Beginnen wir von vorne: Der Güggeli Express, so wie er sich heute präsentiert, wirkt aus der Zeit gefallen.
Auf Bildern im Netz oder am Strassenrand drehen aufgespiesste Vögel ihre Runden im Ofen. Für Instagram-Verwöhnte Grossstadtmenschen ist das eher verstörend als verlockend.
Wer gewohnt ist, dass die Milch aus dem Regal und der Strom aus der Steckdose kommt, will beim Essen keine Stall-Realität sehen. Danke, nein.
Und doch: Der Pouletkonsum in der Schweiz erreicht mit 15,9 Kilogramm pro Kopf einen neuen Höchststand. Geflügel ist längst das zweitbeliebteste Fleisch.
Die Nachfrage stimmt – nur das Angebot nicht. Genau hier liegt die Herausforderung. So wie sich die Silberkugel einst präsentierte, wirkt heute auch der Güggeli Express: antiquiert.
Aufgespiesste, offen gegrillte Hühner, lieblos angerichtete Supermarkt-Chips, Standardsaucen von Chili bis Paprika, industrielle Salate und austauschbare Süssgetränke aus der Pet-Flasche:
Das ist kein Konzept, das ist Gewohnheit.
Was braucht es 2026? Das Poulet muss anders daherkommen. Halbe oder ganze Grillhühner bleiben ein Nischenprodukt.
Gefragt sind neue Formate: Pouletschnitzel, hochwertige Chicken-Nuggets, vielleicht kreative Bowls oder Wraps.
Dazu handwerklich gemachte Beilagen statt Massenware, knackige Salate mit Charakter und Getränke, die nicht an jedem Automaten erhältlich sind.
Vorbilder, können dynamische Unternehmen wie Yard Brid sein. Sie präsentieren den heutigen „Chicken Trip“ und zeigen auf, wie himmlisch Poulet daherkommen kann, als Restaurant oder Take-Away.

Weg also von der Lieblosigkeit, hin zu Esskultur. Und genau hier kommt Michel Péclard ins Spiel. Er hat mehrfach bewiesen, dass er verstaubte Konzepte in die Gegenwart überführen kann.
Aktuell tut er das mit der verstaubten Silberkugel. Nun will er das laut Medienberichten auch beim Güggeli Express tun.
Es wäre nicht das erste Traditionsunternehmen, das unter neuer Führung eine Renaissance erlebt. Schon Ueli Prager hat mit Mövenpick vorgemacht, wie man aus einfachen Produkten starke Marken formt.
Die Realität zeigt allerdings: Die klassische Silberkugel oder das Spiess-Güggeli verlieren an Strahlkraft.
Selbst am Hotspot Badi Oberer Letten blieb der grosse Run aus. Sternekoch Moritz Stiefel war im Frühling 2025 begeistert – nach einer Saison folgte Ernüchterung.
Die offen gegrillten Poulets verkauften sich nicht wie frische Weggli.
Die Frage ist lautet somit nicht, ob sich etwas ändern muss. Sondern: Wer hat den Mut, das Güggeli neu zu erfinden – bevor es endgültig vom Spiess fällt?


Während andere jammern, lamentieren und debattieren. Ist Péclard einer der Dinge angeht und ein Macher ist auch wenn’s mal schief geht.
Der Güggeli Express darf nicht verschwinden.
Die entlassenen UBS Angestellten könnten die Wagen als Selbständige Güggeli-Dreher im franchise System betreiben.
Güggeli bräteln ist einiges gescheitert als zu Hause auf dem Sofa liegen.
Was will denn dieser Péclard noch alles machen. Von der Silberkugel Rettung zum Güggeliwagen.
Denke eines Tages kommt die Meldung, alles Péclard Restaurationen sind wegen Insolvenz ab sofort geschlossen.
Also die Rettung der Silberkugel ging in die Hose. Wo es früher mal lecker Beefy gab, gibt es heute ungeniessbare, sehnige Fleischklumpen und fettige Fritten. Nicht mal mehr die Sööseli sind dieselben.
Schade drum.
Lag wohl eher am Preis. Und da ist der Peclard sicher der Richtige um das in Ordnung zu bringen.
Yard Bird? Die noch teurere Version von KFC??? Dann aber auch so einen Wagen bei der Bahnhofstrasse in Zürich aufstellen und nicht mehr in Industriegebieten. Das wird sicher ein Erfolg.
Bei uns gibts auch so einen Güggeli Wagen, andere Firma, und der funktioniert, dank Tiefstlohn, pseudo selbstständigem Fahrer und entsprechendem Güggeli. Aber immer noch besser als BIG MAC und Co.
Danke
Die Güggeli sind immer noch der Burner – aber der Preis wurde halt immer höher. Und wenn die Produkte neu von einem Züri-Gastro überarbeitet werden, steigt wahrscheinlich vor allem der Preis.
Auf dem Land kann man sich kein Poulet für rund CHF 20.- (und neu dann vermutlich noch mehr) leisten. So wahnsinnig sind nur Städter.
Wäre der Preis wieder normal(er), gäbe es bestimmt wieder mehr Absatz.
Wenn der von SVP-Parmelin ausgehandelte Unterwerfungsvertrag mit den USA unterzeichnet ist, können wir endlich die billigen Chlor-Güggeli aus den USA importieren. Diese können sich auch die Landbevölkerung leisten. Da braucht es nur noch einen knackigen Namen… „Chlor Bird“ oder „Bleach Fried Chicken“.
Pioniere braucht die Schweiz, keine Wohlstands-Verblödeten und Müden.
Bravo Herr Peclard – nicht beirren lassen.
„Gefragt sind neue Formate: Pouletschnitzel, hochwertige Chicken-Nuggets, vielleicht kreative Bowls oder Wraps“. Bohli so ein Quatsch entspricht nicht den Möglichkeiten eines Verkaufswagen die übrigens ein Bedürfnis sind. Darum gibt es noch
ww.natura-gueggeli.ch
http://www.guets-gueggeli.ch
die im ganzen Kanton Zürich unterwegs sind! Etwas mehr Wissen was läuft wäre wünschenswert!
Etwas wirklich Innovatives wäre Poulet Sushi.
Peclard-Betriebe meide ich wie die Pest, sie haben mit gepflegter Gastronomie nichts zu tun.
Wer diese Güggeli kauft hat sein Leben eh nicht im Griff.
Werden sicher bald billiger, die Güggeli, wenn Trumpyboys Chlorhühner kommen. Dann könnte sich das Geschäft ja wieder rentieren.
Hammer Deal übrigens: Erwerb von überteuerte, flugunfähige, manipulierbare US Flieger dafür kaufen wir denen ihre Chlorhühner und Antibiotika verseuchten Rinder ab. Was haben wir ja nur für einen umsichtigen, weisen Bundesrat!!! (Ironie aus)
Dieser Artikel von den Supergastro Schreiber Bernhard Kohli ist reine
Werbung für den Fischknusperli Experten Peclard. Der Typ soll jetzt
erstmals die Silberkugel vorwärts bringen.
„ hochwertige Chicken-Nuggets“ … ha ha ha, noch nie so gut gelacht. Bestimmt ist vermixtes Abfallfleisch, das dann in Formen gefüllt wird, um genormte, gleich schwere Nuggets zu pressen, „hochwertig“.
wer bitte ist Plécard dieses Würstchen ?
Ein Güggeli vom Grill ist eben nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch ein wiederkehrender Biologie-Unterricht.
Man pellt die Haut vom Fleisch und seziert dann das Viech möglichst ohne Knochen zu brechen. Gelenke, Sehnen, Muskel, am Schluss bleibt der Torso.
Man muss sich mit dem einstigen Lebewesen befassen, ganz anders als mit reinem Chicken Nuggets und Poulet-Brüstli, die so clean und Essbereit daherkommen.
Vielleicht für viele zu gruuusig?
Ich mag die gegrillten Poulet, ich wüsste nicht wieso man daraus nun Flügeli ofer Nuggets machen soll das gibts ja auch anderswo aber ein halbes Poulet, zum jederzeit mitnehmen das bekomme ich nirgends.
Das Chlor-Güggeli a la mode de Trump wird die Wende bringen.
Ein Schweizer Freiland Poulet, frisch vom Ofen, ist allemal besser als ein Chlor-Huhn mit Wachstumshormone und Antibiotika im Fleisch, aus der Batterie-Haltung.
Qualität hat seinen Preis.