Heute hat das politische Bern wieder zugeschlagen. Die neuen Krankenkassen-Prämien liegen auf dem Tisch.
Das Verdikt stand bereits fest, noch bevor die Tinte trocken ist: Der Versicherte zahlt drauf. Für 2027 sinds im Schnitt 5 Prozent mehr.
Letztes Jahr um die gleiche Zeit verkündete die Gesundheitsministerin einen Anstieg um 4,4 Prozent, ein Jahr davor waren’s 6 Prozent.
Innert drei Jahren beträgt das Plus über 15 Prozent – schmerzhaft, ungebremst, absehbar.
Fast zeitgleich zieht das Parlament eine Reanimations-Komödie ab, die sprachlos macht: die kostspielige Wiederbelebung eines Bundes-Zombies.
Das krachend gescheiterte elektronische Patientendossier heisst neu „Gesundheitsdossier“ (E-GD). Neue Verpackung, die Wundertüte bleibt.
Einige hundert Millionen Franken an Prämien- und Steuergeldern wurden im bisherigen Wirrwarr der Stammgemeinschaften verbrannt. Niemand will die genaue Summe wissen.
Sonst müsste noch Rechenschaft abgelegt werden. Jetzt wird die nächste Millionenspritze aufgezogen, und die Berater-Karawane rollt wieder an.
Der Anschlusszwang verschont niemanden: Spitäler und Pflegeheime müssen teuer aufrüsten. Für jede Arztpraxis schlägt die IT-Anbindung über fünf Jahre mit geschätzten 60’000 Franken zu Buche.
Für den zentralen Betrieb der Version 2.0 rechnet der Bund mit 50 bis 60 Millionen Franken jährlich.
Im Parlament wird das Debakel dennoch als digitale Heilslehre verkauft. Man rechnet vor, dass Doppelspurigkeiten angeblich Milliarden verschlingen – und gaukelt vor, das Dossier bringe die grosse Erlösung.
Reine Voodoo-Ökonomie: Statt eines echten, digitalen Datenraums schafft Bundesbern am Ende schlicht ein teures Sammelbecken für Dokumentenkopien.
Selbst die federführende Nationalratskommission geht vorsorglich in Deckung: Man dürfe nicht erwarten, dass nun alles mit dem Zauberstab digitalisiert werde.
Heisst: Einen massiven Aufwand haben Spitäler und Praxen auszubaden. Die Folgekosten? Vollkommen offen. Nach oben gibt es wie immer keine Grenze.
SVP-Nationalrat Andreas Glarner brachte es im Rat auf den Punkt: Das Gesetz ist ein weiterer „staatlicher Blindflug“ in Milliardenhöhe.
Das E-GD ist kein Einzelfall, sondern Symptom: Ob Millionensaläre für Kassenfürsten, fragwürdige IT-Vergaben am Spital Baden für den Schwiegersohn in spe oder eine halbe Million Franken CEO-Lohnzulagen zu viel in Solothurn:
Die Selbstbedienung brummt und die nächste Berater-Party steigt bereits. Das Schweizer Gesundheitswesen ist restlos verfettet – und die Politik schiebt den nächsten Blankocheck über den Tisch.
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Der Zorn gegenüber Bundesbern- auch zu diesem Thema nimmt spürbar zu! Die CEO’s und Kader der jeweiligen Krankenkassen bedienen sich noch mehr. Die ganze Gilde gehört abserviert!
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Während der Normalbürger überlegt, ob er die Franchise hochschrauben oder lieber auf den nächsten Zahnarztbesuch verzichten soll, gönnen sich die Krankenkassen-CEOs und das Kader Saläre, die eher an die Wall Street als an ein gesetzlich vorgeschriebenes Sozialversicherungssystem erinnern.
Dass diese Herrschaften für das Verwalten von Pflichtbeiträgen – also Geld, das die Bürger gesetzlich einzahlen müssen – Boni und Millionenlöhne einstreichen, ist die absolute Krönung der Dreistigkeit. Man wird im Grunde dafür belohnt, dass man das Geld anderer Leute im Kreis schickt.
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Die Dame aus dem Jura wird hier gar nichts voranbringen. Ihre Kraft gilt dem Frühfranzösisch und die abtrünigen Kantone auf Spur zu bringen. Was für eine Prioritätensetzung. Was für eine Fehlbesetzung.
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@Bauernfänger
Elisabeth Baume-Schneider trat das Erbe von Alain Berset an, einem Mann, der die Kunst des gesundheitspolitischen Vor-sich-hin-Schiebens über Jahre perfektioniert hatte. Wer nun dachte, die Power-Frau aus dem Jura würde den Krankenkassen-Managern und der Pharma-Lobby das Fürchten lehren, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Solange das EDI die Krankenkassenprämien wie ein lästiges Nebengeräusch der schweizerischen Aussen- und Sprachenpolitik behandelt, bleibt der Patient Schweiz auf der Intensivstation. Wir haben eine jurassische Bildungsdirektorin im falschen Film.
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Die Baustellen im Gesundheitswesen sind seit Jahren bekannt – viele davon sind auf dem Mist einer roten Gesundheitspolitik gewachsen. Passieren tut trotzdem nichts, ausser natürlich der nächste kräftige Prämienanstieg. Der politische Stillstand wird Jahr für Jahr teurer, bezahlen darf ihn wie immer der Versicherte.
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Frau Baume Schneider, was machen sie eigentlich. Sie sind doch verantwortlich für das, was hier passiert.
Es ist ein Wahnsinn, aber das Bundeshaus schläft vor sich hin.
Bitte mehr SVP wählen, so kann das nicht weiter gehen.
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eigenmietwert in 3 jahren – neues steuerrecht in 10 jahren…. und neue F35 in 100 jahren 🙂
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Man kann sich nur damit trösten, dass der BR kein Geld verschleudert. Er leitet es nur von uns zu denen um, der ihre Wahlen finanziert haben und weiter garantieren. Und Sozi-BRs sind lediglich Mittel zu diesem Zweck
Nur ein Beispiel: Seit Anfangs Jahr werden Darmspiegelungen nur noch zu 70% gegenüber vorher von der KK bezahlt. Die Folge davon: Man muss jetzt 2 mal hingehen. Kurz darauf hat eine grosse Tageszeitung wochenlang Artikel zu dem Thema als – ich zitiere – Goldstandard der Vorsorge propagiert. Gesponsored von einer Grossklinik, die solcherlei rentabel am Fliessband durch führt
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Krankenkassenprämien sind in der Schweiz die einzige Konstante, auf die wirklich Verlass ist. Sie steigen verlässlicher als der Meeresspiegel.
Während die linke Seite des Parlaments von Einheitskrankenkassen träumt und die Mitte nach Kostenbremsen sucht, bleibt die SVP ihrer Markenidentität treu. Warum mühsam das Gesundheitssystem reformieren, wenn man die Schuldfrage so elegant im bewährten Kernkatalog der Partei unterbringen kann?
Am Ende gilt: Schweizer jammert im Herbst über die Prämien, wählt im Winter wie gewohnt und zahlt im Frühjahr pünktlich die Rechnung. Gelebte Schweizer Tradition
Man kann doch nicht von einem Schock reden wenn das was kommt erwartet wurde!
Ein Schock wären sinkende Prämien oder dass die Politiker jetzt plötzlich ihre Arbeit machen.
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Das Amüsante an uns Schweizern ist ja: Wir fluchen im September kollektiv wie die Rohrspatzen, wenn der Bundesrat die neuen Tarife verkündet.
Aber wehe, eine Partei schlägt vor, die Anzahl der Spitäler zu reduzieren oder den Zugang zu Spezialärzten einzuschränken. Dann mutiert der Schweizer sofort zum Freiheitskämpfer: „Mein Regionalspital und mein Dermatologe bleiben unberührt!“
Wir wollen die Kosten von Albanien, aber den Service von der Privatklinik Bellevue.
Und solange dieser Widerspruch in unseren Köpfen existiert, rattert die Gebührenmaschine munter weiter.
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Jedes Jahr kommt das gleiche Wehklagen Ende September bei der Präsentation der standardmässigen KK-Teuerung um die 5%. Es heisst jedes Mal das sei zu viel und könne so nicht weitergehen. Tut es aber jedes Jahr.
Die Untätigkeit der Politik ist hier augenscheinlich.
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Bringen wir es auf den Punkt: Was nützt das sinnlose Blabla in Bundesbern? Einige Treiber dieser Misere sind die „Flüchtlinge“. Jeder bekommt die Leistung gratis, erhält Zugang zu unserem Gesundheitssystem und kann dies nutzen wie ihm beliebt. Auch unsere ausländischen Gäste in den Gefängnissen, profitieren davon.
Auf Grund der enormen psychischen Belastungen von der Altersgruppe -25 Jahren, müssen langwierige Abklärungen im psychiatrischen Bereich getätigt werden, bevor es zur IV geht. Dies alles verschlingt schon Unsummen… Es gäbe noch mehr, leider ist der Platz zum Schreiben begrenzt….