Gestern Samstag, 31. Oktober 2026
US-Aussenminister Rubio sagt, niemand behaupte, ein Ukraine-Frieden stehe kurz bevor, berichten RIA Nowosti und TASS. Präsident Trump sieht laut TASS einen Deal näher rücken. Rubio und Lawrow besprachen laut RIA Nowosti kurz ein mögliches Treffen von Putin und Trump am APEC-Gipfel in China.
Präsident Selenskyj und Präsident Erdoğan vereinbaren laut Selenskyj Arbeit an einem Getreidekorridor im Schwarzen Meer. Ein Dreiertreffen ist laut Selenskyj für die erste Novemberhälfte in Vorbereitung. Finnlands Präsident Stubb sagt, das Telefonat mit Putin sei auf Bitte der Ukraine erfolgt.
Die Evakuierten aus Oleschky (UA, besetzt) erreichen laut Präsident Selenskyj die Ukraine. Russlands Sonderbotschafter Miroschnik wirft der Ukraine vor, eine Drohne habe bei Oleschky ein Zivilauto getroffen. Eine unabhängige Bestätigung gibt es laut Nowaja Gaseta Europa nicht.
Die US-Botschaft warnt vor Gefahr vieler Opfer in Moskau (RU), berichtet The Moscow Times. Der russische Geheimdienst FSB bestätigt laut TASS einen Hinweis der USA auf einen geplanten Terroranschlag.
Moskaus Bürgermeister Sobjanin meldet 19 abgeschossene Drohnen. Der ukrainische Generalstab meldet einen Schlag auf das Werk Kamenski in Kamensk-Schachtinski (RU).
Russland trifft laut Präsident Selenskyj Heizkraftwerke in Kiew (UA) und Schostka (UA). In Pawlohrad (UA) meldet die Gebietsverwaltung acht Verletzte, darunter drei Kinder. Präsident Selenskyj begrüsst 500 Patriot-Raketen, die Lieferung könne aber erst in einigen Jahren beginnen. Für die Finanzierung hofft er laut Ukrinform auf europäische Partner.
Ausserdem: Experte Omeltschenko nennt das Kraftwerk Prydniprowska laut RIA Nowosti zerstört. Daneben: Kiew stimmte laut Kyiv Independent nie einer Raffinerie-Pause zu, DeepState meldet russischen Vorstoss bei Mykolajiwka (UA).
Das Verteidigungsministerium (RU) nennt das Heizkraftwerk TEZ-6 in Kiew einen Energieversorger militärischer Logistik. Kiews Bürgermeister Klitschko meldet laut RIA Nowosti einen beschädigten Infrastrukturbetrieb.
Meldungen
Ukraine und NATO-Programm DIANA unterzeichnen Memorandum zu Verteidigungstechnologien
Der stellvertretende Verteidigungsminister Serhij Bojew und Vertreter des NATO-Innovationsprogramms DIANA unterzeichneten ein Memorandum. Das meldet das ukrainische Verteidigungsministerium laut Ukrinform. Es sei das erste Abkommen dieser Art zwischen DIANA und einem NATO-Partnerland. Es bringe zusätzliche Mittel für gemeinsame Projekte.
Kramatorsk (UA): Luftangriff zerstört laut Stadtchef Honcharenko das Gebäude des Stadtrats
Ein russischer Luftangriff hat am Samstag das Gebäude des Exekutivkomitees des Stadtrats von Kramatorsk (UA) zerstört. Das schreibt Oleksandr Honcharenko, Chef der städtischen Militärverwaltung, laut Kyiv Independent. Das Haus am Friedensplatz überstand die Besetzung durch von Russland gestützte Milizen im Jahr 2014. Angaben zu Opfern dieses Angriffs lagen zunächst nicht vor. Bei russischen Angriffen auf Kramatorsk und Slowjansk wurden am 31. Oktober laut Ukrinform sechs Menschen verletzt.
Selenskyj: Dreiergespräche möglich vom 6. bis 10. November in Abu Dhabi
Das Treffen von Ukraine, USA und Russland könnte laut Präsident Selenskyj zwischen dem 6. und dem 10. November stattfinden. Das sagte er in einem Interview mit dem US-Journalisten Tony Perkins, berichtet Ukrinform. Als Ort sei vorläufig Abu Dhabi vorgesehen. Er wisse aber nicht, ob es genau bei diesen Daten und diesem Ort bleibe. Die Ukraine unterstütze den US-Vorschlag für Gespräche auf technischer Ebene.
Selenskyj hofft auf Europäer für die Finanzierung von 500 Patriot-Raketen
Präsident Selenskyj will die 500 Patriot-Raketen aus den USA mit Hilfe von Partnern finanzieren, vor allem europäischen. Das sagt er in der Türkei, berichtet Ukrinform. Für den Winter reiche der Bestand nicht, sagt er. Die Lieferung habe sich um mehrere Jahre verschoben. Das Angebot der USA nennt er sehr gut.
Dnipro (UA): Experte Omeltschenko nennt Kraftwerk Prydniprowska laut russischen Medien zerstört, unbestätigt
Das Wärmekraftwerk Prydniprowska in Dnipro (UA) ist laut dem ukrainischen Energieexperten Wolodymyr Omeltschenko zerstört. Das melden RIA Nowosti und Rossijskaja Gaseta, sie berufen sich auf das Portal Strana.ua. Wann es wieder läuft, sei unbekannt. Offiziell wurde laut den Berichten kein Stillstand gemeldet. Dnipro ist laut den Berichten seit zwei Tagen ohne Strom.
Kiew (UA): Trümmer fallen auf Einkaufszentrum in Obolon, laut Militärverwaltung ein 12-jähriges Mädchen verletzt
Im Kiewer Bezirk Obolon sind Trümmer auf das Gelände eines Einkaufszentrums gefallen. Das teilt die Kiewer Militärverwaltung mit. Verletzt ist laut ihrer Präzisierung ein 12-jähriges Mädchen, zuerst hatte sie von einer Frau gesprochen. Das Mädchen wurde vor Ort behandelt, berichtet Ukrainska Pravda.
Rubio: Niemand behauptet, ein Ukraine-Frieden stehe kurz bevor, Treffen Putin-Trump in China besprochen
US-Aussenminister Marco Rubio sagt, niemand behaupte, ein Verhandlungsfrieden in der Ukraine stehe kurz bevor. Das berichten RIA Nowosti und TASS von seiner Pressekonferenz in Atlanta (US). Präsident Trump hatte laut TASS am selben Tag gesagt, ein Deal rücke näher. Mit Russlands Aussenminister Lawrow besprach Rubio laut RIA Nowosti kurz ein Treffen von Putin und Trump. Es geht um den APEC-Gipfel in China im November. Trump entscheide später, ob er Präsident Selenskyj zum G20-Gipfel im Dezember einlädt, meldet TASS. Die Türkei schickte den USA laut Rubio vor rund einer Woche Ideen für Getreidelieferungen im Schwarzen Meer, berichtet Kommersant.
«Ich glaube nicht, dass hier jemand behauptet, wir stünden an der Schwelle zu einer Regelung»
«Я не думаю, что кто-то здесь утверждает, будто мы стоим на пороге урегулирования»
Front: DeepState meldet russischen Vorstoss bei Mykolajiwka, Moskau bis zu 1220 ukrainische Verluste
Die ukrainische OSINT-Karte DeepState meldet einen russischen Vorstoss bei Mykolajiwka (UA). Das Verteidigungsministerium (RU) meldet laut RIA Nowosti verbesserte Positionen seiner Truppen. Die ukrainische Armee habe bis zu 1220 Soldaten verloren. Der ukrainische Generalstab meldet Treffer auf vier russische Lager im besetzten Teil der Gebiete Donezk, Saporischschja und Luhansk. Das sind Angaben der Kriegsparteien, sie sind nicht unabhängig bestätigt.
Laut Kyiv Independent stimmte Kiew nie einer Raffinerie-Pause zu, Kushner schlug 30 Tage vor
Die Ukraine hat laut ukrainischen Beamten nie einer Pause bei Angriffen auf russische Raffinerien zugestimmt. Das berichtet der Kyiv Independent. Das Wall Street Journal hatte am 29. Oktober von einer solchen Pause berichtet. US-Gesandter Jared Kushner habe 30 Tage vorgeschlagen, sagt ein hoher ukrainischer Beamter der Zeitung. Einen solchen Befehl habe niemand gegeben.
Selenskyj: Arbeit mit Erdoğan an Getreidekorridor vereinbart, Dreiertreffen auch in der Türkei möglich
Präsident Selenskyj und der türkische Präsident Erdoğan wollen an einem Getreidekorridor im Schwarzen Meer arbeiten. Das schreibt Selenskyj auf X nach dem Treffen in Istanbul. Die Ukraine, die USA und Russland bereiten laut Selenskyj ein Dreiertreffen für die erste Novemberhälfte vor, berichtet Ukrainska Pravda. Besprochen wurden auch eine Beteiligung der Türkei und Europas sowie ein Treffen in der Türkei. Erdoğan nennt Angriffe auf Handelsschiffe unzulässig, meldet Interfax. Russlands Aussenminister Lawrow hatte in Atlanta gesagt, Selenskyj solle für ein Treffen mit Putin nach Moskau kommen. Eine Reaktion Moskaus auf den Vorschlag liegt in den Quellen nicht vor.
«Wir bereiten derzeit ein Dreiertreffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland in der ersten Novemberhälfte vor.»
«We're currently preparing for a trilateral meeting between Ukraine, the US and Russia in the first half of November.»
Pawlohrad (UA): Laut Gebietsverwaltung acht Verletzte, darunter drei Kinder, DTEK meldet Angriff auf Kohleanlagen
Bei einem russischen Angriff auf Pawlohrad (UA) sind acht Menschen verletzt worden, darunter drei Kinder. Das meldet die Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk auf Telegram. Mehrere Wohnhäuser seien beschädigt, berichtet Ukrinform. Der Energiekonzern DTEK meldet zudem einen Angriff auf Kohleanlagen im selben Gebiet, berichtet Ukrainska Pravda. Drei Mitarbeitende seien verletzt.
Stubb: Telefonat mit Putin auf Bitte Kiews, er überbrachte zwei Botschaften Selenskyjs
Finnlands Präsident Alexander Stubb sagt, das Telefonat mit Putin vom 27. Oktober sei auf Bitte der Ukraine erfolgt. Das sagt er dem Sender Yle, melden TASS und Kyiv Post. Laut Ukrainska Pravda überbrachte er zwei Botschaften von Präsident Selenskyj. Selenskyj sei zu direkten Gesprächen über Gebiete und Sicherheit bereit. Zudem schlage Kiew Waffenruhen vor, etwa für Energieanlagen. Einen Vortrag Putins über slawische Geschichte, wie ihn die Financial Times beschrieb, weist Stubb zurück. Finnland sei kein Vermittler, zitiert ihn TASS.
«Es ging darum, auf Bitte der Ukraine einen Kommunikationskanal zu öffnen»
«This was about opening a channel of communication at Ukraine’s request»
Moskau (RU): Sobjanin meldet 19 abgeschossene Drohnen, laut Astra Brand nahe Scheremetjewo
Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin meldet am Samstag 19 abgeschossene Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt. Das berichten Interfax und TASS. Scheremetjewo (RU) wurde am Morgen wegen der Angriffe eingeschränkt, meldet Kommersant. Eine Luftalarm-Meldung für den Flughafen bestreitet Scheremetjewo. Nördlich des Flughafens brennt laut dem Medium Astra ein Wald nahe einem Tanklager, berichtet Ukrinform. Charter 97 nennt laut Monitoring-Kanälen auch einen Brand an einer Reformieranlage. Dafür gibt es laut Charter 97 keine unabhängige Bestätigung.
US-Botschaft warnt vor Gefahr vieler Opfer in Moskau (RU), FSB meldet US-Hinweis auf Anschlag
Die US-Botschaft in Moskau (RU) warnt vor einer glaubwürdigen Gefahr eines Ereignisses mit vielen Opfern. Das berichtet The Moscow Times. Es geht um den 31. Oktober und das Museumsreservat Zarizyno. Die Regierung (US) stimme sich mit den russischen Behörden ab. Der russische Geheimdienst FSB bestätigt laut TASS einen Hinweis der USA auf einen geplanten Terroranschlag in Moskau. Es würden entsprechende Massnahmen ergriffen. Kreml-Gesandter Kirill Dmitriev schreibt auf X, die USA hätten aus gutem Willen informiert. Die USA warnten laut The Moscow Times auch vor dem Anschlag auf die Crocus City Hall 2024.
«Wir haben über bestehende Kooperationskanäle Informationen aus den USA über die Vorbereitung eines Terroranschlags in Moskau erhalten.»
«We have received information from the US through established channels of cooperation about preparations for a terrorist attack in Moscow.»
Russland meldet Treffer auf Frachter 37 Kilometer südlich von Odessa (UA)
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet einen Treffer auf einen Frachter 37 Kilometer südlich von Odessa (UA). Das Schiff habe Güter für die ukrainische Armee transportiert, berichtet Interfax. Es seien Drohnenangriffe auf Schiffe mit Militärgütern fortgesetzt worden. Das sind Angaben des russischen Ministeriums. Eine ukrainische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Aussenminister Miliband (GB) wirft Lawrow beim G20-Treffen in Atlanta Tötung von Zivilisten vor
Der britische Aussenminister Ed Miliband hat Lawrow beim G20-Treffen in Atlanta direkt konfrontiert. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Sky News. Miliband nennt Russland den Aggressor. Russische Drohnen hätten am Vortag an einem Bahnhof in Dnipro (UA) 15 Menschen getötet, sagt er.
«Wir alle wissen, dass Sie der Aggressor sind.»
«We all know you are the aggressor.»
Trump sieht laut TASS die Ukraine-Verhandlungen nahe an einem Deal
US-Präsident Trump erklärt, ein Deal im Ukraine-Krieg rücke näher. Das melden TASS und Rossijskaja Gaseta. Die Chance sei laut TASS ziemlich gut. Trump hat laut RBK schon mehrfach gesagt, die Seiten seien einem Friedensabkommen näher gekommen. Der Kreml nannte solche Aussagen laut RBK einen dehnbaren Begriff.
Laut Kyiv Post sind 5,8 Milliarden Euro EU-Hilfe wegen fehlender Reformen gefährdet
Der Ukraine drohen 5,8 Milliarden Euro Finanzhilfe zu entgehen, weil Reformen ausstehen. Das berichtet die Kyiv Post aus dem Oktober-Bericht der Koalition RRR4U. Davon hängen 4,8 Milliarden Euro vom Parlament ab. Am 2. Oktober erhielt die Ukraine 2,9 Milliarden Euro aus der Ukraine-Fazilität der EU. Laut Kyiv Post verlangt auch das IWF-Programm über 8,1 Milliarden Dollar Abstimmungen im Parlament.
Evakuierte aus Oleschky erreichen die Ukraine, Moskau wirft Kiew Bruch der Feuerpause vor
Die Evakuierten aus Oleschky (UA, besetzt) haben die Ukraine erreicht. Sie überquerten die Grenze im Gebiet Tschernihiw (UA), teilt Präsident Selenskyj mit, berichtet Ukrainska Pravda. Die genaue Zahl nennt Ombudsmann Lubinez laut Operatyvnyi ZSU erst nach einer Prüfung. Die älteste Person ist laut ihm 94 Jahre alt, die jüngste gut ein Jahr. Selenskyj dankt den USA und First Lady Melania Trump für die Vermittlung. Die russische Ombudsfrau Jana Lantratowa meldet laut RBK eine Vereinbarung über regelmässige humanitäre Missionen. Russlands Sonderbotschafter Rodion Miroschnik wirft der Ukraine vor, eine Drohne habe bei Oleschky ein Zivilauto getroffen. Zwei Menschen seien verletzt, meldet Nowaja Gaseta Europa. Eine unabhängige Bestätigung gibt es laut der Zeitung nicht.
«Ukrainische Bürger aus Oleschky haben inzwischen die ukrainische Grenze im Gebiet Tschernihiw überquert.»
«As of now, Ukrainian citizens from Oleshky have crossed the Ukrainian border in the Chernihiv region.»
Selenskyj: Russland trifft Heizkraftwerke in Kiew und Schostka, rund 200'000 Haushalte bei Dnipro stromlos
Russland hat laut Präsident Selenskyj Heizkraftwerke in Kiew (UA) und Schostka (UA) getroffen. Im Gebiet Dnipropetrowsk (UA) seien vier Umspannwerke und eine Gasanlage getroffen worden, in Dnipro und Charkiw (UA) Bahnanlagen. Das schreibt Selenskyj am Samstag. Rund 200'000 Haushalte in Dnipro und Umgebung und über 80'000 im Gebiet Kiew hätten keinen Strom. Das russische Verteidigungsministerium hatte Treffer auf das Heizkraftwerk TEZ-6 gemeldet und spricht von militärischer Logistik. Laut DTEK sind grosse Teile von Dnipro und Kamjanske (UA) ohne Strom, berichtet Ukrainska Pravda.
«Diese russischen Schläge haben in unseren Regionen eine schwierige Lage bei der Stromversorgung geschaffen.»
«These Russian strikes have created a difficult situation with electricity supplies across our regions.»
Slowjansk (UA): Laut ukrainischen Behörden zwei Tote, darunter ein 16-Jähriger, im Gebiet Charkiw Verletzte
Bei russischen Angriffen im Gebiet Donezk (UA) und Charkiw (UA) starben am Freitag laut den Behörden zwei Menschen. Das berichtet Ukrainska Pravda. In Slowjansk (UA) starben ein 73-Jähriger und ein 16-Jähriger, der mit seinen Eltern im Auto sass. Die Eltern wurden verletzt. Insgesamt zählen die Behörden 23 Verletzte. Das sind ukrainische Angaben, eine russische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Kiew (UA): Laut Rossijskaja Gaseta bis 17,5 Stunden ohne Strom, DTEK bestätigt Notabschaltungen
In Teilen von Kiew (UA) fällt der Strom am Samstag laut Abschaltplänen 15 bis 17,5 Stunden aus. Das schreibt die staatliche russische Rossijskaja Gaseta und beruft sich auf das Portal Strana.ua. Der Energiekonzern DTEK bestätigt laut der Zeitung Notabschaltungen. Das Verteidigungsministerium (RU) hatte einen Schlag auf das Heizkraftwerk TEZ-6 gemeldet. Das sind Angaben russischer Medien, eine ukrainische Bestätigung der Dauer liegt in den Quellen nicht vor.
Russland meldet 604 abgeschossene Drohnen und sechs Raketen, darunter vier «Flamingo», binnen eines Tages
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet binnen eines Tages 604 abgeschossene ukrainische Drohnen. Dazu kämen vier Marschflugkörper «Flamingo» und zwei Raketen «Neptun». Das berichten TASS und RIA Nowosti. Der ukrainische Generalstab meldet einen Schlag mit Drohnen und Neptun-Raketen auf das Werk Kamenski in Kamensk-Schachtinski (RU). Ein Lager für Fertigprodukte brenne, vier Produktionshallen seien beschädigt. Das Werk stellt laut Generalstab festen Raketentreibstoff her.
Laut Economist bis 770'000 tote russische Soldaten, bis 2,1 Millionen Tote und Verwundete
Russland hat im Krieg 374'000 bis 770'000 Soldaten verloren. Das schätzt The Economist, berichtet das belarussische Oppositionsmedium Charter 97. Mit den Verwundeten seien es 1,4 bis 2,1 Millionen. Das Blatt rechnet mit einem Modell aus Daten westlicher Dienste, Verteidigungsministerien und Forschern. Im Mai lag seine Schätzung bei 280'000 bis 518'000 Toten. Moskau veröffentlicht laut Charter 97 keine Zahlen. Der ukrainische Generalstab nennt rund 1'588'170 russische Verluste.
Charkiw (UA): Gebietsverwaltung meldet russische Treffer in zwei Bezirken am Samstagmorgen
Russland hat am Samstagmorgen Ziele in den Bezirken Kiewer und Nemyschljanskyj in Charkiw (UA) getroffen. Das schreibt Gebietschef Oleh Synjehubow auf Telegram. Die Folgen werden noch geklärt, Verletzte sind bisher nicht gemeldet. Die ukrainische Luftwaffe warnte zuvor vor Geschossen vom Typ «Banderol» und Strahldrohnen über Charkiw. Die russische Agentur TASS meldet Explosionen in der Stadt. Bürgermeister Ihor Terechow spricht laut Ukrinform von zwei Einschlägen mit «Banderol»-Geschossen.
Russland: Laut Rossijskaja Gaseta vier Tote und 15 Verletzte bei Drohnenangriffen im Zentrum
Die Ukraine griff binnen eines Tages elf Regionen Zentralrusslands mit fast 550 Drohnen an. Das schreibt die staatliche Rossijskaja Gaseta. Vier Menschen starben, 15 wurden verletzt, auch durch Folgen früherer Tage. Drei Tote meldet Brjansk (RU), einen Belgorod (RU). Das Verteidigungsministerium (RU) nennt 546 abgeschossene Drohnen. Am Samstagmorgen fing die Luftabwehr laut Moskaus Bürgermeister Sobjanin binnen zwei Stunden elf Drohnen Richtung Moskau ab. Das sind russische Angaben, eine ukrainische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor. Der Flughafen Scheremetjewo unterbrach laut Kommersant den Betrieb.
Gomel (BY): Evakuierte aus Oleschky gelandet, sie sollen heute in die Ukraine weiterreisen
Einwohner von Oleschky (UA, besetzt) sind mit russischen Militärtransportern von Anapa (RU) nach Gomel (BY) geflogen. Das meldet das Verteidigungsministerium (RU) auf Telegram, es nennt den Einsatz «Menschenleben zuerst». Begleitet werden sie vom ukrainischen Ombudsmann Dmytro Lubinez. Laut dem ukrainischen Kanal Operatyvnyi ZSU ist das vierte und letzte Flugzeug gelandet. Von Gomel sollen sie laut RIA Nowosti über den Übergang Nowa Guta in die Ukraine reisen. Laut Operatyvnyi ZSU fahren sie heute mit Bussen weiter. Andere Evakuierte verbrachten laut Rossijskaja Gaseta die Nacht in einem Hotel in Simferopol (UA, von Russland annektiert). Laut Fraktionschef Dawyd Arachamia sind alle Evakuierten in wenigen Stunden auf ukrainischem Gebiet, berichtet Ukrinform. Der Buskonvoi fuhr laut BelTA, zitiert von Operatyvnyi ZSU, vom Flughafen Gomel ab.
Huljajpole (UA): Ukrainisches Korps meldet Söldner aus Afrika und Asien auf russischer Seite
Russland setzt bei Huljajpole (UA) Söldner aus Afrika und Asien ein. Das meldet das 7. Luftsturmkorps der Ukraine auf Telegram, berichtet Ukrinform. Sie würden mit zivilen Stellen gelockt und dann ohne Papiere und Telefon an die Front geschickt. Letzte Woche habe das Korps rund 900 russische Soldaten getötet oder verwundet. Das sind ukrainische Angaben. Eine russische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Medwedew zum Foto-Verzicht wegen Lawrow: Europäer wollen keine Normalisierung, nennt Polen einen «Verfassungsumsturz»
Dmitri Medwedew, Vizechef des russischen Sicherheitsrats, kommentiert das abgesagte G20-Foto in Atlanta (US). Die Europäer wollten keine Normalisierung mit Russland, schreibt er laut Rossijskaja Gaseta und RIA Nowosti auf Max. Er begrüsst, dass die Amerikaner das Foto strichen. Polen nennt er einen «Verfassungsumsturz». Das Vorgehen von Premier Tusk gleiche der Ukraine, schreibt Medwedew. Eine europäische Reaktion liegt in den Quellen nicht vor.
«Der Grund liegt in ihren inneren üblen Krankheiten: Ihre mentalen Probleme haben sich mit sexuellen Abweichungen multipliziert»
«Причина - в их внутренних дурных болезнях: их ментальные проблемы оказались помножены на сексуальные девиации»
Dnipropetrowsk (UA): Laut DTEK grosse Teile von Dnipro und Kamjanske ohne Strom
Russland griff in der Nacht erneut zwei Energieanlagen von DTEK im Gebiet Dnipropetrowsk (UA) an. Das meldet der Kanal Operatyvnyi ZSU unter Berufung auf den Energiekonzern. Die Schäden an den Anlagen seien schwer. Grosse Teile von Dnipro und Kamjanske seien ohne Strom. An einer der Anlagen hatten Techniker fast zwei Tage repariert. Laut Gebietschef Oleksandr Hanscha starb im Gebiet Dnipro ein Mensch, berichtet Ukrinform. Die Gebietsverwaltung meldet, die meisten Kunden hätten wieder Strom. Über 200'000 Anschlüsse im Bezirk Dnipro, in Kamjanske und Nowomoskowsk blieben aber ohne Strom.
Peskow: Ombudsleute Lantratowa und Lubinez haben guten Dialog, Besuche bei Verurteilten noch nicht vereinbart
Kremlsprecher Dmitri Peskow sieht einen guten Dialog zwischen den Ombudsleuten Jana Lantratowa und Dmytro Lubinez. Sie begännen langsam, einander zu vertrauen, sagte er der Zeitung Wedomosti, berichtet Interfax. Besuche bei in der Ukraine oder in Russland Verurteilten seien noch nicht vereinbart. Die beiden arbeiteten bei der humanitären Mission in Oleschky (UA, besetzt) zusammen.
Gebiet Brjansk (RU): Laut Gouverneur zwei Tote und fünf Verletzte durch ukrainische Drohne
Eine ukrainische Kamikaze-Drohne trifft ein Wohnhaus in Klimowo im Gebiet Brjansk (RU). Das schreibt Gouverneur Jegor Kowaltschuk, berichten Interfax und Kommersant. Eine 30-jährige Frau und ein 41-jähriger Mann sterben, fünf Menschen sind verletzt. Eine ukrainische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Ukrainische Luftwaffe: 105 von 134 russischen Drohnen abgewehrt, Treffer an 20 Orten
Russland griff laut der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht auf Samstag mit 134 Drohnen an, 72 davon mit Strahlantrieb. Davon wurden nach vorläufigen Angaben 105 abgeschossen oder abgelenkt. An 20 Orten gab es Treffer, an 10 Orten fielen Trümmer. Das schreibt die Luftwaffe auf Telegram, der Generalstab verbreitet es. Einige Drohnen waren um 08:30 Uhr noch in der Luft.
Krim: Betreiber warnt vor Stromabschaltungen wegen zu wenig Leistung
Auf der Krim drohen Stromabschaltungen. Das meldet Rossijskaja Gaseta unter Berufung auf den Netzbetreiber Krymenergo. Die Leistung, die über die Hauptnetze auf die Halbinsel fliesst, reiche nicht für alle Kunden. Feste Abschaltpläne gebe es nicht, weil sich die Lage oft ändere. Laut der Zeitung griff die Ukraine in der Nacht zum 24. Oktober die Energieanlagen an.
Russland meldet 433 abgefangene Drohnen, laut Medien brennt Raffinerie Baschneft-Nowoil in Ufa (RU)
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet 433 abgefangene ukrainische Drohnen in der Nacht. Das berichten TASS, Interfax und Rossijskaja Gaseta. In Ufa (RU) brennt nach dem Drohnenangriff die Raffinerie Baschneft-Nowoil, berichten Ukrainska Pravda und Kyiv Post. Laut einer OSINT-Analyse des russischen Mediums Astra brennt die Reformieranlage L-35, die Benzinbestandteile herstellt. Der Monitoring-Kanal Crimean Wind meldet auch Feuer in der Nachbarraffinerie Baschneft-UNPZ. Exilenova+ zählt drei Brände, der ukrainische Kanal Andrij Zaplijenko fünf Brandorte. Eine unabhängige Bestätigung gibt es laut Ukrainska Pravda nicht. Die Behörden äusserten sich laut Nowaja Gaseta Europa nicht zum Angriff.
Polens Aussenminister Sikorski fordert sofortige Waffenruhe im Schwarzen Meer für Getreide
Polens Aussenminister Radosław Sikorski fordert eine sofortige Waffenruhe im Schwarzen Meer. Das sagte er am Freitag am G20-Treffen in Atlanta (US), berichtet Kyiv Post unter Berufung auf Reuters. Getreide aus der Ukraine und aus Russland solle sicher fahren können, der Globale Süden brauche es. Die Ukraine müsse an allen Verhandlungen teilnehmen, auch Europa habe eine Rolle. Russland dürfe erst nach einem gerechten Kriegsende wieder Energie nach Europa verkaufen, so Sikorski.
Gebiet Rostow (RU): Laut Gouverneur über 90 Drohnen in der Nacht abgefangen
Über dem Gebiet Rostow (RU) wurden in der Nacht auf Samstag über 90 Drohnen zerstört. Das schreibt Gouverneur Juri Sljussar, berichtet RIA Nowosti. Betroffen seien Kamensk-Schachtinski und vier Bezirke. Trümmer beschädigten ein Privathaus, Verletzte gebe es keine.
Russland meldet Treffer auf Kiews Heizkraftwerk TEZ-6, in Charkiw und Frachter vor Odessa
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet nächtliche Schläge auf das Heizkraftwerk TEZ-6 in Kiew (UA). Es versorge militärische Logistik und Waffenlager mit Energie, heisst es laut RIA Nowosti und TASS. In Charkiw (UA) seien Hallen im Industriegebiet Proton und Drohnenlager getroffen worden. 18 Kilometer südlich von Odessa (UA) habe eine Drohne einen Frachter mit Gütern für die ukrainische Armee getroffen, meldet Interfax. Das sind Angaben des russischen Ministeriums. Kiews Bürgermeister Klitschko meldet laut RIA Nowosti einen beschädigten Infrastrukturbetrieb und Probleme mit dem Wasser. Im wiedergegebenen Zitat nennt er das TEZ-6 nicht.
Kallas wirft Lawrow beim G20-Treffen in Atlanta Lügen vor, Russland sei nicht verhandlungsbereit
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas wirft Russlands Aussenminister Sergei Lawrow beim G20-Treffen in Atlanta (US) Lügen vor. Das sagte sie laut The Guardian der Agentur AFP. Russland scheine nicht bereit, die Friedensgespräche voranzubringen. Juli, August und September seien die tödlichsten Monate für Zivilisten in der Ukraine gewesen. Europäische Vertreter drängten laut dem Bericht auf eine Waffenruhe im Schwarzen Meer. Lawrow kam nicht entgegen und nannte den Boykott der Europäer arrogant. US-Aussenminister Marco Rubio sprach am Rand kurz mit ihm.
Merz lädt die Koalition der Willigen in einer Woche nach Berlin ein
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Mitglieder der Koalition der Willigen in einer Woche nach Berlin eingeladen. Das sagte er in Seoul, berichtet Ukrinform. Deutschland spreche mit vielen Ländern über zusätzliche Luftabwehr für die Ukraine. Das geschehe nicht öffentlich, sondern vertraulich, sagte Merz.
Laut Kyiv Post will das Pentagon Ukraines Antrag auf Patriot-Produktion weiter prüfen
Das Pentagon erteilt der Ukraine vorerst keine Lizenz, um Patriot-Abfangraketen im eigenen Land zu bauen. Es will den Antrag laut Kyiv Post weiter prüfen. Damit hat die Ukraine weder eine Zusage noch einen Zeitplan für eine eigene Produktion.
Kaliningrad (RU): Stromausfall in mehreren Städten, Behörden nennen Notabschaltung im Kraftwerk
Im Gebiet Kaliningrad (RU) fiel um Mitternacht in mehreren Städten der Strom aus. Das berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf lokale Medien. Auch das mobile Internet war laut dem Bericht gestört. Die Behörden nennen als Ursache eine Notabschaltung im Kraftwerk Kaliningrad-2. Kyiv Independent konnte das nicht prüfen. Ein Zusammenhang mit den Drohnenalarmen in Russland ist laut der Zeitung nicht bestätigt. Der Strom ist laut der Regionalregierung wieder da, meldet TASS.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
Auch interessant
Wird Selenski enden wie Trotzki?
Wer glaubt, Russland werde die weisse Fahne hissen, kennt seine Geschichte nicht.
Russlands Verbrechen, zynisches Schweigen
Eine Replik auf Vadim Loskutovs Artikel "Wird Selenski enden wie Trotzki?"
Kiew im Auge des US-Wahlkampfs
Trump will Selenskyj als Präsident abschiessen, der hofft auf einen Sieg der Demokraten in den Midterms.
Trump und Musk stellen sich frontal gegen Selenskyj
Für Ukraines Präsident geht es nicht mehr um Waffenlieferungen, sondern ums politische und militärische Überleben.