Am 27. September geht es beim Kunsthaus Zürich um viel Geld. Die Stadtzürcher entscheiden, ob künftig jedes Jahr 7,3 Millionen Franken zusätzlich aus der Stadtkasse ans Kunsthaus fliessen sollen.
Heute sind es rund 18,5 Millionen Franken jährlich, künftig wären es somit über 25 Millionen.
Jahr für Jahr.
Das Kunsthaus sagt: Der Erweiterungsbau – von Stararchitekt Chipperfield gebaut – hat den Betrieb verteuert.
Personal, Energie, Sicherheit und Unterhalt kosten mehr. Der Businessplan von 2011 habe den tatsächlichen Aufwand unterschätzt.
Den Löwenanteil machen die Löhne aus. Ausgerechnet bei diesen wird es interessant.
Das Kunsthaus nennt heute unter anderem verbesserte Arbeitsbedingungen und die Lohnentwicklung als Gründe für höhere Kosten.
Seit wann der also sieht der Gesamtarbeitsvertrag, kurz GAV, eine entsprechende Lohnentwicklung vor?
Die erste Antwort war eindeutig:
„Einen automatischen jährlichen Lohnausgleich von 1 Prozent sieht der GAV nicht vor und ein solcher bestand auch in der Vergangenheit nicht.“
Auf die konkrete Frage, ob diese Regel bereits bei der Erstellung des Businessplans 2011 galt, antwortete das Kunsthaus:
„Nein. Einen automatischen jährlichen Lohnausgleich von 1 Prozent gab es auch 2011 nicht.“
Deutlicher geht kaum. Dann aber meldete sich das Kunsthaus erneut.
„Aufgrund einer Ferienabwesenheit hat sich in unsere Antworten ein Fehler eingeschlichen.“ Es folgte die korrigierte Version.
Der GAV sehe eine individuelle Lohnentwicklung innerhalb der Lohnbänder aufgrund von Erfahrung und Leistung vor. Diese betrage durchschnittlich 1 Prozent jährlich.
Der GAV sei bereits 2007 überarbeitet worden und habe diese Regel schon damals enthalten.
Allerdings nicht automatisch. Die effektiven Anpassungen hängen laut Kunsthaus von den verfügbaren Mitteln ab und werden jährlich nach Konsultation des Sozialpartners und Genehmigung des Budgets festgelegt.
Doch auf die entscheidende Frage, ob diese Regel bereits 2011 galt, lautet die korrigierte Antwort nun: „Im oben präzisierten Sinn ja, ohne Automatismus.“
Damit wird aus dem ursprünglichen Nein ein Ja – versehen mit der Einschränkung, dass die Lohnerhöhung nicht garantiert war.
Im Businessplan allerdings fehlte sie: „Es wurden im Businessplan 2011 keine prozentualen Lohnsteigerungen berücksichtigt.“
Dabei sass die Zürcher Kunstgesellschaft selbst mit am Tisch. Vorstand und damalige Geschäftsleitung erarbeiteten den Businessplan mit externer fachlicher Unterstützung.
Einfach gesagt: Die 1-Prozent-Regel war 2011 längst da. Im Businessplan wurden dennoch keine prozentualen Lohnsteigerungen berücksichtigt.
Die zusätzlichen 7,3 Millionen haben noch andere Gründe: 4 Millionen sind für den Betrieb, 3,3 Millionen für die Gebäude vorgesehen.
Doch vor der Abstimmung über Steuergeld stellt sich die Frage: Wie realistisch wurde damals gerechnet?
Zusätzliche Transparenz gibt es nicht. Den GAV selbst veröffentlicht das Kunsthaus nicht. Die Arbeitnehmervertretung habe sich dagegen ausgesprochen.
Ausgerechnet jenes Dokument, um dessen 1-Prozent-Regel sich die widersprüchlichen Antworten drehen, bleibt damit für die Öffentlichkeit nicht einsehbar.
Wenn die Regel schon 2011 bestand und die eigene Geschäftsleitung am Businessplan beteiligt war: Warum wurden keine prozentualen Lohnsteigerungen eingerechnet?
Am 27. September stimmen die Zürcher nicht über 1 Prozent ab, sondern über zusätzliche 7,3 Millionen Franken. Jedes Jahr.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das war im Fall nicht ich, sondern meine Frau.
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Die Stadt braucht kein Kunsthaus. Man könnte das Gebäude abreissen und ein Parkhaus darauf stellen.
Oder das Gebäude den ukrainischen Wirtschaftsflüchtlingen zur Verfügung stellen.
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Hä, was isch das für e Brichtli. Chome nöd druus, was dä Schriberlig meint.
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Es gibt Besseres als das Zürcher Kunsthaus. Es hätte auch bessere Architekten gegeben. Und es gäbe bessere Rechner für die Budgetierung.
Nehmt ihnen die Kohle weg.
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Das Kunsthaus ist ein Augiasstall ohnegleichen. Protzbau, null Renommee, aber mit abgehobenem, schnodderigem und fachlich unterdurchschnittlichem Personal vom Ticketverkauf bis zur Direktion. Hoffentlich gewährt der Zürcher Steuerzahler keinen weiteren Franken.
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Wie sieht wohl ein Gesamtarbeitsvertrag gav aus wenn die Arbeitnehmer-Vertreter keine Veröffentlichung wollen. 🤔 Vermutlich richtig goldig und normale Arbeiter können nur davon träumen. Mein nein ist sicher!!
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Rechnen ist eine Kunst.
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Keine Transparenz, kein Geld!
Ganz einfach.
Es gibt keinen Grund irgendetwas zu subventionieren. Schon gar nicht elitäre Einrichtungen für die kaum Bedarf besteht.
Subventionen verzerren Märkte und verhindern Fortschritt. Der Staat soll sich auf Grundlegendes konzentieren. Unterhaltung gehört nicht dazu.
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Ein grosser Kostenpunkt ist die Sicherheit in einem Kunsthaus. Es kommt der Zeitpunkt, wo ein Kunsthaus diese hohen Kosten kaum mehr stemmen kann.
Schade für diese leider unheilvolle Entwicklung.
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Den Grossteil der ausgestellten Schinken würde ich mir nicht an die Wand hängen. Ja, vielleicht im WC.
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Ich sehe immer wieder drei gelangweilte untätige Mitarbeiter an der Kasse im „Moser-Bau“, die ihr Handy betrachten. Ist der Rest des Betriebs auch so ineffizient?
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Automatische Lohnanpassung finanziert vom Steuerzahler.
Genau mein Humor.
In der Privatwirtschaft muss man gewisse Ziele erreichen, wenn man mehr Geld will, im verblödeten ZH reicht vermutlich eine Abstimmung
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Zürich stinkt der Kopf zuerst. Zuerst war vor 20 Jahren. Heute ist es schlimmer.
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Zuerst werden die gestohlenen Bilder des Sammlers Knecht in einem verschlossenen Mitarbeiterschrank gefunden.
Monate nach dessen Tod wird seine prominente Witwe am Eingang zur Generalversammlung vom Head of Member Services, Dariush Ghobad, nach ihrem Mitgliedsausweis gefragt.
Dann schickt das Kunsthaus eine völlig falsche Antwort an IP.
Nun sollen diese Fachkräfte mehr Lohn bekommen?
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Besten Dank für diesen Artikel.
Die zusätzlichen CHF 7,3 Mio sind eine Frechheit.
Ich bin 0,0 bereit dafür zu zahlen.
Kein privater Haushalt würde so verschwenderisch planen und Geld verschwenden können wie die Stadtregierung Zürich mit ihren Institutionen.
Diese häufig um Millionen daneben liegenden Budgets in unserer Stadt, die vielen Überteuerungen können wir uns nicht leisten. Der Weitblick fehlt völlig.
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2 Eingänge brauchen sehr viel mehr Pesonal! Simpel und voraussehbar!
Weltweit gibt es zahllose Top-Museen, die sich über Spenden refinanzieren.
Das ist auch in Zürich möglich.
Allein Hildebrand als Präsident müsste in einer solchen Position pro Jahr in den USA sicher mehr gut 5 Millionen Spenden persönlich einwerben oder selber zahlen.
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Jeder Kantons- und Gemeindeangestellte und Organisationen die sich am Kanton orientieren, erhalten jedes Jahr eine Lohnerhöhung in Form des sogenannten Stufenanstiegs. Diesen erhält jeder ungefragt der Leistung, sie haben Anspruch darauf. Zudem gibt es auch im 2027 einen Teuerungsausgleich von 0.5%. Da können private Unternehmen nicht mithalten.
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Darum studieren heute viele junge Leute und gehen danach beim Staat arbeiten. Stressfrei bis zur sicheren Pension. Soll sich noch jemand über die hohe Staatsquote der Schweiz beschweren. Aber dies wird dann in die Schuhe der Babyboomer geschoben.
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Wahnsinn.
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Interessante Aussage im Artikel: „Vergolden Personal schon seit Jahrzehnten, begründen aber neue Mio-Subventionen mit steigenden Personalkosten..“
Mit anderen Worten, das Kunstmuseum hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass ständig die Personalkosten steigen. Nicht die Kunst ist das wichtigste sondern, dass das Personal grosszügig und feudal abgesichert ist zum Wohle der Lebens-Kunst. Wie es scheint, herrschen Barocke-Verhältnisse im Tempel der Kunst zu Zürich.
Gunther Kropp, Basel
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Oeffentlichkeitsprinzip einfordern, alles muss auf den Tisch, und dann den Mist an der Urne abweisen.
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Eines der Probleme am Kunsthaus ist doch die Stadt Zürich selbst. Die fantastische Bührle Collection von Weltruf wird regelrecht verhundzt. Das Kunsthaus muss möglichst unabhängig von der linken, woken Stadt Zürich sein und entsprechende Ausstellungen organisieren. Die Beyeler Foundation zeigt eindrucksvoll wie es geht. Ich jedenfalls habe meinen Mitgliederausweis vom Kunsthaus Zürich mit Beyeler ausgetauscht. Sehr erfrischend !