Es klang einst so modern, so nachhaltig: Elektronik mieten statt kaufen. Warum eine Kamera besitzen, wenn man sie auch abonnieren kann?
Warum Eigentum, wenn es ein Monatsabo gibt?
So lautete die Idee hinter Yuno, dem Elektronik-Mietportal, bei dem Kundinnen und Kunden iPhones, GoPros oder Laptops mieten konnten.
Fast wie Leasing, nur ohne Garage und mit USB-Kabel.

Yuno ist ein Mietmodell für Elektronikgeräte, das innerhalb der Migros-Gruppe entstand. Entwickelt wurde das Projekt bei der Migros Digital Solutions AG.
Begleitet und aufgebaut durch Sparrow Ventures, den damaligen Venture Builder der Migros.
Dort träumte man eine Zeit lang davon, Zürich in ein kleines Silicon Valley zu verwandeln. Tech! Plattformen! Subscription Economy!
Bis die Migros-Spitze dem Venture-Gebilde den Stecker zog: Der Orange Riese war mit seiner Digital-Flotte gescheitert, Sparrow Ventures verschwand.
Yuno wurde im Zuge des Rückbaus als aktives Mietportal eingestellt, das grosse Innovations-Abenteuer leise beendet.
Oder sagen wir: fast beendet. Denn Yuno gleicht heute aus Sicht Betroffener einem Geisterschloss.
Das Licht ist aus, der Kundendienst laut Betroffenen kaum erreichbar, aber im Keller läuft der Zähler weiter.
Obwohl das ursprüngliche operative Geschäft Geschichte ist, laufen zahlreiche Mietverträge weiter.
Monat für Monat. Abbuchung für Abbuchung.
Betroffene berichten, dass E-Mails ins Leere laufen, Telefonnummern nicht existieren und Antworten nur auf hartnäckige Nachfragen erfolgen.
Ein dokumentierter Fall zeigt das Problem exemplarisch: Ein Kunde mietete 2022 eine GoPro für 26.90 Franken pro Monat.
Nach knapp drei Jahren hatte er über 1’100 Franken bezahlt – für eine Kamera, deren Marktwert laut Yuno selbst bei rund 400 Franken lag.
Abbezahlt? Nein. Vertrag beendet? Nein. Rückerstattung? Ebenfalls nein.
Der Kunde fühlt sich nach eigenen Angaben hintergangen. Ihm sei nie bewusst gewesen, dass ihm das Gerät auch nach jahrelangen Zahlungen niemals gehören werde.
In seinen Augen sei das Modell zu wenig transparent kommuniziert worden, insbesondere die Tatsache, dass es sich nicht um eine Art Abzahlung handelt, sondern um eine zeitlich unbegrenzte Miete ohne Eigentumserwerb.
Auf Anfrage bestätigt die Migros, dass die Yuno AG bis heute existiert und sich weiterhin zu 100 Prozent im Besitz der Migros befindet. Das operative Geschäft werde allerdings durch einen externen Dienstleister geführt.
Welcher genau, bleibt offen.
Die Yuno-Abonnements liefen weiter, um die vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, so die Migros weiter.
Besonders bemerkenswert ist die Aussage, Kundinnen und Kunden würden nicht über den Gerätewert hinaus belastet.
Das klingt gut, passt aber schlecht zu Fällen, in denen der Mietpreis den Marktwert längst um ein Mehrfaches übersteigt.
Die Erklärung dafür ist simpel: Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann jederzeit gekündigt werden, allerdings nur gegen Rücksendung des Geräts.
Eine automatische Kaufoption, ein Preisdeckel oder eine Rückerstattung bei offensichtlicher Überzahlung sind nicht vorgesehen.
Kündigen darf man also – behalten darf man nichts.
Wie viele Abonnements noch aktiv sind, will die Migros nicht beziffern. Man spricht lediglich von einer „markant rückläufigen“ Zahl.
Ob das dreistellig oder vierstellig ist, bleibt offen.
Damit ist auch die zentrale Frage unbeantwortet: Wie viele Kundinnen und Kunden zahlen weiter, weil sie glauben, sie würden das Gerät irgendwann besitzen?
Yuno ist ein Lehrstück moderner Plattform-Ökonomie: Ein Produkt, das aussieht wie ein Ratenkauf.
Ein Vertrag, der funktioniert wie eine Endlosschleife. Und ein Konzern im Hintergrund, der sich auf Formalien beruft.
Juristisch mag das alles korrekt sein. Verbraucherfreundlich ist es nicht. Oder anders gesagt: Das Start-up ist faktisch eingestellt – aber der Zahlungsauftrag lebt weiter.
Selber Schuld, wer das Kleingedruckte im Vertrag nicht liest.Warum sollte ein gemieteter Gegenstand je einmal dem Mieter gehören? Mieten=mieten, kaufen=kaufen gilt auch bei Elektronik.
Das kommt davon wenn Habenichtse mit Luxus protzen wollen.
Sorry, aber angesichts der heutigen Preise für Unterhaltungselektronik macht mieten absolut keinen Sinn. Entweder man kann sich die GoPro oder was auch immer leisten und kauft sie sich oder man hat das nötige Geld nicht, dann muss man sparen oder es bleiben lassen.
Das ganze System ist reine Abzocke…
Ich habe noch von keinem Abonnent für Konsumgüter gehört welches zu Gunsten der Konsumenten ist.
Abzahlung, Leasing etc. ist alles auch teurer wie der Direktkauf.
Kein Unternehmen verschenkt etwas. Wenn ein Unternehmen Geld verschenken würde. Ausser vielleicht damals die Credit Suisse mit ihren Abzocker Löhnen und Boni. Und wie das geendet hat, wissen wir ja.
Wer ein Gerät mietet für Fr. 26.90 pro Monat, dass einen Wert von Fr. 400 hat, der hat die Kontrolle über sein (finanzielles) Leben schon lange verloren.
Allenfalls sinnvoll die KESB einzuschalten. Da ist betreutes Leben angesagt.
Leute mieten etwas in der Annahme, irgendwann gehöre es ihnen. Ein Beispiel von funktionalem Analphabetismus, der sich immer mehr ausbreitet. Eine 400-Fr.-Kamera mieten, darauf muss man erst mal kommen. Oder ein Handy. Warum nicht auch den Verstand?
Die Gen-Z kann nichz daführ. Si leren nur no fonetisch zu lesen.
Der Name des Erfinders – Sparrow Ventures – lässt Rückschlüsse auf die Hirngrösse der damaligen Mitarbeiter zu. Von all den Ideen dieser Truppe ist nichts mehr übrig. Ausser ein paar Altlasten.
Der Name spielt wohl eher auf die Hirngrösse der angesprochenen Kundschaft an …
oder schlicht nur Piraterie…
Ein Artikel der einmal mehr bestätigt, jeden morgen stehen Dumme auf, man muss sie nur finden.
Seltsamerweise macht Migros so ein Gedöns welches ich eher von Deutschen im Duktus eines Maschmeiers erwarten würde, aber doch nicht Migros. Jä nu, dafür haben sie ganz Haltungsbewusst die Dubler Mohrenköpfe aus dem Verkauf genommen.
Von wegen Briefmarken: aus Vaters Erbe ging ein grosser, blauer IKEA Sack Briefmarken hervor. Die Sammelwut endete irgendwann 1970. Der Gedanke war wohl „wenn ich dann mal Rentner bin….“.
Nun, ich stehe da mit diesem Haufen Papier und wende mich an eine im Internet gefundene Briefmarkenhandelsfirma in Zürich. Die Bitte war eine Schätzung und Verkauf.
Antwort: Er sei nun 55 Jahre am Markt und habe ein riesiges Lager, dass er abbauen will. Er nimmt nicht eine Marke mehr an.
Was nun? Wenn ich dann mal Rentner bin……
mimimi, danke für das herrliche Beispiel. Ist wie Arvenmöbel, da uriniert nicht einmal mehr ein Pudel dran. Man könnte gerade so gut Handys die mit 3G funktionieren horten. Oder Tamagochi sammeln.
Man fragt sich schon was die Menschen manchmal für Vorstellungen haben.
Einfach mal Geld zur Seite legen und fertig, mit dem CHF kann man das. Reicht
Kann man eigentlich Tampons leasen?
Die Welt wird immer dümmer!
Habe Null Erbarmen mit all den Vollpfosten, welche nun das Doppelte und mehr für ein Gerät bezahlen, welches sie nie besitzen werden. Sie sollten das Geld von ihren Eltern zurückverlangen, welche ihnen nie erklärt hatten, dass man nur kauft was man sich leisten kann.
Glauben sie, sie besitzen ihr Geld oder ihr Haus?
Genau genommen besitzen sie einen Anspruch darauf aber niemals den eigentlichen Vermögenswert.
Wachen sie auf.
https://m.youtube.com/watch?v=mgpLl1VnJj8
https://youtu.be/dk3AVceraTI?si=m2M9_-BY4Q7fIIN2
Die Dummheit der Kunden ermöglicht so manches Geschäftsmodell.
Jeden Tag stehen mind. 3 Vollpfosten in Rüthi SG auf.
Sparrow Wenntures hat sie sich jedes Mal gegriffen!
Liebe GenZ und GenAlpha. Ihr lebt in einer goldenen Zeit. Viel Work Life Balance und keine Knete. Aber macht nix, man kann sich ja alles auf Pump holen. Fragt doch einfach eure Influencers.
Etwas Influencing in eigener Sache: Nicht vergessen etwas Krypto zu kaufen (aus den 5 Franken werden in Nullkommanix Millionen)!
Aber auch nur Du machst Millionen, wenn man Deine eigenen Kryptos kauft….die E-Luzias oder so.
Wäre Dir zu gönnen. Wie Du hier lesen kannst stehen stets jeden Morgen ganz viele Doofe auf.
Solange Bitcoin nicht mit einem Kredit gekauft wird, in Eigenverwahrung und mit einem Anlagehorizont von 4 – 10 Jahren, sprich dagegen nichts. Rechnen sie es selber nach.
Diese beiden Themen zu vermischen, macht wenig Sinn.
Der erste Abschnitt ist zu sarkastisch um ihnen da voll und ganz zuzustimmen.
Viel Glück auf ihrem Weg.
Wer eine GoPro mieten muss, hat ohnehin längst die Kontrolle über sein Leben verloren.
Ach immer wieder dieser doofe Spruch…
Danke Robin Hood-Schellenbaum!
Schön dass Du dich für die Armen und Behinderten so einsetzt.
Ich habe letztens bei Migros auch 2 Pfund Bananen für 20 Rappen pro Monat mitgenommen und wunderte mich, dass mir nach dem Verzehr immer noch am 30. die 20 Rappen vom Konto gezogen wurden. Kannst Du mal bei Yuno anrufen und intervenieren?
Danke Robin, ich bin schliesslich zu dumm zum Scheissen.
Sorry, aber das muss ja ein Volldepp sein, dieser Typ mit seiner Gopro Kamera.
Zudem: die Miete wird ja irgend einem Konto abgebucht. Und als Kontoinhaber kann ich JEDEN Dauerauftrag und jede automatisierte Abbuchung löschen, bevor sie ausgeführt wird. Es gibt auch ein Widerrufsrecht für bereits getätigte Zahlungen.
Und dieser Typ hat nichts bemerkt? Ausser singen und klatschen nichts gelernt?
schick doch jetzt den Wasserkocher zurück und gut ist.
Man muss verrückt sein, um der Migros und ihren Derivaten zu vertrauen.
Zusätzlich müssen alle EDV-Geräte (langlebig & hochwertig) in Fachgeschäften, meist sehr diskret, gekauft werden (ohne Kredit). Das gleiche gilt für Computerprogramme (natürlich nicht die „trendigen“).
Sagt alles…
Ist Migros ein deutsches Unternehmen?
„Der Kunde fühlt sich nach eigenen Angaben hintergangen. Ihm sei nie bewusst gewesen, dass ihm das Gerät auch nach jahrelangen Zahlungen niemals gehören werde.“
Yuno hat mit „Mieten statt kaufen“ geworben. Wer da das Modell nicht versteht ist selber schuld. Zudem würde ein Modell, bei dem man zuerst mieten kann und dann automatisch kauft, wenn es den Betrag übersteigt, wirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Wieso denn überhaupt zuerst mieten? Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Wenn der hässige Lukas nur über die Migros herziehenkann, auch wenn so peanuts wie bei Yuno sind, ist er hä(ss)ppy. Letztendlich hatte die Migros bei der Firmenbereinigung nicht einmal 200 Menschen entlassen müssen. Für alle anderen fand sie eine gute Lösung. Warum schreibt der Lukas nichts über die UBS oder Novartis oder Sunrise, wo für über 3000 Betroffene keine Lösungen gesucht werden….
Seitdem die Dobler Mohrenköpfe woki-mässig aus der Migros entfernt wurden, auch nicht mehr Migros Kunde ist…Daumen hoch anklicken.
Läuft ähnlich wie in der 1989 plötzlich krachend zusammengebrochenen DDR: Erste Anzeichen für eine morsche, mit üblen Parasiten befallenen Struktur sind bei der Migros wie damals in der DDR schon seit einigen Jahren ganz deutlich vorhanden. Dann geht’s plötzlich ganz rasch, und der Laden (Migros) ist Geschichte. Die Migros wird’s zwar in einigen Jahren noch als arg geschrumpftes Rumpfkonstrukt geben; aber der Laden ist garantiert dem Tode geweiht. Migros gilt als „out“ und es gibt schlichtweg keinen Grund mehr, der jetzigen Migros noch eine Träne nachzuweinen…
Wer lesen kann hat definitiv ein vorteil.
Und dummheit hat nichts mit intelligenz zu tun