Es geht um einen Kübel für Hundekacke. Also um nichts. Und vielleicht gerade deshalb um die ganze Schweiz.
Der Robidog verschwindet aus den Städten. Ein grüner Kübel wird zum Opfer des Fortschritts.
Dabei war er vielleicht schweizerischer als mancher Parlamentarier im Bundeshaus.
Ganz verschwunden ist er nicht. Noch steht er da, an einem Waldrand, neben einem Kiesweg, vielleicht in einem Aargauer Dorf, wo die Welt nicht vollständig optimiert wurde.
Ein Kobold in Giftgrün, vom Wetter ausgebleicht, leicht schief im Boden verankert, aber weiter im Dienst.
Eine letzte Bastion jener alten Schweiz, zu deren Landschaftsbild der Robidog seit mehr als vier Jahrzehnten gehört wie die Migros oder das Postauto.
Nun wird er zunehmend durch Universal-Abfalleimer ersetzt. Robuster, vielseitiger und betriebswirtschaftlich überlegen.
Dafür ungefähr so charmant wie eine Hausdurchsuchung morgens um sechs.
Dabei gehörte der Robidog zur guten alten Welt. Zu jener Schweiz, in der für ein überschaubares Problem nicht zuerst eine Taskforce geschaffen wurde.
Man sah Hundekacke auf dem Boden und baute einen Kübel.
Seither überstand er die Zürcher Drogenszene, Börsencrashs, Bankenkrisen, Waldsterben, Tschernobyl und den Mauerfall. Zeitgeist kam und ging.
Der Robidog blieb.
Eigentlich müsste man ihn längst unter Heimatschutz stellen. Der Hunde-Kübel ist ein Wahrzeichen des Wohlstands.
Wo sonst wird die Hinterlassenschaft eines Dackels mit einem eigens dafür bereitgestellten Plastiksäcklein aufgenommen, sorgfältig verknotet und anschliessend in einem speziell konstruierten Behälter entsorgt?
Andere Länder bauen Infrastruktur für Menschen. Die Schweiz baute Infrastruktur für Hundekacke.
Darin steckt eine ziemlich schöne Wahrheit über dieses Land.
Eine Gesellschaft erkennt man vielleicht weniger daran, wie teuer sie ihr Kunsthaus baut, als daran, wie sie mit den kleinen Zumutungen des Zusammenlebens umgeht.
Vielleicht war der Robidog sogar ein Symbol für Freiheit und Innovation, nur nannte das damals niemand so.
Der Hund durfte sein Geschäft verrichten, der Mensch musste Verantwortung übernehmen, der Staat stellte einen Kübel hin. Mehr brauchte es nicht.
Ganz besiegt ist der grüne Kobold noch nicht. Aus Zürich, Bern, Basel und Lausanne verschwindet er, auf dem Land bleibt er.
So bekommt selbst der Stadt-Land-Graben seine abfallpolitische Pointe: Die Stadt optimiert, das Land sagt: Er funktioniert doch noch.
Der Robidog wollte nie die Welt verändern. Und hat sie doch ein kleines bisschen besser gemacht.

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Ein Skandal sondergleichen. Vergleichbar mit dem Untergang der Swissair, Credit Suisse und dem baldigen Untergang der UBS.
So weit ist es in der Schweiz schon gekommen.
Als nächstes bekommen die Wirtschaftsflüchtlinge mit Status S Status B. Dann C und irgendwann den Schweizer Pass. Da hat doch einer gesagt sie gehen wieder?
Beschaffung F 35 ? Skandalös !
Inzwischen wird man in der Schweiz an jeder Ecke angelogen.
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Bro, lass dich mal gründlich untersuchen!
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Das ist in anderen Städten oder Gemeinden. z.B. Locarno, schon länger so. Nur ein Kübel. Das macht Sinn, denn am Ende landet alles in der Kehrrichtverbrennung.
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Hundehalter benötigen unterwegs Beutel, um den Kot aufzunehmen, und Mülleimer in Reichweite, um ihn nicht kilometerweit tragen zu müssen. Robidog stellt ein flächendeckendes System bereit.
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Meine bescheidene Invalidenrente lässt leider keinen Vierbeiner 🐶 zu.
Kann man da irgendwo unterschreiben???
Was habt Ihr für Probleme. Einen Extra Kübel für Hunde-Scheisse?
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Ja auf dem Land im Aargau gibt’s die noch. Leider meinen viele Hundehalter das Feld und Straßenrand sei ein Hundeklo und lassen es liegen.
Für die Kühe ein Horror. Wenn Sie es aus versehen fressen werden sie krank oder können sogar sterben.
In der Stadt ist es nicht so schlimm…stinkt halt eine Weile 💩
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Inside Robidog
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berlin z.b. ein einzig hundekloh !
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Der Robidog wurde in der Schweiz „erfunden“ und von andern Ländern dankbar kopiert. Ist eine gute Sache. Gerade in Städten wichtig und nützlich. Ich war mal in Wien in Vor-Robidog-Zeiten.
Unvergesslich grässlich. Überall lagen diese Hundehaufen herum.
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War eine Super Lösung wie haben sie zum Glück noch. Viel Spass in denn Städten wenn man von Haufen zu Haufen tritt sinnvolles wird abgeschafft Dümmer geht’s nimmer.
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„Dabei war er vielleicht schweizerischer als mancher Parlamentarier im Bundeshaus.“ Auf jeden Fall ist er nützlicher als mancher Parlamentarier im Bundeshaus.
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💯👌
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weg mit den Hunden
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Mit dir auch
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Wien hat auch Kackekübel und Säckli: Für jedes Gackerl ein Sackerl!🤣
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Der Robi Dog war die einzige richtige Lösung um zu signalisieren, dass wir Hundehalter gerne Verantwortung übernehmen für unser Land und uns deshalb täglich gerne mehrmals zu Boden bücken, nicht nur um uns vor dem Land, seinem Ökosystem, den darauf weidenden Tieren und den dieses Gras mähenden Landwirten zutiefst zu verbeugen, sondern um den ganzen Kothaufen unserer Hunde, nur durch einen dünnen Plastik getrennt, demütig voll in die Hände zu nehmen, das Plasticksäcklein feinmotorisch geschickt sachgerecht zu verknoten und das Fuder dann manchmal kilometerweit mit uns in der Hand herumzutragen.
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herr schellenbaum – herzlichen dank für das geschenk das sie mir – unbekannterweise – mit dem robidog heute gemacht haben.
es war wie der/ein sonnenaufgang, ganz leise am horizont, ich konnte auf ihren text aufsteigen und durch meine erinnerungen reiten. meggi unser erster hund – und von jeder richtung kommend, fanden wie beim heimkommen einen – einer robidog. und ohne das ich in so einen wühlen musste, kamen weitere gedanken – gedanken an das was uns heute verlorengegangen ist und was nun gezielt – von den städten aus – entsorgt wird. herzlichen dank!
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Hr Hässig, Sie stellen Herrn Paul Schellenbaum vor als Journalist und Autor. Aber in Tat und Wahrheit ist er Fitnessinstruktor, oder ?
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Super Artikel Herr Schellenbaum! Ich habe mich zudem krumm gelacht….sowohl gut geschrieben als profund gedacht. Danke, das ist gute journalistische Arbeit!