Seit psychologische Psychotherapeuten direkt über die Grundversicherung abrechnen, kostet ihre Arbeit die Prämienzahler drei Viertel mehr.
Ob die Bevölkerung dadurch gesünder wurde, kann nicht einmal der Bund sagen. Drei Ereignisse dieses Jahres zeigen, warum ausgerechnet die Streichung heilsam wäre.
Die Prämien steigen 2027 um 5,0 Prozent, die mittlere Monatsprämie auf 412 Franken.
Besonders schnell wächst laut Kostenmonitoring des Bundes die Psychotherapie durch Psychologen.
Plus 9,8 Prozent im Jahr 2025, plus 10,9 Prozent in den zwölf Monaten bis Mitte 2026 – nur die Spitex legt stärker zu.
Der Grund ist das sogenannte Anordnungsmodell. Seit Juli 2022 rechnen psychologische Psychotherapeuten auf ärztliche Anordnung selbständig über die Grundversicherung ab, vorher nur unter ärztlicher Aufsicht.
Seither stiegen die Kosten von 528 Millionen Franken (2021) auf 922 Millionen (2024).
Im Dezember 2025 verlangte FDP-Nationalrat Philippe Nantermod per Motion, die Psychotherapie wieder aus dem Leistungskatalog zu streichen.
Also aus der Liste dessen, was die Krankenkasse bezahlen muss.
Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Vorstossen, der Nationalrat hat noch nicht entschieden.
Seither ist dreierlei geschehen. Alle drei Ereignisse stützen Nantermod — mit einem stärkeren Argument, als er selbst vorbringt.
Erstens rechnete das Lausanner Universitätszentrum Unisanté im Frühjahr vor, jeder Franken für Psychotherapie bringe 1.50 bis 4.05 Franken zurück.
Finanziert haben die Studie zwei Psychologenverbände. Von 138 ausgewerteten Untersuchungen stammt eine einzige aus der Schweiz.
Die Studie zeigt, dass sich wirksame Psychotherapie lohnen kann. Sie zeigt nicht, dass es sich lohnt, wenn die Grundversicherung jede Sitzung bezahlt.
Genau das hat die US-Denkfabrik RAND in den Siebziger- und Achtzigerjahren in einem grossen Feldexperiment getestet: Rund 5’800 Personen erhielten per Los Versicherungen mit unterschiedlicher Selbstbeteiligung.
Wer gratis versichert war, gab für ambulante Psychotherapie 133 Prozent mehr aus als jemand, der bis zu einer Obergrenze 95 Prozent selbst trug.
Psychisch gesünder war er im Durchschnitt nicht. Dass die Gratis-Deckung die gesamten Gesundheitskosten senkt, dafür fanden die Forscher keinen Beleg.
Zweitens nahm der Bundesrat im Juni die Evaluation des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zur Kenntnis. Urteil: überwiegend gelungen.
Online befragt wurden 3’741 Fachpersonen, im Gespräch zwölf Patienten.
Rund 44 Prozent der Mehrkosten kann der Bund nicht direkt erklären. Dazu zählt er die Verlagerung: Was früher Patienten oder ihre Zusatzversicherung bezahlten, bezahlen heute alle Prämienzahler.
Der Psychologenverband FSP nennt das „ein Hauptziel des Anordnungsmodells“.
Eine angeordnete Psychotherapie umfasst nach Angaben der Psychotherapeuten im Schnitt 46 Sitzungen. Abrechnungsdaten eines Versicherers zeigen kürzere Verläufe, decken aber erst anderthalb Jahre ab.
Nach 30 Sitzungen braucht es die Zusage der Krankenkasse weiterzuzahlen. Laut den Psychotherapeuten werden 94 Prozent dieser Gesuche bewilligt. Die psychiatrische Beurteilung dazu organisieren sie in rund 90 Prozent der Fälle selbst.
Die ärztlichen Anordnungen, die ihnen Patienten zuführen, halten sie zu rund 90 Prozent für gerechtfertigt. Die Evaluatoren werten das als Hinweis auf hohe Qualität.
Das ist, als liesse man die Notwendigkeit eines Verwaltungsmandats vom Vermögensverwalter bestätigen.
Und die psychische Gesundheit der Bevölkerung? Dafür sei der Zeitraum zu kurz, und es fehlten Daten, heisst es im Bericht. Zusätzliche Regeln hält das BAG für unnötig.
Zwischenbilanz: Der Bund weiss genau, was die Psychotherapie kostet. Was sie bringt, weiss er nicht.
Drittens will die Gesundheitskommission des Nationalrats, dass vor jeder psychologischen Psychotherapie auf Kassenkosten ein Psychiater die Diagnose stellt.
Behandelt würden in vielen Fällen „Symptome ohne Krankheitswert“, heisst es unter Berufung auf Insider.
Die Motion Nantermod kam im August mit 16 zu 9 Stimmen zustande.
Gut gemeint, aber falsch konstruiert. Auch Psychiater rechnen Psychotherapie über die Grundversicherung ab, und bis 2032 erreicht über die Hälfte der niedergelassenen Psychiater das Pensionsalter.
Ein Türsteher aus derselben Branche ändert nicht den Anreiz, nur die Wartezeit.
Damit zum Kern, den weder Nantermod noch der Bundesrat ausspricht. Psychotherapie ist keine Operation unter Narkose.
Sie wirkt nur, wenn der Patient mitarbeitet. In der kognitiven Psychotherapie heisst das: Er erkennt seine Denkfehler und korrigiert sie.
Weil es um die Korrektur bestimmter Denkfehler geht, kann wirksame Psychotherapie kurz sein. Für die Panikstörung veranschlagt die britische Leitlinienbehörde NICE 7 bis 14 Stunden insgesamt.
Schon 1986 zeigte eine Auswertung des US-Psychotherapieforschers Kenneth Howard: Nach acht Sitzungen war rund die Hälfte der Patienten messbar gebessert, nach 26 rund drei Viertel. Danach sinkt der Grenzertrag jeder weiteren Stunde.
Wer selbst bezahlt, hat jeden Grund, sich nach dieser Kurve zu richten: sorgfältig wählen, mitarbeiten, Ergebnisse verlangen — und aufhören, wenn sich nichts mehr bewegt.
Wer Franchise und Selbstbehalt ausgeschöpft hat, zahlt für jede weitere Stunde nichts. Er hat keinen finanziellen Grund, eine angenehme Gesprächsstunde zu beenden, die nichts mehr verändert.
Und der Psychotherapeut verdient an jeder Stunde.
Darin liegt das Paradox: Weniger Psychotherapie auf Kosten der Grundversicherung bedeutet nicht weniger psychische Gesundheit, sondern mehr.
Denn wer selbst bezahlt, lässt sich nicht jahrelang verdummen und bewirtschaften. Er will gesund werden — und zwar bald.
Und die Zweiklassenmedizin? Nantermod nimmt Kinder aus und verweist auf Zusatz-, Unfall- und Invalidenversicherung. Eine wirksame Kurzzeitpsychotherapie kostet nach seiner Rechnung rund 2’500 Franken.
Die eigentliche Zweiklassenmedizin besteht schon heute: Wer an eine wirksame Kurzzeitpsychotherapie gerät, ist nach wenigen Monaten fertig. Wer an die falsche gerät, kann jahrelang hängen bleiben. Die Grundversicherung bezahlt beides zum selben Tarif.
Mehr Geld hat seit 2022 nachweislich mehr Rechnungen gebracht. Mehr Gesundheit hat niemand nachgewiesen.
Der Nationalrat sollte die Motion Nantermod annehmen. Nicht um Prämien zu sparen, sondern um Patienten zu schützen.
Die wirksamste Qualitätskontrolle der Psychotherapie sitzt nicht in Bern. Sie steckt im Portemonnaie des Patienten.
Die ausführliche Analyse Motion 25.4533: „Psychotherapie wieder aus dem Leistungskatalog streichen“ auf Psychotherapie.com.
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Unterwegs mit Burnout
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Der Autor fordert Psychotherapie aus der Grundversicherung zu streichen. Die Kosten stiegen von 528 Mio. Franken (2021) auf 922 Mio. (2024), ohne nachweislich die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Selbstzahler würden Therapien kritischer hinterfragen und unnötig lange Behandlungen eher vermeiden.
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Ich kann nach wie vor nicht verstehen, weshalb ich als eigenständiger, für sein Seelenwohl selbst verantwortlicher Steuerzahler für die Psychotherapie der 65% Hohlbirnen in dieser Bananenrepublik zweimal zahlen muss!!
Einerseits über die stetig steigenden KK-Prämien, andererseits über SERAFE, obschon ich SRF et al. in keiner Weise konsumiere und nicht mal mehr ein TV-Gerät besitze.
Entweder oder, sag ich mal….
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Kostenlose Psychotherapie täte vielen Schreibenden hier gut. Aber ja, bitte streichen. Bitten dann auch nutzlose Homöopathie streichen (oder gleich durch kostengünstige Placebos ersetzen).
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Nutzlose Homöopathie? Chemo-therapie und Pharma sind dann was genau…?
Geschichte von den deutschen Rockefellers lesen, Erdöl wurde doch Anfangs als Heilmittel verhöckert?!
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Der Placebo-Effekt tritt nur ein, wenn der Patient nicht weiss, dass er ein Placebo zu sich nimmt. Die Evidenz von Homöopathie und alternativen Therapien ist oft zweifelhaft, aber der dadurch entstehende Kostenanteil ist minimal im Vergleich zur Schulmedizin. Viel Lärm um nichts.
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Meine Schwester ist Psychologin. Sie sagte, die meisten „Patienten“ brauchen einfach jemanden, der ihnen zuhört.
Das Studium ist nicht sehr anspruchsvoll und garantiert jetzt ein gutes Einkommen.
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Mein Neffe hat den Master gemacht. Er war immer ein schlechter Schüler. Das Studium hat er trotzdem problemlos gemeistert.
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Das ist gerade das grosse Problem in unserer Gesellschaft.
Es fehlen die sozialen Kontakte.
Und doch darf dies nicht auf die Allgemeinheit über das Psychotherapiemodell abgewälzt werden.
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Früher ging man in einen Verein. Heute zum Psychiater.
Chat GPT hört auch zu. Gratis. Es ist ein Skandal, dass dieser Schrott finanziert wird.
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Das Studium besteht aus 80% Statisik. Die Berufsaussichten waren und sind beschissen.
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Das Psychologiestudium ist durchaus keine Kuscheloase für Dünnbrettbohrer und Schwachleister. Der numerus clausus ist oft genauso streng oder sogar strenger als für Medizin. Die Abbrecherquote ist hoch, das sind die, die den Anspruch unterschätzt haben.
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Zuvor sollte man die Komplementärmedizin streichen. Der grösste Voodoo-Habakuk den es in der Krankenkasse gibt.
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Das mit dem Voodoo mag sein, aber die dadurch entstehenden Kosten für die Allgemeinheit sind minim.
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Geben die Zahlen auch her, wie die Verteilung des Leistungsbezugs nach Geschlechtern ist? Gefühlt macht jede Frau eine oder mehrere Psychotherapien. Dort müsste man ansetzen.
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Nach Abtreibungen sind Psycho Behandlungen gefragt.
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Eine Bekannte geht auch jede zweite Woche zu einer Psychologin Kaffee trinken und ihre Eheprobleme besprechen, sie sei deswegen „depressiv verstimmt“. Bezahlen können den Kaffeklatsch wir allle.
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Kenne ich. Seit 15 Jahren in der Psychotherapie (2x pro Monat) , weil der Frau als pubertierende mal eine Binde auf den Boden gefallen ist. Und eine Frau muss mindestens 4x im Jahr zur Gynäkologin. Ein Mann geht alle 5 Jahre mal zum Arzt. Wer bezahlt das? Kann sich jeder selber ausrechnen.
Und je länger sie zum Psychologen gehen, desto mieser geht es den Patienten.
War schon immer so. Endlose und ziellose Therapien auf kosten der KK-Prämienzahler.
Absolut sinnlose Sache.
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@Luchmann
Mit Verlaub:
Wenn Effizienz das entscheidende Kriterium ist, müsste man sämtliche Leistungen nach Kosten, Nutzen, medizinischer Notwendigkeit und Fehlanreizen untersuchen – nicht nur die Psychotherapie.
Macht- und Interessenverhältnis zwischen Gesundheitspolitik, Aufsichts- und Entscheidungsgremien, Krankenkassen und Leistungserbringern müssen lückenlos und transparent auf dem Tisch.
Wer bestimmt, welche Leistungen bezahlt werden, wer daran verdient, wer die Kosten trägt – und wer kontrolliert die Entscheidungen?
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Die eigentlichen zwei Kostentreiber sind die Mentalität, wegen jedem Wehwechen ins Spital zu rennen und die Mentalität, sich am Geldtopf Krankenkassenprämien schamlos zu bedienen. Der Lobby sei dank.
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Sie vergessen den Kostentreiber Nr. 1, die unersättliche Profitgier der Pharmabranche. Beispielrechnung für ein bekanntes Krebsmedikament (Ibrutinib): Entwicklungskosten 200 Mio US-Dollar, weltweit erzielter Umsatz um 6’700% (!) höher.
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Ich konstruiere jetzt einen Handtätschel-Automaten und rechne jede Tätschel-Sitzung über die Krankenkasse ab.
Den Service macht dann mein Automechaniker.
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Die Leute gehen vermutlich lieber zum Psychologen, als zum Psychiater, der einem nur Designer-Drogen, Psycho-Pharmaka, verschreibt, und behauptet, sie würden die Vergangenheit ins Positive ändern.
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Das gilt für den gesamten Leistubgskatalog. Es dürften nur noch Behandlungen enthalten sein, die akut notwendig sind, um bleibende mittlere bis schwere körperliche Schäden zu verhindern.
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Oh, da gäbe es noch einiges, was aus dem KVG-Leistungskatalog gestrichen werden könnte.
Eine obligatorische Versicherung soll das Whortscase-Szenario versichern, also Kosten jenseits von sagen wir mal CHF 3’000 pro Jahr und Fall. Alles darunter ist Eigenverantwortung oder frewillig versicherbar.
Weiter muss die Mindestfranchise erhöht werden. Mindestens auf CHF 700. Mit der Selbstbeteiligung 10% wären das dann CHF 1’000 die immer selbst getragen werden müssen. Mal ein Anfang.
Zudem eine Eintrittspauschale von CHF 700 in Cash im Notfall, die bei echten Notfällen angerechnet wird.
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Eine reine Krankenhausbehandlungsversicherung als obligatorische Versicherung wäre auch eine Option (mit einer kurzen Liste von Ausnahmen wie Tagesklinik für Krebsbehandlung oder ähnlich), der Rest kann privat freiwillig versichert werden. Vielleicht auch noch die Option mit einer höheren Franchise von 3500 oder 5000 Franken.
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Eine hohe Franchise schadet den Kranken und Armen und nützt den Gesunden und Reichen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was die ursprüngliche Idee einer solidarischen Krankenversicherung bezwecken sollte.
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Wenn weder die Kranken-Kassen, noch Bund, noch Kantone, noch Gemeinden, Drogen-Entzüge (Hauptsächlich die Droge Alkohol) finanzieren, aber die Süchtigen nach Mekka exportieren würde, würden die Prämien auch stabiler werden.
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Die Krankenkassenprämien sind außer Kontrolle. Viele zahlen mehr als für Steuern.
Die Gesundheitsindustrie kennt keine Grenzen. So kann das nicht weiter gehen.
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Bedanke Dich bei den Teilzeit-Ärztinnen! Man braucht 4-fache Ausrüstung, 4-Fache Infrastruktur, 4-fache Übergabegespräche, 4-fache Logins und Lizenzen, damit 4 Frauen sich ein 100%-Pensum teilen können. Ich bin in dem Gebiet unterwegs und sehe ganz genau, wo die Kosten entstehen. Aber sagen darf ich leider nichts… Schon mal in einem Stationszimmer gewesen? Da gibt es mehr Pflegerinnen im Dauerplappern, als es Patienten hat.
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Die unzähligen Psycholog*Innen müssen doch auch gut leben können.
Natürlich muss man das noch heute raus streichen. Da hat sich eine ganze Industrie gebildet.
Wer Hilfe braucht soll zum Psychiater gehen und sich etwas verschreiben lassen.
Diese sinn- und ziellosen Psychologen-Kaffee-Kränzchen sind völlig überflüssig, eine reine Verschwendung von Geld.
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dito mit den Massagen.
Raus aus dem Leistungskatalog.
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Zum Glück muss ich keine Krankenkassenprämie bezahlen.
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Oft bräuchten
div.Therapeuten selber mal wahre Hilfe?!
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Die Schweiz wird nur durch ein analoges Versicherungssystem, wie dem UK NHS aus dieser Kostenexplosion herauskommen. Das wird schmerzhaft sein, aber ein anderer Weg ist nicht erkennbar. Jammer-Fritzen hin oder her, der Tag der Entscheidung wird entweder kommen, oder die Prämienverbilligungen werden bis zu 80% und mehr von allen Versicherungsnehmern in Anspruch genommen werden müssen… Think about that!!!
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„…Der Bund weiss genau, was die Psychotherapie kostet. Was sie bringt, weiss er nicht…“ Kennt er denn bei anderen medizinischen Behandlungen die Erfolgsquote? Genau da sollte die Diskussion über die Kosten ansetzen. Wer kontrolliert denn die Qualität der Ärzte bzw. deren Behandlung generell und wie wäre es möglich diese abzubilden, um (evtl.) den Katalog anpassen zu können? Wie würde die Politik zudem in diesem Fall reagieren, wenn man die psych. Behandlung aus dem Katalog streicht und die Suizidrate steigen würde? War es dann messbar oder nicht und wer wird dafür zur Rechenschaft gezogen?
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Sie lesen RAND leider nur halb.
Psychotherapie reagierte nicht stärker auf Kostenbeteiligung als die übrige ambulante Medizin. Mit Ihrer Logik müssten Hausarzt und Physio auch raus.
Die Forscher empfahlen 25–50 % Selbstbehalt mit Obergrenze, keine Streichung.
Wer psychisch schlechter dastand, schnitt mit Gratisversorgung relativ besser ab. Ihr Portemonnaie-Filter trifft die Kranken zuerst.
Und: Ihr Link führt auf psychotherapie.com, wo andere Therapieschulen frontal bekämpft werden. Das ist leider ein Methodenstreit im Kostenkleid, kein Patientenschutz.
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Die Befürworter der Leistungsabrechnung von Psychotherapie via KK sind meist wohl a) die Leistungserbringer selbst (ist ja klar), b) die Leute in der Verwaltung (sind ja oft überfordert vom Stress) und c) jene. welche KK Subvention erhalten.
Noch Fragen?
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Da gibt es noch tausend andere Dinge, welche gestrichen werden sollten. Z.B. Kaiserschnitte ohne akut lebensbedrohliche Situation (98% der Kaiserschnitte werden nur gemacht weil sie für das Spital besser planbar sind und viel mehr Geld einbringen), „Vorgespräche“ vor lächerlichen „Operationen“ (Atherome, Stielwarzen, etc.) wurden früher vom Hausarzt spontan unter Lokalanästhesie durchgeführt, heute braucht es eine Operation – nicht selten mit Vollnarkose – im Spital und ein Vorgespräch (2000 / 5000 Franken statt 100 Franken). … … … …
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Einen derart zynischen Artikel kann nur jemand schreiben, der noch nie von einer psychischen Erkrankung betroffen war. Solche Erkrankungen erzeugen einen hohen Leidensdruck und führen unbehandelt oft zum Suizid der Betroffenen. Die Schweiz hat unter den westlichen Industrieländern eine der höchsten Suizidraten. Trotzdem leugnen gewisse konservative Kreise die Existenz psychischer Krankheitsbilder und tun diese als Lifestyle bzw. mangelnde „Härte“ ab. Dass nach 5 Kafi Luz verunfallte Skifahrer auf Kosten der Allgemeinheit zusammengeflickt werden, gilt hingegen als Selbstverständlichkeit.
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Auch hier machen die KK ihren Betreuungsjob nicht richtig – bei mir wurde im Erwachsenenalter ADS diagnostiziert – dann zum Psychiater wegen Ritalin (Betäubungsmittel). Mittlerweile bin ich eingestellt, muss aber für das Rezept etwa zweimonatlich zum Psychiater. Von einem ebenfalls Betroffenen weiss ich, er bekommt Ritalin vom Hausarzt, dieser beruft sich auf Psychiater, welcher der Bekannte einmal jährlich besucht. Mein Hausarzt und Psychiater möchten aber nichts davon wissen. Alle Beteiligten ausser mir haben auch keinen wirklichen Anreiz…
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Sie sind noch keine 18? Ritalin ist nur für Kinder zwischen 6 und 18 zur ADHS Behandlung zugelassen. Für Erwachsene nur zur Behandlung von Narkolepsie
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Einer meiner Verwandten ist Psychologe, der lebt in saus und braus von seinen Patienten. Und flucht täglich von dem Schrott den er sich anhören muss. Der Mann sagt selber dass er nur wenigen wirklich helfen kann die wirklich ein Problem haben. Dem Rest kann nicht geholfen werden weil nichts da ist.
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Sie sind zusammen mit den Kinderärzten die am wenigsten gut bezahlten Ärzte. Am anderen Ende stehen die Radiologen. Die müssen nur einmal gross in ihre Geräte investieren, haben ein angenehmes Leben ohne Blut und andere Körperflüssigkeiten, und scheffeln dank der überrissenen Behandlungspreise Geld ohne Ende. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man beim CT oder MRI nie den Arzt zu Gesicht bekommt? Geht ja gar nicht, er ist entweder auf dem Golfplatz oder hält irgendwo einen eingeladenen Vortrag, natürlich zu Spitzenhonorar.