Die Enkelin des grossen Baumaschinen-Herstellers Liebherr verstand keinen Spass mehr.
Katharina Liebherr, so heisst sie, beharrte auf Begleichung der Schuld durch die United Global Water, eine Firma von Serial-Unternehmer Rolf Hess.
Der hatte seinen Aktionären und Kreditgebern seit Jahren einen goldenen Börsengang versprochen.
Statt dessen ist jetzt Schluss. Liebherr sei „Dank“.
Die Geschäftsfrau, die endlich ihr Geld wie versprochen zurückwollte, klagte vor dem zuständigen Londoner Konkursgericht.
Dieses gab ihr Ende Februar recht. Es verfügte die Liquidation des Unternehmens und setzte dafür einen Liquidator ein.
Aus, vorbei.
Rolf Hess liess die Trauerarbeit von seinem langjährigen Weggefährten erledigen, einem Manager namens Norbert Stocker.
Der hob in einem langen Schreiben vor 11 Tagen zuhanden der Aktionäre zu einem Lamento über Liebherr an.
Allein weil diese kein Interesse am Überleben der Firma gehabt habe, sei es jetzt zum Konkurs gekommen.
Liebherr habe bereits die Schweizer Einheit der United Global Water Holding (UGWH), die mit Trinkwasser-Erschliessungen das grosse Geschäft machen wollte, in die Insolvenz getrieben.
Die Geldgeberin habe den Firmen-Verantwortlichen gegenüber klar gemacht, „that they do not care about the money, they just want UGWH to be wound up“.
Liebherr ist in England keine Unbekannte. Seit 2010 besitzt sie den Fussballclub Southampton.

Das Ende der UGWH trifft die Aktionäre, darunter zahlreiche Schweizer und Zürcher, teils mit bekannten Namen. Sie verlieren ihren Einsatz.
In Spanien hatten davor Geldgeber Hess gerichtlich belangt. Der Geschäftsmann habe ihnen falsche Tatsachen vorgespiegelt.
Hess und seine Leute rufen die Investoren bereits zum nächsten Engagement auf. Man habe „a new structure“ aufgebaut, „where all shareholders will be invited to participate in the capital with the same percentage ownership as with United Global Water Holdings Limited“.


Ach, der Klassiker: Ein Serial-Unternehmer, der sich als Visionär verkauft, aber am Ende doch nur das altbekannte Menü serviert – eine Prise Enkeltrick, ein Schuss Schneeballsystem, und oben drauf ein Luftschloss als Deko.
Sie sind unter uns, die Glücks-Schaumschläger!
Gratulation an Frau Liebherr, auch wenn es schlussendlich der Verlust bedeutet.
Blöd nur, wenn plötzlich jemand am Tisch sitzt, der nicht auf Märchen steht. Katharina Liebherr hat offenbar schneller durchschaut, was da gekocht wurde – und fand’s verständlicherweise weniger funny, wenn der Wasserzauberer Hess plötzlich auf dem Trockenen sitzt.
United Global Water, eher United Global Vaporware. Und jetzt nach London verbannt, wo man solche Luftnummern wenigstens effizient liquidiert.
United Global Water? Eher United Global Wasserdampf.
Hess hat wieder mal gezeigt, wie man aus heisser Luft ein Imperium bastelt bis jemand wie Katharina Liebherr auftaucht, die nicht zum Publikum der Märchenerzähler gehört.
Und zack: Luftschloss geplatzt, Liquidation serviert. Ende der Träume.
Am eigenen Scheitern scheinen bei Leuten wie Hess immer die pösen, pösen anderen Menschen Schuld zu sein.
Und trotzdem findet er offenbar immer wieder Geldgeber.
Habe kein Geld für lukrative Investments, da Ende Monat ausgesteuert!
Langsam kriege ich Mitleid.
immer genug sackgeld für die ewz-rechnung bereithalten. wo du nicht bist, du palferist, da schweigen alle pfeiffen.
@Marcel Palvner
Palvi, den Spruch bringst Du jedesmal wie eine Schallplatte die einen Sprung hat!
Liebe Investoren
Ich investiere schon lange bei einem Prinzen in Ghana. Ein Renditewahnsinn. Diamantenbergwerk, KI und so. Mein Konto auf der App wächst und wächst. Mit 60 hole ich dann meine Kohle und lass es richtig knallen.
Global Water? Mein Gott seid Ihr blöd.
Liebe Grüsse
Ein Investor mit Visionen.
Wohl eher am Sozialtropf hängend, wie die Mehrheit der Schreiblinge hier…
Lieber Visionär
Dein Investment klingt wie eine Mischung aus Märchenstunde und Betrugsratgeber. Und trotzdem trittst du hier auf, als würdest du aus einer Position der Überlegenheit sprechen.
Wer sich von einem Fantasieprinzen reich rechnen lässt, sollte vielleicht etwas vorsichtiger mit dem Wort „blöd“ umgehen.
Liebe Grüsse…
Nicht von sich auf andere schliessen!
Ich habe eine Flüssigkeit erfunden, welche Eisen zu Gold umwandelt 😉
Solche Ponzi Systeme dienen in manchen Fällen der Geldwäsche.Sprich einige grosse Geldgeber kriegen einen Teil des Geldes wieder zurück,es kriegen natürlich nicht alle mit,und wenn,ist es nur ein Teil. Gewisse grosse Geldgeber sind der Grund das andere nachziehen und investieren,und zwar nicht wegen des Projekts sondern primär weil grosse investoren dabei sind,dann müsste ja etwas dran sein Projekt und man geht davon aus dass dies geprüft wurde,was aber nicht der Fall da nicht das Projekt Intention.Ein erfolgreiches Projekt würde Zeit brauchen und das ist nicht im Interesse gewisser Investoren
Die Liebherrs besitzen auch ein tolles Hotel in Österreich. Dort trifft man immer viele Zürcher.
Schreiben von N. Stocker ist peinlich. Ist er als Manager besser?
Solche sogenannten Serial Entrepreneurs gibt es ja in der Schweiz auch. z.B. WeRecycle aus Kemptthal. Der VRP hat im grossen Stil Penny Stocks an Klein Anleger verkauft und nun wird die Bude von der FINMA zwangsliqudiert. Die Anleger können ihr Investment abschreiben. Der VRP hat bereits die Nachfolgefirma gegründet und es steht im gleichen Stil weiter, deshalb nennt er sich auch Serial Entrepreneur….
Man nehme einen Sack heisse Luft, schreib aussen etwas trendiges & profitables drauf. Dann einfach ab & warten, bis Neugierige hungrig anbeissen & verbeissen. In den Sack Heissluft.