Ginge alles seinem Gang, hätten in der Schweiz nächstes Jahr die neuen Brandschutzvorschriften eingeführt werden sollen. Sie legen den Fokus auf die Eigenverantwortung der Besitzer.
Ein Blick nach Oberentfelden (AG) zeigt, was im Land blühen würde. Dort befinden sich an der Köllikerstrasse zwei Mehrfamilienhäuser mit einer gemeinsamen Tiefgarage.
1997 hat die Gemeinde Oberentfelden bei der Abnahme der Baubewilligung das letzte Mal in die Garage geschaut.
Fotos zeigen, wie weit die Eigenverantwortung von Besitzer und Verwaltung reicht: Brennt es hier, wirds gefährlich.
Wer einmal in der Tiefgarage ist, kommt ohne Schlüssel nicht ins Treppenhaus. Beim Garageneinfahrtstor befindet sich ein Sensor.
Ob der im Brandfall funktioniert?
Brennt’s, dann zählen Sekunden: Überall liegen explosive Materialien, ein Fluchtweg ist nicht gekennzeichnet, am Garagentor keine Fluchttüre.
Ein Luftschacht ist vorhanden. Dort befindet sich aber am Ende ein Gittertor, das sich nicht öffnen lässt.
Im August 2025 wurde gegen die damaligen Besitzer der Liegenschaften eine Strafanzeige eingereicht. Wegen Verstosses gegen die Brandschutzverordnung. Die Sache ist noch hängig.
In Crans-Montana sind jetzt immer die anderen verantwortlich. Die Aargauische Gebäudeversicherung meint:
„Der Brandschutz der genannten Liegenschaft fällt (…) in die Verantwortung der Gemeinde Oberentfelden.“
Die Gemeinde schreibt: „Der brandschutzkonforme Zustand im laufenden Betrieb liegt in der Verantwortung der Eigentümerschaft beziehungsweise der von ihr beauftragten Verwaltung.“
Die Verwaltung Berdaag AG schreibt: „(So) haben wir letztmals 2024 an der Stockwerkeigentümergemeinschaft-Versammlung das Thema traktandiert, in den Protokollen festgehalten und jedem Eigentümer auch die aktuellen Hinweisblätter der AGV mit dem Protokoll zugestellt.“
Die Fotos seien älteren Datums und nicht „mehr nachvollziehbar“. Sie stammen vom Sommer 2024.
Warum der gesetzlich vorgeschriebene freie Durchgang zu Fluchtwegen nicht gewährleistet wird, beantwortete die Berdaag AG nicht.


In den nicht Zürcher, Berner und Basler Kantonen scheint das Versagen System zu haben.
In Panama wäre das nicht passiert!
Hallo Zellennachbar! Hast Du heute Freigang?
Bringst mir bitte frische Pampers mit?
In den meisten Garagen lagert Brennstoff. Meist verpackt in Autokarrosserien.
Die Dame mit den Wunderkerzen war zum Glück noch nie in meiner Garage!
Ein Auto beginnt aber nicht so schnell zu brennen. Das funktioniert nur im Film (meistens amerikanische action Movies). Gefährlicher wird es, wenn gefüllte Reservekanister rumstehen, oder die Winter- resp. Sommerreifen (giftige Rauchentwicklung). Fluchtwege müssen per se immer so gebaut sein, dass man sie im Notfall nicht aufschliessen muss, sondern einfach ins Freie durchgehen kann.
Jetzt solltet ihr aber mal auf dem Boden bleiben. Wieso sollte es in einer Betongarage zu brennen beginnen? Und falls es doch zu einem Feuer käme, wären höchstens zwei bis vier Personen in der Garage, die sich über dies auskennen und auch einen Schlüssel für die Türen haben. Leider wird die Katastrophe in Crans Montana zum Anlass genommen werden, auf unnötigem und Kleinigkeiten herum zu hacken und die Leute zu schikanieren.
Erinnern Sie sich noch an Gretzenbach?
An den Demokraten: sehr gut sogar. Ursache war dort aber nicht das Feuer, sondern die Risse in der Decke. Diese Decke wäre früher oder später ohnehin eingestürzt. Im übrigen haben dort die Autos gebrannt, und nicht Material, dass dort auch noch deponiert war. Man sollte nicht alles durcheinander bringen.
Merkt eh keiner…
Der Finanzausgleich durchaus, wird günstiger wenn man das Aargau nicht mehr durchfüttern muss.
Was zu erwarten war….. Es gibt Bundesordner voll mit neuen Vorschriften und jede Gemeinde wird 150 Stellenprozent Brandschutz aufstocken.
Nicht nur hier der Staat kümmert sich per Se nicht um seine eigenen Gesetze, die Beamtenkaste stehen darüber, und falls man dagegen vorgeht landet man in Jahrelangen Verfahren wo es am Schluss heisst ah das war nur eine Ordnungsvorschrift oder eine Richtlinie, im besten Fall ist es gerade noch Fahrlässigkeit, in tat und wahrheit ist der Staat einfach ein Verbrecher ohne jegliche Legitimation Bürger zu bestrafen
Eigenverantwortung ist gut, aber halt nicht idiotensicher.
Früher funktionierte das, es gab sowas wie gesunden Menschenverstand.
Was nützen Vorschriften und Gesetze wenn sie nicht durchgesetzt werden, weil damit kein schnelles Steuergeld zu machen ist, wie beim den Autofahrern. Wir müssen die kostspieligen Verwaltungen massiv abbauen! Damit haben die Menschen Mittel frei, um in die Eigenverantwortung zu kommen. Solche Aufgaben kann man nicht erfolgreich zentralisieren.
Müssen wir hier jetzt auch noch den Waschküchenplan diskutieren?
Erinnerst du dich noch an Gretzenbach?
Das Leben belohnt Dummheit nicht…
Es ist eine Garage und kein Partybunker.
Was ist das für ein komischer Artikel?! Machen wir jetzt wieder einen auf selektiven Herdedruck?
Zitat: „Wer einmal in der Tiefgarage ist, kommt ohne Schlüssel nicht ins Treppenhaus. Beim Garageneinfahrtstor befindet sich ein Sensor“ >> Zur Information: das hat mit Sicherheit zu tun und wir mehrheitlich so gehandhabt.
Aber ja, einfach mal drauflos hauen und die Welt kollektiv schlecht darstellen. Viel besser wäre mithelfen, aber das wäre dann ja Arbeit. Poor! WeLoveCH#
In meiner Wohnung hängen brennbare Vorhänge, dann habe ich ein Bücherregal aus Holz voller brennbarer Bücher und in der Küche lagert zwei Liter brennbares Speiseöl und da steht sogar ein Herd, der unter Umständen das Oel entflammen kann. Im Nassbereich befinden sich ein Haartrockner, der zu gefährlichen Stromschlägen und Funken führen könnte. Und obwohl sich an den meisten Stunden des Tages Leute darin befinden, kam der Brandschutz noch nie vorbei. Finsteres Baselbiet. Gerne verfasse ich einen Artikel für IP.
Nichts begriffen, dummer Kommentar…
Aha? Also doch nicht nur das Wallis? Und jetzt alle auf die Aargauer drauflos? Bis man merkt das es in jedem Kanton das selbe ist!
Was genau macht den „finsteren“ Aargau finster? Muss der knausrige Frenkel nicht noch ein wenig in die Flixbus-Ferien?
der Kanton Spaargau mit seiner „schlanken Verwaltung“ hat schon lange nur noch Ressourcen für Stichprobenkontrollen. Überall, durch alle Departemente und Abteilungen hindurch, fehlt es an Personal und Kompetenz, um den Gesetzesauftrag ordentlich auszuführen. Aber wen interessierts? Hauptsache die Kosten für den Steuerzahler sind tiefer oder lassen sich noch weiter reduzieren. Ob der Gesetzesauftrag richtig ausgeführt wird oder nicht, merkt ja sowieso niemand, also muss auch niemand Rechenschaft darüber ablegen.
Die Welt ist ein gefährlicher Ort, die Natur noch viel gefährlicher. Gut das man jetzt alle Tümpel auf Friedhöfen und Parks entwässert, so dass Genesis-Finests sich ungehindert fortpflanzen kann.
Neben dem Wallis eignet sich der Aargau natürlich auch wunderbar zum Bashing.
viel Spass beim Löschen, wenn ein e-Auto (resp. der Akku) mal brennt
Besonders die Elektroautos fackeln gerne ab, da kommt es auf ein paar Autoreifen und Schachteln mit Plunder auch nicht an. Was ist mit den vielen Akkus in der Wohnung?
Ausserdem sind Städtische und Kantonale Brandschutz-Vorschriften unterschiedlich.
Übrigens, in Treppenhäuser darf absolut nichts herumstehen, keine Fahrräder, Fussmatten, Schirme, Schuhe oder Kinderwagen, auch nicht unter der Treppe.
Kontrolle durch Behörden oder Menschenleben? Was stimmt bei euch eigentlich nicht?
Als FDP Grossrat, dipl.Betriebsökonom und Immobilienbewirtschafter finde ich, dass der Staat hier überfordert ist.
Mein Vorschlag ist es genauso wie bei periodischen Elektrokontrollen, dass die Überprüfung alle 5 Jahre obligatorisch wird und durch private Unternehmen durchgeführt werden kann. Das kann man dann von den Steuern abziehen.
Mit diese liberalen Ordnung gewinnen alle: Private, Unternehmen und Staat.
Wenn ich die Kommentare hier lese, dann regiert die Uneinsichtigkeit und die Einfalt… Gretzenbach schon vergessen…
vor nicht allzu langer Zeit lag die Verantwortung bei der Feuerpolizei. Das hiess für eine Liegenschaftenverwaltung, wenn es zu einer Situation in der Garage kam, die brandgefährlich war, so konnte man die Feuerpolizei zu einer Kontrolle auffordern. Diese wurde dann allen Mietern oder Stockwerkeigentümern angezeigt und bewirkte, dass aufgeräumt wurde.
Doch seit einiger Zeit zog sich die Feuerpolizei und damit auch die Gemeinde aus der Verantwortung. Neu ist der Liegenschafteneigentümer, bzw. die Verwaltung zuständig. Wie die sich durchsetzen soll, ist unklar.
Ja, und welche politische Kraft ist denn im Aargau dominant?
Réduction endémique des coûts + transfert irrationnel de la prime des risques dans la chaîne des responsabilités = phénomène (sociétal) systémique de gouvernance. Un concept issus de la financiarisation de nos sociétés réelles.Tous les biens communs sont frappés (santé/hôpitaux; sécurité intérieure et extérieure/justice et police, pompier, armée, protection des données numériques sensibles; modèles éducatifs; administration (…)Le manque cruel de moyens financiers (baisse des coûts) et de personnels (secteur public) + quête du profit sans foi ni loi (secteur privé) = hypocrisie du désastre🧨
Eigenverantwortung ist dann gut, wenn man selbst die Folgen seines Verhaltens trägt. Darum fahren ja die allermeisten Leute auf der richtigen Strassenseite, denn sie wissen, dass sie sonst ihr Leben gefährden.
Von „Eigenverantwortugng“ zu reden, wenn andere die Folgen von Pflichtverletzungen zu tragen haben, ist zynisch und eine logische Dummheit.
Welche journalistische Idee steckt hinter diesem Beitrag von @Beni Frenkel? Das Sommerloch wird hier erstaunlich früh ausgerufen.
Wenn das als Journalismus verstanden wird, ist der Anspruch bemerkenswert tief angesetzt. Inhaltlich dünn, unnötig zugespitzt und wenig überzeugend.
Eine schlimme Tragödie als Aufmerksamkeitsvehikel zu nutzen, ist journalistisch verantwortungslos!!! Diese Form der Effekthascherei ist beschämend.
Ich hoffe nur, dass nie ein Elektroauto in einer Garage brennt. Weiss das jemand ob das geregelt ist ?