Wissen Sie, wie man Pilze züchtet? Man belässt sie im Dunkeln und füttert sie mit Mist.
So etwa gehen die Politik, die Standesorganisationen und weitere intime Kreise mit den Ärzten um. Man hat es verpasst, den Tarmed durch einen Tarif zu ersetzen, der eine tragfähige und langjährige Basis gewesen wäre.
Vor, während und nach der Einführung des Tardoc haben wir Arztpraxen, die wir langjährig begleiten, gebeten, uns die Resultate der Abrechnung zu übermitteln.
Ziel war es die Auswirkungen des neuen Tarifs zeitnah zu ermitteln, um gegebenenfalls korrigierend auf der Kostenseite eingreifen zu können.
Zu unserem sehr grossen Erstaunen waren die Resultate bei kontrollierter, korrekter Abrechnung wesentlich besser, und unsere Ärzte freuten sich über diese Entwicklung riesig. Ein echtes Freudenfeuer.
Wie nun die „Feuerwehrübung“ aus Bern zeigt, will man das „Feuer“ mittels Zeitlimitierung löschen.
Wenn eine Bank einen neuen Aktienfonds auf den Markt bringen will, macht sie ein sogenanntes Back-Testing.
Sie überprüft dabei, wie sich das neue Produkt in den vergangenen Perioden entwickelt hätte, und hat einen guten Anhaltspunkt für die mögliche Entwicklung in der Zukunft.
Arzttarife sind aber konstant, nicht volatil, und praktisch von keinen exogenen Einflüssen abhängig.
Man muss davon ausgehen, dass beim Tardoc entweder kein Back-Testing stattgefunden hat oder dass dieses handwerklich so schlecht war, dass die eben erwähnten Mehrkosten nun auftreten.
Die Konsequenzen der möglichen Leistungsbegrenzung:
– Den Patienten wird durch Entzug ärztlicher Leistung eine verdeckte Capitation aufgezwungen, verbunden mit erschwertem Zugang zum Arzt, langen Wartezeiten etc.
Anschauungsmaterial? In gewissen Nachbarländern reichlich vorhanden.
– Die Zeitbeschränkung hat aber weit fatalere Folgen: Die hochfrequenten, kostengünstigen Ärzte werden ihre Praxen schliessen, da der Ertrag die Kosten nicht mehr decken kann.
Die Versorgung wird zeitnah und leider irreparabel zusammenbrechen.
Der Bundesrat soll diese Übung sofort abrechen und damit den (einzigen) Leistungserbringern im Gesundheitswesen wieder eine planbare, sorgenfreie Zukunft ermöglichen.
Die Ärzte sollten eine Urabstimmung durchführen und allenfalls den Tardoc kollektiv verlassen.
Die Ärzte sollten einen arzt- und patientenzentrierten Tarif selbst erarbeiten, um eine qualitativ hochstehende Versorgung zu erreichen.
Wir leisten uns eine moderne Armee, wir können uns auch eine Armee von guten Ärzten leisten.
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Eine Deckelung für alle wäre das Richtige.
Mein Vorschlag:
130’000.– p.a., brutto, 100 % Pensum, inkl. allen Boni und anderen Abzocker-Möglichkeiten.
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Super, Du Schlaumeier. Wer bezahlt dann:
Medizingeräte
Personal
IT
Reinigung
Löhne der MPA
Praxisleistungen wie steriles Besteck
Laborgeräte
Strom und Heizung
usw?
Weisst Du was? Ich würde Dich als Patient ablehnen, da ich heute am 30. Juli schon über Deiner Gehaltsgrenze bin. Und gratis arbeite auch ich nicht. Geh zum Augenarzt mit Deinem Bänderriss, der hat sein Kontingent von 130k noch nicht ausgeschöpft.
Biräweich, Dein Vorschlag.
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Und davon noch 2 MPA und die Praxis bezahlen?
Ich frag ja nur, könnte sein, dass einer von uns keine Ahnung hat.
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Nein, mein Vorschlag ist gut.
Ihr habt nur von BWL keine Ahnung.
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@ Carlito und Lansky
Ihr habt das klassische Handwerker-Problem, dass euch das Verständnis fürs Geschäft, und die Trennung von Geschäft und Privat fehlt.
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Als erfolgloser Berater muss es für Dich recht hart sein wenn Du zusehen must wie echte Leistungserbringer für wirkliches können auch gerecht bezahlt werden. Im nächsten Leben kriegst Du vielleicht diese Chance auch. Good luck.
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@ Cicero
Happy wife – Happy life
Zipfel verdorrt?
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Für alle? Also würden alle (Du, der Arzt, seine MTA, der Erntehelfer, die vom Bau, jeder Regierungsrat, die vom Büro, die im öffentlichen Dienst tätigen, die von der SBB, die in der Gastronomie etc usw) gleichwenig, weil chf 130 brutto = chf 115 netto vor Steuern = chf 90 nach Steuern, verdienen? Das wäre dann für die einen möglicherweise hart an der Armutsgrenze aber mit Bestimmtheit grosse Sozialistenkacke.
Das alles hatten wir doch schon mal und das Experiment ist grandios gescheitert! Mal sollte doch aus der Geschichte lernen und gemachte Fehler nicht wiederholen.
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@ Wadenbeisser
Danke für den Hinweis.
Ich habe natürlich für alle im Gesundheits-Wesen gemeint.
„…Das alles hatten wir doch schon mal und das Experiment ist grandios gescheitert!…“
In einer Plan-Wirtschaft hatten wir das. Aber nicht in einer einer geregelten Markt-Wirtschaft wie der unseren.
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Wenn das ernst gemeint ist, würde mich interessieren, wie man unter diesen Bedingungen genügend Ärztinnen und Ärzte für eine derart langjährige Ausbildung und eine hochverantwortliche Tätigkeit gewinnen möchte. Die Folge wäre absehbar: Noch mehr Fachkräftemangel und eine Abwanderung qualifizierter Ärztinnen und Ärzte in den Privatsektor. Davon hätten am Ende vor allem die Patientinnen und Patienten Nachteile.
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Kost und Logis sollte reichen.
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Konnte man von den Politiker was anderes erwarten! Statt günstiger wird es nur teurer. Das ganze KK-System ist nicht nur krank, sondern todkrank! Und der wohlstandsverblödete CH schaut weiter zu und zahlt. Mir reicht es schon lange, darum nur noch weg von hier…
Von wegen das beste Gesundheitssystem der Welt??!!
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Staatliche Eingriffe sind immer der überbordende nicht mehr kontrollierbare Anfang vom Ende der Verwerfungen.
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Das Gesundheits-Wesen ist zu einem Selbst-Bereicherung-Apparat der darin tätigen verkommen.
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Mittlerweile verlassen viele ausgebildete Mediziner ihren Beruf. Nicht wegen langen Arbeitszeiten. Nicht wegen Stress.
Sondern wegen mangelnder Aussichten auf ein angemessenes Einkommen. Nun, da fragt man sich, was denn angemessen ist. Die Ärzte nehmen wohl andere Studienrichtungen zur Hilfe: Juristen (4 Jahre Studium), Ökonomen (4 Jahre), …
Was verdienen da die guten Leute?
Und nun fragen wir uns, weshalb wir immer weniger Ärzte haben? Wirklich?
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Guter Punkt, schlecht verpackt. Zu viele Bilder, zu wenig klare Linie – das Fazit kommt erst in der letzten Zeile an.
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Das Gesundheitssystem hat einen Moloch nicht mehr kobtrollierbarer Profiteure geschaffen. An einzelnen Stellschrauben drehen bringt gar nichts.
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Der Autor vergisst, dass Ärzte absolut skrupellos darin sind, durch „Um- und Fehlcodierungen“ ihr Einkommen zu optimieren.
Ärzte sind auch bereit, aus Geldgier unnötige Operationen durchzuführen – also schwere Körperverletzungen durchzuführen, um sich selber besser zu stellen.
Was es braucht: Schlicht die Verfolgung, Anklage und Aburteilung von fehlbaren Ärzten.
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Das Schöne bei Ärzten ist, Leute wie Sie werden auch gepflegt. Auch um 3Uhr früh, hoch betrunken, unter Drogen Einfluss. Nach selbstverschuldeten Unfãllen. Auch wenn Sie aus egostischen Motiven andere Menschen zu Schaden geführt haben. Auch dann werden sie sich um Sie kümmern – nicht besser, nicht schlechter als jeden anderen auch. Auch nach hässlichen, verbitterten Kommentaren. Werte Gottliebende.
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Sie sollten sich wieder beim Empfang in der Klinik zurückmelden.
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Selbst Schuld wer anstatt Banker Arzt wird und darum nicht Porsche fahren kann.
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Den Verdienstdeckel brauchen Bund-, Staats- und andere Angestellte des Öffentlichen Bereiches.
Es wird schließlich kein Geld erwirtschaftet sondern nur verwaltet.
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„…Wir leisten uns eine moderne Armee, wir können uns auch eine Armee von guten Ärzten leisten…“
Das Geld wird für Müll verbraten.
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Wieso sollen Ärzte, die nota bene nicht im freien Markt arbeiten, so massiv verdienen?
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Vielleicht weil sie eine lange Ausbildung haben, nicht wie Sie 8 to 5 arbeiten und Ihr Wehwehli selbst um 3 Uhr nachts notfallmäsdig ansehen?
Selbständige Anwälte und Banker mit Lehre verdienen nicht unbedingt weniger…
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die öffentliche Affäre aus Washington DC dazu?
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Caroline hatte geantwortet, dass sie mit ihren Eltern in Maryland Golf spielen würde. Könnte sie sich auf dem Rückweg verfahren haben? Was die anderen Strategen betrifft: Funkstille.
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Es ist bestürzend zu sehen, wie sich diese Ärzte – getrieben von einer solchen Notlage – an die Spitze eines neuen Klassenkampfes stellen. Muss überhaupt erst darauf hingewiesen werden, dass medizinische Ethik und Berufsstandards die humanitäre Dimension der Medizin betonen und jede Form der Kommerzialisierung ablehnen? Ein Arzt sollte seinen Beruf nicht als gewinnorientiertes „Geschäft“ ausüben! Doch das Profil der Beratungsfirma des Autors ist aufschlussreich: Es hebt die „umfassende Erfahrung in der Finanz- und Strategieberatung für die Ärzteschaft“ hervor.
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Ich glaube, hier werden zwei Dinge vermischt. Niemand bestreitet, dass ärztliches Handeln in erster Linie der Patientin oder dem Patienten dienen muss. Das ist die Grundlage des Arztberufes und wird es auch bleiben.
Damit eine qualitativ hochstehende Medizin langfristig möglich bleibt, muss sie jedoch auch wirtschaftlich tragfähig sein. Wirtschaftlichkeit ist deshalb nicht das Gegenteil von Ethik, sondern eine Voraussetzung dafür, dass der Arztberuf überhaupt ausgeübt werden kann.
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Gibt es weitere Fälle „unangemessener“ Vergütung? Im öffentlichen Sektor sorgt die Bezahlung bestimmter Chefärzte für Diskussionen – und das in einer Zeit, in der die Krankenkassenprämien weiter steigen und viele öffentliche Spitäler mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Eine Untersuchung zeigt, dass einige von ihnen ein Jahresgehalt von annähernd einer Million Franken beziehen. Die höchsten Einkommen erzielen Chefärzte an Universitäts- und Kantonsspitälern in Zürich.
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Wie sieht es mit den CEO der Krankenkassen aus? Die echten Leistungerbringer sind die Ärztinnen und Ärzte und nicht die Manager!!
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Sie vergleichen das Gesundheitswesen mit einer bloßen Ware? Dann haben Sie jegliches Mitgefühl verloren.
Natürlich machen sich auch Versicherer Fehlverhalten zuschulden kommen – das schließt sich nicht aus. Aber um Himmels willen, trennen Sie Medizin von Finanzen!
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1.2 Ein Arzt ist ein Erbringer intellektueller und medizinischer Dienstleistungen, dessen Tätigkeit auf einem zivilrechtlichen, unabhängigen Verhältnis beruht – basierend auf einem Mandat und nicht auf der Verpflichtung, dem Patienten ein bestimmtes Ergebnis zu garantieren. Sie ist zudem nicht kommerziell im Sinne eines auf rein wirtschaftliche Gewinnmaximierung ausgerichteten Dienstleistungsvertrags (bei dem die Vergütung, wie etwa im Versicherungswesen, an ein bestimmtes Resultat geknüpft ist).
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2.2 Ärzte dürfen den Rahmen ihrer ärztlichen Tätigkeit – Ethik und berufliches Verhalten – nicht mit einer auf Kommerzialisierung ausgerichteten Disziplin vermengen. Doch genau an diesem Punkt befinden wir uns heute: bei der Kommerzialisierung des Lebens an sich.Wenn du um jeden Preis auf Profit aus bist, musst du in die USA gehen, um dort zu praktizieren – angesichts der Tatsache, dass das dortige System für die Mehrheit der weniger Privilegierten nachteilig ist.
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Ein Arzt mit eigener Praxis trägt Verantwortung für Menschenleben, investiert viele Jahre in seine Ausbildung und schafft Arbeitsplätze. Dass ausgerechnet ärztliche Einkommen gedeckelt werden sollen, während im Finanzsektor Spitzenlöhne und Millionenboni selbstverständlich sind, ist schwer nachvollziehbar.
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Wie oft muss ich eigentlich als Prämienzahler für die gleiche Sache bezahlen? Zuerst den Arzt (Rezept ja auch nicht gratis), dann die Apotheke, die mir bei jedem Medi noch zusätzliche Kosten verrechnet. Dem Prämienzahler wird dauernd gepredigt, dass man nicht wegen jeder Lapalie zum Arzt rennen soll. Aber bei so versteckten Kosten reklamiert niemand oder merkt es nicht einmal. Und dann kommt eine Esther Friedli daher und will sogar noch die Franchise auf Fr. 400 erhöhen.