In Zürich leben rund 90 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Im Vergleich mit anderen westlichen Metropolen ist das ein Ausnahmefall.
Diese Struktur prägt den Wohnungsmarkt ebenso wie die politischen Kräfteverhältnisse.
Begünstigt wird sie durch ein Mietrecht, das Eigentum strukturell schützt. Über Jahrzehnte finanzieren Mieter den Wertaufbau der Liegenschaften, während Eigentümer Renditen realisieren.
Für Mieter bleibt ein befristetes und inhaltlich eingeschränktes Nutzungsrecht mit einer Pflicht der Vermieter zur blossen Funktionstüchtigkeit.
Ein Anspruch auf angemessenen Erhalt, sachlich begründete Erneuerungen oder den Ersatz veralteter Geräte besteht nicht und ist nicht einklagbar.
Dass Immobilienakteure nervös werden, ist folgerichtig. Wohnungsnot, Bodenspekulation und eine anhaltende Mietpreisspirale lassen sich nicht mehr relativieren.
Die politischen Antworten sind bekannt. Förderung von Wohneigentum, mehr Bautätigkeit, mehr oder weniger Regulierung.
Diese alten Rezepte haben die strukturelle Knappheit nicht beseitigt.
Inzwischen wird offen darüber gesprochen, Boden der Spekulation zu entziehen. Staatliche Bodenübernahmen stehen zumindest theoretisch im Raum.
Für grosse private und institutionelle Eigentümer wäre das ein Tabubruch. Entsprechend heftig fällt der politische Widerstand aus.
Ebenso tabuisiert bleibt das lebenslange Wohnrecht für Mieter. Dabei wäre es für viele Zürcher in der zweiten Lebenshälfte existenziell.
Das Schweizer Mietrecht kennt kein Wohnrecht auf Lebenszeit. Eine stabile Gesellschaft benötigt jedoch gesicherten Wohnraum als Lebensgrundlage.
Kündigungen sind grundsätzlich möglich, begrenzt nur durch Erstreckung. In einer seit Jahren amtlich festgestellten Wohnungsnot wirkt dieses System als Mechanismus für Verdrängung und soziale Unsicherheit.
Verfassungsrechtlich ist dies problematisch. Art. 41 BV verpflichtet Bund und Kantone, für angemessenen Wohnraum zu tragbaren Bedingungen zu sorgen. Die dauerhafte Verdrängung grosser Bevölkerungsteile steht dazu im Widerspruch.
Trotzdem bleibt die politische Mobilisierung der Mieterschaft zaghaft, obwohl sie die klare Mehrheit stellt. Die Rollenverteilung ist eindeutig:
Mieter finanzieren den Wohnraum. Eigentümer realisieren Wertgewinne. Verwaltungen sichern laufende Erträge.
Wohnbaugenossenschaften gelten zu Recht als Gegenmodell. Stabilere und bezahlbare Mieten. Langfristige Perspektiven, jedoch ohne garantiertes lebenslanges Wohnrecht.
Ihr Anteil bleibt begrenzt und faktisch nur einer Minderheit zugänglich.
Neue Ansätze wären möglich. Etwa eine Vorfinanzierung durch Mieter selbst. Vorausbezahlte Mieten oder Mietkautionen könnten direkt in den Bau von bezahlbarem Wohnraum durch Stadt, Kanton oder Genossenschaften fliessen.
Ergänzend könnten Teile der zweiten oder dritten Säule eingebunden werden. Im Gegenzug erhielten Mieter ein zugesichertes lebenslanges Wohnrecht sowie einklagbare Unterhalts- und Erneuerungsansprüche.
Das wäre ein radikaler Schritt, zugleich eine Anpassung an eine Realität, in der Wohnraum knapp ist und Sicherheit gegenüber kurzfristiger Flexibilität an Bedeutung gewinnt.
Der Markt befindet sich in einem spekulativen Überhitzungszustand. Ohne neue Wege drohen zunehmende gesellschaftliche Verwerfungen.


Staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt haben noch nie etwas gebracht. Siehe Genf und Wien.
Was ist an einer angemessenen Rendite auf Eigentum (Aktien, Obligationen oder eben Liegenschaften) falsch?
Die Preise können such in die anderen Richtung in Richtung Keller gehen. Dann gobt es für den Liegenschaften Besitzer auch keinen Ausgleich.
Das ist Sympthombekämpfung, wird das Problem aber nicht lösen.
Das wäre höchste Zeit. Boden und Bodenwertsteigerungen sind nicht-reproduzierbares Allgemeingut. Nur Immobilien dürfen in privater Hand sein. Ich empfehle die Analysen von Prof. Vontobel und Prof. Schläpfer auf Infosperber.
Höchste Zeit, sich einmal mit dem Thema Angebot und Nachfrage auseinander zu setzen. Bedanken können Sie sich bei der Freunden Des Portemonnaie FDP, die sorgen mit dem Aushebeln der MEI für jene Nachfrage die ihnen die Taschen füllt.
Die Lösung:
1. Höher bauen.
2. Nicht an Linke vermieten.
Lang lebe die Bourgoise. Nieder mit dem Proletariat. Hopp GCZ!
Eine gute Idee, Objekt-Nutzbarkeiten für Investoren zu beschränken. Der Bauboom wird garantiert einsetzen. Und auch die Zweckentfremdung von Kautionshinterlegungen tönt gut: Treu und Glauben gemäss eben erst aufgezeigten links-grünen Buchhalterkenntnissen.
BV Art. 108 gibt’s übrigens auch noch, Hr. Feusi. Wird einfach nicht gerne angewandt, weil er zuallererst den Inländern zugute käme.
„.. Vorfinanzierung durch den Mieter selbst..“ echt jetzt?
Das passiert ja schon lange über die Pensionskasse. Immer mehr Immobilienfonds-Gesellschaften welche von PK’s mit Geld überschüttet werden.
Diese nutzen das Geld um Immobilien im höherpreisigen Bereich zu sanieren oder zu bauen, damit Sie Ihre Renditeversprechen halten können.
Am Ende können sich dann die in Pension gehende, diese auch nicht mehr leisten, sofern Sie nicht zu Lebzeiten hochbezahlte Jobs hatten.
Habe damals schon im 1985 zu meinem Chef gesagt, das ist der Anfang…
Bitcoin fixes this!
Immobilien werden wegen der schwinden Wertspeicherfunktion von Fiat, als „Wertspeicher“ zwecksentfremdet,
Bitcoin fixes this!
https://leonwankum.com/blog/ (Beschäftigt sich intensiv mit dem Thema!)
Ein Menschenrecht wäre es, den Eidgenossen wieder den Kauf von Wohneigentum zu ermöglichen. Um sich wieder eine Familie leisten zu können. Ohne Erbe ist das längst zum vergessen. Das kann es einfach nicht sein, dass der Staat seine eigenen Leute hängen lässt. Wir sind auf dem besten Weg dazu, die Schweizer aussterben zu lassen weil die Jungen weder Bock noch Möglichkeiten haben sich etwas aufzubauen.
Kann es auch sei, dass durch die rückständige Familienpolitik ein strukturelles Prolblem erst erschaffen wurde? Jetzt klagen alle über Fachkräftemangel und überalterung der Bevölkerung. Tja, wer kurzfristig denkt, hat das Nachsehen. Jahrzehntelang hiess es Kinderkriegen sei Privatsache. Staat bekämpft dies mit allen Mitteln. ERGO: Weniger Kinder, überalterte Bevölkerung explodierende Gesundheitskosten. Oh, nächtes Prolem, keine Fachkräfte im Gesundheitsweisen..tja..SVP sei’s gedankt.
Tausendmal wiederholt wird das Märchen trotzdem nicht wahrer.
Was ein substanzloser und sach-und fachfremder Erguss ist das denn? IP ist einfach nur noch lächerlich…
Wieso liest du es dann? Watson soll toll sein. Probiers mal!!!!
Ein lebenslanges Wohnrecht wäre kontraproduktiv, kein Investor würde so ein Risiko eingehen. Hohe Mieten können nur verlangt werden, wenn sie auch jemand bezahlen kann, und dies sind vielfach zugewanderte, gut verdienende Fachkräfte, nach denen die Wirtschaft schreit. Da läuft etwas ganz arg aus dem Ruder.
Zürich? Nö. Umziehen.
Da versucht ein Linker Sozi im Artikel durch Ausschaltung der Marktwirtschaft den Elefanten im Raum unsichtbar zu machen: Ohne die uferlose und unkontrollierte Zuwanderung hätten wir dieses Problem gar nicht!
Wenn‘s Probleme gibt, wird häufig immer der Staat angerufen. Im Grunde genommen ist der Staat für die heutige Situation der Schweiz verantwortlich. Aber wer ist der Staat? Wir Bürger:innen heutiger und vorangegangener Generationen, die von ihrem Stimm- und Wahlrecht Gebrauch gemacht haben (aber auch Absenz) und für die gegenwärtigen Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft mittels Gesetze (mit Lücken) gesorgt haben. Und solche gibt es immer mehr, die uns das Leben zusehends erschweren und uns immer mehr einschränken. Leider. Dazu genügt es die „Entwicklung“ der Stadt Zürich zu verfolgen.
Typisch Linke! Die, durch das selbst fabrizierte Problem der Massenzuwanderung, erzeugten Verteuerungen des Hausmarktes, werden wieder mit sozialistischen Luftschlössern bekämpft.
Ganz einfach: Durch die Personenfreizügigkeit kommen ja jährlich nur 8’000 Ausländer mehr in die Schweiz. Alle die über diese 8’000 pro Jahr eingewandert sind, sollen bis Ende 2026 unser Land verlassen. Voila, Probleme gelöst!
Aber AHV bitte hier lassen, weil wir das brauchen..Es ist leider nicht so trivial
http://www.ebg.admin.ch: „Die ständige ausländische Wohnbevölkerung wuchs im vergangenen Jahr durch Zuwanderung noch um rund 75 000 Personen“. Noch Fragen?
Und einmal mehr ist der Elefant im Raum tabu. Nettozuwanderung 2025 75’000 Personen. Die bewohnbare Fläche der Schweiz nimmt dagegen stets ab (grössere Flächen für zunehmenden Verkehr, Erschliessung neuer Erholungsräume für die „verdichtet“ Wohnenden, wegen Zuwanderung erhöhte Nachfrage in allen Bereichen erfordert erhöhte Produktion und entsprechend grössere Produktionsflächen).
30% der Schweizer Fläche sind Fels/Stein, 30% Wald,6 % Gewässer. Auf den restlichen 34% sind auch Gewerbe-, Industrie- und Landwirtdchafts Zonen. Das erzeugt Dichtestress pur. Das Boot ist übervoll!!
Manhatten hat viermal so viele Einwohner pro Quardtratkilomer wie Zürich. Es gibt Wege.
@Sebastian Teilen: Ihr Weg wäre nach Manhattan umziehen. Meiner eine für alle lebenswerte Schweiz, mit max. 8 Millionen Einwohnern.
Zuwanderung stoppen und gut ist.
Früher konnte sich eine Familie ein Haus leisten, inkl. Auto und Ferien.
Heute müssen beide voll arbeiten um sich eine Mietwohnung zu leisten.
Unsere Linken Sozi und Grünen haben mit ihrer Ideologien alles so verteuert ohne einen Mehrwehrt zu generieren. So funktioniert Wirtschaft eben nicht! Dafür haben wir eine Ausufernde Bürokratie, sind im Jahr von 10min Laubbläser lärm verschont, haben Frauenquote, und sind Biodiversität, haben für alles einen Umweltbericht, und ein Beamtenheer wo dauernd neue Probleme erfindet. Aber anscheinend ist es dem Stimmbürger ja wohl sich so eine Politik zu haben
Zürich ist seit Jahrzehnten Links regiert. Ausgabefreudigkeit für viel Unnützes, lässt Steuersenkungen nicht zu.
Potenzielle Private Käufer von Immobilien meiden auch deshalb die Stadt. Seit über 40ig Jahren steigt die Staatsquote. Um solche Steuern zahlen zu können, braucht es Doppelverdiener. Familien brechen auseinander, da Eltern sich darauf verlassen müssen, dass der Staat Infrastruktur für die Kinder bereit stellt. Ausgabenkontrolle des Honigtopfs Steuern ist angesagt. Beamte erhöhen ihre Löhne selbst, und wohne in den stadtsubventionierten Wohnungen. Noch Fragen zu Immobesitz in ZH?
Genau richtig.
Für’s Erste muss der ungehemmte Zufluss an neuen Personen aus dem Ausland beschränkt werden.
Jedes Jahr eine Stadt in der Grösse von St. Gallen! Das kann niemand, nicht einmal die Chinesen, welche Meister sind im Hochziehen von Mega-Städten.
Der Zustrom ist eben nicht nur ein bisschen mehr Wohnungen, Kitas und einige zusätzliche Tramverbindungen.
Nein, es ist eine komplette Stadt mit Wohnungen, Schulen aller Stufen, sozialen Einrichtungen, Spitäler, Verkehrswegen (nicht nur Velo-Express-Routen), ÖV, Verwaltungen, Gewerbe, Einkauf, Verpflegungseinrichtungen und vieles mehr. Gar nicht trivial.
Hauptschuld an den unbezahlbaren Immobilien.
Mit Giralgeldschöpfung von Banken wurden die Immobilien und deren Phanthasiepreise hochfinanziert.
Die Immobilienpreise sind nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Fiatwährung durch Bankkredit finanziert. Das Beispiel Benko hat sich landesweit seit Jahrzehnten ausgebreitet und Immobilien unbezahlbar gemacht. Dazu kommt dann noch der Staat der immer höhere Vermögenssteuern, Eigenmietwert, Liegenschaftensteuern abkassiert.
Das Märchen von Spekulanten existiert nicht. Preistreiber sind die Bankkredite, die nicht mit Geld gedeckt sind, eine Finanzblase!