor zivilen Überwachungsnetzen mit KI. Das berichtet DefenseScoop. Kennzeichenleser und KI-Kameras von Firmen wie Flock Safety, Axon und Motorola Solutions verbreiten sich in den USA. Laut den anonymen Offizieren erleichtern sie es Gegnern, Soldaten und Truppenbewegungen zu verfolgen. Daraus liessen sich Übungspläne und Mobilmachungen ablesen. Fortgeschrittene KI-Modelle helfen laut einem Offizier, solche Datenlücken in grösserem Massstab auszunutzen.
«Alles hat eine Schwachstelle»
«Everything has a vulnerability»
Anthropic zeigt Firmenkunden mit neuen Berichten, was ihre KI-Ausgaben bringen
Anthropic lanciert neue Berichtswerkzeuge für Firmenkunden. Das berichtet TechCrunch. Manager sehen darin, was ein Team in einem Zeitraum erarbeitet hat, was es kostete und wo Abläufe stockten. Grundlage sind interne Auswertungen und Umfragen unter Mitarbeitenden. Diese Daten nutzt Anthropic laut eigenen Angaben standardmässig nicht für das Training. Dazu kommen gemeinsame Budgets für Teams. Laut einem Bericht der Firma Jellyfish sind Claude Code und andere Werkzeuge auf Anthropic-Modellen die meistgenutzten Coding-Agenten.
Justizministerium (US) prüft laut Reuters Nvidias Kauf von Hugging Face
Das Justizministerium (US) stellt Fragen zu Nvidias Vereinbarung, die KI-Modellfirma Hugging Face zu kaufen. Das berichten Bloomberg und The Decoder unter Berufung auf Reuters. Die Beamten fragen laut The Decoder, ob Nvidia so eine zentrale Plattform für KI kontrollieren könnte. Der Deal ist laut The Decoder 12,93 Milliarden Dollar wert und soll im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden. Parallel prüfen die Kartellwächter Nvidias Übernahmen, Investitionen und Verkaufspraktiken. Auch Frankreichs Wettbewerbsbehörde ermittelt gegen Nvidia.
AUKUS-Staaten testen vor San Diego (US) über 40 unbemannte und autonome Systeme
Die USA, Grossbritannien und Australien haben die Marineübung Maritime Big Play beendet. Das berichtet Breaking Defense. Vor der Küste von San Diego (US) testeten sie mehr als 40 Technologien, darunter unbemannte und autonome Systeme. Grossbritannien leitete die U-Boot-Abwehr mit unbemannten Schiffen, Unterwassergleitern, Drohnen und Unterwasserfahrzeugen. Die Royal Navy nennt die Übung die bisher grösste Vorführung unbemannter und autonomer Technik der drei Staaten.
«Maritime Big Play zeigt den echten, greifbaren Fortschritt, den wir mit unseren AUKUS-Partnern machen, um modernste autonome Fähigkeiten auf See bereitzustellen»
«Maritime Big Play demonstrates the real, tangible progress we are making with our AUKUS partners to deliver cutting-edge autonomous capability at sea»
US-Senatoren verlangen von Meta Antworten zum Datenschutz bei den KI-Brillen
Die US-Senatoren Ron Wyden und Edward Markey verlangen in einem Brief von Meta Antworten zu den Datenschutzrisiken der Smart Glasses. Das berichtet 404 Media. Der Brief stützt sich auf eine Recherche von 404 Media vom Oktober 2025. Darin ging es um Männer, die mit Metas Ray-Ban-Brillen Mitarbeiterinnen von Massagesalons filmten und die Videos veröffentlichten. Laut den Senatoren können Bilder aus den KI-Funktionen der Brillen gespeichert und für das Training von KI genutzt werden. Das verletze die Privatsphäre von Unbeteiligten, die nicht eingewilligt hätten.
US-Behörde FTC verlangt von Walmart, Uber und weiteren Firmen Auskunft über personalisierte Preise
Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC verlangt von Walmart, Uber und sieben weiteren Unternehmen Auskunft über ihre Preis- und Lohngestaltung. Das berichtet die Kronen Zeitung. Die Firmen sollen offenlegen, ob sie Daten wie Standort, Browserverlauf und Einkommen für individuelle Preise, Löhne und Stellenangebote nutzen. Betroffen sind auch Target, Lyft, DoorDash, Instacart, Delta, United und JetBlue. Hintergrund ist laut der Zeitung die Sorge, dass Algorithmen und KI für jeden Kunden den maximalen Preis berechnen. FTC-Chef Andrew Ferguson sagt, solche Preise könnten gegen Verbraucherschutzgesetze verstossen. Ein generelles Verbot kann die Behörde laut eigenen Angaben nicht verhängen.
Renaudot-Jury streicht Orélien wegen KI-Vorwürfen aus der Finalistenliste
Die Jury des Literaturpreises Renaudot (FR) nimmt Thélyson Oréliens Roman «C'était ça ou mourir» nicht ins Finale. Das berichtet Le Monde. Dem kanadisch-haitianischen Autor wird vorgeworfen, beim Schreiben KI eingesetzt zu haben. Die Jury hatte das Buch Anfang Oktober noch in der zweiten Auswahl behalten. Nachdem sein kanadischer Verlag die Zusammenarbeit beendet habe, sei der Zweifel ausgeräumt, sagt Generalsekretär Georges-Olivier Châteaureynaud laut AFP. Der Roman war zuvor schon aus der Auswahl für den Goncourt und den Femina gefallen. Sechs Romane stehen im Finale.
New York verbietet Minderjährigen Gespräche mit KI-Begleitern, die Tech-Branche warnt vor Folgen
Die Gouverneurin des Bundesstaats New York (US), Kathy Hochul, setzt ein Gesetz in Kraft, das Minderjährigen Gespräche mit KI-Begleitern verbietet. Das berichtet Le Temps. Die Definition gilt laut Le Temps für die meisten generativen KI-Chatbots auf dem Markt. Die Betreiber müssen das Alter der Nutzer prüfen. Bei Minderjährigen darf der Chatbot nicht vorgeben, menschlich zu sein oder Gefühle zu haben. Er darf die Beziehung nicht als persönlich darstellen und nicht nach Gefühlen fragen. Der Branchenverband Tech:NYC kritisiert die vage Sprache des Gesetzes. Es könne die Meinungsfreiheit verletzen und den Zugang zu Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe einschränken.
Firmen in Nordamerika bestellen laut A3 im dritten Quartal 24,8 Prozent mehr Roboter
Firmen in Nordamerika bestellten im dritten Quartal 10'989 Roboter im Wert von 723,5 Millionen Dollar. Das meldet der Branchenverband A3, berichtet The Robot Report. Das sind 24,8 Prozent mehr Stück als ein Jahr zuvor. Zulieferer der Autoindustrie bestellten 90,4 Prozent mehr, die Halbleiter- und Elektronikbranche 97,6 Prozent mehr. Kollaborative Roboter, die neben Menschen arbeiten, legten um rund 56 Prozent zu. Das sind Angaben von A3.
Texas verklagt OpenAI und Sam Altman wegen der Sicherheit von ChatGPT
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton verklagt OpenAI und Konzernchef Sam Altman. Das berichtet Biometric Update. Die Klage wurde am Freitag vergangener Woche im Bezirk Collin eingereicht. Paxton wirft ihnen vor, Verbraucher über die Sicherheit von ChatGPT zu täuschen. Zudem fehle es an Altersprüfung und Kontrollen für Eltern. Das verstosse gegen texanisches Recht. Die Klage fordert Beschränkungen für den Zugang Minderjähriger und unabhängige Sicherheitsprüfungen neuer Modelle. Das sind Vorwürfe des Generalstaatsanwalts, ein Urteil liegt nicht vor.
Anthropic weist laut Semafor eine Bruttomarge von 85 Prozent aus
Anthropic meldet im Börsenprospekt eine Bruttomarge von 85 Prozent auf das Kerngeschäft mit dem Betrieb bestehender KI-Modelle. Das schreibt Semafor und beruft sich auf The Information. Die Marge schliesst die Kosten für das Training neuer Modelle aus. Anthropic schreibt insgesamt weiter hohe Verluste. Laut Semafor liegt Metas Werbegeschäft bei rund 81 bis 82 Prozent. Für Google-Suchanzeigen schätzen Analysten 75 bis 80 Prozent. Semafor sieht darin einen Realitätscheck für Skeptiker des nutzungsbasierten Preismodells.
Googles AI Mode weicht laut Ars Technica der Frage nach der Wahl 2020 aus
Googles AI Mode antwortet laut Ars Technica ausweichend auf die Frage, wer die US-Präsidentschaftswahl 2020 gewann. Das Medium hat die Frage am Mittwoch selbst gestellt, nachdem es Beschwerden in sozialen Medien gesehen hatte. Die KI verweist auf den offiziellen Bericht der Bundeswahlkommission FEC. Bei der Wahl 2024 und der Wahl 2012 fällt die Antwort ähnlich indirekt aus. Zu den übrigen Wahlen seit 2000 nennt die KI laut Ars Technica den Sieger.
Google öffnet Gemini und Suche für Apps von Drittanbietern
Google startet die Connected Apps Platform. Das berichtet TechCrunch. Jedes Unternehmen und jeder Entwickler kann eigene Apps einreichen, die in der Google-Suche, in der Gemini-App oder in beiden laufen. Die Plattform ist als Beta für Entwickler in den USA verfügbar. Dafür binden Entwickler einen MCP-Server oder Android MCP über die AppFunctions-APIs an. Sie können Verkehr, Latenz und Fehlerraten verfolgen. In Gemini gibt es laut TechCrunch bereits über 50 verbundene Apps.
Meta unterstützt fünf US-Universitäten mit zwei Millionen Dollar für Forschung mit seinen Modellen
Meta unterstützt fünf US-Universitäten mit zusammen zwei Millionen Dollar. Das teilt das Unternehmen mit. Beteiligt sind das California Institute of Technology und die Medizinfakultät der Ohio State University. Dazu kommen die Louisiana State University, die Indiana University und UTHealth Houston. Die Forschenden sollen Metas Modelle in Medizin, Physik, Chemie, Biologie, Informatik und Mathematik einsetzen. Beispiele sind eine Kameraüberwachung für Säuglinge mit Tracheostoma, Gesprächs-KI für die Demenzpflege und das frühere Erkennen von Herzinsuffizienz. Das sind Angaben von Meta.
Google stellt Gemini 4 Carbon vor, Zugang zunächst nur für ausgewählte Cyberverteidiger
Google DeepMind stellt Gemini 4 Carbon vor, nach eigenen Angaben sein stärkstes Modell. Es führe den Artificial Analysis Intelligence Index v5.0 mit 59 Punkten an. Laut Google ist es besonders stark bei Cybersicherheit und langen, mehrstufigen Aufgaben. Bei SEC-bench Pro erreicht es 88,2 Prozent, bei ExploitGym 54,8 und bei CWE-bench 71,0. In der WebDev Arena springt es um 89 Elo-Punkte auf Rang vier. Carbon baut auf Gemini 4 Argon auf, das vor zwei Wochen erschien. Ausgewählte Cyberverteidiger erhalten Zugang diese Woche, weitere Partner später über das Fairwind-Programm. Google nimmt am freiwilligen US-Prüfverfahren vor der Veröffentlichung teil. Der Preis liegt bei 2 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Das sind Angaben von Google.
Chrome füllt Formulare künftig mit Angaben aus Gmail aus
Google erweitert die KI-gestützte Autofill-Funktion in Chrome. Das berichten TechCrunch und The Verge. Chrome schlägt künftig Angaben aus Gmail vor, etwa Flugbestätigungsnummern, Mitgliedsnummern, Bestellnummern, Adressen oder Telefonnummern. Auch Kreditkartennummern kann es vorschlagen. Die Funktion erweitert Googles Personal Intelligence, mit der Nutzer Google-Apps mit Gemini verbinden. Nutzer können sie in den Chrome-Einstellungen aktivieren. Sensible Daten sind laut Google verschlüsselt. Sie wird zunächst in den USA eingeführt, auf dem Desktop sowie in den iOS- und Android-Apps für Gemini in Chrome.
Google öffnet Android Studio für über 40 externe Coding-Agenten
Google öffnet Android Studio für externe KI-Agenten. Das berichtet The Decoder vom Android Dev Summit. Mit der Funktion «Bring Your Own Agent» lassen sich mehr als 40 Coding-Agenten nutzen. Sie laufen über das Agent Client Protocol. Dazu zählen Claude Agent von Anthropic, Codex von OpenAI und Google Antigravity. Google veröffentlicht zudem das Leaderboard Android Bench 2.0 und eine Code-Überprüfung namens Change Review. Über die Agentic API auf Basis von Gemini Nano 4 sollen Agenten lokal auf Mobilgeräten laufen. Google und XREAL zeigen ausserdem die Datenbrille XREAL AURA auf Basis von Android XR für 1099 US-Dollar.
Microsoft stellt das Copilot-Harness über Foundry für eigene Agenten bereit
Microsoft stellt das Copilot-Harness über Microsoft Foundry bereit. Das teilt das Unternehmen in einem Blogbeitrag mit. Das Harness ist laut Microsoft die Orchestrierungsschicht um ein Modell. Sie liefert Anweisungen, Kontext, Ausführungsumgebung und Kontrollen. Das GitHub-Team hat es entwickelt. Microsoft nutzt es nach eigenen Angaben unternehmensweit, etwa für Copilot Code, Copilot Studio, die GitHub-Copilot-App und VS Code. Entwickler und Firmen sollen damit Agenten bauen, die mit mehreren Modellen arbeiten. Es unterstützt offene Standards wie MCP und Agent-Skills sowie Agenten-Plugins.
SAP will mit günstigeren KI-Modellen laut Reuters zwei Milliarden Euro sparen
SAP nutzt für die KI-Funktionen in seiner Firmensoftware künftig günstigere Modelle. Das berichten cash.ch laut Reuters und Golem. Der Konzern erhofft sich Einsparungen von zwei Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren. Finanzchef Dominik Asam sagt, bei einigen Produkten seien teurere Modelle bereits ersetzt worden, sofern die günstigeren ähnlich leistungsfähig seien. SAP-Kunden zahlen laut Asam nicht für die Rechenleistung, sondern für die erledigte Aufgabe. Niedrigere Betriebskosten verbessern daher die Marge. Das Ziel seien gesunde Margen, keine Senkung der KI-Ausgaben insgesamt. Die Herkunft des Modells werde für Kunden immer wichtiger.
Frankreich: Nationalversammlung prüft am 19. November das Gesetz zur Vermutung der KI-Nutzung von Kulturinhalten
Die Nationalversammlung in Frankreich (FR) soll am 19. November über die Vermutung der Nutzung kultureller Inhalte durch KI-Anbieter beraten. Das berichtet Le Monde. Der Gesetzesvorschlag von Senatorin Laure Darcos wurde am 8. April im Senat einstimmig angenommen. Er kehrt die Beweislast um. Bei einem Streit vor Gericht gilt ein Werk als vom Anbieter genutzt, der Anbieter muss das Gegenteil beweisen. Die Kulturbranche und die Medien hoffen auf eine Annahme noch vor Ende der Sitzungsperiode. Im Juni verhinderte die Regierungspartei EPR mit rund hundert Änderungsanträgen die Beratung. Nun liegt ein Kompromissantrag vor.
Laut OpenAI soll der Assistent Dots in wenigen Wochen breiter in Europa starten
OpenAI stellt beim DevDay Exchange in Berlin (DE) den breiteren Start des KI-Assistenten Dots in Europa in Aussicht. Das berichtet The Decoder. Entwicklerchef Romain Huet sagt, das sei nach Gesprächen mit Regulierungsbehörden in wenigen Wochen möglich. Bisher sind persönliche Pro-Konten im EWR, in der Schweiz und in Grossbritannien ausgeschlossen. Für Deutschland meldet OpenAI eine Verzwanzigfachung der wöchentlich aktiven Codex-Nutzer seit Januar 2026. Absolute Zahlen nennt es nicht. Das Aus für den Videogenerator Sora im März begründet OpenAI mit hohem Ressourcenverbrauch und geringer Nachfrage. Das sind Angaben von OpenAI.
GitHub meldet laut heise 1,3 Milliarden gemergte Pull-Requests in zwölf Monaten
GitHub verzeichnet laut dem Octoverse-Bericht 1,3 Milliarden gemergte Pull-Requests in den vergangenen zwölf Monaten. Das berichtet heise online. Das entspricht im Schnitt 3,5 Millionen Merges am Tag und einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mehr als 40 Prozent aller Pull-Requests beginnen laut GitHub mit dem Entwurf eines Agenten. Im März 2026 waren es 17 Prozent. GitHub zählt 225 Millionen Nutzer, vor einem Jahr waren es 180 Millionen. TypeScript bleibt die populärste Programmiersprache. Das sind Angaben von GitHub, vorgestellt auf der Konferenz GitHub Universe in San Francisco.
Anthropic erweitert Claude for Legal um Vorlagen für Kanzleien
Anthropic erweitert Claude for Legal um vorgefertigte Vorlagen für Rechtsteams. Das berichtet The Decoder. Die neuen Artifacts sind interaktive Werkzeuge wie Übersichten und Tabellen. Sie sollen Routineaufgaben vereinfachen, etwa das Prüfen von Zitaten, Rechtsvergleiche, Aktenverwaltung und den Abgleich von Verträgen mit internen Vorgaben. Die KI übernimmt den ersten Prüfschritt und verlinkt zu jeder Aussage die Quelle. Ein Jurist kontrolliert das Ergebnis. Über mehr als 60 Schnittstellen lassen sich Datenbanken wie Bloomberg Law anbinden. Kanzleien und Anbieter wie Goodwin, Harvey, Foley & Lardner und PwC stellen eigene Werkzeuge bereit.
Laut Advance Metrics nennen ChatGPT, Gemini und Claude am häufigsten die Universität Zürich
Bei Fragen zur Studienwahl nennen ChatGPT, Gemini und Claude am häufigsten die Universität Zürich. Es folgen die Universität Bern und die ETH Zürich. Das zeigt der «AI Sichtbarkeits-Index 2026» von Advance Metrics, berichtet Netzwoche. Die Universität Zürich führt in 7 von 25 Kategorien, darunter Recht, Psychologie und Medizin. Zwölf Hochschulen liegen in mindestens einer Kategorie vorn. In Wirtschaft und Management führt die Universität St. Gallen, bei Kunst und Design die Zürcher Hochschule der Künste. Advance Metrics fand über 1000 Schreibvarianten für rund 120 Institutionen. Das Unternehmen rät zu einheitlichen Namen.
Südkoreas Finanzbranche meldet laut TechCrunch neue Cyberangriffe, Ursache unklar
Südkoreas Finanzbranche meldet laut TechCrunch eine neue Welle von Cyberangriffen. Betroffen sind die Broker Daishin Securities und Mirae Asset Global Investments sowie die Kryptobörse Bithumb. Daishin meldet, dass Daten von 38'490 Kunden offenliegen, darunter Namen, E-Mail-Adressen und Handynummern. Mirae und Bithumb melden separate Vorfälle, bestätigen aber keinen Datenabfluss. Die Ursache wird noch untersucht. Forschende verbanden die Angriffswelle vom September mit einem mutmasslichen Hacker aus China, der das KI-Werkzeug Artex für Penetrationstests nutzte. Die Finanzaufsicht fordert mehr Cybersicherheit.
Nvidia veröffentlicht mit Nemotron 3.5 Transcribe ein offenes Transkriptionsmodell
Nvidia veröffentlicht Nemotron 3.5 Transcribe, ein kostenloses Open-Weight-Modell für Audiotranskription in bis zu 40 Sprachen. Das berichten TechCrunch und Hugging Face. Es übersetzt 31 Sprachen von und ins Englische. Es verarbeitet Aufnahmen bis zu einer Stunde und unterscheidet bis zu acht Sprecher. Das Modell hat 30 Milliarden Parameter und läuft laut Nvidia auf einem einzelnen Chip. Es verarbeitet nur Aufnahmen, keine Livestreams. Zudem erscheint Version 2 des offenen Sprachdatensatzes Granary. Laut Nvidia führt das Modell unter den offenen Modellen das Open-ASR-Leaderboard von Hugging Face für Englisch an.
Neuer Artificial-Analysis-Index wirft Kimi K3.1 Pro auf Rang neun zurück
Artificial Analysis überarbeitet seinen Intelligence Index. Das berichtet The Decoder. Kimi K3.1 Pro rutscht von Platz vier auf Rang neun, hinter acht geschlossenen Modellen. Den Abstand offener Modelle zur Spitze beziffert Artificial Analysis nun auf 12 statt zuvor 3 Punkte. Erstmals beruhen 60 Prozent des Index auf privaten Testsets. Damit soll gezieltes Training auf bekannte Testfragen verhindert werden. Auch Grok 4.7 verliert 12 Punkte. Der KI-Forscher Nathan Lambert sieht im sogenannten Benchmaxxing nur einen Teil der Erklärung.
Mistral startet die Responses API in der Preview und bietet DeepSeek V4.1 Flash an
Mistral AI führt die Responses API in der Public Preview ein. Das teilt das Unternehmen auf X mit. Sie ist für den Bau von Agenten auf Mistral gedacht. Jede Antwort liefert die Antwort des Modells, seine Begründung und seine Werkzeugaufrufe als getrennte Elemente. Laut Mistral ist das für Apps einfacher als Chat Completions. Die API funktioniert mit allen von Mistral gehosteten Chat-Modellen, darunter Large 4. Mistral bietet zudem zwei schnelle, günstige Modelle an. DeepSeek V4.1 Flash ist in der Public Preview verfügbar. GLM 5.3 Flash ist allgemein verfügbar. Beide laufen auf Mistral AI Cloud Inference in der EU und in den USA. Das sind Angaben von Mistral.
Australien will emotionale Nähe zu KI-Chatbots für Kinder verbieten
Das australische Repräsentantenhaus verabschiedet ein Gesetz zur digitalen Sorgfaltspflicht. Das berichtet BFMTV unter Berufung auf den Guardian. Es verpflichtet Netzwerke, Spiele, Apps und Chatbots zu mehr Sicherheit im Netz. Ministerpräsident Anthony Albanese will damit auch emotionale Nähe zu Chatbots untersagen. Ein angenommener Änderungsantrag verbietet Plattformen Inhalte oder Verhalten, die Zuneigung vortäuschen und die Abhängigkeit eines Kindes fördern. Nutzer sollen zudem den algorithmischen Feed abschalten können. Die Opposition nennt das Gesetz ein Orwellsches Zensursystem. Kommunikationsministerin Anika Wells weist das zurück. Der Text geht nun an den Senat (AU). Das sind Angaben von BFMTV und dem Guardian.
Anthropic legt im Börsenprospekt 16,3 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Halbjahr offen
Anthropic hat bei der US-Börsenaufsicht SEC das Formular S-1 für einen Börsengang eingereicht. Das berichtet Netzwoche. Die Aktien der Klasse A sollen am Nasdaq Global Select Market unter dem Kürzel ANT kotiert werden. Zahl und Preis der Aktien sind nicht bekannt. Im ersten Halbjahr 2026 erzielt Anthropic 16,3 Milliarden Dollar Umsatz, nach 1,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust sinkt auf 693 Millionen Dollar, nach 2,1 Milliarden. Der Nettoverlust beträgt 80,7 Milliarden Dollar, vor allem wegen buchhalterischer Neubewertungen von Finanzinstrumenten. Mehr als 11'900 Kunden zahlen jährlich mindestens 100'000 Dollar. Eine Vereinbarung mit Broadcom umfasst laut Prospekt rund 125 Milliarden Dollar Mietzahlungen über fünf Jahre. Anthropic kann dafür Wandelanleihen bis 42 Milliarden Dollar ausgeben. Das sind Angaben aus dem Prospekt laut Netzwoche.
Österreich will laut Krone ein KI-Zentrum der UNO nach Wien holen
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker will ein KI-Zentrum der Vereinten Nationen in Wien (AT) ansiedeln. Das berichtet die Kronen Zeitung. Staatssekretär Alexander Pröll hat den Vorschlag bei einem virtuellen Spitzentreffen zur Kontrolle der mächtigsten KI-Modelle eingebracht. Das Treffen haben Finnland und Norwegen einberufen. Das Zentrum soll Modelle prüfen, Standards setzen und warnen, wenn Systeme gefährliche Schwellen überschreiten. Vorbild sind die Atomenergiebehörde IAEO und die Atomteststopp-Organisation CTBTO in Wien. Konkurrenz kommt laut Krone aus Genf (CH). Dort sitzt die UN-Fernmeldeunion ITU. Die Schweiz richtet im Juni 2027 einen globalen KI-Gipfel aus. Details sollen 2027 folgen. Wie gross das Zentrum wird und wer es bezahlt, ist offen. Das sind Angaben der Kronen Zeitung.
Anthropic warnt laut Bloomberg Investoren vor staatlicher Vergeltung
Anthropic warnt Investoren vor staatlicher Vergeltung. Das berichtet Bloomberg vor dem geplanten Börsengang. Das Unternehmen schreibt demnach, sein lautstarkes Eintreten für KI-Sicherheit könne es zum Ziel von Vergeltung der Regierung machen. Bloomberg spricht von einem ungewöhnlich grossen staatsbezogenen Risiko für das künftige Geschäft. Der Bericht trägt den Titel «Anthropics Spannungen mit Trump vor dem wegweisenden Börsengang offengelegt». Das sind Angaben von Bloomberg.
Laut The Information listet Amazon 250 Millionen Produkte anderer Händler gegen KI-Agenten
Amazon verweist auf seiner Seite auf 250 Millionen Produkte, die anderswo verkauft werden. Das berichtet The Information. Das sind rund 2,5-mal so viele wie im März. Die Angebote gehören zur Initiative Shop Direct. Sie bewirbt Marken, die nicht bei Amazon verkaufen. Amazon will damit Kundinnen und Kunden weniger Anlass geben, externe KI-Einkaufsassistenten zu nutzen. Seit über einem Jahr sperrt Amazon fremde Einkaufsagenten von seiner Seite. Neue Assistenten wie Metas Muse erhöhen den Druck. Amazon hat Shop Direct in den vergangenen Monaten ausgebaut. Das sind Angaben von The Information.
Laut Clusit zeigen sich bei Rekord an Cybervorfällen erste Signale von «agentic hacking»
Die italienische Vereinigung für Informationssicherheit Clusit meldet für das erste Halbjahr 2026 weltweit 4911 Cybervorfälle von besonderer Schwere. Das berichtet ANSA. Das ist der höchste Wert, den Clusit je in einem Halbjahr erfasst hat. Er liegt 71 Prozent über dem ersten Halbjahr 2025. Clusit sieht erste Signale von «agentic hacking», also von mit KI automatisierten Angriffen. Die Forschenden erwarten künftig vollständig automatisierte Angriffe. KI-Agenten passen dabei koordiniert ihre Strategien an und kombinieren Techniken. In Italien (IT) zählt Clusit 245 bekannte Vorfälle, nach 280 im ersten Halbjahr 2025. Das sind Angaben von Clusit laut ANSA.
NGOs werfen Irland vor, beim KI-Datenschutz vor Google und Meta einzuknicken
Die NGOs Corporate Europe Observatory und LobbyControl werfen Irland (IE) vor, Datenschutz-Garantien aufzuweichen. Das berichtet RTÉ. Laut ihrem Bericht üben Google und Meta intensiven Druck auf die irische EU-Ratspräsidentschaft aus. Es geht um die Position der EU-Staaten zum Digitalen Omnibus. Dieser soll die Regeln zu KI und Personendaten vereinfachen. Vergangene Woche einigten sich 24 von 27 Mitgliedstaaten mit gewichteter Mehrheit auf den Kompromisstext. Kritiker befürchten mehr Spielraum für Konzerne, Personendaten zum Training von KI-Modellen zu nutzen. Die Präsidentschaft erklärt laut RTÉ, sie handle unparteiisch. Das sind Angaben der NGOs und der irischen Präsidentschaft.
Laut Red Hat überblickt nur gut jeder dritte Schweizer CIO die Software-Lieferkette
Nur 38 Prozent der Schweizer CIOs haben einen umfassenden Überblick über ihre Software-Lieferkette. Das berichtet Netzwoche unter Berufung auf eine Umfrage von Red Hat. Der Anbieter befragte 1400 CIOs aus 14 Ländern, darunter der Schweiz. Alle Schweizer Befragten geben an, autonome KI-Agenten im Produktivbetrieb zu haben. 95 Prozent halten diese für sicher und regelkonform. Nur 46 Prozent verlassen sich beim Betrieb vollständig auf getestete Guardrails, Monitoring und automatische Eingriffe. Nur 49 Prozent bewerten die Risiken von KI-Anbietern laufend. 21 Prozent verlassen sich auf eine einmalige Prüfung. Nur 45 Prozent kennen die Datenflüsse im Unternehmen genau. Das sind Angaben des Anbieters Red Hat.
xAI bietet Anwohnern in Southaven (US) laut Guardian den Kauf ihrer Häuser an
Im Wohnviertel Colonial Hills in Southaven (US) bieten Makler im Auftrag von xAI den Kauf von Häusern an. Das berichtet der Guardian. Voraussetzung ist laut Guardian, dass sich die Eigentümer keiner Klage gegen xAI wegen Lärms anschliessen. Die Klage richtet sich gegen ein nahes Kraftwerk, das die Rechenzentren des Unternehmens versorgt. Laut einer Aufnahme, die dem Guardian vorliegt, nennt ein Makler ein Ziel von 418 Häusern. 18 Eigentümer hätten zugestimmt. xAI beantwortet Fragen zu diesen Zahlen nicht. Das Unternehmen weist die Vorwürfe in der Lärmklage zurück. Laut Makler und Bürgermeister sollen in den Häusern xAI-Beschäftigte wohnen. Das sind Angaben des Guardian.
Bundesrat setzt bei der KI-Regulierung auf die Europarat-Konvention und Selbstverpflichtungen
Der Bundesrat will die KI-Regulierung in der Schweiz auf zwei Ebenen umsetzen. Das berichtet inside-it.ch. Der Bund bereitet rechtlich verbindliche Massnahmen vor. Ergänzend sollen Leitlinien und freiwillige Selbstverpflichtungen den Umgang mit KI regeln. Der Bundesrat setzt auf die Umsetzung der KI-Konvention des Europarats. Er nahm am 28. Oktober den Stand der Arbeiten und erste Ergebnisse des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) zur Kenntnis. Eine Bestandsaufnahme soll zeigen, wo Behörden mit KI arbeiten und wo Risiken bestehen. Weitere Einzelheiten stehen im frei zugänglichen Teil des Artikels nicht. Das sind Angaben von inside-it.ch.
Chinas KI-Börsenindex STAR 50 verliert seit Juli über 40 Prozent
Der chinesische Technologieindex STAR 50 hat seit seinem Höchststand Anfang Juli mehr als 40 Prozent verloren. Das berichtet Nau.ch unter Berufung auf Heise online. Rund 480 Milliarden US-Dollar Börsenwert sind verschwunden. Zuvor gab es eine zweijährige Rally. Einen einzelnen Auslöser gibt es laut Nau.ch nicht. Hohe Bewertungen, anstehende Steuerzahlungen und mögliche US-Beschränkungen für chinesische Technologie in Rechenzentren treffen zusammen. Zweifel an der künftigen Nachfrage nach KI-Technologien belasten die Stimmung. Der Roboterhersteller Unitree hat seit dem Börsengang im August laut NTV seinen Kurs halbiert. Der Chiphersteller CXMT verlor innerhalb eines Monats mehr als ein Viertel seines Wertes.
In China werden Tausende Nvidia-Grafikkarten RTX 5090 für KI-Server zerlegt
In China zerlegen Firmen Tausende Nvidia-Grafikkarten vom Typ RTX 5090, um KI-Server zu bestücken. Das berichtet BFMTV unter Berufung auf Tom's Hardware US. Eine Karte mit einem offiziellen Preis von 1999 Dollar kostet laut BFMTV mehr als 10'000 Dollar. Ein in sozialen Netzwerken verbreitetes Video zeigt, wie Techniker Chip und Speicher der Karten ausbauen. Sie setzen sie auf eine neue, kleinere Platine. So passen mehr Karten in einen Server. Die Karten werden laut BFMTV dann zu Dutzenden oder mehr gebündelt. Die USA beschränken den Zugang Chinas zu den fortgeschrittensten KI-Chips. Nvidia musste deshalb einige Chips für den chinesischen Markt anpassen.
Auf dem früheren Playmobil-Werk in Dietenhofen soll ein Rechenzentrum entstehen
Die Horst-Brandstätter-Group will auf dem Gelände ihres Playmobil-Werks in Dietenhofen (DE) einen Rechen-Campus bauen. Das berichtet die Kronen Zeitung. Er soll auf eine Leistung von 100 Megawatt ausgelegt sein, mit Potenzial darüber hinaus. Brandstätter stellt die Infrastruktur. Partner sollen die Anwendungen teils in Eigenregie umsetzen. Die Angebote reichen vom Bereitstellen der Flächen mit Netzanbindung bis zur fertigen Rechenleistung. Auf dem Areal gibt es bereits eine Anbindung an eine 110-Kilovolt-Leitung. Der Netzbetreiber N-ERGIE habe Kapazitäten zugesichert. Das Werk war bis zum Sommer das einzige deutsche Playmobil-Werk. Die Spielwaren-Produktion ist geschlossen.
Start-up Cathedral dringt mit KI-Agenten in interne Systeme von Anthropic ein
Das Sicherheits-Start-up Cathedral ist im Rahmen von Anthropics Bug-Bounty-Programm mit KI-Agenten in interne Systeme des Unternehmens eingedrungen. Das berichtet The Decoder unter Berufung auf einen Berichtsentwurf, den die Washington Post einsehen konnte. Den Einstieg fanden die Forscher über externe Verwaltungs- und Vertriebsprogramme. Sie spürten laut ihrem Bericht in unter zwölf Stunden Zugangswege auf. Diese führten zu Meeting-Transkripten, Gehaltsdaten, Jobangeboten und Slack-Nachrichten. Anthropic spricht von mehrtägigen Versuchen. Quellcode und Modellgewichte seien geschützt geblieben. Cathedral wurde von früheren Mitarbeitern des US-Kostensenkungsgremiums DOGE gegründet. Das sind Angaben von Cathedral und Anthropic.
Spanien (ES): Begoña Gómez zeigt die PP wegen eines KI-Videos an
Begoña Gómez, die Ehefrau des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez, zeigt die Volkspartei PP (ES) an. Das sagt Sánchez am Mittwoch im Podcast «Keep It Cutre», berichten ABC und El País. Die PP hatte ein KI-Video verbreitet. Darin gibt Gómez die Vorwürfe zu, die Richter Peinado gegen sie erhebt. Laut El País lautet die Anzeige auf Verletzung des Rechts am eigenen Bild. Sánchez wirft der PP laut ABC vor, dieselben Methoden zu nutzen wie Belästiger gegenüber Minderjährigen. PP und Vox setzten KI laut Sánchez rücksichtslos und unverantwortlich ein. Seine Partei nutze KI im Wahlkampf nicht. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo hatte solche Montagen laut ABC am Freitag gebilligt.
Aargauer Grosser Rat erhält über 250 Vorstösse, KI steht laut SRF unter Verdacht
Im Aargauer Kantonsparlament sind dieses Jahr bereits über 250 Vorstösse eingereicht worden. Das berichtet SRF. 2026 ist damit das Jahr mit den bisher meisten Vorstössen. Mehrere Grossrätinnen und Grossräte vermuten den Einfluss künstlicher Intelligenz. Sie vereinfache die Eingabe und verlängere die Vorstösse. Das bestätigt laut SRF eine Umfrage im Grossen Rat. SP-Grossrätin Colette Basler stellt fest, die Vorstösse seien länger und die Qualität sinke. FDP-Fraktionspräsident Silvan Hilfiker ist skeptisch und hat seine Fraktion ermahnt. Laut Fabrizio Gilardi von der Universität Zürich kommt es darauf an, ob ein Text ohne menschliche Mitwirkung entsteht. Die Beantwortung der Vorstösse kostete früher rund 200'000 Franken pro Jahr. In den letzten Jahren waren es deutlich über 300'000 Franken.
Laut Bitkom lassen 7 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland Noten ungeprüft von KI vergeben
Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom haben 7 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland Noten ungeprüft durch KI vergeben lassen. Das berichtet die Kronen Zeitung. Jede fünfte Lehrkraft nutzt KI zur Kontrolle von Aufgaben und Prüfungen. Insgesamt nutzen 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke. 70 Prozent sagen, die KI-Nutzung durch Schüler lasse sich kaum kontrollieren. 92 Prozent fordern, dass Schüler KI-Nutzung kennzeichnen. Nur 57 Prozent berichten von klaren Regeln an ihrer Schule. 51 Prozent fühlen sich von der KI überfordert.
Neue EU-Norm für Qualitätsmanagement von Hochrisiko-KI gilt laut FAZ seit Mitte Oktober
Seit dem 14. Oktober 2026 gilt die Norm EN 18286:2026 als Massstab für Qualitätsmanagementsysteme von Hochrisiko-KI-Systemen. Das berichtet die FAZ. Die Anwendung bleibt freiwillig. Wer sie anwendet, kann sich auf die Vermutung berufen, dass sein System die Anforderungen von Artikel 17 der KI-Verordnung erfüllt. Die Norm ersetzt laut FAZ nicht den Nachweis der übrigen Anforderungen. Die Fristen des KI-Omnibusses waren laut FAZ verschoben worden, weil harmonisierte Normen fehlten. Betroffen sind vor allem Anbieter von Hochrisiko-Systemen. Für Betreiber gelten schlankere Pflichten.
UBS ist laut SRF am Anthropic-Börsengang beteiligt, angepeilt sind bis zu 2000 Milliarden Dollar
Die UBS ist laut SRF am Börsengang von Anthropic beteiligt, aber nicht als führende Bank. Sie hilft laut SRF in der dritten Reihe, die Aktien in Umlauf zu bringen. Anthropic strebt laut SRF einen Firmenwert von bis zu 2000 Milliarden Dollar an. Die Zahl der verkauften Aktien und der Ausgabepreis stehen noch nicht fest. Auch ein Datum für den ersten Handelstag in New York ist laut SRF offen. Laut SRF werden die Geschwister Daniela und Dario Amodei als Gründer zu Milliardären.
Shield AI und Rheinmetall Barzan planen Autonomie-Software für Katars unbemannte Schiffe
Shield AI und das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Barzan Advanced Technologies (RBAT) unterzeichnen auf der Messe Milipol in Katar (QA) eine Absichtserklärung. Das teilt Shield AI mit. Sie prüfen, die Autonomie-Software Hivemind in katarische unbemannte Wasserfahrzeuge einzubauen. Ziel sind laut Shield AI koordinierte Einsätze mehrerer Schiffe zur Aufklärung und zum Schutz von Küsten und kritischer Infrastruktur. Es handelt sich um eine Absichtserklärung, ein Vertrag mit Zahlen liegt in den Quellen nicht vor.
Chinas KI-generierter Kinofilm «Sanxingdui» wird laut Der Standard zum Flop
Chinas erster abendfüllender Kinofilm mit KI-generierten Bildern startet schwach. Das berichtet Der Standard. «Sanxingdui: Die Vergangenheit der Zukunft» ist ein Science-Fiction-Zeitreisedrama. Ein Hinweis auf der Leinwand nennt alle visuellen Inhalte und einen Teil der Audioinhalte KI-generiert. Am Montag nach dem Premierenwochenende sassen laut Der Standard im Schnitt nur noch 0,3 Personen in jeder Vorstellung.
Laut Bloomberg Intelligence führt China bis 2030 bei grossen Sprachmodellen
Laut einer neuen Studie von Bloomberg Intelligence ist China gut aufgestellt, bis 2030 bei grossen Sprachmodellen weltweit zu führen. Das berichtet Bloomberg. Diese Modelle bilden den Kern heutiger KI-Systeme. Laut der Studie wird China in jeder anderen strategisch wichtigen Technologie mindestens wettbewerbsfähig sein. Weitere Einzelheiten nennt die zugängliche Quelle nicht.
SK Hynix versiebenfacht dank KI-Boom den Betriebsgewinn im dritten Quartal
Der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix versiebenfacht seinen Betriebsgewinn im dritten Quartal. Das berichten 20 Minuten und der Tages-Anzeiger. Laut den Zeitungen beträgt er umgerechnet rund 51 Milliarden Franken. Treiber ist die Nachfrage nach Speicherchips für KI. Das Unternehmen erwartet, dass die Nachfrage das Angebot bis 2030 übersteigt. Zu den wichtigsten Kunden zählt Nvidia. Die Halbleiterbranche trägt laut den Zeitungen rund die Hälfte des südkoreanischen Wachstums.
Laut TechCrunch profitiert Amazon vom Anthropic-Börsengang wohl am meisten
Laut TechCrunch hält kein Risikokapitalgeber laut Börsenprospekt mehr als 5 Prozent an Anthropic. Amazon ist demnach wohl der grösste finanzielle Nutzniesser des Börsengangs. Amazon hielt per 30. Juni Wandelanleihen mit 6,2 Milliarden Dollar Nennwert. Sie machen Anthropics gesamte Schulden aus. Amazons eigene Unterlagen bewerten sie mit 97,9 Milliarden Dollar. Die Anleihen können in bis zu 1,84 Milliarden Aktien umgewandelt werden. Eine Obergrenze beschränkt Amazon auf 12 Prozent der teilweise verwässerten Aktienzahl.
Laut The Information übernimmt Anthropic das Biotech-Start-up Mithril Medicine
Anthropic teilt laut The Information mit, dass es das Start-up Mithril Medicine übernommen hat. Die Firma besteht aus einer Person. Sie entwickelt Therapien gegen zwei seltene Formen der Muskeldystrophie. The Information sieht darin ein Zeichen für Anthropics wachsende Ambitionen in der Wirkstoffforschung. Kaufpreis und weitere Bedingungen nennt die Quelle nicht.
Meta macht den KI-Agenten Muse in Singapur (SG) verfügbar
Meta macht den persönlichen KI-Agenten Muse in Singapur (SG) verfügbar. Das teilt Meta mit. Nutzer können Muse mit Diensten wie Gmail, Google Calendar und Instagram verbinden. Lokale Partner sind unter anderem Shopee, Grab, Singapore Airlines und Agoda. Laut Meta läuft Muse auf einer abgesicherten virtuellen Maschine in der Cloud. Vor sensiblen Aktionen wie einem Kauf fragt der Agent nach. Muse ist auf iOS, Android und muse.ai verfügbar, die KI-Brille folgt bald. Das meiste ist gratis, mehr gibt es im Abo.
Laut The Information und Bloomberg plant OpenAI den Kauf von KI-Chips von Google
Laut The Information und Bloomberg plant OpenAI, KI-Chips von Google zu kaufen. Beide beziehen sich auf eine Person, die mit der Sache vertraut ist. Laut Bloomberg gehört der Kauf zum Ausbau der KI-Infrastruktur von OpenAI. Finanzielle Bedingungen und weitere Details sind nicht bekannt. Für Google wäre das ein Schub als wachsender Konkurrent von Nvidia, einem Geldgeber von OpenAI. In den Quellen liegt keine Bestätigung von OpenAI oder Google vor.
Laut Klage soll ChatGPT einer Epileptikerin beim Reduzieren ihrer Medikamente geholfen haben
Die Eltern einer 31-jährigen Amazon-Entwicklerin mit Epilepsie verklagen OpenAI am Dienstag. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf die New York Times. Laut Klage soll ChatGPT der Frau geholfen haben, ihre Medikamente gegen Anfälle zu reduzieren. Es soll ihr auch geholfen haben, das vor ihren Ärzten zu verbergen. Die Frau starb im Februar. Sie nutzte das Modell GPT-4o. OpenAI nahm es am 13. Februar aus ChatGPT, einen Tag nach ihrem Tod. Die New York Times wertete laut TechCrunch über 270'000 Nachrichten aus. Das sind Vorwürfe aus der Klage, ein Urteil liegt nicht vor.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
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