Mein Freund Bruno ist ein alter weisser Mann. So wenigstens wird es ihm von überall her eingeredet.
Er selbst begreift gar nicht, warum diese drei Worte – „alter“, „weisser“ und „Mann“ – zu einem negativ konnotierten Begriff wurden.
Bruno entstammt der Generation „Baby Boomer“, ist also tatsächlich nicht mehr so jung. Alt fühlt er sich dennoch nicht.
„Weiss“, nun ja, das ist Bruno seit Geburt. Was daran falsch sein soll, entzieht sich seiner Kenntnis.
Da ist es ihm schon etwas klarer, warum er als „Mann“ beschimpft wird – weil er ein Mann ist. Und sich getraut, dazu zu stehen.
Nicht einknickt, vor der Diverse Community, vor Woken, die unseren Planeten zu kapern versuchen.
Was er aber nicht versteht: Warum er, analog der Bibel mit ihrer Erbsünde, verantwortlich gemacht wird für die weit zurückliegende Sklaverei, die die weissen Männer verantwortet haben.
(Stimmt nicht mal, denn die grössten Sklaventreiber in der Geschichte waren bekanntermassen die Araber, und die waren nicht weiss.)
Oder warum er für die patriarchalische Unterdrückung in vielen Familien zuständig sein soll. Er ist sich auch nicht bewusst, jemals Frauen unterdrückt oder für Konquistadoren geschwärmt zu haben.
Er versteht es nicht, als alter weisser Mann in die Ecke gestellt zu werden. Es macht ihn unsicher.
Was er versteht: Da ist etwas faul im Stall. Denn einerseits sind es Frauen (wohl am ehesten die Feministinnen), die oft diejenigen sind, die unliebsame Männer brandmarken und in die Ecke stellen und damit die Situation zu ihren Gunsten ausnutzen.
Bruno hat Erfahrung mit Online-Dating, und er hat gelernt, dass bei ersten Treffen Frauen zwingend erwarten, dass der Mann sie zum Essen/Drink einlädt.
Sind das nicht alte Rollenmuster? Bruno begreift, der alte weisse Mann ist schuld an allem, er kann sich verhalten, wie er will, es geht nicht auf.
Was macht das mit Bruno, was macht das mit der Gesellschaft? Bruno entwickelt eine Ausstrahlung.
Die Damen „riechen“ schon, dass Bruno aus einer einsamen Wohnung kommt und nach dem Ausgang auch wieder dorthin geht und dass Bruno unsicher ist.
Bruno fühlt sich weder verstanden noch aufgehoben. Er ist einsam, wird vom anderen Geschlecht gemieden.
Zudem ist er auch kein Bling Bling und verfügt nicht über die Anziehungskraft der Bling Blings dieser Welt (kein Bling Bling ist ein alter weisser Mann – Bling Blings sind Gewinner).
Bruno ist zwar ein durchaus ansehnlicher Mann, aber das reicht schon lange nicht mehr. Berührt („liebkost“ wäre ein doch zu kühner Begriff) wurde Bruno schon seit Jahren nur noch von seinem Arzt, seinem Zahnarzt, dem Coiffeur und ab und an in einer Sport-Massage.
Noch ganz seltener von einer Frau, die er bezahlt, dass sie „nett“ zu ihm ist und ihm die Illusion lässt, dass er noch ein Mann ist.
Langsam begreift er, wie schwer es ist, sich selbst zu lieben, wenn es sonst niemand tut. Er realisiert, dass Glück eines der grössten Geschenke ist, und dass es schon sehr lange gegangen ist, wenn es dann geht.
Ich frage Bruno, was die Gemeinsamkeit der katholischen Kirche und der INCEL-Vereinigung (Abkürzung von Involuntary Celibate – oder zu Deutsch: „unfreiwillig sexuell enthaltsam“) ist.
Die katholische Kirche kennt Bruno, kann sich aber keinen Reim auf den Vergleich machen.
INCEL ist ein Begriff, der auf eine kanadische Studentin zurück geht, die 1997 mit der Online-Selbsthilfegruppe „Alana’s Involuntary Project“ schüchternen Menschen aller sexuellen Orientierungen ein Forum geben wollte.
Schon schnell entwickelte sich das Forum zu einem Hassforum heterosexueller Männer. Die von Frauen verschmäht wurden.
Die Gemeinsamkeit beider Organisationen? Beide gehören aktuell zu den weltweit am stärksten wachsenden Gruppierungen.
Weltweit ist festzustellen: Das Christentum boomt, und das nicht bei den älteren Generationen, sondern ausgerechnet bei der Gen Z.
Für mich ein klarer Fall: Wir leben in einer Zeit, in der alles vernichtet wird, was uns ausmacht und unsere Geschichte darstellt.
Den jungen Generationen wurden und werden die Werte gestohlen. Die Familie hat keine Bedeutung mehr, Traditionen ebenso wenig.
Zugehörigkeiten zu einem Land oder einer Gruppe sind von vorgestern. Und der Gipfel des Irrsinns: Wir versuchen ihnen einzureden, dass es nun auch kein Geschlecht mehr gibt, dass eine Geschlechterzugehörigkeit ein reines Gedankenkonstrukt sei.
Welch Irrsinn! Verwundert es, dass gerade die Gen Z nun wieder irgendwo Halt, Werte und Inhalte in einer zum Narrenschiff gewordenen Welt sucht?
Und warum wächst INCEL?
Stichwort Einsamkeit, Stichwort „Bling Bling“, zu dessen Gruppe die allermeisten Männer eben nicht gehören, die dazu verdammt sind, Brunos Los als alter weisser Mann zu tragen.
Die Welt ist so, wie sie Bruno erlebt: einsam – aller Kalendersprüche zum Trotz.
Und beobachtet man diese – so scheint es – irrsinnig gewordene Welt etwas genauer, dann wird einem vieles klarer. Die Welt ist nicht schlechter, sie wird einfach immer mehr zu einem unwirtlichen Ort.
Wer tut sich diese Frauen schon an.
Der Gummeltopf braucht wohl eher einen Gummeldeckel
Mhm, was soll man jetzt mit diesem Artikel nur wieder anfangen? Bin und bleibe ratlose.
Gehört grundsätzlich ins Tagebuch und er macht sich hier nur selber fertig. Ein weisser Mann zu sein, bedeutet Gewinner zu sein. Wer das nicht sehen mag, lässt sich von Frauen beeindrucken und redet ihnen nach dem Mund und wird nur Ablehnung zeitigen.
Geht mir genauso. Was ist passiert? Wie kann man helfen? Auf jeden Fall nicht einfach die Medis absetzen … 😉
Wenn heute eine Frau, die ja immer so laut für Gleichstellung feixen und sich trotzdem weigern, Militärdienst zu leisten, immer noch erwartet (!), dass ich bezahle, den Stuhl zurechtrücke, in den Mantel helfe und die Türe aufhalte, oder gar durchblicken lässt, dass ich als alter weisser Mann eine Schuld zu begleichen hätte, dann kann sie sich zum Teufel scheren. Das ist vor allem mit westlichen Kratzbürsten ein Problem. Es gibt Länder, wo die Frauen selber für sich sorgen, stolz darauf sind, sich als ebenbürtig (nicht überlegen oder versklavt) betrachten. Und das macht sie attraktiv.
Nicht vergessen, dass mittlerweile viele Männer auch keinen Militärdienst mehr leisten, gell !
hmm,
was ist denn dieser Presta für ein Schreiberling. Was will er uns sagen? Den Mehrwert von diesem Artikel muss man wohl zuerst suchen und dann finden.
er beschreibt die Autoren auf diesem orientierungslos gewordenen Blog (inkl. dem Inhaber davon).
@Suche nach Publikum….wieso liest du es dann. Ich denke watson könnt zu dir passen!!!
Ach, schon wieder so ein Bedürftiger.
Haben diese Typen keine Freunde, keine Hobbies, keine Interessen ?
Eine Frau sollte für einen Mann eine Ergänzung sein – aber niemals Lebensinhalt.
Presta beschreibt sich selbst
@Mhhh,
aha, du glaubst also, dass das Niveau von diesem Artikel dem Standard vom IP entspricht? Wie einfältig von dir! Und genau du glaubst, dass du kompetent bist, mir zu empfehlen was ich lesen soll? Wie arrogant von dir! Es ist jetzt ganz einfach ein Persönlichkeitsprofil von dir zu erstellen aber aus Anstand vor den anderen Lesern hier unterlasse ich das jetzt.
Die Welt war schon immer ein Irrenhaus. Neu ist nur, dass wir heute einen komplett verrückten US Präsidenten haben. Aber sonst?
Warum geht es bei fast jeder Presta Prosa um ältere einsame Männer, missverstanden und geächtet von der (Frauen-)Welt? Meist handelt es sich bei den pseudo-intellektuellen Ergüssen des Autors um einen „Freund“, der sich mit dem Zeitgeist schwertut; wobei der aufmersame Leser längst kapiert hat, dass es sich hier um reine Selbsttherapie handelt. Eigentlich wäre die Kolumne mit diesen Lebensweisheiten eher für ein Bravo-Heftli für alte, weisse Männer geeignet als einen Finanzblog.
Mit dem Alter Steigen die Ansprüche der Frauen. Ihr Markiert sinkt jedoch.
Männer sind wie Wein. Sie werden im Alter besser. Frauen sind wie Blumen. Sie verwelken im Alter.
Beim Onlinedating gibt es viel mehr Männer wie Frauen. Mindestens 50% der Profile der Frauen sind fake.
Darum schwören immer mehr Männer auf eine pflegeleichte Thai.
Die Thai ist pflegeleicht und nicht so kompliziert. Schlank ist sie auch und kochen kann sie wie eine Göttin. Sie weiss wann sie still sein soll und kann einfach durch ein jüngeres Model ausgetauscht werden.
Ihr zwei geht mir mit euren d*…ummen Kommentaren auf den Zeiger!
…und wenn sie die Kohle hat ist sie weg:-)
😂 Herrlicher Artikel!
Nur – dass Bruno alt und weiss ist, das können wir eigentlich weglassen.
Es geht mehr darum, wie man grossgezogen wurde und sich als Mann weiterentwickelt hat. Beim Name „Bruno“ wissen die meisten Frauen sofort, dass Sie es wohl mit einem eher rückgratslosen, passiv-aggressiven, knausrigen und etwas verklemmten Gegenüber zutun haben, und nehmen dementsprechend schnell Reissaus.
Oder wie sagen die Jungen heute? Swipe left?
„Alter weisser Mann“ als Schimpfwort zeigt die rabiate Verblödung der Welt von heute perfekt,denn „aktuell alter weisser Mann“ ist die bisher höchste Form der Evolution in der Menschheitsgeschichte. Millenials und Klimajugend sorgen gut dafür, dass sich das nie mehr wiederholen wird.
2011 kam ich frisch verheiratet in die Schweiz. Als ich ins Tram stieg, verstand ich nicht, warum viele Männer ins Leere blickten, statt Blickkontakt mit attraktiven Frauen aufzunehmen. Drei Jahre zuvor hatte ich auf einem Zebrastreifen meine spätere Frau kennengelernt, die Mutter unseres 16-J Kindes, mit der ich bis heute glücklich zusammenlebe. Heute verstehe ich die Situation. Akzeptieren kann ich es trotzdem nicht. Mit den hier sozialisierten Männern habe ich grosses Mitgefühl. Als Vater frage ich mich: Wo soll mein Sohn später hier eine Partnerin finden? Daran habe ich grosse Zweifel.
…und noch etwas:
Gerade darin liegt für mich der Kontrast: So, wie ich damals meine Frau kennengelernt habe, käme es mir heute in der Schweiz gar nicht in den Sinn, zu handeln – allein aus persönlicher Risikoabwägung.
Der Artikel ist zu lang.
So, zu lang, auch das noch. Der Arme Bruno Markus.
Nein, gerade das ist das Problem, nicht zuhören.
Ok der Schreiberling bekommt keinen weggesteckt. Tut mir leid für dich aber warum muss man sein Leid als Artikel verfassen?
Die lassen sich nicht sofort enteiern, nehmen die Göre auch mal mit zur Arbeit und da zeigt sich dann… Diese Tagebucheinträge zeigen doch nur, was man beobachtet. Mit „Weiss“ und „Mann“ hat das nichts zu tun. Nur mit „alt“.
Schweizer – und immer mehr auch Europäische – Frauen, sind keine Frauen mehr. Eher meist nur noch gottlose, familienlose, verantwortungslose Blutsauger. Meistens nur Rosinen und Vorteile pickend wollend. Besonders in Management-Positionen weit verbreitet.
Ich verneine nicht, dass auch viele Männer so ticken.
Die Frage ist: Ist das eine Gesellschaft, welche sich gerade selber ausrottet?
Ja, siehe auch das Mäuse Experiment.
Meine Sicht als Dating-Papst: Onlinedating hat das Balzverhalten für die meisten Männer (=95%) gänzlich zu nichte gemacht. Selbst erfolgreiche und menschlich gute Typen kriegen heute kaum noch ne Frau für eine Beziehung ab, sofern man nicht zu den Top5% gehört. Frauen wiederum sind mit der Auswahl und Bestätigung der Vielzahl von Männern überfordert und können den Top5% Typen nicht langfristig binden. Das Resultat: Lose-lose – Männer die unfreiwillig alleine bleiben und Frauen, die nach zahlreichen Affären den Wunsch nach Familie mit Kinder aufgeben und stattdessen einen Hund/Katze besorgen.
Die dritte Kategorie nicht vergessen: Die Freiheitsliebenden!
Wie Oswald Spengler schrieb, bricht jetzt das Zeitalter der „Zweiten Religiosität“ an.
Das ist die Erklärung, wieso das Christentum wieder boomt.
„Die Zweite Religiosität sei eine Art von Trostmittel für die machtlosen Massen der zivilisatorischen Spätzeiten.“
(Wikipedia)
Es ist im Prinzip die Mehrheit, die bestimmt, was gerade allgemeine Gültigkeit haben soll. Aktuell ist das Pendel gerade auf der woken Seite. Aber langsam merken wir, dass, wenn jeder sein Recht haben soll, so zu sein, wie er es für gut findet, soll dieses Recht grundsätzlich auch der alte weisse Mann haben. Und sowieso, Pendel schlagen immer wieder in die Gegenrichtung aus.
Die Evolution hat dem weiblichen Geschlecht die Hoheit über die Fortpflanzung geschenkt. Dating-Apps geben der modernen Frau die Möglichkeit sich ausschliesslich mit den begehrtesten 5% zu paaren.
Die restlichen 95% der Männer müssen sich den Zugang zum weiblichen Geschlecht erarbeiten oder erkaufen. Für finanziell Erfolglose gibt’s OF und PH zum Discounterpreis.
Interessanter Artikel:
Junge Menschen interpretieren diesen zu 100% anderst als „alte“ Menschen.
Der beschriebene alte, weisse Mann hat in Westeuropa einen anderen(vermeintlich tieferen) Wert als im Rest der Welt.
Sollange ich mich nicht selber verliere, werde ich auch geachtet und respektiert, egal auf welchem Teil der Welt ich mich bewege.
Achtung beginnt mit Selbstachtung, unabhängig von Farbe, Alter und Geschlecht.