Mit Negativzinsen die Wirtschaft ankurbeln? Nächste Irrlehre der SNB

„Stars“ der Welt-Ökonomie wollen Minuszins von 5 und mehr Prozent, SNB würde wohl mitziehen – Stopp Jordan.

Seit Jahrzehnten geistert die Illusion in den Köpfen der Oekonomen herum, man könne mit Zinssenkungen eine Wirtschaft ankurbeln. Den Vogel schiesst der vermeintliche „Starökonom“ von der Harvard University, Kenneth Rogoff, ab. Er prophezeit, dass künftige Wirtschaftskrisen mit Negativzinsen von bis zu minus 6 Prozent bekämpft würden.

In der jüngsten Sonntagspresse nimmt sich die NZZ, die „externe Public Relations Abteilung der SNB“, wie ein Zeitgenosse treffend formulierte, einmal mehr des Themas an. Die SNB benötigt ja dringend Unterstützung für ihre mysteriöse Geldpolitik mit den unpopulären Negativzinsen. Auf Hyper-Gewinne folgen Milliardenverluste, gestern 15 Milliarden.

Dafür ist die NZZ allemal gut. Mit einem „Potpourri“ von verschiedenen Thesen will die Zeitung die Schweizerinnen und Schweizern auf die unbeliebten Negativzinsen der SNB einschwören. Zumindest lanciert sie das Thema.

Zentral kommt dabei im Artikel von gestern Montag der US-„Starökonom“ Rogoff zu Wort, der sich für Negativzinsen von bis zu minus 6 Prozent stark macht. Um das durchzusetzen müsse sogar das Bargeld abgeschafft werden, damit die Negativzinsen nicht umgangen werden können durch Bargeldhaltung.

Wir haben an dieser Stelle schon mehrmals darauf aufmerksam machen müssen, dass die Provenienz „Harvard“ keineswegs für Qualität in der Volkswirtschaftslehre bürgt. Im Gegenteil. Ein bodenständiger Grundkurs in Buchhaltung ist da doch schon bereits viel mehr wert, als abstruse Theorien aus Harvard, Yale, Oxford, die per Kopfnicken kolportiert werden.

Bleiben wir gleich bei der Buchhaltung: Wenn von Negativzinsen die Rede ist, so müssen wir uns gemäss Buchhaltung zuerst einmal fragen, von welchen Zinsen denn überhaupt die Rede ist? Von den Aktivzinsen der SNB oder von den Passivzinsen der SNB?

Aktivzinsen wären Zinsen auf Krediten, welche die SNB gewährt. Passivzinsen sind Zinsen auf Krediten, welche die Wirtschaft der SNB gewährt also Zinsen auf den Guthaben der Banken bei der SNB.

Und bereits bei dieser Frage leuchten schon alle Warnlampen feuerrot auf. Denn keiner von den Starökonomen, noch die SNB, noch die NZZ differenzieren diesbezüglich.

SNB-Chef Thomas Jordan, ebenfalls Harvard-Abgänger, behauptet, die SNB würde die Schweizer Wirtschaft ankurbeln mit Negativzinsen. So meint es auch Harvard-Star Rogoff. Deshalb fordert er auch eine Abschaffung von Bargeld, das auf der Passivseite der Zentralbankbilanz verbucht wird.

Die herrschende Lehre in der Geldtheorie unterscheidet leider nicht zwischen Aktiv- und Passivzinsen einer Zentralbank. Diese Oberflächlichkeit ist für die Geldpolitik fatal. Seit Jahrzehnten plappern in Harvard und Yale und Oxford und in allen Zentralbanken der Welt einfach alle einander nach: Man senke die Zinsen, und die Wirtschaft werde angekurbelt.

Von welchen Zinsen nun die Rede ist – darob foutieren sich die Gelehrten in der Wirtschaftswissenschaft. Das müssen wir ändern.

Von welchen Zinsen spricht Jordan? Von den Aktivzinsen der SNB? Also von den Zinsen auf den Krediten, welche die SNB der Wirtschaft gewährt?

Die SNB gewährt ja der Schweizer Wirtschaft gar keine Kredite. Das beweist ihre Bilanz. Also kann es sich auch nicht um die Aktivzinsen der SNB handeln. Die sogenannten „Leitzinsen“ (Aktivzinsen), sind eine Farce, da die SNB davon keinen Rappen gewährt.

Wenn in der herrschenden Geldtheorie von Zinssenkungen die Rede ist, so meint sie aber generell die Aktivzinsen der Zentralbank – die Zentralbank gewähre der Wirtschaft günstige Kredite. Darauf verlange sie einen tiefen Zinssatz.

Und je tiefer dieser Zinssatz sei, den die Zentralbank von der Wirtschaft verlange, desto mehr werde die Wirtschaft angekurbelt.

Nein. Es geht hier also um die Passivzinsen der SNB.

Klar doch. Auf der Passivseite der SNB-Bilanz erhebt die SNB Strafzinsen auf den Guthaben der Banken bei der SNB. Wenn die SNB die Negativzinsen tiefer in den Negativbereich drückt, so gewährt sie dadurch der Wirtschaft keineswegs Kredite zu einem günstigeren Zinssatz, wie das die Starökonomen behaupten, sondern im Gegenteil: Die SNB hebt so die Strafzinsen an.

Es ist nun einfachste Logik: Sinkende Zinsen auf Krediten, die eine Zentralbank gewährt, sind unter keinen Umständen zu verwechseln mit Negativzinsen respektive Strafzinsen, welche die Zentralbank auf den Einlagen der Banken erhebt.

Oder anders formuliert: Sinkende Aktivzinsen der Zentralbank haben den inversen Effekt auf die Wirtschaft wie sinkende Passivzinsen. Ersteres führt zu einer Kapitalzufuhr zur Wirtschaft und letzteres zu einer Kapitalentnahme aus der Wirtschaft.

Es ist einfach unsäglich, dass Zentralbanker und vermeintliche Starökonomen solche Irrlehren und Verwechslungen kolportieren.

SNB-Chef Jordan irrt also gewaltig, wenn er behauptet, die SNB würde mit den Negativzinsen die Schweizer Wirtschaft ankurbeln. Das Gegenteil trifft zu: Die SNB schädigt mit ihren Negativzinsen die Schweizer Wirtschaft.

Und besonders gravierend: Die SNB schädigt vor allem die tugendhaften Sparer, welche für die Wirtschaft das tragende Fundament sind. Hinzu kommt, dass die SNB mit ihrem Kapitalexport die ausländischen Volkswirtschaften ankurbelt auf Kosten der Schweizer Sparer.

Schliesslich befeuert die SNB mit ihren Strafzinsen die alternativen Investitionsmöglichkeiten in unserem Lande. Konkret bedeutet das, dass die SNB vor allem den Immobilienmarkt in der Schweiz treibt; also genau das tut, wovor sie warnt.

Wir fassen zusammen: Senkt die SNB die Zinsen in der Schweiz, so bedeutet das, dass sie ihre Passivzinsen senkt und damit der Wirtschaft Kapital entzieht. Dies ist gleichbedeutend, wie wenn sie ihre Aktivzinsen anheben würde.

Damit schädigt sie die Schweizer Wirtschaft. Sie kurbelt sie nicht an, sondern sie drosselt sie.

An die Schweizer Politiker und Politikerinnen geht der Aufruf, die abstrusen Behauptungen der SNB und insbesondere ihres Chefs Jordan nicht für bare Münze zu nehmen. Die Wirtschaftswissenschaft steckt noch in den Kinderschuhen und strotzt nur so von Irrlehren.

Besonders gravierend dabei ist, dass sich die Zentralbanken als unfehlbar halten und den Fortschritt in der Wissenschaft unterdrücken. Diese Haltung der SNB hat nun bereits zu Schulden der Schweizer Notenbank von über 700 Milliarden Franken – also fast 100‘000 Franken pro Kopf der Bevölkerung – geführt. Das ist unakzeptabel.

Es ist dringend notwendig, die SNB effizienter zu kontrollieren. Es darf nicht sein, das die SNB unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit die Schweizer Wirtschaft und insbesondere die Sparer dermassen schädigt.

Es gilt, der Misswirtschaft der SNB ein Ende zu setzen. Die fast 15 Milliarden Franken Verlust für das Jahr 2018 sind Verluste, die noch nicht einmal realisiert sind und deren Risiken somit weiter bestehen.

Man beachte: Buchverluste sind viel gefährlicher als realisierte Verluste, da die riskanten Positionen weiterhin noch offen sind. Auch diese Gefahr verschleiert die SNB ständig. Eine SNB-PUK drängt sich auf – bevor es zu spät ist.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Lieber Urs,

    tja, der liebe @Walt Rother….mit seinem Wirken und seinen tiefen menschlichen und fachlichen Werten hat „Walti“ uns alle geprägt. Das bleibt uns auch nach dem schmerzlichen Verlust…..ja Urs, so ist es und dies hat auch seinen Preis.

    Wo geht es lang?

  2. @ Marc Meyer

    Ich antworte Ihnen aus reiner Höflichkeit, weil Sie mich so freundlich dazu auffordern.

    „Ihre Literaturhinweise sind allesamt jedoch irreführend.“

    Diese Einschätzung bleibt Ihnen völlig unbenommen, Herr Dr. Meyer. Wir leben in einer Demokratie mit Meinungsvielfalt. Ich habe Ihnen lediglich Hinweise gegeben, dass sich durchaus auch schon in der Vergangenheit manche Menschen mit dieser Thematik intensiver befasst haben. Wenn Sie hier zu anderen Einschätzungen kommen, dann nehme ich das so zur Kenntnis.

    Wie ich schon an anderer Stelle Platon geantwortet hatte: „Ansonsten sind wohl alle Argumente ausgetauscht.“

    Wenn Sie also nicht Neues vorzubringen haben, dann möchte ich mich aus dieser Diskussion verabschieden.

    Abschließend sei noch der Hinweis auf James Steuart aus dem Jahre 1767 erlaubt. Stadermann und Steiger hatten sich hiermit intensiver im Jahre 2006 befasst: http://www.raute.de/index.php?section=downloads_show&ID=810 . Insofern eigentlich alles olle Kamellen, die aber an ihrer Nützlichkeit/Erkenntniswert keinesfalls etwas eingebüßt haben.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Danke

      Ach Ja – haben sich schon viele Menschen mit dieser Thematik auseinandergesetzt?

      Interessant.

      Und alle diese Menschen haben Geld als einen Kredit der Notenbank an die Wirtschaft interpretiert, der in Form eines Multiplikators über die Banken an die Wirtschaft weitergegeben wird.

      Ich habe dem entgegengehalten, dass Geld umgekehrt eine Schuld der Zentralbank ist und somit gar nicht weiter ausgeliehen werden kann. Folgedessen gibt es auch keinen Multiplikator und zudem wird bei jedem Kredit durch eine Geschäftsbank neues Geld geschöpft, unabhängig davon, ob die Zentralbank Geld emittiert hat und unabhängig davon, ob die Bank vorher eine Einlage eines anderen Kunden erhalten hat.

      Also nochmals: Zeigen Sie mir das Zitat vor mir. Ich will keine polemischen Floskeln. Ich will ein konkretes Zitat.

      Ich warte gespannt.

      Dank und freundliche Grüsse nach Norddeutschland

      Marc Meyer

  3. Nachtrag III:

    Wer durch permantes Beleidigen von Personen des öffentlichen Interesses krampfhaft versucht, Aufmerksamkeit für seine irren Thesen zu erhaschen, wird irgendwann mit der Löschung ganz vieler Posts geadelt. So geschehen nach Ms Ausfälligkeiten gegen eine St.Galler Professorin und deren Ehemann. Sie erinnern sich, Herr Meyer?

    • Lieber Urs,

      Erschütternd, was Sie da so aus dem Nahekästchen plaudern…ist es missionarisch oder doch eher eine sadistische Veranlagung?

    • @“Urs Abderhalden“ alias alias alias

      Danke

      Sie haben ein gutes Gedächtnis.

      Tatsächlich wurden von mir im Beitrag „Ueli Maurer ist der erste, der einsieht, dass die SNB sich hoffnungslos verrant hat“ einige Kommentare gelöscht (sonst wären es über 600 gewesen). Der damalige Text hatte also grosse Beachtung.

      Ich habe aber auch ein gutes Gedächtnis und möchte Sie diesbezüglich noch an einige Punkte zu jener Episode erinnern.

      Sie schrieben mir damals unter dem Pseudonym „Walt Rother“. Sie Schlaumeier.

      Das haben Sie offenbar vergessen und sich hier einmal mehr verraten. Sie sind ein belangloser Troll, der krampfhaft versucht, die Irrlehre von SNB-Chef Jordan hier zu verteidigen – ohne Argumente – nota bene – rein polemisch. Wie immer. Wie gehabt.

      Das bringt aber die SNB und Herrn Jordan nicht weiter.Seine Irrlehre bleibt dennoch Irrlehre. Sie haben ja kein fachliches Gegenargument. Immer noch nicht. Nie gehabt.

      Dann weiter: Damals wurden sämtliche meine Texte, welche den SNB-Bankrat betrafen gelöscht: Beispielsweise einen offenen Brief an SNB-Bankratspräsident Jean Studer. Was war daran beleidigend?

      Der SNB-Bankrat schafft so kein Vertrauen zum Volk, das die SNB überhaupt nicht mehr hat.

      Dann zu ihrer Professorin, die Sie erwähnen:

      Das ist nicht irgendeine Professorin – es handelt sich um Frau Professor Monika Bütler von der Universität St. Gallen. Sie ist Bankrätin der SNB – bitte nicht verschweigen.

      Sie betreibt einen eigenen Blog „Batz“, zusammen mit ihrem Ehemann Professor Urs Birchler.

      Auf diesem Blog ist Kritik an der SNB nicht erlaubt. Meine Kritik an der Geldtheorie ist dort nicht erwünscht; das sei problematisch hiess es.

      Ich kritisierte Bankrätin Monika Bütler, dass ich es nicht korrekt finde, dass eine Bankrätin einen eigenen Blog betreibt und dort Kritik an der SNB unterbindet.

      Ich stehe noch heute dazu.

      Ein Kommentator wusste, dass ich dort nicht schreiben darf und ich fragte deshalb Frau Bütler, wie es möglich sei, dass jemand solche Internas vom Batz Blog wisse.

      Ich fragte Frau Bütler, ob ihr Ehemann, Urs Bütler, hier allenfalls schreibe.

      Frau Bütler bezichtigte mich der „Lüge“.

      Also allein die Frage ist eine Lüge. Ich denke also eher, dass Frau Bütler mich beleidigt hat. Ihre Antwort an mich wurde dann auch umgehend gelöscht, so dass ich nicht einmal mehr Antwort geben konnte.

      Ich denke nicht, dass der SNB-Bankrat auf diese Weise Vertrauen schafft.

      Der Bankrat war offensichtlich sehr nervös, weil er befürchtete, dass Bundesrat Ueli Maurer mit liest.

      Danke, dass Sie mich und die Leserschaft hier nochmals an jene Begebenheit erinnert haben.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  4. @Roman Günter

    Guten Morgen

    Sie haben behauptet, SNB-Chef Jordan habe nie gesagt, die SNB könne ihre Schulden bezahlen mit selbst gedruckten Banknoten.

    Ich habe es Ihnen schwarz auf weiss bewiesen, dass er das doch hat. Mit Zitatangabe.

    Wo ist Ihre Replik? Stehen sie dazu!

    @Michael Stöcker

    Guten Morgen

    Sie haben behauptet, ich sei nicht der erste, der die Geldschöpfung korrigiert und korrekt erklärt habe. Ihre Literaturhinweise sind allesamt jedoch irreführend.

    Wo ist Ihre Replik?

    @Urs Abderhalden, SNB-Troll

    Sind Sie nicht fähig zu einem fachlichen Kommentar? Typisch für die SNB.

    Freundliche Grüsse an alle

    Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Darüber hatten wir (und viele andere) uns schon ausführlich darüber unterhalten. Den Verpflichtungen nachkommen und Verbindlichkeiten der Girokonti abbauen, sind zwei komplett verschiedene Prozesse.

      Die Nationalbank kann grundsätzlich nicht illiquide werden und die Geschäftsbanken können grundsätzlich nicht die Geldmenge der gesetzlichen Zahlungsmittel steuern.

      Die rechtlichen und ökonomischen Grundlagen zu diesen Aussagen wurden schon auf verschiedenste Weise auf IP dargelegt und wer es immer noch nicht verstanden hat, der will (oder darf) es einfach nicht verstehen.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke

      Nochmals:

      Erstens:

      Sie haben behauptet, SNB-Chef Jordan habe nie gesagt, die SNB könne ihre Schulden mit Geld rucken abbauen.

      Doch. Hat er gesagt. Ich habe ihnen das Zitat gezeigt. Sie weichen aus. Nehmen Sie zu diesem Zitat Stellung.

      Zweitens:

      Doch. Die SNB kann illiquide werden. Ihre liquiden Mittel bestehen aus Euros, Dollars und Gold. Fällt der Wert dieser liquiden Mittel in Franken bewertet unter den Wert ihrer Schulden in Franken bewertet, so ist die SNB illiquide.

      Eigentlich ganz einfach.

      Die Behauptung von SNB-Chef Jordan und vom Schweizer Bundesrat, die Schweizerfranken der SNB seien liquide Mittel der SNB ist ein Märchen.

      Drittens:

      Rechtlich gesehen ist es glasklar: Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel der Banken. D.h. die Banken dürfen damit jederzeit eine Zahlung tätigen. Das geschieht, indem sie an die SNB einen Zahlungsauftrag erteilen. Die SNB hat auszuführen. Eben – gesetzliches Zahlungsmittel.

      Verfügt die SNB nicht über genügend Vermögen, so ist die SNB illiquide. Sie kann den Zahlungsauftrag nicht ausführen. Die Banken müssen dann ihre Forderungen gegenüber der SNB wertberichtigen und können selber anstelle er SNB Konkurs gehen.

      Viertens:

      Sie versuchen hier, Verwirrung zu stiften mit Ihrer Behauptung, Verbindlichkeiten und Verpflichtungen seien nicht dasselbe.

      Doch – sie sind dasselbe: Es handelt sich in beiden Fällen um Fremdkapital – sprich Schulden – der SNB – auf der Passivseite verbucht.

      Fünftens:

      SNB-Chef Jordan behauptet nun, er könne die Passivseite der SNB verkürzen, indem er diese verlängert.

      Hat man schon einmal etwas derartiges gehört?

      Und auf der Basis eines solchen Unsinns macht die SNB 700 Milliarden Schulden zulasten der Schweiz?

      Einfach nur unglaublich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  5. Nachtrag II:

    Wer blöd genug ist, seinen Arbeitgeber öffentlich mit schwachsinnigen Behauptungen einzudecken, kann sich nicht auf die Freiheit der Wissenschaft berufen. Macht er es doch, heisst er irgendwas mit M :-).

    • Lieber Urs,

      Warum aber zittern Ihnen die Knie und nicht denen? Offensichtlich ist Ihr Feindbild auf Marc Meyer begrenzt, in Wirklichkeit steht der „Feind“ ausserhalb dieser Seite.

    • Aber, aber, „Platon“, wer wird denn hier über Namen spekulieren?

      Interessant allerdings, dass Sie „M“ sofort als „Meyer“ lesen. Ein gewisse Analogie der Situation in Nachtrag II mit Meyers Vita scheint Ihnen durchaus naheliegend zu sein.

      Da wird Ihr Pudel aber keine Freude haben!

    • „Urs Abderhalden“

      Das Namens-Chamäleon. Seine einzige Kompetenz.

      MM

  6. Verehrte Leserinnen und Leser

    Aha!

    SNB-Tröllchen Urs Abderhalden alias schwingt sich nun zum Beitragsschreiber auf und postet „Nachträge“ (auf was?)

    Aber die 700 Milliarden Volksschulden, die unser SNB-Chef Thomas Jordan uns mit seiner bodenlos blöden Irrlehre eingebrockt hat kann das SNB-Tröllchen auch so nicht unter den Teppich kehren.

    Die masslose Dummheit in Jordans Behauptung kann uns noch den Beitritt zur EU kosten.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.S. Hätte SNB-Chef Jordan Berufsehre, so würde er zurücktreten und seine Irrlehre hier nicht vertreten lassen durch ein feiges SNB-Tröllchen.

  7. Nachtrag I

    Wer öffentlich behauptet, sein Arbeitgeber müsse Abschreibungen vornehmen, obwohl es dafür keinerlei Grund gibt aber umso mehr Reputationsschaden durch diese irre Behauptung, der sollte ebenfalls gehen. Und zwar schnell wie der Blitz!

    • Lieber Urs,

      Knallen und einen Knall haben, ja das ist zweierlei und Sie schreiben aus sicherer Eigenerfahrung? Wie fasste es George Orwell zusammen?

      „In Zeiten universeller Täuschung wird das Sagen der Wahrheit zu einem revolutionären Akt“

      Partner der SNB sind immer die Geschäftsbanken, welche angewiesen sind auf Bargeld, damit sie ihre Verpflichtungen gegenüber der SNB erfüllen können. Sie übersehen, dass die SNB selber praktisch keine Aktiven hat, diese hat sie nur im Umfang ihres Eigenkapitals. Der Rest ist Fremdkapital. Die GB geben der SNB Kredit. Daher sind sie Kreditoren und im Fremdkapital der SNB aufgeführt und daher füllt die SNB Schuldscheine aus. Schuldscheine, die durch die Aktiven gedeckt sind, die von den Geschäftsbanken zum Erhalt der Schuldscheine der SNB vorübergehend geliehen werden.

    • @“Urs Abderhalden“ alias alias alias

      SNB-Tröllchen

      Guten Morgen

      Und so meinen Sie, die Scharlatanerie-Irrlehre von

      SNB-Präsident Thomas Jordan,

      UBS-Präsident Axel Weber, dem gescheiterten ehemaligen Präsidenten der Deutschen Bundesbank

      und Jens Weidmann, dem gegenwärtigen Präsidenten der Deutschen Bundesbank und möglichen zukünftigen Präsidenten der Europäischen Zentralbankpräsidenten

      mit diesem unbeholfenen Geschreibsel gerade zu biegen?

      Sie armseliges SNB-Tröllchen.

      Wenn nur wenigstens die Physikerin Angela Merkel einsähe, welche Dummköpfe Ihre Zentralbankpräsidenten sind.

      Der Bundespräsident der Schweiz, Ueli Maurer, scheint dabei zu sein, zu verstehen, welch bodenloser Blödsinn unser SNB-Chef Jordan herauslässt.

      Hier besteht Hoffnung und ich hoffe, dass der Bundesrat bei der SNB nun endlich einmal rigoros durchgreift.

      Diese SNB-Direktion ist nicht mehr tragbar.

      Die SNB ist ein Irrenhaus.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  8. @@SNB-Troll Abderhalden alias alias

    Im Gegensatz zum gescheiterten Zentralbanker Axel Weber, vormals Präsident der Deutschen Bundesbank und heute Präsident der UBS, kann Meyer zwischen links und rechts der Notenbank-Bilanz untwrscheiden.

    Aber wir sehen es ja dem Erfolg von UBS und CS an, wohin es führt, wenn deren Präsidenten links und rechts einer Bilanz miteinander verwechseln.

    Die Aktienkurse von UBS und CS sprechen Bände.

    Vielleicht bräuchte es in diesen beiden Banken einen Meyer, der eine Bilanz versteht.

    MfG

  9. Glücklich jede Bank, die so einen intellektuellen Geisterfahrer wie Meyer rechtzeitig auf die Strasse gestellt hat. Nicht auszudenken, was passieren würde, liesse eine UBS oder CS so einen wie Meyer auch nur eine einzige Buchung vornehmen.

    • Lieber Urs,

      Sie sollten sich einen Fahrschein zum Mond kaufen…da wäre es, wohl besser für Sie…

    • @“Urs Abderhalden“ alias alias alias

      Hören Sie doch auf mit Ihrem dummen Geplapper hier.

      Immer wenn Plagiat-Jordan in grösster Bedrängnis ist mit seinem Schwachsinn, den er der Schweizer Bevölkerung vorgaukelt, kommen Sie hier und meinen, Sie könnten so Jordan retten.

      Vergessen Sie’s.

      Sein Ammenmärchen vom Geld drucken aus dem Nichts und damit die SNB Schulden bezahlen wird von bereits zu vielen Schweizerinnen und Schweizern durchschaut.

      Und die 700 M7lliarden Schulden der SNB kann er auch mit Ihnen als SNB-Troll hiwr nicht unter den Teppich kehren.

      Hätte SNB-Jordan nur geringsten Berufsstolz, würde er von selber zurücktreten.

      Marc Meyer

  10. Nachtrag II:

    Abschaffung des Goldstandards: Was sind die Konsequenzen? Was sind nicht die Konsequenzen?

    Der Goldstandard bedeutete, dass

    a) Münzen aus Gold bestanden,

    b) dass Banknoten und Giroguthaben der Banken bei der Zentralbank (Notenbankgeld) von der Zentralbank nur gegen Gold emittiert werden durften und

    c) dass die Inhaber von Notenbankgeld dieses jederzeit bei der Zentralbank gegen Gold eintauschen konnten.

    Dieser Goldstandard wurde im Verlaufe des letzten Jahrhunderts aufgehoben.

    Was sind die Konsequenzen?

    A) Die Zentralbanken können Notenbankgeld schaffen (Banknoten, Giroguthaben der Banken bei der Zentralbank) indem sie andere Vermögenswerte in ihrer Bilanz als Gold aufnehmen wie z.B. Wertschriften.

    B) Private Haushalte können nicht mehr direkt mit der Zentralbank ein Geschäft tätigen – nur noch Banken dürfen direkt mit der Zentralbank Geschäfte tätigen.

    Welches sind explizit nicht die Konsequenzen?

    Die Abschaffung des Goldstandards hat nicht zur Folge – nochmals: nicht zur Folge – dass die Zentralbank ihre Schulden bei den Banken nicht jederzeit zurückzahlen muss, wenn diese das fordern.

    SNB-Chef Jordan behauptet nun irrigerweise, aufgrund der Aufhebung des Goldstandards könne die SNB „Geld aus dem Nichts drucken“ und damit sämtliche Schulden der SNB bezahlen. (siehe seine diversen Vorträge vor den Volkswirtschaftlichen Gesellschaften Basel, Bern und Zürich).

    Aufgrund dieses Irrtums hat er 700 Milliarden Schulden zulasten der Schweiz aufgetürmt und behauptet nun, das seien keine Schulden, da die SNB einfach Geld drucken könne und so ihre Schulden wieder abbauen könne.

    Bilanztechnisch würde das bedeuten, dass die SNB ihre Schulden rechts in ihrer Bilanz reduzieren könne, indem sie die rechte Seite der Bilanz verlängert.

    Das ist absurd. Totaler Unsinn. Und so jemand reitet die Schweiz ins finanzielle Desaster?!

    Nicht bilanztechnisch, sondern rechtlich argumentiert:

    Die Behauptung Jordans würde bedeuten, dass die Banken keinen Anspruch mehr hätten auf ihre Vermögen, welche sie bei der SNB angelegt haben.

    Dies widerspräche dem Nationalbankgesetz: Denn Notenbankgeld ist ein gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist also rechtlich festgeschrieben, dass die Banken mit ihrem Geld bei der SNB jederzeit Zahlung tätigen können.

    Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so können Zahlungen mit Notenbankgeld von der SNB aber nicht mehr rechtskonform getätigt werden.

    Warum nicht?

    Weil die SNB in diesem Fall an die Empfängerbank Geld emittieren würde ohne entsprechenden Vermögenswert. Dies wäre genauso rechtswidrig wie wenn SNB-Chef Jordan durch die Bahnhofstrasse ginge und Banknoten links und rechts verschenken würde.

    Die SNB darf nur Geld emittieren mit einem entsprechenden Vermögenswert als Gegenbuchung, den er in die SNB-Bilanz aufnimmt.

    Auch gesunder Menschenverstand zeigt, dass Jordans Behauptung nicht korrekt ist: Ein Investor, der bei der SNB Vermögen parkiert hat, dürfte dieses nie mehr von der SNB abziehen. Die Bilanz der SNB könnte sich nie mehr verringern, weil die SNB dazu Vermögen veräussern müsste, was sie behauptet müsse sie nicht.

    Es ist nicht nur SNB-Jordan, der diesen unglaublichen Unfug verbreitet. Auch der gescheiterte Zentralbanker Axel Weber, heute Präsident der UBS hat keine Ahnung, wie Geldpolitik funktioniert. Dasselbe gilt für dessen Ziehsohn Jens Weidmann, heute Präsident der Bundesbank und Anwärter auf den Sessel des Präsidenten der EZB.

    Und Angela Merkle, Deutsche Bundeskanzlerin, will Europa auf einer Währung aufbauen, die von Leuten gemacht wird, welche das Einmaleins der Geldpolitik nicht kapiert haben? Als Physikerin hätte Sie durchaus eine Chance, den Unsinn der Zentralbankschefs zu durchschauen. Kriegt sie die Kurve noch?

    Hoffentlich kapiert‘s unser Bundespräsident Ueli Maurer und greift nun endlich einmal durch.

    Man kann nur hoffen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer,

      Nun, wo auch die BOE und die Deutsche Bundesbank erkannt haben, dass Geld eine Schuld der Zentralbank darstelle, bemühen sich die SNB und ihre Apologeten Geld als Schuld der SNB einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss. Es ist der verzweifelte Versuch glaubhaft zu machen, dass es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital handele. Wer hinter dieser Mechanismen der Macht steht ist viel einflussreicher als Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Herr Bundesrat Ueli Maurer (beide am Ende ihrer Laufbahn als Politikdarsteller). Man darf auch nicht vergessen, dass es sich überwiegend um Persönlichkeitsprofile handelt, die sich durch gemeinsame Charakterschwächen auszeichnen. Irgendwann, wird das „System“ politisch nicht mehr haltbar sein…

    • @Platon

      Guten Abend Platon

      Danke

      Unser Bundespräsident Ueli Maurer hat immerhin eingesehen, dass mit der Bilanz der SNB etwas nicht stimmt.

      Und als Bundespräsident und im Spätherbst seiner Laufbahn kann er es sich auch leisten, das kundzutun. Man kann ihm nicht mehr gefährlich werden.

      Ich hoffe, er erkennt auch die ganze Scharlatanerie und Gefährlichkeit unserer Nationalbank. Und ich hoffe, er zieht die Reissleine und greift durch.

      Ein Nationalbank-Direktorium, das nachweislich links und rechts der eigenen Bilanz verwechselt, gehört abgesetzt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. @Leserinnen und Leser

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Es ist immer das gleiche Verhaltensmuster der Anhänger der Irrlehre von SNB-Chef Jordan:

    Wenn die Diskussion hier sich dem Ende zuneigt, kommen sie herein und verteidigen, garniert mit viel ablenkender Polemik, die abstruse Irrlehre unseres Nationalbank-Chefs.

    Die da lautet: Die SNB kann mit Banknoten sämtliche ihrer Schulden begleichen.

    Aber aufgepasst: Woraus bestehen die Schulden der SNB?

    Richtig: Aus Banknoten und den Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Also unser Nationalbankchef und seine Getreuen hier behaupten doch tatsächlich, die SNB könne ihre Schulden abbauen mit noch mehr Schulden.

    Ich glaube ich bin im falschen Film.

    Das ganze wäre ja sogar noch tragisch-komisch: Ein Harvard-Professor und Chef unserer Nationalbank kann links und rechts der SNB-Bilanz nicht voneinander unterscheiden.

    Das tragische an der Sache ist aber, dass die Schweiz nun aufgrund dieses Irrtums ihres SNB-Chefs und seiner überwiegend deutschen Supportern hier 700 Milliarden Schulden hat gegenüber den Banken.

    Das sind Schulden der Schweiz gegenüber den Banken. Kann die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht mehr zurückzahlen, so gehen die Banken Konkurs. Wir Schweizer haben dann ein Problem – ein grosses Problem.

    Und unser lieber SNB-Chef behauptet, die SNB können nun einfach Banknoten drucken und so ihre Schulden wieder abbauen.

    Sorry – es gilt nun endlich Klartext zu reden: SNB-Chef Jordan und seine Mitläufer bei der SNB gehören nun endlich abgesetzt.

    Eine SNB-PUK gehört eingesetzt!

    Sind wir eigentlich im Irrenhaus?

    Ich hoffe, Bundespräsident Ueli Maurer durchschaut den Bilanz-Schwindel der SNB und greift endlich durch.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie sind nicht im falschen Film, nur auf der falschen Realitätsebene.
      Dass die SNB mit Banknoten sämtliche ihrer Schulden begleichen wolle, behaupten nur Sie selbst und Platon.

    • @Roman Günter

      Danke

      Vielleicht sollten Sie einmal an einen Vortrag von SNB-Chef Jordan oder zumindest auf der Home Page der SNB einen solchen nachlesen.

      „Braucht die Nationalbank Eigenkapital?“ Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel.

      Auf Seite 6 steht:

      „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann.“

      Stellen Sie sich endlich der Realität.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Platon

      Danke

      Die SNB und ihre drei Musketiere hier drehen sich im Kreis.

      Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

      Zeit, dass sich SNB-Chef Jordan abmeldet, mit seinem Mist, den er behauptet.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. Herr Michael Stöcker, Herr Roman Günter,

    auch ich möchte Ihnen für Ihre unermüdlichen Versuche danken, Herrn Meyer und Platon auf den Weg in die reale Welt zurückzuführen. Ich lese noch ab und zu hier mit, sehe persönlich jedoch kein Chance, den Herren die Realität in Bezug auf die Funktion der Zentralbank begreiflich zu machen.

    Zu meiner älteren Analyse von Meyers seltsamer Zentralbanktheorie ein Auszug:

    „Zurück jedoch zu Meyers Behauptung, dass Geschäftsbanken mit Guthaben bei der SNB jederzeit von dieser die Herausgabe von Vermögenswerten der SNB fordern können. Die Geschäftsbanken sind bereits im Besitz von „gesetzlichen Zahlungsmittel“. Was also können sie noch fordern? Die SNB hat ihnen doch gesetzliche Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt.“

    Zum Nachlesen empfohlen:
    Dr. Marc Meyer und die Geisterfahrer, Teil 5, Holzköpfe der SNB und BuBa

    LG
    Rudolf Müller

    • Guten Morgen Herr Rudolf Müller,

      Da haben Sie sich, aber, weit aus dem Fenster gelehnt. Chapeau, hoch 3x ! Schliesslich braucht man Schuldige. Und die Reise nach Jerusalem kann dann mit neuen Vorzeichen aber mit den selben Protagonisten weitergehen.

    • Der Herr Rudolf Müller zitiert sich selber und möchte gerne Reklame für sein Käseblättlein in elektronischer Form machen.

      So soll er doch.

      Es ginge auch viel einfacher: Mit einem Grundkurs für Herrn Jens Weidmann und dessen BuBa-Angestellte.

      Marc Meyer

  13. Lieber Platon,

    ich möchte Ihnen Ihren Glauben nicht nehmen; insbesondere deshalb nicht, weil ich ansonsten mit vielen Ihrer Aussagen übereinstimme. Aber Zentralbankgeld ist spätestens seit der Aufhebung des Goldstandards auch für eine Zentralbank keine juristische Schuld mehr; auch dann nicht, wenn Ihre volkswirtschaftliche Analyse durchaus korrekt ist. Allein, es fehlt die rechtliche Dimension.

    Die Zentralbank schuldet einzig und allein der Bevölkerung ein stabiles Geld. Und nur daraus lässt sich indirekt ableiten, dass sie nicht unbegrenzt staatliche Schuldscheine ankaufen darf, weil ansonsten die Inflationsrate außer Kontrolle geraten kann. Aber einen unmittelbaren Rechtsanspruch können Sie aus einer Banknote ebenso wenig ableiten, wie eine Geschäftsbank mit ihren Zentralbankguthaben.

    Sie können mich aber auf ganz einfache Weise falsifizieren. Gehen Sie einfach zur SNB und verlangen gegen Vorlage einer 1.000 Frankennote die Herausgabe einer entsprechenden Menge Gold, Aktien oder anderer Wertpapiere.

    Im Gegensatz zu von Hayek halte ich es mehr mit der empirischen Evidenz; zumal die Versuchsanordnung in diesem speziellen Fall äußerst trivial ist.

    Ansonsten sind wohl alle Argumente ausgetauscht.

    LG Michael Stöcker

    • Guten Abend Herr Michael Stöcker,

      Besten Dank für Ihre hervorragenden Beiträge die ich in einem Punkt nicht teile.

      Das Tragische ist, dass es sich hierbei nicht um meinen „Glauben“ handelt, sondern die SNB sogar selber sagt – aber unter dem jetzigen Präsidenten genau konträr handelt. Dass der Herr Prof. Jordan dann das Gegenteil auch noch in einem seitenlangen Pamphlet zu beweisen versucht ist grotesk:

      http://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

      Prof. Jordan irrt auf ganzer Linie, wenn er behauptet:

      Anfang Zitat:

      „Zum einen kann eine Zentralbank nicht illiquid werden.“

      Ende Zitat.

      Der SNB-Frontman verwechselt offensichtlich Aktiven und Passiven, denn das Geld der SNB ist eine Schuld derselben und keine Liquidität! Liquidität ist immer ein Aktivum! Niemand kann sich immer mehr verschulden und behaupten, er sei liquid, auch unsere SNB nicht, denn Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachzukommen – und das von der SNB emittierte Geld ist ja gerade die Zahlungsverpflichtung, die Schuld der SNB und nicht ihr Vermögen.

      Die SNB – sie hat diese Seite mittlerweile vom Netz genommen – schrieb selbst:

      Anfang Zitat:

      „Autonome Geldpolitik
      Eine autonome oder eigenständige Geldpolitik bedeutet, dass eine Zentralbank ihre Geldpolitik an den Bedürfnissen des eigenen Landes ausrichtet. Weil zwischen der Geldpolitik und der Währung eines Landes ein Zusammenhang besteht, ist eine autonome Geldpolitik nur möglich, wenn der Wechselkurs der Währung frei schwanken kann. Soll der Wechselkurs jedoch gegenüber einer Fremdwährung auf einem bestimmten Kurs gehalten werden, muss die Zentralbank immer dann ihre eigene Währung kaufen oder verkaufen, wenn Abweichungen von diesem Kurs drohen. Mit solchen Käufen oder Verkäufen beeinflusst sie die Geldversorgung im eigenen Land: Kauft sie von den Banken Fremdwährungen, um eine Höherbewertung der eigenen Währung zu verhindern, verfügen die Banken über eine grössere Menge der Landeswährung, ihre Liquidität nimmt zu. Verkauft die Zentralbank Fremdwährungen, um den Wechselkurs der eigenen Währung zu stützen, dann verringert sich die Menge an Landeswährung, die Liquidität wird verknappt. Mit der Verpflichtung, einen bestimmten Wechselkurs zu verteidigen, verliert die Zentralbank die Kontrolle über die Geldversorgung und über die Höhe der kurzfristigen Zinsen. Ihre Geldpolitik entspricht der Politik des Landes, an dessen Währung die eigene Währung gebunden worden ist.“

      Ende Zitat.

      Quelle:
      http://web.archive.org/web/20110923021152/http://www.snb.ch/d/welt/glossary/a.html

      Danke für das offene und konstruktive Gespräch.

  14. Pleytemarton hat mal wieder seine Meister gefunden: Wahnsinn, wie Stöcker und Günter den Wahn Meyers in die Schranken weisen!
    Insideparadeplatz.ch muss den beiden sehr dankbar dafür sein, dass der Blog nicht vollends an die Obskuriker, Geisterbeschwörer und Uriellakopien verloren geht.
    Darum ein grosses DANKESCHÖN!

    • Lieber Urs,

      Nein, wir haben zu danken. Das reicht natürlich nicht. Deshalb kaufen Sie sich ein paar gute Bücher, statt im Internet nach Bestätigungen irrationaler Wünsche zu suchen!

  15. Guten Tag Herr Michael Stöcker,

    „Mit was bitte schön bezahlt die SNB ihre Mitarbeiter, Orell Füssli…, um die eingegangenen Schuldverhältnisse zu erfüllen???“

    Wie jede andere Firma auch zahlt die SNB selbstverständlich den Aufwand aus der Erfolgsrechnung.

    Zentralbankgeld ist immer Passivum der SNB und Liquidität ist immer Aktivum. Geld, also das Fremdkapital der SNB, muss immer gedeckt sein durch Aktiven, die diesen Namen auch verdienen, andernfalls ist die Währung angreifbar. Nicht umsonst verlangt die SNB von einem notenbankfähigen Wertpapier im Allgemeinen Marktfähigkeit und Bonität des Schuldners. Das OR sieht vor, dass bei Verlust der Hälfte des Eigenkapitals gesetzliche Folgen eintreten. Liquidität wird denn auch definiert als Fähigkeit, seinen Verpflichtungen jederzeit und vollumfänglich nachzukommen, bzw. die Möglichkeit, die Aktiven in Geld umzuwandeln, was bei der SNB heisst, die Aktiven zu veräussern und so das ausstehende Geld einzusammeln und damit die Währung zu stützen.

    Lieber Herr Stöcker, die SNB kann nicht nur ein bisschen schwanger sein….

    • „die SNB kann nicht nur ein bisschen schwanger sein….“

      Oh doch, lieber Platon. Warum sollte sie etwas nicht können, was die Bundesbank konnte: https://blogs.faz.net/fazit/2017/06/13/als-die-bundesbank-einmal-pleite-war-8833/ oder aber auch die Zentralbank Tschechiens: https://blogs.faz.net/fazit/2015/04/05/zwoelf-jahre-lang-insolvent-und-trotzdem-quietschfidel-was-bedeuten-verluste-fuer-zentralbanken-1-5501/ ?

      Für Zwittergestalten gelten durchaus andere Regeln als für normale Unternehmen.

      LG Michael Stöcker

    • Noch ein Hinweis sei erlaubt: Ein Aufwand kann selbstverständlich NICHT aus der Erfolgsrechnung BEZAHLT werden. Bezahlen kann man nur mit einem Zahlungsmittel. Eine solche Position findet sich nicht in der Erfolgsrechnung, da es sich bei einem Zahlungsmittel um ein Bestandskonto handelt und gerade nicht um ein Erfolgskonto.

      LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Michael Stöcker,

      woraus bezahlt die SNB eigentlich ihre Angestellten oder beispielsweise Dienstleistungserbringer war Ihre Frage.

      Meine Antwort: Wie jede andere Firma auch zahlt die SNB selbstverständlich den Aufwand aus der Erfolgsrechnung.

      Die Erfolgsrechnung (in Deutschland Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) genannt) ist nichts anderes als das detaillierte Eigenkapitalkonto, welche die unter dem Jahr stattfindenden Eigenkapital-Zu- und -Abgänge differenziert ausweist. Folglich ist die (ER-GuV) nichts anderes als ein Unterkonto der Bilanz, weshalb sie ja folgerichtig auch Ende Jahr im Eigenkapital saldiert wird. Dass die Bilanz das Vermögen (Aktiven) den Schulden (Passiven) gegenüberstellt, erscheint mir unter dem Aspekt von Arithmetik und Logik durchaus sinnvoll. Diese Rechnung macht ja schliesslich auch ein Buchhaltungsunkundiger, indem er seine Verpflichtungen seinen Gütern gegenüberstellt. Die Differenz zwischen Vermögen und Schulden wiederum ist das Eigenkapital, das Reinvermögen. Die SNB deklariert deshalb nur hochliquide Wertpapiere als notenbankfähig, damit sie eben ihr Liquiditätsproblem möglichst gering hält. Es gibt kein schuldfreies Schuld-Geld. Einzig Warengeld ist schuldfrei. Wenn Geld schuldfrei wäre, hätte ja niemand ein Guthaben. Wenn man kein Guthaben hat, hat man nichts zugut. Wenn man nichts zugut hat, hat man leere Taschen – dieses Geld ist wertlos. Schuld-Geld bezieht seinen Wert ja genau aus der Schuld! Wenn man aber ein Guthaben hat, muss jemand etwas schuldig sein.

    • Es ist schon immer wieder faszinierend, die Herren Platon und Meyer zu beobachten, wie sie sich in ihrer Fantasiewelt drehen und winden. Das Denken als subversive Aktivität erreicht hier ganz neue Qualitäten.

    • Guten Tag Herr Roman Günter,

      Wenn Sie nichts zum Thema beizutragen haben, halten Sie sich gefälligst zurück. Wie borniert muss einer sein, anderen eine ideologische Brille zu unterstellen, selber es aber nicht für notwendig erachtet, aus einem Ein-, einen Zweizeiler zu erstellen und dies zu begründen. Erkennen Sie nicht den offensichtlichen Unterschied, eine Meinung vertreten zu dürfen, Beleidigungen hingegen zu unterlassen?

    • „Schuld-Geld bezieht seinen Wert ja genau aus der Schuld!“

      Da bin ich voll auf Ihrer Seite. Ebenso zu Ihren Ausführungen zu EK und GuV. Aber das war ja hier nicht das Thema. Insofern haben Sie leider nicht schlüssig belegt, warum Zentralbankgeld für eine Zentralbank KEIN gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern reden um den heißen Brei herum.

      „Wenn man aber ein Guthaben hat, muss jemand etwas schuldig sein.“

      Dann holen Sie sich doch „einfach“ ein paar Euro von der SNB und gehen damit in Italien shoppen. Oder lassen Sie sich Ihr Bad mit schönen Fliesen aus Italien oder Spanien renovieren; am besten von einem italienischen Fliesenleger. Als unökologische Alternative können Sie natürlich auch einen dieser röhrenden italienischen Sportwagen erwerben, die bei schönem Wetter die zu kurz gekommen Männer in Zürich zu Höchstform bringen. Das entlastet nicht nur die Bilanz der SNB, sondern erfreut zugleich das marode italienische Bankensystem (ok, dafür müssten das wohl sehr viele Schweizer Bürger machen, damit es zu einem spürbaren Effekt kommt). Die SNB ist lediglich die Parkstation für die geldverliebten Schweizer, die immerwährende Leistungsbilanzüberschüsse erzielen möchten. Diese chrematistische Eigenschaft teilen die Schweizer mit den Deutschen.

      Platon war hier übrigens mit seinen Überlegungen zur Pleonexie einen großen Schritt weiter. Sein Hauptbedenken war, dass man sich zu sehr um sein Geld sorgt und der destruktiven Kunst der Chrematistik nachgeht: http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_138_177-187.pdf

      LG Michael Stöcker

    • Guten Morgen Herr Michael Stöcker,

      so habe ich nicht belegt? Das ist Ihre Behauptung. Tatsache ist, sämtliches Vermögen wird in der Volkswirtschaft erschaffen – weder SNB noch Geschäftsbanken erschaffen Vermögen. Sie machen nur das Vermögen umlauffähig, handelbar, fungibel – in diesem Schuldgeldsystem mit gesetzlichem Zahlungsmittel. Bargeld ist ein Schuldschein der SNB; Buchgeld (Giroguthaben der Geschäftsbanken bei der SNB) ist eine Schuldanerkennung der SNB. Dieses Geld entsteht dadurch, dass die SNB einer Geschäftsbank Aktiven abkauft und dafür eine Schuld anerkennt. Die Geschäftsbanken haben das Recht (und die Pflicht) dieses Aktivum zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen gegen Rückgabe dieser Schuldscheine, bzw. Schuldanerkennungen der SNB. Das Wort Schuldschein für Bargeld macht auch heute durchaus noch Sinn, denn die GBs haben mit der SNB einen Vertrag, wann und zu welchem Nominalwert (an Schuldscheinen – Bargeld – bzw. Schuldanerkennungen – Buchgeld) sie ihre Aktiven gegen Rückgabe dieses Schuldscheines wieder auslösen können/müssen; ausserdem wird das verkaufte Wertpapier ja beim Kauf bewertet und mittels entsprechendem Nominalwert (Preis) ausgezeichnet – die SNB bestätigt diese Schuld ja eben mit Gutschrift bzw. Ausgabe des entsprechenden ZBG, sie schuldet den Kaufpreis. Zudem ist Bargeld in der SNB-Bilanz ja als Fremdkapital ausgezeichnet, weshalb buchhalterisch offensichtlich ist, dass es sich um eine Schuld der Bank bzw. um einen Kredit der GB an die SNB handelt. Man könnte diesen Geldschein durchaus auch als Quittung für den Erhalt des vorübergehend verkauften Wertpapiers bezeichnen. Massgebend ist ja nicht, wie wir ihn benennen, massgebend ist, dass es jeder versteht, da viele meinen, Bargeld sei Vermögen der SNB, was offensichtlich falsch ist.

    • Guten Tag, Platon

      Das Denken als subversive Aktivität ist ein schon seit langem im Rahmen von Kunst und Debatten verwendeter Begriff. Kluges Denken hat disruptives Potential in festgefahrenen Diskussionen. Es kann aber umgekehrt auch dazu verwendet werden, um den ideologischen Kern durch Deflektionen kritischer Fakten zu schützen und das machen Sie und Herr Meyer mit erstaunlicher Beharrlichkeit – das sind die neuen Qualitäten.
      Herr Meyer reist schon seit einiger Zeit in der Schweiz umher und versucht seine ideologischen Inhalte zu missionieren. Platon scheint ihm nahezustehen. Und darum, Platon, sehe ich Sie nicht als jemanden, der hier einfach eine persönliche Meinung vertreten will – Sie haben sich dem Kreuzzug angeschlossen.

      Beste Grüsse

    • Guten Morgen Herr Roman Günter,

      „Herr Meyer reist schon seit einiger Zeit in der Schweiz umher und versucht seine ideologischen Inhalte zu missionieren….Und darum, Platon, sehe ich Sie nicht als jemanden, der hier einfach eine persönliche Meinung vertreten will – Sie haben sich dem Kreuzzug angeschlossen.“

      Herr Meyer hat als Privatmann die Geldpolitik der SNB kritisiert und dafür – seine Arbeit bei der UBS verloren und aus den Medien verbannt wurde. Das als Kreuzzug zu interpretieren an dem ich mich angeschlossen haben soll; erweckt den Eindruck, als hätten Sie sich als Barkeeper einen Mix hochprozentiger Fachwörter genommen und sie mit ein paar seltsamen Eigenkreationen versehen, um den Gott sei Dank wenigen Lesern einen in wenigen Teilen korrekten, in weiten Teilen sinnfreien und völlig falschen Cocktail zu kredenzen.

    • Guten Abend Herr Roman Günter,

      Ich empfehle Ihnen „Led Zeppelin“ – When The Levee Breaks. Es gibt keine grössere Gefahr für die Demokratie als die, dass sich die Bevölkerung in der Illusion wiegt, einer deformierten Geldpolitik zu vertrauen, bzw. hinzunehmen, dass die Demokratie zur Oligarchie umgestaltet. Mittlerweile durchblicken 90% der Parlamentarier aufgrund schlechter oder falscher Bildung ihre eigene Tätigkeit nicht mehr und degradieren sich zu Ja-Sagern gegen hohes Entgelt. Stichwort: Mindestkurs..Seit 1991 sind in den klassischen Exportindustrien (Pharma, Uhren, Maschinen, Finanzdienstleistungen) per Saldo Stellen abgebaut worden. Gemessen an der Bevölkerung ist die Beschäftigung in diesen Sektoren um rund 14 % geschrumpft!. Quelle.BFS, SECO, OECD.

    • Guten Tag, Platon

      Mit dem Damm wären hier wohl die Devisenreserven gemeint und da bestehen tatsächlich Risiken. Wie auch die Negativzinsen gewisse negativen Effekte mit sich bringen. Aber das wurde ja nicht in Abrede gestellt. Nur die Interpretation zu Ausfallrisiken der Girokonti.

      Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
      Freundliche Grüsse

    • Guten Tag Herr Roman Günter,

      schliesslich sagt man ja Geldpolitik, und nicht etwa Geldwahrheit…..auch ich wünsche schönes Wochenende

  16. @ Marc Meyer: Multiplikator-Theorie

    „Erst Falls jemand anders das geschrieben hat vor mir, so bitte ich Sie um den Literaturhinweis.“

    Ich hatte Ihnen schon mal vor einiger Zeit eine Reihe von Informationen mit Links zukommen lassen, die Sie allerdings bislang scheinbar stoisch ignoriert haben. Aber vielleicht helfen ja meine heutigen Hinweise.

    Alan Holmes, Urgestein des Fed aus dem Jahre 1969 in „Operational Contraints on the Stabilization of Money Supply Growth“:

    „In the real world, banks extend credit, creating deposits in the process, and look for the reserves later.“ http://www.bos.frb.org/economic/conf/conf1/conf1i.pdf

    Basil Moore 1988 in „Horizontalists and Verticalists: The Macroeconomics of Credit Money“:

    „The ‘Horizontalist’ notion…implies, for example, that the entire literature on monetary control and on monetary policy, IS-LM analysis, the Keynesian and the money multiplier, liquidity preference, interest rate determination, the influence of public sector deficits on the level of domestic interest rates, growth theory, and even the theory of inflation must be comprehensively reconsidered and rewritten. […] Virtually everything written in the monetary, macro- and growth literature – [is] either misspecified or incomplete. Such fundamental theoretical misspecification renders all accompanying empirical parameter estimates highly suspect.“

    Randall Wray 1990 in „Money and Credit in Capitalist Economies; the Endogenous Money Approach“:

    „This does not mean that the central bank has no control over the financial system, but that its control does not operate through the base and a simple `money multiplier.'“

    Und 2012 schrieb Renée Menéndez (der wahre Meister der Wortgirlanden aka enigma: https://blog.zeit.de/herdentrieb/2016/12/05/kapitalmarktunion-eine-gefahr-fuer-die-finanzmarktstabilitaet_10053?sort=asc&comments_page=15#comment-217957 )

    „Viel interessanter ist jedoch die nicht kommunizierte (und irrige) Motivation der Bankenlandschaft sich von dem Beschränkungspotential der Bargeldhaltung zu befreien. Dahinter steht die unsubstantiierte Vermutung, daß die Abschaffung des Bargeldes für die Banken die Beschränkungen der Kreditvergabe aufheben würde, weil ja dann – so die fehlerhafte Geldtheorie – der „Kreditmultiplikator“ gegen unendlich streben würde. Dieser Denkfehler, der sich durch so gut wie alle Lehrbücher der Geldtheorie zieht stellt tatsächlich in Aussicht, daß sich Banken von ihrer Abhängigkeit von der Zentralbank emanzipieren könnten.“ https://soffisticated.wordpress.com/2012/04/11/verirrungen-zwischen-giralgeld-und-zentralbankgeld/

    Es ist ja schön und gut, dass Sie die alten Falschdarstellungen kritisieren, die auch heute noch die Köpfe verwirren. Aber gestehen Sie sich doch bitte endlich ein, dass Sie etwas erkannt haben, was vor Ihnen auch schon manch andere erkannt und kritisiert haben. Und gehen Sie einfach mal davon aus, dass dies auch in Zentralbankkreisen alles weitgehend bekannt ist. Ulrich Bindseil (EZB) hatte nämlich 2013 eine kritische Würdigung zum Buch von Basil Moore verfasst:

    „Twenty-five years ago, Basil Moore did a remarkable job in refuting the leading doctrines of ‘verticalism’ and monetary targeting. The developments since then have corroborated his theory and his views in a remarkable way.

    The heritage left by his book, the intellectual deepness of his thoughts, and the clarity with which his ideas were put forward have, in our view, made Horizontalists and Verticalists a key contribution to monetary economics. This book has stood the test of time and is still a must-read for anyone interested in understanding the functioning of the monetary system and the relationship between the banking and financial sector and the central bank.” https://www.elgaronline.com/view/journals/roke/1-4/roke.2013.04.01.xml?

    “Der Gipfel der Frechheit ist, dass der Autor von der Universität Hamburg ein Copyright beansprucht für das, was er von mir abgeschrieben hat ohne zu zitieren.“

    „Der Gipfel der Frechheit“ wird wohl eher sein, dass „der Autor von der Universität Hamburg“, Mihcael Paetz, von Ihnen noch nicht einmal Kenntnis hat.

    @ KKP

    We agree to disagree.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Besten Dank für Ihre Ausführungen

      Meine Arbeiten gehen auf das Jahr 1982 (Lizentiatsarbeit an der Universität Basel) zurück, wo ich die damals herrschende Geld- und Fiskalpolitik heftig kritisierte. Also noch Jahre vor Basil Hume (1988).

      Wenn Sie also Hume zitieren mit

      „must be comprehensively reconsidered and rewritten. […] Virtually everything written in the monetary, macro- and growth literature – [is] either misspecified or incomplete..”

      So sind das Plattitüden, die ohne jeden wissenschaftlichen Gehalt sind.

      Ich hingegen habe klar gezeigt, dass Geld kein Kredit der Zentralbank an die Wirtschaft ist, sondern umgekehrt eine Verschuldung der Zentralbank gegenüber der Wirtschaft. Sie selber haben das ja bis heute noch nicht begriffen und wollen mir weismachen, man wisse dies schon seit Jahrzehnten.
      Herr Stöcker – öffnen Sie doch Ihre Augen.

      Auch von Alan Holmes, „Urgestein des Fed“ sehe ich nirgends, dass er explizit darauf hinwies, dass Geld einen Schuld der FED gegenüber der US-Wirtschaft sei.

      Oder hat er das irgendwo geschrieben? Zeigen Sie es mir.

      Und wo hat irgendwer mit Buchungssätzen die herrschende Geldtheorie widerlegt? Zeigen Sie es mir.

      Sie wissen so gut wie ich, dass sämtliche Lehrbücher bis zu meiner Kritik Geld als einen Kredit der Zentralbank an die Wirtschaft betrachtet haben, der dann weitergegeben wird. Ich habe das als erster widerlegt. Sorry.

      Auch die SNB hatte diese Irrlehre auf ihrer Home Page bis vor zwei Jahren. Sie hat diese Irrlehre nun klammheimlich vom Netz genommen und Plagiat-Jordan tut nun so, als ob er das schon lange gewusst hätte.

      Und warum haben Sie – Herr Stöcker – die Irrlehre nicht öffentlich korrigiert, wenn diese ja schon lange vor mir als solche bekannt war?

      Antwort: Sie konnten gar nicht, weil Sie bis heut noch dieser Irrlehre nachhängen.

      Und ob der Herr von der Universität Hamburg, der meine Theorie übernommen, von mir gehört hat oder nicht zeigt nur dass er von der Bank of England übernommen hat, die von mit abgeschrieben hat.

      Und die Kaufkraftparitätentheorie habe ich auch ganz klar wiederlegt.

      Sie schreiben jetzt schon das hundertste Mal „we agree to disagree“.

      Bleiben Sie doch auf diesem Spatzenniveau der wissenschaftlichen Diskussion.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  17. @Stöcker

    Noch etwas:

    Der Gipfel der Frechheit ist, dass der Autor von der Universität Hamburg ein Copyright beansprucht für das, was er von mir abgeschrieben hat ohne zu zitieren.

    Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer,

      grämen Sie sich nicht die Wahrheit lässt sich nicht aufhalten. Das Ganze erinnert sehr an eine kollektiv-sozialistische Produktion, nur mit dem Nachteil, dass die Beteiligten ihre Rolle nicht verstehen. Im Sozialismus ist alles glasklar, der Kapitalismus wird allen auf ewig ein Rätsel bleiben.

    • @Platon

      Vielen Dank

      Es ist doch alles so glasklar: Links / rechts oder plus / minus.

      Ja. an der Wahrheit führt kein Weg vorbei.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. @Michael Stöcker

    Danke für Ihren Beitrag

    Erstens:

    Am Big-Mac-Index lässt sich sehr schön zeigen, dass der Wert einer Ware in Franken bewertet nicht einen Rückschluss auf den Aussenwert des Frankens geben kann. Es spielt überhaupt keine Rolle, welches Gut man nimmt, oder einen Warenkorb. Es kommt auf genau dasselbe heraus.

    Damit ist die Kaufkraftparitätentheorie widerlegt – ein für allemal.

    Habe Sie auch nur eine geringste Ahnung von Analyse? Oder sind Sie einfach der Meister der Wortgirlanden, wie hier einst ein bekannter Kommentator schrieb?

    Zweitens:

    Zuerst muss wahrscheinlich die Bank of England hier wieder abschreiben, bis auch Sie es merken, dass der Kaufkraftparitätentheorie ein vollkommener Blödsinn ist – wie damals die Geldmultiplikatortheorie auch.

    Drittens:

    Herr Jordan?

    Er hat 700 Milliarden Schulden gemacht aufgrund der irrigen Kaufkraftparitätentheorie.

    Er bezeichnet die Notenbankgeldmenge als „Liquidität“ der SNB. Er verwechselt somit links und rechts der Notenbankbilanz. Im Strassenverkehr hätte er längst sein Billet für seinen Macho-Wagen abgeben müssen, wenn er links und rechts verwechselt.

    Er, Plagiat-Jordan, hat auch behauptet, Geld entstünde aus einem Kredit der SNB, der dann an die Banken weitergegeben wird abzüglich der gesetzlichen Reserve. D.h. Geld-Muliplikator-Theorie.

    Erst nachdem ich das hier erstmals widerlegt hatte und zudem mit Buchungssätzen bewies und die Bank of England mir abschrieb, bemühte sich auch unser lieber Plagiat Jordan, um eine Korrektur auf der SNB-Home Page. (d.h. er hat einfach seine alte falsche Theorie gestrichen und durch meine neue ersetzt).

    Und an seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft wiederholte er dann haargenau meine neue Theorie und tat so, als hätte er es schon immer gewusst.

    Deshalb ist er für mich der Plagiat-Jordan. Er kann nicht nur nicht genügend gut analytisch denken, sondern er hat auch die Grösse nicht, seine zahlreichen Irrtümer zuzugeben.

    Sie übrigens auch nicht.

    Ihre Polemik hier gegen mich hilft Plagiat-Jordan kaum, seine 700 Milliarden Schulden zu verstecken, die er ja angeblich mit Geld drucken beseitigen könne.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  19. Wer sich für das Thema Geld und Geldpolitik interessiert, dem empfehle ich insbesondere den Geld-Erklärblog, der von Dr. Michael Paetz in Zusammenarbeit mit der Hamburg Open Online University erstellt wurde und seit Ende Januar online ist: https://was-ist-geld.de/

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie propagieren hier einen Blog der Universität Hamburg und schreiben weiter unten, ich schreibe hier nonsense.

      Korrekterweise möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieser Herr Dr. Michael Paetz, Universität Hamburg, von dem Sie hier schwärmen genau von mir abschreibt – natürlich ohne Zitatangabe:

      Er schreibt:

      Zitat:

      Auch der sogenannte Geldschöpfungsmultiplikator, der einen konstanten Zusammenhang zwischen Reserven der Zentralbank und Giralgeld der Geschäftsbanken unterstellt und viele Jahrzehnte lang die Standarddarstellung der Geldschöpfung in nahezu jedem makroökonomischen Lehrbuch repräsentierte, entspricht keiner realistischen Darstellung. Der Geldschöpfungsmultiplikator geht letztlich davon aus, dass Banken zunächst Einlagen oder Reserven benötigen, um einen Kredit zu vergeben. So entstand der Mythos, dass Banken Ersparnisse verleihen würden, ein Ding der Unmöglichkeit, weil die Einlagen ihrer Kunden für eine Bank ja eine Verbindlichkeit darstellen. Banken würden eine Mindestreserve der Einlagen ihrer Kunden halten und den Rest weiter verleihen und so die Giralgeldmenge vervielfachen.

      Zitat Ende

      Das ist nun genau das, was ich hier auf Inside Paradeplatz im September 2013 erstmals geschrieben und mit Buchungssätzen vor allem in den Nachträgen belegt habe.

      Falls jemand anders das geschrieben hat vor mir, so bitte ich Sie um den Literaturhinweis.

      Sie sehen: Ihre Argumentation hier ist nichts anderes als Bluff und billige Polemik – eines Wissenschafters unwürdig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  20. @ Marc Meyer: Kaufkraftparitätentheorie (KKP)

    Wer den Versuch startet, die KKP mittels des Big-Mac-Index zu diskreditieren, der diskreditiert sich selber. Warum? Der Big Mac ist kein handelbares Gut und somit VÖLLIG ungeeignet (Stichwort u. a. Balassa-Samuelson-Effekt). Von daher wurde er auch von seriöser Seite wieder schnell ad acta gelegt.

    Insofern stimme ich dieser Aussage von Ihnen explizit zu: „Man kann also nicht vom Wert eines Hamburgers in Franken, auf den Aussenwert bzw. auf den Wechselkurs Franken / Dollar schliessen.“

    Daraus allerdings zu schlussfolgern, dass die KKP Nonsens ist, ist ebenfalls Nonsens. Die KKP folgt in der langen Frist dem Inflationsdifferential eines sehr breit definierten Güterkorbes von handelbaren und nicht handelbaren Gütern und Dienstleistungen. Kurz- und mittelfristig wirken aber auch das Zinsdifferential, Leistungsbilanzungleichgewichte sowie spekulative Aspekte aufgrund von politischen Unsicherheiten. Insofern kann gerade bei einem kleinen Land wie der Schweiz – aber nicht nur dort – der effektive Wechselkurs durchaus auch für einen längeren Zeitraum von der KKP abweichen. Siehe insbesondere hierzu hierzu das Overshooting-Modell von Dornbusch (nicht Harvard, dafür aber MIT).

    Insofern geht Ihre Kritik an der SNB/Jordan mal wieder voll daneben.

    @ Heinz Schneider: Verluste einer Zentralbank

    Ja, die unterschiedlichen Inflationsraten in Euroland haben sich in den letzten Jahren zu einem großen Problem aufgestaut, weil die Kreditexpansion im Süden zu hoch war und im Norden zu niedrig. Aber das ist nicht der einzige Grund, wie man am Beispiel der Schweiz sieht; denn die hat noch höhere LB-Überschüsse als Deutschland TROTZ einer Überbewertung des Franken. Die Ursache hierfür liegt mAn aber insbesondere in der zu geringen Lohnentwicklung bei den unteren und mittleren Einkommen; ein Problem, das es insbesondere auch in Deutschland seit Einführung des Euro gab.

    Was den Deutschen die TARGET-Salden, sind den Schweizern ihre Devisenreserven. Mit dem Unterschied, dass die TARGET-Salden unverzinst sind, die Devisenreserven dafür einem Wechselkursänderungsrisiko unterliegen. Wer das nicht möchte, der sollte seine Leistungsbilanz mit Hilfe der Steuer-, Lohn- und Investitionspolitik ins Gleichgewicht bringen.

    Und nein, den sogenannten Frankenschock habe ich nicht vergessen. Schockiert müssen hier aber vor allem nur die Spekulanten sein. Und die Geschichte mit den 2,5 Minuten nach Bekanntgabe sollte nun wirklich nicht der Maßstab für eine langfristig angelegte Geldpolitik sein. Es ist bekannt, dass die Herde nach kürzester Zeit auch wieder die Richtung wechselt, wenn ansonsten die makroökonomischen Rahmendaten stimmen. Diese hysterische Volatilität könnte man sehr einfach mit einer Mindesthaltedauer in Verbindung mit einer zeitlich gestaffelten Finanztransaktionssteuer einhegen; wenn man denn wollte. Hierfür könnte man Jordan kritisieren, aber doch nicht für Devisenmarktinterventionen.

    Wenn Sie noch einmal genau lesen, Herr Schneider, dann werden Sie feststellen, dass ich nicht behauptet habe, dass die SNB nicht auch mal Verluste machen kann. Ich habe von dauerhaft hohen Verlusten gesprochen. Zudem ist es nicht primäre Aufgabe einer Zentralbank Gewinne zu machen, sondern den Geldwert zu stabilisieren. Richtig ist allerdings, dass eine Zentralbank, die dauerhaft Verluste macht, auch nicht mehr ihrer Hauptaufgabe gerecht werden kann, ihren Bürgern eine stabile Währung zu gewährleisten. Das Problem der SNB ist aber doch nicht zu viel Inflation, sondern das Gegenteil. Sie verfehlt ihr Inflationsziel von 2 % noch deutlicher als die EZB. Ein Grund hierfür: Importierte Deflation aufgrund einer Überbewertung des CHF. Den Schweizer Bürger kann es freuen, da er sehr günstig Urlaub und sonstige Dienstleistungen jenseits der Schweizer Grenze in Anspruch nehmen kann; es sei denn, er ist Hotelier, Gastronom oder ein ähnlicher Dienstleister im grenznahen Bereich.

    LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Michael Stöcker,

      sehen Sie die Ursache der Problematik in einer Überakkumulationskrise? Im Zusammenhang mit den (Franken-Rüttli) schrieb ich von Abkoppelung des Geldes von der Eigentumshaftung….

      Guten Tag @Visionär,

      Ihre Aufregung über das Geldsystem bezeugt ein Grundproblem unserer Zeit: die gänzliche Ahnungslosigkeit darüber wie Umverteilungssysteme arbeiten. Bei einem Schuldgeldsystem dürfen Sie die Systemschuld (die Schuld des Schöpfers, also das geschöpfte Geld => Passivseite der Bank) nicht mit einem allfälligen Kredit (Aktivseite der Bank) verwechseln. Geld ist immer eine Schuld für den Schöpfer. Manchmal hat der Kunde zusätzlich noch eine Schuld bei der Bank, manchmal nicht. Sie wissen schon, dass diese Schuldscheine, welche das Publikum als Zahlungsmittel verwendet, von der Bank verzinst werden und nicht vom Publikum? Es handelt sich dabei um das geschöpfte Geld, auf welchem die Banken einen Passivzins zahlen.

      Überlegen Sie sich die verschiedenen Arten, wie Geld geschöpft werden kann Stichwort: was kann auf der Aktivseite der Bank bilanziert werden? und erstellen Sie die Buchungssätze. Überlegen Sie sich anschliessend wie a) das Geld Rückgängig gemacht werden kann (Verkürzung der Bankbilanz) und b) wie allfällige Schulden vom Publikum getilgt werden können. Schreiben Sie auch dazu je die Buchungssätze auf. Anschliessend verstehen Sie hoffentlich, dass die Begriffe SCHULD und KREDIT in einem Schuldgeldsystem zwei verschiedene Dinge sind. Sie merken, dass man Kreditschulden zurückbezahlen kann, ohne dass sich die Geldmenge verkleinert. Vielleicht merken Sie plötzlich, dass die Fehler, welche Sie dem jetzigen System ankreiden in Wahrheit zum einen durch Betrug am System entstanden sind und zum anderen durch reale Umverteilung durch Ausnutzung. Für beides kann das System nichts dafür.

    • Guten Tag Platon,

      ja, es ist insbesondere eine Überakkumulationskrise (Schumpeter, Marx, und Hawtrey lassen grüßen); und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen haben wir eine zu hohe Geldvermögenskonzentration (Marx sprach hier vom fiktiven Kapital) in den Händen weniger aufgrund der hohen privaten Verschuldung vieler, die die Nachfrage in den letzten 20 Jahren auf Niveau gehalten hat. Das Problem hatte ich 2013 gegenüber der Geschäftsführerin der TSI (zuständig für das Verbriefungsgeschäft) wie folgt formuliert:

      „Eine kreditfinanzierte Konsumgüternachfrage muss also logisch zwingend in einen zukünftig umso schmerzhafter verlaufenden Konsolidierungsprozess münden. Dieser Prozess läuft gerade in der Südperipherie ab und hat durchaus demokratiegefährdendes Potenzial. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist daher die Investitionsfinanzierung der langfristige Hebel für nachhaltiges Wachstum, nicht jedoch die Finanzierung von Konsum auf Pump. Konsum auf Pump ist in der Zukunft nur noch vergangenes Nichts.“ https://zinsfehler.com/2013/09/14/das-geschaft-mit-der-verbriefung/

      In diese Nachfragelücke kann/muss nun der Staat als spender of last resort einspringen. Die Frage dabei ist: Macht er dies über weitere Schulden oder aber durch eine steuerliche Abschöpfung des fiktiven Kapitals. Ich bevorzuge hier eine Kombination aus zusätzlicher Verschuldung (sofern nötig) sowie durch eine entsprechend ausgestaltete Erbschaftssteuer in Verbindung mit einem staatlichen Erbschaftsfonds, damit kein Betrieb bei finanzieller Überforderung des Erben zerschlagen werden muss.

      Zum anderen kann es aber auch zu einem Überakkumulationsproblem beim Realkapital kommen und somit zu einem zweiten wesentlichen Problem des Kapitalismus: der Überproduktion (da lagen Marx und Schumpeter mit ihren Analysen wohl richtig: Der Sozialismus ging an der Unterproduktionskrise zu Grunde, der Kapitalismus an seinem eigenen Erfolg aka Überproduktionskrise). Überproduktion führt letztlich zu sinkenden Preisen, sinkenden Gewinnen und somit zu sinkenden Investitionen und widerspricht der Funktionslogik des Kapitalismus aus Geld mehr Geld zu machen (G-W-G‘). Und nur darum geht es letztlich im Finanzkapitalismus. Das kann man eine Weile kaschieren, in dem sich die Profite auf den Finanzsektor konzentrieren (1980 bis 2007). Aber auch dort ist das Spiel mit dem Leverage irgendwann ausgereizt. Ich hatte dieses Problem in einer kleinen Geschichte adressiert mit Blick auf Herrn Ackermann:

      „Der Große Binswanger ist übrigens der Doktorvater vom Little Joe. Der wollte immer ein ganz großer sein, so mindestens um die 25 %. Das hat er dann auch geschafft, aber leider nicht den archimedischen Punkt berücksichtigt. Er war aber schlau genug, sich rechtzeitig vom Acker zu machen, bevor der Böse Leverage seine archimedischen Wirkungen entfaltete.“ https://zinsfehler.com/2013/11/01/die-geschichte-vom-kleinen-milton-und-der-dicken-bertha/

      Jetzt möchte ich noch auf einen Punkt in Ihrer Argumentation gegenüber dem Visionär eingehen, den ich nicht ganz verstehe. Sie schreiben:

      „Sie merken, dass man Kreditschulden zurückbezahlen kann, ohne dass sich die Geldmenge verkleinert.“

      An welches Geldmengenaggregat denken Sie denn hier und an welche Kreditschulden (Schulden gegenüber einer Bank oder aber gegenüber einer Nichtbank)? Bevor Sie mir antworten, lesen Sie sich – sofern noch nicht geschehen – bitte diesen Post durch und denken darüber nach, was ein hierarchisches Geldsystem ist: https://zinsfehler.com/2019/01/23/warum-konnen-wir-unser-geldsystem-nicht-richtig-verstehen/

      LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Michael Stöcker,

      Besten Dank. Ich kenne Ihre Sichtweise und kann dazu wie folgt Stellung nehmen: Für @Visionär habe ich versucht folgendes zu erklären: Giralgeld kann nicht nur durch ein Kreditgeschäft geschöpft werden, sondern ebenso durch ein Kaufgeschäft. Für den Buchungssatz: Gold / Verpfl. ggü. Kunden oder Immobilien / Verpfl. ggü. Kunden etc. gibt es keinen Kreditvertrag und der einzige Schuldner bei dieser Geldschöpfung ist die Bank. Wenn man einer Bank Aktien verkauft, dann erhält man dafür Giralgeld (wenn es dem eigenen Konto gutgeschrieben wird). Wegen dem ist man ja bei der Bank jetzt nicht verschuldet. SNB und Zahlungsmittel: nicht eine Privatperson, sondern eine Bank kann zur SNB gehen und eine Banknote in Giroguthaben umtauschen (Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel. Art. 7 Abs. 2). Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB. Um die Sichtguthaben abzubauen muss die SNB Vermögenswerte verkaufen. Oder anders ausgedrückt: nicht ohne Grund steht das Bargeld bei der SNB rechts, d.h. die SNB hat Schulden – und bei einer Geschäftsbank links, d.h. die GB hat Forderungen. Geld, das die SNB austellt dokumentiert Schulden der SNB gegenüber dem Banknotenhinhaber. Gegenüber dem Imhaber der 100 Franken Note ist die SNB der Schuldner. Die SNB tritt gegenüber dem Inhaber in Stellvertreterhaftung, in Notarshaftung. Der Inhaber muss sich nur mit der SNB auseinandersetzen. Gleichzeitig hat die SNB ihrerseits eine Forderung bzw. ein Wirtschaftsgut, dass die 100 Franken Note absichert, im Grunde reicht sie eine Schuld weiter.

    • @ Platon

      Vielen Dank für Ihre Klarstellung. Ja, Banken haben grundsätzlich die Möglichkeit, auch durch den Ankauf von Assets Giralgeld zu schaffen. Daher ja auch die Aussage von F. A. von Hayek: One of my main difficulties is, that nobody knows what the total quantity of money is: https://youtu.be/fXqc-yyoVKg?t=70

      Maßgebend ist hier wohl bis heute der Aufsatz von James Tobin aus dem Jahre 1963: Commercial Banks as Creators of „Money“ https://cowles.yale.edu/sites/default/files/files/pub/d01/d0159.pdf

      Gute Gründe also für ein striktes Trennbankensystem.

      Banknoten und Sichtguthaben werden zwar auf der Passivseite der Zentralbankbilanz verbucht, aber eine wirkliche Schuld der ZB sind sie nicht, verweisen aber größtenteils auf eine Schuld auf der unteren Ebene des Geldsystems (nicht so bei einem definitiven Ankauf von Assets). Braunberger hatte das grundsätzliche Problem thematisiert und Martin Hellwig zu Wort kommen lassen:

      https://blogs.faz.net/fazit/2017/09/13/xxx-5-9107/
      https://blogs.faz.net/fazit/2017/09/20/was-ist-geld-und-warum-hat-es-einen-wert-teil-2-9147/

      Eine Schuld hat IMMER einen Erfüllungsgegenstand. Aber was ist der Erfüllungsgegenstand einer Banknote??? Sie können bei einer Zentralbank nichts anderes fordern, als eine alte/beschädigte Banknote gegen eine neue einzutauschen. Ansonsten hängt alles davon ab, ob eine Zentralbank GEWILLT ist, Ihnen hierfür auch wieder ein Asset zu verkaufen. Es muss also zuerst ein Kaufvertrag abgeschlossen werden. Und dafür benötigt man bekanntlich ZWEI übereinstimmende Willenserklärungen. Und wenn die Zentralbank Ihnen nichts verkaufen möchte, dann bleibt die Banknote/Zentralbankgeld einfach in Umlauf (James Tobins hot potatoe). So wie Sie mit Goldmünzen, Aktien, Immobilien… nichts fordern können, so können Sie auch mit Banknoten nichts fordern. Mit Banknoten kann eine Geldforderung des Gläubigers endgültig erfüllt werden; mehr aber auch nicht.

      LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Michael Stöcker,

      „Gute Gründe also für ein striktes Trennbankensystem.“

      Einverstanden!

      „Sie können bei einer Zentralbank nichts anderes fordern, als eine alte/beschädigte Banknote gegen eine neue einzutauschen.“

      Korrekt siehe auch Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel. Art. 7 Abs. 2!

      „Ansonsten hängt alles davon ab, ob eine Zentralbank GEWILLT ist, Ihnen hierfür auch wieder ein Asset zu verkaufen.“

      Einspruch!

      Giroguthaben und Banknoten sind gesetzliche Zahlungsmittel – aber nicht für die SNB.

    • Guten Tag Platon,

      schön, dass wir uns in wesentlichen Punkten einig sind. Aber:

      „Giroguthaben und Banknoten sind gesetzliche Zahlungsmittel – aber nicht für die SNB.“

      Mit was bitte schön bezahlt die SNB ihre Mitarbeiter, Orell Füssli…, um die eingegangenen Schuldverhältnisse zu erfüllen???

      Richtig ist, dass ohne Erträge solche Aufwendungen via GuV zu Lasten des EK gehen. In der langen Frist kann eine Zentralbank nicht mit einem hohen negativen Eigenkapital operieren, ohne das Vertrauen in die eigene Währung zu unterminieren und/oder Inflation zu erzeugen. Das ist aber eine andere Geschichte und hat nichts damit zu tun, dass auch für die SNB Zentralbankgiroguthaben und Banknoten das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel sind.

      LG Michael Stöcker

  21. Nachtrag I

    Die Irrlehre der Kaufkraftparität

    Liebe Leserinnen und Leser

    Immer wieder wird seitens der SNB die Kaufkraftparitätentheorie ins Feld geführt. Gemäss dieser sei der Franken überbewertet und die SNB könne somit auf ihren Devisenanlagen gar keine Verluste erzielen.

    Dass es sich bei der Kaufkraftparitätentheorie um eine weitere Irrlehre handelt, welcher die SNB aufsitzt, möchte ich hier nochmals erklären:

    Wie lautet die Kaufkraftparitätentheorie?

    Am einfachsten ausgedrückt wird diese Theorie durch den sogenannten „Big-Mac-Index“.

    Dieser besagt folgendes:

    Alle McDonald’s Hamburger auf der ganzen Welt sind gleich: Gleiche Qualität, Grösse usw. Ergo müsse ein Hamburger in der ganzen Welt gleich viel kosten.

    Koste nun ein Mc Donald’s Hamburger in Zürich doppelt so viel wie in New York, so bedeute das, dass der Franken um 100 Prozent zu hoch bewertet sei, also abwerten müsse gegen Dollar.

    Das sei jetzt der Fall: Alle Preise in der Schweiz seien zu hoch im Vergleich zum Ausland. Folglich sei der Franken zu hoch bewertet und könne nur fallen. Das behauptet auch SNB-Chef Jordan. Als Folge davon hat er für über 700 Milliarden Kredit aufgenommen in Franken und angelegt in Devisen (Euro und Dollar). Er meint nun, der Franken könne nicht mehr steigen, weil er zu hoch sei.

    Folglich seien auch keine Verluste zu befürchten auf den Devisenanlagen der SNB. (Bei Einführung des Mindestkurses 1.20 im September 2011 meinten die Befürworter, dass bis im Dezember, also drei Monate später, der Euro wieder bei 1.40 notieren werde; wir sind heute noch nicht dort und werden auch nie mehr dorthin gehen).

    Welches ist nun der grosse Denkfehler bei der Kaufkraftparitätentheorie?

    Der Franken hat einen Innen- und Aussenwert. Der Franken kann also bewertet werden in Gütern in der Schweiz (z.B. in Brot, Hamburger). Z.B. ein Brot kostet ein Franken. Das ist der Innenwert.

    Oder ein Franken kann bewertet werden in Dollar. Ein Dollar kostet ein Franken. In diesem Fall kostet auch ein Brot (oder Hamburger) ein Dollar.

    Ändert sich nun der Preis des Frankens, so ändert das seinen Innen- als auch Aussenwert

    Zusätzliche Erklärung: Wir gehen in der Oekonomie von der ceteris paribus Annahme aus und vom Modell eines vollkommen Marktes.

    Ceteris Paribus bedeutet, dass alle anderen Faktoren konstant bleiben und vollkommener Markt bedeutet u.a., dass alles sofort geschieht.

    Unter diesen beiden Modellannahmen führt eine Abschwächung der Frankens um 10 Prozent zu einem Anstieg des Brotpreises um 10 Prozent und zu einem Anstieg des Dollars um ebenfalls 10 Prozent.

    Ein Brot kostet jetzt also 1.1 Franken und ein Dollar kostet auch 1.1 Franken. Daraus folgt: Ein Brot kostet immer noch ein Dollar.

    Ein US-Amerikaner, der Dollars hat und einen Hamburger in Franken kaufen möchte, der muss 10 Prozent weniger für den Franken bezahlen; dafür muss er 10 Prozent mehr für den Hamburger bezahlen.

    Das gleicht sich aus: Der Preis des Hamburgers in der Schweiz hat nichts mit dem Wechselkurs Dollar / Franken zu tun.

    Man kann also nicht vom Wert eines Hamburgers in Franken, auf den Aussenwert bzw. auf den Wechselkurs Franken / Dollar schliessen.

    Es ist nun unglaublich, dass sich eine Bankernation wie die Schweiz, von einem solchen lapidaren Irrtum dazu hinreissen lässt, 800 Milliarden Schulden in Franken zu machen und in Devisen anzulegen mit dem entsprechenden Devisenrisiko, basierend auf einer so abstrusen Illusion.

    Eigentlich sollten sich SNB-Chef Jordan und seine SNB schämen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Ich bin fasziniert von Ihren Beiträgen.

      Es wäre äusserst nützlich, insbesondere für die Jugend –
      jedoch auch für das breite Publikum,
      wenn Sie ein Buch zur Thematik der aktuellen Notenbankpolitik rund um den Globus schreiben würden.

      Notenbankpolitik ist nämlich für uns 99 % der Bevölkerung ein Buch mit sieben Siegeln. Dies nutzen die Jordans der Welt aus.

      Beste Grüsse und lieben Dank

      Isabel Villalon

    • Liebe Frau Villalon

      Vielen herzlichen Dank für Ihre Ermutigung.

      Sie haben wahrscheinlich Recht. Meine Argumentationen werden immer öfter übernommen ohne Zitatangabe.

      Ich sollte wieder einmal alles in einem Guss schreiben. Aber es ist ein Zeitproblem, da ich 100 Prozent arbeite und es ist mittlerweile so viel Stoff beisammen, dass es eine fast unüberblickbare Arbeit wird.

      Zudem muss ich dann noch das Ganze auf englisch schreiben.

      Aber Sie haben dennoch Recht.

      Ich überleg’s mir.

      Als erstes möchte ich Grundkurse anbieten mit entsprechenden Unterlagen. Aber das reicht natürlich nicht.

      Nochmals vielen herzlichen Dank. Ja ich muss es tun.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Ich wollte, ich könnte so gut schreiben wie Sie.

    • Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer,

      einer der Ursachen ist m.E. die Behauptung vieler Ökonomen, strittig seien heute weniger die Fakten, als die rechtliche-ökonomische Interpretation des Geschehens. Dadurch hat man die Büchse der Pandora geöffnet. Die Wirtschaftswissenschaften befinden sich auch deshalb in einem desolaten Zustand. Meine Enkelin hat zwei Semester VWL studiert und wurde nicht zur Prüfung zugelassen, weil sie es gewagt hatte die Zirkelschlüsse der honorigen Professoren zu hinterfragen. Sie ist inzwischen eine promovierte Chemikerin.

    • @Platon

      Vielen Dank

      Ja. Hinterfragen ist in der Wirtschaftswissenschaf nicht erlaubt.

      Nur Ja-Sager. Nur so macht man in einer Zentralbank Karriere.

      Dss Resultat sehen wir: von ausserhalb der Zentralbanken muss man denen drinnen sagen, wie es funktioniert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  22. Herr Stöcker,

    Sie sehen doch an der von Ihnen verlinkten Stelle selbst, daß die Kaufkraftparitäten bedeutender europäischer Länder in Euro stark voneinander abweichen.
    Für eine Gemeinschaftswährung ist dieser Zustand auf Dauer untragbar.
    Das sehen Sie schon an den Target-2 Salden der Bundesbank.
    Der Euro verdirbt Griechenland und Italien eine gesunde Entwicklung, und selbst für Frankreich funktioniert er nicht.
    Wenn Herr Dr. Meyer davon spricht, daß es Wahnsinn ist, den Schweizer Franken durch Kauf dieser Krisenwährung künstlich zu schwächen, indem das Guthaben der Schweizer Banken durch die SNB zweckentfremdet wird, so hat das seine Berechtigung.
    Sie scheinen ebenso den 15.Januar 2015 vergessen zu haben (Frankenschock). An diesem Tag um 10.32 Uhr saß ich in meinem Büro und berechnete die Devisenverluste der SNB. Es gab einem Moment, ca. 2,5 Minuten nach Bekanntgabe der Entscheidung, da ergaben sich Buchverluste von 110 Milliarden Franken.
    Wie kommen Sie nur darauf, hier zu behaupten, Sie könnten sich nicht vorstellen, daß die SNB mit 778 Milliarden Euro- und USD-Beständen „jemals“ Verluste machen könnte ?
    Täglich werden 5000 Milliarden ( =5 Billionen ) US-Dollar gehandelt.
    Wenn also der Markt aufgrund von Unsicherheiten (haben Sie die US-Arbeitsmarktzahlen heute um 14.30 Uhr gesehen ?) wieder in Richtung Franken einkauft, nimmt Jordan seinen alterschwachen Klepper und reitet gegen die Windmühlen.
    Und reisst die Schweiz in einen Abgrund, der sich nur auftut, weil ein paar Exporteure höhere Profite einstreichen wollten.
    Wie wärs denn mal mit einer
    Volksbefragung zur SNB-Devisenpolitik – und zwar jetzt !

    • @Heinz Schneider

      Guten Morgen und vielen Dank für Ihren gut fundierten Beitrag.

      Es ist wirklich unglaublich, dass gelehrte Wirtschaftswissenschafter behaupten, die SNB könne keine Verluste erzielen bzw. dass alle Verluste bei negativem Eigenkapital der SNB sich in Luft auflösen würden.

      Dies wird damit begründet, dass der Nominalwert der SNB Schulden bzw. der Nominalwert der Guthaben der Banken bei der SNB immer konstant bleibe. Dabei wird übersehen, dass jedem Nominalwert ein Realwert gegenübersteht.

      Fällt das Eigenkapital der SNB in den Negativbereich, so bleiben wohl die nominalen Werte immer gleich (die bleiben sowieso immer gleich) aber der Realwert der Guthaben der Banken bei der SNB wird fallen.

      Konkret bedeutet das, dass die Banken ihre Guthaben bei negativem Eigenkapital der SNB wertberichtigen müssen und somit die Verluste der SNB auf die Banken übertragen werden.

      Um welche Grössen geht es?

      Sie haben am 15. Januar 2015 mitgerechnet und kommen auf Verluste innert weniger Minuten von 110 Milliarden Franken. Der Euro fiel damals intraday auf unter 90 Rappen. Das habe ich selber am Bildschirm auch mitverfolgt. Ich kam auf ein ähnliches Resultat.

      Würde heute der Franken schockartig wieder um 25 Prozent aufwerten, wie damals, so resultierte beim heutigen Devisenbestand der SNB ein Verlust von gegen 200 Milliarden Franken ein. Das Eigenkapital der SNB wäre somit rund 80 Milliarden im Minus.

      Die kreditgebenden Banken müssten also zusammen 80 Milliarden wertberichtigen. Die Grossbanken CS und UBS beispielsweise, die der SNB rund je 100 Milliarden Kredite gewähren, müssten je 20 Milliarden abschreiben, den Rest die Kantonalbank und einige Auslandbanken.

      Die SNB hat aber nicht nur das Devisenrisiko: Sollten die Aktienmärkte korrigieren, so könnte nochmals ein hohen zweistelliger Milliardenverlust dazukommen.

      Ganz zu schweigen vom Zinsrisiko: Ziehen die Zinsen nur minim an, wird das zu zusätzlichen massiven Verlusten im Portefeuille der SNB führen:

      Steigen die Zinsen nur um 1 Prozent, so würde das bei den 10-jährigen Anleihen im Portefeuille der SNB nochmals rund Prozent Verlust ausmachen. Bei 2 Prozent 20 Prozent Verlust auf den Obligationenbeständen usw.

      Noch nicht genug: Die SNB hat nicht nur ein Devisenrisiko, Aktienrisiko, Zinsrisiko, sondern zudem ein Schuldnerrisiko auf ihren massiven Obligationenbeständen von über 600 Milliarden. Sollte ein europäischer Staat zahlungsunfähig werden (z.B. Griechenland usw.), so wäre nicht nur mit massiven Kursverlusten, sondern gar mit Totalverlusten auf den Obligationenbeständen der SNB zu rechnen.

      Im Worst-case-Szenario kann die SNB in einer scharfen Krise leicht ein Drittel bis sogar die Hälfte ihres Vermögens verlieren, das sie mit Schulden finanziert hat.

      Diese Verluste würden auf die Schweizer Banken überwälzt. Können diese solche Grössenordnungen stemmen? Niemals! Sie würden Konkurs gehen.

      Angenommen, die Schweizer Banken, Grossbanken und Kantonalbanken, würden allesamt Konkurs gehen wegen ihren Krediten an die SNB: Wir hätten in der Schweiz in Desaster.

      Der Bundesrat würde dann schleunigst den Beitritt der Schweiz zur EU in die Wege leiten zu einem miserablen Umwechslungskurs. Nur so könnte der Franken für den Beitritt wieder gesenkt und die Verluste beseitigt werden.

      Die Schweiz würde verscherbelt an die EU.

      Wollen wir das?

      Dürfen das drei Menschen in unserem Lande entscheiden, von denen einer das Sagen hat und der links und recht der SNB miteinander verwechselt?

      Froh bin ich auch um ihren Hinweis auf die Kaufkraftparität.

      Ich werde gleich anschliessend noch einen Nachtrag zu dieser Irrlehre posten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  23. Die SNB hat auch ein starkes Eigeninteresse, dass der Franken möglichst schwach gegenüber dem Euro bleibt. Sonst würde sie ja gewaltige Verluste auf ihre gigantischen Eurobestände machen. Aber die Tendenz ist doch längerfristig wahrscheintlich Parität! Die Kantone bekämen dann längere Zeit auch nichts mehr – obwohl diese sich bereits wie Junkies an diese Geldspritze gewöhnt haben – mit der sie eigentlich gar nicht rechnen dürften. Das ist wohl die „geheime“ Agenda, die die SNB verfolgt…. und Negativzinsen sind da der „Schlüssel“ zum Erfolg

  24. @Visionär,

    Sie schreiben Zitat:
    „Warum belegen Sie nicht ganz einfach anhand Ihres so gelobten Messinstrumentes die Schuld oder Unschuld im geschäftlichen Verhalten von bspw. Pierin Vincenz, schliessen den Fall ab und lösen dann sogleich den nächsten? Sie können ja angeblich alle Geldflüsse, Ausgaben und Einnahmen messen und darlegen. Also, worin liegt denn das Problem…?“
    Ende Zitat.

    Hervorragende Frage!

    Ich verstehe woraus Sie hinauswollen. Verlassen wir für einen Augenblick die Doppik. Das Grundproblem aller auf Privateigentum fussenden Ordnungen, und dazu zählt auch die griechische Polis und das demokratische Rom, liegt schlichtweg darin: dass sie keine Ventile hatten um die Eigentumskonzentration zu mildern. Wenn Sie so wollen: ist nicht das Geldsystem die Ursache der von Ihnen monierten Verwerfungen, sondern – Betrug am Geld, – „System“. Nixon 1971 usw. usf. Lange bevor der Staat auf die Idee kam selbst Anleihen aufzulegen, haben italienische Bankiers den Wechsel und das Sichtguthaben erfunden. Ich finde es sehr tarurig, wenn man über simple physikalische Gesetze der Doppik den Ideoligieverdacht spannt. Was ist das Nächste? Dass Einstein ein Kommunist war, weil er die Realativitätstheorie lehrte? Folgen Sie die Entstehungsgeschichte der Einführung des Mindeskurses (Franken-Rüttli). Was ist da passiert? Die Abkoppelung des Geldes von der Eigentumshaftung! Die SNB hat sich für Privatinteressen erpressen lassen. Solange sich der Staat weigert, die nötige Umverteilung des Eigentums durchzuführen, wird er selbst Opfer und Betreiber der Eigentumskonzentration. Jeder, der sich weiter in der alten Vorstellungswelt aufhält, verschwendet nur seine Zeit. Finstere Aussichten für die arbeitende Bevölkerung (sehen Sie sich die Fehlkonstruktion 2. Säule (FDP hatte vor Einführung gewarnt!) und Betrug an der AHV – Stichwort: Alt Bundesrat Villiger 1999).

    • @Platon:
      Sehr wohl ist das (momentane) Geldsystem die Hauptursache aller Verwerfungen!

      Anstelle eines Geldsystems das der Allgemeinheit dient, wurden wir in ein Geldsystem hineinmanövriert, das ausschliesslich der Elite dient. Es ist so aufgebaut, dass das System aus sich heraus eine permanente Umverteilung von fleissig nach reich bewirkt. Hauptgrund dafür ist das Zinseszinssystem. Und nur weil’s bald nix mehr zu holen gibt, sind die Zinsen auch auf aktuellem Niveau. Wenn es dann gar nichts mehr abzuzweigen gibt, und/oder die Zinsen angehoben werden, fliegt uns das System um die Ohren, und die Eliten kramen sich für ein Butterbrot dann noch den Rest zusammen.

      Leider lässt sich das an einem einzelnen Buchungssatz nicht ableiten, wenn man tausende anguckt hingegen schon…

      Ausserdem sind Sie meiner Frage ausgewichen: warum haben Sie Pierin Vincenz noch nicht verurteilt oder freigesprochen? Die Buchhaltung sagt doch Alles…

  25. @ Marc Meyer

    Es spricht sehr wenig dafür, dass die SNB auf ihre Devisenreserven jemals hohe Verluste erzielen wird. Es ist die Story von Marc Meyer, die Sie hier bar jeder wissenschaftlichen Begründung leierkastenmäßig zum Besten geben.

    Die Wechselkurse werden in der langen Frist durch die Kaufkraftparität determiniert. Wo bitte schön sind hier die Risiken? Ich sehe vor allem potentielle Gewinne aus einer Abwertung des überbewerteten CHF: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/preise/kaufkraftparitaeten.html

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Danke.

      Die Kaufkraftparitätentheorie ist eine weitere Irrlehre, welcher die SNB auf den Leim gegangen ist.

      Ich habe diese hier schon mehrmals einfach und klar widerlegt.

      Ich kann Herrn Hässig nicht schon wieder fragen, ob ich etwas schreiben darf, das ich hier schon mehrmals geschrieben habe.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  26. Es muss ein „Softlandig“ geben, d.h., behutsam wie beim Fliegen zurück in den Normalflug. Da das System ausgereizt ist, werden grössere Turbulenzen jedoch unweigerlich zum Crash führen. Wir sind gefangen in einer Illusion zwischen Himmel und Hölle.

    • @$Taxifahrer

      Danke

      Wir sind schon gefangen. Oder wissen Sie, wie die SNB ihre Devisenanlagen loswird ohne Megaverluste?

      Es wäre wie mit Ihrem Taxim, den Sie mit Kredit gekauft haben, nicht versichert haben und diesen Schrottreif fahren.

      So etwas dürfte es herauskommen mit unserer Nationalbank.

      Die Lösung der Politiker in Bern wird dann sein, der EU beizutreten und den Euro zu übernehmen zu einem miserablen Wechselkurs.

      Nur so liesse sich der Bankrott der SNB allenfalls noch abwenden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  27. Eigentlich nichts neues. Man verschiebt Probleme einfach in die Zukunft. Es ist auch nicht einzusehen, warum der Franken zum Euro nicht wie der Doller praktisch einen 1:1 Kurs haben kann. Negativzinsen sind eine tickende Zeitbombe. Sie befördern sehr schädliche Entwicklungen und enteignen den Mittelstand. Kann alles nur im Bürgerkrieg und totalem Elend enden! Man fragt sich schon lange, in welchem Auftrag die SNB überhaupt „Geldpolitik“ macht…

    • @sidious

      Danke

      Nein. So negativ sehe ich das nun doch wieder nicht.

      Ës geht um Schulden von rund 100’000 Franken pro Kopf der Bevölkerung.

      Wenn die SNB angenommen 30 Prozent davon in den Sand setzt, so sind das 30’000 Franken pro Kopf der Bevölkerung.
      ¨
      Das sollten wir noch stemmen können ohne Bürgerkrieg.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.

      Gott sei Dank hat die SNB den Mindestkurs aufgegeben. Ansonsten sähe es noch viel schlechter aus.

  28. die interessante Frage ist doch, wieso die Geschäftsbanken der SNB soviel Kohle leihen! Die Einlagen übersteigen die Mindestreserven (CH=2.5%) bei weitem, wieso??

    • @ Hausmeister….
      Die wollen es der SNB nicht unbedingt leihen, sondern die Parken dort das Geld welches sie im Moment gerade nicht benötigen.
      Die SNB ist faktisch der Tresor dieser Banken.

    • @Detlev Hausmeister

      Danke

      Sehr gute Frage – einfach zu beantworten.

      Die SNB lockt Kapital an durch Billigst-Franken bzw. Höchst-Euro oder -Dollar.

      Bei der SNB kann man die Franken am günstigsten kriegen. Wer immer Franken möchte, der kriegt diese zum Aktionspreis von 1.20 (beim Mindestkurs). Niemand verschleudert unsere Franken so günstig wie unsere SNB.

      Oder anders herum: Wer immer Euros hat, der verkauft diese am Besten der SNB. 3 Jahrelang garantierte die SNB sogar einen Mindest-Abnahmepreis für Euros bei 1.20.

      Der Mindestabnahmepreis für Milch lässt grüssen. Damals ging es um Milliardenbeträge im einstelligen Bereicht. Und das Debakel war gross. Jetzt geht es um hunderte Milliarden, die zudem ins Ausland abfliessen und nicht in die Schweizer Berge.

      Aber auch jetzt noch kauft die SNB unbeirrt Euros und Dollars zu Höchstpreisen. Über 700 Milliarden hat sie mittlerweile.

      Die Banken werden also durch Aktionsangebote angelockt.

      Demgegenüber gibt die SNB Gegensteuer mit Negativzinsen. Das heisst: Die SNB gibt Vollgas und steht gleichzeitig auf die Bremse.

      Die Banken sagen sich aber: Der Franken wird steigen, also kaufen wir von der SNB Billigfranken. Die Negativzinsen haben wir schnell wettgemacht, wenn Euro und Dollar mal abstürzen.

      Zudem: Die Risikioabteilungen der Banken sind unbedarft. Sie vertrauen dem Wort von SNB-Chef Jordan blind, wonach die Gläubiger der SNB bei negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt sind als bei positivem Eigenkapital, weil die SNB ja gemäss Jordan-Märchen einfach Banknoten drucken kann bei negativem Eigenkapital und so das Eigenkapital der SNB wieder aufstocken könne.

      Diese Behauptung von SNB-Chef Jordan, die Banken seien bei negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital dürfte wahrscheinlich einmal zu Klagen gegen die SNB führen. Den Schaden hat dann der Steuerzahler.

      Es ist also auch die Dummheit der Banken, die zu den exorbitanten Giroguthaben bei der SNB führt.

      Aber der Chef machts ja vor: Professor Axel Weber, Präsident UBS und vormals Präsident der Deutschen Bundesbank behauptet ja auch, die Zentralbanken müssten ihre Schulden bei den Banken nie mehr zurückzahlen.

      Die Zentralbanken ihrerseits sind also auch dumm. Sie meinen doch tatsächlich, sie müssten ihre Schulden nie mehr zurückzahlen.

      Dummheit auf beiden Seiten also – bei Banken und bei der SNB.

      Aber wenn der Präsident der UBS, Axel Weber, von Central-Banking nicht einmal das Einmaleins versteht, was soll sich sein UBS-Riskmanagement darum scheren? Sich unbeliebt machen beim Chef, und diesem widersprechen?

      Wohl kaum.

      Sie vertrauen auf die Too-Big-to-Fail-Illusion.

      So kommt es also, dass die Banken der SNB 700 Milliarden Kredit gegeben haben zum Spekulieren in Euros und Dollars.

      Die Gründe für die masslosen Kredite der Banken an die SNB basieren also auf Dummheit beiderseits. Und Bundesrat und Parlament und SNB-Bankrat haben auch nicht begriffen, worum’s geht. Einzig Ueli Maurer hat bislang erkannt, dass die Bilanz der SNB an der Grenze des Erträglichen sei.

      Vielleicht versteht ja die designierte neue SNB-Bankrätin Vania Aleva, die Kunstgeschichte in Rom studiert sowie ein Nachdiplomstudium in interkultureller Kommunikation abgeschlossen hat das Zentralbankgeschäft besser und weist SNB-Jordan in die Schranken.

      Es wäre zu hoffen – für alle Beteiligten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Nicht ganz. Ich habe unten schon irgendwo bemerkt, dass es eigentlich eine recht zirkuläre Logik ist, seit Geld durch nichts physisches mehr gedeckt wird. In der Gesamtmenge könnend die Banken nichts „parkieren“ – nur wenn sich in der Bilanz der SNB etwas tut, kann sich das Giroguthaben wieder reduzieren (z.B. indem die SNB ein Teil der Währungsreserven wieder abgibt und verkauft). Ob die Banken das Girogeld brauchen oder nicht spielt keine Rolle – von parkieren kann also keine Rede sein (man konnte davon sprechen, als es effektiv eine Zwischenlagerung nicht benötigten Goldes war). Die Banken halten zwar schon „Excess Reserves“, aber diese würden sich bilanziell auch nicht verändern, wenn sie effektiv „profitablere“ Geschäftsmöglichkeiten erhalten würden. Bei Kreditvergabe kommt es zu folgender Buchung im konsolidiert betrachteten Bankensektor: „Darlehensforderung / Guthaben Herr Meier“. Wenn Herr Meier seine Franken dann an Herr Müller überweist, passiert folgendes „Guthaben Herr Meier / Guthaben Herr Müller“ auf Stufe der Nationalbank wird einfach von der Bank Herrn Meiers auf die Bank Herr Müller’s – vorausgesetzt es cleart sich nicht selber – eine entsprechende Umbuchung in den Girokonti vorgenommen (also ein Passiventausch).

      In diesem Sinne können die Banken auch nicht wirklich durch eigene Geschäfte ihre Guthaben gegenüber der Nationalbank reduzieren (in diesem Sinne ist dort nichts parkiert) – das geht nur, wenn Direktgeschäfte mit der SNB erfolgen. Das es sich momentan um „Excess Reserves“ handelt, zeigt einfach an, dass die Banken nicht so viel Kredit geschöpft haben, wie es maximal möglich wäre. Anstelle von „Reserven“ sollte man vielleicht eher von einem „Fundament“ reden – dieses wurde auf dem Grundstück gegossen, aber auf dem Fundament steht momentan weniger Gebäude als möglich wäre (was mit dem Gebäude und nicht dem Fundament zu tun hat).

    • @monetaria

      Danke

      Sie übersehen folgendes:

      Bei einem Passivtausch in der Bilanz der SNB wird nicht einfach das ungedeckte Guthaben der zahlenden Bank auf das Konto der empfangenden Bank übertragen.

      Nein.

      Es wird das Guthaben gegenüber der zahlenden Bank gelöscht und es wird einer anderen Bank gutgeschrieben.

      Die SNB darf aber der empfangenden Bank nur so viel Guthaben gutschreiben, wie sie von der zahlenden Bank erhält.

      Hat sich das Guthaben abgewertet (weil beispielsweise der Euro zwischenzeitlich gefallen ist), so darf die SNB der empfangenen Bank nicht mehr gutschreiben, als sie in ihrem Vermögen besitzt.

      Würde die SNB einfach gutschreiben, so käme das einer Geldschöpfung „aus dem Nichts“ gleich – also einer Geldschöpfung ohne Gegenwert. Das wäre gesetzeswidrig; genauso wie es gesetzeswidrig wäre, dass Herr Jordan durch die Bahnhofstrasse geht und links und rechts Banknoten verschenkt.

      Daraus folgt: Bei Negativem Eigenkapital der SNB kann die SNB die Zahlungsaufträge der kreditgebenden Banken nicht mehr ausführen und ist deshalb zahlungsunfähig bzw. Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  29. Was ist an Bitcoins falsch? Libertär, unenteigenbar, global transferierbar, limitierte Anzahl, kostenlos aufzubewahren, unzerstörbar.

    • @ Fury-head….

      Und sie sind Luft…. das haben sie vergessen zu erwähnen.
      Bitcoins werden zu über 50% von nur gerade ca. 100 Investoren gehalten.
      das sagt eigentlich schon alles.
      Bitcoins sind ein Finanzprodukt welches zum Zwecke der Spekulation geschaffen wurde.
      Das System ist Intransparent und dem Kartell der grossen Investoren unterworfen.

    • @Fur(r)y Head

      Danke

      Bitcoins werden als Aktivum des Emittenten emittiert. Dabei entsteht ein Gewinn für den Emittenten bzw. Eigenkapital. Der Wert ist somit abgeschöpft und die Bitcoin hat keinen inneren Wert.

      Notenbankgeld wird demgegenüber als Passivum emittiert und es entsteht Fremdkapital des Geldemittenten. Notenbankgeld hat somit einen inneren Wert im Gegensatz zu Bitcoins.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  30. Die Abschaffung des Bargelds wäre ein totalitärer Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung und somit keinesfalls mit dem Grundgesetz oder auch Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vereinbar. Jedes Verfassungsgericht würde/müsste ein solches Ansinnen umgehend unterbinden.

    Auch eine Umdeutung von Bargeld als Parallelwährung wäre ohne eine Änderung der Gesetzgebung nicht möglich. Jedes Parlament, das ein solches Gesetz durchdrücken wollte, würde umgehend durch den Souverän hinweggefegt werden.

    Somit sind solche Gedankenübungen nichts anderes als intellektuelle Onanie.

    Insofern teile ich heute die fundamentale Kritik von Herrn Dr. Meyer weitgehend. Differenzierter sehe ich allerdings diese These:

    „Ersteres führt zu einer Kapitalzufuhr zur Wirtschaft und letzteres zu einer Kapitalentnahme aus der Wirtschaft.“

    Es führte nur dann zu einer Kapitalentnahme aus der Wirtschaft, wenn die SNB zukünftig keine Gewinne mehr machen würde. Davon ist wohl kaum auszugehen. Insofern bleibt das Kapital/Geld der Volkswirtschaft via Gewinnausschüttung an die Kantone etc. erhalten.

    Wie stellen sich die Glasperlenspieler aus Harvard denn nun genau den Wirkmechanismus von Negativzinsen vor? Letztlich geht es um den Transmissionsmechanismus von der Zentralbank über die Geschäftsbanken bis hin zu den Kunden; also uns. Der Weg sieht wie folgt aus: Die Einlagefazilität (Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank) wird auf -6 Prozent festgelegt. Damit steigen die Kosten für die Geschäftsbanken, die über Guthaben verfügen. Die Geschäftsbanken haben nun ein Interesse, dass ihre Kunden ihr Geld zu einer anderen Bank transferieren. Das kann man z. B. über einen Negativzins auf Giralgeld erreichen. Zudem wird der Interbankenmarkt wieder etwas interessanter, um die Kosten zu reduzieren.

    Allerdings halte ich ein solches Vorgehen für völlig abstrus und zerstörerisch für ein Geldsystem, da es in der Tat nur mit der Abschaffung von Bargeld einhergehen kann (die theoretischen Spielereien des IWF-Blog aus Bargeld eine Parallelwährung zu machen ist noch abstruser und verwirrender für den Normalbürger).

    Bargeld ist und bleibt geprägte/gedruckte Freiheit. Seine Abschaffung ist mit eine freiheitlichen Gesellschaft unvereinbar.

    Insofern ist eine direkte Bürgerfinanzierung via Geld- und Fiskalpolitik (Helikoptergeld ist letztlich Fiskalpolitik zu 0 % Zinsen) eindeutig die bessere Lösung: https://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Vertiefung_deutsch/TheCasefortheSeparationofMoneyandCredit.pdf .

    Und nein, ich bin kein Advokat der Vollgeldbewegung. Aber wir sollten endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass unser Geldsystem nicht nur hierarchischer sondern eben auch dualistischer Natur ist: https://zinsfehler.com/2019/01/23/warum-konnen-wir-unser-geldsystem-nicht-richtig-verstehen/

    LG Michael Stöcker

    • Herr Stöcker….

      An sich ist es richtig was sie schreiben.
      Für Verwirrend halte ich das was der IWF andenkt aber nicht.

      Aber sie sehen wie in Deutschland die Flüchtlings-Invasion am Grundgesetz vorbei zugelassen wurde.
      Das war ein klares Verbrechen gegen den Staat, seine Bürger und das Grundgesetz. Aber vor Karlsruhe kann man keine Beurteilung in der Sache mehr erreichen, diese Richter betreiben da eine klare Arbeitsverweigerung.
      Warum sollte das hier in der Schweiz nicht auch möglich sein ?

      Sollte die Schweiz in Not kommen, werden unsere Politiker das selbe auch hier versuchen.
      Sie werden unsere Verfassung aushebeln, ignorieren und solche Wege beschreiten wollen.
      Sie haben sicher mitbekommen wie die von der SVP gewonnene Massen-Einwanderungs-Initiative ausgehebelt wurde.
      Auch das war hier möglich.

      Hier in der Schweiz haben wir das Referendum, die Initiative und also eine direkte Demokratie.
      Und nur darum zögern gewisse Kreise solche Massnahmen ins Auge zu fassen.
      Nur wird eine Initiative sich als viel zu langsam erweisen um die Politik und Finanzindustrie bei solchen Manövern zu stoppen.
      Und darum soll das Volk im Mai ja auch nach EU-Manier entwaffnet werden, auf das es sich nicht mehr empören und die Bagage die solche Dinge einführen möchte, absetzen könnte.

    • @Michael Stöcker

      Besten Dank

      Ja richtig.

      Wenn die SNB 2 Milliarden Zinsertrag auf den Negativzinsen erwirtschaftet und dann dieses Geld wieder an Bund und Kantone ausschüttet, so bleibt das Kapital in der Schweiz.

      Man kann es auch so sehen: Die SNB hat mit dem Bundesrat vereinbart, 2 Milliarden jährlich an Bund und Kantone auszuschütten. Und was macht nun die schlaue SNB? Sie holt das Geld einfach wieder über Negativzinsen herein.

      Das war aber kaum im Sinne des Erfinders.

      Was meint Bundespräsiden Ueli Maurer dazu?

      Insofern ist der Vorschlag von links und rechts, die SNB müsse die 2 Milliarden aus dem Negativzinsertrag abliefern durchaus berechtigt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  31. @ Dr. Marc Meyer: Dass das Notengeld der SNB kein Aktivum sein kann, scheint mir einleuchtend. Wir haben ja ein Schuldgeldsystem, d.h. das Geld repräsentiert tatsächlich keinen Wert, sondern eine Schuld. So ist es nur logisch, dass, wer Geld schöpft, eigentlich Schulden herstellt :))

    Nicht einverstanden bin ich jedoch mit Ihrem Urteil auf Inkompetenz. Die ganzen „Star-Ökonomen“, Politiker und Banker mit ihren Forderungs- und Massnahmenkatalogen sind keine ahnungslosen Idioten. Nein, die wissen sehr wohl ganz genau, was sie da tun.

    • @Chris

      Danke.

      Ich habe nicht behauptet, wer links und rechts verwechselt sei ein Idiot.

      Wer im Strassenverkehr links und rechts verwechselt, der muss seinen Führerschein abgeben – nicht so SNB-Chef Jordan, der links und rechts der SNB-Bilanz miteinander verwechselt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  32. Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer,

    kann es sein das Gold zukünftig als physischer EK Ersatz eingeführt wird?. Gold würde in den Bilanzen wie Staatsanleihen behandelt werden, sodass die Staaten ihr Gold an die Banken geben und die Bilanzen geschönt werden können?. Die spannende Frage ist, was dann mit den Derivaten passiert und wie der dann stark steigende Kurs des Goldes unter Kontrolle gehalten wird. Kann man deshalb vermuten, dass der Brexit Termin am 29.3.19 mit dem gleichen Starttermin der Basel III Vorgaben EK-Vorschriften steht? Verschwöhrung? Die Lage ist explosiv!

    • @Platon

      Guten Abend und besten Dank für Ihren Beitrag

      Wir müssen alles daran setzen, möglichst exakt zu analysieren, damit nicht noch mehr Missverständnisse in der Volkswirtschaftslehre entstehen.

      Es geht mir hier um bilanzielle Analyse. Gold wird wie Staatsanleihen auf der Vermögensseite, also der Aktivseite der SNB-Bilanz verbucht. Ein Portefeuille einer Zentralbank muss beispielhaft angelegt und auch diversifiziert sein. Es mach m.E. wenig Sinn, ein Klumpenrisiko in Gold zu halten.

      Ich habe mich früher (in den 90er Jahren) sehr intensiv mit dem Gold der SNB auseinandergesetzt und auch in der Schweizerischen Armee Zeitschrift darüber geschrieben. Damals argumentierte die SNB, sie benötige Gold als Kriegsvorsorge.

      Ich hingegen argumentierte, dass die Arbeitslosigkeit (damals stieg sie rapide von 0 auf 6 Prozent an) Priorität haben sollte. Zudem zeigte ich, dass in Kriegsjahren der Geldpreis eher sank. Es bestand auch die Gefahr, dass ein möglicher Agressor selber Goldproduzent sein könnte und den Goldpreis, also die Schweizer Reserve, spielend in den Keller drücke könnte.

      Als Folge davon wurde dann eine Expertengruppe eingesetzt, die zum Schluss kam, die Hälfte des Goldes zu verkaufen. Leider zog sich die ganze Debatte sehr in die Länge und die SNB verkaufte dann im ungünstigsten Moment.

      Ich argumentiere auch, dass beispielsweise ein Bauer, der vor 50 Jahren seinen Hof verkaufte und den Erlös in Gold anlegte, kaum wohlhabender ist als ein Bauer, der seinen Hof behielt.

      Die Bodenpreise entwickelten sich wahrscheinlich sogar besser als der Goldpreis in den vergangenen Jahrzehnten. Zudem hätte der Bauer mit dem Gold keinen Ertrag erzielt, was er aber mit dem Hof konnte und seine Familie ernähren konnte.

      Sie sehen, ich bin also kein grosser Fan von überdimensionaler Goldhaltung durch eine Zentralbank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  33. So lange wie das Thema SNB auf rein technokratischer Ebene versucht wird zu durchleuchten, werden die tatsächlichen Fakten, Abhängigkeiten, Zusammenhänge, Ziele, niemals in Ihrer Gesamtheit erfasst werden. Man kann unmöglich anhand einer technischen/buchhalterischen Analyse auf die Funktionsweise unseres Geld- und Währungssystems schliessen – weder national noch global…

    • @ Visionär……

      Natürlich kann man das nicht.

      Rein technisch argumentieren viele Verteidiger der Nationalbank, aber das ist falsch.
      Politik, Ökonomie und das allgemeine menschliche Verhalten sind dabei extrem wichtig.

      Nur wer alles mit in die Rechnung nimmt, hat Aussichten um einigermassen richtig zu liegen.

      Geld ist immer auch Politik.

    • @Visonär,

      leider ist ein Exkurs in der buchhalterische Analyse in Sachen Geldpolitik unausweichlich. Geldpolitik = Doppik! Ansonsten ist es wie Kaffeesatz lesen. Die SNB hat keine Guthaben, sondern nur Wertpapiere als Vermögen, die grundsätzlich einer Bank gehören und die sie dieser gegen Herausgabe von Schuldanerkennungen und Schuldscheinen während dieser Zeit schuldet. Die SNB kauft nicht selber am Markt, weil die Marktteilnehmer kein Girokonto bei ihr haben. Das in den Wertpapieren inhärente Risiko tragen die Banken. In die gleiche falsche Richtung zielt auch das oft gebrauchte Wort „Reserven. Reserve ist ein Passivposten, wird aber oft als Aktivum der SNB ausgelegt, wie z.B. i.S. „Währungsreserven vgl. auch NZZ usw. Daher ist es wichtig, die Vorgänge erst einmal buchhalterisch zu analysieren, sonst kommt man immer zu falschen Ergebnissen und Definitionen, die schliesslich in die Irre führen müssen und in die Hände dieser Zirkel spielen die Sie zu Recht kritisieren.

      Das ist auch ein Schwachpunkt der gesamten „Geldsystemkritiker-Bewegung“. Politiker wissen nicht, was sie tun – Zentralbänker sehr wohl!

    • Konkret,
      meint der Visionär,
      können Sie nicht erwarten, daß ein Krokodil, auf dem ein Zettel mit der Bezeichnung „Kuh“ liegt,
      Milch gibt.

    • @Marc Meyer Dr.:
      Sie wissen wie ich über „unsere“ SNB denke:
      Die selbe Truppe, die das Federal Reserve System 1913 in den USA etabliert hat, und damit die gesamte US-Geldschöpfung in ihre eigenen, privaten Hände gelegt hat, und im Auftrag der US-Regierung Noten- und Giralgeld gegen Zinsen (!) in Umlauf bringt, hat genauso das gesamte globale Notenbanksystem inklusive SNB unter ihre Kontrolle gebracht. Das Piratenschiff SNB verfolgt nicht den Kurs unserer Volkswirtschaftlichen Interessen, und dessen Cäptn und Steuermann sind auch nicht bloss Dummköpfe, nein, sie nehmen lediglich die Befehle eines übergeordneten Admirals entgegen…

    • @Platon

      Guten Morgen

      Genau so ist es.

      Buchhaltung ist das Messinstrument in der Geldtheorie. Alles andere ist „herumplappern“.

      Mit Wortverdrehungen wird aus links rechts gemacht, aus schwarz weiss, aus heiss kalt, aus oben unten aus plus minus usw.

      Freundliche Grüsse und vielen Dank.

      Marc Meyer

    • @Visionär, Walter Roth

      Danke

      Buchhaltung ist der Spiegel dessen, was in der Wirtschaft geschieht. Sie ist für den Oekonomen wie das Fernrohr für die Astronomen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Platon:
      In meinen Augen ist es genau anders rum:
      Die doppelte Buchhaltung wurde erfunden, um Geldflüsse und Transaktionen zu verschleiern, nicht um diese offen zu legen…

    • @Marc Meyer Dr./Platon:

      Ihr (Marc Meyer Dr.) Zitat „Buchhaltung ist das Messinstrument in der Geldtheorie. Alles andere ist „herumplappern“:

      Sie geben damit lediglich 1:1 wieder, was Ihnen der Rechnungswesenlehrer, der Professor an der Uni, und zahlreiche sog. Fachbücher vorkauen.

      Frage:
      Warum belegen Sie nicht ganz einfach anhand Ihres so gelobten Messinstrumentes die Schuld oder Unschuld im geschäftlichen Verhalten von bspw. Pierin Vincenz, schliessen den Fall ab und lösen dann sogleich den nächsten? Sie können ja angeblich alle Geldflüsse, Ausgaben und Einnahmen messen und darlegen. Also, worin liegt denn das Problem…?

    • @Visionär

      Danke

      Nein. Kein Professor hat das leider gesagt. Die haben einfach alle behauptet, eine Expansion der Geldmenge bedeute ein günstigeres Kapitalangebot der Zentralbank an die Wirtschaft. Dabei ist es gerade umgekehrt: Die Wirtschaft gewährt der Zentralbank einen Kredit.

      Das Problem liegt nun darin, dass aufgrund der falschen Geldtheorie eine höchst gefährliche Geldpolitik der SNB resultiert ist.

      Ein Problem ist auch, dass man auf einer Bank seine Stelle verliert, wenn man die SNB kritisiert als Privatmann.

      Ein weiteres Problem ist, dass die Zentralbankekn ihre Irrtümer nifchdt eingestehen, sondern einfach hier abschreiben ohne Zitatangabe und so tun, als hätten sie es immer korrekt gewusst.

      Die 700 Milliarden Schulden der SNB lassen sich aber nicht so einfach aus der Welt schaffen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  34. Die Einleger der SNB sind Banken. Durch eine Senkungen des Negativzinses, wird das Halten von Giroguthaben bei der SNB (für die Banken) bestraft. Dies wird indrekt an die Einleger der Banken durchgereicht. Dies führt dazu, das die Kunden weniger Liquidität auf Ihren Bankkonten halten und somit „die Wirtschaft ankurbeln“. Ob dies, bsp. Immobilienmarkt, Entwicklungs Aktienmärkte, -> an die Orte wo das Geld dann fliesst nun gut oder schlecht ist sei dahingestellt.

    Folglich ist der Effekt den Jordan beschreibt vorhanden.

    • @Schmutzli

      Danke

      Bitte exakt argumentieren:

      Gemäss herrschender Lehre bedeutet eine Zinssenkung durch die Zentralbank, dass diese der Wirtschaft günstige Kredite gewährt. Das wären dann Aktivzinsen der Zentralbank.

      Aufgrund der tieferen Zinsen bleibt vermehrt Kaufkraft bei der Wirtschaft. Das kurbelt diese an.

      Wenn aber die SNB Zinsen von der Wirtschaft einfordert und diese nehmen zu (d.h. Negativzins wird noch tiefer), so entzieht die Zentralbank der Wirtschaft Kaufkraft. Diese wird dadurch geschwächt.

      Beispiel: Wenn die SNB 2 Milliarden an Bund und Kantone ausschüttet, so sind diese sehr froh darum, weil es ihr Budget entlastet.

      Wenn die SNB umgekehrt 2 Milliarden der Wirtschaft über Negativzinsen entzieht, so tritt der gegenteilige Effekt ein: Der Wirtschaft fehlt dieses Kapital.

      Sehen Sie den Unterschied?

      Zudem behauptet ja die SNB, einmal bei ihr von den Banken eingezahltes Kapital könnten die Banken nicht wieder abziehen. Sehen Sie, welche Widersprüche uns die SNB auftischt?

      Wann hat Jordan das gesagt?

      Jordan hat an seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich argumentiert, eine Banknote könne nicht gegen Gold eingetauscht werden. Davon wird abgeleitet, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB nicht mehr reduzieren könnten, was natürlich Unsinn ist.

      Hunderte von SNB-Troll-Kommentaren hier belegen dies.

      Ich möchte Ihnen damit lediglich die Augen öffnen, dass die SNB uns lauter Widersprüche erzählt.

      mfG

      Marc Meyer

  35. Ist es wirklich so, dass man die Leute mit tiefen Zinsen zu etwas drängen sollte, was sie eigentlich gar nicht möchten? Es liegt heute sicher nicht am teuren Geld, dass zu wenig investiert wird. Man sollte sich also eher Gedanken darüber machen, warum praktisch alle Marktmechanismen nicht mehr in Kraft sind: In grossen Städten kann sich kein Normalbürger mehr eine Wohnung oder ein Haus kaufen, für die Gründung einer Beiz benötige ich Millionen, ein KMU kann ich erst gründen, wenn ich vom versteuerten Einkommen lange Jahre gespart habe, um mir dann für ein Jahr selbst ein Gehalt auszahlen zu können usw usf. Alle Märkte sind mit grossen Unternehmen besetzt und werden mit allen Mitteln verteidigt. Hier muss man ansetzen.

    • @Klaus Marte

      Guten Morgen und Danke für Ihren Beitrag

      Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie die SNB als Ursache der tiefen Zinsen in der Schweiz betrachten. Dem ist nicht so:

      Es fliesst viel Geld vom Ausland in die Schweiz. Dieses erhöhte Kapitalangebot senkt die Zinsen hierzulande. Das kann rein vom Marktmechanismus hier bis in den negativen Bereich führen.

      Negativzinsen per se sind somit nicht schlecht. Es handelt sich immer um relative Zinsen, die auch in Relation zur Inflation zu betrachten sind.

      Schlecht ist jedoch, dass die SNB die Negativzinsen noch weiter in den Negativbereich drückt als der Markt alleine. Dies tut sie, weil sie die 2 Milliarden Zinseinnahmen erwirtschaften möchte, um ihre Erfolgsrechnung zu beschönigen und um ein Polster für zukünftige Währungsverluste auf ihren spekulativen Devisenpositionen zu erwirtschaften.

      Mit dem von der SNB erwirtschafteten Zinsensaldo entzieht sie der Wirtschaft Kapital und schwächt diese entsprechend.

      Die SNB kurbelt also mit tieferen Zinsen die Wirtschaft nicht an, wie sie behauptet, sondern sie schwächt diese. Diese irreführende Behauptung kommt noch hinzu.

      Zu ihrem realwirtschatlichen Teil: Es ist tatsächlich so, dass es in der Schweiz schwierig ist, eine Marktlücke zu finden und ein eigene Unternehmen aufzubauen. Es gibt ja schon (fast) alles.

      Um die Schweizer Wirtschaft anzukurbeln wäre es aber gerade wichtig, hierzulande zu investieren. Deshalb ist es stossend, dass die SNB ihr Vermögen (ausser Gold) zu über 99 Prozent ins Ausland verschiebt und dort die Volkswirtschaften unterstützt.

      Es wäre viel klüger, wenn die SNB, anstatt in riskante Griechenland-Anlagen z.B. Jungunternehmen hierzulande förderte.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  36. Negativzinsen dienen einzig darum den Mittelstand zu plündern genau so die Erhöhung der Francise bei der KK und anderen „Abgaben“.

    • @anju

      Danke

      Die SNB schädigt mit ihren übermässigen tiefen Negativzinsen alle Sparer.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  37. Leider bin ich die nächsten paar Tage irgendwo im Ausland und kann ihre Kommentare nur sehr beschränkt (auch zeitlich) bearbeiten. Danke bestens für Ihr Verständnis.

    • @Herbert Anneler

      Haben Sie gute Erfahrungen mit einem Psychiater gemacht?

      Darf ich Sie bitten, hier nicht persönliche Fouls zu machen, sondern fachlich zum Thema einen Beitrag zu leisten.

      Andernfalls lassen Sie es doch einfach bleiben.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Herbert Anneler….

      Bei Ihnen hats der Psychiater offensichtlich schon aufgegeben.

  38. Liebe SNB,

    Bitte, bitte, bitte, erhöht den Negativzins so rasch als möglich! Und das blöde Bargeld, sofort abschaffen. Das wird meine jetzt schon ansehnliche Wallet zum Explodieren bringen!

    Ich danke schon im Voraus bestens!

    • @Crypto Kid

      Danke

      Gehen Sie zuerst in einen Buchhhaltungskurs – und dann werden Sie sehen, dass Ihre Wallet nicht explodieren, sondern implodieren wird.

      mfG

      Marc Meyer

    • @ Helipilot…..

      Bitte erlesen sie sich mal die geschicht3e der deutschen Reichsbank um die Jahre von 1920 – 1925.
      Dann wissen sie was „Helikoptergeld“ verursacht.
      In Deutschland holten die Leute 1923 ihren Lohn mit der Schubkarre ab… die Infation hatte aus 1 Mark …eine Milliarde gemacht.
      Nur die Druckerpressen liefen noch wie geschmiert.
      Das kann auch mit Plastikgeld geschehen. Sehen sie sich an was in Venezuela gerade passiert, dann wissen Sie was Helikoptergeld verursachen wird.

  39. Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer,

    vermutlich baut sich die SNB mit den Negativzinsen einen Sicherheitspolster auf für kommende Währungsverluste auf ihren Devisenpositionen. Die könnten das EK der SNB pulverisieren mit entsprechenden Auswirkungen. Tragisch nur, dass der Preis der Ignoranz für uns alle bereits jetzt schon so hoch ist.

    • @Platon

      Danke

      Ja. Sie haben Recht. Der wahre Grund für die Negativzinsen der SNB ist nicht die vorgegaukelte Ankurbelung unserer Wirtschaft, sondern ein Polster für die kommenden Währungsverluste.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  40. Was mich immer wieder erstaunt, ist die relativ hohe Akzeptanz der SNB und der politischen Elite. Man bedankt sich quasi für die schwindende Kaufkraft, Zerstörung der Altersvorsorge und eine gewaltige Immobilienblase. Der Zerfall einer Nation wird immer durch die Unfähigkeit der eigenen politischen Elite eingeleitet.

    • @ Cerberus….

      …..oder durch die Unfähigkeit des Wählers,

      ….sich zu Informieren und entsprechend abzustimmen.

      Leider hat „auch“ die Minderheit die sich infromiert, kraft Demokratie ….genau die Regierung welche sich die Mehrheit verdient hat.

    • Das Schweizer Volk ist zum einen dumm und ungebildet und realisiert nicht was in dieser Welt abgeht. Zum anderen gibt es in diesem Land keinen Zusammenhalt. So geht halt schlussendlich jeder vor die Hunde!

    • @Cerberus

      Danke

      Ja. Es ist unglaublich, dass man einer SNB einfach alles glaubt. Selbst die Behauptung von SNB-Jordan, die SNB könne mit zusätzlichen Schulden ihre Schulden abbauen.

      Einfach nur unglaublich. Und basierend auf diesem Irrtum hat die SNB bis jetzt innerhalb von 10 Jahren 100’000 Franken Schulden pro Kopf der Bevölkerung gemacht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Benny Fuchs

      Danke

      Hoffen wir, es kehr in Sachen SNB noch Vernunft ein.

      Eine SNP-PUK wäre das Allerbeste – damit die Schweizer Politiker und da Schweizer Volk sich endlich mit unserer äusserst gefährlichen Nationalbank auseinandersetzen. (Die treibt uns noch in die Armut und/oder in die EU).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  41. Wenn mir ein Wein, der mir anfangs immer gut gemundet hat, plötzlich nicht mehr schmeckt, könnte es auch daran liegen, daß der Inhalt nicht mehr dem Etikett entspricht.

    • @Susi Müller Hausfrau

      Danke

      Der SNB-Wein war immer schlecht.

      mfg

      Marc Meyer

  42. Harvard, Yale, Oxford sind heute alles linke Bildungseinrichtungen. Deren Lehrerschaft ist zu 90% Links und der Rest hält sich lieber bedeckt.
    Nur schon zB. ein anzweifeln der menschengemachten Klimaerwärmung ……die Wissenschaftlich gar nicht belegbar ist, gefährdet deren Anstellung im Lehrbetrieb massiv.
    Dort in den Universitäten ist Meinungsfreiheit mittlerweile unerwünscht, ja sie wird massiv behindert zu Gunsten links-sozialistischer Weltanschauung und es wird auch schon mal die US-Antifa benutzt um unliebsame Personen am Reden zu hindern.
    Den Fall kennt wohl jeder…. http://www.metropolico.org/2017/02/02/massive-krawalle-an-der-universitaet-von-berkeley-usa/

    Seit Trump Präsident ist, scheint bei den Linken keinerlei Anstand mehr zu gelten. Denunziation, ja sogar das fabulieren über Mordanschläge sind kein Tabu mehr.
    Hier kann man dazu was sehr gut formuliertes lesen.
    So ist Links….
    Es geht dabei nicht um den Whistleblower „Qanon“, sondern um das in den USA viral gehende Video eines Linken der die Seite gewechselt hat weil er Links mittlerweile als Sektiererisch, Intolerant und Freoheitsfeindlich wahrnimmt.
    https://tagesereignis.de/2019/03/politik/qanon-erinnert-walk-away-geht-weg-sie-luegen-sie-drohen-sie-teilen-uns/9306/
    ————————————

    Zur SNB :
    Die wollen uns also darauf vorbereiten das die Negativzinsen noch erheblich erweitert werden könnten.
    Nun ja, dann sollten wir endlich unsere Freiheit zurückbekommen, ich meine das Pensionskassen-Obligatorium müsste dann endlich fallen.
    Und dort vor allem das jederzeitige Auszahlen der Pensionsansprüche in Bar und bis zu dem Tag an dem man die Pension antritt, ja sogar die Restleistungen müssten jederzeit beziehbar werden, denn das Geld gehört weder dem Staat noch der Pensionskasse, ….sondern mir der ich es angespart habe.
    Ich würde heute schon lieber für die Monatlichen Zwangsbeiträge …..Gold, Land und anderes kaufen.

    Und das Thema staatlicher Diebstahl, beziehungsweise Steuern, wäre auch endlich mal zu diskutieren.
    Radikal senken und dem Staat viele Aufgaben entziehen, Staatspersonal reduzieren, deren Diäten massiv senken.

    Dann haben wir auch die Möglichkeit selber für unsere Pension vorzusorgen und nicht dauerhaft Mündel des Staates zu bleiben.
    Natürlich werden dann etliche durch das System fallen da sie nicht mehr Selbständig denken noch handeln können, weil sie an der paternalistischen Staat gewöhnt sind.
    Damit müssen wir leben… so ist das dann halt eben.

    Und klar, die SNB sollte man abschaffen, sie wird nicht gebraucht. Eine Firma die die physische Geldversorgung gewährleistet würde genügen. Eine SNB als Spekulant im Finanzwesen, die braucht eine Schweiz nicht.

    • Staatlicher Diebstahl – Was ist die Definition von Sklaverei? Eine Instanz, welche 100% des Lohns eines Individiuums unter Drohung von Gewalt einfordert. Ist ein Steuersatz von 97% keine Sklaverei mehr? 50%? 5%?

    • @Walter Roth, das Gegenteil ist der Fall! Wir sind seit 30 Jahren im neoliberalen Würgegriff, Stichwort Mont Pèlerin Society, gefangen. Grosskonzerne über alles! Ronald Reagan stand am Anfang des Crashs von 2008. Hätten wir dort den Kapitalismus spielen lassen wie es die Kapitalisten sonst immer wollen, wäre der Kapitalismus untergegangen. Wie man den russische Kommunismus 1989 zu Recht untergehen liess. Leider hat man überall in der westlichen Welt am Volk vorbei die Finance Grossunternehmen gerettet. Also ich hätte an der Urne mit Nein gestimmt (bezüglich UBS Einstieg des Bundes). Und nach der UBS Rettung hat man wieder am Volk vorbei die UBS den genau gleichen Mont Pèlerin «Vögel» in die Hand gedrückt. Auch dort hätte ich an der Urne mit Nein gestimmt. Wo wir doch sonst um jeden Abfalleimer abstimmen, war es hier in beiden Fällen nicht möglich.

      Haben Sie schon mal etwas von Camden (USA) gehört? Camden ist eine der ersten «Stadtleichen» unseres Kapitalismus. Dort hat man eine Brücke gebaut. Damit die Leute die nach Philadelphia fahren die «Stadtleiche» nicht zu Gesicht bekommen, weil sie über die Brücke fahren müssen.

    • @Walter Roth

      Danke

      Ja. Es macht ganz den Anschein, dass die SNB uns über die NZZ auf noch schärfere Negativzinsen einstimmen will.

      Stopp Jordan.

      Ein SNB-PUK drängt sich auf.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • „Harvard, Yale, Oxford sind heute alles linke Bildungseinrichtungen. Deren Lehrerschaft ist zu 90% Links und der Rest hält sich lieber bedeckt.“

      Sagt einer, der die Gymiprüfung damals nicht bestanden hat. Zum Glück gibt es noch diese Kompensationsplattformen, sonst lassen die ihren Stuss sonstwo ab.

    • @ Roger……

      Sie sagen es…. der Kern der Sache liegt im „Neo“-liberalen, denn Neos sind weder Liberal noch Konservativ ….. sondern meist staatsgläubige Etatisten.

      Wir haben seit 30 Jahren kaum noch eine echte freie Marktwirtschaft. Der freie Markt hätte vieles von den Exzessen was wir Heute sehen, schon längst verschwinden lassen.
      Gibt’s noch Leute wie Alfred Escher in unserem Land…..?

      Also, Frei sind faktisch nur noch die Finanzjongleure mit ihren Luftprodukten. Diese Finanzprodukte können sie anbieten weil kaum jemand versteht wie sie funktionieren…. vor allem unsre Politiker verstehen in den seltensten Fällen was da abgeht, ansonsten würden sie auch der SNB sofort Fesseln anlegen.

      Zudem ist unser Linksstaat heute ein Geld-Junkie, derart vom Geldfluss abhängig, das wir alles regulieren und abwürgen, den freien Markt gar nicht mehr zulassen, ausser den Finanzern, die lässt man in vielen Dingen unreguliert …..weil die Politik für ihre sozialistischen Wahlversprechen dringend den nächsten Schuss braucht.
      Ich meine damit nicht den nächsten Schuss Heroin, sondern Geld.

      Freie Marktwirtschaft wäre aber eben das Elixier welches sehr vieles einrenken würde. Aber das ist mit überbordendem Sozialstaat, illegaler Masseninvasion, Sozialmissbrauch, Verteuflung des Patriotismus, Multikulti, zunehmender Steuerbelastung und einem masslos überregulierten Staatswesen nicht mehr zu haben.

      Was sie als Neoliberalismus bezeichnen ist eine Schimäre, eine staatshörige Wirtschaft und hat mit Freiheit nichts mehr am Hut….. es geht nur noch ums Geld stehlen in einem von Staat erzeugten und völlig verregulierten Treibhausklima.

    • @Heiri

      Danke.

      Es geht hier nicht um Politik, sondern um Wissenschaft.

      Bitte beachten Sie, dass die Bank of England, die Deutsch Bundesbank, die SNB usw. hier von Inside Paradeplatz abschreiben und wenn diese „Götter der Wirtschaft“ abgeschrieben haben, dann kommen die Wissenschafter und übernehmen das auch.

      Z.B. Lehrbücher von Aymo Brunetti und Peter Eisenhut übernehmen ganz klar die hier seit Jahren von mir vorgetragene Argumentation – natürlich ohne zitieren.

      Dafür werden sie dann von einer NZZ, welche hier ebenfalls abschreibt, als einflussreichste Ökonomen der Schweiz bezeichnet.

      Für’s Abschreiben notabene.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roger:
      Leider sind Sie es der falsch liegt! Das dachte auch ich selbst eine lange Zeit, dass wir uns im Würgegriff des Kapitalismus und von Grosskonzernen befänden. In Wahrheit sind es jedoch die sozialistischen Staatsstrukturen, die diese Ausbeutung in Form von Gesetzen, Verordnungen und Regelungen, auf Geheiss des Grosskapitals durchsetzen.

      Sie können en sozialistisches System oder einen sozialistischen Staat (hat NICHTS mit sozial zu tun!) schlussendlich daran erkennen, dass er für seine Bürger (eigentlich Bürgen) alles regelt, strukturiert, bestimmt, vorgibt, verbietet, vereinheitlicht, etc. Ein sozialistisches System möchte also die Eigenverantwortung dem Individuum absprechen und alles einer Einheitsregelung unterordnen. Das geht so weit, dass einem die „richtige“ Denkweise noch aufgezwungen wird.

      Wenn Sie die politischen Diskussionen in der CH etwas beobachten, stellen Sie ziemlich schnell fest, dass eigentlich alle oben aufgezählen Punkte zum Thema Sozialismus erfüllt sind.

      Unser sozialistischer Staat regelt nämlich die Rahmenbedingungen genau so, dass sich das Grosskapital auf Kosten der Allgemeinheit bedienen kann, und dass die dadurch produzierten Schulden und Zerstörungen schön sozial und gleichmässig unter den Untertanen aufgeteilt werden müssen…

      Genau deshalb ist diese sinnlose Links-Rechts-Diskussion nur ein Spaltpilz im Teile-und-herrsche-Spiel!

    • @ Vsisionär…..

      Stimme ihnen voll zu.

      Bleibt nur die Frage wie wollen sie zusammen mit den Sozis daran etwas ändern ?
      Die Sozialisten sind die Etatisten reinster Prägung.
      Mit ihnen zusammen etwas ändern was sie begrüssen, genau so haben wollen ?
      Nein, das geht nur …..wem die Sozis aus unserer Politik verschwinden.
      Und dazu ist eben genau die Diskussion um Links-Rechts elementar wichtig.

    • Hallo @Visionär, wer weiss, dann wäre ich einfach eine Desillusion reicher. Gehört irgendwie auch zum Leben. Bin gespannt was du zu einen Filmzitat und den drei Thesen von mir meinst.

      Hunderte von Banker und Führungskräften der Rating Agenturen wanderten ins Gefängnis. Die Börsenaufsicht wurde komplett umstrukturiert. Der Kongress hatte keine Wahl und musste die grossen Banken zerschlagen und die Hypotheken- und Derivaten Industrie regulieren – war ein Scherz – Die Banken nahmen das Geld dass das Volk ihnen gab um sich dicke Boni auszuzahlen und den Kongress zu beeinflussen die grosse Reform abzuwürgen! Und dann schoben sie die Schuld auf die Armen und Emigranten. Zitat „The big short“

      Immer wenn ich Freihandelsabkommen und/oder private Schiedsgerichte lese weiss ich, jetzt geht es den unteren 80% der Bevölkerung ans Leben.

      Nur wenn der Staat relativ unabhängig (…) flankierende Massnahmen vorgibt, dürfen wir Menschen noch Menschen sein. Mit eigener Meinung, mehr oder weniger genügend Geld zum Leben, etc. Wenn es die Privatwirtschaft macht (oder die Finger im Spiel hat), gilt das Recht des Stärkeren (und gekauft wird jeder Politiker und Lobbyist). Wenn dann mal alles schiefläuft, wird es für die Privatwirtschaft resp. privat gescheiterten (UBS = Ospel, Deutsche Bank = Ackermann // UBS = Staat, AIG = Staat) die Allgemeinheit berappen müssen. Sie selber seilen sich mit den Taschen voller Geld ab und landen auch noch in einem schönen Netzwerk wo ihr Spiel wieder von vorne beginnt.

      Und was hat die Privatwirtschaft Dank Bundes Bern aus der 2. Säule gemacht? Wie wurden unsere Eltern bei der Abstimmung in den 80ern belogen. Die Politiker haben sich die Taschen gefüllt und wussten, in 10, 15 Jahren bin ich von der Bildfläche/nicht mehr in der Verantwortung. Die 2. Säule gibt früher oder später genauso einen Supergau für die Volkswirtschaft, wie es Dr. Meyer von der SNB erwartet. Abgesehen davon das wir in der 2. Säule jetzt schon die ganze Zeit vom feinsten verarscht werden.

    • Heiri
      6. März 2019 / 17:48
      @ Walter Roth
      „Dummkopf“ = deine Visitenkarte
      ———————

      Heiri, jeder bekommt was er sich verdient.

    • @Roger:
      Es ist mir etwas zu aufwendig, jetzt alles für Dich aufzubröseln, nur so viel:

      Dein Zitat: Immer wenn ich Freihandelsabkommen und/oder private Schiedsgerichte lese weiss ich, jetzt geht es den unteren 80% der Bevölkerung ans Leben.

      Stimmt, das sehe ich 100% genau gleich, nur: wer unterschreibt denn jetzt genau die Freihandelsabkommen im Interesse des Grosskapitals? Die dürfen das ja nicht selbst, also benötigen Sie Gekaufte, Verbündete oder Verblödete Regierungsverantwortliche dafür…

    • @Visionär – ich bin froh, denn ich habe deine Antwort so ähnlich erwartet. Ich bin doch nicht auf dem Holzweg. Und du warst es ursprünglich auch nicht. Lass dich vom Rattenfänger Walter Roth nicht beirren oder täuschen. Ich ahne von was du sprichst. Das Strohmannkonto, du meinst das Strohmannkonto. Stimmt‘s? Doch das Strohmannkonto ist sagenumwoben, uralt und ich denke enorm Komplex. Dort hat doch schon lange niemand mehr denn Überblick. Wenn man die politischen Strukturen und Auswirkungen des Strohmannkonto offenlegt, meine Güte, gute Nacht Elite (der Schweiz). Klammere den Punkt Strohmannkonto aus und du siehst wieder klar.

  43. Und ich hatte schon gefürchtet, wir müssten auf Meyers Untergangsprophezeiung verzichten.
    Das ist ja dann noch mal gutgegangen!

    • @ Abderhalden….
      Nun ja, auf ihre Einwände könnten wir hingegen wirklich gut verzichten.

    • ich freue mich auf ihren gehaltvollen kommentar, lerne gerne dazu. herr dr. meyer hilft bei der meinungsbildung betr. SNB, sie bleiben diesen teil bis dato schuldig.

    • @“Urs Abderhalden“

      In Ihrem Kommentar vermisse ich ein fachliches Argument, auf das ich eingehen könnte.

      mfg

    • @rk

      Danke

      Ja. Der „Urs Abderhalden“ alias alias alias hat hier noch nichts Konstruktives geboten.

      Freut mich, wenn ich höre, dass ich etwas zur Meinungsbildung bezüglich SNB beitragen kann.

      Freundliche Grüsse und schönen Abend

      Marc Meyer

  44. Ich würde der SNB sofort CHF 300-400 Mia. wegnehmen. Gut 100 Mia. in die AHV stecken. Die Renten wären bis in alle Ewigkeit gesichert. Mit 100 Mia. die ganzen Schulden der Eidgenossenschaft zurückzahlen und mit weiteren 100 Mia. Schulden von Kantonen und Gemeinden tilgen und vor allem die Bundessteuer abschaffen und Kantons- und Gemeindesteuern senken. Dann hätte jeder Bürger etwas von der Gelddruckerei der SNB und vielleicht gäbe es dann sogar noch die von den Notenbanken so sehr herbeigesehnte Inflation. Dies wäre eine faire Entschädigung für die jahrelange Enteignung der Sparer und den Kaufkraftdiebstahl durch Senkung des Schweizer Frankens durch die SNB. – Oder hat sich mal jemand gefragt, warum der Rentenumwandlungssatz der PKs sinkt und sinkt und v.a. wohin er noch sinken würde, wenn man weiterhin an negativen Zinsen festhält, geschweige denn sie noch weiter senkt? Wie soll unser Rentensystem da noch funktionieren??

    • Nichts gegen Ihre Kritik am sinkenden Rentenumwandlungssatz bzw. generell an den steigenden Problemen des Rentensystems u.a. massgeblich wegen den Zentralbanken.

      Aber…:
      Sie haben nicht begriffen, dass diese paar 100 Mia FREMDkapital der SNB sind, also Schulden, und nicht Eigenkapital, das Sie (theoretisch) der SNB wegnehmen können. Das ist gerade einer der wichtigen Punkte in der berechtigten Kritik von Herr Meyer an der SNB.

    • Mathias……

      Wenn Du hier in den letzten Monaten mitgelesen hast, solltest Du eigentlich wissen das die SNB die Devisen mit den „Sichtguthaben“ der Banken bei ihr gekauft hat.

      Die SNB ist also faktisch gar nicht der Besitzer der Devisen, sondern sie schuldet den Banken ungeheure Summen.
      Die SNB hat faktisch Kredite bei den Banken aufgenommen und damit Devisen für 700 Milliarden gekauft.
      Sie schuldet also den Banken Geld.
      Und genau darum kann man ihr auch nicht 4000 Milliarden wegnehmen, denn die 400 gehören schon jemandem, aber jedenfalls nicht uns.

      Es gibt da nichts zu verteilen……
      Und die Politiker die regelmässig von einem Staatfonds reden, die zeigen mir damit nur das sie von dem ganzen Thema NULL Ahnung haben.

      Würden die Banken, sagen wir die CS und UBS ihre Sichtguthaben einfordern, sie dürfen das innert 30 tagen tun, wäre unsere SNB faktisch Konkurs, denn sie müsste Devisen im grossen Massstab abverkaufen um die Schulden bei den Banken bedienen zu können.
      Aber solche Abverkäufe würde sofort einen Kurzsturz auslösen. Die Folge wäre eine Neubewertung der Devisenbestände ( vielleicht minus 10-20-20% auf sagen wir 600 Milliarden )was ebenfalls zum Konkurs der SNB führen würde.
      natürlich gab es in der geschichte schon Fälle bei denen Nationalbanken Konkurs waren, der aber nicht erklärt wurde, auch das ist möglich.
      Siehe deutsche Reichbank 1923.
      Aber auch wenn der Konkurs nicht erklärt würde, er wäre da, denn niemand würde mit der Bank noch Geschäftsverkehr unterhalten. In der Krise 2008 in den USA liehen sich die Banken untereinander kein Geld mehr…. faktisch ist das das Zeichen eines Konkurses……des totalen Vertrauensverlustes.

    • @Roth

      Die UBS und CS können nichts einfordern, weder in 30 Tagen noch sonst irgendwann. Sie können die Schweizer Franken nur an andere Girokontoinhaber weiterreichen.
      Erstaunlich wie hartnäckig sich dieser Irrtum auf IP hält.

    • Isn’t it ironic?

      Genau diese Ignoranz treibt MM noch in den Wahnsinn.

      We’re doomed!

    • @Mattias

      Danke

      Wird leider nicht gehen. Denn die SNB hat Schulden, die sie zurückzahlen muss an die Banken.

      Vielmehr werden die Steuerzahler für die Schulden der SNB aufkommen müssen, wenn diese einmal Konkurs sein sollte.

      mfg

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Die Banken können ihre Franken nur dann an andere Girokontoinhaber bei der SNB weiterreichen (lassen), wenn die SNB dafür genügend Aktiva besitzt. Andernfalls ist die SNB zahlungsunfähig.

      Und Geld ohne entsprechenden Gegenwert darf die SNB nicht emittieren – genauso wie Herr Jordan nicht durch die Bahnhofstrasse laufen darf und links und rechts Banknoten verschenken.

      Erstaunlich, wie lange sich dieser Irrtum in Ihrem Kopf (und in den Köpfen der SNB-Direktion) hält.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @nachdenklicher Nachdenker

      Ja das ist die Hauptkritik:

      Banknoten sind nicht Eigenkapital der SNB, wie diese es darzustellen versucht (nicht rückforderbar), sondern Fremdkapital der SNB, also rückforderbar.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Natürlich wissen Sie, dass die Nationalbank mit einem Kontoübertrag kein neues Geld emittiert.
      Das Girokonto ist die Wallet für elektronisches Geld der inländischen Banken. Überträge finden unabhängig von den Aktiven der Nationalbank statt.

      Beste Grüsse

    • @ Roman Günther…….

      Also ehrlich….. wer würde noch Geld auf eine Bank bringen, wenn er nicht sicher ist das er es jederzeit wieder abheben kann?

      Was Sie schreiben hebelt jede Regel im Bankwesen und der Ökonomie einfach aus…… meinen sie das wirklich ernst?

      Ich hoffe jedenfalls das Sie nicht im Bankgewerbe tätig sind, denn dort haben sie nichts verloren.

    • @Roman Günter

      Sie verschliessen Ihre Augen vor der Realität.

      Ein Kontoübertrag funktioniert wie folgt: Das Guthaben gegenüber einer Bank wird gelöscht und ein neues Guthaben gegenüber einer anderen Bank entsteht.

      (Es handelt sich nicht um Inhaberpapiere, wie bei Banknoten, sondern um Namenpapiere. Diesen Unterschied sollten Sie endlich begreifen.)

      Diese Entstehung eines neuen Guthabens kann aber nur erfolgen, wenn genügend Aktiven vorhanden sind.

      Würde Sie neue Guthaben schaffen ohne entsprechende Sicherheiten, so wäre das Gesetzeswidrig. Herr Jordan darf auch nicht durch die Bahnhofstrasse laufen und links und rechts gratis Banknoten verteilen. Das wäre auch Gesetzeswidrig.

      Ihre Argumentation ist das Festklammern an einer Illusion: Wäre Ihre Argumentation korrekt, so könnte es gar nie zu negativem Eigenkapital der SNB kommen. Die SNB könnte nur Gewinne verbuchen aber keine Verluste unterhalb von Null Eigenkapital. Die SNB wäre dann Herrscherin über die Welt. Sie könnte alles kaufen.

      Die anderen Notenbanken könnten dies dann aber auch. Es könnten aber nicht alle Notenbanken vollkommene Macht haben.

      Sehen Sie, welche bodenlosen Blödsinn Sie und die SNB behaupten?

      Es wird allerhöchste Zeit für eine SNB-PUK.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Roth

      Mittlerweile besteht das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel schon seit fast 10 Jahren und noch immer scheint es nicht bei allen angekommen zu sein.

      Gesetzliche Zahlungsmittel sind:

      Münzen: Das was in Ihrer Tasche klimpert
      Banknoten: Das was in Ihrer Tasche knistert
      Girokonti: das auf Franken lautende Sichtguthaben bei der SNB
      (elektronisches Geld für die Banken)

      Girokonti sind also so etwas wie die Blockchain für elektronische Schweizer Franken, können aber nur von inländischen Banken verwendet werden. Die SNB verwaltet diese Girokonti im Namen der Eidgenossenschaft. Das ist im NBG geregelt, die SNB ist keine normale Bank.

      Alle drei Zahlungsmittel haben eines gemeinsam. Sie können zur Zahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Es besteht eine Annahmepflicht, das heisst, wer Waren und Dienstleistungen in der Schweiz anbietet, muss die zwei letztgenannten unbeschränkt an Zahlung nehmen. Münzen sind auf 100 Stück pro Transaktion beschränkt.

      Ein Abhebung macht wirklich keinen Sinn, die einzige Alternative ist die Transformation von Giroguthaben in Banknoten. Wenn Sie Ihre Banknoten los werden möchten, werden Sie diese kaum vernichten, sondern einfach etwas kaufen, also gegen Waren oder Dienstleistungen eintauschen. Die Banknote bleibt weiterhin bestehen, einfach in einer anderen Tasche.

      Es macht auch absolut Sinn, dass ausschliesslich die Nationalbank, und nicht etwa die inländischen Banken, die Geldmenge der gesetzlichen Währung direkt steuert.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Noch etwas: Das ist eben genau der Unterschied von Notenbankgeld zu Kryptowährungen: Leztere sind Aktiven des Emittenten mit Eigenkapital auf der Passivseite, welches der Emittent als Gewinn bei der Geldschöpfung verbucht.

      Notenbankgeld ist aber eben kein Aktivum, wie Sie und SNB-Jordan und der Bundesrat meinen. Nein – Notenbankgeld ist ein Passivum, dessen Wert vom gegengebuchten Aktivum abhängt.

      Ohne dieses Aktivum darf die SNB kein Geld schöpfen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Ach was

      Notenbankgeld ist so unterschiedlich von Kryptowährungen (ihre Blockchain“) wie schwarz oder weiss, unten oder oben, links oder rechts, plus oder minus.

      Sie verwechseln die zentralsten Grundlagen einer Geldemission.

      Bei Krypotgeld entsteht Eigenkapital – bei Notenbankgeld Fremdkapital.

      Diesen Unterschied sollten Sie sich nun endlich einmal merken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Ich habe es Ihnen doch soeben erklärt. Aber Sie können sich trösten, Herr Jordan unterliegt demselben Irrtum wie Sie. Auch er verwechselt Eigen- und Fremdkapital.

  45. Das schöne an dieser Politik ist doch , dass all diese Herren dann in Pension gehen wenn diese Blase platzt mit gutem Ruhegehalt. Die Enteignung der Spahrer wird noch ein gewaltiger Bummerang werden wenn all diese Leute nichts mehr anspahren können weil die Nat Bank unkontrolliert agieren kann.

    • @ P. Xenon…..

      Wissen Sie was in Prag 1419 passierte ?

      Ich glaube nicht das diese Herren sich mit ihren fetten Pensionen in den Ruhestand verabschieden können, wenn sie dabei eine Schweiz im Crash hinterlassen….

    • @ P. Xenon

      Ich kann schon die Zeitungsartikeln durchsichten:“ wer hätte schon gedacht….wer hätte vorgesehen…es kam so überraschend…“
      Und dann unendliche Interview von berühmte Professoren, die das bestätigen alles…
      Ein Dèjà vue à la 2008….wissen wir wie alles eingespielt ist. Und niemanden ist Schuld…oder Verantwörtlich, wenn ein quasi Nobelpreis und Guru à la Rogeff diese Politik bestätigt.
      Geht eine von diesen “ ehrlichen“ Menschen nicht Golf spielen deswegen?
      Tja….wir haben leider den eindrück, dass niemanden weiss wie diese Politik in den nächsten 100 Jahren zurück gespielt werden kann….aber dann braucht vielleicht keine ZB mehr, wenn die Cryptowährung übernehmen…oder die Cryptoquarkini…who knows…
      @ Walter Roth
      Prag 1419 die erste Festersturz….

    • @P. Xenon

      Danke

      Ja die SNB agiert unkontrolliert.

      Sie nützt das aus und lässt sich durch die Exportindustrie missbrauchen.

      Ein PUK wäre das Klügste.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Danke

      Leider hat dieser Kommentar hier von Ihnen etwas Bedrohliches an sich. Bitte verzichten Sie doch auf solche Kommentare. Ansonsten schätze ich Ihre Kommentare stets.

      Feundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Roth Walter

      Wir leben in der Schweiz und im Jahr 2019. Und nicht im Jahr 1419 in Prag. Also komm‘ auf den Punkt.

  46. Mit Minuszinsen auf alle Sparkonten und Bargeld könnte man die Wirtschaft tatsächlich ankurbeln, dieses Instrument eignet sich vor allem in einer Krise. Denn dann würde der Sparer sein Geld lieber ausgeben, als es auf der Bank zu lagern. Die Geldumlaufgeschwindigkeit würde anziehen – was die eigentliche Ursache für eine Ankurbelung der Wirtschaft ist.
    Dass man dann sein Geld in Land investiert kann man einfach unterbinden.

    Die Minuszinsen auf irgendwelchen SNB Konten, halte ich eh für nicht wirksam. Hat ja bisher auch wenig bis nichts gebracht und die Chance je wieder Pluszinsen zu bringen werden immer aussichtsloser.

    • @ AJD…….
      Nein eben nicht, in so einer echten Krise würde der Sparer sein Geld nicht ausgeben, sondern horten.

      Vernünftig wäre es das Geld bei sich zu horten und eben nicht auf der Bank zu lassen wo es konfisziert, abgewertet und Währungsreformiert werden kann.
      Und wer noch klüger handelt würde Vorräte kaufen und Gold / Silber beiseite legen…. denn das lässt sich nicht Entwerten.
      Darum funktioniert das ganze ja nicht wirklich, und die reden ständig von der Bargeldabschaffung…. weil man nur so den vernünftig Vorsorgenden davon abhalten kann das zu tun, was gescheite Leute angesichts einer Krise eben tun….. Sparen, Vorsorgen und beiseite legen.

      Mit solchen Methoden kann man nur die Finanzindustrie beeinflussen weil die immer auf der Suche nach Gewinnen sind und also das Geld arbeiten lassen müssen.
      Aber diese Industrie ist eben nur ein Teil der ganzen Geschichte, die Menschen die nicht spekulieren aber auch Geld besitzen, sind der andere Teil.

    • @AJD

      Minuszinsen bedeuten, dass die Banken der Wirtschaft Kapital entziehen (wozu?, für Boni oder Reserven im Hinblick auf kommende Währungsverluste wie die SNB?)

      mfG

      Marc Meyer

    • @Walter Roth/Marc Meyer Dr.
      […] Nein eben nicht, in so einer echten Krise würde der Sparer sein Geld nicht ausgeben, sondern horten. […]

      Eben deshalb führt man Minuszinsen ein, damit Geld nicht mehr gehortet wird. Und diese Idee hat überhaupt nichts mit Bargeldverbot zu tun. Denn Silvio Gesell, von dem die Minusinsidee stammt, wollte Geldscheine, die mittels Marken monatlich entwertet werden. Aber nicht als Steuer, sondern als Rostung, damit das Geld der Entwertung von Lebensmittel gleichgesetzt wird, da so Geld einem natürlichen Prozess angeglichen wird. Mit anderen Worten der Käufer hat den selben Druck Waren zu kaufen, wie der Verkäufer, dem die Waren mit der Zeit ungenießbar werden lassen.

      Aber die Minuszinsen sind bei weitem nicht die einzige Maßnahme die Silvio Gesell vorschlug. Ein neues Bodenrecht würde Spekulationen am Boden verhindern. Man müsste generell bei der Kreditvergabe auf Zins und Zinseszins verzichten, was zur Folge hat, dass die mathematischen Fehler im heutigen Geldsystem behoben werden, da Zins und Zinseszins einen exponentiellen Anstieg beschreiben, der mit den Ressourcen der Erde niemals abgeglichen werden kann. Daher gibt es auch alle ca. 75 Jahre einen großen Crash. Finanzcrashs traten seit 1720 zuerst nach 62 Jahren, danach pünktlich alle 75 Jahre auf. Zufall aber auch. Aber irgendwann crasht die Weltwirtschaft dank diesem falschen Geldsystem richtig und dann ist die Party auch für die Superreichen zu Ende, die dann leichte Beute von einem wütenden Mob sind.

      Weitere wichtige Massnahmen sind laut Gesell, dass die totale Geldmenge mit dem BIP immer übereinstimmt. Dies muss wöchentlich angepasst werden. So gibt es weder nennenswerte Inflation noch Deflation und das Geldsystem würde endlich stabil werden. Somit können nicht einige wenige Banker ganze Kontinente beeinflussen.

      Dieses Idee ist seit 100 Jahren bekannt und wurde auch schon 2x getestet, unter anderem in der österreichischen Ortschaft Wörgel. Es gibt seither zahlreiche Gemeinden in Deutschland, die ein solches alternatives Geldsystem parallel verwenden. Es gibt also durchaus erfolgreiche Langzeitexperimente.
      In Wörgel wurde die Arbeitslosigkeit mitten in einer Hyperdeflation praktisch ausgeschaltet, weil mit dem Geldumlauf von rund 200 Bezahlungen mit einem Geldschein pro Jahr der 200 fache Wert des Geldscheins hervorbrachte. Die heutige Geldumlaufgeschwindigkeit des Euro liegt bei 0.8, was erklärt, wieso die Währung nicht funktioniert. Von der Schweiz finde ich die Daten nicht.

      Mit anderen Worten: Hätten wir eine exakte CH-BIP Geldmenge von 678 Milliarden und eine jährliche Umlaufgeschwindigkeit von 200, würde dies eine jährliche reale Kaufkraft von 135 Billionen hervorbringen! Dagegen schaden die maximal weggenommenen Minuszinsen von jährlich 56 Milliarden bei max. 12% der Wirtschaft in keiner Weise. Silvio Gesell beschrieb, dass die Minuszinsen sowieso nur am Anfang maximal 12% sein sollten, bis es jeder checkt, dass man Geld nicht horten soll, danach kann man den Minuszins theoretisch bis auf null senken. Ein solches Geldsystem würde den Reichtum aller fördern und nicht nur einige Superreiche hervorbringen, die durch Zins und Zinseszins ohne einen Finger zu krümmen immer reicher werden.

      Dass Nationalbanken auf diese 100 Jahre lang von Ökonomen verhasste Idee von Gesell zurückgreifen, bedeutet, dass ihnen das Wasser weit über dem Hals steht. Leider wird ihnen Minuszinsen rein gar nichts nutzen, solange sie nicht alle Massnahmen von Gesell richtig umsetzen!

      Es gibt zahlreiche gute Literatur über das Thema.

    • @AJD

      Danke

      Minuszinsen würden die Bargeldhortung (das Halten von Banknoten) nicht vermindern, wie Sie schreiben, sondern vergrössern. Deshalb will Rogoff das Bargeld ja abschaffen.

      mfg

    • @Marc Meyer Dr., hier werden zu viele Themen durcheinander gebracht. Was Minuszinsen bezwecken wirklich sollen habe ich oben beschrieben.
      Die Bargeldabschaffer haben kommunistisch/totalitaristische Pläne. Sie wollen uns versklaven. Das wirkliche Ziel ist der implantierte RFID-Chip, der inzwischen weite Verbreitung in USA, Spanien, Schweden usw. findet. Bis 2025/30 sollen diese Chips weltweit als Standard eingeführt werden.

      Das Ziel dieser sehr mächtigen Hinterleute wie Rockefeller ist es, sämtliche Menschen einen Chip zu implantieren, wo alle unsere Daten darauf sind, also auch der Pass. Die Daten können die selbsternannten Systemüberwacher sehr einfach löschen, wenn ihnen jemand nicht passt und diese Entwicklung hat längst begonnen.

      Gerade jetzt werden in den USA Leute aus Banken und Kreditinstituten geworfen, weil sie auf Facebook und anderen Medien sich nicht im Interesse der Bank verhalten haben, sich also politisch inkorrekt geäußert haben. Paypal macht da immer ganz vorne mit. Auch Amazon hat Bücher aus dem Handel genommen, die ihnen nicht mehr genehm sind. Facebook löscht ohne richterlichen Beschluss unerwünschte Meinungen.

      Der Trend in den USA ist, man schaltet normale, nicht kriminelle Menschen nur wegen ihrer politischen Haltung aus, indem man das Bankkonto kündigt und wenn die Betroffenen keine neue Bank finden, drängt man sie sehr schnell in die Armut. Ohne Bargeld wären die Betroffenen gar von einem Tag raus aus dem Wirtschaftssystem und wären Obdachlos.

      Bei uns ist es noch nicht ganz soweit, aber wie wir auch am sozialen Bewertungssystem in China sehen können, führen bei einer schlechten Bewertung zu sofortigen gesellschaftlichen Nachteilen wie Reiseverbot, man kriegt kein Zugticket mehr, kann kein Geld mehr abheben und die Leute meiden einen. Diese Bewertungssysteme kann eine Regierung ständig in ihrem Interesse verändern.
      Solche Systeme hat zukünftig jede Regierung innerhalb 1-2 Jahre eingeführt. Sie sind das Ende vom Ende der Freiheit. Den Punkt wo man entschieden entgegenhalten hätte können, hat man längst verpasst.

  47. Ich kann Ihre Kritik durchaus nachvollziehen. Das Problem ist, dass eine Erhöhung der Zinsen auch kaum möglich ist. Zu viele „Zombieunternehmen“ würden dies nicht überleben, was die Banken in noch grössere Probleme stürzen würde. Die Eigenkaptialbasis der Banken ist schlicht zu dünn, um das schlummernde Verlustpotenzial zu verkraften. Wir befinden uns zunehmend in einer Abwärtsspirale, dem verzinsten Schuldgeldsystem zu verdanken. Das Ende des bestehenden Systems wird lediglich durch Aktionen wie „finanzielle Inklusion“ (tönt super..) usw. hinausgezögert.

    • @Realist

      Danke

      Die Aufgabe einer Zentralbank ist es, die Wirtschaft mit einem allseits anerkannten Zahlungsmittel zu versorgen.

      Die SNB muss nicht Strukturpolitik betreiben und Unternehmen am Leben erhalten, die der Markt sonst verdrängen würde.

      Hätte die SNB das seit ihrem Bestehen 1907 getan, hätten wir heute eine ländliche Wirtschaft vergleichbar mit Moldavien.

      mfg

      Marc Meyer

  48. Guten Tag Herr Meyer

    Aktiv- Passivzins sind nicht das Gleiche, verstanden aber wie genau wird der Wirtschaft mit Negativzinsen Geld entzogen?

    Da es für eine Bank besser ist das Geld in Umlauf zu bringen als bei der SNB zu horten wird sie stattdessen mehr Kredite (z.B. Hypotheken) sprechen. Wie Sie sagen führte dies zu der aktuellen Situation im Immobilienmarkt aber ja auch dazu, dass die Baubranche boomte.

    Ob man die Wirtschaft mit tiefen Zinsen ankurbeln kann ist von mir aus gesehen grundsätzlich fragwürdig. Mit den tieferen Zinsen steigt doch einfach die Risikobereitschaft Kapital zu investieren in eben Bereiche bei denen die Investitionsrendite risikoreicher ist. Falls die Mehrheit dieser zusätzlichen Risikoinvestitionen erfolgreich ausgehen hat man die Wirtschaft ankurbelt andernfalls geschädigt.

    • @Seppi

      Danke

      Je höher die Zinsen sind, welche die Banken der SNB bezahlen müssen, desto mehr Geld fliesst von den Banken zur SNB.

      mfG

      Marc Meyer

  49. Ich vermute, dass die SNB sowohl Aktiv als auch Passivzinsen senken wuerde. Das ueberschwemmt die Wirtschaft (global & CH) mit Gratisgeld. Einlagen bei der SNB wuerden gleichzeitig bestraft, so dass die Wirtschaft die Gelder besser abziehen und investieren.

    Hallo Blase! Adé Sparer!

    • @Reiner Zufall

      Danke

      Es gibt kein Gratisgeld. Jede Geldemission benötigt eine Gegenbuchung mit einem Vermögenswert.

      mfg

      Marc Meyer

  50. Buchverluste sind viel gefährlicher als realisierte Verluste(…)

    Kommt darauf an wann und ob sie fällig gestellt werden.

    Die NB stellt ja auch mit Kontrakten welche in der Zukunft fällig werden die Banknoten von Heute zur Verfügung.

    Die SNB wird in Ihrer Macht überschätzt, denke ich. Dennoch kann sie fatale Signale senden.

    PS: Heute gesehen…“familienfreundliche“ Wohnung für läppische 3500.- pro Monat Mietzins.

    Ich denke die Schweiz ist einfach kaputt. Wir haben seltsame „Abgabenvögte“ (BAKOM, SERAFE, Krankenkassen, Strassenverkehrsämter, Energieversorger) mit einer unheimlichen unregulierten Macht welche sogar auf eine Art Recht sprechen können.

    Die SNB ist da die Kirsche auf dieser Torte.

    • @Informatiker

      Danke

      Wichtig ist; Auch Buchverluste können zum Konkurs führen. die Gefahr ist sogar noch grösser als bei realisierten Verlusten, weil die Positionen noch offen sind.

      mfg

      Marc Meyer

  51. Ich kann nicht ganz Zustimmen, was ihre Herleitung angeht – das der Negativzins aber kein gangbarer Weg ist, dem stimme ich nur all zu gerne zu.

    Die Zinsmechanik und die Buchungslogik der Zentralbanken stammt noch aus Zeiten, als Geld etwas physisch abgestütztes war (die letzten Überreste davon gingen in den 70ern mit Aufhebung des Goldfensters verloren). Heute ist es einfach ein „Schaffen“ von Reservegeld auf Knopfdruck (solange man mit dem Franken etwas kaufen kann, kann die SNB die Geldmenge steuern – wenn auch innerhalb gewisser Grenzen [Zimbabwe lässt grüssen]). So wie ich das sehe, betrifft die unorthodoxe Meinung von Ihnen, Herrn Meyer, diesen Vorgang der Schaffung (und übrigens nicht die buchhalterische Abbildung davon). Während die meisten von einem Push der SNB ausgehen (die SNB also Geld „schöpfen“ kann), sieht Herr Meyer es als Pull (sie kann nur, wenn die Banken wollen – diese ihr Kredit gewähren). Die Banken „leihen“ bei Herrn Meyer’s Modell der SNB Geld. Die „normale“ bzw. Mainstream-Meinung ist, dass die Marktteilnehmer bzw. indirekt dadurch die Banken, durch frisch gedrucktes/erschaffenes Geld „versorgt“ werden – was so lange geht, wie wir Franken oder darauf lautende Depositen als Zahlungsmittel akzeptieren und sich ein Verkäufer für Assets finden lässt. Rein buchhalterisch läuft es tatsächlich drauf hinaus, dass die Banken ein Guthaben ggü. der SNB erhalten (diese also Schulden macht), z.B. beim Kauf von Euro: Währungsreserven / Girokonti Banken (direkt oder indirekt via anderer Marktteilnehmer).

    Anders als z.B. das FED sind der SNB die Hände in Offenmarkt-Geschäften relativ gebunden (z.B. keine „Monetisierung“ bzw. Kauf von Staatsanleihen – was sicherlich gut ist). Ihr bleibt dafür z.B. die Währungskäufe oder die Repo-Geschäfte. Wie hängt das mit dem Zins zusammen? Eigentlich spielt es, aufgrund der besonderen Natur der SNB, keine Rolle ob nun Aktiv oder Passivzinsen gesteuert werden – beide müssen am Ende in die gleiche Richtung gehen. Wenn eine Expansion angestrebt wird, muss die SNB die Zinsen senken – und zwar sowohl auf der Aktiv- wie auch auf der Passivseite. Wenn die SNB eine Direktkredit-Plattform einrichten würde, bei dem ein jeder so viel Kredit aufnehmen kann wie er will – einzig mit dem Ziel jedes Investitionsprojekt anzukurbeln und jeden Konsum zu finanzieren – was müsste geschehen? Buchhalterisch käme es zum Buchungssatz: Darlehen / Depositen Bevölkerung (Alternativ: Notenumlauf wenn Bar ausgehändigt). Damit auch möglichst viele das Angebot wahrnehmen, bräuchte es einen Zins der tiefer liegen muss, als der Marktzins. Nun wäre es ja aber unlogisch, die Zinsen nur auf dem Darlehen zu senken und gleichzeitig auf der Deposite einen höheren Zins zu bezahlen – Ziel ist ja, das Geld in Umlauf zu setzen und es für „produktive“ Zwecke einzusetzen. Wenn Sie das erstaunt, überlegen Sie sich grundsätzlich mal wie das Bankengeschäft funktioniert – Passiv- und Aktivzinsen korrelieren immer, wobei in der Regel erstere tiefer sind wie letztere (sonst gäbe es keine Hypo-Bank mit Gewinn).

    Ob nun Aktiv- oder Passivzinsen – „negativ“ Zinsen setzen sowieso perverse Anreize. Einerseits gibt die Nationalbank dem „normalen“ Bürger zu verstehen, andererseits kann man es auch als anhaltende Subvention/Umverteilung von Sparer an den Exportsektor sehen (das war ja der Stein des Anstosses für die massive Ausweitung der Bilanz und der damit einhergehenden Negativzinsen). Wie Sie auch richtig beschreiben führt diese anhaltende Ultratiefzinspolitik zur Blasenbildung in diversen Vermögensmärkten – Immobilien ganz zu forderst. Die Banken versuchen ihre „teuren“ Reserven bei der Nationalbank durch möglichst attraktive Kreditschöpfung doch noch Gewinnbringend anzulegen und gewähren damit viel zu günstige Kredite.

    Alles in allem hat der gesamte Westen ein Problem in der Geldpolitik: Die alte Weisheit von Bagehot „lend freely but dearly“ stimmt schon seit dem Moment nicht mehr, als unsere Zentralbanken für mehr als nur die Preis- und Bankenstabilität verantwortlich wurden. Die Zinssenkung als Wundermittel produktiver Engpässe, insbesondere nach Schulden-Krisen wie 2008, sind in diesem Sinne das gleiche, wie wenn man einem Alkoholiker auf Entzug einfach noch mehr Schnapps gibt. Das hört irgendwann auf – entweder freiwillig oder weil der Patient eine Zirrhose bekommt.

    • @monetaria

      Danke für Ihren ausführlichen Beitrag.

      Ich gehe mit Ihnen einig, dass Aktiv- und Passivzinsen sich gleichgerichtet verhalten.

      Nur; das Problem bei der SNB ist, dass sie keine Investitionen in der Schweiz tätigt. Bei der SNB können nur die Passivzinsen eine Wirkung im Frankenraum entfalten.

      Und je mehr Zinsen die Banken der SNB bezahlen müssen desto mehr wird dadurch die Wirtschaft beeinträchtigt.

      Anders sähe es in einer geschlossenen Volkswirtschaft aus:

      Da könnte die Zentralbank in die eigene Wirtschaft über die Aktivseite ihrer Bilanz nicht mehr Kapital zuführen, als sie dieser über ihre Passivseite entnimmt.

      Geldpolitik ist somit in einer geschlossenen Volkswirtschaft ein Null-Summen-Spiel

      Die Zentralbank kann die Zinsen in einer geschlossenen Volkswirtschaft gar nicht beeinflussen (ausseer ev. Drehung der Renditekurve)

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  52. Ich dachte, eine Senkung der Aktivzinsen bedeutet, dass Geschäftsbanken Nationalbankgeld zu einem tiefen (bis zu negativem) Zinssatz aufnehmen können. Dadurch können die Banken „billiges“ Geld in Umlauf bringen und die Wirtschaft (oder zumindest die Schuldenbedienung) so temporär am Leben halten. Wenn das nicht stimmt, und Herr Meyer recht hat: Wie ist die Geldschwemme der letzten Jahre zu erklären. Ich brauche da mehr Infos, über einen Tipp betreffend Standartliteratur welch die Aussage von Herr Meyer erklärt würde ich mich freuen.

    • Die Problematik dürfte vor allen Dingen dort verortet sein, dass es so etwas wie physisches Geld ja schon lange nicht mehr gibt. Unser Geld ist vor allen Dingen „Depositen-Geld“ d.h. Guthaben ggü. Institutionen. Die „Geldschwemme“ gab es in den vergangenen Jahre effektiv: Die Nationalbank flutete die Girokonti der Geschäftsbanken (auf indirekte Art und Weise) durch den Kauf von Euro zum fixen Kurs von 1.20 (Buchung: Währungen (Aktiv) / Giroguthaben Banken (Passiv)). Theoretisch dienen diese Girokonti dann als Basis für eine weitere Kreditexpansion der Geschäftsbanken (vorausgesetzt sie halten die Reservequote ein). Würde die Notenbank diese Girokonten zu gut verzinsen, würde allerdings der Anreiz geschaffen, dass die Banken das Geld lieber dort parkieren und nicht für die Kreditvergabe nutzen bzw. „Excess Reserves“ halten. So passiert in den USA – das FED bezahlte grundsätzlich nie Zinsen auf den Girokonti – mit dem Quantitative Easing dann plötzlich doch, das Resultat war, dass die Banken durch das parkieren von Geldern beim FED auf sichere Art und Weise mehr verdienen konnten, als das Reservegeld weiter zu multiplizieren (ein Grund warum QE relativ bescheiden wirkte). Durch die Negativzinsen sollen in Theorie also die Banken dazu gedrängt werden, mehr Kredite zu vergeben (was das Volumen an Investitionen und den Konsum erhöhen soll, da sie auf dem Kreditmarkt eine positive Rendite erwirtschaften sollten) und, ebenso perfid, den Sparern zu verstehen gegeben werden, dass sie aufhören sollen ihr Geld zu horten. Jeder Sparfranken begründet eine Verbindlichkeit der Geschäftsbank ggü. dem Kunden, aber primär auch ein Guthaben bei der SNB – müssen logischerweise die Konditionen verschlechtert werden (vgl. z.B. das Dilemma der PostFinance). Was passiert z.B. vereinfacht bei einer Lohnzahlung:
      beim Arbeitgeber: Personalaufwand / Bank A
      beim Arbeitnehmer: Bank B / Lohnertrag (sofern der Buchhaltung führt)
      Bei Bank A: Guthaben Arbeitgeber / Nationalbank
      Bei Bank B: Nationalbank / Guthaben Arbeitnehmer

      (allenfalls wird auch direkt gecleart)

      Notabene ist das ganze hierzulande wohl eher eine Nebenerscheinung des Exportschutzes – die Geldpolitik der SNB ist klar extern orientiert (d.h. der Franken soll nicht stärker werden), während z.B. die Politik der FED oder EZB stärker inlandsorientiert ist. Das aber das eine zum anderen führt zeigt die leidenschaftliche Regulierungswut, mit der die SNB versucht, die „exzessive“ Kreditvergabe zu vermeiden (antizyklischer Kapitalpuffer etc.), weil sich bereits Blasen gebildet haben. Aber das ist halt die logische Konsequenz dieser Tiefstzinspolitik – sie teilt den Menschen mit, dass Sparen nichts mehr Wert ist und animiert, da risikolose Optionen nicht mehr zur Verfügung stehen, dazu exzessive Risiken einzugehen um eine Rendite zu erwirtschaften.

    • @Marc

      Sie betrachten Geld als Aktivum der SNB anstatt als Passivum.

      Es gibt dazu keine Literatur.

      Die herrschende Lehrmeinung betrachtet seit Jahrzehnten Notenbankgeld als Aktivkredit der SNB anstatt als Passivkredit.

      mfG

      Marc Meyer

    • @monetaria

      Danke

      Sie schreiben:

      „Theoretisch dienen diese Girokonti dann als Basis für eine weitere Kreditexpansion der Geschäftsbanken“

      Es ist wichtig, festzuhalten, dass die Girokonti der Banken bereits die Kredite der Banken an die SNB darstellen. Das Kapital fliesst von den Banken zu der SNB und nicht umgekehrt.

      Da Banken gewähren der SNB keine Kredite, um diese woanders zu investieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer

      Insofern das Banken eine Mindestreserve bei der SNB halten müssen eben schon. Das ist der Kern des Fractional Reserve Bankings.

      Die Logik stammt effektiv noch aus einer Zeit, inder Geld in der Endkonsequenz durch einen physisch feststellbaren Wert gedeckt war. Im besten „Lombard Street“-Manier hielt dort die Zentralbank die „ultimative“ Reserve aus Gold. Alsowar das Guthaben bei der Nationalbank effektiv etwas, das wiederum durch etwas physisch konkretes auf der Aktivseite der Bank (ab 1870 bis 1914 mehrheitlich Gold, danach ab 1945 bis 1970 Dollar der Fix in Gold getauscht werden konnte) gestützt war. Seit dem Bruch des letzten Goldlinks und der Phase des ungebremsten Fiat-Geldes ist diese Logik aber zugegebenermassen etwas zirkulär geworden.

  53. Fiat lux!

    Es gibt noch Leute die Klar Text sprechen können…und anderen, die sie weit Irren können…
    Es ist doch klar, dass der Professor das gerade an SNB empfphielt, wenn diese dann in der USA investiert….
    Die meisten, auch Ökonomen sehen nicht, was gerade falsch läuft…
    Es wäre wie, wenn die Physiker jetzt uns alle empfehlen würden, dass wir mit negative Energie und / oder schwarze Energie das Energie Problem der Welt lösen können…Denkbar ist alles, aber nicht alles ist realistisch!

  54. Voodoo Economics à la Jordan, medial begleitet vom Zentralorgan der FDP. Negativ-Zinsen, negativ wie das Wort schon sagt:

    Sie wirken wie eine Steuer auf Ersparnisse. Um diese zu umgehen, werden Gelder, wo es möglich ist, in andere, risikoreichere Anlagen umgeleitet und führen zu potentiellen Blasen.

    Eine Umverteilungsaktion, die Gewinner und Verlierer schafft. Die Nationalbank schützt damit die Industrie und den Tourismus vor einer Frankenaufwertung. Auch Kreditnehmer profitieren: Hausbesitzer erhalten günstige Hypotheken, Unternehmen können sich zu guten Konditionen fremdfinanzieren. Die Lackierten sind – einmal mehr – ältere Menschen, die sich mit ihrer AHV-Rente und den mittlerweile zinslosen Ersparnissen durchseuchen müssen.

    • @Prättigauer

      Danke

      Im Grossen Ganzen bin ich mit ihnen einverstanden.

      Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Banken die Negativzinsen auf die Hypotheken überwälzen.

      mfG

      Marc Meyer

  55. Die SNB weiss nicht was sie tut.
    Den Politikern ist das scheinbar egal.
    Für die ist die Hauptsache, dass die SNB
    die Exportindustrie subventioniert und
    die Rentner enteignet.
    Hauptsache die SNB tut was, was genau
    ist den Politikern egal, denn sie
    verstehen von Buchhaltung zu wenig
    und Negativzinsen werden in den Lehrbüchern
    der Nationalökonomie nicht behandelt…

    • @Reaktor

      Danke

      Ja. In Bern scheint niemand der Buchhaltung kundig zu sein – nicht einmal der Bundesrat – sonst würde dieser nicht Notenbankgeld als Liquidität der SNB bezeichnen (siehe Antwort der Bundesrates auf Motion Hans Kaufmann „Verschuldungslimite für die SNB“).

      mfG

      Marc Meyer

  56. Der CH-Bürger lebt in der Matrix, unsere Regierung vermutlich auch. Die ganz grossen Fäden werden anderswo gezogen.

    • @Figugegl

      Danke

      Ja. Mich würde interessieren, was SNB-Chef Jordan an den Sitzungen mit den „Bilderbergern“ bespricht.

      Er war doch dort? Nicht wahr?

      mfG

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer Dr.:
      Herr Jordan wird nicht zu den Bilderbergern eingeladen um irgend welche Sitzungen abzuhalten oder Besprechungen zu führen, sondern um Befehle entgegen zu nehmen!

    • @Visionär

      Danke

      Noch schlimmer!

      Posten Sie dies doch ganz oben, damit alle es sehen.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  57. Sind Negativzinsen nicht einfach Zwangsabgaben, die allen auferlegt werden, um die gewaltigen Defizite, die durch Zocken, Schulden machen, bezahlen mit Fiat- Geld aus der Druckerpresse aufgehäuft wurden, wenigstens teilweise zu beheben? –
    „Framing“ einen so schönen Euphemismus für weitere Zwangs-Enteignung habe ich noch nie gehört!

    • @Katharina

      Ja. Die SNB will jettz möglichst hohe Zinserträge erwirtschaften, um ihre kommenden Devisenverluste abzufedern.

      Die Pensionäre zahlen die Zeche für die Fehlspekulationen der SNB am Devisenmarkt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  58. IP ist oft interessant, aber auf die hasserfüllten und unsachlichen Beiträge von Marc Meyer sollte man besser verzichten Nur ein Beispiel: dank der durch die Negativzinsen mitverursachten Nullinflation haben die Rentner
    die Kaufkraft behalten kännen, was wieder die Wirtschaft stark ankurbelt.
    Die sehr professionelle SNB verdient volle Unterstützung

    • ähhm…

      Die Argumentation der SNB ist die, dass dank sinkender Zinsen bzw. seit einigen Jahren eben gar Negativ-Zinsen die Inflation ERHÖHT (nicht gesenkt) werden sollte. Sehen Sie einen Konflikt Ihres Lobs auf die SNB mit Ihrer Aussage von „dank Negativzinsen Nullinflation“?

    • @ Herbvert W.

      darf ich fragen was Sie denn sind ?
      Ein Schlafschaf oder sowas….?

    • @Herbert W

      Die tiefe Inflation ist das Resultat des starken Frankens und der dadurch tiefen Importpreise.

      Die SNB bekämpft der starken Franken.

      mfG

    • @nachdenklicher Nachdenker

      Danke

      Die Argumentation der SNB ist ein einziger Wirrwarr.

      Wie sollen tiefere Zinsen die Inflation anheizen?

      Einfach nur wirr, was die SNB behauptet.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Kaufkraft der Rentner erhalten ?
      2015 Rentenerhöhung knapp 1%
      2019 Rentenerhöhung knapp 1%
      2 Säule = %
      KK Erhöhung in dieser Zeit ????
      Aha die Fernreisen wurde wurden immer billiger.
      Die Renten Anpassung sollte der Durchschnittlichen Löhnerhöhung angepasst werden.
      Nicht der Verlogenen Teuerung Lebenskosten Index !

    • @Otto Ullmann

      Danke

      Ja. Der Landesindex der Konsumentenpreise gibt nicht die korrekte Teuerung wider.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  59. Das wäre doch eine Entmündigung der Bürger und die AHV und PK könnten zu Grabe getragen werden! Und was nützt das wenn einfach alles gekauft wird wo nicht benötigt nur um den Negativzins zu vermeiden, ich höre schon die Klimaaktivisten wie die sich ab übermässigem Konsum aufregen. Die können dann nicht den Klimanotstand ausrufen sondern den Zinsnotstand!

  60. Es ist dringend notwendig, die SNB effizienter zu kontrollieren. Es darf nicht sein, das die SNB unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit die Schweizer Wirtschaft und insbesondere die Sparer dermassen schädigt.

    … und genau dort hapert es seit Jahren in Bern!

    Ein Komplettversagen der Politik wenn es um das Thema ‚kontrollieren‘ geht. Die Politik versagt als ‚Oberaufsicht‘, statt zu agieren wird nur reagiert, wobei das reagieren ist eher man gibt sich überrascht. Die Politik ist es auch, die auch noch zum Zeitpunkt der Offenlegung, dass Kontrolleuren die Kontrollen verweigert werden, weiter mit Untätigkeit glänzt.

    Also muss es doch nicht überraschen dass sozusagen bei allen dem Staat nahestehenden Betrieben massive Mängel auszumachen sind. Kommt noch die ‚angebliche‘ Unabhängigkeit der Prüfer hinzu…

    Die Zeche für die ganzen Machenschaften zahlt der Konsument und dies in Zukunft wohl noch stärker, da schlicht mehr denn je versucht werden Kontrollen einzuschränken bzw. wir sprechen ja zum Teil von Verweigerung!

  61. Toller Text, danke.
    Vorallem die Erwähnung, dass die Sparer als Fundament einer Wirtschaft und Unterstützung der AHV wichtig sind. Nur die Wirtschaft ankurbeln auf Pump bringt Nichts, denn das war in den USA bis 2008 der Fall. Crash!
    Jedoch bin ich nicht Ihrer Meinung, dass negative Passivzinsen der SNB nicht zu günstigen Krediten führen. Denn Geldinstitute parkieren ihr Geld nicht mehr bei der SNB sondern bei Kreditnehmern. Damit viele Kredite vergeben werden, müssen die Zinsen für die Kunden tief gehalten werden. So führt die Negativzinsenpolitik der SNB tatsächlich zu mehr Konsum, aber eben auch zu einer höheren Verschuldung.

    • @Manuel

      Mit ihrem Billig-Franken-Kurs lockt die SNB Kapital an.

      mfG

      Marc Meyer

  62. Negativzinsen in diesem Ausmass funktioniert nur, wenn man die Verwendung von Bargeld massiv verkompliziert. Einerseits müsste man die Tausendernote abschaffen, denn diese erlaubt zu viel „Wert pro Kubikmeter“. Andererseits müsste man auch eine Gebühr für die Verwendung von Bargeld einführen, etwa beim Bezug am Schalter oder Automaten, oder bei der Einzahlung ebenda. Und diese Gebühr würde von den Händlern dann ebenso weitergegeben. Eine „vorgezogene Recyclinggebühr“ auf Bargeld, sozusagen. Hoffen wir, dass es demokratische und rechtsstaatliche Mittel gibt, um diesem Treiben den Riegel zu schieben. Sonst sehe ich schwarz für unsere Giro-Guthaben…

    • @Seppi:
      Mit Ihrer Einschätzung „Negativzinsen in diesem Ausmass funktioniert nur, wenn man die Verwendung von Bargeld massiv verkompliziert“ haben Sie selbstverständlich zu 100% recht.

      Die Problematik:
      Mit unzähligen neu erschaffenen Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung wird den Menschen gezielt Freiheit vorsugeriert, so dass sie selbst freiwillig mehr und mehr auf die Verwendung von Bargeld verzichten. Leider verwechseln dabei alle Freiheit mit Bequemlichkeit. Wenn dann (bald) 90% aller Bezahlungen sowieso freiwillig elektronisch von statten gehen, kann man dann das Bargeld definitiv abschaffen (verbieten), ohne dass die Sklaven gross dagegen aufbegehren werden, denn man ist ja auf den ersten Blick nicht direkt davon betroffen!

      Schweden hat Bargeld praktisch bereits abgeschafft, im EU-Raum wurde in den meisten Ländern der 500er EURO-Schein verboten, und Barzahlungen sind bereits in allen Ländern betraglich limitiert.

      Es ist also eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Bargeld global verboten wird und der Massenenteignung durch Minuszinsen nichts mehr im Wege steht. Die neu lancierten Banknoten der SNB sollen diese Tendenzen wahrscheinlich einfach etwas verschleiern…

  63. Ökonomie scheint mehr eine Religion zu sein denn eine Wissenschaft.

    Ironie der Geschichte ist, dass gerade der bürgerliche Bundesrat inkl. Parlament eine masslose Verschuldung der SNB und damit der Schweiz zu verantworten hat.

    Den „Linken“ hätte man diese Geldpresse schon längst abgestellt, erst recht wenn das Geld nicht den Ausländer sondern unseren Rentnerinnen zugekommen wäre.

    Aber ja, unsere IV-Bezüger sind ja Schuld das der Staat kein Geld mehr hat..

    • Frei nach Bismark …..

      …..“ist Politik keineswegs eine Wissenschaft, wie die Herren Professoren meinen, sondern eine Kunst“.

    • @Büezer

      Danke

      Genau.

      Das ist die Krux

      Oekonomie wird leider oft auf Religionsstufe angehoben. Die SNB fördert das mit Ausdrücken wie „die SNB ist für die Ewigkeit“, „unbeschänkt“ usw.

      Dabei ist Oeknomie nur klarer Sachverstand. Die Buchhaltung ist eines ihrer Werkzeuge.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  64. Die Wirtschaft wird durch negative Passivzinsen der SNB tatsächlich kräftig angekurbelt! Die Banken, die häufig „Buchhaltung “ verstehen, sind so dumm nicht. Selbstverständlich leihen sie ihre Passivgelder lieber an Kreditnehmer aus, als sie der SNB zurückzuschieben und dafür Negativzinsen zu bezahlen. Diese Logik scheint mir nicht schwierig zu verstehen! SNB-Bashing ist populär, deshalb aber nicht immer richtig!

    • @Benjamin Black

      Danke

      Passivgelder werden nicht ausgeliehen – Aktivgelder werden ausgeliehen.

      mfg

      Marc Meyer

  65. Nennt doch die „Negativzinsen“ GEBÜHREN, dann ist jedem klar, um was es sich handelt. Zumindest dem einfachen Bankkunden ist heute schon verständlich, was ein Gebühr ist!

    • Richtig, Negativ-Zinsen im rechtlichen Sinn gibt es gar nicht! Es sind Zwangsabgaben!
      Aber wie meistens macht da die Finanzindustrie inkl. SNB ihre eigenen Gesetze.
      „Recht wird Unrecht, Unrecht wird Recht, aber jenes Recht, mit dem wir leben, steht nirgendwo geschrieben“.
      Ach ja, in Bezug auf „Gebühren“: Nur der Staat kann Gebühren erheben. Die Banken nennen ihre Honorare selbstherrlich „Gebühren“. Auch hier wieder eigenes Recht.

    • @Heinrich Gretler und Rückbauer

      Negativzinsen an sich sind nicht negativ – negativ ist, dass die SNB einen positiven Zinsensaldo erwirtschaftet – die Negativzinsen also tiefer ansetzt, als nötig, und so zu Einnahmen auf Kosten der Wirtschaft kommt, das sind dann tatsächlich Steuern auf liquiden Guthaben bei der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Mit Passivgeldern werden Aktivgeschäfte getätigt! Sehr richtig! Die Mittelherkunft zeigt sich auf der Passivseite. Offenbar akzeptieren Sie mein Argument?

    • @Banjamin Black

      Danke

      Die SNB nimmt auf der Passivseite Kapital in Schweizerfranken auf und investiert sie auf der Aktivseite in Euro und Dollar, was ein Währungsrisiko beinhaltet.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  66. Ganz so schlecht finde ich die Negativzinsen nicht, denn einerseits finanzieren sie das Euro-Long-Spiel und andererseits ist es eine Steuer, der sich die meisten Reichen nicht ohne Weiteres entziehen können.

    • Nun ja, die „Reichen“ können sich dem Negativzins sehr gut entziehen. Sie können ihr Bargeld im Keller horten, sich Gold kaufen, Land erwerben, Häuser zulegen, ins eigene Unternehmen investrieren…. halt ihr Geld aus den Banken abziehen.
      ————
      Aber die „kleinen“ Leute können das eben kaum, denn bei ihnen wird die Pensionskasse dadurch stark belastet, denn die Pensionskassen können in so einem Umfeld kaum noch gute Gewinne erwirtschaften.

      Also nix da mit „die Reichen trifft es genauso“.

    • Danke

      Auch die ärmeren Pensionäre können sich dieser Steuer nicht entziehen.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Danke

      Ganz einverstanden.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  67. „Die fast 15 Milliarden Franken Verlust für das Jahr 2018 sind Verluste, die noch nicht einmal realisiert sind und deren Risiken somit weiter bestehen.“
    Werter Herr Dr. Meyer, Sie sind sich aber schon bewusst, dass nebst Risiken auch Chancen bestehen oder gibt es in Ihrer Welt nur schwarz als Farbe? Die SNB Bilanz per Stichtag 04.03.2019 hätte nach meinem bescheidenen Dafürhalten einen Gewinn der nicht nur den Verlust des Jahres 2018 egalisieren sondern bei weitem übertreffen würde.

    • @Trader

      Danke

      Ein Klumpenrisiko ist halt eben ein Risiko. Oder haben Sie schon mal den Ausdruck „Klumpenchance“ gehört?

      Zudem. Der Dollar kommt von 4.30 (da hatte die SNB bereits Dollars) und bein Euro fingen die Stützungskäufe bei 1.45 an.

      Bitte eine etwas längerfristige Betrachtung. Das ist meine Bitte an Sie, Trader.

      mfG

      Marc Meyer

  68. Absolut einverstanden….

    Zusätzlich stellen sich die Fragen:
    – Wie lange lässt sich die Bevölkerung diese Enteignung durch die SNB noch gefallen? Betr. alle über Spargelder, PK-Gelder etc.
    – Warum will der Staat das Bargeld wirklich abschaffen? -> totale Kontrolle der Bevölkerung

    • @Kurzundbündig

      Danke

      Ja. Die totale Kontrolle wird angestrebt und die missliche Lage der SNB bietet ideal Hand dazu, die Banknoten abzuschaffen.

      mfG

      Marc Meyer

  69. Lieber Herr Dr. Meyer,

    vielen Dank für diesen grossartigen Kommentar zur Politik der Nationalbank. Sie nennt sich „Schweizerische“, ist aber allein darauf ausgerichtet, der Exportwirtschaft Unterstützung zu bieten. Dies wird vom Schweizer Volk, das mit seinen Ersparnissen und der AHV haftet, teuer bezahlt. Unsere bürgerlichen Parteien und der Bundesrat müssen uns aus dieser Halbgefangenschaft befreien.

    • Sehr geehrter Herr Stoehlker

      Hatten Sie ihr Lunch-Meeting mit Frau Villalon? Vielleicht hat sie auch gute Ideen betreffend Fluglärm?

      PS: Entschuldigen Sie bitte meine Neugierde und Indiskretion…

    • Nun ja, „die Bürgerlichen“ gibt’s nicht, aber es gibt eine SVP.

      Und diese SVP hat immerhin den ko…. Hildebrandt entsorgt.
      Das hat ihr wenig Sympathie eingebracht, ja Blocher, Ley und andere einer langwierigen Schlammschlacht ausgesetzt, weswegen die sich nun wohl gut überlegen werden, so etwas nochmals im Alleingang anzugehen.
      Die Wischiwaschis der FDP aber werden da nicht mittun, denn die tun nie etwas für und mit der SVP, ausser seit 15 Jahren den Neid auf diese Konkurrenz zu pflegen.
      Für ihren Neid verraten die alles, auch und gerade ihre eigenen Prinzipien.

      Die CVP….. – Marginal.
      Die SP, die werden Jordan eher zum Heiligen ausrufen denn der SVP zustimmen.
      Die Grünen und die GLP, was wollen sie von Leuten erwarten die von Geld nur eines wissen …..das man besser dasjenige der „anderen“ ausgibt.

      Die SVP kann nicht jeden Kampf führen, gegen alle anderen.
      Ich kann verstehen das sie dazu keine Lust hat, auch wenns extrem wichtig wäre.

    • Guter Herr Stöhlker
      Haben Sie sich auch schon überlegt, wieviel der Industrieproduktion in den Export geht? Und wieviele Arbeitsplätze davon abhängen – direkt und indirekt (Zulieferbetriebe).
      Und wenn wir schon dabei sind:
      Wollen Sie als PR-Mensch nicht mal ihrem „lieben Herrn Doktor“ erklären, dass kurze Beiträge eher eine Chance haben, auch gelesen zu werden?! 😉

    • Korrigenda:
      Diese Stiftung müsste richtigerweise heissen:
      Stiftung gegen Südabflüge „straight“ ab Piste 16 (LSZH)

      Motto: an der Goldküste wollen sie ihre Ruhe. Fliegen tun sie zwar, aber den Lärm sollen die andern haben.

      Hat zwar mit der SNB nichts zu tun. Aber der gute Herr Stöhlker benutzt diese Plattform gleich noch zur Eigenwerbung.

      Achtung Herr Hässig: IP wird systematisch und schleichend umfunktioniert

    • Lieber Herr Stöhlker

      Vielen Dank.

      Gemäss Bundesverfassung müsste die SNB eine Geldpolitik im Gesamtinteresse der Schweiz betreiben. Das tut sie nicht. Sie meint, sie würde der Exportindustrie helfen, konnte aber noch erklären, wie Investitionen z.B. in US-Hanfaktien den Schweizer Export ankurbeln.

      Will die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, so müsste sie in der Schweiz investieren. Mit ihren Auslandinvestitionen kurbelt die SNB aber die Konkurrenz der Schweiz an.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Die andere Sicht

      Wenn die SNB die Beschäftigung in der Schweiz ankurbeln will, muss sie dann in der Schweiz investieren oder im Ausland?

      mfg

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Leider haben sämtliche Parteien den Mindestkurs befürwortet – zumindest die Parteipräsidenten.

      Das Franken-Rütli und die „Überbringung des Wunsches der Wirtschaft des Bundesrates an die SNB, am Devisenmarkt zu intervenieren“ (NZZ, Frankenrütli) war politisch nicht legitimiert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ja Herr Mayer……..

      Die SVP ist nicht ohne Sünde, klar.

      Ob die Parteien damals alle verstanden haben was der Schweiz aus dem Mindestkurs erwachsen würde…. ?
      Ich denke nicht ?

      Ich habs damals auch nicht schnell genug erkannt.
      Leider wird die Notbremse nicht gezogen, nun nachdem wir die Folgen kennen.
      Und natürlich, die SVP ist mit der Wirtschaft stark verwachsen, darum wundert es mich nicht das auch die zugestimmt haben.
      Die dachten immerhin an ihre Firmen, die SP tat das selbe nur wegen der EU…. die Schweiz war ihr dabei unwichtig.

    • @Walter Roth

      Am Anfang war die Fehlspekulation von Phillip Hildebrand.

      Genau vor dam hatte ich aber vor Hildebrand schon gewarnt (1996).

      Leider hat es Christoph Blocher auch nicht verstanden und die SVP hat viele Exporteure in Ihren Reihen.

      Ich sprach sogar an einer Tagung der Gesamtschweizerischen SVP darüber vorne am Rednerpult.

      Niemand wollte es begreifen, bis die Bank of England mein Argumentation übernahm.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  70. und was ist mit unseren sozialversicherungen?
    schätze, da müssten wir die mwst dafür um 2, 3 punkte erhöhen!
    plus eine bundeserbschaftssteuer erheben.
    die geldfluht und die tiefen zinsen sind der nährboden
    für die nächste immobilienkriese.
    die snb macht dasselbe, wie die politiker:
    statt eine massive strukturbereinigung werden die probleme
    einfach nur rausgeschoben und dadurch noch viel grösser.
    mahlzeit.

    • @giovanni

      Danke

      Ja. Die Devisenanlagen von über 700 Milliarden schiebt die SNB vor sich hin, anstatt das Problem endlich zu lösen, das sie sich selber unnötig geschaffen hat.

      mfg

      Marc Meyer

    • betongold™:
      Das ist die falsche Frage, da Negativzinsen immer nur auf eigenem, niemals auf fremden Geld zur Anwendung kommen.

    • Danke

      Ein Überangebot führt in einer Marktwirtschaft zu einem Preisrückgang.

      mfG