Gestern Donnerstag, 29. Oktober 2026
In Wil SG steht ein Ex-Kunstturntrainer erneut vor Gericht, er soll 2018 eine 15-jährige Turnerin missbraucht haben. Das berichtet Blick.
In Lérida (ES) nehmen die Mossos einen 16-Jährigen fest, der über «Blocus Lleida» zu Plünderungen aufgerufen haben soll. In Spanien nimmt die Polizei laut eigenen Angaben den Gründer der Kanäle «Blocus Vlc» fest. Frankreichs Innenminister Nuñez warnt vor einem sehr hohen Krawallrisiko am 31. Oktober.
In Zürich rufen Linksextreme für Samstagabend zu einer unbewilligten Demo im Kreis 4 auf, berichtet 20 Minuten. Im Aufruf wird Sachbeschädigung als mögliche Aktionsform genannt.
Frankreich weist den Identitären Martin Sellner am Flughafen Beauvais ab, berichtet Le Figaro. Die Schweiz hatte ihm laut der Zeitung am 19. Oktober die Einreise verboten. In Paris (FR) verbieten die Behörden Forum und Kundgebung von Objectif Remigration, laut Präfektur wegen der Lage nach Trappes.
Laut Innenministerium (IT) plante ein 22-Jähriger in Mailand Anschläge auf eine Synagoge und eine Moschee. Laut dem Ministerium nahmen ihn die Carabinieri fest, er soll Chemikalien für Sprengsätze beschafft haben.
Im Fall Trappes (FR) läuft gegen den Verdächtigen ein Terror-Ermittlungsverfahren. Kevin T. hat laut Staatsanwalt Christen gezielt auf muslimische, afrikanische und nordafrikanische Menschen geschossen. Am Donnerstagabend kam er laut franceinfo in Untersuchungshaft.
In Thun BE ist der Grossbrand in einem Waffengeschäft laut Kantonspolizei unter Kontrolle. Im Thurgau zählte die Kantonspolizei laut SRF 2025 rund 1000 Delikte, mehrheitlich von jungen Männern aus Marokko, Tunesien und Algerien.
Tötungsdelikte: Rostock (DE), Verona (IT), Innsbruck (AT), Ockelbo (SE), Tarragona (ES), Reggio Emilia (IT). Waffen: Stockholm (SE), Oberhausen (DE), Drammen (NO). Messer und Gewalt: Heidelberg (DE), Paris (FR), Pozzuoli (IT), Västervik (SE), West-Belfast (GB), Glasgow (GB). Sexualdelikte: Heilsbronn (DE), Jönköping (SE), Skellefteå (SE), Uppsala (SE), Paris (FR). Terror: Jena (DE).
Meldungen
Trappes (FR): Verdächtiger war drei Tage vor dem Anschlag wegen Gewalt festgenommen worden
Der Verdächtige des rassistischen Anschlags von Trappes (FR) war drei Tage zuvor festgenommen worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft Nanterre mit, berichtet Le Monde. Die Gemeindepolizei von Levallois-Perret nahm Kévin T. am 20. Oktober an einer Tankstelle fest. Der Vorwurf lautete auf vorsätzliche Gewalt gegen einen Autofahrer. Laut dessen Aussage schlug Kévin T. ihn nieder und sprühte ihm Tränengas ins Gesicht. Nach der Befragung erhielt Kévin T. eine Vorladung für den Morgen des 23. Oktober. An diesem Tag begann er laut Le Monde seinen tödlichen Weg durch Trappes und La Verrière.
Wil SG: Ex-Kunstturntrainer steht wegen Missbrauchs einer 15-jährigen Turnerin erneut vor Gericht
Ein früherer Kunstturntrainer des Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz in Wil SG steht am Freitag erneut vor Gericht. Das berichtet Blick. Der heute 47-Jährige soll 2018 eine 15-jährige Turnerin zu sich nach Hause gelockt haben. Dort soll er sie mit Alkohol gefügig gemacht und mehrfach sexuell missbraucht haben. Er bestreitet die Vorwürfe. Das Kreisgericht hatte ihn verurteilt, das Kantonsgericht hob das Urteil auf und wies den Fall zurück. Die Staatsanwaltschaft fordert erneut 30 Monate Haft und einen Landesverweis von zehn Jahren.
Zürich: Linksextreme rufen für Samstagabend zu unbewilligter Demo im Kreis 4 auf
Linksextreme Gruppen rufen für Samstagabend zu einer unbewilligten Demonstration im Zürcher Kreis 4 auf. Das berichtet 20 Minuten unter Berufung auf den Tages-Anzeiger. Im Aufruf wird Sachbeschädigung ausdrücklich als mögliche Aktionsform genannt. Losgehen soll es um 22 Uhr, ein genauer Ort wird nicht genannt. Verbreitet wurde der Aufruf über Barrikade.info und Kanäle der Revolutionären Jugend Zürich. Die Gruppen beziehen sich auf die Schülerproteste in Frankreich, Belgien, Italien und Albanien. Die Stadtpolizei Zürich beobachtet laut 20 Minuten die Lage und plant ein Aufgebot.
Frankreich weist den Identitären Martin Sellner am Flughafen Beauvais ab
Der österreichische Identitären-Aktivist Martin Sellner ist am Flughafen Beauvais (FR) abgewiesen worden. Das berichtet Le Figaro, Sellner schreibt es selbst auf X. Er werde am Freitag ausgewiesen, schreibt Sellner. Er wollte in einer Pariser Buchhandlung sein Buch «Remigration» signieren. Die Schweiz hatte ihm laut Le Figaro am 19. Oktober die Einreise verboten, Deutschland im März. Ein für Samstag geplantes Treffen der Ultrarechten zur «Remigration» in Le Plessis-Robinson ist ebenfalls verboten.
Lérida (ES): Mossos nehmen 16-Jährigen fest, der über «Blocus Lleida» zu Plünderungen aufrief
Die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra nimmt in Bellmunt bei Lérida (ES) einen 16-Jährigen fest. Das berichtet ABC. Der Jugendliche soll den Kanal «Blocus Lleida» gegründet haben. Darin rief er laut den Mossos zu Plünderungen und Angriffen auf die Polizei am 31. Oktober auf. Ihm wird Verschwörung zu Störungen der öffentlichen Ordnung vorgeworfen. Zuvor hatte die Nationalpolizei in Valencia einen 17-Jährigen wegen der Kanäle «Blocus Vlc» festgenommen.
Frankreich: Innenminister Nuñez warnt vor sehr hohem Risiko von Krawallen am 31. Oktober
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez warnt die Präfekten vor einem sehr hohen Risiko städtischer Gewalt am 31. Oktober. Das berichtet Le Figaro. In sozialen Netzwerken werde dazu aufgerufen, die Kundgebungen mit Halloween als Vorwand zu stören. Es ist der dritte Samstag in Folge mit Demonstrationsaufrufen in ganz Frankreich. Nuñez ruft die Präfekten in einem Telegramm zur Wachsamkeit auf.
Opfikon ZH: Kantonspolizei hebt illegales Pokerlokal aus
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwoch in Opfikon ZH ein illegales Pokerlokal kontrolliert. Das teilt die Polizei auf X mit. Sie handelte im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Sichergestellt wurden Bargeld und Spielutensilien.
Oberhausen (DE): Mann schiesst auf Auto, Polizei bildet Mordkommission
In Oberhausen (DE) soll ein 27-Jähriger aus Gelsenkirchen am Mittwochmittag auf einen 25-Jährigen geschossen haben. Das teilen Staatsanwaltschaft Duisburg und Polizei Essen mit. Der 25-Jährige sass in seinem Auto und blieb unverletzt. Die Polizei hat eine Mordkommission wegen versuchten Mordes eingerichtet.
Jena (DE): Oberlandesgericht verurteilt Iraker wegen IS-Mitgliedschaft zu viereinhalb Jahren
Das Oberlandesgericht in Jena (DE) verurteilt einen 66-jährigen Iraker zu vier Jahren und sieben Monaten Haft. Er war Mitglied des «Islamischen Staats». Das berichtet der Spiegel. Der Mann aus Mossul schloss sich laut Gericht 2014 dem IS an und arbeitete zunächst in der Propaganda. Später war er bei einer islamischen Polizei tätig und beteiligte sich an Kämpfen. Er sagt, sein Beitritt sei nicht freiwillig gewesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Deutschland: Douglas schliesst wegen der Gen-Z-Proteste am Samstag zwölf Filialen
Die Parfümeriekette Douglas schliesst am Samstag wegen der angekündigten Jugendproteste zwölf Filialen. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf dpa. Die Sicherheit von Mitarbeitenden und Kunden habe höchste Priorität, sagt eine Sprecherin. Auch in Frankfurt (DE) fürchten Ladenbesitzer laut FAZ Krawalle bei der Demonstration der Initiative «Gen Z regelt». Manche schliessen vorsorglich, andere buchen Sicherheitsdienste.
Heidelberg (DE): 28-Jähriger nach Messerangriff im Bus in Untersuchungshaft
Nach einem Messerangriff in Heidelberg (DE) sitzt ein 28-jähriger Deutscher in Untersuchungshaft. Das teilen Staatsanwaltschaft Heidelberg und Polizeipräsidium Mannheim mit. Er soll am 23. Oktober vor dem Hauptbahnhof in einen Bus gestiegen sein. Dabei sei er mit einer 25-jährigen Frau in Streit geraten. Ermittelt wird wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.
Verona (IT): Krankenpfleger soll seine Ehefrau mit Insulin getötet haben, Festnahme nach zwei Jahren
In Verona (IT) wird ein 35-jähriger Krankenpfleger wegen Mordes an seiner Ehefrau festgenommen. Das berichtet ANSA unter Berufung auf die Zeitung L'Arena. Er soll der 32-jährigen Jessica Dalla Chiara Insulin gespritzt haben. Sie erlitt Unterzuckerungsanfälle und starb am 24. Juni 2024. Der Mann soll danach eine Lebensversicherung seiner Frau kassiert haben.
Mailand (IT): 22-Jähriger soll Anschläge auf eine Synagoge und eine Moschee geplant haben
Die Carabinieri haben in Mailand (IT) einen 22-Jährigen festgenommen. Er wollte laut dem Innenministerium (IT) einen Anschlag auf eine Synagoge und eine Moschee verüben. Das teilt das Ministerium auf X mit. Die Auswertung seiner Geräte zeige eine terroristische Selbstausbildung. Er soll Chemikalien für den Bau von Sprengsätzen beschafft haben. Zudem verbreitete er laut dem Ministerium rassistische, die Schoah leugnende und fremdenfeindliche Propaganda.
Jönköping (SE): Anklage fordert mindestens sechs Jahre Haft für Pfleger wegen Vergewaltigung einer Sterbenden
Im Prozess gegen einen Krankenpfleger in Jönköping (SE) fordert die Anklage mindestens sechs Jahre Haft. Das berichtet SVT. Er soll im August im Spital Ryhov eine bewusstlose, sterbende Patientin vergewaltigt haben. Eine Kollegin ertappte ihn. Die Frau starb wenige Stunden später, laut Rechtsmedizin wohl an ihrer Krankheit. Die Anklage lautet auf schwere Vergewaltigung.
Skellefteå (SE): Mann wegen schweren sexuellen Übergriffs zu Haft und Ausweisung verurteilt
Ein Gericht in Skellefteå (SE) verurteilt einen Mann wegen schweren sexuellen Übergriffs zu einer Haftstrafe und zur Ausweisung. Das berichtet SVT. Er hatte im Juli eine junge Frau nach einer Ausgehnacht nach Hause gefahren und sie sexuell missbraucht. Die Anklage hatte eine Verurteilung wegen Vergewaltigung verlangt, das Gericht hielt das nicht für bewiesen.
Heilsbronn (DE): Unbekannter greift Joggerin an, Polizei ermittelt wegen versuchter Vergewaltigung
Ein Unbekannter hat am Mittwochabend in Heilsbronn (DE) eine Joggerin angegriffen. Das teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Der Mann griff sie gegen 17.30 Uhr von hinten an, würgte sie massiv und versuchte, sie zu entkleiden. Danach flüchtete er. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchter Vergewaltigung und sucht Zeugen.
Paris (FR): Behörden verbieten Forum und Kundgebung des Kollektivs Objectif Remigration
Die Polizeipräfektur Paris und der Präfekt der Hauts-de-Seine (FR) verbieten zwei Anlässe des rechtsextremen Kollektivs Objectif Remigration. Das teilt die Polizeipräfektur auf X mit, berichten franceinfo und Le Monde. Verboten sind ein Forum am Samstag in Le Plessis-Robinson und eine Kundgebung am Sonntag in Paris. Grund sind laut der Präfektur Risiken für die öffentliche Ordnung, vor allem nach dem Anschlag von Trappes. Die Verbote erfolgen auf Wunsch des Innenministers.
Innsbruck (AT): Mordanklage gegen zwei Brüder nach Leichenfund in einer Tiefkühltruhe
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck (AT) klagt zwei Brüder von 56 und 54 Jahren wegen Mordes an. Das berichtet Der Standard. Im November 2025 fand die Polizei in einer Innsbrucker Wohnung zwei Leichen in einer Tiefkühltruhe. Es waren eine 34-jährige Mutter und ihre zehnjährige Tochter. Der 56-jährige Freund der Frau soll beide am 21. Juli 2024 erstickt haben. Sein Bruder soll ihm geholfen haben. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.
Rostock (DE): Staatsanwaltschaft fordert im Mordfall Fabian lebenslange Haft für Gina H.
Im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow (DE) fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft. Das berichten Spiegel und Welt. Staatsanwalt Oliver Schley plädiert auf Mord und beantragt die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die 30-jährige Gina H. soll den Jungen am 10. Oktober 2025 bei Klein Upahl erstochen haben. Sie bestreitet die Vorwürfe. Ein Geständnis oder direkte Tatzeugen gibt es laut Spiegel nicht.
Brand-Prozess: Ehefrau Laura Brand nennt ihn vor Gericht fürsorglich und einen wunderbaren Vater
Im Vergewaltigungsprozess gegen Russell Brand (GB) sagt seine Ehefrau Laura Brand aus. Das berichten BBC, Guardian und TheJournal.ie. Sie nennt ihn vor dem Southwark Crown Court fürsorglich, freundlich und einen wunderbaren Vater. Auf die Frage, ob er sie respektiere, wenn sie keinen Sex wolle, sagt sie laut BBC: absolut. Brand ist in sieben Punkten angeklagt, darunter dreifache Vergewaltigung. Er bestreitet alle Vorwürfe.
Opheusden (NL): Ausschreitungen nach Demonstration gegen Asylzentrum, zwei Festnahmen
Nach einer Demonstration gegen ein geplantes Asylzentrum in Opheusden (NL) kommt es zu Ausschreitungen. Das berichtet NOS. Demonstrierende warfen schweres Feuerwerk, die Bereitschaftspolizei löste die Menge auf. Die Polizei nahm einen Minderjährigen und einen 19-Jährigen fest. Laut De Gelderlander sprach zuvor eine rechtsextreme Gruppe vor rund 200 Menschen. Schon im September waren Proteste in Opheusden eskaliert, damals mit 14 Festnahmen.
Thurgau: Laut Kantonspolizei dieses Jahr knapp 900 Delikte junger Männer aus dem Maghreb
Junge Männer aus Nordafrika beschäftigen die Polizei seit Jahren. Das berichtet die SRF-«Rundschau». Im Thurgau zählte die Kantonspolizei 2025 rund 1000 Delikte, mehrheitlich von jungen Männern aus Marokko, Tunesien und Algerien. Dieses Jahr sind es laut Polizeisprecher Matthias Graf bereits knapp 900, vor allem Vermögensdelikte. Laut Bundeszahlen, die Blick veröffentlichte, wurden 2024 80 Prozent der Nordafrikaner mit Asylstatus einer Straftat beschuldigt. Bis Ende September gab es in der Schweiz 15'667 Asylgesuche, 17 Prozent von Personen aus dem Maghreb. Festnahmen und kurze Haftstrafen schrecken laut SRF viele nicht ab.
Reggio Emilia (IT): 76-Jähriger soll seinen Cousin mit einem Krapfen erstickt haben
Die Carabinieri in Reggio Emilia (IT) ermitteln gegen einen 76-Jährigen wegen Mordes an seinem Cousin. Das berichtet Repubblica. Der 74-Jährige lebte in einer Pflegeeinrichtung und litt an einer schweren Schluckstörung. Er durfte nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. Der Verdächtige soll ihm einen Cremekrapfen gebracht haben, an dem er erstickte. Der 76-Jährige war laut Anklage sein gesetzlicher Vormund. Als Motiv nennt die Anklage das Erbe. Der Verdächtige steht unter Hausarrest.
Pozzuoli (IT): Staatsanwaltschaft wirft acht Verdächtigen nach Angriff auf Fan versuchten Mord vor
Die Staatsanwaltschaften von Neapel (IT) werfen acht Verdächtigen versuchten Mord vor. Das berichtet ANSA. Nach dem Spiel Puteolana gegen Portici am Sonntag war ein 34-jähriger Fan mit einem Holzknüppel am Kopf getroffen worden. Mario Spedaliere liegt laut ANSA im künstlichen Koma im Spital von Pozzuoli (IT). Ein 19-jähriger Puteolana-Ultra hat den Angriff gestanden und ist festgenommen. Unter den Verdächtigen sind fünf Erwachsene und drei Minderjährige. Auch dem Opfer wird laut ANSA schwere Schlägerei vorgeworfen.
Deutschland: Zahl der Geduldeten steigt laut Bundesregierung (DE) wieder auf über 200'000
In Deutschland leben wieder deutlich mehr Geduldete. Das berichtet Welt unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung (DE) an die Grünen-Abgeordnete Filiz Polat. Ende September hatten 200'601 Menschen eine Duldung. Ausreisepflichtig waren laut Bundesinnenministerium 256'873 Menschen. Ende 2025 hatten 190'974 von 232'067 Ausreisepflichtigen eine Duldung. Geduldete können vorerst nicht abgeschoben werden, etwa wegen fehlender Papiere oder Krankheit.
Fall Deranque: Antiterror-Polizei befragt den LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault
Die Antiterror-Polizei SDAT hat den LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault (FR) am Dienstag befragt. Das berichten Le Figaro und franceinfo. Es geht um den Tod von Quentin Deranque in Lyon (FR). Am 12. Februar schlugen mehrere Vermummte auf den 23-Jährigen ein, als er am Boden lag. Laut franceinfo wird ein parlamentarischer Mitarbeiter Arnaults verdächtigt, an der Gewalt beteiligt gewesen zu sein. Arnault ist Mitgründer der antifaschistischen Bewegung Jeune Garde. Die Befragung erfolgte laut franceinfo als freie Anhörung.
Spanien: Polizei nimmt Gründer der Kanäle «Blocus Vlc» fest, die zu Plünderungen aufriefen
Die spanische Nationalpolizei hat den Gründer der Kommunikationskanäle «Blocus Vlc» festgenommen. Das teilt die Polizei auf X mit. Er soll darin zur Plünderung von Geschäften in der Stadt aufgerufen haben. Laut Polizei gab er der Gruppe Datum und Uhrzeit der Überfälle vor. Die Kanäle sind laut Polizei geschlossen, einer hatte über 400 Nutzer.
Ockelbo (SE): Gericht lehnt Haft für Frau ab, die unter Mordverdacht steht
Das Gericht in Gävle (SE) lehnt die Untersuchungshaft für eine Frau ab. Sie wird des Mordes an einem 70-jährigen Mann in Ockelbo verdächtigt. Das berichtet SVT. Die Beweise der Staatsanwaltschaft reichten laut dem Gericht nicht aus. Die Frau bestreitet die Tat. Der Mann war Anfang Woche tot in einer Wohnung gefunden worden.
Nidwalden führt die Bezahlkarte für Asylsuchende schrittweise ein
Der Kanton Nidwalden führt eine Bezahlkarte für Flüchtlinge schrittweise ein. Das berichtet watson. Zuerst erhalten Asylsuchende und abgewiesene Personen mit Wegweisungsentscheid eine Karte. Der Regierungsrat rechnet mit rund 95 Personen und Kosten von rund 5000 Franken pro Jahr. Eine Ausweitung auf vorläufig Aufgenommene und Schutzbedürftige wird geprüft, das wären 425 Personen. Anlass ist ein Postulat von SVP-Landrätin Angela Christen.
Stockholm (SE): Urteil gegen 27-Jährigen, der 56 Handgranaten im Keller versteckte
Ein Gericht in Stockholm (SE) urteilt am Donnerstag über einen 27-Jährigen, der 56 Handgranaten in einem Keller in Fruängen versteckte. Das berichtet SVT. Er nahm die Granaten laut SVT wegen wachsender Drogenschulden bei Mitgliedern des kriminellen Netzwerks Foxtrot an. Er alarmierte selbst die Polizei, was zu weiteren Granatenfunden im Land führte. Die Anklägerin fordert neun Jahre Haft für den Mann, der ihn erpresst haben soll. Für den 27-Jährigen verlangt sie wegen seiner Mitwirkung eine reduzierte Strafe.
Thun BE: Grossbrand in einem Waffengeschäft unter Kontrolle, laut Polizei niemand verletzt
In einem Waffengeschäft an der Tempelstrasse in Thun BE ist ein Grossbrand ausgebrochen. Das teilt die Kantonspolizei Bern auf X mit. Verletzt wurde laut Polizei nach dem ersten Kenntnisstand niemand. Inzwischen ist der Brand laut Polizei unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauern voraussichtlich bis am späten Nachmittag. Für den Verkehr ist eine Umleitung eingerichtet. Weitere Informationen will die Polizei in einer Medienmitteilung geben.
Ragusa (IT): Minderjährige wegen terroristischer Selbstausbildung in Gemeinschaftsunterkunft eingewiesen
Die Polizei in Ragusa (IT) vollzieht eine Massnahme gegen eine Minderjährige: Sie wird in eine Gemeinschaftseinrichtung eingewiesen. Das teilt die Staatspolizei auf X mit. Gegen sie wird wegen terroristischer Selbstausbildung und Verherrlichung mit terroristischer Absicht ermittelt. Der Inlandgeheimdienst AISI hatte laut der Polizei dschihadistische Inhalte gemeldet, die sie in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte.
Glasgow (GB): Drei Männer nach Angriff auf Celtic-Fan beim Old-Firm-Derby zu Haft verurteilt
Drei Männer aus Nordirland werden für einen brutalen Angriff auf einen Fussballfan in Glasgow (GB) zu Haftstrafen verurteilt. Das berichtet GB News. Sie hatten gestanden, einen 48-Jährigen am 8. März vor dem Ibrox-Stadion angegriffen zu haben. Das Opfer wollte nach dem Old-Firm-Derby in einen Bus der Celtic-Fans steigen. Die Männer traten auf den am Boden liegenden Mann ein, bis er bewusstlos war. Laut dem Gericht wurde er auch wegen seiner Religion beschimpft.
Tipperary (IE): 32-Jähriger gesteht Totschlag an einem 80-jährigen Rentner, bestreitet Mord
Ein 32-jähriger Mann bekennt sich vor dem Zentralen Strafgericht in Cork (IE) des Totschlags an einem 80-jährigen Rentner schuldig. Das berichtet die Irish Times. Den Mord bestreitet er. Timothy Murnane starb am 12. September 2025 in seinem Haus in Tipperary. Der Angeklagte gesteht auch zwei Einbrüche in das Haus des Opfers und einen weiteren Einbruch in der Nachbarschaft.
Västervik (SE): Polizei ermittelt nach Stichverletzungen eines 25-Jährigen wegen Mordversuchs
Die Polizei in Västervik (SE) ermittelt wegen versuchten Mordes. Das berichtet SVT. Ein 25-jähriger Mann suchte das Spital mit mutmasslichen Stich- und Schnittverletzungen auf. Wie er sich die Verletzungen zuzog, ist laut Polizeisprecherin Katarina Rusin unklar. Der Mann wird im Spital behandelt und soll später befragt werden.
Studie aus West Point: CSD-Anschlag in Berlin wäre laut Autoren womöglich zu verhindern gewesen
Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin (DE) im Juli hätte laut einer Studie womöglich verhindert werden können. Das berichtet NIUS unter Berufung auf Bild. Die Terrorismusforscher Nikolaus Stockhammer und Adrian Shtuni veröffentlichten sie beim Combating Terrorism Center der US-Militärakademie West Point. Sie kritisieren vor allem die mangelnde Abstimmung der Behörden. Der Bundesnachrichtendienst habe bereits im Mai 2025 auf Risiken hingewiesen. Der Täter Abdoul Ballout war im Mai 2026 zu 22 Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Weil das Urteil nicht rechtskräftig war, war er zur Tatzeit auf freiem Fuss. Beim Anschlag am 25. Juli starb eine 65-jährige Polin, über 30 Menschen wurden verletzt.
Uppsala (SE): Bereits verurteilter Arzt steht wegen Vergewaltigung neun weiterer Patienten vor Gericht
Ein Arzt der Region Uppsala (SE) kann am Donnerstag wegen der Vergewaltigung von neun weiteren Patienten verurteilt werden. Das berichtet SVT. Das Berufungsgericht hatte ihn bereits zu acht Jahren Haft wegen Vergewaltigung von neun Patienten in Uppsala und Stockholm verurteilt. Er bestreitet die Taten. Laut SVT sollen junge Männer betroffen sein, die ihn wegen heikler Leiden aufsuchten. Die neuen Anzeigen gingen schon während des ersten Prozesses ein. Laut Oberstaatsanwalt Gunnar Brodin war das Vorgehen dasselbe wie bei den früheren Taten.
Tarragona (ES): Mann in seinem Spitalzimmer erschossen
Im Spital Joan XXIII in Tarragona (ES) wird ein Mann in seinem Zimmer erschossen. Das berichtet ABC. Der Angriff geschah gegen 3 Uhr morgens. Der Mann lag im Spital, weil er vor einigen Tagen in Salou (ES) durch mehrere Schüsse verletzt worden war. Er war laut ABC von der Intensivstation auf eine normale Abteilung verlegt worden. Die Mossos d'Esquadra ermitteln. Laut ABC ist es das neunte Tötungsdelikt mit Schusswaffe in Katalonien in diesem Jahr.
Trappes (FR): Verdächtiger wegen terroristischen Mordes angeklagt, zielte laut Christen auf Muslime und Afrikaner
Gegen den Verdächtigen des Anschlags von Trappes (FR) läuft ein formelles Ermittlungsverfahren. Der Vorwurf lautet auf Mord und versuchten Mord im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen. Das berichtet Le Monde. Der 39-jährige Kevin T. hat laut Staatsanwalt Olivier Christen gezielt auf muslimische, afrikanische und nordafrikanische Menschen geschossen. Trappes habe er laut Christen als Hochburg von Islamisten bezeichnet. Eine terroristische Absicht bestreitet er laut franceinfo. Drei Tage vor dem Anschlag wurde er laut franceinfo festgenommen, weil er an einer Tankstelle einen Schwarzen angegriffen hatte. Er kam laut franceinfo vor seiner Befragung wieder frei. In seiner Wohnung fand die Polizei laut Christen 30 selbst gemachte Aufkleber mit Parolen für Frankreich und den RN. Beim Anschlag am 23. Oktober starb ein 26-Jähriger, sieben Menschen wurden verletzt. Am Donnerstagabend kam er laut franceinfo in Untersuchungshaft.
Paris (FR): Ex-Staatssekretär Jean-Vincent Placé steht wegen sexueller Übergriffe vor Gericht
Der frühere grüne Staatssekretär Jean-Vincent Placé steht am Donnerstag vor dem Strafgericht in Paris (FR). Das berichtet Le Figaro unter Berufung auf AFP. Ihm werden sexuelle Übergriffe auf zwei Frauen vorgeworfen, darunter eine frühere Mitarbeiterin. Placé bestreitet alle Vorwürfe. Die Taten sollen sich 2016 und 2017 in Südkorea ereignet haben. Die Anklage wertet den Missbrauch seiner Amtsstellung als erschwerend. Placé ist bereits wegen sexueller Belästigung verurteilt.
Laut Repubblica warnten Geheimdienste das Innenministerium (IT) zwei Tage vor den Krawallen von Mailand
Die Geheimdienste und die Präventionspolizei warnten das Innenministerium (IT) 48 Stunden vor den Krawallen vom 17. Oktober in Mailand. Das berichtet die Repubblica. Das Risiko von Gewalt auf den Strassen sei konkret gewesen, kein allgemeiner Alarm. An einer Sitzung des Antiterror-Analysekomitees CASA hätten die Sicherheitsbehörden zwei Konten in sozialen Netzwerken gemeldet. Laut Repubblica wurde die Warnung vom Innenministerium (IT) nicht beachtet. Eine Stellungnahme des Ministeriums liegt in den Quellen nicht vor.
Madrid (ES): Polizei misstraut Absage von Blocus und hält bis zu 200 Bereitschaftspolizisten bereit
Die spanische Nationalpolizei hält für Samstag, Halloween, in Madrid (ES) 150 bis 200 Bereitschaftspolizisten bereit. Das berichtet ABC unter Berufung auf Polizeiquellen. Die Gruppe Blocus hatte für den 31. Oktober Krawalle im Stadtzentrum angekündigt und sie dann abgesagt. Die Polizei traut der Absage laut ABC nicht. Die Quellen von ABC nennen den Einsatz «etwas knapp», gemessen an den Krawallen in Barcelona vom 24. Oktober. Blocus hat seit Barcelona laut ABC Dutzende Konten in sozialen Netzwerken eröffnet und geschlossen.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.