„Hugo, wie kam es dazu, dass du Dozent an der HWZ geworden bist?“ Die Hochschule stellt ihren bekannten Dozenten Hugo Bigi vor.
Die Auswahl war ziemlich unkompliziert: Ein Schulleiter kannte den Moderator noch von gemeinsamen Tagen bei Radio 24. Und dann halt: Häsch Luscht?
Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) befindet sich einen Katzensprung vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt.
800 Dozenten gibt es, ihre Namen werden nicht nach aussen getragen. Stellen für Dozenten werden in der Regel nicht ausgeschrieben.
„Unsere Dozierenden werden direkt durch die jeweiligen Studiengangsleitenden rekrutiert“, heisst es bei der Hochschule.
Wie bei Hugo Bigi.

Kein öffentliches Anforderungsprofil, keine ausgeschriebenen Stellen? Einmalig in der Schweiz.
Andere Institute suchen via Ausschreibung, um die Fähigsten anzulocken. Man sei halt eine private Fachhochschule, schreibt die HWZ. Private Organisationen machen das anscheinend so.
Welche Qualifikationen die Dozenten vorweisen müssen, ausser gemeinsamen Erlebnissen, ist unklar.
Diesem Medium sind Dozenten bekannt, bei denen ihre akademischen Leistungen nicht ganz geklärt sind. „Wir dürfen aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte erteilen“, so die HWZ.
Man lege aber grossen Wert auf eine Kombination aus fundierter Praxiserfahrung und akademischem Hintergrund, betont die Medienstelle.
Ein Hochschulabschluss ist nicht zwingend nötig.
Bei der Dachorganisation der Schweizer Fachhochschulen (Swissuniversities) ist man da strenger.

Wer an einer Fachhochschule dozieren will, benötigt einen Hochschulabschluss und je nach Funktion auch noch eine Qualifikation in Hochschuldidaktik.
Als private Hochschule sei die HWZ „keine Mitgliedshochschule“ der Dachorganisation, heisst es in der Antwort der Schuld.
Die Praxiserfahrung ist auch bei den anderen Fachhochschulen wichtig, trotzdem müssen die Dozenten dort auch nachweislich etwas auf dem Kasten haben.
Wer zum Beispiel an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) unterrichten will, kann das ohne Hochschulabschluss vergessen.
Ein weiteres Kuriosum an der Privathochschule: Wer sich über die Dozenten der HWZ informieren will, kommt nicht weit. Bei den Modulen stehen auf der Homepage keine Namen.
Man verzichte teilweise bewusst darauf, „da sich Dozierendenteams aufgrund der laufenden Weiterentwicklung der Studiengänge, inhaltlicher Anpassungen oder punktueller Einsätze verändern können“.
Die anderen Fachhochschulen kennen das gleiche Problem, schalten die Namen aber trotzdem auf.
Wer neugierig ist und 38’000 Franken für einen Bachelor ausgibt, muss für die Info extra persönlich beim HWZ-Sekretariat vorbeikommen:
„Im Rahmen von Beratungsgesprächen können sich Interessierte jederzeit über die im jeweiligen Studiengang eingesetzten Dozierenden informieren.“
Viele davon sind auch lächerliche selbstdarsteller auf Linkedin – kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen.
Anstatt Schulen machen reisen gehen. Das Leben ist die beste Lebens-Schule.
Schweizer Filz-Bildungssystem halt …
Der Output der HWZ wird entsprechende Qualität aufweisen 😉 Hauptsache ein geiler Titel.
Nicht meine Erfahrung! Ich hatte hervorragende Dozentinnen und Dozenten, die keine Theorie sondern echte Praxis vermittelten. Und dazu benötigt man nicht unbedingt einen Doktor-Titel!
An einer FH darf auch mal eine überdurchschnittliche, exzellente Berufserfahrung den Ausschlag geben. Ob Britschgi das mitbringt, weiss ich allerdings nicht.
Wegen der überall eilfertig vorgeschobenen Bremse „Datenschutz“ soll man nichts über 800 kluge Allerweltsprofessoren erfahren. Hat da jemand Angst vor Peinlichkeiten?
So ein Hochschulabschluss wird sowieso überschätzt!
Der gesamte 26x kantonale, super hétérogène und in sich selbst zirkulierender Bildungsfilz, wird hoffentlich auch bald mal: ganz heftig unter die klare Lupe genommen. Bildung geht heute 2026 schon ganz anders ! Effizienter, attraktiver & effektiver !
Ich absolvierte vor einigen Jahren bei der HWZ einen Executive MBA Lehrgang. Es waren ausschliesslich fachlich sehr versierte Dozenten im Lehrgang. Ich habe lieber praxiserfahrene Dozenten, die wissen von was sie sprechen, als irgendwelche „Hochschulabschlüssler“, die praxisferne Theorie vermitteln. Hugo Bigi ist in seinem Fach, nach meiner eigenen Erfahrung, einer der Besten und ich konnte viel von seiner Expertise profitieren.
Ich war selbst Student an der HWZ. Die Hochschule ist grundsätzlich gut, müsste aber den Fokus anders setzen. 3 substanzielle Probleme:
-Selbstdarstellung: Es werden von oben herab (Leitung) viele Klassenfotos verlangt, auch LinkedIn-Beiträge sind sehr gerne gesehen. Das ist nicht Jedermanns Sache, da Werbemassnahme.
-Nutzloser Praxisbezug: Vielen Dozenten fehlt es an Akademik/Pädagogik. Praxisarbeiten im Plenum haben oftmals keinen Nutzen und werden mit der KI durchgeführt.
-Unterrichtssprache: Diese sollte zwingend Hochdeutsch oder alt. Englisch sein. CH-D an Hochschule ist unprofessioell.