Die NZZ ist das wichtigste Medium des Wirtschaftsparadieses im Zentrum Europas. Die einzige, wahre Qualitätszeitung.
So sieht sie sich selbst, und man kann ihr als Leser in weiten Teilen zustimmen.
Doch das kommt mit einem Preis. Die Bilanz der letzten Jahre zeigt in eine Richtung: nach unten.
Die hohe Dividende für die Aktionäre erfolgt zulasten der Substanz. Raubbau, würden die Finanzexperten im NZZ-Wirtschaftsressort bei Dritten konstatieren.
Wie sehr das Zürcher Medienhaus mit Sitz am Sechseläutenplatz direkt gegenüber dem mondänen Opernhaus-Palast ins Schwanken geraten ist, zeigt der Abschluss 2025.
Über diesen befinden heute Vormittag die Aktionäre der NZZ in einem anderen Wahrzeichen-Bau der Zwinglistadt, dem Kongresshaus am See.
Man lässt sich den Event etwas kosten, währen die eigene Eventsparte mit dem hoffnungslos überbezahlten Zürcher Film Festival an der Spitze ein Loch in die Erfolgsrechnung gerissen hat.
Minus 39 Millionen betrug dieses für die zurückliegende Rechenschaftsperiode. So rot war das „Betriebsergebnis“, kurz EBIT.
Sprich: Die NZZ hat von Januar bis Dezember 2025 jede Woche 750’000 Franken zum Fenster mit Blick auf den Böögg und die Knie-Clowns geschmissen.
Eine Dreiviertel Million. Woche für Woche.
Selbst für die vermeintlich unsterbliche „Alte Tante“ mit ihren 246 Jahren auf dem Buckel ist das ein Blutverlust, der gefährlich wird.
Verantwortlich dafür ist ein Mann: CEO Felix Graf. ETH-Physiker, McKinsey, Young Global Leader des World Economic Forum, Swisscom.
Und seit 8 Jahren Steuermann der NZZ – die jetzt Schlagseite bekommen hat. Graf lächelt die Krise weg.
Ganz seinem Namen entsprechend. Immer frohgemut.

Ihm selbst gehts auch gut. Sein Einkommen hat die private Maximierung längst ermöglicht. (Vergügung für 8-köpfige Geschäftsleitung: 2023 5,2 Millionen, 2024 4,4m, 2025 3,1m.)
Damit dem NZZ-Boss trotz Negativ-Rekord und Absturz-Projekten keiner gefährlich wird, schart er mit Vorliebe Buddies um sich.
An vorderster Stelle ein Ex-Swisscom-Mitstreiter namens Volker Dietzel. Den hat Graf mit einem Platz in seiner operativen Führungsmannschaft beim NZZ-Verlag belohnt.
Für was? Dafür, dass Dietzel der NZZ sein eigenes Unternehmen andrehen konnte. Die Ambrite AG.
Diese wurde vor ein paar Jahren Teil der DAAily-Plattform der NZZ. Die ganze Ambrite mit ihren Standorten landete im NZZ-Gebilde, darunter einem in Afrika.
Dietzel gehörte ab da zum Inner Circle an der Zürcher Falkenstrasse.

Wenige Monate nach dem Ambrite-Deal war nämlich der Chef der DAAily (Eigenwerbung: „inspirierende und wertvolle kuratierte Plattformen für die Architektur- und Design-Community … mehr als 270 Millionen Besuche pro Jahr“) Geschichte.
Es übernahm: Graf-Buddy Dietzel. Das ideale Sprungbrett für die bald folgende steilste Karriere im Zürcher Medien-Unternehmen.
Aus Dietzels Ambrite und der DAAily, wo die Ambrite gelandet war, wurde umgekehrt kein Schuh. „Im Rahmen ihrer Fokussierung richtete die NZZ ihr Beteiligungsportfolio 2025 stärker auf das Kerngeschäft aus“, so die NZZ im 2025er Bericht.
„Sie verkaufte das Zurich Film Festival (ZFF), den Geschäftsbereich Architonic der internationalen Architektur- und Designplattform DAAily platforms sowie eine kleinere Minderheitsbeteiligung im Softwarebereich.“
„Diese Portfolioanpassungen prägten die Konzernkennzahlen im Berichtsjahr wesentlich.“ Und wie. Die „Effekte aus Unternehmenstransaktionen“ schlugen mit minus 43 Millionen zu Buche.
Eine Dimension von einer anderen Galaxie. Der operative Verlust entspricht 18 Prozent aller erzielten Einnahmen im letzten Jahr. Auf jeden Fünfliber, den die NZZ mit ihrem Flaggschiff und den Neben-„Shows“ einnahm, fiel ein Einfränkler als Verlust.
Es handle sich um Ausserordentliches, betont die NZZ.
„Die NZZ hat ihr Portfolio in den letzten Jahren gezielt geschärft und dabei auch im Technologie- und Produktbereich Investitionen getätigt, Strukturen angepasst und Beteiligungen weiterentwickelt oder veräussert“, sagt ihre Sprecherin.
Zu den Ambrite- und DAAily-Deals meint sie, die NZZ-Gruppe sei nicht an der Transaktion „zwischen Ambrite und DAAily platforms“ beteiligt gewesen.
„Allerdings hat auch DAAily platforms Ambrite nicht gekauft, sondern lediglich einen für DAAily platforms entwickelten Softwarecode erworben.“
Spitzfindige Erläuterungen. Fakt ist: Die NZZ hat Architonic im 2025 verkauft. Dabei handelt es sich um jene Plattform, in welche die Ambrite, gross gemacht von Graf-Mitstreiter Dietzel, einst integriert worden war.
Und zum Verkauf ebendieser Architonic hält die NZZ in ihrem Geschäftsbericht, den heute ihre Eigentümer absegnen müssen, unmissverständlich fest:
„Die Bereinigung des Portfolios führte schliesslich zu einem ausgewiesenen Konzernergebnis von -34,5 Mio. CHF. Darin enthalten sind im Wesentlichen nicht operative und einmalige Effekte, insbesondere die Rückführung von Goodwill im Zusammenhang mit der Veräusserung des ZFF und von Architonic.“
Die Aktionäre dürften heute trotz dem rabenschwarzen Abschluss artig applaudieren – 200 Franken Dividende sei Dank. Vergessen gehen darob die 40 Millionen Verlust: Graf respektive seine Chefs im VR wissen, wie man Negatives appetitlich serviert.



Der mondäne Opernhaus-Palast?
Für Bauern definitiv
Haha, genau. Die waren ja auch noch nie im Ausland und haben wirklich mondäne Opernhäuser gesehen.
Eine Zeitung sollte bei ihrem Kerngeschäft bleiben und nicht einfach so mir nicht, dir nichts ein Filmfestival dazu kaufen.
Absolut! Aber die FDP hält zusammen, Hauptsache Partikularinteressen und Profit.
NZZ ist Altpapier 🤷♂️
wenigstens no VER – WERT-E, aber das gedruckte uf denen Papier chasch Rauche somit:
UMBRAUCHBAR – … -> Schöns 6 Lüte ohni mich!
Gnüsset s’läbe mit eure liebste und chaufet Gold und Silber.
MCKinsey bürgt für Qualität. Das zeigt uns auch der Felix Graf bei
der NZZ. Der Typ müsste ersetzt werden.
Müsste? Muss!
I♥️NZZ
Was bei der NZZ seit jeher fehlt ist eine Kommentarfunktion. Mit hätte sie sicher deutlich mehr Leser.
Jedesmal, wenn ich die NZZ auf eine eklatante journalistische Fehlleistung hinweise, wird dieser Hinweis ignoriert.
Normale Zeitungsabonnenten sind für die NZZ offenbar unwichtig.
Die Kommentar-Funktion gab es früher.
Moderiert wurde von Linken bis Links-Extremen.
Sie können sich vorstellen, welche Kommentare veröffentlicht wurden.
Meine Kommentare im NZZ-Votum gegen die EU wurden von der Moderation umgeschrieben: Pro EU.
Zusätzlich noch linke bis links-extreme „Bericht-Erstattung“
Bei der NZZ weiss der Kopf nicht, was die Hände und Füsse tun, weil es ihn nicht interessiert. Alles führungs-schwache Weich-Eier.
Der Untergang ist garantiert, ausser man wird zu einer Qualitäts-Zeitung, am Besten politisch neutral, und nicht wieder Filz, Deppen und Proleten FDP.
hast mitgemacht. Nix Qualitätsmedium!
Habebheute wieder mal als Nicht-Abonnent die NZZ online besucht. Klick auf einen Artikel, welcher ja hinter einer Bezahlschranke liegt. Dan Abbruch, prompt kommt ein Werbebanner: 100 Tage für 10 Franken – wie erniedrigend. Sagt viel über den Zustand.
décharge verweigern das minimum.
es ist ein schwieriges geschäft. man muss die opportunitäten erkennen können. egos wie graf und guyer sind dazu nicht im stande, sie haben in den letzten fünf jahren diverse gravierende fehlentscheide getroffen, dabei den kern, der erfolg hätte bringen können, nicht erkannt. das zff debakel geht leider auf due kappe von fem, es gab warner, die wussten, dass in der kommerzialisierung von filmfestivals das gleiche problem liegt wie beim anzeigen verkaufen (gleiche zielgruppe). es war mir immer ein rätsel, wie man hier ein zukunftsfähiges geschäft sehen konnte. vr aktionäre sind da zu weit weg.
Die NZZ ist vor allem ein Hetsblatt gegen die SVP. Auf der Frontseite wird heute wieder die bürgerliche Stärke von SVP, FDP und Mitte beschworen.
Um dann sofort die SVP in die Schmudelecke zu stellen, zusammen mit der SP.
Bloeder geht’s kaum, aber typisch, man will die Unterstützung der SVP, wirft ihr aber so viele Knebel zwischen die Beine wie möglich.
Wie immer hetst die NZZ gegen die Bauern weil diese 3 Milliarden Subventionen beziehen.
Egal scheint dagegen, dass die Hochschulen mit 20 Milliarden subventioniert werden. Die Hälfte der Studenten sind Ausländer. Rektor Schaepman darf heute ungeniert verteidigen, dass wir fast 10 Milliarden an die Ausbildung von Ausländern bezahlen.
Der heutige NZZ-CEO hat das ZFF nicht dem Aktionariat „eingebrockt“, sondern der frühere NZZ-VRP.
Gehe nun an die NZZ-GV und dann werden wir sehen, ob das hier erwähnte „Geheul“ zutreffen wird.
Was denkt sich dabei der Verwaltungsrat?
Nichts, wie immer in solchen Fällen!
Seit dem deplazierten Leitartikel am diesjährigen nationalen Trauertag lese ich die NZZ nicht mehr. Und vielen meiner Freunde ging es gleich und gehen der NZZ seit dem auch aus dem Weg.
Dr. Markus Somm in den VR. Back to the Roots.
Die NZZ ist ein Auslaufmodell, nur will das noch niemand wahrhaben.
Ja, die «alte Tante» ist sichtbar in die Jahre gekommen. Zu viel Make-up soll die Realität übertünchen. Dazu kommen überforderte Manager und angepasste Mainstream-Journalisten. Die Qualität der Beiträge hat deutlich nachgelassen.
Die NZZ ist für die Masseneinwanderung, wie auch Hässig. Das kann weg. Beides.
Zugegeben, unter den schlechten MSM ist die NZZ noch die beste. Aber mit McKinsey kuscheln ist wieder genau die alte FDP-Handschrift die keine S… mehr interessiert.
Wie kann nur so derart den Kompass verlieren und sich der EU andienen wollen und immer mit Hochmut gegen die SVP und deren unterbelichteten Wähler hetzen. Nun macht das Blatt eine Nahtoderfahrung. Wenn sie sich Gratisblatt neu erfindet sehe ich eine Chance, ansonsten geht mir nach 30 Lese-Jahren die NZZ dort vorbei wo es immer dunkel ist.
Die rot-grünen Qualitäts-Lügen-Medien sind Auslauf-Modelle.
Nach Jahren des rot-grünen Meinungs-Terrors via die rot-grünen Qualitäts-Lügen-Medien ziehen die Betroffenen den Stecker dort, wo sie können: Abo kündigen.
Versteht der Physiker und McKinsey-Experte die Physik der Mikroökonomie nicht?
Etwas irritierend, dass Dietzel sich unter Graf anschnallen liess: Er kannte ihn bestens von der Swisscom-Zeit; Graf ging schon immer egoistisch seinen Weg und kaschierte vieles mit seinem lächelnden-motivierenden Pokerface. Viel McK-Mindset „wir (ich) bin King, die anderen sollen spurten, ich bleibe schadlos“.
Schade um Dietzel, dass er sich mit old-economy Dingen beschäftigen muss, er ist einer der cleversten und integresten Zukunftsarchitekten in der IT-Welt. Bigfail von Swisscom!
Ohne seine zig Fähigkeiten und Weitblick gäbe es in der Schweiz keine Branche Internet-TV…