Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana wurde der italienische Botschafter aus der Schweiz nach Rom zurückbeordert.
Ein diplomatisches Signal, ausgelöst weniger durch juristische Detailfragen als durch den Gesamteindruck eines staatlichen Versagens.
Über Italien kann man vieles sagen – manches mag zutreffen. Zur Sache selbst trägt das jedoch nichts bei.
Die Fakten sind gravierend hinsichtlich der Vorkommnisse rund um Crans-Montana und der anschliessenden Aufarbeitung.
Die „NZZ am Sonntag“ berichtete darüber bereits vor einer Woche. Das gesamte Gebaren und Vorgehen der zuständigen Stellen sind mehr als fragwürdig.
Nach einem Unglück mit 40 Toten und zahlreichen Schwerstverletzten kam eine Untersuchungshaft verspätet trotz möglicher Fluchtgefahr, es wurden weder Absprachen verhindert noch Zeugenaussagen konsequent geschützt.
Auch Daten wurden nicht zeitgerecht gesichert, als wesentliche Grundlagen sind diese bereits verloren oder mittlerweile beeinflusst.
Im weiteren Verlauf zerfiel das Verfahren zunehmend. Obduktionen unterblieben, zentrale Elemente der Beweisführung fehlten.
Zuständigkeiten wurden delegiert, weiterdelegiert, verwässert – auch innerhalb der Staatsanwaltschaft. Verantwortung wanderte, bis sie sich auflöste.
Die Schuld wurde systematisch auf andere abgeschoben: auf Mitarbeitende, untergeordnete Stellen und verschiedene Behörden.
Besonders brisant: Teile des relevanten Personals befanden sich bereits nicht mehr im Land oder waren verstorben und standen damit als Zeugen nicht mehr zur Verfügung.
Am Ende war die Lage so unübersichtlich, dass scheinbar jeder und niemand verantwortlich war.
Zurück blieben die Opfer.
Wer glaubt, es handle sich um ein Walliser Sonderproblem, irrt.
In Zürich läuft seit sechs Jahren einer der grössten Medizinskandale der letzten Jahrzehnte – vor aller Augen, bei voller Aktenlage und bis heute ohne Konsequenzen.
Schauplatz: Rämistrasse 100, Universitätsspital Zürich. Ort medizinischer Exzellenz – und institutioneller Abschottung.
Implantiert wurden Medizinprodukte mit massiv umstrittener Sicherheit. Patienten erlitten teils schwere Komplikationen. Die Aufarbeitung blieb selektiv, Risiken wurden verharmlost oder nicht vollständig offengelegt.
Die klinischen Daten, Grundlage der CE-Zertifizierung und eines späteren dreistelligen Millionenwerts, stehen unter erheblichem Manipulationsverdacht:
Selektive Datensätze, ausgeblendete Nebenwirkungen, geschönte Resultate. Kein Ausrutscher, vielmehr ein Muster.
Nach den initialen Meldungen (durch den hier Schreibenden) folgten weitere nachdrückliche Mitteilungen und konkrete Aufforderungen, mit dem klaren Ziel, dringend erforderliche Schutz- und Begleitmassnahmen umzusetzen.
Diese blieben jedoch aus. Offenkundig, um die Tragweite des Skandals nicht sichtbar werden zu lassen, bekannte Missstände klein zu halten und deren Stellenwert nicht zu erhöhen, um eine Eskalation nach aussen zu vermeiden.
Die Folge war absehbar – und sie trat dann auch ein: weitere geschädigte Patienten. Diese Abfolge ist aktenkundig dokumentiert.
Hinzu kommt: Neben den Problemen rund um die fehlbaren Medizinalimplantate kam es zu weiteren schwerwiegenden Vorgängen, darunter mutmassliche Urkundenfälschung, Versicherungsbetrug sowie weitere potenzielle Vergehen, die im Umfeld des initialen Skandals zusätzliche Straftatbestände begründen könnten.
Auch diese führten nicht zu konsequenten, weiterführenden Ermittlungen oder spürbaren Konsequenzen.
Wie im Wallis wiederholt sich auch hier das Muster: Verantwortung wird verschoben, Schuld delegiert, Abläufe vernebelt.
Das Unispital Zürich und der fehlbare Klinikdirektor stilisieren sich zu Opfern angeblicher Kampagnen und sehen sich selbst als komplett unschuldig.
Der damalige Chef der Zürcher Herzchirurgie ist nach Italien zurückgekehrt, begleitet von Lobeshymnen – nicht mehr direkt greifbar. Zurück bleibt die Institution. Und viele offene Fragen.
Aber das Unispital Zürich ermittelt unbeirrt weiter gegen sich selbst, mit selbst initiierten, selbst beauftragten und selbst finanzierten Untersuchungen.
Sei es über mandatierte Anwaltskanzleien oder über eigens konzipierte interne Audits, während Politik und Staatsanwaltschaft zusehen.
Öffentlich werden diese als „unabhängig“ deklariert, faktisch dienen sie jedoch zur Selbstentlastung.
Die potentiell fehlbare und über die Missstände vollumfänglich informierte und auch involvierte Institution kontrolliert Ablauf, Fragestellung, Umfang und Ergebnis der Untersuchungen.
Und tut dies immer weiter mit „unerschöpflichen“ Mitteln aus dem Topf der Steuergelder.
Am Ende ist die Lage so unübersichtlich, dass scheinbar niemand mehr schuld ist. Ausser jenen, die den Schaden tragen.
Berichte, Kommunikation, Beruhigung. Politik und Aufsicht schauen zu. Die Strafverfolgung bleibt passiv – trotz Strafanzeige und Verdacht auf schwere Offizialdelikte.
Crans-Montana. Unispital Zürich. Unterschiedliche Orte und Lebensbereiche, gleiche Mechanik mit frappierenden Parallelen:
Versagen davor. Schuldverschiebung danach. Verantwortung verdampft. Aussitzen, bis es keinen mehr interessiert.
Zurück bleiben die Opfer. Und ein Rechtsstaat, der offensichtlich über Jahre wegschaut. Ein Kleinwallis. Mitten in Zürich.
Herr Plass,
Sie haben grossartige Arbeit geleistet, aber es nützt nix, die CH ist am Verlottern, sollte ich je wach und bei Verstand sein und eine OP in einem grosse Unispital benötigen, Zürich wäre niemals meine Wahl, so viel ist sicher.
Hauptsache wir haben eine Gewaltenteilung! Und die Italiener sind eh alles unwissende Mafiosi, die kommen eh nicht ‚druus’… Da lassen wir uns nicht in die Suppe spucken, wo kämen wir sonst hin!?
Fast scheint es, als gebe es ein System, welches darin bestehe, dass ganze Gruppierungen sich in staatlichen Stellen festkrallen und sich so organisieren, dass deren Angehörige maximal finanziell und persönlich davon profitieren und das niemanden zu stören scheint, auch nicht die Strafverfollger, welche hier eher an Vertuschung als an Aufarbeitunginteressiert zu sein scheinen.
Aber das ist natürlich ein falscher Eindruck. So etwas gibt es in der Schweiz nicht, wissen wir doch alle!
@t.me
Glauben Sie, es sei Zufall, weshalb die Systemfrage nie gestellt wird? Wir haben doch die direkte Demokratie, oder? Grund genug, keinen Verfassungsgericht zuzulassen, innerhalb eines Milizsystems und einer Justiz, wo es offensichtlich und nachweisbar keine Gewaltentrennung gibt. Schauen Sie sich an, wie die 2. Säule oder die Organe der Aufsichtsbehörden strukturiert sind.
das erinnert stark an die Mafia in Palermo während des Baubooms
in den 50/60-ziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
@polarbear
„Il sacco di Palermo“ ist ein gutes Beispiel, aber hier ist es heute schlimmer: In der Schweiz ist es strukturell und informell, d.h. nicht strafbar – zudem verheerender, weil es innerhalb des Milizsystems ist – Politik, Wirtschaft, Justiz, Verwaltung oder der Finanzplatz sind betroffen. Die Vertuschung, Verschleppung und Verwässerung sind gar nicht nötig. Übrigens: Sollte je die Nettozuwanderung stark zurückgehen, werden auch hier aller möglichen Umwelt- und städtebaulichen Schäden sichtbar …
…und wer glaubt es funktioniere anders, ist ein Narr!!
@Walter Merz. Richtig. Es gibt in der Schweiz eine riesige Menge an Skandalprotokollen, die nie veröffentlicht wurden.
Das Matterhorn ist im Vergleich lächerlich klein.
Die Kantonen & föderale Bern euthanasieren systematisch alles, was über den etablierten Rahmen hinausgeht.
Der Fall von USZ-Kardiologie ist keineswegs ein Einzelfall. Weit davon entfernt.
Beispiel aus vielen CH-Beispielen (nie veröffentlicht): Fall Hôpital de l’Enfance, Lausanne, 1970er Jahre: ein Kinderarzt ohne Ausbildung & ohne FMH-Titel in der Nephrologie spielte den Nephrologen. Folgen = Kinder wurden lebenslang verstümmelt, ganz ohne diagnostischen Beweise. Erst 1974 gab es echte Beweise.
Wer kümmert sich um lebenslang verstümmelte Kinder & Patienten !: Niemand in der Schweiz. Die Kinder/Patienten sind klar weggeworfen.
Noch Beispiele? De facto ist es endlos en CH von Genf bis Romanshorn.
@ElianeAB
In Italien bezeichnet „malasanità“ Missstände im Gesundheitswesen, worauf häufig rasche Massnahmen wie Beschlagnahmungen von Krankenakten oder Suspendierungen folgen.
In der Schweiz erfolgt zunächst eine administrative oder gutachterliche Prüfung, bevor juristische Schritte eingeleitet werden. Die Staatsanwaltschaft ist in mehreren Kantonen der Exekutive unterstellt, und die Aufsichtssysteme unterscheiden sich kantonal. Das Ergebnis ist ein System, das formal rechtsstaatlich aussieht, aber in der Praxis zu strukturellen Nachteilen für Geschädigte/Patienten führt.
In der Stadt Uster liegt „Irreführung der Rechtspflege“ vor, denn die im Stadtrats-Entscheid festgehaltenen Messdaten treffen „erheblich“ nicht zu, eine mutmassliche Urkundenfälschung.
Crans-Montana, Unispital Zürich oder Abteilung Hochbau und Vermessung der Stadt Uster – Unterschiedliche Orte und Lebensbereiche, gleiche Mechanik mit frappierenden Parallelen:
Versagen davor. Schuldverschiebung danach. Verantwortung verdampft. Aussitzen, bis es keinen mehr interessiert.
@Versagen
Crans Montana – dank ausländischer Berichterstattung – hat die Strukturen in der Schweiz zum Vorschein gebracht. Während Wochen: keine Hausdurchsuchungen bei der Gemeindeverwaltung. Keine Beschlagnahmung von Akten. Keine Versiegelung von Büros. Keine bekannten Einvernahmen des Gemeindepräsidenten usw. Die sog. „Eigenverantwortung“ – ist ein absichtlich politisch gewähltes Modell. Die Verflechtungen zwischen kommunalen und kantonalen, sowie die Verbindungen zwischen Nationalrat und Wirtschaft lassen keinen Zweifel daran, wozu die Floskel «Eigenverantwortung» gewählt wurde.
Das ist sehr bedenklich! Die Abläufe/Geschehnisse klingen tatsächlich recht ähnlich, wie ein „Drehbuch“, Schweiz, quo vadis? Es muss endlich wieder das Richtige getan werden.
Komm jetzt! Kritisieren wir schon das Erfolgsmodell Schweiz? Seit Jahrzehnten hat sich aussitzen, geheimhalten, gschäftlimachen bewährt. Ob Banken, Militär, Politik etc. Der Schweizer, stehts schweigsam und im Hintergrund. Ueber Geld spricht man nicht, man zeigt es noch weniger aber man nimmt es immer gerne.
Als ich in die Schweiz eingewanderte, lernte ich einige neue Wörter und Redewendungen. Die wichtigste davon: ‚aufs Maul hocken‘. Idealer Nährboden für die Protagonisten der beiden Skandale/Geschäftsmodelle.
Antwort an @Im Land der Glückseligen. Danke für Ihre Antwort. Weiss genau wie es geht (schief) in CH und viel besser ins Italien (bin gepflegt ins Lombardien & Südtirol).
In Italien erhält man auf jeden Fall sofort die Vertraulichkeit der Krankenakte, während man in der Schweiz jedes Mal (nachträglich) wütend werden muss….. damit unsere Basis-Rechte geachtet werden, auch die geringsten !
Dieses Thema ist sehr umfangreich, vor allem wenn man es auch mit Deutschland und Österreich alles vergleicht (was ich systematisch tue). Vergleiche sind ein Sport.
Gute Zusammenfassung. Dass Crans-Montana ein „Wallis-Problem“ sein soll, wie es vor allem Deutschschweizer suggerieren, ist quatsch. Es gibt in der ganzen Schweiz Filz und Sümpfe. Zürich ist nicht anders als das Wallis, ist nicht anders als Genf, ist nicht anders als Bern, ist nicht anders als Basel oder das Bündnerland.
… und bitte die Mafia-Justiz im Kanton TI nicht vergessen!
Als FDP Grossrat, dipl. Betriebsökonom und Immobilienbewirtschafter möchte ich beitragen, dass die Sachlage sehr komplizert ist und sicher nicht von Laien beurteilt werden kann. Was Crans Montana mit Wallis zu tun hat ist unklar, das Unispital hat ja richtig gehandelt und Patienten aus Crans aufgenommen.
Positiv ist, dass das Spital selber mögliche Fehler sieht und Untersucht.
Allerdings wäre es für den Kunden besser, wenn es mehr private Gesundheitsinstitutionen gäbe, die direkt Verantwortung übernehmen und wo der Kunde effektiv mit den Füssen wählen könnte.
Netter Versuch.Was die Aufnahme der Brandopfer in Zürich mit den im Artikel benannten systemischen Missständen zu tun hat, bleibt Ihr Geheimnis.
@Realitäten: immer die gleichen „piqués-collés“. Das zeigt einmal mehr, wie wenig intelligent die FDP-Mitglieder sind. K.kein Fortschritt, keine Reflexion, keine Infragestellung. Zusammenfassend das Nichts.
Ja, die FDP hat beim USZ Skandal tatsächlich die führende Rolle gespielt, der ehemalige Spitalrats Vize, der ehemalige CEO, und einige Tralala FDPler zogen/ziehen die Fäden
@Nebelpetrade: dann Artikel lesen, eventuell reicht der Intellekt die Parallelen zu erkennen. Dann sollte es kein Geheimnis für Dich bleiben. Überigens interessant: smoke&mirror Strategie, Täter Opfer Umkehr, genau darum geht es, deswegen interessanter Titel Nebelpetrade, genau eine Umkehr
Schönrederei, um das verfaulte System zu verbergen. Typisch von Leute aus der privaten Kanzeleien
Wallis ist überall, der Unterschied ist, dass da die Strukturen ersichtlich sind, dass man auch weniger Hemmungen hat zu zeigen wer dazu gehört.
In Zürich weiss man ein wenig, dass es einen FDP / Zünfte / Serviceclubs Filz gibt.
Beispiele gibt es genug…..Swissair / Datenskandal der Justizdirektion 2006-2012 / ERZ- Affäre2017-2019 /
@Wallis ist überall: Bekannte Med.Fälle:
CHUV: falscher Knöchel operiert. Die Patientin unterschreibt für «Nicht-Enthüllung». Verabreichung von Amoxicillin an eine andere Patientin, die extrem allergisch auf Amoxicillin ist (Verweigerung der Einhaltung des Allergie-Passes & Med.-Geschichte). usw.
Lugano EOC: Patient mit Amputation des falschen Beines. Weitergabe Hepatitis C bei Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln i.v…
Lugano Sant’Anna: 2 Brüste amputiert an der falschen Patientin (massiver Fehler im OP). Gyn-Chirurg kaum verurteilt.
Noch andere Beispiele der CH-Kunst der Tarnung ?!
Es gäbe auch noch diverse Beispiele, wie unliebsame Volksentscheide nicht umgesetzt wurden. Versagen. Schuldverschiebung. Aussitzen, bis es keinen mehr interessiert.
Unliebsame Volksentscheide nicht umgesetzt. Darf ich da anders fragen: „Welche Abstimmungen wurden seit 1993 umgesetzt, welche der Bundesrat zur Ablehnung empfahl, aber vom Volk angenommen wurde.“ Habe mich schon mehrfach erkundigt und ein wenig danach gefragt. Die meiste Antwort war: Gehts noch, wir leben in einer Demokratie – Nestbeschmutzer – was hast du gegen die Schweiz – Sei froh das du mal AHV erhälst und was weiss ich noch. Ein jetzt pensionierter Reporter nahm sich die Mühe mir zu antworten: Glaube nicht, auf alle Fälle kein grosse Abstimmung.
Ein Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Uraltes Sprichwort. War so, ist so, bleibt so.
Schweiz.
Corrupt Helvetica (CH)…
Die Definition von Rechtsstaat bedeutet, das sich der Staat an die Gesetzte hält die er sich selbst gegeben hat. Wenn ich auf die Karte schaue, erkenne ich kein Land mehr das demokratisch und noch weniger rechtsstaatlich ist, das selbstbild ist natürlich anders ( so wie die CH auch denkt sie wäre neutral ), aber die Realität ist natürlich eine andere. CH bildet keine Ausnahme, … Korruption, Vetternwirtschaft bis in die höchsten Stellen ist keine Ausnahme sondern die Regel, nur sloange es nicht einen selbst betrifft war es einem egal und man konnte sich moralisch über das Ausland auslassen.
Gibt sicher viel Schmerzensgeld
für die Patienten.Sicher noch
von Ärzten behauptet seien
selber schuldig !!
In der ganzen vertuschen Behörden. Korruption ist überall. Die organisierte Kriminalität nimmt stetig zu.
Was sind schon ein paar Tote nach krassem aerztlichem Versagen? Einen Parksünder würde die Zürcher Justiz mit grösster Unerbittlichkeit bis ins Grab verfolgen.
Und plötzlich sind alle, die im Fall von Crans Montana so erbärmlich übers Wallis hergezogen sind, ganz ruhig … .
Absolut spitze Berichterstattung. Am Ende bleibt es einen bitten Beigeschmack, dass ‚unsere‘ demokratischen Institutionen nur Verputz und Täuschung sind. Mafia und Korruption.
Danke für ihren Artikel Herr Plass. Ich habe schon lange gewartet, dass eine Klärung für diesen Fall kommt. Liegt das Versagen bei der Justiz oder der Politik oder bei beiden ? Es scheint dass die Schweiz besonders im Gesundheitssystem sehr grosse Probleme hat.
Die Antwort: „Die Schweiz funktioniert nach Gewaltentrennung“ von BR Guy Parmelin auf die Offensive der Italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni zeigt wieder eins: Auch die offizielle Schweiz und das oberste Organ (Der Bundesrat) hat kein Rückgrat und is nicht fähig Verantwortung zu übernehmen.
Es geht weniger darum, wer am Ende bezahlt, sondern welche Judikative in Helvetia handelt angemessen nach dem unsäglichen und wiederholten Versagen eines Kantons.
Sich hinter Floskeln verstecken und redselige Antworten von hoch-doktorierten Juristen und Anwälten vorbringen ist falsch.
Filzwirtschaft in all seinen Formen, aka Korruption sind tief und weitverbreitet in unserem schőnen Land
Sehr gute Analyse. Was bleibt aber ist die weitgehende Gleichgültigkeit der Bevölkerung gegenüber solchen Mißständen die übrigens in der Öffentlichkeit weitgehend bekannt sind. Das gleiche gilt übrigens auf Bundesebene, gestützt von einer “freundlichen” Presse die aus Selbstinteresse und Ideologie weitgehend unkritisch bleibt. Last but not least, der “Souverän” hebt, ungeachtet der miserablen Leistungen, immer wieder die gleichen Volksvertreter an der Macht…
“Cherchez l’erreur”
@honmember: Darüber hinaus ändert sich in der Schweiz trotz der Expertisen von Fehlfunktionen ganzer medizinischer Dienste nur selten etwas. Eine Expertise, dann noch eine und wieder eine, ohne Ende… Als Beispiel (unter vielen anderen) die Mängel der CHUV-Pädiatrie jahrzehntelang vor der Ankunft von Prof. S. Fanconi aus ZH. Kaum war er in den Ruhestand getreten, hat alles schon wieder angefangen. AUf FRA, wir sagen chronisch „les si classiques baronies du CHUV“. Und sogar ein vorheriger CHUV-Med-Direktor hat nichts geändert (ein Chirurg, dessen Name ich hier nicht erwähnen werde).
A.Plass spricht hier die Maisano-Sache an. Soviel man hörte, soll demnächst ein U-Bericht dazu vorliegen, von einem Alt-Bundesrichter. Endlich, möchte man sagen, nachdem wertvolle Jahre inaktiv verloren gingen. Weder das USZ noch die Gesundheitsdirektion noch die ZH-Staatsanwaltschaft bemühten sich um Aufklärung der überdurchschnittlichen Mortalität an der USZ-Herzklinik unter dem genannten Arzt. Wollte man die Sache aussitzen ? Strebt man die Verjährung an ? In der Tat, wir müssen nicht mit dem Finger auf das Wallis zeigen.
Es ist halt schon praktisch wenn man in jedem Kanton selbst Ermitteln kann. Das haben unsere Politiker ja sehr gut eingefädelt. Denn in jedem Kanton ist ja alles vorhanden
was man braucht. Von der Polizei über die Staatsanwaltschaft bis zu den verschiedenen Richter und den Gerichten bis hin zum Kantonsrat und dem Regierungsrat etc. Damit lässt sich gut im eigenen Kanton und
gegeneinander und unter einander Ermitteln. Gewaltentrennung sei Dank. Wie meinte doch Hr. Parmelin?
Es sei nicht Aufgabe der Politik sich in die Justiz einzumischen. Wer aber hatte die Gesetze erlassen? Lustige
Ansicht.
Aussitzen, bald ist alles verjährt. Und in 50 Jahren werden Histe(o)riker die Fälle an die Öffentlichkeit zerren und unsere Nachkommen dürfen dann dafür bluten. Eben wie immer in der Schweiz. Die Verantwortlichen sind aber immer die „Ehrenwerten“, denn sie sind nun Vermögende und die liebt man in der CH.
Gut Ding will Weile haben – das war einmal.
Heute gilt: schiebe alles auf Morgen, was du heute könntest besorgen.