Benedikt Weibel war von 1993 bis 2006 ein guter Generaldirektor der SBB. Er fand trotz massivem Stellenabbau einen direkten Draht zu seinen Angestellten und war respektiert wie kein zweiter Generaldirektor.
Dabei halfen ihm seine grossen rhetorischen Fähigkeiten. Beim landesweiten Stromausfall im Jahr 2005 hatte Weibel sogleich die Verantwortung übernommen.
Keine Suche nach Sündenböcken. Sowas hat heute bestenfalls noch Seltenheitswert.

Seit seinem Rücktritt bei den SBB im 2006 mischt sich Weibel ständig auch weiterhin ein. Bald begann er gegen die Nachtzüge als totales Auslaufmodell zu wettern.
Eingetreten ist dann das genaue Gegenteil. Es gibt in Europa immer mehr Nachtzüge, die teilweise von privaten Initiatoren wie der holländischen European Sleeper auf die Schiene gestellt werden.
Jetzt hat Weibel ein neues Objekt seiner Tiraden gefunden. Er wettert gegen den erst geplanten, 800 Millionen Franken teuren und 22 Kilometer langen Grimsel-Tunnel, der eine neue Meterspur-Bahnverbindung von Meiringen über Innertkirchen nach Oberwald entstehen lässt.

Tatsächlich würde dieser Tunnel nicht für sich alleine gebaut, was der Ex-SBB-Chef aber bewusst verschweigt.
Das Bauprojekt ist nämlich als Ersatz für überalterte Hochspannungsleitungen über den Grimselpass entstanden.
Deren späterer Abbau würde die Naturliebhaber erfreuen. Geplant sind vier unterirdische 380-Kilovolt-Stränge zu je drei Kabel.
Erst in einem zweiten Schritt folgte daraus die Idee, bei dieser einmaligen Gelegenheit auch gleich einen Tunnel für eine Meterspur-Eisenbahnlinie mitzubauen.
Der Platzbedarf einer Schmalspurlinie ist deutlich geringer als bei Normalspurbahnen wie den SBB. Die Kabelleitungen verlaufen in einem Stollen parallel zum Bahntunnel.
Dieser Parallelstollen ist Kabel- und Sicherheitsstollen zugleich. Das Konzept mit gleichzeitig zwei Röhren ist auch hinsichtlich der Baukosten interessant.

Mit dem Grimseltunnel entsteht mit insgesamt 850 Kilometern das längste zusammenhängende Meterspur-Eisenbahnnetz in Europa. Heute sind die Schmalspur-Netze noch zweigeteilt.
Auf der Südseite sind Zermatt, Andermatt, Disentis, Davos, St. Moritz und Poschiavo durchgehend mit der Bahn erschlossen, auf der Nordseite sind es Montreux, Gstaad, Interlaken und Luzern.
Der neue, 22 Kilometer lange Grimseltunnel wird beide Teile verbinden und schafft damit eines der längsten Schmalspur-Bahnnetze der Welt.
Dieses rund 850 Kilometer lange Meterspur-Netz – davon 50 Kilometer Umspurstrecke zwischen Zweisimmen und Interlaken Ost – verbindet die Kantone Waadt, Freiburg, Bern, Obwalden, Nidwalden, Luzern, Wallis, Uri und Graubünden.
Im Ergebnis ein riesiges Plus für die Bergbevölkerung sowie einen nachhaltigen, umweltfreundlichen Tourismus.
Schon heute sind die klingenden Namen von Glacier-Express und Bernina-Express weltweit bekannt und erfreuen sich bei den Touristen aus aller Welt grosser Beliebtheit.
Auf IP sind wir Autofahrer. Manche auch Töfffahrer und vielflieger.
Zugfahren ist etwas für SPler, Grüne & andere verwirrte
Wenn man schon vom Verschweigen redet, wieso kommen das elektromagnetische Feld und die vom Kabel erzeugte Hitze hier nicht zur Sprache? Für EX-Isebähnler kann es wohl einfach nie genug defizitäre Bahnlinien haben.
Die Kabel erzeugen eigentlichkeine Abwärme, was ja ein Verlust bedeuten würde. Die 60° entstehen als Erdwärme in dieser tiefe.
Hans Bodmer
P=R*I^2. Pro Kabel kommt da einiges an Verlustleistung in Form von Abwärme zusammen.
Benedikt Weibel hat völlig recht. Mit diesem unnötigen Grimseltunnel
will sich Bundesrat Albert Rösti ein Denkmal schaffen.
Man konnte auch lesen, der Paralleltunnel könne nicht als Fluchtstollen gebraucht werden, da die Kabel dort Hitze bis 60 Grad und mehr erzeugen. Allgemein habe ich nicht das Gefühl, dass wir in dieser abgelegenen Gegend noch einen Bahntunnel brauchen.
Bezüglich Nachtzügen hat offenbar Weibel recht, die scheinen höchst unrentabel unterwegs zu sein. Wie auch immer, mir ist der Zweck dieses Tunnels, der ja sicher über 1 Milliarde kosten wird, nicht klar.
Mein Lieber,
Deine Vorstellungskraft ist wohl gleich null. Schäme Dich nicht, das kommt bei vielen vor. Der Grimseltunnel wird eine wunderbare Attraktion Attraktion nicht nur für alle Schweizer, sondern, vielleicht noch mehr, für alle in- und ausländischen Touristen werden. In einer Welt voller Wettbewerb, wo Innovation gefragt ist, werden es Millionen lieben, von Bern aus durch die Berge und das Oberwallis bis an den Genfer See zu fahren. Natürlich macht man unterwegs Pausen, übernachtet hier und dort, bleibt vielleicht sogar ein paar Tage. Merke:
wer stehen bleibt, geht unter.
Guten Abend Herr Stöhlker,
Sie unterstellen jemandem eine Vorstellungskraft von null. Sie dagegen haben fast zu viel davon. Es hat mit der Realität nicht viel zu tun. Eine 1 Meter Bahn von Bern an den Genfersee durch den Grimsel tönt zwar gut, die Realisierung eines Schienentrasses für eine solche Bahn ist sehr zweifelhaft.
Fluchtstollen mit 60 Grad Hitze. Dieses Argument verlangt zweifellos nach einer kritischen Überprüfung.
Würde auch gerne aus unabhängigen Kreisen erfahren, ob der Ersatz für überalterte Hochspannungsleitungen über den Grimselpass mit einer Tunnellösung, eine grosse Kostenersparnis brächte.
Könnte es gar sein, dass sich mit diesem einfachen Tunnel, die unterhaltsteuren, freistehenden Leitungen amortisieren lassen? Gibt es da Erfahrungswerte? Solche Fragen, brauchen plausible Antworten. Ansonsten bleibt dieser Tunnel ein Luftschloss (Lufttunnel).
Der Grimseltunnel würde einiges weniger kosten als die letzte Landesausstellung (ca. 1.2 Milliarden CHF) mit NULL (!!) Nachhaltigkeit! Was man von diesem Projekt nicht sagen kann. Wir brauchen mutige, kreative Macher die auch für unsere Nachkommen wertvolle Bauwerke ermöglichen. Kleingeister und ewiggestrige Gutmenschen die das Geld lieber für irgendwelche Radwege in Peru ausgeben sind in Zeiten wie diesen nicht gefragt.
Wir wissen ja, wie gut Politiker und Beamte budgetieren und rechnen können. Beispiele gibt es zur Genüge. Der Tunnel würde garantiert weit über 1 Mia kosten.
Da wäre ja das legendäre Projekt Porta Alpina im Jahre 2000 günstiger gewesen. Nun, der Zugangsstollen in Sedrun existiert zwar weiterhin, wird aber nur für Wartung/Notfälle genutzt.
Porta Alpina gilt heute in einigen Zirkeln als Symbol für visionäre Alpenpolitik, oft auch zitiert in Debatten über Randregionen, Infrastruktur und Zukunft des Alpenraums.
Ob Grimseltunnel oder Porta Alpina steht jedoch immer wieder die berechtigte Frage aller Fragen. Wo beginnt der overkill an Tourismus – und wo endet dieser?
Ein Berner Bundesrat will einen Tunnel durch den Grimsel. Das Oberwallis findet das gut. Zahlen müssen wir das alle. Einen Tunnel zu bauen, den kaum jemand braucht, ist Verschwendung von Steuergeldern. Das Berner Oberland und das Wallis sind bereits durch einen Tunnel verbunden, der insbesondere dem Transitverkehr dient. Warum es nun zwei Tunnels brauchen soll, verstehen wohl nur die Bergler. Baut den ÖV dort aus, wo er gebraucht wird. Bei knappen Mitteln muss man klare Prioritäten setzen und keine Denkmäler bauen!
Kennt der Herr Rösti eine Tunnelbaufirma ?
Der Herr Rösti kennt sehr viele Firmen(-Bosse), vor allem im Berner Umfeld…
toll für den Tourismus: 22km dunkle Fahrt durch die Schweizer Hochalpen. Traumhaft ;-(
Ich finde die Beiträge von Herrn Streuli sonst nicht schlecht, aber in diesem Fall scheint er von einem Modellbahnervirus befallen zu sein. Die Kostenexplosion beim Furkaloch kann er doch nicht einfach vergessen haben, und hier kommt noch der völlig fehlende Bedarf hinzu. Quasi hinter dem Mond zwei abgelegene Bergtäler miteinander verbinden zu wollen, wäre höchstens dann eine Option, wenn Geld im Überfluss da wäre.
Ich weiss nicht, woran es liegt, aber „Ölbert“ Rösti enttäuscht mich immer wieder, seit er Bundesrat geworden ist (Umgang mit Wölfen und Naturschutz; hingegen Schonung der SRG).
Interessante Träumli…..
Tunnel Wolf und SRG ALLES IN EINEM KONTEX!!!
Dein Ölbert ist ein Querdenker!
«Dabei halfen ihm seine grossen rhetorischen Fähigkeiten.»
«…mischt sich Weibel ständig auch weiterhin ein.»
Das sind Qualifikationen des Jürg Streuli für Dr. Benedikt Weibel, die schlicht ungehörig, unanständig, impertinent sind.
Dr. Weibel adressiert an die Herzen, weil er die Menschen mag. Das hat mit Rhetorik nichts zu tun. Seine Zeit als GD und auch heute zeichnet sich durch Ermächtigung der Menschen aus, etwas zu tun. Er gönnt ihnen den Erfolg, wundert sich über ihre guten Lösungen. Dabei bleibt er geistig sehr genau. Das schätzen die Leute an ihm.
Streuli sollte sich entschuldigen.
Frau Blum,
kannten Sie Dr. Jean Pierre Kälin? Ich kannte ihn !
Aber klar, neben der Schnaps Idee Grimsel Tunnel ist Weibels Napftunnel schon fast erträglich.
Weibel hat völlig Recht. Ursprünglich waren für den Tunnel 250 Mio. veranschlagt.
Mittlerweile sind wir bei 800 Mio. Und noch ist kein einziger Spatenstich gemacht.
Am Ende würde der Tunnel 1,8 Milliarden kosten. Siehe Furkatunnel.
Absoluter Wahnsinn was da abgeht. Das ganze Land verschandelt mit Schienen und Strommasten. Möchte ja gar nicht wissen wieveil Wohnraum damit verschwendet wird. In jedem Kaff ein Bahnhof. Jeder Bahnhof zieht Busverkehr nach sich. Ein Zug oder Buss ist zweimal im Tag kurz ausgelastet, die restlich Zeit beinahe leer. Vom Elektrosmog und Bremsstaub reden wir erst gar nicht. Ganz klar, es braucht den ÖV, aber nicht in diesem grenzenlosen Ausmass.
Ich sehe das ganz einfach: das absolute und Alleinstellungsmerkmal des CH-Tourismus sind seine Bahnen, insbesondere die Meterspurbahnen. Das hat niemand sonst in dieser Qualität und Schönheit auf diesem Planeten. Das Ganze boomt, man schaue die Verkehrszahlen der RhB und des Bernina-Express an, das Angebot ist hochgefragt und zieht Touristen in Scharen an. Mit diesem Grimseltunnel lassen sich noch viel mehr tolle touristische Angebote etablieren, so z.B. von Montreux bis St. Moritz. Dagegen sind die Baukosten von sagen wir mal 1 Milliarde am Schluss fast geschenkt. Also unbedingt bauen.
Tunnel will sich Rösti verewigen so wie nahezu alle Verkehrsminister vor ihm. Furka Roger Bonvin VS, Vereina Leon Schlumpf GR, Lötschberg Basis Adolf Ogi BE, NEAT Adolf Ogi, Gotthard 2. Röhre Doris Leuthard AG usw. Nur einer hat’s verpasst, dabei wäre es bitter nötig gewesen. Einen Tunnel unter dem Zürichsee als Südumfahrung von der Stadt. Leuenberger hat lieber intellektuelle Reden geschrieben. Schade
Einerseits soll der Abbau der Hochspannungsleitungen die Naturliebhaber erfreuen, anderseits sollen diese unter dem Grimsel hindurch in eine Tunnel gequetscht werden. Dass das bestehende Meterspurbahnnetz dank des Tunnels zum grössten Meterspurbahnnetz Europas würde, ist kein Anlass, ihn zu bauen. Bevor neue Löcher in die Alpen gebohrt werden, sollte die touristisch bedeutende Meterspurstrecke zwischen Zernez und Mals, als Verbindung zur Normalspurbahn Mals – Meran nun gebaut werden.
Die erwähnten Bahnen haben verschiedene Zahnrad-Systeme, sie können nicht durchgehend fahren. Man muss also die Zahnrad-Systeme umbauen, auch die Lokomotiven und Wagen (die haben Bremszahnräder). Wohl ein paar 100 Milliönli mehr.
Zuerst kommen jetzt wieder
6 Milliarden für die Ukraine!!
Das mit dem Tunnel hat min.noch
20 Jahre Zeit bis Baubeginn.Wie
üblich in der Schweiz
z.b. 4 Geleise Bahnhof Stadelhofen geplant 2037 !!Bis
Baubeginn Grimseltunnel kein
Geld mehr vorhanden Projekt
zu teuer.!!
Die Frage sollte nicht sein, ob das Netz das „längste in Europa“ ist, sondern, ob es einen Nutzen bringt, der die Kosten rechtfertigt. Dass Bahn-Fans und Pufferknutschende sich über jeden Meter Gelis und jede Lokomotive freuen, darf man unterstellen. Aber hier ist der Ökonom gefragt, nicht der Fan.
Gleis ist geil….
Der Text von Streuli ist ein absoluter Witz. Jeder der in Sachen Tunnelbau nicht ganz unbeleckt ist weiss, dass die 22 km incl. den notwendigen Anschlussbauten nicht unter 2.5 Milliarden zu haben sind. Die Kosten für den Betrieb werden NIE auch nur annähernd kostendeckend sein. Ein Vergleich mit Vereina/Furka ist fast schon kriminell – dort geht es auch um Autoverlad. Und dann noch dies: Auf einer Seite der Lötschberg und auf der anderen der Gotthard. Niemand aus Bern oder Zürich würde den gigantischen Umweg über Meiringen machen.
Nur sind Bern und Züri nicht der Nabel der Schweiz, es gibt durchaus auch noch andere relevante Regionen, für die so eine Verbindung durchaus Sinn machen kann. Und irgendwann muss auch der Furkatunnel saniert werden, wie soll dann das Goms erschlossen sein?
Lieber einen Autotunnel, wäre tausendmal sinnvoller als die SBB machen lassen die in Wetzikon noch nicht einmal eine Unterführung beleuchten können.
Das ist ein gutes und überzeugendes Projekt. Die Verlegung der Hochspannungsleitungen in terrorsichere Tunnel ist wichtig. Ebenso der Bahntunnel. Woher das Geld? Haushalten beim Militär, der Landwirtschaft und der wuchernden Bürokratie.
Leidet das Wallis nicht schon jetzt unter Overtourism?
Die NZZ zeigte auf, dass der Triageur Prof. Weidmann den Nutzen vor allem unter förderalistischen Aspekten darstellt, da der Tunnel neun Kantone verbinden würde. Die Bewältigung von Verkehrsströmen als Hauptargument für den Bau fällt auch deshalb weg, weil die Bahnlinie nach Meinung der Förderer der touristischen Attraktion diente. Jedoch beträgt der Anteil des Tourismus an der Bruttowertschöpfung nur 2,7 % oder 21 Mia. – Der Tunnel allein würde mehr als 1 Mia verschlingen, was sich nicht nur in den Augen Dr. Weibels, sondern auch in jenen Dr. Füglistalers kaum amortisieren lässt.
Begraben!
Sie meinen wohl Mio, nicht Mia. Aber ich bin völlig mit Ihnen einverstanden.
@ Fischer: Wobei die touristische Bruttowertschöpfung 2024 mit rund 23,8 Milliarden Franken einen neuen Höchstwert erreichte.
es sind rund 23,8 Milliarden 🙂
Jürg Streuli Sie sind nur ein verrückter Bahn narr!
Ex-SBB-CEO bekämpft Zukunft mit der Präzision eines alten Fahrplans: Nachtzüge tot, Meterspur Unsinn, Tunnel Teufelszeug. Zum Glück fährt Europa nicht mehr nach Weibel-Zeit – sonst müssten wir heute noch umsteigen.
Gruss vom Atoll
Es ist verrückt, dass das Volk noch nicht mal merkt, dass unter Weibel die Bahn günstiger, schneller und pünktlicher war und man weniger umsteigen musste. Schaut euch doch einfach die Fahrpläne an. Schlafzüge sind ein Hype, der bald wieder abebbt. Man sieht, Bahnwissen gibt es kaum, da es auch keine Bildungsinstitute gibt um Bahnwissen weiterzugeben und weiterzuentwickeln.
Wenn BR Rösti die 22km Grimseltunnel propagiert, dann will er dafür 222km Autobahn. Und alle Parteifarben sind sowas von haaaapppyyy … Für Monsieur Roesti faites vos jeux.
Als der neue Lötschbergtunnel eröffnet wurde waren viele erstaunt, welchen Aufschwung er ins Wallis brachte. Die Immobilienpreise stiegen weil man plötzlich vom Wallis aus zur Arbeit pendeln konnte. Auch war es viel einfacher, das Wallis als Tourist zu besuchen. Das gäbe es auch beim Grimseltunnel, wenn auch weniger ausgeprägt.
Ich frage mich, warum der Tunnel rentabel sein muss; der Finanzausgleich und Subventionen für Randregionen sind auch nicht rentabel. Wenn der Tunnel Subventionen unnötig machte wäre das auch etwas. Zugegeben, ich verstehe die Zahlen zu wenig um zu urteilen.
Der Tunnel ist eine teure Furzidee ohne jeglichen Gegenwert!
Wenn es etwas ab den 2030-er Jahren nicht braucht, dann ist es Gestein in waagrechter Richtung (ein Tunnel) herauszuholen. Wichtiger wäre: Gestein in senkrechter Richtung herausholen oberhalb des Hauensteinbahntunnels: Also alle 2’700 m ein Entrauchungsschornstein mit 16 m Durchmesser. Oben unter freiem Himmel ein Dach über die Schornsteine bauen, damit es nicht in die Schornsteine regnet. Drei Monate Bauzeit sofern 24/7 gebaut wird. Drei Monate lang Güterzüge von Visp via Vallorbe nach Dijon (F) leiten (statt via Olten – Pratteln). Für Anwohner: Temporäres Containerdorf in Häfelfingen (BL).
Herr Weibel sollte sich vor Augen halten, was unter seiner Leitung vernachlässigt wurde: Bahnhof Lausanne, Strecke Lausanne-Genf, etc. .
Darüber könnte er ja auch einen Artikel schreiben. Es zeugt wahrlich nicht von Charakter, wenn man seinen Nachfolger auf dem eigenen Fachgebiet kritisiert. Offenbar weiss er nichts anderes.
Lausanne-Genf ist schon seit Ewigkeiten 2 spurig und wurde schon ewig mit 140 bis 160 Km/h befahren, jetzt ist aber diese Strecke sogar auf 3-4 Spuren ausgebaut. Während zwischen Zürich und Winterthur immer noch 115 Km/h gefahren wird und immer noch nur 2 Spuren vorhanden sind. Zudem gab es die PFZ erst nach Weibel. Weibel konnte nicht wissen, dass die Schweiz überflutet wird. Die Romands fühlten sich schon immer vernachlässigt, das ist aber nur ein Gefühl.
Noch einen Tunnel ins Wallis? Gott bewahre! Viel besser und effizienter wären drei Staumauern, alle 200 bis 300 Meter hoch: die erste bei St-Maurice, die zweite bei Leuk und die dritte bei Fiesch. Dann langsam füllen und für die Üsserschwyz wäre die Stromversorgung dauerhaft gesichert!
Ja, bitte unbedingt mehr Massentourismus in den Alpen… Absolute Schnapsidee, dieser Tunnel.
Gegenwärtig werden fast täglich neue Forderungen für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vorgestellt! Zudem beschäftigt sich das Parlament mit notwendigen Sparprogrammen, da sich der Staat sich einfach nicht mehr alles leisten kann. Da ist ein Tunnel, der 800 Millionen kosten soll und dessen Nutzen – keine nationale Bedeutung – wohl mehr als bestritten ist, völlig deplaziert.
Der Tunnel im Nirgendwo wird also zwischen 1-2 Mia. kosten. Aber daraus folgen zwangsläufig weitere jährliche Kosten für Unterhalt, Amortisation, Kapitalkosten und Betrieb. Hierführ kann man 5-10% rechnen. Vielleicht sollte das Geld besser im Mittelland investiert werden, z.B. östlich von Zürich? Mir ist nicht bekannt, dass da die letzten 70 Jahre etwas wesentliches gebaut wurde.
„ein riesiges Plus für die Bergbevölkerung“ – die Leute in der Agglo wünschen sich weniger Staus und den Ausbau der Autobahnen.
Die Bergler sind genügend versorgt. Tourismus und NFZ sei Dank. Das Geschwafel vom „nachhaltigen, umweltfreundlichen Tourismus“. In die Skiferien geht’s mit dem vollgepacken Auto.
eine weitere Verbindung mit dem Unkanton Wallis, brauchts nicht.
Besser einmal die Zug Anzeigetafel beim Gleis 3
reparieren beim Bahnhof
Stadelhofen wo schon 1 Jahr
defekt ist !! Aber wir bezahlen
wieder mehr für das Abo,das
ist viel wichtiger !!
Da bin ich anderer Meinung. Grundsätzlich müsste es unser Ziel sein, das Wallis als weiteren Bundesstaat an Trump zu verkaufen. Dann wäre dieses Bauwerk klar unnötig.
Weibel soll endlich schweigen. Er hat mit seinem Güterchef Nordmann die unheiligen Personalbeurteilungen eingeführt. Mitarbeiter, die weder der zsP, noch der Mitte angehören, werden mit diesen Personalbeurteilungen drangsaliert und schickaniert, einfach mieser bewertet.
Die Personalbeurteilungen sind Bestandteil der ISO-Zertifizierung!
Es ist also purer Unsinn, den Sie da vom Stapel lassen, aber Hauptsache, irgend einen Seich schreiben!……
Leider weist der Autor kein einziges Argument vor, das für den Grimseltunnel spricht – ausser die Freude am grössten Einmeter-Schienennetz. Eine abgelegene Bergregion mit einer abgelegenen Bergregion via Eisenbahntunnel zu verbinden ergibt einfach weder Sinn noch Zweck. Die Eisenbahnverbindung würde sich nie rechnen. Schon heute ist die Grimsel kein touristischer Hotspot. Es hätte viel zu wenig Passagiere, so dass die Bahn Riesendefizite einfahren würde. Das Projekt würde bestimmt noch viel teurer, da der Stromkabeltunnel wegen der Hitze als Fluchttunnel gar nicht benützt werden kann.
Weibel ist einer der wenigen welcher das Bahngeschäft von der Picke auf durch und durch versteht. Er war der wohl fähigste Manager welche die SBB je hatten. Er sah schon früh, dass das Nachtzug Modell wenn auch attraktiv, nicht gewinnbringend betrieben werden kann. Ebenso sieht er wohl richtig die Probleme und Kosten beim Grimseltunnel. Mit dem Stromkabelzückerchen wollen sich gewisse Politiker wieder mit diesem Projekt profilieren. Und Hand aufs Herz, haben wir nicht bereits genug Massentourismus in den Bergen?
„Seit seinem Rücktritt bei den SBB im 2006 mischt sich Weibel ständig auch weiterhin ein.“
Ich glaube, das lässt sich auch von Ihnen sagen.
Und wenn Sie schon die positiven Seiten des Tunnels preisen, sollten Sie doch auch sagen, dass der Flucht- resp. Kabelstollen wegen der hohen Temperaturen nur bedingt als Fluchtweg geeignet ist.
850 Millionen für 22Km Tunnel: Sofort die Bagger auffahren lassen, denn günstiger wird’s nimmer. Zum Vergleich: Die SRG verbratet pro Jahr fast das Doppelte – bei quasi Null Nutzen.
Vielleicht sollen die Touristen in den Tunnel, damit sie die Windräder- und Solazellenplantagen nicht sehen, mit denen die Klimahysteriker den Grimsel verschwandlen wollen.
Noch einen Tunnel ins Wallis? Gott bewahre! Viel besser und effizienter wären drei Staumauern/Talsperren. Für uns Üsserschwyzer wäre dann die Stromversorgung dauerhaft gesichert!
Die Walliser Baumafia wird hier wieder den grossen Reibach machen! In öffentlichen Projekten, insbesondere Bau trägt ja niemand Konsequenzen für x-fach überzogene Kostenbudgets. Da lebt es sich wie die Made im Speck für die Unternehmer. Für den Steuerzahler dagegen Brechreiz-Alarm.
Was hat denn der hochverehrte Herr B. Weibel gegen diesen Tunnel ? Was sind seine Argumente ? Diese Verbindung scheint sinnig und der Preis günstig (mit Vorsicht zu geniessen).
Diese Verbindung ist so sinnvoll, wie von Engelberg nach Airolo, oder von Arosa nach Biasca. Keine Sau braucht so etwas.
Diese grimsebahn ist das unsinnigste bahnprojekt der sbb-geschichte. Das obergoms ist ost-west bestens erschlossen. Ein bedarf inexistent. Es gibt immer verbesserungen, zb die miserable situation bhf göschenen. Die weidmannstudie, welche grimsel empfiehlt, ist reines gefälligkeitsgutachten und ziemlich wertlos. Dass die sbb-planung versagt, zeigt sich zb auf der EC-strecke zürich- münchen mit einer völlig untauglichen streckenführung in deutschland, wohlverstanden finanziell unterstützt von der schweiz! Also bitte zurück zur realität und kompetenz. Grimsel wird an der finanzierung scheitern.
an G.B. Dir ist schon bewusst, dass der Grimseltunnel KEIN Projekt der SBB ist ?!
Das Einzige was hier miserabel und inexistent ist, wäre Ihre Rechtschreibung. Eine einzige Katastrophe. Abgesehen davon, was hat die SBB damit zu tun??….
Jürg Streuli ist obwohl er mal bei den SBB gearbeitet hat, alles andere als ein Verkehrsfachmann. Ob es ein zusammenhängendes Meterspurnetz – übrigens mit nicht kompatiblen Zahnradsystemen – ist, spielt keine Rolle. Potenzielle Nachfragen und eine minimale Wirtschaftlichkeit ist entscheidend. Es geht nicht nur um die Baukosten. Anschliessend braucht es jährlich horrende Beiträge an die ungedeckten Betriebskosten. Möglicherweise fällt der Kostendeckungsgrad sogar unter 20% und dann fällt die Finanzerung vom Bund weg. Benedikt Weibel hat vollkommen recht.
Ich schliesse mich einem anderen Kommentarschreiber an: Von 2030 – 2040 soll nicht das Ziel sein, den Bau neuer Tunnels in Angriff zu nehmen, sondern die Ausrüstung in bestehenden Bahntunnels soll im Falle eines Feuerausbruchs besser werden: Tunnel Stettbach – Zürich Stadelhofen eine breite Fluchttreppe bauen nahe vom Areal Freibad Dolder (Selbstrettung der Passagiere). Hauensteintunnel (mehr gefährliche Güterzüge als in Stadelhofen): Wie der andere Kommentarschreiber schreibt, einige Entrauchungsschornsteine, wo der Rauch von brennenden Zugwaggons in den Himmel entweichen kann.
ÖV soll subventioniert werden, damit Leute vom Auto auf den Zug umsteigen und so die Umwelt schonen.
Hier geht es aber darum, krampfhaft neuen Mehrverkehr zu erzeugen. Kein einziger Autofahrer, der heute auf den Grimselpass fährt zum Wandern oder für eine Skitour, wird zukünftig durch den Zug-Tunnel fahren wollen.
Drill, Baby, Drill!
„Meterspurbahn“ mag in der Sprache der Pufferküsser und Ferroerotiker aus dem Norden korrekt sein. In der Schweiz heisst das immer noch Schmalspurbahn.
Ich komme aus der Gegend. Die Schweiz besteht nicht nur aus Zürich und Bern und auch nicht nur aus Buchhaltern und Controllern. Ich finde die Idee Regionen zu verbinden gut und sehe den doppelten Nutzen