Dienstag, 27. Oktober 2026
Laut SRF und ORF soll Flávio Bolsonaro nach dem Entzug seiner Pässe in die USA gereist sein. Das US-Aussenministerium (US) will ihm und seiner Familie laut einem Regierungsbeamten gegenüber der dpa Visa ausstellen.
Das Pariser Warenhaus BHV Marais beantragt ein Insolvenzverfahren, es gibt Streit mit dem Vermieter Brookfield, melden Le Temps und franceinfo.
In Randa VS bleiben die Schutzmassnahmen am Hängegletscher Weisshorn in Kraft. Ein Gericht im Irak verurteilt sechs Franzosen als Dschihadisten zu lebenslanger Haft. Das Landgericht Hamburg (DE) erklärt die Sicherstellung von «Zeit»-Aufnahmen im Block-Prozess teils für rechtswidrig.
In Utah führen DNA-Beweise nach 52 Jahren zu Ted Bundy als Täter eines weiteren Mordes, melden Tages-Anzeiger und 20 Minuten.
In New York bringt das Dinosaurier-Skelett «Jodi» bei Sotheby's rund 47 Millionen Dollar. Laut Tages-Anzeiger senkt eine mRNA-Impfung das Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs um 42 Prozent. Laut Southcom greift das US-Militär im Pazifik erneut ein Boot an, fünf Menschen sterben. Laut Blick versuchen Hacker, die US-Wahlkommission anzugreifen.
Das Berufungsgericht Neapel (IT) stellt das Eternit-Verfahren gegen Stephan Schmidheiny wegen Verjährung ein. Das Appellationsgericht Basel-Stadt verhängt im Mordfall Lysbüchel lebenslänglich. Laut Ärzte ohne Grenzen (MSF) sterben auf dem Markt von Nyala im Sudan mindestens 36 Menschen. Die SP nennt das Abstimmungsbüchlein zur Kriegsmaterialvorlage «maximal irreführend».
Auf der A12 bei Matran FR gibt es eine Kettenkollision mit sieben Verletzten, ein Lenker fährt weiter. Rapper Jay-Z tritt beim Super Bowl in der Halbzeitshow auf, teilen die NFL und Apple Music mit.
Demokraten im US-Justizausschuss werfen Trump in einem Epstein-Bericht falsche Angaben vor. Das Weisse Haus weist die Vorwürfe zurück.
Meldungen
Rüti ZH: Brand in einem Mehrfamilienhaus verursacht mehrere Hunderttausend Franken Schaden
Am Dienstagabend bricht in Rüti ZH gegen 23 Uhr in einer Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses ein Feuer aus. Das teilt der Kanton Zürich mit. Die Flammen greifen auf den Dachstock über. Alle Bewohner können sich rechtzeitig retten, niemand wird verletzt. Die Feuerwehr Rüti löscht den Brand. Der Sachschaden beträgt mehrere Hunderttausend Franken. Die Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar. Drei Personen kommen in einer Notunterkunft der Gemeinde unter. Die Ursache nennt die Mitteilung nicht.
Pariser Warenhaus BHV Marais beantragt Insolvenzverfahren, Streit mit Vermieter Brookfield
Das Pariser Warenhaus BHV Marais beantragt am Dienstag beim Wirtschaftsgericht ein Sanierungsverfahren (redressement judiciaire). Das berichten Le Temps und franceinfo. Das Haus beschäftigt laut Zahlen vom September 700 Personen und bleibt geöffnet. Die Leitung nennt Liquiditätsprobleme und macht einen Streit mit dem kanadischen Vermieter Brookfield verantwortlich. Es geht um Entschädigungen für die Rückgabe der Hälfte der Flächen. Brookfield bestreitet diese Version. Das Verfahren eröffnet eine Beobachtungsphase von sechs Monaten.
Randa VS: Schutzmassnahmen am Hängegletscher Weisshorn bleiben in Kraft
Der Hängegletscher auf der Ostseite des Weisshorns bei Randa VS wird weiter verstärkt überwacht. Die Schutzmassnahmen bleiben in Kraft, teilt die Gemeinde am Dienstag auf ihrer Webseite mit. Im Gefahrenperimeter darf sich niemand aufhalten, die Zugänge für Fussgänger und Velofahrer bleiben gesperrt. Das Siedlungsgebiet ist laut der Gemeinde nicht betroffen. Das berichtet Nau.ch. Laut dem «Walliser Boten» hängen rund 300'000 Kubikmeter Eis am Gletscher. Der Eisblock bewegt sich bis zu 20 Zentimeter pro Tag talwärts.
Landgericht Hamburg (DE): Sicherstellung von «Zeit»-Aufnahmen im Block-Prozess teils rechtswidrig
Das Landgericht Hamburg (DE) erklärt die Sicherstellung von Tonaufnahmen des «Zeit»-Verlags teilweise für rechtswidrig. Das berichtet Nau.ch. Es hebt Teile seines Durchsuchungsbeschlusses auf. Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder seien nur Aufnahmen der jüngeren Tochter relevant. Die Aufzeichnungen zur älteren Tochter erklärt die Kammer für rechtswidrig. Der Verlag hatte Beschwerde eingelegt. «Zeit»-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo widerspricht der Darstellung, die Journalistin habe die Aufnahmen freiwillig übergeben.
Irak: Sechs französische Dschihadisten zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein Gericht im Irak (IQ) verurteilt sechs Franzosen zu lebenslanger Haft. Das berichtet RTS. Sie sind der Mitgliedschaft in der Terrorgruppe IS schuldig. Das Gericht wandelt die Todesstrafe in lebenslang um, weil die Angeklagten jung seien. Lebenslang entspricht im irakischen Recht 20 Jahren. Ein siebter Franzose, 24 Jahre alt, erhält 15 Jahre. Seine Mutter hatte ihn nach Syrien gebracht. Der Anwalt von vier Verurteilten spricht von einer gewissen Erleichterung, weil die Todesstrafe befürchtet worden sei.
US-Schauspielerin Susan Saint James mit 80 Jahren gestorben
Die US-Schauspielerin Susan Saint James ist tot. Sie wurde 80 Jahre alt. Das berichten People und CNN. Ein Vertreter bestätigt People, dass sie am Montag starb. Bei ihr war Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Bekannt war sie aus den Fernsehserien «McMillan & Wife» und «Kate & Allie». Für «The Name of the Game» gewann sie 1969 einen Emmy. Die Meldung gehört in der Schweiz zu den gesuchten Themen des Tages.
Utah: DNA-Beweise führen nach 52 Jahren zu Ted Bundy als Täter eines weiteren Mordes
Die Staatsanwaltschaft in Utah (US) teilt am Dienstag mit, der 1989 hingerichtete Serienmörder Ted Bundy habe einen weiteren Mord begangen. Das berichten Tages-Anzeiger und 20 Minuten. Es geht um eine damals 17-Jährige aus Midvale, die 1974 getötet wurde. Jäger fanden die Leiche vor 52 Jahren. Der Durchbruch gelang laut 20 Minuten über einen anderen Mordfall aus dem Jahr 1974, dessen DNA-Spuren mit Bundys Profil übereinstimmten. Bundy werden mindestens 30 Morde an Frauen und Mädchen zur Last gelegt.
Laut Blick versuchen Hacker kurz vor den Midterms, die US-Wahlkommission anzugreifen
Kurz vor den US-Zwischenwahlen kommt es laut Blick zu einem versuchten Hackerangriff auf das System der Bundeswahlkommission. Die Behörde muss ihre webbasierten Dienste deshalb vorübergehend abschalten. Das berichtet Blick auf X. Weitere Angaben zu den Tätern oder zum Umfang liegen in der Quelle nicht vor.
New York: Dinosaurier-Skelett «Jodi» bringt bei Sotheby's rund 47 Millionen Dollar
Das Skelett des Nanotyrannus «Jodi» wird in New York für rund 47,3 Millionen Dollar versteigert, rund 39 Millionen Franken. Das teilt das Auktionshaus Sotheby's laut Tages-Anzeiger mit. Es ist das zweitteuerste je versteigerte Dino-Skelett. Den Rekord hält ein T-Rex-Skelett, das im Juli für rund 50 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Sotheby's hatte «Jodi» auf sechs bis neun Millionen Dollar geschätzt. Solche Auktionen stehen in der Kritik, weil Fossilien so der Forschung entzogen werden.
Gretzenbach SO: Motorradfahrer (43) stirbt bei Selbstunfall vor einem Kreisel
In Gretzenbach SO stirbt am Dienstagabend ein 43-jähriger Motorradfahrer bei einem Selbstunfall. Das berichten Blick und die Basler Zeitung unter Berufung auf die Kantonspolizei Solothurn. Der Mann ist um 20.10 Uhr auf der Oltnerstrasse Richtung Olten unterwegs. Vor dem Kreisel bei der Migrol-Tankstelle verliert er laut Polizei mutmasslich wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle. Er gerät auf die mit Schotter belegte Mittelinsel und wird mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Am Strassenrand prallt er gegen einen Elektrokasten. Ersthelfende leisten sofort Erste Hilfe. Der Mann stirbt trotzdem am Unfallort. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln und suchen Zeugen.
mRNA-Impfung senkt laut Tages-Anzeiger das Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs um 42 Prozent
Eine individualisierte mRNA-Impfung kann das Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs senken. Das berichtet der Tages-Anzeiger über ein Zwischenfazit einer Studie der Konzerne Moderna und MSD. Das Risiko einer Rückkehr des Krebses sank um 42 Prozent, die Gefahr von Fernmetastasen um 38 Prozent. Ob Patienten mit der Impfung länger leben, ist laut dem Bericht noch offen. Bis zu einer Zulassung sind weitere Schritte nötig.
US-Militär greift laut Southcom erneut ein Boot im Pazifik an, fünf Tote
Das US-Militär greift nach eigenen Angaben im östlichen Pazifik ein mutmassliches Drogenschmuggler-Boot an. Fünf Menschen sterben. Das teilt das Südkommando Southcom auf X mit. Laut Southcom bestätigten Geheimdienstinformationen, dass das Schiff aktiv am Drogenhandel beteiligt war. Die Angaben lassen sich laut Nau.ch nicht unabhängig überprüfen. Seit dem Herbst vergangenen Jahres greift das US-Militär auf Anordnung von Präsident Trump immer wieder solche Boote an.
SP kritisiert Abstimmungsbüchlein zur Kriegsmaterialvorlage als «maximal irreführend»
Die SP nennt die Informationen des Bundesrats zur Abstimmung über das Kriegsmaterialgesetz «maximal irreführend». Das berichtet der Tages-Anzeiger. Das Büchlein erwähne die Ukraine mehrmals, stelle aber nicht klar, dass sie von der Lockerung nicht profitiert. Die SP hat bei der Bundeskanzlei eine Korrektur beantragt. Die Bundeskanzlei lehnt das ab.
Sudan: Laut MSF sterben auf dem Markt von Nyala mindestens 36 Menschen
Laut Ärzte ohne Grenzen (MSF) sterben bei einem Angriff mit Drohnen auf einen Markt in Nyala (SD) mindestens 36 Menschen. Nyala ist die Hauptstadt von Süd-Darfur. Das berichtet Nau.ch. Die Organisation sagt, das Heer habe den Markt am Montagabend angegriffen. Das Nyala Teaching Hospital hat laut MSF 36 Leichen aufgenommen und über 150 Verletzte behandelt. Die Rapid Support Forces nennen 188 getötete Zivilisten. Die sudanesischen Streitkräfte äussern sich nicht.
Basel: Appellationsgericht erhöht Strafe im Mordfall Lysbüchel auf lebenslänglich
Das Appellationsgericht Basel-Stadt spricht einen 27-Jährigen des Mordes und des versuchten Mordes schuldig. Das berichtet Nau.ch. Es bestätigt die Schuldsprüche des Strafgerichts, erhöht die Strafe aber von 19,5 Jahren auf lebenslänglich. Der Mann hatte im August 2021 auf dem Basler Lysbüchel-Areal einen Mann mit einem Messer ermordet. Die Freiheitsstrafe soll zugunsten einer stationären Therapie aufgeschoben werden. Das Gericht bestätigt zudem einen Landesverweis von zehn Jahren.
Neapel (IT): Eternit-Verfahren gegen Stephan Schmidheiny wegen Verjährung eingestellt
Das Berufungsgericht Neapel (IT) stellt das Eternit-Verfahren gegen den Schweizer Industriellen Stephan Schmidheiny zur Fabrik in Neapel-Bagnoli ein. Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung eines früheren Arbeiters ist verjährt. Das berichtet Nau.ch unter Berufung auf die Agentur Ansa. Die zivilrechtlichen Bestimmungen, darunter die Entschädigung der Angehörigen, bestätigte das Gericht. Die Verteidigung will gegen den zivilrechtlichen Entscheid und die Einstellung beim obersten Gericht Italiens Beschwerde einlegen. Es ist das erste von drei laufenden Eternit-Verfahren, das endet.
Niederlande (NL): Tierpflegerin stirbt nach Leoparden-Angriff im Safaripark Beekse Bergen
Eine Tierpflegerin erliegt im niederländischen Safaripark Beekse Bergen in Hilvarenbeek (NL) ihren Verletzungen. Das teilt der Park am Dienstag mit. Zwei männliche Persische Leoparden hatten die Frau am Samstag in einem Gehege angegriffen. Sie erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Hals und musste notoperiert werden. Laut Tages-Anzeiger war ihr der Aufenthalt bei den Tieren verboten. Der Park spricht von getrennter Haltung als Regel, was geschehen ist, soll eine unabhängige Untersuchung klären. Die Frau arbeitete fast 40 Jahre im Park. Der Leopard wird laut dem Park nicht eingeschläfert.
Sotomo-Umfrage: 87 Prozent glauben nicht mehr an das Netto-null-Ziel der Schweiz
Laut einer Sotomo-Umfrage, über die der Tages-Anzeiger berichtet, fuhren 81 Prozent der Autofahrenden trotz hoher Treibstoffpreise gleich oft wie vorher. 87 Prozent der Befragten glauben nicht mehr daran, dass die Schweiz ihr Netto-null-Ziel erreicht. Politgeograf Michael Hermann sagt, die hohe Kaufkraft dämpfe die Lenkungswirkung von Energiepreisen.
Mehrere Strafanzeigen gegen SVP-Kantonsrat Marty wegen Facebook-Post zur Stadtpolizei
Gegen den Zürcher SVP-Kantonsrat Christoph Marty gehen mehrere Strafanzeigen ein. Das berichten NZZ und 20 Minuten unter Berufung auf den Tages-Anzeiger. Auslöser ist ein Facebook-Post nach den Krawallen am Zürcher Hardplatz vom 11. Oktober. Marty schrieb, die Stadtpolizei bestehe zu drei Vierteln aus Frauen und «Hinterladern». Das ist eine abwertende Bezeichnung für homosexuelle Männer. Auch die Stadtpolizei Zürich erstattet Anzeige wegen möglicher Diskriminierung und Aufrufs zu Hass. Die Staatsanwaltschaft prüft die Anzeigen. Marty will sich nicht entschuldigen und beruft sich auf die Meinungsäusserungsfreiheit.
Zürichsee-Fähre «Schwan» wird durch eine Dieselfähre ersetzt, Kritik von Cleantech-Chef
Die Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG nimmt die Fähre «Schwan» nach 55 Jahren aus dem Betrieb. Die Nachfolgerin fährt laut 20 Minuten mit Diesel statt wie geplant elektrisch. Das Unternehmen sagt, die Mehrkosten einer Elektrofähre seien nicht tragbar gewesen. Die Flotte soll schrittweise elektrifiziert werden. Nick Beglinger, Chef der Firma Cleantech21, kritisiert die Wahl auf Linkedin und will eine Taskforce einrichten. Die Baudirektion des Kantons Zürich bedauert den Entscheid, die Gemeinde Meilen kann ihn nachvollziehen.
Lausanner Stadtpolizei treibt nach Rassismusvorfällen ihre Reform voran
Die Stadtpolizei Lausanne treibt ihre Reform nach mehreren Skandalen und Todesfällen bei Einsätzen voran. Das berichtet SRF. Die Stadtregierung hat laut Mitteilung erste Massnahmen der Reform 2030 verabschiedet. Grundlage ist der Schlussbericht von André Duvillard, dem früheren Neuenburger Polizeikommandanten. Ab November testet die Polizei an drei Pilotveranstaltungen eine obligatorische Schulung für Führungskräfte. Sie soll Diskriminierung vorbeugen. 2027 und 2028 sollen alle Führungskräfte teilnehmen. Der interimistische Kommandant Stéphane Volper richtet zudem Treffen mit dem Korps ein.
SBB-Betrugsprozess: Bundesanwaltschaft fordert sechs Jahre und fünf Monate Freiheitsstrafe
Im Prozess vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona fordert die Bundesanwaltschaft Haft für einen früheren SBB-Mitarbeiter. Es geht um sechs Jahre und fünf Monate. Das berichten SRF und Nau.ch. Der heute 54-Jährige soll die SBB über Jahre um rund 8,7 Millionen Franken erleichtert haben. Die Anklage lautet unter anderem auf ungetreue Amtsführung, gewerbsmässigen Betrug, schwere Geldwäscherei und Urkundenfälschung. Der Mann zeigt laut SRF Reue. Vier weitere Angeklagte sollen Gehilfenschaft geleistet haben. Laut Blick prüfte das SBB-System nur, ob Lieferant, Bestellnummer und Rechnungsbetrag übereinstimmten. Die Verteidiger kritisieren die SBB-Kontrollen als unzureichend. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Listerien: BLV weitet Rückruf auf weitere Käse bei Coop, Migros und Volg aus
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) weitet den Rückruf von Weichkäse wegen Listerien aus. Das berichtet 20 minutes. Betroffen sind Käse der Eberle Spezialitäten AG und der Strähl Käse AG. Zuerst hatte das BLV vor vier Minibrie-Sorten bei Coop und Migros gewarnt. Neu sind bei Coop Brie mit Chili, Trüffel, Knoblauch, Wildkräutern und Marroni betroffen. Bei der Migros sind neben der Ostschweiz auch die Genossenschaften Aare, Zürich, Basel und Luzern betroffen. Auch Volg ruft Brie-Sorten zurück, bei Lidl sind es Weichkäse der Strähl Käse AG. Das BLV rät dringend vom Verzehr ab.
Lehrerin aus Wesel (DE) wegen Betrugs angeklagt, nachdem sie seit 2009 krankgeschrieben war
Eine Lehrerin aus Wesel (DE) wird laut 20 Minuten und Spiegel wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wirft ihr vor, trotz Krankschreibung seit 2009 rund 248'000 Euro zu Unrecht erhalten zu haben. Zwischen 2021 und 2025 soll sie zehn unzutreffende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt haben. Zudem soll sie als aktive Tauchsportlerin zwei Tauchtauglichkeitsbescheinigungen unter dem Namen einer nicht existierenden Ärztin ausgestellt haben. Zu den Vorwürfen hat sie sich laut Staatsanwaltschaft nicht geäussert. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Niedrigwasser im Zürichsee: Weinmesse Expovina findet erstmals teils an Land statt
Die Zürcher Weinmesse Expovina findet zum ersten Mal in ihrer Geschichte teils an Land statt. Das berichten Tages-Anzeiger und SRF. Der Pegel des Zürichsees liegt laut Tages-Anzeiger fast 70 Zentimeter unter dem Normalwert. Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft stellt deshalb vier der sonst sieben grossen Schiffe nicht zur Verfügung. Betroffen wären 60 Aussteller gewesen, mehr als ein Drittel. Sie präsentieren ihre Weine nun teils in einem 1000 Quadratmeter grossen Zelt am Schanzengraben. Die Messe läuft vom 29. Oktober bis 12. November am Bürkliplatz.
Rega transportierte die Ebola-Patientin in einer Isolationshülle, die Crew trug keine Schutzanzüge
Die Rega erklärt am Dienstag, wie sie die Schweizer Ebola-Patientin und ihren Ehemann am Montag transportierte. Das berichten 20 Minuten und der Tages-Anzeiger. Die Rega nutzte eine Patientenisolationseinheit, eine chemiedichte Schutzhülle. Sie schützt Crew und Umwelt vor Ansteckung, die Crew braucht keine Schutzanzüge. Der Ehemann reiste aus Vorsicht in einer zweiten Einheit. Die Patientin blieb in der Hülle, bis sie auf der Isolationsstation ankam. Entwickelt wurde die Einheit nach der Ebola-Epidemie 2014 unter dem Rega-Chefarzt.
A12 bei Matran FR: Kettenkollision mit sieben Verletzten, Lenker fährt weiter
Auf der A12 bei Matran FR kommt es am Montag gegen 16.30 Uhr zu einer Kettenkollision mit vier Fahrzeugen. Sieben Personen werden verletzt und in Spitäler gebracht. Laut Kantonspolizei Freiburg fuhr ein Auto vom Pannenstreifen auf die Autobahn in Richtung Bern. Dessen Lenker setzte die Fahrt fort, seine Identität ist unbekannt. Im Stau bildete sich keine Rettungsgasse, das Eintreffen der Rettungskräfte verzögerte sich. Die Autobahn war drei Stunden gesperrt. Die Ermittlungen laufen.
Swiss beendet die Kooperation mit Air Baltic und mietet weniger Flugzeuge
Die Fluggesellschaft Swiss beendet die Zusammenarbeit mit der lettischen Air Baltic zum Ende des Winterflugplans 2026/27. Das berichten SRF und 20 Minuten unter Berufung auf eine Mitteilung der Swiss. Statt bisher 26 sollen künftig nur noch rund 18 Flugzeuge samt Besatzung von anderen Gesellschaften gemietet werden. Swiss übernimmt zusätzliche eigene Airbus A320 in den regulären Betrieb. Die Lage bei Triebwerken und Cockpit-Crews habe sich laut Swiss gebessert. Externe Partnerschaften will Swiss vor allem mit Helvetic Airways halten. Swiss dementiert laut 20 Minuten einen Zusammenhang mit dem Konkursverfahren von Air Baltic in den USA. Eine Beschwerde der Gewerkschaft Kapers zu den tieferen Löhnen ist weiterhin hängig.
Norwegens Königin Sonja erholt sich nach dem Tod von König Harald V. in Graubünden
Die norwegische Königin Sonja (89) erholt sich Mitte Oktober in den Bündner Bergen. Das berichtet 20 minutes unter Berufung auf Blick. Das Magazin «Se og Hør» veröffentlicht am Dienstag Fotos der privaten Reise. Sonja wohnt in einem Hotel über Savognin GR, begleitet von zwei langjährigen Freundinnen. Das Hotel ist für andere Gäste geschlossen. Polizisten begleiten die Gruppe. Die Reise hat laut 20 minutes eine persönliche Bedeutung, denn Sonja lebte in ihrer Jugend in Lausanne VD. König Harald V. starb im August.
SP-Co-Präsident Wermuth zieht nach Luzern und will Aargauer Nationalrat bleiben
SP-Co-Präsident Cédric Wermuth (40) zieht im Juli 2027 mit seiner Familie von Zofingen (AG) nach Luzern. Das berichtet die Aargauer Zeitung. Bei den Nationalratswahlen im kommenden Jahr will er erneut für den Aargau antreten. Wermuth informiert am Dienstag die Aargauer SP über seine Pläne. Der Umzug hat laut ihm familiäre Gründe. In Luzern lebten viele Menschen, die seiner Familie nahestünden. Zudem freue er sich auf ein junges Wohnbaugenossenschaftsprojekt. Rechtlich ist die Kandidatur im Aargau laut Tages-Anzeiger problemlos möglich. Nationalratsmitglieder müssen nicht im Kanton wohnen, den sie vertreten. Wermuth sagt, die Wählerinnen und Wähler wählten eine Politik, nicht eine Adresse. Inside Paradeplatz kommentiert, Luzern sei wegen seiner tiefen Steuern für die SP lange ein abschreckendes Beispiel gewesen. Laut Inside Paradeplatz schweigt Wermuth zu seinen eigenen Steuern.
Grenchen SO: Welpen sind laut Polizei nicht ausgesetzt, sondern illegal importiert
Eine Frau meldete der Polizei vor gut einer Woche zwei ausgesetzte Welpen in einem Waldstück bei Grenchen SO. Laut der Polizei Kanton Solothurn stimmt das nicht. Sie teilt das am Dienstag mit. Die rund zwei Wochen alten Welpen soll die Frau illegal aus Rumänien (RO) in die Schweiz eingeführt haben. Um die Tiere zu legalisieren, habe sie einem Tierarzt von einem Fund im Wald erzählt. Bei der Befragung gab sie den illegalen Import laut Polizei zu. Sie wird wegen Irreführung der Rechtspflege und illegaler Einfuhr von Hundewelpen angezeigt.
Diesel im Bodensee bei Rorschach SG: Feuerwehr errichtet eine Ölsperre
Im Bodensee bei Rorschach SG wird am Montagnachmittag eine Gewässerverschmutzung entdeckt. Das melden Tages-Anzeiger und Nau.ch unter Berufung auf die Kantonspolizei St. Gallen. Kurz nach 15 Uhr geht die Meldung über eine ölhaltige Substanz am Seeufer ein. Die Feuerwehr errichtet eine schwimmende Barriere und grenzt den Diesel ein. Es handelt sich laut Polizei um eine verhältnismässig geringe Menge. Woher der Diesel stammt und wer verantwortlich ist, ist unklar. Die Kantonspolizei ermittelt.
Brünisried FR: Bauernhaus brennt vollständig nieder, Menschen und Tiere unverletzt
Am Montag gegen 14 Uhr brennt in Brünisried FR ein Bauernhaus vollständig nieder. Das melden Der Bund und Nau.ch unter Berufung auf die Kantonspolizei Freiburg. Niemand wird verletzt, alle Tiere können gerettet werden. Der Bewohner kommt vorübergehend bei Angehörigen unter. Die Zufahrtsstrasse ist zweieinhalb Stunden gesperrt. Ein Wildhüter und ein Spezialist des Amtes für Umwelt stellen eine Verschmutzung der Umwelt fest. Verendete Fische wurden bisher nicht entdeckt. Die Brandursache und die Schadenshöhe sind noch unklar.
Genf: Rechnungshof kritisiert die Rekrutierungspraxis der Stadtverwaltung
Der Rechnungshof des Kantons Genf (CH) kritisiert die Rekrutierungspraxis der Stadt Genf. Das berichten Tribune de Genève, Blick und swissinfo. Bei mehr als der Hälfte der 64 geprüften Dossiers fehlt eine klare Begründung für die Wahl der Person. Rekrutierungen dauern im Schnitt 172 Tage. Der Rechnungshof nennt auch ein Risiko von Vetternwirtschaft und eine lückenhafte Handhabung von Interessenbindungen. Er gibt neun Empfehlungen ab. Die Stadt akzeptiert alle. Laut swissinfo sieht der Stadtrat den Verdacht der Vetternwirtschaft nicht belegt. Laut Blick hält die Stadt an einer umstrittenen Reform fest. Sie erlaubt, Aushilfen nach zwei Jahren ohne Auswahlverfahren anzustellen.
Linthal GL: Helikopter stürzt bei Höhenlandung auf Gletscher, Pilot verletzt
Auf dem Spitzalpelifirn bei Linthal GL stürzt am Dienstag gegen 9.30 Uhr ein Helikopter ab. Das berichten 20 Minuten und Nau.ch unter Berufung auf die Kantonspolizei Glarus. Der 54-jährige Pilot führt Höhenlandungen mit einer Robinson R44 durch. Er wird verletzt. Eine Rega-Crew versorgt ihn und fliegt ihn ins Spital. Andere Personen sind nicht beteiligt, für Dritte besteht keine Gefahr. Der Helikopter wird schwer beschädigt und inzwischen geborgen. Warum der Pilot die Kontrolle verliert, ist offen. Die Kantonspolizei ermittelt unter Leitung der Bundesanwaltschaft strafrechtlich. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle eröffnet eine Voruntersuchung. Das sind Angaben der Kantonspolizei Glarus.
Berner Ex-Model wirft Trump laut Bericht der Demokraten erstmals öffentlich Vergewaltigung vor
Ein Berner Ex-Model (56) wirft Donald Trump Vergewaltigung vor. Das berichtet der Tages-Anzeiger. Die Vorwürfe stehen im Epstein-Bericht der Demokraten im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses. Trump soll sie im November 1993 in einer Suite des New Yorker Plaza Hotels vergewaltigt haben. Er habe ihr zuvor ein US-Visum und einen Studienplatz versprochen. Auf die Frage des Blick, ob sie das erstmals öffentlich so sage, antwortet sie: «Öffentlich, ja.» Der Bericht dokumentiert die Aussagen von elf Frauen. Der US-Präsident bestreitet die Anschuldigungen.
Jay-Z tritt 2027 in der Halbzeitshow des Super Bowl auf
Rapper Jay-Z (56) tritt am 14. Februar 2027 in der Halbzeitshow des Super Bowl auf. Das teilen Apple Music, die NFL und Jay-Zs Firma Roc Nation mit. Das Endspiel findet im SoFi Stadium in Inglewood (US) bei Los Angeles statt. Laut 20 Minuten ist es Jay-Zs erster eigener Auftritt beim NFL-Endspiel. Roc Nation produziert die Show seit 2019. Jay-Z spricht in einer Mitteilung von dreissig Jahren Musik, Arbeit und Kultur. Ob Beyoncé als Gast dabei ist, ist laut 20 Minuten offen. Im vergangenen Frühjahr trat Bad Bunny auf.
Alpinist stürzt nach Steinschlag am Matterhorn in den Tod
Am Dienstagmorgen verunglückt am Matterhorn bei Zermatt VS ein Alpinist tödlich. Das teilen die Kantonspolizei Wallis und die Staatsanwaltschaft mit, so Blick, Nau.ch und 20 Minuten. Kurz nach 6 Uhr waren zwei Bergsteiger über den Hörnligrat im Aufstieg. Auf rund 3500 Metern kam es in ihrer Nähe zu Steinschlägen. Einer der Männer verlor seinen Begleiter aus den Augen und alarmierte die Rettungskräfte. Ein Helikopter der Air Zermatt lokalisierte den abgestürzten Alpinisten wenig später im Gelände. Die Einsatzkräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen. Die formelle Identifikation läuft. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat eine Untersuchung eröffnet.
«Würd mi» ist das erste Schweizer Jugendwort des Jahres
Zum ersten Mal wird ein Jugendwort für die ganze Schweiz gewählt, in allen vier Landessprachen. Das teilt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit. In der Deutschschweiz gewinnt «würd mi», die Kurzform von «das würde mich nerven». Es folgen «nöd so deep» und «peak». In der Romandie gewinnt «goumin» für Liebeskummer vor «pain» und «battle d'aura». Im Tessin gewinnt «aura», im romanischen Sprachraum «bursa». Die Deutschschweizer Jury besteht laut SRF aus zehn Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren. Vorschläge machten Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren.
Flávio Bolsonaro ist nach der Ausreise über Argentinien und Ecuador in Miami gelandet
Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro ist in Miami gelandet. Das melden SRF, 20 Minuten und Nau.ch. Ein AFP-Journalist bestätigt laut SRF, dass er auf amerikanischem Boden gelandet ist. Der Privatjet startete laut 20 Minuten in Guayaquil in Ecuador und landete am Flughafen Opa-locka bei Miami. Zuvor wurde offiziell bestätigt, dass er mit Frau und zwei Töchtern auf dem Landweg nach Argentinien ausgereist war. Die argentinische Einwanderungsbehörde teilt auf X mit, die Familie sei mit gültigen Dokumenten in die Provinz Misiones eingereist. Danach habe sie einen Privatjet mit Ziel Guayaquil bestiegen. Das US-Aussenministerium will der Familie Visa ausstellen. Ein Richter des Obersten Gerichtshofs hatte ihm die Pässe annulliert und die Ausreise verboten. Es geht um mutmassliche Geldwäsche im Zusammenhang mit Firmen und Online-Sportwetten. Bolsonaro bestreitet das und spricht von einem Einschüchterungsversuch.
Ebola im Kongo: Über 10'000 Fälle und fast 4900 Tote seit Mai
In der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der gemeldeten Ebola-Fälle auf 10'060. Das berichten Nau.ch und der Tages-Anzeiger. Laut den Gesundheitsbehörden sterben seit Mitte Mai 4887 Menschen. Die Behörde Africa CDC spricht vom am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte. In Kenia sind neun Infektionen bestätigt, darunter zwei Todesfälle. Auch in Nigeria gibt es einen Fall, die Patientin ist die Ehefrau eines Schweizer Diplomaten. Es ist die Bundibugyo-Variante, für die es keinen speziellen Impfstoff und keine spezielle Therapie gibt. Seit Juli laufen laut Tages-Anzeiger klinische Versuche mit antiviralen Therapien und einem Impfstoff.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
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