Fall Vincenz erfasst Thuner Fussball-Zar

Stadionbesitzer Ferdinand Locher ist beschuldigt wegen Geheim-Deal mit Aduno – Partner von Beat Stocker – Hotspot Aduno.

Am Nachmittag des 31. August 2017 ruft Ferdinand Locher den Autor an. Wenn man ihn öffentlich in den Dreck ziehe, dann würde er klagen, meint der Geschäftsmann freundlich, aber klar.

Nun gerät Locher ins Visier der Zürcher Vincenz-Ermittler. Sie führten bei ihm und einem zweiten Verdächtigten Razzien durch. Der Vorwurf: Mithilfe bei ungetreuer Geschäftsbesorgung.

Locher ist kein Unbekannter. Er ist Sprecher der Investorengruppe, der das Stadion des Fussballclubs Thun gehört. Rund um die Krise des Klubs machte Locher Druck in den Medien.

Locher ist einer von bereits sieben Beschuldigten im Straffall um Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. Zwei, nämlich Vincenz und sein Kompagnon Beat Stocker, bleiben länger in U-Haft.

Bei allen Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ausweitung des Zürcher Straffalls auf Ferdinand Locher ist brisant. Sie hängt mit der EuroKaution zusammen, einer kleinen Firma, die Mietdepots vorab finanzierte.

Ferdinand Locher, der FC Thun-Tycoon, übernahm bei der EuroKaution das Kommando, als diese vor knapp 10 Jahren nicht ab Boden kam.

Er kaufte für wenig Geld die Aktienmehrheit, sicherte den Fortbestand und hoffte auf ein Geschäft, beispielsweise durch Verkauf zu einem guten Preis.

Das gelang wenige Jahre später. Ende 2014 zahlte die Aduno unter der Führung von Pierin Vincenz und Beat Stocker über 5 Millionen Franken für die EuroKaution.

Kaum erworben, musste Käuferin Aduno nochmals so viel investieren, damit die frisch akquirierte Tochter ihre Bilanz nicht beim Konkursrichter deponieren musste.

Prüfbericht von Aduno-Revisorin KPMG: Sofort-Sanierung

Seither hört man kaum mehr etwas vom Unternehmen, das in AdunoKaution umgekauft wurde. Es macht den Anschein, dass die Firma nicht mehr gross aktiv ist im Markt.

Total über 10 Millionen für ein Unternehmen bezahlt, ohne damit etwas anzustellen: Warum machte dies die Aduno?

Die Ermittler vermuten Absprachen zwischen Verkäufer Locher und den obersten Vertretern der Käuferin, also Vincenz und Stocker.

Die beiden Manager hatten sich vorab an verschiedenen Firmen beteiligt, die später von ihren Arbeit- respektive Auftraggebern Aduno und Raiffeisen für viel Geld erworben wurden.

Stocker und Vincenz nutzten dafür unter anderem ein Vehikel. Dieses hiess ursprünglich iFinance und wurde dann später in ReImagine umgetauft.

Die Beteiligungsfirma, welche von Vincenz und Stocker geheim gehalten wurde, war im Kanton Zug domiziliert. Offiziell trat nur der Vertrauensanwalt der beiden in Erscheinung.

Dieser ist ebenfalls ein Beschuldigter im ganzen Wirtschaftskrimi. Er arbeitet weiterhin als Anwalt bei einer renommierten US-Anwaltskanzlei.

Mit der EuroKaution taucht nun auch die dritte Firma auf dem Radarschirm der Zürcher Starfermittler auf, die vor 2 Jahren in diesem Medium erwähnt worden waren.

Die Bankenaufsicht Finma machte damals rasch Druck hinter den Kulissen, aber nicht im richtigen Sinn. Sie jagte statt den Akteuren das Leck. Und die grossen Zeitungen schwiegen.

Zuletzt wollte die Finma Vincenz springen lassen. Im letzten Dezember stellte sie ihr Verfahren gegen den Ex-Raiffeisenchef ein. Dieser musste auf Finanzmandate verzichten.

Dass die Lawine doch noch herunter donnerte, geht auf die Aduno zurück. Deren Präsident wählte die Flucht nach vorn und erstattete im Dezember Strafanzeige.

Damit schützt sich der heutige Aduno-Kapitän. In seinem Unternehmen kommt nämlich immer mehr zum Vorschein. Es rückt ins Zentrum der Affäre Vincenz.

Die kapitale Frage lautet: Wie haben die Aduno-Verantwortlichen Kaufziele bewertet? Wer profitierte allenfalls?

Bei der EuroKaution machte Beat Stockers Beratungsunternehmen eine erste Bewertung. Diese schätzte die EuroKaution auf rund 10 Millionen, wie eine Quelle sagt.

Stocker hatte zu diesem Zeitpunkt Anrechte auf Aktien der EuroKaution, wie der nun ebenfalls beschuldigte Ferdinand Locher letzten Spätsommer im Gespräch ausführte. Es sei dann aber nie zu einer Aktienbeteiligung gekommen.

Das sagte Locher vor wenigen Wochen auch der NZZ.

Die Aduno-Führung liess die EuroKaution nach dem ersten Gutachten von Stocker von eigenen Leuten analysieren. Diese kamen auf einen Wert von wenigen hunderttausend Franken.

Schliesslich bestellte die Aduno eine dritte Bewertung, erstellt von einer Minifirma. Diese schätzte die EuroKaution auf rund 5 Millionen – in etwa den späteren Kaufpreis.

Ferdinand Locher wickelte den Deal über seine Investmentgesellschaft namens Great Star in Luxemburg ab. Um dort mehr zu erfahren, brauchen die Zürcher Ermittler Rechtshilfe.

Die Vorgänge um Ex-Präsident Vincenz und Ex-CEO Stocker sorgen bei der Aduno für Nervosität. Kürzlich musste der Nachfolger von Stocker, Martin Huldi, seinen Platz räumen.

Per sofort. Die Aduno betont, dass Huldi nichts rund um den Fall Vincenz vorgeworfen werden könne.

Huldi hatte als CEO dem Verwaltungsrat der Aduno die beabsichtigten Firmenkäufe jeweils vorlegen müssen, zusammen mit seinem Finanzchef Conrad Auerbach.

Der ist neuer Chef.

Vorläufig.

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83 Kommentare zu “Fall Vincenz erfasst Thuner Fussball-Zar

  1. Sehr interessant. Weiss man auch schon, wer die zweite neu angeklagte Person ist?
    Schon krass: die Vincenz-Affäre bläht sich immer weiter auf. Während der Postauto-Skandal (in Bezug auf Schäden grösser und vermutlich mit mehr krimineller Energie – Stichwort: Hundertausende von Falschbuchungen, sprich Urkundenfälschungen) in sich zusammen gefallen ist. Sogar „Person F“ ist noch im Amt! Herr Hässig, ich weiss, Sie arbeiten jetzt schon härter als ein Einmannorchester – aber könnten Sie allenfalls mal etwas zum Postautoskandal recherchieren? Ihre müden Kollegen beim Blick haben da ja bereits ihre Bemühungen eingestellt (freiwillig oder auf Anweisung?)

  2. Lieber Lukas Hässig – machen Sie zwischendurch mal eine BREAKING NEWS zu den Ermittlungen rund um DIE POST/POSTAUTO und neu den Mr. Angola-Fonds. Damit es in der Supino-Verlagswelt wieder mal so richtig kracht. Thanx for Support.

  3. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich wird es nicht versäumen (aber sicher nicht) den ex Geschäftsleiter der Viseca zu befragen, Barend Fruithof.
    Viseca? Die wurde fusioniert in den Hotspot……… Aduno.

    Barend Fruithof erhielt von seinem Freund Vincenz den CFO Posten in der Raiffeisen geschenkt. Sind ja aus demselben Holz. Dieses geschenkte Titelchen war dann der Grund dafür dass die Credit Suisse ihm völlig naiv das Firmenkunden Geschäft anvertraute. Seine Clique wütete unglaublich! Die konnten ihr Glück gar nicht fassen. Der VR liess ihn einfach machen! Wie Vincenz.
    Nach dem Abgang war er bei Bär, aber nur ganz kurz. Fruithof flog dort sofort auf. Auch dort wollte er seine Clique einschleusen.
    Bär? In der Affäre Vincenz gibt es doch ein Konto bei Bär?

    Fragt also Fruithof. Der weiss viel. War die rechte Hand von Vincenz.
    Soll er dem Freund jetzt helfen.
    Peter Spuhler gibt Barend Fruithof sicher einen Tag frei dafür.

  4. Wie wird man reich?
    Hart arbeiten und ein Unternehmen aufbauen. Mühsam
    Lotto Millionen. Riesen Zufall
    An der Börse. Meist nur mit Insiderwissen dafür einfach
    oder man macht es wie die … Es gilt die Unschuldsvermutung

    Danke LH!

    Die Finma und der Rest der Presse ist in diese Fall nur als erbärmlich zu bezeichnen.

  5. Noch nie war die Rede von der Steuererklärung des Raff-Bankers.
    Herrscht in AR das Steuergeheimnis?
    Dort ist doch bestimmt alles deklariert…

  6. Also die Staatsanwälte könnten ruhig mal alle Fussballbuchhaltungen durchleuchten und forschen woher das Geld kommt. Die Wahrscheinlichkeit das dort Schwarzgeld zu finden ist oder Geld aus unlauteren Geschäften ist relativ gross. Wenn man zurück blickt welche Leute schon im Fussballbusiness tätig waren mit Lugano Präsident welcher Selbstmord mit dem Auto in den See fuhr oder Xamax Tschagajew oder die Türken beim FC Wil und es gibt noch viele weitere Bespiele dann liegt es sehr nahe das auch bei den „Schweizern“ getrickst wird wo es nur geht und eben keine Kontrolle vorhanden ist. Möglich ist alles.

  7. Hier geht’s nicht nur um Raiffeisen.
    Die Finma ist die grösste Mafia – Organisation in unseren
    Breitengraden.
    Nicht’s hören, nichts sehen und immer alles unter den Tisch.
    Ich frage mich heute , wo unser Staat ist.
    Zu einer Bananenrepublik ist unser Staat geworden.
    Gruss an alle die dies auch so sehen.

  8. Und das Resultat dieser Geschichte:

    Die Regulierungsdichte wird nochmals und abermals angehoben werden. Die Mehrheit wird die Zeche für diese Wenigen mit erhöhtem Compliance zahlen müssen und die KMU s damit aufgerieben.

    Big is beautiful!

  9. Dankeschön, Herr Hässig ! Keine einzige Tageszeitung informiert so gut wie Sie. Die meisten sind quersubventioniert.

    • So wie in einer Bananenrepublik eben, die Tageszeitungen sind alle mit dem Regime verstrickt..
      Die berichten lieber, dass wieder irgend ein Servelat Promi an der Zirkus Knie Vorstellung teilgenommen hat:-)

  10. Wichtigstes Kriterium beim Entscheid für einen Job nah bei Pierin Vincenz: … aber schön musst Du sein… 🙂

    Oder anders ausgedrückt: Aussen fix und innen nix.
    Auch hier gilt natürlich die Unschuldsvermutung!

    • Es erinnert irgendwie an Jörg Haider selig und seine „Buberlpartie“. Auch der machthungrige (und grössenwahnsinnige) Jörg aus den Bergen scharte auf dem Weg zur Spitze folgsame, willige, gutaussehende Lakaien um sich, die ihm hörig waren und gemeinsame Sache machten. Was da nach seinem Ableben alles zum Vorschein kam liesst sich ebenfalls wie ein Krimi: Korruption, Vetternwirtschaft, Selbstbereicherung…..Dazu pikante Liebschaften und Verschwörungen…Bei PV scheinen die Buberl u.a. „Sporty“ Giesel und „Selfie“ Locher zu sein. Und weitere Parallelen
      zur causa Haider sind ebenfalls frappant….

  11. man sass offenbar auf einem riesigen berg kohle, kam aber irgendwie nicht richt ran. die saläre waren lächerlich im vergleich zu dem vielen vielen geld der bank. da fragte man sich: wie komme ich an das viele geld, auf dem ich sitze, ran, ohne dass ich mich dabei strafbar mache? wie wicky von den starken männern dachte man sich: na klar, ich hab’s! ich kaufe anteile von itzlibutzli-firmen und die bank kauft danach die itzlibutzli-firmen zu einem sinnlos überteuerten preis! und die anteile an der itzlibutzli-firma halte ich nur indirekt via zwischenvehikeln, dann fällt’s nicht so auf. und die revisoren stempeln den kaufpreis mit „geprüft – i.o.!“ – figgi mühli sozusagen! irgendwie ist’s dann doch in die hose gegangen…

    • …. soo einfach war’s ja auch nicht;) auf dem Weg dahin muss man Anwälte bezahlen, den VR günstig stimmen, die Revisoren überzeugen – das geht nur mit einem ausgeköügelten System von Günstlingeirtschaft….

    • Absolut zutreffend geschrieben. Und figgi mühli sind auch all die Politiker die in den lokalen VR’s der Raiffeisen Genossenschaften welche vom Treiben wissen und gewusst haben und jetzt im Bundeshaus Pfahlbaum sitzen.

    • …. soo einfach war’s ja auch nicht;) auf dem Weg dahin muss man Anwälte (Beat B.) von Froriep oder Baker McKenzie
      bezahlen, den VRP Prof. Johannes Rüegg-Stürm günstig stimmen, die Revisoren überzeugen – das geht nur mit einem ausgeklügeltes System von Günstlingswirtschaft….

      Hyatt – Bar lässt grüssen

    • @Zampano, bist Du es wirklich oder ein Hochstapler? Ich bin erstaunt über den Kommentar.
      Also wenn Du wirklich Zampano bist, der Vincenz immer verteidigt hat, dann muss es schlimm um den Ruf des Vincenz-Gisel-Clans stehen…

  12. Irgendwie gibt keine ende… Die Akteure haben den Zeitpunkt verpasst: hätten Sie am Anfang alles ausgesagt über die ürsprüngliche Bagatellen… hätten sie eine bedingte Strafe bekommen und jetzt wären sie schön frei… zwei Anfänger, da jetzt die Sache zu eine richtige “ Bubble“ bereits zu explodieren wird…. und viele , sehr viele Mitläufer, Zuschauer, und nicht – Wissende….
    Bemerkenswert ist wie viele Energie, Zeit, mis-Intelligenz eingesetzt haben: vermutlich haben nur 20 % für die Firma gearbeitet und 80 % für eigene oder sonstige Interesse. Als ich noch Boss war, war nicht so einfach: man hat 150 % für die Firma gearbeitet und – 50 % für privates… wir waren noch Edeln, Sauber Geschäfmänner!
    “ The key is to fail, learn and improve quickly!“
    Ray Dalio

  13. Lieber Herr Lukas Hässig: Ferdi ist ein Walliser und kein Thuner was unschwer an seinem Dialekt erkennbar ist.

    • Wichtiger Hinweis – das Engadin (Teil 1 der Untersuchungen) lässt grüssen – das Wallis ist kaum anders… Darum Ferien im welcoming Bündnerland, mit den herzigen Steinböcken 😉 denen aber die Tatsache egal ist, dass Unterländer zuviel für „Leistungen“ bezahlt haben. Sie beklagen nur, dass man nun mehr aufpassen muss, dass Aussenstehende das Biotop kaputt gemacht haben …

  14. An die selbsternannten Pflichtverteidiger/ innen von PV. Die Verlängerung der U-Haft hat nicht damit zu tun, dass man bei PV nichts gefunden hätte – das Gegenteil wird der Fall sein. Und PV wird doch sicherlich seine 2l Cola in U-Haft kriegen, falls Schlafstörungen vorliegen, hätte dies andere Gründe.

    Bekannt dürften nur die grössten Fälle sein, in der Zeit unter PV hatte dieser aber Zeit für viele Dutzende von ‘Sonder-Deals’. Das Hauptproblem dies nachzuweisen wird immer sein:

    – Was ist eine faire Bewertung des Wertes einer Institution/ Objektes

    – Wie wurde das Ganze mittels vieler Handlanger verschleiert (Konstrukt/ Akteure)

    Dass hier ein paar wenige Monate für Abklärungen jeden Verdachtsfalles nicht ausreichen, liegt auf der Hand. Zudem dürften die Anzahl Personen, die gegen eine Aufklärung arbeiten wesentlich höher sein, als diejenigen, die um Aufklärung bemüht sind. Der wahre Skandal, dass mehr Menschen um Verschleierung bemüht sind, als um Aufklärung.

    Unschuldsvermutung hin oder her, interessanterweise wissen wieder einmal die Spatzen auf den Dächern mehr, als die Herren die fürstlich belohnt wurden, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen.

    Politiker und Professoren gehören nicht in Bankenaufsichtsgremien, die Lobbykarten in Bern gehören gestrichen. Die Politik und die Akademickriger-Riege toppt locker das Petri-Prinzip.

    Warum droht ein Herr Locher sich gegen Anschuldigen zu wehren ? Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Kiesel-Stein. Where’s smoke .. there’s fire. Wer eine reine Weste hat, droht niemandem und kann jederzeit seine Handlungen argumentieren.

    Weiter so Herr Hässig, lassen Sie sich nicht einschüchtern. Der Ankläger muss nicht nur beweisen, dass der andere schuldig ist. Die Angeklagten müssten schonungslos offenlegen können, warum diese nicht schuldig sein sollten – das entspricht leider nicht unserem Rechtssystem.

    FINMA .. First-In-MAnipulation Deception .. (wake up Ueli)

    PRESSE .. Public-Relations-SeneSeless-Emitter (Werbe-Einnahmen als Interessenskonflikt)

    Was für eine tolle Leistung hat den die RB für die letzten Jahre vorzuweisen ? War doch eine geschützte Werkstatt und das Pulverfass Hypothekenvergabe RB steht uns erst noch bevor. Firmen ruiniert man in guten Zeiten, nicht in den schlechten Zeiten ..

    Mfg Industrial

  15. Verschwörungstheorie:

    Könnte es sein, dass PV und Konsorten mit diesen „Kleindeals“ von 5 Mio. „gespielt“ haben und versucht haben herauszufinden wie weit sie gehen können ohne erwischt zu werden? Ein „Warmlaufen“ vor grösseren Deals sozusagen.
    Das „Meisterstück“ von PV und Konsorten war dann der Wegelin- und der Helvetia-deal, der richtig Kohle gebracht hat.
    Ich denke, so lange sich die STAWA mit solchen „Peanuts“ herumschlägt ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er und seine Kumpels wenn überhaupt mit einer geringen und bedingten Strafe davon kommen und sich nachhher an den Millionen erfreuen und sich über den schweizerischen „Rechtsstaat“ lustig machen …. irgendwo an einem schönen Ort. Und irgendwann is ja auch alles vorbei und somit die Gefahr gebannt, dass nachträglich noch was auf diese Herren zukommt.

    • nicht Satire sondern Ausfluss unseres Rechtsystems. Mit der Formulierung sichern sich Journalisten juristisch ab…

  16. „bei allen Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung“.

    Wohl eher nicht. Vermutet wird Schuld. Es soll nur bewiesen werden.

  17. Bitte bleiben Sie am Ball, Herr Hässig. Ich bin tief beeindruckt von Ihrem Mut und Ihrer Ausdauer, diesen Big Bossen der Wirtschaft der Stirn zu bieten und deren Machenschaften und Bereicherungssysteme aufzudecken. Der normale Bürger wird auf diese Weise wieder mehr Vertrauen in unser Rechtssystem fassen.

    • Richtig – und man sich dabei aber auch die Frage stellen könnte, was die Mainstreammedien dazu beitragen?!

  18. Täter oder Opfer, das ist hier die Frage welche zu klären wäre. Es ist so, dass Martin Huldi als CEO der Aduno durchaus im „Driver’s seat“ war bei der Aduno Gruppe. Es gilt jedoch zu bedenken, dass PV als der grosse Strippenzieher mit seinem Adlaten BSt in Wahrheit die Deals vorbereitete und Martin Huldi nur noch als Ausführender agierte. Das Thema Corporate Governance lässt grüssen

  19. Nicht auszumalen, was passiert, wenn die mögliche Wegelin-Notenstein-Atombombe hochgeht, Herr Hummler!

    • Und die Avaloq-Bombe!!
      Immerhin CHF 500 Millionen nur für die untauglich Software, plus Arizon..plus 60 Millionen für die Software bei Notenstein…Do the Maths. ..

    • @Wegelin-Notenstein-Flächenbrand

      Dann wird es erst richtig lustig! Man hört hohe Summen!

    • Das Sendungsbewusstsein von Konrad Hummler ist in der Tat auf einem Allzeit-Tief.

      Wer hat dies verordnet?

    • …. plus ca. 200 Millionen für die Not-Beteiligung von Raiffeisen bei Avaloq. Da hat sich die Männerfreundschaft zwischen Vincenz und Fernandez richtig bewährt.

      Apropos: Wurde der Schnauzbart schon einvernommen ? Wird das Avaloq-Projekt bei Raiffeisen jemals fertig ?

      Dranbleiben, Hässig !

    • dänn cha de d’hummler e de andere wieder säge was sie alles falsch mached; gäll koni; känned mer alles :):):):)

  20. Ferdinand ist in der Immobranche bestens bekannt als cooler Kerli der als Unternehmer mit legalen Immodeals viel Kohle gemacht hat. Ich glaube nicht, dass er es nötig hat, mit Angestellten die neben dem guten Lohn noch einen Zustupf ergaunern wollen, Geschäfte zu machen.

    • Immobranche – da leuten bei mir alle Alarmglocken! Da wird mit allen legalen und illegalen Methoden gearbeitet.
      Manchmal fliegt etwas auf, wie im Engadin oder im Tessin (Strassenbaukartell). Oder bei einem der unzähligen „Generalunternehmer“-Problemfällen, die schon so manche mittelständische Familie ruiniert hat.

    • Na Immobilien da kann viel getrickst werden. Der Eigentümer hat eine Schätzung. Wenn Makler und Schätzer und Käufer unter einer Decke stecken wird der Eigentümer über den Tisch gezogen. Geht ganz einfach. Schätzer schätzt extra tief. Sagen wir als Beispiel Mehrfamilienhaus für 12 Mio. Makler kommt und sagt er habe Käufer der zahlt 13 Mio es muss aber schnell gehen, Objekt ja nicht ausschreiben. Eigentümer wo keine Ahnung hat sagt OK super ist ja 1 Mio mehr als Schätzpreis. In Wirklichkeit bei Ausschreibung und bei einem seriösen Makler wird an Meistbietenden verkauft und dann wäre der Preis 15 Mio. Also schnell mal 2 Mio verdient. Parktisch das gleiche Vorgehen mit Firmen wo verkauft werden zu teuer welche weniger Wert wären einfach umgekehrt.

  21. Mann doch, lass die Finger weg vom Kanton Zug. Es bringt nur mächtig Aerger. Dieser Kanton ist so etwas für orientalische Oligarchen wie Glasstein, Vekselsee, Deripasal. Ich weiss, es gebe dort viel Wirtschaftsanwälte, die Dir Märchen erzählen: „Amis, FBI,? Nur Idioten !“, „Bundesanwaltschaft? Kommunisten !“. Und zum Schluss „Sky turns blue, angels come down and Stormy stretches her legs.“.
    Kiki

    • Und noch dazu, verlierst Du dein Geld, deine Ehre, deine Freunde, deine Frau und vielleicht auch deine Mätresse.

  22. Aduno, ist das nicht der (neue) Name für die ehemalige Viseca, in der Barend Fruithof die Geschäftsleitung innehatte? Und der später – so ein Zufall – zum CFO der Raiffeisengruppe befördert wurde?
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    • Ja, da könnte entweder Staatsanwaltschaft oder Herr Hässig auch mal nachgraben. Befürchte nur, dass da viele Dinge bereits verjährt sind.
      Die Finma wird sicher nichts machen, die spielt in der ganzen Geschichte ja sowieso eine ganz traurige Rolle.

    • @Kater Mikesch: So heisst mein Kater und schnurrt vor sich hin. Er schreibt nicht so einen Stuss.

  23. Einmal mehr zeigt sich: In diesem Saustall gibts noch ganz viel Mist zum Ausräumen! Kein Wunder also, hat die Stawa für PV drei weitere Monate verlangt und auch bekommen. Bitte bleiben Sie dran, Herr Hässig. Ihre „Kollegen“ von der Sonntags- und Tagespresse haben ja immer noch nichts besseres zu tun, als PV mit dümmlichen Schleimartikeln reinzuwaschen und die unmenschliche Härte der Untersuchungshaft zu beklagen … wie sie das bei jedem Eisenleger auch tun würden.

    • Druck via Annulierung von Inseraten und Werbung?
      Und wer wohl macht Druck….

  24. Langsam muss man sich fragen, ob es überhaupt noch Leute aus der „Finanzprominenz“ gibt, die nicht irgendwie irgendwann in diesem Sumpf gewatet sind.

    • Wartet bloss mal ab, bis dann mal Licht auf die Nachtschattengewächse in den Pensionskassen fällt, denen der Bürger immer noch blind vertraut und alles glaubt, was kommuniziert wird. – Sobald die Zinsen hochgehen werden wird man viele von denen beim Schwimmen ohne Badehosen erwischen (Immobewertungen…).

  25. Lieber Herr Hässig, bitte News von Frau Ceregato!
    Vinzenz interessiert nicht mehr.
    Und von Sportsmann Giesel.
    Danke.

  26. Ich denke, Herr Hässig, dass irgendwie im Raiffeisen-Krimi eine Informationsgrenze erreicht ist und es für alle Seiten effizienter wäre, die wirklich „Schuldigen“ und Drahtzieher zu ermitteln…

  27. Das Vorgehen ggü. PV scheint vernünftig zu sein. Die Verhältnismäßigkeit zwischen diesem und dem Postauto Fall jedoch in keiner Art und Weise. Warum ist Pascal Koradi trotz einer rund 10x höheren Deliktsumme noch CEO der AKB und nicht freigestellt?

    • Weil der Aargau ein Dilettanten-Kanton ist.
      Siehe amtliche Missachtung der Lärmschutzgesetze in Brugg bzgl. Neubau „Südpoint“, wo die Lärmgrenzwerte vorsätzlich überschritten sind. Tagsüber (Strasse) und Nachts (Güterzüge). Auf schriftliche Rüge wird einfach die Leiterin intern versetzt.
      Verantwortung sieht anders aus.
      Würde mich nicht wundern, wenn ein ähnliches Baukartell wie bei den Grischas herrscht…
      Derweil weiss sich die BR’IN aus Merenschwand schelmisch gesund zu lächeln.

  28. Ein Gutachten von CHF 5 Mio, ein Gutachten von 10 Mio und drittes Gutachten von sogenannten Finanzexperten. Und der Olymp der Finanzlehre Rüegg-Stürm, Taisch, Wolhauser haben, trotz Mehrarbeit mit 40% Lohnerhöhung, dies nicht wahrgenommen? Und die interne Revision auch nicht. Wer’s glaubt ;-).

    Die „Aktienbeteiligung“ wurde nur nicht eingelöst weil keiner gefunden wurde welcher hierfür ein Gutachten ausstellt. Keiner von diesen XXXX macht was kostenlos. Geld oder sonstige Zuwendungen sind wohl geflossen. Auf diese oder jene Art und Weise. Siehe Vergangenheit.

  29. „Die FINMA jagte das Leck – statt die Akteure.“

    Es wäre umgekehrt an der Zeit, die Marionette Mark Branson (samt seiner Freunde) nach Brasilien oder Malaysia oder Mosambik zu „jagen“ – und den Zürcher Panama-Blinden in den Kongo oder nach Angola.

    • Und den (Mark Branson), hat der Bundesrat bestätigt.
      Ich kenne einen Film: „…denn sie wissen nicht was sie tun“

    • Mark Branson und seine Chefmitarbeiter befinden sich zurzeit stationär im Berner Inselspital – Augenklinik. Zu viel Hinsehen macht kurzsichtig.

    • zwischen …Helvetia (Vincenz) und HSG (Staat) gibt’s ja noch einen kleinen jüngeren Deal … wer den wohl eingefädelt hat? …

      zufälligerweise war Prof. Johannes Rüegg-Stürm ja bis vor kurzem der VR Präsident von Raiffeisen / CEO Vincenz – Vincenz – VR -Präsident der Helvetia..,

      Rektor HSG Prof. Thomas Bieger O-Ton:

      Thomas Bieger, Rektor der Universität St.Gallen, sagte seinerseits: «Zu Helvetia besteht eine grosse Nähe, nicht nur geografisch. Mit dem Innovation Lab nutzen wir diese Nähe, um praxisrelevante Fragestellungen vertieft wissenschaftlich zu ergründen.»

      zufälligerweise sind fast alle Exponenten in der Causa Vincenz HSG Absolventen oder Professoren… auch jene, die jetzt aufräumen wollen

      ein Schelm wer Schlimmes denkt;)

      https://www.finews.ch/news/versicherungen/27377-helvetia-universitaet-st-gallen-hsg-thomas-bieger-philipp-gmuer

  30. Es macht den Anschein, dass der Fall Vincenz das Potential für einen Nationalen-Korruptionsskandal hat.
    Schweigen deshalb alle anderen Zeitungen!
    …sie (FINMA) jagt statt den Akteuren das Leck.
    Die Bedeutung dieses Satzes ist für unseren Rechtsstaat beängstigend. Herr Hässig, herzlichen Dank für Ihre Zivilcourage.

  31. Langsam aber sicher sollte man sich doch Angler-Latzhosen anziehen wenn man in SG vom Bahnhof Richtung roten Platz gehen möchte, Gummistiefel reichen bei diesem Landschaftsschutzgebiet nicht mehr aus.

    Auch sollte man den Staatsanwalt einfach mal seine Arbeit machen lassen, wo doch im Wochenrhythmus an allen Ecken neue Erkenntnisse aufpoppen und der Kreis der Verdächtigen mit Unschuldsvermutung stetig zunimmt.

    Zigarren und Schoggi sind auch in der U-Haft erlaubt, einzig auf Schöpplis und Cüplis muss verzichtet werden und man hat neben der Stunde Ausgang auch sehr viel Zeit zum Nachdenken über die eigene Biographie.

  32. Die ganze Sachen stinkt zum Himmel! Die völlig überrissenen Unternehmensbewertungen der EuroKaution waren wohl höchst dubios, und Ferdinand Locher musste das gewusst haben. Das Geschäftsmodell der EuroKaution war auch höchst primitiv („Mietkautionen“) – es gibt in der Schweiz fast Null Kunden für deren Geschäftsmodell, das wusste die ganze Gang, trotzdem haben die einen Multi Millionen Wert für eine Schrottfirma testiert, unfassbar.

  33. Unglaublich was hier täglich an neuen Informationen zum Fall Vinzenz zu lesen ist. Ist die nur die Spitze des Eisberg? Dran bleiben, Herr Hässig!

  34. Zuletzt wollte die Finma Vincenz springen lassen. Dieser musste dafür auf Finanzmandate verzichten. Ein typischer Kuhhandel der FINMA: Nicht ermitteln, sondern verdecken!

    Darum einmal mehr meine längst bekannte Forderung:
    FINMA auflösen, die Finanzmarktaufsicht den Amis gegen Erfolgshonorar übertragen.

    • Das Personal der FINMA wae vorher
      bei den zu Beaufsichtigenden angestellt
      und die Löhne stammen ebenfalls
      mindestens indirekt von den zu Beaufsichtigenden.

      Der einzige Bundeseinfluss besteht aus der
      Bestätigung des jeweiligen Chefs.

      Wie soll mit dieser Konstellation ein
      effizientes Beaufsichtigen möglich sein,
      wie denn?

  35. Das hätte der Locher sich wohl auch nie träumen lassen.
    Falls gemacht, dann Anfängerfehler: Immobilienmethoden (Kickbacks, Side-Deals usw integraler Tel des Geschäftsmodells) im andere Branchen übertragen (es gilt die Unschuldsvermutung…). Darum sollte man besser in der eigenen Branche bleiben.
    Jeden Gewinn, den er mit der Eurokaution gemacht hat wird nun wohl durch die Verfahrenskosten (Anwälte usw.) aufgefressen.
    Mein Mitleid ist beschränkt.