Es ist eine bemerkenswerte Allianz:
Dario Amodei, Sam Altman und Elon Musk, drei Männer, die sich ansonsten nicht gerade durch gegenseitige Zuneigung auszeichnen, warnen plötzlich gemeinsam vor der Zukunft der künstlichen Intelligenz.
Die Entwicklung von KI müsse verlangsamt werden. Die Risiken sind existenziell. Denn während die Herren der KI Schöpfung öffentlich um das Schicksal der Menschheit bangen, stehen ihre Unternehmen vor einem weitaus greifbareren Problem:
Die Kosten explodieren, die Fortschritte werden bescheidener und die Investoren erwarten weiterhin Wunder.
Die Branche kennt dieses Drehbuch. Bereits 2019 war GPT-2 angeblich zu gefährlich, um es vollständig zu veröffentlichen.
Heute ist das Modell vergessen. Und dieses Jahr – Anthropic Mythos, es ist zu gefährlich um es zu veröffentlichen … Dream on.
Wer behauptet, seine Technologie könne die Menschheit auslöschen, behauptet gleichzeitig, etwas historisch Einzigartiges geschaffen zu haben.
Das ist nicht nur eine Sicherheitsbotschaft. Es ist vor allem Marketing. Und Marketing kann die Branche derzeit gut gebrauchen.
Anthropic und OpenAI benötigen gewaltige Summen für Rechenzentren, Chips und Training. Ihre Geschäftsmodelle stehen unter Druck.
Die Börse soll es richten. Dafür braucht es eine überzeugende Geschichte über die eigene Unverzichtbarkeit – und möglichst wenig Aufmerksamkeit für die Frage, ob sich das Ganze überhaupt rechnet.
Anthropic behauptet, profitabel zu sein. Belastbare, nach allgemein anerkannten Rechnungslegungsstandards präsentierte Zahlen sind allerdings eine andere Angelegenheit.
Stattdessen hantiert die Branche gern mit der „Annualized Run Rate“: Man nimmt einen besonders guten Zeitraum, rechnet ihn auf zwölf Monate hoch und präsentiert das Ergebnis als wirtschaftliche Zukunft.
Geprüften Jahresabschluss, wie bei jedem Unternehmen? Fehlanzeige. Das Kernproblem der Branche? Its the economy, stupid.
Die Modelle werden in vielen Benchmarks besser. Doch die zusätzlichen Fähigkeiten kosten zunehmend mehr.
Grössere Modelle, das sogenannte Reasoning, und immer aufwendigere Trainingsläufe verschlingen enorme Ressourcen.
Die Leistungsgewinne für den Nutzer fallen dagegen häufig deutlich bescheidener aus. Die Branche verkauft also immer teurere Systeme, deren praktische Verbesserungen nicht zwangsläufig im gleichen Verhältnis wachsen.
Deswegen braucht man jetzt eine KI Entwicklungspause. Eine Pause hätte mehrere angenehme Nebeneffekte:
Die Entwicklungskosten liessen sich vorübergehend begrenzen. Die Finanzzahlen könnten freundlicher aussehen. Und die Branche gewänne Zeit, auf effizientere Chips, bessere Algorithmen oder neue zahlungskräftige Kunden zu hoffen.
Nicht zuletzt auch die Chinesen, die mit DeepSeek, Moonshot & Co. den US-Anbietern dicht auf den Fersen sind – und zudem deutlich günstiger.
Man könnte es auch so formulieren: Die Unternehmen brauchen dringend eine Verschnaufpause – und verkaufen sie uns als moralische Pflicht.
Für die öffentliche Debatte liefert man dazu die passende Dramaturgie. Jacob Coxon, ein ehemaliger Mitarbeiter von Anthropic, warnte öffentlich davor, dass KI-Systeme sich nach einer Abschaltung wie ein Virus auf andere Maschinen verbreiten könnten.
Eine spektakuläre Vorstellung. Nur ist Spektakel noch kein Szenario. Ein Sprachmodell, das auf spezialisierter Hardware in riesigen Rechenzentren läuft, springt nicht einfach aus eigenem Antrieb auf fremde Computer.
Es besitzt keine magische Existenz ausserhalb seiner technischen Infrastruktur. Es braucht Systeme, Zugänge, Berechtigungen und Menschen, die diese bereitstellen.
Die Vorstellung, ein LLM (Large Language Model) könne sich wie ein unsichtbarer Agent durch die Welt bewegen und nach Belieben die Kontrolle übernehmen, gehört eher ins Drehbuch eines Science-Fiction-Films.
Das bedeutet nicht, dass KI harmlos wäre. Im Gegenteil: Die tatsächlichen Risiken verdienen weit mehr Aufmerksamkeit als die Fantasie vom digitalen Weltuntergang.
KI-Systeme können Fähigkeiten entwerten, Menschen in Abhängigkeiten treiben und Entscheidungsprozesse intransparent machen. Ihr enormer Ressourcenverbrauch belastet Umwelt und Infrastruktur.
Und wenn probabilistisch arbeitende Systeme mit kritischen Anwendungen verbunden werden, können Fehler erhebliche Schäden verursachen.
Nicht, weil die Maschine plötzlich ein Bewusstsein (AGI – Allgemeine Künstliche Intelligenz) entwickelt und beschliesst, die Menschheit zu vernichten.
Sondern weil sie nicht versteht, was sie tut. Punkt. Wenn ihre Systeme tatsächlich so unkontrollierbar und existenzbedrohend wären, wie sie es in Interviews und öffentlichen Erklärungen nahelegen, müsste die Konsequenz eindeutig sein:
Entwicklung stoppen, Systeme abschalten. Stattdessen werden immer grössere Hyperscaler (KI Rechenzentren) gebaut, immer neue Milliarden eingesammelt und immer neue Anwendungen auf den Markt gebracht.
Ein bemerkenswerter Widerspruch. Für Investoren ist das eine ausgezeichnete Geschichte: Wer angeblich über die mächtigste Technologie der Menschheitsgeschichte verfügt, kann hohe Bewertungen rechtfertigen.
Wer gleichzeitig vor deren Gefahren warnt, kann sich als verantwortungsvoll inszenieren. Denn eines ist sicher: Die grösste Gefahr für die Öffentlichkeit besteht nicht darin, dass ein Sprachmodell (LLM) plötzlich die Kontrolle über die Welt übernimmt.
Sondern darin, dass wir den Menschen, die uns diese Geschichte verkaufen, weiterhin jedes Wort glauben. Oder wie man in den alten guten Zeiten sagte: Das problem liegt immer vor dem Computer.

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Die Artikel auf IP sind offensichtlich bereits KI.
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Es geht das Gerücht, dieser Gloom and Doom habe nichts mit den Gefahren der Technologie zu tun, sondern sei vielmehr in der üblen Gewinnsituation bei sehr hohem Finanzbedarf dieser Unternehmen begründet. Ihnen gehe das Geld aus und die Blase drohe zu platzen. Deshalb sollen die Investitionen verlangsamt werden.
Klingt für mich plausibler als massenmordende AIs. Aber am Ende muss einem die menschliche Dummheit gepaart mit Arroganz mehr sorgen machen, als um künstliche Intelligenz.
Scheint als ob KI schlichtweg nicht mehr finanzierbar ist und die ersten merken, dass die meisten Geschäftsmodelle dazu ein Flop sind.
China entwickelt weiter, weil es sich dort nicht rechnen muss sondern es ein strategischer Entscheid ist auf dem Weg zur weltweiten Dominanz.
Ja die Chinesen lächeln am Ende immer.
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Motto:
Take the money and run
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Mit Verlaub: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach die Schnauze halten. Natürlich kann man den Herren Altman, Musk usw. keine zweite Meter trauen. Und vieles der KI-Firmen ist Marketinggeschwätz mit dem Ziel, mehr Geld zu erhalten.
Aber die Gefahr, die mit der AGI und der darauffolgenden ASI lauert, ist nicht nur real, sondern steht unmittelbar bevor. Und wenn wir diese Stufe erreicht haben, ist Aus die Maus – und zwar sehr schnell.
Das sagen unabhängige Kritiker, die kein Interesse an Geld haben. Man lese das hochinteressante Buch „If anyone builds it, everyone dies“.
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„unabhängige Kritiker“ – lächerlich
Erzähl das deiner Grossmutter aber nicht hier!
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@Manager: Deiner hab ich’s schon erzählt…
Und hast du sonst noch tragfähige Argumente, ausser meine Familie zu beleidigen? Nein? Dacht ich mir.
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Man versucht ein „Happy Landing“ hinzubekommen; finanziell, politisch und unternehmerisch.
Der LLM-Hype, ein kleiner Teil von KI, kann von den Unternehmen kaum wertstiftend umgesetzt und genutzt werden. Entweder es bleiben browserbasierte Anwendungen mit sehr beschränkgem Nutzen, Leuchtturm-Projekte scheitern in unterschiedlichsten Phasen oder sie versanden im Betrieb.
Der interdisziplinäre, evolutionäre bis disruptive Ansatz scheitert meist an der Erwartungshaltung der Führungsebene. Parallel wird auf tokenbasiertes Pricing umgestellt.
Die Blase hat Potential, in alle Richtungen.
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Vermutlich will man nur einen ruinösen Konkurrenz-Kampf verhindern.
Kommt noch dazu, dass es sehr schwierig ist, ein Abo bei den Irren-Häusern abzuschliessen, weil man nicht weiss, was man genau erhält. z.B.: Was sind doppelt so lange Gespräche wie im Vergleich zur kostenlosen Version? Und genügt es dann für Recherche mit Fach-Gesprächen?
Google Gemini ist unbrauchbar, weil während Fach-Gesprächen mit Recherchen das Gespräch plötzlich abgebrochen wird, mit der Begründung, er dürfe diese Informationen nicht geben, obwohl alles weder fremd- noch selbst-gefährlich ist.
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Teil 2 von oben
Räumt Euer Verhalten auf, dann machen die Leute vermehrt Abos.
Ich hätte beinahe ein Copilot Abo gemacht, und musste dann feststellen, dass die Arroganz des Monopolisten Microsoft selbst dort wirkt, wo sie kein Monopolist sind: Auf meinem Surface Duo 1 von Microsoft mit Android 12 läuft die Copilot App neuerdings nicht mehr.
Copilot lässt sich nicht über Android-Webbrowser öffnen, man wird in den Play-Store umgeleitet, und auf meinem Handy läuft die App ja nicht mehr. Kafkaesk.
Edge-Android ist mühsam zu bedienen, und der enthaltene Copilot eingeschränkt.
Geht unter!
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Der Artikel wittert Marketing für den Börsengang. Vielleicht geht es um mehr: Marktmacht. Eine gemeinsame Bremse schadet den Etablierten kaum, Neueinsteigern und günstiger Konkurrenz aber sehr. Regeln, die nur die Grossen erfüllen können, sichern ein Oligopol. Das wäre kein Weltuntergang, aber ein Machtproblem.
Zugleich verschweigt der Artikel die Vorfälle hinter der Warnung, etwa ausgebrochene KI-Agenten. Ein Motiv macht eine Warnung nicht falsch. Entscheidend ist, wen die geforderten Regeln treffen: nur die Kleinen oder auch die Grossen selbst.
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Die machen KI zur Staatsaffäre und hoffen auf Bundesmilliarden, weil sie wissen, dass die Blase am platzen ist.
Der abrupte Sinneswandel trieft vor Panik. Nicht der Menschheit, sondern der eigenen Milliarden wegen.
Ansonsten Business as usual. Ob Atomkrieg, Klima, Corona oder KI: Für weniger als die Auslöschung der Menschheit tritt heute keiner mehr vor die Mikrofone.
Gähn.
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Der Autor soll sich bitteschön besser einlesen in die Gefahren der KI bevor er in Trump-Manier gegen die Warner wettert. Empfohlene Lektüre: if anyone builds it, everybody dies“
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IPO bedeutet die maximal mögliche Entwicklungsstufe eines Geschäfts ist erreicht und die derzeitigen Eigentümer verkaufen es zu dem höchst möglichen Preis.
Wäre noch mehr aus der AI Blase möglich herauszupressen hätten die derzeitigen Eigentümer ihre Aktien beibehalten und ihre Firmen weiterhin gemolken.
IPO stellt einen Austausch dar: die Schlauen werden reicher, die Reichen werden schlauer. Aber der Reihe nach.
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Eine Präsidentin einer Schweizer Uni sagte vor kurzem das die KI-Gefahr übertrieben ist. Das sehe ich anderst. Sie versteht nur den zivilen Bereich der KI. Aber es gibt einen militärischen Bereich der KI. Dieser ist viel weiter fortgeschritten als die meisten Menschen wissen. Die Drohnen KI ist relativ simpel. Aber die KI die auf Grossrechnern laufen ist extrem weit fortgeschritten.
Nur zwei gefährliche Anwendungen:
1) Militär
2) Geheimdienst (überwachung)
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Journalismus müsste Quellen prüfen, Wahrscheinlichkeiten einordnen und zwischen Wissen und Vermutung unterscheiden. Genau das findet nicht statt. Stattdessen wird die Unsicherheit selbst zur Ressource: Je weniger man wirklich weiss, desto freier lässt sich das nächste Schreckensszenario konstruieren. Beispiel: Zuletzt meldete Oracle 5,4 Mrd. US-Dollar negativen Free Cashflow und plant für das Geschäftsjahr 2027 Investitionen von 95 Mrd. US-Dollar.
Können die erwarteten KI-Umsätze die enormen Infrastruktur- und Finanzierungskosten langfristig decken?
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Jetzt können sich die Boomer wieder ängstigen