Knall bei UBS: Ermotti schmeisst Zeltner raus

Konkurrenten auf und davon, Blessing solls richten: McKinsey-Mann auf CEO-Kurs – Zeltner-Crash: Frauen und Ego – Zu Bär?

Gestern feierte Jürg Zeltner grosse Abschiedsparty. Seine jährliche Weihnachts-Fete im Zürcher Kaufleuten wurde zum Farewell-Anlass.

Heute früh die News: Zeltner geht, Martin Blessing übernimmt. Die globale Vermögensverwaltung, der Motor der UBS, landet in der Hand des Deutschen. Er ist auf CEO-Kurs.

Der Abgang des Schweizers erfolgt mit Getöse. Zeltner sprang nicht freiwillig. Er musste von Bord. Wurde abgesetzt und auf die Strasse gestellt.

Von Sergio Ermotti, dem CEO, und mit dem Segen von Axel Weber, dem Präsidenten.

Damit endet eine lange Karriere bei der Nummer 1. Zelter begann als KV-Lehrling beim Bankverein, stieg auf nach der Fusion mit der UBS, wurde grosser Chef im Private Banking nach dem 2008er Crash.

Das war ihm zu wenig. CEO der UBS, so lautete Zeltners grosses Ziel. 2011 sah er die Chance gekommen. Doch dann schnappte ihm Ermotti die Krone weg.

Seither arbeitete Zeltner darauf hin, Ermotti zu beerben. Doch er stolperte über seine Leistung, seinen Ehrgeiz und seine Frauen-Geschichten.

In Zeltners Private Banking ging die Post ab, dort fühlten sich die grossen Berater und Manager als die neuen Masters of the Universe. Die Investmentbanker als Kings? Das war mal.

„Plötzlich waren es Zeltners Private Banker, die sich nichts mehr sagen liessen“, sagt eine Quelle. „Sie sahen sich als etwas Besseres als der Rest der Bank.“

Ins Bild passen Geschichten um Beziehungen. Zeltner förderte eine hohe Managerin, sie machte unter seiner Obhut steile Karriere.

Das führte diesen Sommer zu Gerüchten über Nepotismus. Die UBS versuchte mit Anwälten, die Stories in den Griff zu kriegen.

Das gelang nicht. Innerhalb der UBS galt Zeltner als Mann, der sich viele Freiheiten herausnahm. Es schien, dass weder CEO Ermotti noch Präsident Weber ihn zur Raison bringen konnten.

Zeltners Sololäufe kontrastierten mit den Resultaten. Die UBS müsste als weltgrösste Vermögensverwalterin stark vom Boom an den Börsen profitieren.

Stattdessen verliert sie an Terrain. Die Gewinne stagnieren, der Zufluss neuer Vermögen in Zeltners Division Private Banking war zuletzt schwach.

Ein grosses Ego, viel Nepotismus, durchzogene Leistung: Der Mix wog für Zeltner zu schwer. Ermotti setzte ihn ab. Weg in die vorzeitige Pensionierung.

Ob Zeltner, erst 50, dort bleibt, ist ungewiss. In den letzten Tagen ging um, dass der Berner neuer Chef der Julius Bär würde.

Headhunter Christoph Zeiss von der Agentur Heads, in der Branche bekannt und oft für die UBS ganz oben tätig, versucht Zeltner auf den Chefstuhl der Zürcher Privatbank zu lotsen.

Dort herrscht nach dem abrupten Abgang von Boris Collardi Panik, dass grosse Berater mit wichtigen Kunden zur Konkurrenz abspringen.

Zeltner könnte den Aderlass stoppen, eigene Leute von der UBS zur Bär bringen und neue Kundenvermögen anlocken.

Bei Bär war heute früh niemand erreichbar. Bei der UBS wurde auf das Communique zum Führungswechsel verwiesen.

Der Rausschmiss Zeltners hat ein ganzes Karussell in Fahrt gesetzt. Neben Martin Blessing, der als grosser Sieger aus der Rochade herausgeht, taucht Axel Lehmann als neuer starker Mann auf.

Lehmann wird Nachfolger Blessings als Chef der UBS Schweiz. Das erstaunt. Lehmann ist kein Banker, kennt keine grossen Kunden, war bei der Zurich und zuletzt bei der UBS im Backoffice; im Schatten der grossen Divisions-Leiter.

Nun erhält Lehmann den zweitwichtigsten Bereich des Finanzmultis. Hinter Blessing als globalem Chef fürs Private Banking verantwortet der Schweizer neu den Heimmarkt, wo die UBS den Ton angibt.

Lehmann profitiert von seiner Nähe zu Präsident Weber. Der Schweizer und der Deutsche kennen sich aus alten Tagen. Lehmann sass im Verwaltungsrat der UBS, als Weber dort das Präsidium übernahm.

Ein Abgesandter Webers in der obersten operativen Führung der UBS. Damit hat Präsident Weber schon zwei Hörige, die ihm direkt etwas schuldig sind:

Martin Blessing, der mit Weber 2008 die marode Commerzbank dem deutschen Steuerzahler aufbürdete; und Axel Lehmann, der bei der Zurich ins Abseits geraten war.

Präsident Weber ist damit der wahre starke Mann der UBS. Mit Landsmann Blessing hat der Deutsche seinen Favoriten in CEO-Stellung geschoben.

Und mit Lehmann als neuem Schweiz-Chef verfügt der grosse UBS-Präsident über einen direkten Draht ins wichtige Inlandgeschäft.

Wenn der Tessiner Ermotti in zwei Jahren zurücktritt, kann Weber seinen Schlachtplan endgültig ausrollen. Blessing erhält dann das operative Steuer.

Zwei Deutsche schnappen sich die UBS.

Es fehlt nur noch, dass sie ihre alte Krisen-Commerzbank übernehmen.

Kommentare

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  1. ….vom KV-Lehrling beim Bankverein, stieg auf nach der Fusion mit der UBS, wurde grosser Chef im Private Banking nach dem 2008er Crash. Eine einzige Firma von Lehrling bis 50 ist halt ein klassischer Karriere-Killer.

  2. Sergio Ermotti der die Geldschöpfung immer noch nach der Betrugslehrmeinung des Marktradikalismus (Nachfolger des Neoliberalismus) versteht, beschäftigt diese Ökonomen und gibt Ratschläge zur Vorsorge!

    Wenn jedoch die Grundlagen nicht verstanden werden, kann das Gesagte nicht stimmen, Konfuzius.

    Das Geld steckt im Produkt oder Leistung, darin enthalten sind die Gewinne aus Volksausgaben, welche nicht anteilig in die Sozialwerke fliessen.

    Nach seinem und dem Denken der Ökonomen (98%) wird die Zunahme der Automatisierung das Ende der Wirtschaft bedeuten, oder fliesst das Geld weiterhin, wie sie glauben, vom Himmel?

    • was sie brauchen ist soetwas wie ökonomie-theoretische soforthilfe, bei dem wirren zeug was sie schwatzen.

    • doctor doctor

      Wirr sind scheinbar Sie? Die Lehrmeinung aus der Fakultät Ökonomie lautet: Geld entsteht aus Einlagen demnach Ausgaben aus Einnahmen?
      Die korrekte Lehrmeinung können Sie von der SNB, Bundesbank Deutschland, Bank of England, aber auch von einigen Ökonomen, wie Prof. M. Binswanger!

      Das Geld steckt im Produkt und wird vom End- Verbraucher oder Nutzer getauscht. Wir erbringen geldwerte Leistung immer für Dritte und bei der arbeitsgeteilten Wirtschaft fliesst das Geld eben mit.
      Wer diese für Sie „wirren“ Zusammenhänge geistig verkraften kann, erkennt die Schmierentheater rund um Die Vorsorge!
      Viel Glück beim Vermehren von Erkenntnissen. Evt. sind Sie in der Lage, mir fachlich zu widersprechen, ohne einfach ein einfältige Beurteilung abzugeben. Ich kann zu meiner Meinung stehen, ich brauche kein billiges Pseudonym.

  3. Diese Schaumschläger kommen und gehen, Industrien können sich solche Spielchen nicht leisten, über diese Schaumschläger Nerven sich viele, sehr viele unterstützen das Genahren diese Blender indem genügend Aktionäre Bankaktien halten.

    • Lieber Herr Ermotti..
      Bitte bleiben sie!!
      Solche Banker und oder auch noch bessere brauchen wir.

  4. War ja klar, dass sich hier jetzt alle wieder das Maul zerreissen…

    „Leadership bedeutet, dass man permanent infrage gestellt wird – vor allem von vielen kleinen Schlaubergern, die aber selbst für nichts Verantwortung tragen wollen.“

    Fakt ist, dass Jürg Zeltner gerade nach der Finanzkrise das Leck-geschlagene Wealth Management stabilisert und auf einen guten Kurs gebracht hat. Bei wichtigen Themen wir Weissgeld-Strategie und Aussteuern von Kickbacks haben er und sein Team Massstäbe gesetzt.
    Sich bei seiner Vita und seinem Werdegang über so lange Zeit an der Spitze zu halten ist doch bemerkenswert und dem sollte man Respekt zollen. Dass dieses manchmal nicht ohne „Casualties“ und „Ellenbogen“ geht, dürfte doch niemanden überraschen, ebenso wenig wie entsprechende Ambitionen, eine Bank einmal von ganz oben zu führen. Und letztlich ist er auch nur ein Mensch – and nobody is perfect.

    Chapeau Jürg!

    • FredFair: Seriöses Kommentar im Gegensatz zu einigen anderen.
      Interessant zu wissen – was aber nie möglich ist: Wie hätte Ermotti in der
      Position von Zeltner wohl abgeschnitten?

    • Das musste fairerweise auch mal gesagt werden. Ausserdem hat er zum Beispiel die Wealth Management-IT-Plattform international vereinheitlicht, was ein gigantisches Projekt war/ist. Die CS ist dabei bereits in Luxembourg gescheitert.

      Was waren schon wieder die Achievements von Ermotti, Blessing, Lehmann und Keller-Busse… ?

    • Aber jetzt mal ordentlich die Luft anhalten. Es waren hunderte von intrinsisch motivierte KuBes und Advisor, die sich für die Kunden massiv eingesetzt haben. Mitarbeiter, die aus Stolz heraus ALLES gegeben haben, um die Reputation wieder herzustellen.

      Doch was macht Zeltner? Baut ein 1-Floor- Club mit JS auf, der vor Arroganz die Beine nicht mehr zusammenbekommt. Schleust Frinds u d Family aus dem IB in das Privatebanking und sorgt für ein dermaßen verrohtes Management, dass es einem die Schamesröte ins angesicht treibt.

      Friends&Family wurden mit Hyper-Bonus garniert und Mitarbeiterbeurteilungen sowie Total Compensation bewusst übersteuert.

      Am Ende werden genau diejenigen mit dem Besen rausgejagt, die „den Karren“ aus dem Dreck gezogen haben. Welche Team-Strukturen sind denn noch übrig?
      Welche wirklichen Beratungskompetenzen sind denn noch gegeben?

      Nichts, nichts ist mehr da. Und hierauf jetzt ein Chapeau?

      Nehmen sie sich Zeit und begegnen sie diejenigen Kollegen, deren die Zukunft beraubt wurde, damit möchtegern Yuppies ihre 500k TCs bekommen können.

      UM WAS GEHT ES DENN EIGENTLICH?

      Um eine Bereicherungskultur?
      Ist es das, worauf wir klatschen sollen?

  5. Zwei Deutsche so weit oben in der UBS sind zwei zu viel. Geht nach Hause und nehmt Weber auch gleich mit.
    Tanti Saluti!

  6. Info Extra für UBS Mitarbeitende Oktober 2016
    Zitat von Jürg Zeltner, President WM:
    „Der grösste Wert von UBS ist die Kundenbasis und das wertvollste Gut sind unsere Mitarbeitenden. Dadurch hebt sich das Unternehmen von den Mitbewerbern ab. UBS wird weiter in Menschen investieren und ich bin überzeugt, das dies das einzige Unterscheidungsmerkmal in unserem Geschäft ist“

    Alter Wein in neuen Flaschen – allein die Flaschen bleiben… bis sie geschasst werden.

  7. Ob TT oder Tessiner die beiden machen eine nicht so schlechte Arbeit wie viele es hier gerne „herbeischwatzen“.
    Die Gehälter sind zu hoch, ja das ist unbestritten und hat nichts mit Neid zu tun.
    Das ehemalige Bankverein Leute gehen ist mir persönlich nicht unsympathisch. Waren es doch eher SBV Leute die die Bank an die Wand steuerten. Aber auch dies gilt nicht generell für alle SBV Banker.
    Und ob Deutscher, Schweizer oder was auch immer.. die Arbeit muss gut sein dann stimmt es für viele. Für alle so oder so nie.
    Und ob Herr Blessing damals der „Schuldige“ war oder nur beim Aufräumen dabei (siehe TT) wiesen vermutlich auch nur wenige mit Sicherheit.

  8. Eines muss man ihnen lassen den Deutschen, in der Beliebtheitsskala stehen sie nicht zuoberst, aber clever sind sie. Diejenigen, die sie nicht brauchen können, werden in die Schweiz ausgelagert: Wellershoff, Varnholt, Weber, Blessing und – darf man es wagen zu sagen – Klaus Jürgen Stölker.

    • Klausi Stölker? Wurde der nicht schon längst exkommuniziert und musste das Rote Büchlein abgeben?

    • @gemeinderat. Falsch, den anderen Pass hat er abgegeben aber schon etwas länger. Ich hoffe, Sie sind bei Ihrer Arbeit gründlicher als beim Kommentieren, sonst müsste man sich um Sie sorgen. Stöhlker mag einigen nicht passen, weil er schlau ist und die Schweiz besser kennt, als 90% der Hiergeborenen. Bei Wellershoff, Varnholt, Weber oder Blessing ist das sicher nicht der Fall. Die setzen sich für die Schweiz niergends ein. Stöhlker ist ein grosser Schweizer, nur das mit dem Zürcher Dialekt wird wohl nie klappen.

    • @Migrationsamt, naja lassen Sie mich doch mal leer schlucken, „Stöhlker ist ein grosser Schweizer, nur das mit “ der Schweizer Bescheidenheit muss er halt noch lernen. So hätte Ihr Satz enden sollen, meiner Meinung nach. Egal welche Farbe sein Pass nun hat, da gibts noch viel zu lernen um nicht dermassen „wie auch immer“ auf zu fallen.

  9. Raus? hat meines Erachtens zu lange gedauert. Ein Schwätzer weniger.
    Nur der Nachfolger hat auch keinen wirklichen goldenen Track Record ausser eine grosse Klappe. Arme UBS, einige Schwätzer und einen Schönling an der Spitze ob das für die Zukunft reicht?

  10. Über die Gründe für den Abgang von Zeltner werden wir in den nächsten Tagen sicher noch mehr erfahren. Dass die UBS aber bei dieser Rochade zwei „Blindgänger“ das Treppchen hoch schiebt, stellt der Kaderplanung der UBS auf höchster Stufe ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Und die Farce vollkommen macht die gleichzeitige Beförderung zum COO, inkl. HR, der für diese Kaderplanung verantwortlichen Dame!

    • Der Abgang von Zeltner ist ein grosser Verlust für die UBS. Was aber noch viel negativer wiegt, sind die Beförderungen von Blessing und Lehmann

  11. Natürlich kommt in der Branche langsam Panik hoch. Die Margen von früher sind passé. Kunden trauen den Banken und den Märkten nur noch bedingt. Die Transparenz nimmt laufend zu. Folge: die teuren, undurchsichtigen Finanzprodukte und -dienstleistungen lassen sich immer schwerer absetzen. Gut so! Die Grossbanken sind Meister im Werfen von Nebelgranaten, die beim Anleger den Blick auf das Wesentliche trüben. Thiam hat recht: die Kosten müssen runter, bullshiting funktioniert nicht mehr.

  12. Ob der geschasste Herr wirklich gut war oder doch nicht, wissen nur die Insider und die Aussenstehenden können es nur an den veröffentlichen Zahlen erahnen. Im Artikel wurde sicher nicht ohne Grund darauf hingewiesen, dass diese nicht die besten sind.
    In den USA sind ja in Augen der Meisten, wirtschaftlich gute Zeiten, besonders die Börse boomt, auch wenn im Dow Jones Index die Gesellschaften mit Keuchhusten durch neue Blüten ersetzt werden. Warum nicht die dortige Vermögensverwaltung verkaufen in guten Zeiten, die ja sowieso nicht eine überbordende Rendite erwirtschaftet.
    Viele in der Finanzbranche erhofften sich, eine weitere Steigerung des Kurses des Schweizerfrankens gegenüber dem EURO und damit eine Stellung unseres Frankens als die ultimative „Schatzkästli-Währung“. Wie man in Goldbarren im Tresor deponiert, stopft man diesen mit Schweizer Banknoten voll.
    Nun, die Schweizer Wirtschaft kann trotz Modernität eine solche Deflation kaum aushalten, dass hat auch zuletzt die SNB eingesehen, obwohl Schwergewichte der SVP eine solche Deflationspolitik der SNB gerne gesehen hätten.
    Es gilt also in der Vermögensverwaltung das Schweizer Bankwesen zu verkaufen ohne eine erhoffte „Schatzkästli“-Währung Schweizerfranken und ohne ein geliebtes Bankgeheimnis, dass früher in Übereinstimmung unserer Nachbarn und der USA frei schalten und walten konnte. Ein solches Bankgeheimnis haben wir nur noch für uns Schweizer selbst, ob dies genügt um den alten fetten Braten zu sichern?
    Wie in jedem Führungsgremium gibt es Hahnenkämpfe, dies ist die Natur der Sache, aber die Ausgangslage der Schweizer Vermögensverwaltung verstärkt solche Rivalitäten.
    Wie verkaufen die Headhunter diese gefallenen Koryphäen an andere Banken? Bringen nun diese gute Lösungen oder machen sie „Name-Dropping“?

  13. Deutschland, Deutschland!

    Schuld tragen die Schweizer selbst. Wer Zentner kennt, war lange schon erstaunt, dass es dieser Mann so weit nach oben schaffte.
    Für Julius Baer wäre sein Einzug eine Katastrophe!

    Eine kritische Analyse zeigt, dass es nicht nur in der Rhonestadt an wirklich hochkalibrigen Persönlichkeiten fehlt, sondern auch rund um den Paradeplatz.
    Die Head Hunters werden nun wieder einmal die altbekannten Ladenhüter anschleppen, in der Hoffnung, einer davon werde schon das Rennen machen und ihre Kasse werde dann schön klingeln.

  14. Der Rausschmiss Zeltners fügt sich in die Reihe der Massenentlassungen der ü50jährigen bei dieser „Bank“. Also eigentlich nichts Neues unter der „Leitung“ des Tessiners. Nur, dass Zeltner im Vergleich zum normalen Fussvolk weich landen wird, während die ü50jährigen beim Sozialamt landen. Darum will ja wohl auch Ermotti diese „Bank“ ins Ausland transferieren, damit er nicht mehr für diese Sozialfälle bezahlen muss. Zu Blessing nur soviel: Schaut doch mal die Wertentwicklung der CBK-Aktie während seiner „Leitung“ an! Eben!! Es ist ein No-brainer, dass das auch bei UBS nicht gut kommen wird. Vielleicht verheiratet man dann zwei Lahme (UBS und CBK) und mit dem flächendeckenden Personalabbau bleibt in der Beletage etwas mehr übrig. Scheint die nächste Etappe zu sein. Wer noch bei UBS ist (Kunde, Mitarbeiter), dem kann man nicht mehr helfen. Sell on any rally!

  15. „…Innerhalb der UBS galt Zeltner als Mann, der sich viele Freiheiten herausnahm. Es schien, dass weder CEO Ermotti noch Präsident Weber ihn zur Raison bringen konnten…“

    und

    „…Zeltner könnte den Aderlass stoppen, eigene Leute von der UBS zur Bär bringen und neue Kundenvermögen anlocken….“

    —> Diese „Mänägerlis“ in den Banken sind doch einfach von A bis Z bekloppt. Vom einfachen Büezer wird volle Loyalität und Integrität verlangt. Die Oberen machen genau das Gegenteil. Alleine schon von demher wäre es an der Zeit, dieses „Banking“ zum Teufel zu schicken. Vielleicht wird die Bockchain Technology alternativen Zahlungsmitteln soweit zum Durchbruch verhelfen, dass Banken wenigstens ein Stück weit überflüssig werden.

    • @ Benny Fuchs, „Bankfachmann“:

      Aber sicher doch, „BOCKCHAIN…“ wird es richten 🙂

    • Benny Du zitierst einen Möchtegern-Journi Blogger und leitest daraus Deine schon tausendfach abgegebene Meinung ab? Deinen Minderwertigkeitskomplex stellst Du dabei einmal mehr offen zur Schau. Männägerlis kritisieren, aber sich zum selbsternannten Tubeli-Experten/Fachmann für alles ausgeben. Traurig.

  16. UBS uebernimmt Teile von Commerzbank und Blessing loest in zwei bis drei Jahren Ermotti ab ist eine Prognose, welche ich mitunterschreiben kann. Von Blessing selbst halte ich nicht viel. Vom VR Praesi – dem Spesenmacher – ebensowenig.
    Es lebe das Mittelmass !!

    • @ Hotz plotz

      bewirb dich bei der UBS/CS/ JB/ DB ETC. und zeig allen, dass DU es besser kannst!

      Ständig dieses genörgel vom Pöpel auf diesem Blog. Daheim ne Alte die den Ton angibt, dann ist das hier ein Paradies. Nachdem man mit all den anderen Schalterangestellten in der vollgestopften S-Bahn in die „City“ gecruist ist kann man auf dieser Seite all seine Alltagsprobleme auf Kosten anderer loswerden – BRAVO!!

  17. Den Abgang von Jürg Zeltner werden wohl nicht viele bei der UBS bedauern. Auf seinem Weg an die Spitze des Wealth Management war er nie zimperlich unterwegs. Er hat viele – nicht nur positive – Spuren hinterlassen und eine grosse Anzahl von Kollegen und Kolleginnen brüskiert. Die UBS-Manager betonen selber immer wieder, man solle nicht zu lange auf einem Posten ausharren. Somit ist seine Ablösung nicht mehr als konsequent und begrüssenswert. Darben wird er nicht müssen. Dafür sind die Entschädigungen auf dieser Stufe zu generös.

    • Leider, leider. Diese Abgangsentschädigungen sind ein Affront sondergleichen gegenüber jedem kleinen Bankangestellten!

    • wow, da hat wohl einer zu tief ins Glas geschaut und das bereits um 09:59 und den Spiegel weg geräumt auf der Toilette?

    • Sorry, hatte moderates PB gelesn, aber is och ok, hab lesn an mär Deutschn Schulä gelärnt 😉

  18. Weder Lehmann noch Blessing kennen die CH-Kundschaft (und deren Mentalität) resp. das Geschäft mit den vermögenden Privatkunden aus eigener Erfahrung. Weber stärkt die Technokraten…

  19. „Eliminate all other factors, and the one which remains must be the truth.“
    Sherlock Holmes

    …und es bewegt sich doch, aber in die richtige Richtung? Tja, alle wege führen nach Rom…

  20. Zeltende und C sollte man natürlich entlassen. Beide Eigenschaften treffen in der Regel auf den bequemen Schweizer Arbeitnehmer zu. Die Schweiz wurde nicht nur den Schweizer groß, sondern durch die Leute mit Migrationshintergrund.

  21. Nur kein Mitleid mit Zeltner, er wendete die gleichen Methoden bei Untergebenen an.
    Dass traurige an der Sache ist, dass nun Blessing in seine Fussstapfen treten soll. Ein Mann der schon bei der Commerzbank keine gute Falle machte. Ergeben sich nun Zustände wie bei der CS?
    UBS quo vadis? Wann geht Ermotti?

  22. Ein „loser“ wird durch einen anderen „loser“ ersetzt. Kurzum gesagt, im Westen nichts Neues. Die Weichen für eine deutsche Führung sind gestellt. Hände weg von der UBS Aktie.

  23. grundsätzlich bin ich immer noch überrascht, dass die kunden overall rund 2 % bezahlen für eine „mandatslösung“.

    stellt euch einmal vor wie die gewinne schrumpfen wenn man ex vermögensverwaltung 30% weniger verdient.

    da nützt auch volumenwachstum mit wenig ertrag in asia wenig.

    die kosten zu hoch – die erträge am sinken – wer kauft schon eine solche aktie????? nur die dummen….

    • die grenzkosten fallen auf null. bankaktien sind wie airline aktien, ein sicherer verlust. unterschied: produkte sind vielfach schrott. kaufen banker ihre eigenen produkte, man weisd ja 4 von 5 aktiven fonds taugen nichts? fliegen piloten maschinen die absturz-gefährdet sind?

  24. Zeltner sind die Lösungen ausgegangen, sein Wealth Management vorwärts zu bringen. Und dass er das Zeugs zum CEO hat, glaubt auch nur er und evtl die verzweifelten Bären. Ich weine ihm keine Träne nach und hoffe (leider wahrscheinlich vergeblich), dass er von der Bankenszene verschwindet

    • Jaja, die Bären Bänker. Ein trauriger Haufen, der wie wilde Hühner kopflos durch die Gegend wurstelt. Bär ist eine Bank, die es überhaupt nicht braucht.

    • Es ist einfach ein miserables Management mit dem Ergebnis, dass UBS für die meisten Mitarbeiter ein miserabler Arbeitgeber geworden ist und viel schlimmer noch, für die Kunden nur noch automatisierte Standardlösungen zu bieten hat.

      ABER: Der Hochmut der UBS vitalisiert den Wettbewerb zu Gunsten kleinerer und mittlerer Banken. Die sollten jedoch nicht den gleichen Fehler machen und die stumpfsinnigen Standard-Mandats und Standard-Advisory-Lösungen übernehmen.

    • nur einen ‚der mit den deutschen wölfen tanzt‘ haben politik und kunden, zumindest jene die nicht schon selber opfer von betrug bei der ubs geworden sind, (noch) nicht auf dem radar: finma-direktor mark branson, der bemüht ist verfehlungen von seiten ubs-vr und -management unter den teppich zu kehren.

      man darf gespannt gespannt sein, ob die von seiten finma unterstützte geschäftspolitik zu lasten geschädigter investoren, darunter ubs-kunden und -aktionäre, von seiten justizbehörden besser früher als später in anklageschriften nachzulesen sind.

      möglicherweise findet ja mit blick auf seilschaften und unterlassungen sogar auch noch die politik es gäbe handlungsbedarf für vertiefte prüfungen. alleine schon unter dem aspekt, dass ein von langer hand initiierter ubs-coba-deal für den finanzplatz schweiz ein rückschritt wäre.

  25. So jetzt bin ich gespannt auf die viele frustrierten Banker mit ihren noch frustrierten Kommentare. Los haut am besten dem Zeltener, Blessing ubd gleich auch dem Lehmann eins auf die Kappe. Jedenfalls: Interessanter Wechsel. Der Blessing machts, wetten?

    • Ich glaube nicht, dass es verkehrt ist, wenn diese frustrierten Bankangestellten ihrem Frust freien Lauf lassen. So wie mit ihnen umgegangen wird ist das voll verständlich. Ich habe viele Bankangestellte in meinem Bekanntenkreis und höre beinahe täglich Stories, die mir die Galle hochkommen lassen.

  26. Darf man noch etwas über das bombastische Abgangs-Paket erfahren, das Zeltner noch nachgeworfen wurde? – In wohl spezieller Geschäftsbesorgung.

    • Im Text wird von Rausschmiss und vorzeitiger Pensionierung des 50-jährigen gesprochen. Letzteres wäre eine absolute Frechheit gegenüber denjenigen Ü60-MA, die in der jüngsten Vergangenheit entlassen und in hohem Bogen aus der PK geworfen wurden.

    • @Thomas, wird nicht so gross gewesen sein wie Deines, die Vergangenheit holt doch jeden ein und man fliegt vom hohen Ross

    • Diesen Leuten eine „Abgangsentschädigung“ zu bezahlen ist ein unglaublicher Affront gegenüber allen älteren Arbeitnehmern, die vorzeitig rausgeworfen wurden, weil sie „zu teuer“ wurden. Ein ehrlicher Arbeitnehmer kann in der heutigen Zeit seine PK nicht mehr füllen, weil er keine Arbeit mehr bekommt. Und solchen „Mänägerlis“ werden noch horrende „Abgangsentschädigungen“ bezahlt. Willkommen in der Bananenrepublik Schweiz.

    • Pensionierung unter 58 ist aufgrund der „Lex Cochepin“, die auf den 1.1.2011 in Kraft trat, gar nicht möglich.

      Die Formulierung könnte aber bedeuten, dass der Herr Zeltner bis zur Vollendung seines 58. Lebensjahres bei der UBS „angestellt bleibt“ bzw. „beurlaubt wird“. Und dabei wird wohl auch noch ein wenig Geld von UBS zu Zeltner fliessen. Und in seine Pensionskasse.

      So lief dies zumindest in einer anderen Firma … wenn auch deutlich weniger lang.