In der grossen UBS steht eine Entlassungswelle vor der Tür, wie sie die Schweizer Grossbank noch nie gesehen hat.
Insgesamt geht es um 3’000 Stellen, die in der Schweiz verschwinden. Einen kleineren Teil der nötigen Kündigungen hat die Bank schon im Januar ausgesprochen.
Jetzt folgt die zweite Welle. Diese dürfte ungleich heftiger ausfallen. Eine dritte ist für Juni geplant.
Die rund 35’000 Mitarbeiter in der Schweiz sitzen auf Nadeln. „Keiner weiss, ob’s ihn trifft“, sagt ein Insider.
Es gäbe Listen mit Namen jener, die rausflögen, so der Gesprächspartner. „Viele können vor Sorge nicht mehr schlafen.“
Die Chefs würden ohne klare Kriterien entscheiden, wer gehen müsse. „Egal, wie die Leistungen waren, wie lange man zur Bank gehörte, wie die privaten Umstände sind – jeder ist gefährdet.“
Die UBS betont ihre soziale Ader. „Wir werden den Stellenabbau in der Schweiz und weltweit als Folge der Integration so gering wie möglich halten“, sagt eine Sprecherin.
„Wir bieten betroffenen Mitarbeitenden proaktive Unterstützung. Dazu gehört, sie bei der Suche nach einer neuen Stelle innerhalb von UBS oder extern zu unterstützen.“
Der Monsterabbau bei der „Monsterbank“ ist die Folge eines komplett aus dem Lot geratenen Kosten-Ertrags-Verhältnisses. Statt den angestrebten 67 lag dieses Ende 2025 bei fast 85 Prozent.
Das heisst: Auf jeden eingenommenen Dollar kommen 85 Cents direkte Ausgaben. Jenseits von allem, was die Besten der Branche erreichen und was sich die UBS-Oberen selber vorgenommen haben.
Seit die Bank dies im Rahmen ihres Quartals- und Jahres-Ergebnisses kundgetan hat, befindet sich die UBS-Aktie im Sinkflug. Statt bald die 40 Franken-Barriere zu überspringen, nähert sich der Titel der 30 Franken-Marke.

Kein Wunder, warten die Topshots mit Verkäufen eigener Aktien zu. Gerade mal einer hat seit der Zahlen-Publikation von Anfang Februar UBS-Titel auf den Markt geschmissen.
Verkaufsumme: unter 400’000 Franken. Peanuts.

Die vor der Tür stehenden Massen-Entlassungen sind die Folge der CS-Integration. Diese begann vor 3 Jahren und nähert sich ihrem Ende.
Zur entscheidenden Kosten-Zerschlagerin wird Beatriz Martin. Die Spanierin hat von CEO Sergio Ermotti den Auftrag erhalten, die Informatik fitzutritten und das übrige Backoffice auf den Prüfstand zu legen.
Bei Erfolg steigen Martins Chancen, Ermotti zu beerben. Das wird nach den Nachrichten vom Wochenende nicht so schnell wie gedacht der Fall sein.
Ebenfalls mit dem Zweihänder unterwegs sein könnte die zweite Ermotti-Vorzeigefrau, Michelle Bereaux. Sie, welche die Integration der gekauften CS gemeistert hatte, soll jetzt Compliance verschlanken.



Wer sich jetzt noch immer nicht abgeseilt hat, hat Glück. Bei dem Arbeitsmarkt kann man die Job Suche gleich vergessen.
Das Sesselkleben rächt sich jetzt bitter.
Der Zug ist schon lange abgefahren.
endlich. warum nicht schon lange?
Weil Sergio nicht als Vernichter in die Geschichte eingehen will.
Ich hasse es, Leute zu entlassen. Aber wenn, dann mit einem einzigen Schnitt, und dann ist es vorbei. Scheibchenweise zu entlassen ist purer Psychoterror und eines verantwortungsvollen Managements unwürdig.
Pfui, UBS!
Da hast Du recht. So lange man die Leute noch für die Migration braucht: work hard
Dann gibts einen fantastischen Abschluss Apéro und am nächsten Tag die Kündigung.
Es ist keine Willkür.
Entlassen werden nur die, die man nicht braucht. Also klar erkenntlich.
Frag Dich: Was bringe ich dem Unternehmen? Die Antwort darauf gibt dir einen Hinweis.
@MarcelPalfner,
wieder mal so ein schlauer Kommentar von dir. Du meinst also wirklich dass nur Leute entlassen werden die man nicht braucht? Was bist du nur für ein Träumer.
Scheinst selbst auch seit längerer Zeit „unbrauchbar“ zu sein.
Schult euch um. Macht eine 2. Ausbildung.
Pfleger, Verkauft, Kiosk Verkäufer, Alp Hirt, Bademeister…
Oder wenn genügend Geld vorhanden ist und nicht auch grossem Fusse gelebt wurde. Welcome to 🇹🇭.
Jedes Ende ist auch ein Anfang.
Kopf nicht hängen lassen!
Eine Art psychische Folter, MitarbeiterInnen so lange im Ungewissen zu lassen. Dabei hat das Unternehmen eine Sorgfaltspflicht gegenüber MitarbeiterInnen.
Sie hatten mehr wie genügend Zeit etwas neues zu suchen!!!
Die UBS wird den Schweizer Steuerzahler noch sehr viel kosten, denn diese Art von Management ist kurzfristig orientiert, d.h. Gewinn- und Bonusmaximierung. Das strategische Denken ist sekundär oder existiert nicht, das scheint Realität zu sein.
Unglaublich, wie „The Fine Art of Swiss Banking“ an die Wand gefahren wird.
Evtl. macht denen der Blocher noch einen Strich durch die Rechnung. Aufteilung ist das einzige, was die CH vor dem Bankrott bewahrt. Der alte Mann aus Herrliberg hat wieder einmal recht.
rechne: um von 85% auf 70% kosten runterkommen muss nicht bloss jede zehnte sondern jede fünfte stelle gestrichen werden.
Verkauft UBS Americas und das C/I Ratio ist bei 70. Dort verdient die UBS seit 30 Jahren kein Geld. Vergoldet Berater mit Millionen.
Lieber Kinder, jetzt helfen auch nicht einmal die 20‘000 Inder. Welche auch noch aus Junioren bestehen, weil es sonst zu „teuer“ wird.
Die Entlastungen finden zum schlimmsten Zeitpunkt statt. Schon jetzt sind gewisse RAVs mit Bankern und Bankangestellten überfüllt.
Eigentlich müsste man die Ventilklausel ausrufen und die PFZ stoppen, bis die Arbeitslosigkeit wieder runtergeht.
Der Kanton Zürich sollte nicht andauernd noch mehr Inder reinholen. Deren Firmen verwenden Fake-Stellenausschreibungen oder mit Dumping-Löhnen damit niemand kommt.
Zeit zum Handeln!
Die massiven“ UBS-Entlassungen waren längst absehbar.
Wer als UBS-Mitarbeitende einen hinreichenden „Schul-Rucksack“ besitzt, kann auch in anderen Branchen – als mit nur Geld herumschieben – sein Einkommen verdienen.
Bank-Mitarbeitende braucht es immer weniger, wir Banken-Nutzer müssen ja heute schon alles selber machen.
Sorry, wenn ein KMU pleite geht (wie es die CS gegangen ist), dann gibt es keine Lohnfortzahlung, keine Programme, keine Abfindungen.
Sondern man geht direkt am Tag 1 zum RAV.
Mit diesen jammernden Banker, „die nicht mehr schlaffen können“ habe ich keinerlei Mitleid.
Übrigens sucht man auf dem Bau immer Leute. Anforderung an Qualifikation: Keine.
Etwas Bewegung würde vielen übergewichtigen Bankern mal ganz gut tun.
Der UBS-Kurs hat seit der letzten Quartalsrede von Ermotti 30% verloren. Die Integration hatte 2 Jahre zu lange gedauert. Wenn die inzwischen überflüssigen Leute heute raugeschmissen werden, dann sind sie noch ein Jahr auf der Payroll und viele erhalten erst noch eine Abfindung.
Die Kurserholung ist also frühestens per Mitte 2027 zu erwarten.
Dich interessiert also nur der Kurs dieses Löli-Papiers?
ü45 ohne fundierte extrem Weiterbildung chancenlos.
Dieser Abbau wird leider nicht der Letzte sein. Die Abwärtsspirale wird weiter gehen. In Bankenbereich besteht definitiv kein Fachkräftemangel.
Wer jetzt noch da ist, hat sowieso das völlig falsche Mindset. Das Schiff sinkt ja schon lange, zuschauen und jetzt jammern?
Angst und Unsicherheit verursacht durch solch kurzfristig ausgerichtetes Handeln lähmen eine Firma extrem. Wahrscheinlich zeigen Studien deshalb, dass Firmen die mehr als 5% der Belegschaft kündigen, für die nächsten Jahre underperformen. Wenn wir nicht einen derart schwachen BR hätten, wäre die UBS bereits in CH und international aufgespalten worden.
Das ist beileibe noch nicht das Ende. KKKS (Katastrophen KKS) wird mit Ihrer EK-Manie noch viel mehr CH-UBS-Angestellte trashen… dann, wenn die UBS das Land verlässt… recht so…
Umsteigen: Absolventen von Hochschulen dürfte es schwer fallen, einen Bankjob zu ergattern. Und entlassenen Bankangestellten ebenso. Früher war ein „Welschlandjahr, dann Englandjahr“ als Besinnungs- und Uebergangsjahr sinnvoll und pragmatisch. Und heute: da auch mittelfristig Jobangebote fehlen, hilft nur ein Berufswechsel. Und damit sollte nicht abgewartet werden. Der Arbeitsmarkt verändert sich strukturell und die Aussichten in vielen Branchen sind ungünstig. Wo sind die Outplacer und Headhunter, die klaren Wein einschätzen?
Der Abbau findet vorallem bei ü58 Mitarbeiter statt da diese bei der UBS als Frühpensionierung geführt werden. Klingt dann besser ist aber eine Kündigung. Alle welche ich kenne die eine Stelle gesucht haben ü58 hatten keinen Erfolg. Umschulen mit 60ig? Wenn die umschulung abgeschlossen ist kommt dann die Rente. Bringt also auch nichts. Die VBZ nimmt auch keine über 50.
Eigentlich hat ja alles damit angefangen, dass unsere FDP Bundesrätin die CS hat untergehen lassen, obwohl andere Optionen im Raum standen. Die neuste Entlassungswelle ist daher lediglich das Resultat des grössten Fehlers von 150 Jahren Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Kleine Prognose: Es wird nicht die letzte sein!
Jetzt müssen halt die UBSler Jobs annehmen, die ihrer „unwürdig“ sind, mit dem Impact auf gesellschaftlichen und finanziellen down-impact. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
@ Jens. Die CS war schon im Frühjahr 2022 nicht mehr zu retten. Damals gab es ein Angebot von Barclays. Die hätten für 5 Milliarden Die ganze Investmntbank übernommen. Das Angebot wurde aber abgelehnt. Rate mal warum? Ja klar, die I-Bank war ja der grosse Lohn- und Bonustreiber für die Bänkster☝️
Als FDP Grossrat, dipl. Betriebsökonom und Immobilienbewirtschater finde ich, dass die Bankmitarbeiter ein bisschen dankbarer sein sollten und das grosse Bild vor Augen haben sollten, speziell die ex. CSler.
Hätte Bundesrätin Keller-Sutter die CS nicht gerettet, hätten CSler die Stelle verloren und ihre Pensionskassen. Das wären dann 50% von der heutigen UBS+CS. Dank Keller-Sutter sind es nur 5-10% der Belegschaft und die hatten auch 3 Jahre Zeit sich zu bewähren.
Ausserdem sind Schweizer Banker hochbegehrt und sie können sich dank Personenfreizügigkeit in der ganzen EU bewerben und arbeiten.
Selten so gelacht.
@Realitäten
also mit den Pensionskassen hat das überhaupt nichts zu tun?
wie geht das, „…die Informatik fitzutritten“?
Ich kenne das Wort nicht…
Wenn die UBS mit weniger Leute auch funktioniert und noch mehr Gewinn macht ist es selbstverständlich dass die Überzähligen gehen müssen. Es wird bestimmt keinen treffen der sein Lohn wert war.
Wie bei jeder Firmenübernahme, die Zuvielen müssen gehen. Es wird vorallen die treffen die nur kosten, die Arbeiter die Geld bringen sind sicher Sicher.
Die Chefs würden ohne klare Kriterien entscheiden, wer gehen müsse. „Egal, wie die Leistungen waren, wie lange man zur Bank gehörte, wie die privaten Umstände sind – jeder ist gefährdet.“
Das wuerde ich mal stark bezweifeln – die die sich hier besondere Sorgen machen wissen im Zweifel genau warum. Was hier passieren WIRD war absehbar, macht betriebswirtschaftlich Sinn und passiert in anderen Laendern un Branchen tagtaeglich – nur ohne fortwaehrende Kommentierung seitens dieses „Mediums“ im Konjunktiv und sinnbefreiter Polemik.
Das nennt man Marktwirtschaft – ein Skandal ist das!!
Lukas hör mal mit dem cost/income ratio auf, ohne 5cm weiter zu denken.
Sind die Kosten eventuell so hoch, weil
-> seit 3 Jahren zwei kostenintensive IT Plattformen unterhalten werdeb müssen?
-> seit 3 Jahren die Kunden noch auf beiden Seiten betreut werden mussten?
-> massiv in die Integration (Hardware, Software, externe und interne Mitarbeiter) investiert werden musste?
-> Neugeschäfte aufgrund der Aufwendungen für die Integration nur mit halbem Tempo gemacht werden konnten?
-> sich die Einsparungen der abgebauten Ressourcen erst nach Auslauf des Sozialplans materialisiert?
Um aus Forrest Gump zu zitieren: „kann es sein, dass Du dumm bist oder sowas?“
Die UBS befindet sich in der grössten Integration auf dem Finanzplatz und das ohne gross Vorlaufzeit. Dass 2025 überhaupt Gewinnn gemacht werden konnte, ist eine riesen Leistung.
Bei den Kosteneinsparungen ist man voll auf Kurs, diese werden sich erst richtig realisieren, wenn die blaue Plattform abgeschaltet und die Entlassenen vom Sozialplan weg sind, sprich frühestens in 12 Monaten.
Dass die Entlassungen kommen, wurde von Tag 1 offen kommuniziert. Die Angstmacherei zweck Klicks hier ist unterste Schublade
Wer sich noch nicht abgesetzt hat, wird seine Gründe haben. UBS zahlt recht hohe Löhne in allen Positionen; vielleicht reichen die Fähigkeiten für einen Wechsel nicht aus. Dass die Ueberbahme der CS Opfer fordern würde war klar. Ein privatrechtlicher Arbeitgeber kann sich nicht verhalten wie die öffentliche Verwaltung. Er muss sein Geld verdienen und kann nicht einfach Steuern erhöhen.
Komisch, meine Berater sind total ruhig und sagen, uns passiert schon nichts.
Zur Horizonterweiterung für Bankangestellte zu empfehlen ist ein Arbeitseinsatz bei einer Bergbauernfamilie: http://www.bergeinsatz.ch.
Auf Nadel sitzen! Die KI-Agents werden schmerzhafter sein. Wer in der Finanzbranche „sitzt“ wird durch Aktive ersetzt.
Sorry, aber die Leute wissen schon lange genug was kommt. Wer erst jetzt beim Käfeli um 10.30h im Stanza realisiert dass es an der Zeit ist sich neu zu orientieren ist ganz einfach etwas spät dran oder selber schuld…
Grundsätzlich hat die Schweiz ja eine gute Basis an Fachkräften im Finance, jeder sollte sich auf mehr „value-adding“ jobs ausrichten als PB. Das reine relationship management ist / wird längst obsolet
Alle haben Angst. Jeder wird es treffen oder er wird leiden.
2500 Menschen dort sind ja sowieso ‚Quereinsteiger’…
Ehemalige Sportartikelverkäufer zum Beispiel.