Nach den Wahlen ist vor den Wahlen und vor den übernächsten Wahlen.
Im Baselbiet – das sich mit einer kürzlich eingereichten Initiative in Bundesbern nicht mehr als Halbkanton sehen will – braut sich ein explosives Polit-Gemisch zusammen.
Nach dem gestrigen ersten Wahlgang für den Ersatz der zurücktretenden freisinnigen (FDP) Bildungsdirektorin Monica Gschwind bleiben ihr Parteikollege Markus Eigenmann und die grünliberale Sabine Bucher im Rennen.
Beide mit Präsidiumserfahrungen in ihren Gemeinden.
Die langjährige und in Bildungsfragen erfahrende Landrätin Caroline Mall von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) blieb unter dem Strich chancenlos und zieht sich zurück.
Die mit Abstand wählerstärkste Partei (knapp 29%) erleidet wie vor zweieinhalb Jahren mit der Kandidatur der auch national bekannten Nationalrätin Sandra Sollberger Schiffbruch.
Ohne einen Sitz in der fünfköpfigen Regierung bleibt nur die konsequente Oppositionsrolle.
Bucher und ihre Grünliberalen haben sich mit einem geschickten Deal in Hinblick auf das kantonale und eidgenössische Wahljahr 2027 die Unterstützung von Links-Grün gesichert.
Für einen erfolgreichen 2. Wahlgang ist FDP-Eigenmann nun auf die Stimmen der SVP angewiesen.
Sein geringer Bekanntheitsgrad in den wirklich „ländlichen“ Hochburgen der Volkspartei sind ein Handicap.
Dazu kommt die jüngste Pro-EU Positionierung der FDP. Dies könnte manch ein SVP-Wähler veranlassen, leer einzulegen oder gar nicht zu wählen.
Bleibt „Die Mitte“. Die ehemalige CVP hat auch im Basel-Landschaft eine lange Tradition. Und gerade zwei Probleme.
Offiziell steht die Zentrumspartei hinter dem freisinnigen Eigenmann. Nur: Gewisse Sektionen haben die grünliberale Bucher im 1. Wahlgang offen unterstützt.
Dies dürfte sich nun beim Showdown Ende November akzentuieren.
Die grosse Hypothek ist aber ihr kantonales Aushängeschild, der amtierende Regierungspräsident Anton Lauber.
Er steht in der politischen Verantwortung des Radicant-Fiaskos der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB).
Der Ausflug ins digitale Neo-Banking, den Lauber als damaliger langjähriger Vizepräsident des BLKB-Bankrates entscheidend mitzuverantworten hat, wird den Steuerzahler rund 300 Millionen kosten.
Die Saga ist noch nicht vorbei. Ein Einstampfen der 100%-Tochtergesellschaft mit Hauptsitz im Zürcher Seefeld wäre keine Überraschung.
Die Boutique ist de facto unverkäuflich, die Banklizenz wertlos.
Trotz einer drohenden Parlamentarischen Untersuchung zu Radicant und der in der Aussenwahrnehmung schleierhaften Übernahme von Numarics in den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel 2024/25 weigert sich der Finanz- und Kirchendirektor, das Dossier BLKB innerhalb der Regierung abzugeben.
Corporate Governance in der Mitte der 3. Dekade des 21. Jahrhunderts sieht anders aus.
In Gesprächen bei der Wahlveranstaltung im Regierungsgebäude in Liestal wird klar: Die Tage des seit 2013 amtierenden Laubers sind gezählt.
Die Frage ist: Wann kündigt er seinen Rücktritt auf Ende Legislatur an?
Das Timing kann für „Die Mitte“ entscheidend sein, wenn es um die Festigung ihrer bürgerlichen Allianz in Hinblick auf die Wahlen im Frühling 2027 geht.
Denn wie jetzt für die FDP ist die Verteidigung des eigenen Sitzes alles andere als sicher.





Die Halbschlauen vom Halbkanton – oder: unter dem Blinden (Lauber) sind die Einäugigen König.
Lauber ist der Inbegriff der „Mitte“: viel Anspruch, null Wirkung. Jetzt räumt ihn die Realität ab – endlich.
Die „Mitte“ politisch so aufregend wie abgestandenes Leitungswasser. Lauber hat’s geschafft, aus Mittelmass komplettes Versagen zu machen. Wer nichts wagt, verliert halt alles selbst den letzten Rest Glaubwürdigkeit.
Der lange Arm des Kosovo reicht in den ganzen Halbkanton.
Die Mitte Partei, mal so, dann so oder doch wieder anderst. Kannste für nix gebrauchen. Mit den zu ihr passenden Politikern (Klammeräffchen) ausgestattet eine Gefahr für die Demokratie und das Portemonnaie des Steuerzahlers.
wie wahr Palfner, solche Luftnummern wie Dich kann man wirklich für nix gebrauchen.
Geile Einsicht! – Mach ruhig weiter so!
@Marco. Lieber Marco, deine einzigen Kommentare auf IP beziehen sich immer wieder auf mich. Es freut mich treue Fans zu haben, allerdings mach ich mir Gedanken zu deren Qualität.
könnt ihr euren dummen Familienstreit nicht bei „Blick“ abhalten?
ich möchte eine reine und saubere Diskussionsplattform haben.
Interessant, was ein Zürcher über die kantonale Politik in BL denkt. Die SVP-Kandidaturen waren jeweils chancenlos, weil das Personen sind, welche kompromisslos den nationalen SVP-Kurs verfolgen. Solche Personalien sind in der Nordwestschweiz jeweils chancenlos, denn hier sieht man die Notwendigkeit und den Vorteil von guten Beziehungen zur EU.
so ein unglaublich zerstrittenes land wie die schweiz mit ihren kantons-kanonen. nicht verwunderlich, dass die spacken nix gebacken bekommen! – ich würde es mal mit einer leine versuchen (an der man zusammen zieht)
aber was solls? der laden ist eh im a*sch!
Die täglichen Grenzgängerstaus im Raum Basel am Morgen und am Abend beweisen, dass die Beziehungen zur EU gut sind. Alles andere ist Dummschwätzerei, die gerne in Basel praktiziert wird.
Ja- BL-er- die Deutschen profitieren extrem von unserer gesunden Wirtschaftspolitik. Und in Deutschland laufen auch immer mehr Fachleute von dieser sozialistischen Gesellschaft weg- um sich hier dann nach einiger Zeit gemütlich in der sozialen Hängematte niederzulassen und sich von den linken Hilfsorganisationen wohlumsorgen zu lassen. Weiterdenken ist in linken Kreisen verpönt, BL-er!
In der Privatwirtschaft würde ein katastrophal erfolgloser Lauber fristlos entlassen. Dass die Mittepartei ihm nicht den sofortigen Rücktritt nahelegt, zeigt den Filz, der sich auch dort breitgemacht hat.
Schachspiel will gelernt sein. So hat jedes politische Geplänkel seine Vor – und Nachteile. Dies sollte der Finanzminister des Kantons eigentlich wissen und nun fällt es Ihm halt auf die Füsse. Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Heilung – wo denkst du hin, so Anton Lauber. IKEA – Ich kann einfach alles, so seine Maxime. Etwas muss man Anton Lauber aber zu Gute halten – er spricht immerhin einwandfrei Baselbieterdeutsch – dies im Gegensatz zu Frau Sabine Bucher. Ob dies ausreichend sein wird – wir werden es im November erfahren.
Und Herr Gantner, welche hochkorrupte Partei hat auch, in Basel, wie in der übrigen Schweiz, versagt? Die hochkorrupte Filzpartei
Der CH-Bürger ist eigentlich schon genug gestraft mit den Freunden des Profits, welche nur aus selbstsüchtigen Lobbyisten besteht, welche ihr Portemonnaie zu Lasten des Volks füllen.
Aber da gibt es ja noch die Fähnchen im Wind Partei, welche mit Gottes segen gerne aus der Mitte das Zünglein an der Waage spielt und sich an die Meistbietenden verkauft. Selbst wenn es peinlich wird (Amherd/Pfister oder eben Lauber), klammert man sich an die Macht und bevor man zurückgetreten wird, packt man noch alles ein, was nicht angeschweisst worden ist.
Agent Orange hiess doch damals in Vietnam das „Entlaubungsmittel“ – was für ein Zufall 😉
Was auch immer – ich bleibe dabei (wie schon in diversen Kommentaren hier geäussert) –> der Bankrat der BLKB bedarf einer Auswechslung – im Fussball lässt man ja auch nicht die Spieler drin, die Eigentore mit Performance verwechseln.