UBS kürt ihren Sankt Blessing zum Big Sieger

Deutscher mit Minus – Trotzdem Co-Chef von neuer Supereinheit – Abgang Zeltner wird klar: Schweizer gegen faule Machtteilung.

Martin Blessing ist der schwächste Mann in der Konzernleitung der UBS. Seine Einheit, die Schweiz, verdiente weniger Geld – und das in einem Spitzen-Börsenjahr.

Wird Blessing dafür belangt? Nicht doch. Der Deutsche macht weiter steile Karriere. Neu wird er Co-Chef der vereinigten Vermögensverwaltung der UBS, also Amerika und Rest zusammen.

Damit bildet die UBS eine einzige grosse Vermögensverwaltung für den ganzen Globus. Bisher war das Private Banking in den USA separat. Deren Chef Tom Naratil regiert in Zukunft gemeinsam mit Blessing.

Blessing, der Verlierer, macht also persönlich einen nächsten Sprung. Umgekehrt die Bilanz bei seinem Vorgänger Jürg Zeltner. Der war vor Weihnachten nach 30 Jahren über Nacht draussen.

Man fragte sich, was passiert war. Nun liegt die Antwort offen da. Zeltner zeigte sich offenbar nicht so flexibel wie Blessing. Die neue Super-Einheit der UBS sollte ihm, Zeltner, allein unterstehen.

Das dürfte Zeltner seinem Chef, Sergio Ermotti, klargemacht haben. Dafür gab es Gründe. Wie die UBS heute mitteilt, hatte Zeltners Einheit, das Wealth Management ohne USA, ein Spitzenjahr.

Über 50 Milliarden Franken frisches Geld sind bei Zeltner hereingeströmt, dies trotz Abflüssen im Europa-Geschäft durch Steueroffenlegungen. So ein Zufluss, das sei „hervorragend“, steht im UBS-Communique zum Jahresabschluss.

Zeltner brillierte. Keine Superlative gibt es dagegen für Blessing. Minus 4 Prozent im Vorjahresvergleich. Umso mehr muss die Bank das Plus im letzten Quartal betonen.

Das soll Blessings heutige Beförderung glaubwürdig machen. Der Mann, der bei der deutschen Commerzbank ein Debakel hinterlassen hat, soll mit Positivnachrichten gestärkt werden.

Denn es scheint, dass die UBS Blessing zum nächsten CEO aufbauen möchte. Der Deutsche erhält bereits den dritten Spitzenjob – und zwar innert 16 Monaten.

Er wurde zunächst Schweiz-Chef, dann vor Weihnachten Chef der globalen Vermögensverwaltung. Und nun Co-Präsident der neuen Grosseinheit.

Nie blieb Blessing lange. Immer hinterlässt er Baustellen.

Auch in der Schweiz. Dort bluten die Angestellten. Die Pensionskasse wird stark beschnitten. Die Mitarbeiter müssen länger arbeiten, der Umwandlungssatz sinkt.

Blessing kürzt mal eben die Leistungen der PK für alle Schweizer Angestellte. Um sich dann, schwupp, auf- und davonzuschwingen.

Der Manager der Lüfte, der Banker des Aufstiegs ohne Leistung.

Bei der Commerzbank (CoBa) war alles zusammengekracht, kaum war Blessing weg. Die neue Leitung musste einen Riesenabbau von 9’000 Mitarbeitern durchziehen. Jeder Fünfte verlor seinen Job bei der Nummer 2 Deutschlands.

Heute ist die CoBa ein Übernahmekandidat.

Im Herbst 2016, also erst vor gut einem Jahr, startete Blessing als neuer Chef Schweiz bei der UBS. Ein Deutscher auf dem Schweizer Thron bei der UBS? Man rieb sich die Augen.

Ein Jahr und ein paar Wochen später stieg Blessing zum neuen Chef der weltweiten Vermögensverwaltung auf und beerbte damit Zeltner. Der Mann, der nie Private Banking gemacht hatte, als wichtigster Private Banker der UBS?

Wieder fragten viele, wie das möglich sei. Hier wurde mit dem Nepotismus unter Zeltner argumentiert. Der Schweizer erlaubte sich Frauengeschichten, was dazu führte, dass sich im ganzen Zeltner-Reich Nachlässigkeiten ausbreiten konnten.

Die vermeintlich eiserne Hand eines Blessings zum Ausmisten: So lautete die Analyse.

Heute, nach den schwachen Leistungen im Bereich Schweiz, für welche Blessing die Verantwortung trägt, tauchen andere Überlegungen auf.

Warum stellt die UBS Blessing auf die Überholspur? Welchen Narren hat sie am Ex-CoBa-Chef gefressen?

Die naheliegende Antwort lautet: Blessing wird von seinem Landsmann Axel Weber, dem Präsidenten der UBS, als Nachfolger für CEO Sergio Ermotti aufgebaut.

Tatsächlich zeigt Ermotti Ermüdungserscheinungen. In Interviews macht er unüberlegte Aussagen. Auch entgleiten ihm die Zügel.

Ermottis Schwäche zeigt sich exemplarisch bei der Übung mit der Super-Vermögensverwaltung. Die Zusammenlegung von USA und Rest-Welt ist ein strategischer Grossschritt, der nicht erst gestern aufs Tapet gekommen war.

Warum also kündigte ihn Ermotti nicht zusammen mit dem Managementwechsel von Zeltner zu Blessing an?

Die Antwort dürfte simpel sein. Ermotti wurde von Zeltner auf dem falschen Fuss erwischt. Der Schweizer spielte die Farce mit der Doppelbesetzung nicht mit und ging – und Ermotti stand da wie der Esel am Berg.

Heute, rund einen Monat später, kommt Ermotti mit seinem Umbau. Und erneut muss der UBS-CEO seinem Blessing eine neue Aufgabe geben.

Ein Hüst und hott. Management by Chaos.

Wohlgemerkt: Wir sprechen hier nicht von einer Feld-und-Wiesen-Bude, sondern von der grossen UBS und ihrem hochbezahlten Chef Sergio Ermotti.

Der hatte 2015 und 2016 insgesamt die Kleinigkeit von 28 Millionen Franken nach Hause getragen. Dafür könnte man erwarten, dass Ermotti die UBS mit Bedacht formt und die richtigen Leute an die passenden Positionen setzt.

Bei Ermotti ist davon wenig zu sehen. Zeltner geht, ohne dass die Bank klarmachen kann, was passiert ist. Blessing übernimmt, und kurz darauf taucht der Deutsche schon wieder woanders auf.

Auch sonst wundert man sich über Ermottis Personalentscheide. Axel Lehmann ist der neue Schweiz-Chef und damit Nachfolger von Blessing und dem zuvor aktiven Lukas Gähwiler.

Lehmann ist ein Versicherungsmann von der Zurich. Dort war er ein Risikochef. Sprich: kein Banker und kein Kundenmann. Und doch erhält Lehmann nun die zentrale UBS Schweiz zugeteilt.

Blessing, Lehmann, und als Krönung Sabine Keller-Busse, eine Ex-McKinsey-Frau, die ab sofort das weltweite Backoffice mit allen Abläufen verantwortet. Vom Personal zum Global Operating – auch kein kleiner Sprung.

All das dank Sergio Ermotti, dem grossen CEO, der offenbar überfordert ist, die UBS auf den nächsten Level zu hieven. Unter dem Tessiner könnte die Bank gar ihre Führungsposition verlieren, sollte die CS sich weiter erholen.

Und was meint der US-Chef selbst? Alles im Butter, selbstverständlich. „2017 war ein hervorragendes Jahr für uns“, lässt sich Ermotti in der Medienmitteilung zum Jahresgewinn zitieren.

„Wir erzielten ein stärkeres Resultat als im Vorjahr und erreichten unsere anvisierten Nettokosteneinsparungen.“

Vision? Zukunft? Aufbruch? Fehlanzeige.

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52 Kommentare zu “UBS kürt ihren Sankt Blessing zum Big Sieger

  1. Wenn eine fremde Intelligenz auf ihren Streifzügen durch All auf die Erde mit ihrem famosen Internet trifft und zufällig diese Seite öffnet, dürfte der Entscheid unsere Spezies auszurotten innert Sekunden getroffen werden – alle anderen Lebensformen dürfen gewiss überlegen – auch wenn diese schreiben und das Internet bedienen könnten.
    Leute – ihr habt doch allesamt eine gewisse Bildung erfahren!? Da scheint wirklich kaum was übrig geblieben zu sein.. liegt vermutlich am deutschen Bier, dieses Teufelszeug!

  2. Die Teutonisierung Schweizer Konzerne hat System. Ist mal ein deutsche Chef installiert, fliegen Schweizer Manager raus. UBS, Clariant u.v.a.
    Die Deutschen sind wortgewandter und wollen sich nicht mit diesen Schweizern, die auf Mundartlevel geblieben sind, abgeben. So holt man sich seine Leute, auch wenn sie nicht unbedingt fähiger sind. Mich nimmt wunder, durch wen Ermotti demnächst ersetzt wird. Wetten?

  3. Selten so’n Seich gelesen, Fakt ist: Ospel, Wulfli, Rohner etc. haben die UBS an die Wand gefahren. Joey Ackermann (neben Hugo Bänziger) fast das gleiche mit der Deutschen Bank. Der Track Record von Schweizern im Versenken von Banken bei gleichzeitigem finanziellem Absahnen ist unübertroffen.

    • Erinnert mich an die neuen Masseinheiten, die 1998 (nach dem LTCM Debakel) und 2008 (Subprime Krise) eingeführt wurden:

      1 Cabi (abgeleitet von Cabiallavetta, auch 1 Mathis)
      = minus 1 Milliarde CHF

      1 Ospel = minus 50 Milliarden CHF

      Man beachte die Vorzeichen …

  4. Seilschaften gibt es überall… Gute und schlechte Manager auch… Die Schweizer sind nicht immer besser und weniger arrogant als andere (zB. der Joe bei der DB)… Aber eins ist sicher, damit der Manager 1 Stutz mehr auf dem Konto hat fehlt dieser Stutz beim Aktionär, beim Kunden oder beim Arbeiter an der Front… und sicher ist, der Manager kümmert sich als erstes meisten um die eigene Brieftasche!

    • @ Gringo………….

      Das schon, aber sie sorgen sich vielleicht ein wenig mehr um die Schweiz, denn meist werden und wollen sie hier auch noch ihren Ruhestand geniessen.
      Die Bindungen sich stärker.

  5. Hmm, den Spagat zwischen unternehmerischer Leistung und der sich abzeichnenden Unterdeckung der PK kann auch nur IP machen…

  6. Wir werden uns eines Morgens die Augen reiben und uns über den neuen CEO der UBS freuen! Und wer ist es? Richtig geraten. Weber und seine (Bundesbank-)Seilschaften sind dann am Ziel.
    Es ist vielleicht besser so: je höher in der Hierarchie, je weniger Schaden wird verursacht. Bei der CoBa hat Blessing ja den Schaden als (normaler) Vorstand, zusammen mit Müller, verursacht. Als CEO kam dann halt einfach noch das Unvermögen an`s Tageslicht.

  7. Angestellte bluten lassen, Pensionskasse beschneiden/ Umwandlungssatz runter sowie länger arbeiten lassen: Ob aus Deutschland oder nicht: Die Angestellten bleiben trotzdem und kaum einer kündigt. Besser kann ein Chef gar nicht sein! Sowas ist erfolgreiche Personalpolitik. Das ist heute eine der wichtigsten, aber auch kostenintensivsten Sparten.

  8. …aber der Martin kann eben so schön geschliffen reden und ist obendrein noch ein guter Kumpel von Alex aus guten alten deutschen Zeiten, passt doch.
    Kosten sparen und Wachstum generieren sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe, wobei letzteres für Martins kleine Füsse ein paar Nummern zu gross ist.

  9. Man kann es drehen, wie man will und sogar den Vorwurf der Xenophobie riskieren; aber leider ist es so: Die deutsche Präsenz in der Schweizer Wirtschaft ist nur ausnahmsweise von Fortüne begleitet, besonders auf den Managementetagen.
    Denkweise, Führungs-Stil und Umgangsformen sind nun einmal zu verschieden.
    Uns war es wohler und wir waren erfolgreicher ohne diese sich gut verkaufenden u. meist sich selbst überschätzenden Immigranten, die ja ohnehin einzig und allein des „Zasters“ wegen hierher kommen. Von innerem Engagement und Herzblut keine Spur!

  10. zur Erinnerung:

    Bruno Ledermann
    15. Dezember 2017 / 09:30
    Deutsche im Privatbanking? Wie wäre es mit Trump zum CEO von Google? Das Resultat wäre das gleiche. Ah ja, selbstverständlich noch ex-McKinsey oder ein ex-Versicherungsmanager. Grübel hat schon bei CS gezeigt, wie man das Privatbanking zerstört, Mühlemann war ex McKinsey und Wellauer ex-Versicherungsmanager. Und jetzt bei UBS ex-McKinsey Typen, bei CS ex-McKinsey und ex-Versichungs Typen. Man muss nur in der Vergangenheit nachschauen um zu verstehen, was in der Gegenwart läuft. Was beobachtet werden kann bestätigt die erstaunliche Lern

  11. Ne, im Ernst Leute, den Blessing könnt Ihr jetzt nicht ernsthaft schon wieder aufführen bzw. auffahren?!! Ist langsam peinlich.

  12. Die UBS und die CS sind ja gar keine wirklichen CH Banken mehr – und auch die Schweiz ist nicht mehr das, was sie war. Resp sie wird wieder, was sie vor den 30er war….

  13. Denn Sie wissen nicht was sie tun… doch lieber LH: die einstmals wertige Toggenburger/Winterthurer Volksbank ist eben zur heutigen volksschädigenden Feld-Wald-und-Wiesen Bude UBS verkommen. Selbstbedienungsladen bis zur Implosion – und natürlich letztlich weiterer Turbo Bouster Richtung kommendem Aufstand gegen das Feudalherren Establishment. God bless them…

  14. Besser Blessing wird von der UBS über die Runden gbracht als dass er beim RAV ansteht, schon zuviele Bänker. Weber hält schützend die Hand über ihn. Das ist eine Lehre aus Stalingrad: zusammen stehen!

    • Späher; bester Beitrag hier. Stalingrad ist DAS Stichwort, wer die Geschichte kennt weiss, die Deutschen halten zusammen, Herr Weber an der Spitze kommt ja auch von drüben. Das muss per se nicht schlecht sein, schaun wir mal ! Ermotti überzeugt mich übrigens auch nicht. Und richtigerweise wurde hier auch erwähnt, wer hat vor Jahren die UBS fast an die Wand gefahren, nicht Deutsche sondern „aufgeblasene“ Schweizer namens Ospel und Consorten !

  15. Die UBS per se ist passé mit einem antiquitierten Geschäftsmodell (Vermögensverwaltung – Aufbewahren von Geldwerten und Gebührenerhebung darauf). So langweilig.
    Und der heute ausgewiesene Mini-Gewinn 2017 ist blamabel, US-Steuerreform-Abschreiber hin oder her.
    Die Welt-Wirtschaft läuft auf Höchsttouren, und die UBS kriegt das nicht mit.

    • Eine nachhaltige Lösung für die UBS wäre eine Aufspaltung in 3 bis 4 unterschiedliche Geschäftsbereiche.

  16. Über die Leistungen von Blessing gibt der Aktienkurs der Commerzbank genügend Aussagen. Dazu braucht es keine Assessments. Schlicht und ergreifend hat er die CBK an die Wand gefahren. Das er nun nach oben befördert wird, hat viel mit Protektion denn mit Leistung (siehe oben) zu tun. Und da ich an das Peter-Prinzip glaube, gibt es eigentlich nur einen Rat: Die Aktie verkaufen/shorten, als MA den Abgang machen (die PK-Leistungen sind ja ab 2019 auch nicht mehr soooooo überzeugend) und als Kunde einen weiten Bogen um diese Schonschwätzer zu machen.

  17. Dass die Chefs Leute wollen, die ihnen ergeben sind, ist nicht nur bei der UBS so. Kritik ist zwar möglich, aber nur, wenn sie den Vorgesetzten weiterhilft und diese nicht in ein schiefes Licht rückt. Zeltner legte sich offenbar zu stark mit seinem Vorgesetzten an und hatte vielleicht aufgrund seiner langen Zeit bei UBS einige Leichen im Keller, was ihn für den CEO-Posten wohl als zu grosses Risiko erscheinen liess. Auch die angeblichen Frauengeschichten waren nicht gerade hilfreich.

  18. Diese Entwicklung ist interessant. Ist der Rücktritt von Herrn S. Ermotti schon geplant? Aber bitte keine Neuauflage der Situation wie bei CS.

  19. Blessing agiert als Abrissbirne, was ja auch optisch gut mit seinem Chatakterkopf korreliert. Der Mann ist vor seinem überaus schwachen Leistungshintergrund einfach nur eine Zumutung und eine Fehlbesetzung. Zeltner ist sicherlich auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Wer aber an seiner statt einen deutschen Blender mit einem erwiesenermassen lausigen beruflichen Erfolgsausweis aufstellt, hat ein echtes Nachwuchsproblem.

  20. Feuer frei – der Pöbel, ohne Qualifizierung darf wieder Ausländer-Bashing betreiben…..

    UBS und CS sind einfach schlechte Banken, ob von A oder B geführt ist egal, es müssen noch mehr Kosten eingespart werden. Jaja das liebe, alte Bankgeheimnis war nun mal schon ein Wirtschaftswunder sondergleichen, ohne zeigt sich das auch die schweizer „Bankster“ nur mit Wasser kochen.

    Jetzt heisst es richtige Weiterbildungsangebote wahrnehmen und Gürtel enger schnallen -> Welcome to the real world.

    Herzlichst,

    Gregi

  21. Ich frage mich manchmal schon ob wir Schweizer entweder zu blöd oder einfach zu wenig frech sind für solche Positionen. Die Schweiz hat in Vergangenheit Vorzeigeunternehmen von Weltruhm unter schweizerischen Führung hervorgebracht ohne germanische Unterstützung die unser Land zu dem erst gemacht haben, was es heute ist. Das sollte man einfach nie vergessen. Heute werden diese Unternehmen entweder ins Ausland verschachert oder kaputt gewirtschaftet. Gier ist geil

    • Ein Teil der Schweizer ist teilweise oder ganz germanischen Ursprungs. Nennen sich heutzutage Deutschschweizer, und gehören zu den Alemanen, vermischt mit den ursprünglichen Kelten.

      Als Urschweizer gehören Sie sehr wohl dazu.

    • Wir sind nicht zu bescheiden, die Nachbarn aus dem Norden sind zu frech bach dem Thema: Wir wissen alles! Wir können alles! Wir haben alles schon mehrmals erfolgreich gemacht! Aber im Endeffekt ist alles heisse Luft. Nur Schall und Rauch. Die Mentalität zwischen dem Land nördkich des Rheins und südlich des Rheins sind extrem unterschiedlich. Nur sehen das die Nordländer anders. Irgendwann haben wir in dem Land unserer Väter gar nichts mehr zu sagen, da die Besetzer das Sagen gaben werden. Wann fallen dem BR endlich die Schuppen von den Augen?

    • @Paul
      Und da sind jetzt die nördlichen Nachbarn dran Schuld, wenn man hierzulande nicht den Mund aufkriegt und alles in sich hineinfrisst? Abgesehen davon: Über Jahrzehnte waren deren unversteuerten Assets gut für den Import….die Personen aber nicht?! Das nennt man Rosinenpickerei und Jammerei. Einfach mal innovativ sein (ohne staatlichen Protektionismus) und die Schuld nicht bei anderen suchen. Auf gehts!

    • wir schweizer sind einfach zu faul geworden und damit auch schön blöd. das stimmt.
      vorlallem die neue generation.
      die deutschen haben einfach mehr drive drauf und darum gönne ich denen, dass mal aufräumen in unseren gemütlichen stuben.
      wir können ja glücklich sein, dass wir so tüchtige leute bekommen, die unsere job machen, den wir offensichtlich nicht mehr gewachsen sind. und einen schönen tessiner an der spitze sagt ja schon alles aus, über die ubs und andere leerläufer.

    • Kommt noch dazu, dass weder Blessing, noch Lehmann, noch Keller-Busse wirklich Kundenerfahrung und auch die nötige emotionale Intelligenz dazu besitzen…

    • Ja, Keller-Busse war schon im Studium eher bzw. sehr blässlich. Hat sich dann an Professors Rockzipfel gehängt (habe seinen Namen vergessen, war so ein VR-Sitze-Hamsterer).

  22. Für Ermotti wäre es langsam Zeit die Sparte zu wechseln und beim Film anzuheuern, vielleicht hätte er da noch eine Chance. Blessing ist der grösste Rohrkrepierer den die UBS hat, leider möchte das vom Top-Management niemand
    wahrhaben, klar, wenn man Axel Weber im Rücken hat!
    Nepotismus hoch 4. Quo vadis UBS?

  23. Hat Blessing mit der letzten Beförderung endgültig den Schwarzen Peter gezogen oder geht das Trauerspiel noch weiter?

  24. Ich wiederhole mich ungern, aber deutsche Seilschaften sind das Uebelste in der Schweizer Wirtschaft. Dies gilt vor allem für die beiden Grossbanken. Und Sozialkompentenz haben diese gar keine. Siehe Görke von der CS. Schmeisst massenhaft Leute raus und posiert mit seinem Ferrari. Daher stopp der Personenfreizügigkeit und raus mit diesen Leuten.

    • Völlig richtig. Und Alle rund herum pennen. Vor allem die Aktionäre, die was bewirken könnten. Die fressen auch Alles, so lange es ein paar Krümel Dividende gibt. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht. Die Deutschen werden es früher oder später schaffen, die UBS zu schwächen.

    • Die Wirtschaft läuft ja im grossen Kanton scheinbar bestens. Warum behalten die Unternehmen denn ihre Top Leute nicht im eigenen Land?

    • Also Paul jetzt mal tief durchatmen und ich wiederhole mich auch ungern: aber die mit Abstand schlimmsten „Seilschaften“ in der Schweiz bestehen zu 95% aus Schweizer ex-Militär-Filz bei UBS und Co.. Oder was denkst Du warum die UBS 2007 Vollgas gegen die Wand gefahren ist und vom Schweizer Staat gerettet werden musste? Damals gab es fast nur CH-Manager bei der UBS, die das Subprime chaos ausgelöst haben. Du solltest froh sein, dass hier noch ausländische Firmen und Manager in die Schweiz kommen. Zum Beispiel ist die grösste firma der Welt nicht Deine geliebte UBS Bank sondern Apple und Google, die ihr Europa headquarter in Zürich haben. Setz Dich ruhig gegen Personenfreizügigkeit ein, dann fährt die Schweiz Vollgas gegen die Wand, denn in 10 Jahren braucht niemand mehr Rolex, UBS und Schokolade- dann spielt die Musik im Silicon Valley, Stuttgart, Berlin etc..

    • @Paul
      Und ich wiederhole mich gerne, vielleicht hilft es ja: wer hat 2007 und in den Jahren davor die UBS geleitet und ruiniert? Ohne Staatssubvention gäbe es den Laden heute in der Form nicht mehr. Wie konstruieren Sie jetzt den Fall, dass die Ausländer dran Schuld sind? Überall gibt es gute und schlechte Leute, die ihren Job gut oder schlecht machen. Bin sicher kein Fan vom Blessing, aber Ihre plumpe Xenophobie darf nicht unkommentiert bleiben.

    • Welche Seilschaften haben denn die UBS und CS seinerzeit an den Rande des Ruins gebracht? Und wer hat sie wieder aufgerichtet?

      Das ist ein bischen armseliges Feindbild, dass Sie da prägen.

    • Die Schweizer Bankenwelt hat nach dem Wegfall ihres jahrzehntelang gut funktionierenden Businessmodells „Schwarzgeld“ einfach kein vernünftiges Konzept mehr gefunden. Jetzt die Schuld für die Misere auf die bösen Deutschen zu schieben, ist sehr einfach, aber nicht zielführend….

    • @Crusader
      Blessing hat ja sein Gesellenstück bei der Commerzbank abgeliefert.

      Es geht hier nicht um böse Deutsche. Die sind nicht besser und können’s nicht besser als wir. Das Bildungswesen in D ist zudem nicht
      besser und ein Abi einiges weniger anspruchsvoll als eine eidg. Matura.

      Lesen sie mal „Grüezi Gummihälse“ von Bruno Ziauddin. Amüsante un treffende Geschichten als Bettlektüre.

    • @ Paul

      Absolut Paul, ich teile deine Meinung. ABER noch dümmer sind wir Schweizer, denn wir halten nicht zusammen und haben es erst soweit kommen lassen. Das noch grössere Übel als die deutschen Seilschaften sind also die „wohlstandsverwahrlosten“ Schweizer. Wann wachen wir endlich auf aus unserem Dornröschenschlaf?

    • Das Niveau der Kommentare in schweizer Online-Medien spricht mittlerweile Bände darüber, wohin die Reise der schweizer Volkswirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren gehen wird. Ähnliches kann man in Grossbritannien in Mirror, Sun, Daily Mail beobachten, vor allem wenn es um das künftige Verhältnis zur EU geht. Ich kann allen Ausländern in diesem Land nur raten, alle Assets in CHF abzustossen und sich nach beruflichen Alternativen ausserhalb der Schweiz umzusehen. Es ist im übrigen auch im Interesse eines jeden EU-Bürgers, dass die PFZ gekündigt wird, weil dann Kapital repatriiert wird, mit welchem in der Heimat neue Arbeitsplätze geschaffen werden und Steuern gesenkt werden können. Im Gegenzug müssen dann mehrere Hunderttausend schweizer Rentner, die keinen produktiven Beitrag in der EU leisten und die Gesundheitssysteme unnötig belasten, zurück in ihre schweizer Heimat und dürfen dort Ergänzungsleistungen beantragen. Übrigens: Ein schweizer Rentner in der Schweiz kostet das Gesundheitssystem satte 20.000 CHF pro Jahr. Diese dürfen dann die wenigen schweizer Arbeitnehmer im Erwerbsalter mit ihren KK-Prämien und Steuern finanzieren.

    • @ Urdeutscher 22. Januar 2018 / 18:49
      Ja, das würden wir sehr gerne, die Kündigung der PFz und wenn Ausländer wieder gehen, ………..perfekt, so sollte es sein.
      Sie haben erfasst was uns gut täte.