Und man reibt sich gleich zu Beginn die Augen. Da stellen die Journalisten der NZZ am Sonntag doch tatsächlich die Frage, die sich sonst niemand laut zu stellen traut:
Wie kommt es, dass ausgerechnet er – der Angehörige einer angesehenen jüdischen Bankiersfamilie aus Zürich – in den Verdacht gerät, Geschäfte mit den iranischen Revolutionswächtern zu ermöglichen?
Eine groteske Vorstellung. Offiziell zumindest. Inoffiziell weiss in der Branche jeder, wie solche Geschichten entstehen.
Man öffnet die Tür einen Spalt. Dann noch einen. Ein neuer Investor hier, ein Kunde aus „schwieriger Jurisdiktion“ dort.
Alles sauber dokumentiert, versteht sich. Und wenn es ganz heikel wird, verlangt man halt etwas höhere Gebühren. Risikoaufschlag nennt man das.
Man macht es weiter. Auch bei anderen kleinen Privatbanken erhebt man eine Compliance-Gebühr von 1,8 Prozent auf den gesamten Betrag der In-Out-Zahlung.
Und stell dir vor, es geht plötzlich um 300 Millionen – da wird die 1,8-Prozent-Gebühr auf den Betrag zu einer richtigen Fiesta, bei der man nicht nur die Schweizer Kuhglocken läutet.
Wie Bloomberg diese Woche berichtete. Klingt fast schon nach ehrlichem Handwerk.
Und die Finma? Die schaut hin. Immer. Sehr genau sogar. So genau, dass am Ende meistens eine Busse herauskommt.
Ein paar Seiten Bericht, ein paar hunderttausend Strafe, ein bisschen Reputationsschaden. Keine neuen PEP-Konten mehr bitte.
Und dann: weiter im Text. Vielleicht hat der PEP ja einen Fahrer mit zypriotischem Pass.
Das ist kein Betriebsunfall. Das ist System. Jeder weiss es. Jeder kalkuliert damit. Und jeder tut überrascht, wenn es einmal kracht.
Bei MBaer hat es gekracht.
Plötzlich galt das alte Drehbuch nicht mehr. Keine Busse, kein „bitte besser machen“, kein stilles Einvernehmen. Stattdessen: Stecker raus. Lizenz weg. Bank dicht.
Was ist passiert?
Ganz einfach. Die Amerikaner haben angerufen. Und wenn Washington anruft, wird aus einem Schweizer Kavaliersdelikt sehr schnell ein internationales Problem.
Dann ist fertig mit der helvetischen Gelassenheit. Dann zeigt auch die Finma Zähne. Nicht aus innerer Überzeugung, sondern weil es nicht mehr anders geht.
Man könnte fast meinen, die Aufsicht habe plötzlich Rückgrat entwickelt.
Oder eben Druck verspürt.
Ironisch ist nur, dass genau das Geschäftsmodell, das MBaer zu Fall brachte, jahrelang bestens funktioniert hat.
Heikle Zahlungen, exotische Kunden, hohe Margen. Solange niemand in Übersee nervös wurde, war alles im grünen Bereich. Oder zumindest im dunkelgelben.
Und dann kommt dieser eine Moment, in dem das Spiel nicht mehr aufgeht.
Die gleiche Praxis, die gestern noch geduldet wurde, wird heute zur Todsünde. Die gleichen Mechanismen, die man stillschweigend akzeptierte, werden plötzlich zum Skandal erklärt.
Und alle sind überrascht. Am Ende bleibt die Frage: Bravo Finma? Oder doch eher: Bravo Amerikaner? Die ehrliche Antwort dürfte den meisten in der Branche nicht gefallen.
Die FINMA kann keine Bussen verhängen. Sie kann allenfalls Gewinne einziehen. Bitte etwas mehr Substanz.
La FINMA peut retirer „la garantie d’une activité irréprochable“ à un ou plusieurs membres dirigeants d’une entité ne respectant pas les standards en vigueur. Comme cette autorité aurait dû le faire plusieurs fois depuis 2008 avec les cadres dirigeants de UBS et CS, par exemple.
https://www.finma.ch/de/durchsetzung/datenbank-zur-sicherstellung-der-gew%C3%A4hrsbeurteilung/
Mais encore aurait-il fallu que la FINMA soit sans reproches, ce qui est loin d’être le cas avec le jeu des chaises musicales.
Bravo USA, die werden in Zukunft diesen PEP als Kunden haben.
an diejenigen die sich gut auf die kommende Finanz-krise vorbereitet haben …
Rettet euer Geld und kauf Gold und Silber.
Hat das das Dr. Sommer-Team geraten?
Amerika hat angerufen und – puff – Bär ist weg!
Es wird langsam Zeit die Finma aufzuwecken und ihr schonend beizubrigen, was da geschehen ist.
Wir wollen keine schlafenden Hunde wecken..
Bravo FINMA jahrelang zugeschaut und dann überrascht gespielt. Und bravo USA fürs Erinnern, wer hier eigentlich die Pfeife bläst.
Na ja, der größte Geldwäscher ist wohl die USA und da die CIA nur MaK so zur Erinnerungen.
In der Schweiz ist es ein „Kavaliersdelikt“, bis USA anruft dann wird plötzlich aus Käse ein Strafverfahren. Bravo FINMA fürs rechtzeitige Aufwachen.
Beim Grenzübertritt als ex Mbaer…Das braucht viel Mut oder Dummheit.
Dein Kommentar ist der beste Beweis, dass Dummheit wirklich laut sein kann.
Keine Sorge, ich überlasse dir gern die Expertise in Dummheit.
Solange es Gebühren regnet, ist alles „sauber dokumentiert“. Erst wenn USA genauer hinschaut, entdeckt auch die FINMA ihr Rückgrat. Timing ist alles!
Was Mbaer alles gemacht hat. So dumm kann eigentlich keiner sein. Spässli mit den Amerikaner machen und denken es hat keine massive konsequenzen 🤣
Seit wann bist du den wieder draussen?
Sobald Washington hustet, bekommt die FINMA plötzlich Atemnot erstaunlich, wie schnell aus Schweizer Gelassenheit internationale Dringlichkeit wird.
In der Schweiz ein „Kavaliersdelikt“, in den USA ein Straftatbestand – und plötzlich entdeckt auch die FINMA ihr Rückgrat. Zufälle gibt’s.
Sieht nach einer Bärenfalle aus. 🤷♂️🤭
Zum Glück für die Kunden gilt der Einlagenschutz…;-)
bis 100k…
Genau, das ist Standard in der Schweiz.
Erst wenn Washington den Ton angibt, wird in der Schweiz aus Wegschauen plötzlich Handeln. Souveränität à la carte.
Und wer hatts erfunden?
Die Schweizer!
Bravo FINMA – man könnte fast meinen, ohne amerikanische Nachhilfe würde man in Zürich gar nichts bemerken.
Jetzt ist es vorbei mit dem Lachs-Tartar für den Bären. 🤭🤷♂️
na, wenn die ganze Schweizer Wirtschaft so agiert hat, dann gute Nacht!
Kannst dich ja dann auf keinen dieser Honks mehr verlassen …
„Ganz einfach. Die Amerikaner haben angerufen. Und wenn Washington anruft, wird aus einem Schweizer Kavaliersdelikt sehr schnell ein internationales Problem.“
Habt ihr Dummköpfe aus den Alpen es kapiert? Ihr müsst keine Angst von Brüssel haben. Er seit schon längst an Washington vergeben.
Hoffentlich kriegt Michael von seinem Urgrosspapa Julius eins auf den Hintern.
Die Schweiz ist das 2. korrupteste Land der Welt!
Man sollte aufhören, immer Länder zu nennen. Es sind Personen, die so handeln. Werden Länder genannt, so bezahlt am Schluss immer das gesamte Volk.
@ Hans Meier
… und welches Land ist nun das Korrupteste?
wenn man(n) schon das 2. Korruppteste Land kennt???
Ist offiziell die Ukraine.
die USA ist Nummer 1!
Die Finma sollte dringend die Rentner mehr kontrollieren, die über die Grenze einkaufen und Schweizer AHV in z.b. Deutschland verschwenden.
Der Verdacht liegt nahe, das diese ein Schwarzgeldkonto in Deutschland führen. Entsprechend sollte die ZKB schauen, dass nur noch eingeschränkt Bargeld auszahlen und dies an die Finma meldet.
Sie sind ja ein ganz Schlauer! Bewerben sie sich doch bei der FINMA oder noch besser bei der Kontrolstelle zur Geldwäschereibekämpfung. Man muss bei den kleinen Fischen beginnen.
Was ist da mit den Daumen runter? Es ist Ironie!
„The only way the Banque Real de Geneve would cooperate with a foreign legal body is if the crime being pursued also happened to be a crime in Switzerland. But there are very few Swiss laws pertaining to your “rumored” improprieties. Which is why Mr. Azoff’s joke is most appropriate: from a financial standpoint you are now in heaven, and we welcome you. If the U.S. Justice Department or FBI or SEC or IRS sent us a subpoena, it would become papier-toillette. We would wipe our ass with it.“
Jean-Jacques Saurel in „Wolf of Wall Street“.
Le grand Bär e mansche de ün piü grand Bär – sascht man in Franschreich. 🤭😂
@ Vadim Loskutov
Remarquable article ! 👏👍
Que de souvenirs où la place financière helvétique s’offusquait, en 2009, des attaques US vs le secret bancaire suite aux révélations à l’IRS de l’ex-gérant UHNWI de UBS, Bradley Birkenfeld (alors que la Confédération avait reçu moult avertissements depuis les années 1960, „ignorés“, sur son „modèle commercial sulfureux“, par son ambassadeur en poste aux États-Unis). Ce même gérant dont les supérieurs auront voulu l’entraîner à tord dans un „dilemme du prisonnier“ ( A. W. Tucker). In-fine, la Suisse reçu le goudron et les plumes.
Kommerzielle Banken sind im Kern Zweckgesellschaften des Zentralbanksystems. Betrachtet man den Fall iranischer Gelder bei der MBaer Merchant Bank, stellt sich eine brisante Frage: Wer aus dem israelischen Umfeld hat Mike Baer kontaktiert, diese Gelder entgegenzunehmen — und zu welcher Kompensation? Die Gelder sind heute bilanztechnisch im Schweizer System aktiviert, de facto aber blockiert. Der Schaden trifft Teheran. Ein geopolitischer Schachzug von bemerkenswerter Eleganz, umgesetzt über die Grauzonen des Schweizer Finanzplatzes.
Zitat: Wie kommt es, dass ausgerechnet er – der Angehörige einer angesehenen jüdischen Bankiersfamilie aus Zürich – in den Verdacht gerät, Geschäfte mit den iranischen Revolutionswächtern zu ermöglichen?
Antwort: Selbst Mark Rich ( Jude – MRI -> Glencore ) hat zu hochzeiten sie besten Geschäfte mit dem Iran gemacht. Massiv Öl gekauft, und nach Israel verkauft was IL gerettet hat. Geschäfts und Geld steht über allem, sogar der Religiösen Überzeugungen.
Und wenn das so weitergeht mit der US-Hörigkeit haben die CH Banken bald keine ausländischen Kunden mehr.
Es reicht doch wenn die einzig verbleibende CH-Grossbank nun eine US-Banklizenz erhalten hat.
Was hat ihre Verbindung zum Judentum mit den Geschäften zu Iran zu tun ? Es leben 100k Juden in Teheran also was soll der Blödsinn mit dem Hinweis ihrer jüdischen Vorfahren ?
Geld stinkt nicht. Auf die USA ist niemand gut zu sprechen in der Schweizer Bankenszene. Auch viele Treuhänder. Und die Amerikaner lachen sich ins Fäustchen in Delaware, Wyoming oder Florida, genauer: in den Küstengewässern der Keys und andernorten. Wenn einer krumme Geschäfte mit dem Iran macht, dann Captain America: Iran-Contra lässt grüssen..! Das dürfte auch jetzt nicht viel anders sein. Der Iran–Irak-Krieg wird die Matrix für die zukünftigen Entwicklungen sein in der Region. So richtig „gewinnen“ wird niemand im klassischen Sinne.
Vu que la monnaie est le nerf de la guerre (+ or et système des pétrodollars); vu que les USA ne sont plus en odeur de sainteté avec ses vassaux occidentaux; que les Emirats et Dubaï ne sont plus officieusement les banquiers de l’Iran; que certains flux financiers ont trouvé une parade depuis le conflit Russo-Ukrainien pour contourner les sanctions et le système des paiements „SWIFT“ (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication); que l'“or fantôme“ est parvenu à se trouver des débouchés, il y a fort à parier que les banques UE et CH (+ raffineries d’or) ont des soucis.
Bei uns weiss auch jeder warum wir so viele Barbershops haben und Occasionenhändler und Immo-GmbHs mit türkisch und balkanesischem Background. Da schaut ebenfalls niemand hin. Braucht wohl auch erst einen Anruf aus USA.
Schon Marc Rich konnte von hier aus Geschäfte machen mit Israel und Iran und allem was verboten war. Hat das etwa MBaer als Blaupause genommen?
Was für ein Skandal die Empörung ist weltweit könnte man denken.
Leider werden wir den Entstehungsweg dieser Gelder nie zu sehen bekommen und auch nicht die Weiterreise.
Es stellt sich aber schon die interessante Frage wer den so schlechtes Geld beherbergen darf?
Vielleicht das gute Imperium?
Der Praeventions- & Aufsichts Arzt kommt bei uns immer erste, wenn die Dinge schon so totkrank sind, das man sie gleich begraben kann. ZT. sogar in 24h. Brandloescher & grosse Loesch Schaeumereien!!! Jedesmal gleich. Wie die alte Fasnacht hinter her. Dito 26x analog Verwaltung & heterogen Justiz Wirrwarr. Fuer knappe 42 tausend Quadratkilometer Fläche mit 9 Mio Menschen (+/- London). Das ist nur noch ein Admin. Vollwitz. Föderalismus noch nach uraltem Grosi’s Recept. Wie bei den SRF Kochsendungen & deren Landfrauen. Alte Tradition & Bodenstaendig – bis zum umfallen.
Bravo,dass sich die USA wieder mal in Dinge einmischen,die sie nichts angehen? Wohl eher : Sauerei!
Bravo,dass die Finma wieder mal die US-Stiefel leckt?
Wohl eher : Pfui Teufel!
Strategie der Schweiz: Alles erlauben was die anderen Länder verbieten. Und schon wird ‚man‘ reich!
PS: Hoffe doch sehr, dass man all den schmierigen Schweizer Anwälten und Treuhänder endlich an den Karren fährt!
Bravo to the author—clear, timely, and necessary.
MBaer is not an isolated case; it is the opening signal of what I call the second act of Epic Fury. FINMA’s action, reinforced by U.S. Treasury pressure, exposed systemic failures:…high-risk client concentration, weak AML controls, and indications that sanctioned actors linked to Iran, Russia, and their consorts could circumvent safeguards. Facts.
We have moved from the kinetic phase—decisively degrading the Iranian regime’s hard power—to the financial domain, where the real enablers have long operated in opacity.
Shadow banking networks, correspondent channels, and compliance arbitrage have sustained regimes in Tehran, Moscow, Pyongyang—and yes, criminal cartels across Latin America. MBaer shows that this architecture is now being systematically dismantled.
This is not episodic enforcement. It is strategic sequencing. The message is unmistakable: no safe haven remains.
For more sourced insight in this highly dynamic environment, you may subscribe free to our GeoStrat Agency Substack:
https://pnajadi1967.substack.com/p/epic-fury-the-grand-finale
With every good wish,
Pascal Najadi & Yael Eastman
Washington DC
@Pascal Najadi & Yael Eastman
🎯👍👏
MBär hat‘s nun förmlich zugemüllt,
Endlich fertig die Milliarden gespült.
Mike, der Bär nimmt es vergnüglich,
Er hat nen sichern Hort diesbezüglich!
Merke, diese Sorte Menschen bauen:
Am nächsten Vehikel, & viel Vertrauen
Rubel, Dollar & Franken sind das Elixir;
Genau, für das alleine sind wir ja hier.
ORF
Wie lange wollen wir noch die Vasallen der zionistischen Terrorbande von Washington spielen? Ich denke es reicht: Weg mit allen Sanktionen – weg mit dem US Dollar – weg mit der imperialistischen Bevormundung! Ein selbständiger souveräner und neutraler Staat der selber entscheidet! Uns selber die internationalen Kunden beurteilt.
Gottlob nicht systemrelevant. Ist aber eine Frage der Zeit, bis ein Telefon in Sachen UBS kommt. Wie bei der CS. Und die Steuerzahler werden auch das schaffen.
Weder „bravo Finma“, noch „bravo Amerikaner“.
Denn es nicht ehrenhaft, Leute nur wegen ihrer Staatszugehörigkeit zu diskriminieren.
Prominentes Beispiel ist Vekselberg, zu dem der Tagi (2018) schrieb, die Schweiz treibe Leute wie ihn in Putins Arme. Jahrzehnte von Politik und Banken wie UBS / CS hofiert, dann, als die USA den Stellvertreterkrieg in der Ukraine immer stärker vorbereiteten, gab´s nichtmal mehr ein Postfinance-Konto: https://schweizerzeitung.ch/viktor-vekselberg-erhaelt-bei-staatlicher-schweizer-postfinance-kein-konto/