Muss man sich Sorgen um Marc Walder machen? Der CEO von Ringier übt sich zurzeit als Endzeitverkünder.
In naher Zukunft, sagte er düster zur NZZ am Sonntag, werden nur noch eine Handvoll Online-Medien überleben (darunter Blick.ch).
Und in einem wenig beachteten Gespräch vor einem Monat wirkte er eingefallen und abgekämpft.
Walders Bilanz ist denn auch katastrophal. Der Umsatz der Gruppe fiel in einem Jahr von 919 auf 801 Millionen Franken.
Die riesige Druckerei Swissprinters musste abgestossen werden, minus 500 Mitarbeiter im Jahr 2024.

Jetzt wird der „Blick“ bei der Konkurrenz gedruckt, der TX Group respektive deren Medien-Subholding Tamedia. Das ist aber auch nur eine Übergangslösung.
Im Druckzentrum Zürich, wo das Büezer-Blatt hergestellt wird, gehen Ende 2026 die Lichter aus. Wie geht es 2027 weiter?
„Wir gehen davon aus, dass der „Blick“ ab 2027 in Bern gedruckt wird“, heisst es auf Anfrage. „Tamedia (entscheidet) über die Druckstandorte entsprechend der verfügbaren Kapazitäten.“
Im Herzen des Journalisten tut es weh: Der „Blick“ ist nur noch ein Häufchen Elend.
Vor genau 40 Jahren lag die Auflage bei 380’000, heute sind es inklusive Gratisexemplare 63’513. Verleger Michael Ringier musste sich letztes Jahr von 5’900 Abonnenten verabschieden.
Den Werbekunden wird auf der Promo-Seite allerdings eine falsche Zahl angegeben: 65’513. Ein Tippfehler sei das gewesen, heisst es von der Dufourstrasse.
We fix it.
Wie auch immer: Ein grosser Teil der angegebenen Auflage sind „institutionelle“ Abonnenten: Bibliotheken, Restaurants, Gemeindekanzleien.
Brutal sind vor allem die Rückgänge am Kiosk und den Tankstellen: minus 12,7 Prozent Einzelverkäufen innerhalb eines Jahres.
Beim „SonntagsBlick“ sind es sogar minus 16,4 Prozent.
Vor dreieinhalb Jahren prognostizierte dieses Medium aufgrund von Insidern das Ende von 20 Minuten in Papierform. Der Verlag dementierte und zog dann schliesslich doch den Stecker.
Wird auch Ringier sein Vorzeige-Printblatt, den „Blick“, beerdigen? Oder hält er an seinem bekanntesten Titel fest?
Der Verlag lässt die Frage interessanterweise unbeantwortet. Er stemmt sich gegen die enormen Kosten einer Print-Zeitung. Und zwar mit allen Mitteln.
Ende März lief der Vertrag mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus, wie das Branchenmagazin Klein Report als erstes Medium meldete.
„Der Hauptgrund für diesen Schritt sind die Kosten“, heisst es in der Mitteilung an die überraschten Mitarbeiter.
Mit diesem qualitativen Einschnitt spare Marc Walder immerhin einen sechsstelligen Betrag im Jahr, wie ein Insider meint.
Das Ende der Print-Zeitung wäre die logische Fortsetzung nach der Einstellung des „Blick am Abend“ vor acht Jahren.
Der Schritt wurde damals mit dem „Wechsel von Lesern und Anzeigenkunden von Print zu Online“ begründet.
Wenn die Guillotine bei Ringier fällt, dann umso brutaler: 2023 wurde „Blick TV“ in seiner linearen Form eingestellt, 2024 schmiss man den Riesenflop Deindeal raus, letztes Jahr verkauften Ringiers sämtliche Medientitel aus Ungarn.
Bei Ringier halten sich Nostalgie und Geschäftssinn die Waage. An Leuchttürmen wird zu lange festgehalten.
Als man die unrentablen „SonntagsBlick“-Automaten abschaffte, wurde gleich das „Ende einer Ära“ verkündet.
Ähnlich wie die Kirchen würden die hässlichen Automaten zum Dorfbild passen, delirierte der „Blick“. Die Unesco-Weltkulturerben wurden dann für je 50 Franken verkauft.
Wie fällt wohl die Reaktion aus, würde der Blick eingestellt wird? „Ende? Mir gehts blende“, meint der Blick-Käfer.


Solange Ringier mit Palantir geschäftet, ist das Verschwinden vom Blick vielleicht auch besser für die Schweiz.
Da schon das Online-Angebot zu gross ist, braucht niemand mehr Print-Medien.
Ringier hat sich auch im Ausland viel zu sehr verzettelt.
Früher in der Znüni Beiz Kafi Creme im Glas, Eingeklemmtes mit Salami oder Schinken, die Serviertochter mit kurzem Röckli und der Blick einer den vorderen Teil. It Seite 3 Girl, der Kollege mit dem hinteren mit dem Sport.
Diese Zeiten sind vorbei. Keine Füdli mehr auf Seite 3 dafür langweiliges, einseitig linkes Geschreibsel oder Angstmacherei
Das ist nichts mehr für den Handwerker
wie bei
Das ist aber mal eine wirklich gute Nachricht! Wohl auch eine Hinterlassenschaft und der letzte Sargnagel der rothaarigen Dame, die vom „Schweizer Farbfernsehen“ kam…
Sobald die heutige Generation der „ü65“ gestorben ist – was in etwa 20 Jahren der Fall sein dürfte – stirbt auch das Print-Medium vollständig.
Ein früheres „sterben“ des Print-Mediums wird jedoch unausweichlich aus „wirtschaftlichen“ Gründen erfolgen, denn die hohen Abo-Kosten werden nicht mehr bezahlt.
Und die Generation Z bekommt dann durch ins dauerhafte Handy Starren immer schlechtere Augen
Print wird in 10 Jahren grösstenteils verschwunden sein.
Ich bezahle lieber Abogebühren für verschiedene ausgewählte Online-Medien als für ein überteuertes Print-Medium.
Weshalb wechselt man von Blick Online zu 20min Online. Weil ich auf Blick ohne Abo, nur noch Content finde denn ich mit einem Abo bezahlen soll, denn ich bei 20min und anderen Gratis bekomme. Der Rest der Anzeigen auf Blick Online besteht dann nur noch aus Werbung eigener oder dubioser Scam Inseraten, welche die Leute abzocken sollen und wollen. Fakt ist, Blick und Ringier glauben Leute bezahlen heute auf diesem Niveau noch für News, doch der Fakt ist falsch. Wenn ich für News bezahlen will und tue, ist dies nur für Qualitätsjournalismus, welcher der Ringier Verlag mit dem Abo aufgegeben hat.
Und auf 20min ist auch die Kommentarfunktion witziger!
Vielleicht liegts nicht nur am Print per se, sondern am inhaltlichen Tiefgang? Analog 20min.?
20 Minuten wirds noch lange geben, weil der Inhalt für 80% der Schweizer passt und leicht verständlich ist. Es war immer für die einfachen Menschen gedacht, die nicht gerne lesen und doch ein bisschen etwas wissen wollen. Die Masse in jedem Land ist immer sehr einfach und braucht so eine Zeitung.
Ja,keine guten Geschichten die Politik hätte genug.
Das einzige was Walder kann ist seine Journis manipulieren, Corona!
News bekommt man kostenlos, online, 24/7 im Kanal Deiner Wahl.
Staatliche Propaganda geht mittels Zwangsabgaben über SRG.
Print? War da mal was? Funkioniert nur noch bei Werbung an definierte Zielgruppen.
Seit wann kannst du den lesen ?
Zum Glück hast du auch heute geschrieben. Unglaublich, wahnsinnig wie klug du bist.
Wieder Titten auf Seite 3 zeigen und die Auflage ist gesichert.
Ohnehin nur unterste Schublade und Propagandablatt, haben sich ihr Grab selbst geschaufelt.
Zu viele Praktikanten-Headlines, zu wenige Knaller-Stories. Der Käfer kann weg.
In der NZZ am Sonntag meinte Marc Walder doch gerade noch, der Blick werde überleben?
Im Blick steht nichts drin, was man wissen müsste oder nicht online anderswo gratis erhalten würde.
Wer bei Print bleiben will, der muss eben Inhalte bieten die exklusiv und informativ sind, damit sich ein Abo auch lohnt. Niemand will für reines Wiederkäuen von Agentur- und Propagandameldungen auch noch bezahlen müssen.
Es gibt sie schon noch, die guten Printmedien. Aber meistens nicht im daily business, sondern eher im weekly oder monthly. Transhelvetica, Fritz und Fränzi, Falstaff oder LaTavola um einige beim Namen zu nennen.
Wenn an den Zeitungsverkaufsstellen die Stapeln der abendlichen unverkauften Rücksendungen gleich hoch sind wie die morgendlichen Einlieferungen, dann keimt Hoffnung auf: es dämmert breiten Bevölkerungskreisen. Und wenn die Einschaltquoten von SRF auf Null sinken: die CH-Bevölkerung ist erwachsen!
Wie lange wird das wohl dauern, was meinen Sie liebe Leser?
Das Problem der Mainstream Medien ist der Haltungsjournalismus und das damit verbundene, ständige Framing zugunsten Trendthemen wie Umweltschutz sowie staatliche Eingriffe und Massnahmen (seit Corona) etc. sowie gegen alles Konservative, die Neutralität, Anti-EU etc. Medien sind aber keine Umerziehungsanstalten, sondern hoffentlich unabhängige, neutrale, ausgewogen berichtende Informationsquellen. Solange die Mainstream Medien dies nicht kapieren und endlich wieder zu Qualitätsjournalismus zurückkehren, werden die Abos weiter zurückgehen.
Ein Blick in den Abgrund mit Blick?
Sogar die geboosterten Herden aus Europa heben den Kopf von der Wiese.
Printmedien sterben ganz sicher aus. Die Generation, die nicht mit Internet umgehen kann, lebt noch 10-15 Jahre. Danach ist Schluss. Den Blick braucht kein Mensch und online steht auch nichts drin, was wichtig für uns Leser ist. Spezial-Onlinemedien wie IP, Finews werden überleben. Den ganzen Rest liest man auf X oder andere sozialen Medien die ganz klar die Überhand gewinnen.
Und hoffentlich überlebt das Dr. Sommer Team, das wäre sonst wirklich ein Verlust.
Das geschätzte Nettovermögen der Familie Ringier, Eigentümerin des gleichnamigen Medienkonzerns, beläuft sich laut Schätzungen der «Bilanz» für 2024 auf 1,5 bis 2 Milliarden Schweizer Franken. Der Niedergang des Blick kratzt Michael nicht wirklich.
Besser wäre es, den „Blick“ ganz abzuschaffen und die dadurch gewonnene Freizeit sinnvoller zu verbringen.
immer mehr menschen wollen wissen, ob das wahr ist, was als wahrheit verkauft wird.
Den letzten Blick las ich in einem WK (für die jüngeren Wokisten hier militärischer Wiederholungskurs) auf einem Wachtlokal vor 35 Jahren und man blieb auf Seite 3 hängen: den Appetit holend und dann zu Hause zu essen.
frenkel war früher angestelle von René Zeyer (Maestero :-)) das hat leider nict geklappt oder zum Glück 🙂
Ihren täglichen Quatsch können Sie sich gefälligst ersparen.
Marc Walder setzt anscheinend auf KI. Versteht er und seine Truppe überhaupt um was es geht. Hauptsache sein Geld stimmt.
Blick hat das Abo für Keystone-SDA kürzlich sistiert. Die rewritting-Redaktion vom Blick schreibt nun stattdessen die meisten foreign News ab von den Englischen Portalen Daily Mail und Telegraph. Auch von Bild werden etliche Artikel neu arbeitet. Deklarieren diese Handhabe gar offen.
So lässt sich gut sparen………
„Vor genau 40 Jahren lag die Auflage bei 380’000“. Etwa damals war ich bei einer Rencontre zugegen, wo Blick-Formel-1-Papst Roger Benoit und den Redaktor der Tessiner Tageszeitung Il Dovere (mittlerweile La Regione geworden), Vittorio Leoni, beim F1-GP von Monza aneinander geraten waren. Eure Auflage dient uns, die Maschinen einzustellen, sagte Benoit zu Leoni. Ja, wie die Zeiten sich ändern (können).
Wenn ich mir das hochgradig serbelnde, redaktionell dahinsiechende St. Galler „Tagblatt“ von heute anschaue, wird blitzschnell klar: So geht’s in St. Gallen nur noch ganz kurze Zeit weiter. Kaum mehr bezahlte Inserate von regional tätigen Firmen. D.h., die Wirtschaft traut dieser Zeitung nichts mehr zu. Viele in der Gegend St. Gallen tätigen Firmen meiden das „Tagblatt“ ganz konsequent, da der akzentuierte Linkskurs des sehend rasch absterbenden „Tagblatt“ damit abgestraft wird.
Blick hat das Abo für Keystone-SDA kürzlich sistiert. Die rewritting-Redaktion vom Blick schreibt nun stattdessen die meisten foreign News ab von den Englischen Portalen Daily Mail und Telegraph. Auch von Bild werden etliche Artikel neu verarbeitet. Deklarieren diese Handhabe gar offen.
So lässt sich gut sparen………