Die UBS-Aktie rasselt gerade in die Tiefe. Nazi-Prozess, US-Abflüsse, Keller-Sutter-Streit lasten auf dem Titel.
Ärmel hochkrempeln wäre angezeigt. Die Beförderungen zuoberst bei Stefan Seiler, dem weltweiten Personalchef der Grossbank, lassen anderes vermuten.
Drei Leute kürte Seiler fürs neue Jahr zu Managing Directors, das ist der höchste Rang in der Bank. Darüber gibt es nur Seilers und Ermottis.
Bei allen drei handelt es sich um Frauen. Die eine ist die Schwester von Michelle Bereaux, die neue Compliance-Bossin der UBS. Sie sitzt in der Konzernleitung neben Seiler.
Die Zweite ist die eigene Chief of Staff. Sprich, die Frau schmeisst dem globalen Human Resources-Leiter der Riesenbank den Laden.
Schliesslich kriegte noch eine Mitarbeiterin den begehrten Titel, die laut einer Quelle nicht durch das Zerreissen dicker Stricke aufgefallen wäre.
„Beförderungen bei UBS basieren auf einem strikt meritokratischen Prozess, der die Rolle, Leistung und das Verhalten eines Mitarbeitenden berücksichtigt“, sagt eine UBS-Sprecherin.
„Faktoren wie Geschlecht spielen dabei keinerlei Rolle.“
Selbstverständlich sei auch die Nähe zum Beförderer kein Kriterium, betont sie hervor. „Die Behauptung, dass Beförderungen aufgrund von persönlichen Kontakten oder Bevorzugungen stattfinden, ist schlicht und einfach falsch.“
Vielmehr würde die UBS durch ihre Beförderungen Mitarbeitende würdigen, „die mit ihrem Beitrag und ihrem verantwortungsvollen Handeln nachhaltig zum Erfolg unserer Organisation beitragen“.
Sprüche wie aus der UBS-Bibel. Auffällig ist: Nur drei wurden in Seilers Personalbereich zu neuen Managing Directors gekürt, bei allen drei handelt es sich um Frauen.
Logisch, mag man einwenden. Die Quote im Kader muss hoch. Aber ist das Meritokratie? Verdienst für Leistung und Können?
Dann die besondere Stellung von zwei der drei Beförderten: Was hätte die einflussreiche Kollegin im Group Executive Board gesagt, wenn ihre Schwester nicht zum Zuge gekommen wäre?
Diese ist seit 10 Jahren bei der Bank. Jetzt trägt sie den MD-Titel.
Bemerkenswert präsentiert sich auch die Kür der eigenen Chief of Staff. Sie ist seit 3 Jahren Stefan Seilers Stabsleiterin, nun macht sie mit der Kür zur Managing Direktorin einen Sprung in der Hierarchie.
Und beim Bonus. Traumschiff UBS. Für The Chosen Few.
Dass Ausgewählte mit spezieller Pflege rechnen können, zeigt der Fall einer hohen Managerin, die im Schweiz-Reich von Sabine Keller-Busse kürzlich ihre Top-Position verloren hatte.
Abgesetzt, nach weniger als zwei Jahren.
Keller-Busse wollte ihre Vertraute aber nicht fallenlassen. Nur war in der eigenen Schweiz-Division gerade nichts Passendes frei; vielleicht hatte die Abgehalfterte nach ihrem Kurz-Einsatz als Spitzenfrau dort auch nicht mehr den besten Ruf.
Statt im hauseigenen „Reduction in Force“-Programm mit drohendem Rausschmiss zu landen, fand sie jetzt ein frisches Plätzchen an der Sonne.
Bei Stefan Seiler. Dieser soll sich besonders gut mit Sabine Keller-Busse verstehen.
Seilers Hilfeleistung kostete den „Head Product & Innovation“ den Job. Er war dort interimistisch am Werk, jetzt musste er den Platz für die Neue räumen.
Bald schon könnten deren alte „Gspänli“ im Human Resources von Seiler aufkreuzen.
Ihre dortigen Bezeichnungen scheinen humoristischer Art: „Head of AI Initiatives“, dies bei unzähligen KI-Experten im Hause, oder „Head Transformation Office & Business Management“.

in einer zeit, wo leistung und respekt nichts mehr taugt,
fallen wir zurück in die alte zeit der adeligen, wo
herkunft und inzucht wichtiger war…
Aus der UBS wird nix mehr. Die können sich vom alten Schema der Selbstbereicherung nicht trennen. Weiter extreme Löhne und Boni, weiter zuviel Leute für Bullshitjobs, weiter dumme Aktionäre, weiter Big Business Träume, weiter in der TopBankerBlase aus dem HomeOffice.
Innovation = Null, extreme Mühe schon mit dem Status Quo. Die asiatischen Banken laufen denen allen Meilen vorraus. In Service, in Technologie, in Cost-Income und Vielem mehr.
Aus dir wurde auch nix..
Stichwort Status Quo: Nach Deinem Gelaber brauche ich jetzt dringend gute Musik. Rockin‘ all over the World, you know?
Seiler. Seilschaften. Nomen est omen.
und dann noch Walliser – passt.
Beförderungen haben nichts mit Leistung zu tun
Ich selber war jahrzehntelang Managing Director
Die dummen und naiven glauben durch Fleiss und Leistung befördert zu werden.
So saldiert sich die UBS selber. Kann nicht gut gehen
Leistung wird doch total überbewertet.
Vorgesetzte sollten nicht nach Nasenfaktor befördern. Das bringt nichts.
Gibts überall im Banking – auch bei Vontobel ganz stark ausgeprägt. Zum Beispiel bei D.S. In der Multi Asset Boutique.
Einem strikt meritokratischen Prozess ja genau… ich war lange genug dabei um zu wissen das dies überhaupt nicht stimmt… Beziehungen sind das A und O zeigt sich ja bei der Schwester jetzt mehr als eindeutig und ja das Frauen einfach weiterkommen weil sie Frauen sind das ist ebenfalls so das weiss auch jeder vor allem auch in der IT wird das zum entscheidenden Faktor. Hört doch einfach auf zu Lügen und sagt einmal in eurem Leben die Wahrheit. Es wird ja eh keine Konsequenzen haben das ihr den Filz und Woke Blödsinn weitertreibt.
Frauenförderung à la UBS: Man nimmt, was man kennt. Schwester, Stabschefin, Unbekannte klingt weniger nach Talentpipeline als nach persönlichem Adressbuch.
nicht im Sinne von Trump, wenn man dort Geschäfte machen will.
Wenn Nähe zur Konzernleitung plötzlich als Qualifikation gilt, sollte man das wenigstens ehrlich ins Anforderungsprofil schreiben. Transparenz wäre dann der nächste Karriereschritt.
The future is female…oder eben nicht.
Ich warte darauf, bis auch hierzulande der erste weisse Mann wegen Diskriminierung Klage einreicht.
Drei neue Managing Directors, drei Frauen – Progressivität mit Stallgeruch. Wenn Meritokratie so riecht, war sie wohl im gleichen Büro wie Seiler.
Förderung nach Kompetenz, versteht sich. Kompetenz, jemanden aus der Konzernleitung zu kennen, die eigene Chefin zu sein oder zumindest niemandem im Weg zu stehen.
Frauenquote erfüllt, Transparenz verfehlt. Aber Hauptsache, der Kreis der Vertrauten bleibt überschaubar.
Ich vermute mal alles ‚Fachkräfte‘ aus dem Ausland…
Heissluftbläser aus dem grossen Kanton.
Muss mich wohl um operieren lassen um „Karriere“ zu machen..😥
Bist du das wieder Marcel Palfner?
Das ist ja zum lachen. Geschlecht ist kein Kriterium ?
Dabei haben sie Quoten definiert für jeden Rang – MD, ED, DI, AD – wie hoch der Anteil Frauen sein muss.
Es ist schon schwer vorstellbar warum eine Chefin eines Stabes mit vermutlich 3 unterstellten Mitarbeitern, MD sein soll ?
In einigen Wochen wird dann das RIF Programm executed. Noch kurz bevor befördert Seiler in HR Leute zu MD’s ? Wie krank ist denn das ?
früher war Leistung gefragt um weiter zu kommen. Heute muss man am richtigen Seil hängen. Drum heisst der Personalchef Seiler. Paradebeispiel wie es heutzutage läuft.
Ich bin nicht mehr UBS Kunde. Aber im Hinblick auf eine mögliche Staatshaftung wünsche ich mir eine Aufspaltung der UBS und der Auslandsteil kann getrost nach USA.
Es gibt verschiedene Formen, wie man die Machtverhältnisse in patriarchalen Betrieben odernonymen Konzernen organisiert:
1.Meritokratie (=Leistung):
aufgrund individueller Leistung, Fähigkeiten und Kompetenzen
oder
2.Nepotismus (=Vettern):
aufgrund von Verwandtschaft, Herkunft, oder Beziehungen.
Beide Systeme haben Vor- und Nachteile, die stark vom Kontext abhängen.
Die Erfahrung zeigt:
Wer damit rechnen muss, seine Futterkrippe zu verlieren wird, aus evolutionsbiologischer Notwendigkeit, Prinzip 2 bevorzugen.
HR-Seiler (Nomen est Omen) verstärkt deshalb zurecht seine Seilschaft.
„Selbstverständlich sei auch die Nähe zum Beförderer kein Kriterium“
Ist nicht nur im HR so. Im Backoffice generell. So auch in der IT. Schaut man sich das Organigramm mal im Detail an, gibt es Organisationen mit 4 Managing Directors hintereinander. In einem Bereich bei dem dem Maschinenraum gerade gesagt wurde das eine Reduktion von 30% ansteht und man halt mehr Gas geben muss in Zukunft.
Ein kurze Suche im Netz zeigt eindrücklich wie diese Personen sich teilweise schon seit Jahrzehnten kennen aus anderen Firmen. Familienfotos, gemeinesame Ausflüge etc. inklusive. Ich dachte das gäbe es nur bei der CS, aber die war noch heilig im Vergleich zur UBS
Das wurde immer gemacht und wird in Zukunft immer gemacht. Wenn der CEO eines Unternehmens alles zu lässt, dann passiert das eben.
Es wird sich nie ändern.
Die sollten man einen Handwerker fragen, ob das Konzept funktioniert.
Anstellung ohne Quali – No go.
Absolute Schweinerei was da abgeht mit Beförderungen von ‚Amigos‘.
Die Bank ist definitiv auf dem absteigenden Ast. Es erodiert mittlerweile überall.
Chefs befördern ihre Lieblinge? Ganz was Neues!