Freitag, 30. Oktober 2026
Das US-Aussenministerium genehmigt den möglichen Verkauf von 500 Patriot-Raketen an die Ukraine.
Selenskyj soll laut Russlands Aussenminister Lawrow für ein Treffen mit Putin nach Moskau kommen. Die Daten für Abu Dhabi würden erst nach ihrer Bestätigung bekannt. Der Kreml weiss laut Sprecher Peskow nichts von einem Gespräch zwischen Putin, Trump und Selenskyj. Laut Kremlberater Uschakow finden die Dreiergespräche in Abu Dhabi im November statt, das Datum werde mit den USA abgestimmt. Russland will laut Peskow einen dauerhaften Frieden, keine blosse Waffenruhe. Die Ukraine beantragt laut Aussenminister Sybiha eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. Beim G20-Treffen in Atlanta gibt es laut Kyiv Independent wegen europäischer Proteste gegen Lawrow kein Familienfoto.
In Kiew (UA) trifft ein russischer Angriff am Abend eine Energieanlage, Teile von vier Bezirken sind ohne Strom. Russland greift laut Gebietsverwaltung am Freitagnachmittag erneut den Bahnhof von Dnipro (UA) an. Beim Angriff am Donnerstag stieg die Zahl der Toten laut Gebietsverwaltung auf 15. In Krementschuk (UA) trafen ballistische Raketen laut Selenskyj die Ölverarbeitung.
Die EU-Kommission beantragt die restlichen 45 Milliarden Euro des Ukraine-Kredits für 2027.
Die Ukraine greift laut Vizepremier Nowak drei russische Raffinerien und eine Gaschemieanlage an, nach einer Pause. Laut dem Wall Street Journal pausierte die Ukraine solche Angriffe.
Die humanitäre Mission in Oleschky ist laut der russischen Ombudsfrau Lantratowa beendet. Die Ausreisewilligen sind laut Lubinez auf dem Weg in die Ukraine.
Auf die Region Moskau (RU) flogen laut Bürgermeister Sobjanin 862 Drohnen zu.
Russland meldet nächtliche Schläge auf Rüstungsbetriebe in Kiew (UA) und Häfen bei Odessa (UA).
Russlands Verteidigungsministerium nennt die nächtlichen Ziele Rüstungsbetriebe für Drohnen und Energieanlagen. Für den Tod eines Mitarbeiters im AKW Saporischschja macht die Kraftwerksleitung eine ukrainische Drohne verantwortlich. Die IAEA nennt keinen Urheber.
Meldungen
Selenskyj: Patriot-Raketen kommen erst in einigen Jahren, Ukraine bittet USA um Lösung
Präsident Selenskyj begrüsst die Genehmigung von 500 PAC-3-Raketen durch das Aussenministerium (US). Die Lieferungen könnten aber erst in einigen Jahren beginnen, schreibt er auf X und Telegram. Die Ukraine bitte die USA um eine Lösung für die Zeit der akuten Gefahr. Russland greife die Energieversorgung täglich an. In den letzten zwei Wochen habe es über 30 Schläge auf wichtige Teile des Stromnetzes gegeben, schreibt Selenskyj. Das sind Angaben des ukrainischen Präsidenten. Laut The Guardian schlägt Selenskyj vor, dass die USA und europäische Verbündete gelagerte Raketen abgeben. Der neue Kauf würde sie später ersetzen. Für den Winter bat Kiew laut Nowaja Gaseta Europa um 100 Patriot-Raketen pro Monat. Der Journalist Alex Raufoglu erwartet die neuen Raketen laut RIA Nowosti nicht vor 2030.
Charkiw (UA): Russische Strahldrohne trifft Haus, laut Katastrophenschutz fünf Verletzte
Eine russische Strahldrohne hat am späten Freitagabend den Bezirk Osnowjanskyj in Charkiw (UA) getroffen. Laut Bürgermeister Ihor Terechow wurden drei Menschen verletzt und zehn Wohnhäuser beschädigt, berichtet die Kyiv Post. Es brach ein Brand aus. Das sind Angaben der Stadt. Der Katastrophenschutz zählt am Morgen fünf Verletzte, berichtet Ukrainska Pravda.
Trump: Sanktionen gegen russischen Staatsfonds RDIF bleiben vorerst, «dumme Leute» wollten mehr Sanktionen
Die USA heben die Sanktionen gegen den russischen Staatsfonds RDIF vorerst nicht auf. Das sagte Präsident Trump im Weissen Haus, berichtet TASS. «Dumme Leute» hätten von ihm Sanktionen gegen Russland verlangt. Trump empfing Stephen Hubbard, einen in Russland freigelassenen US-Bürger. Hätte er solche Sanktionen verhängt, wäre Hubbard wohl nicht zurückgekehrt, sagte Trump laut Interfax. Kremlberater Uschakow hatte gesagt, eine Lockerung werde mit den USA besprochen.
Kiew (UA): Drei Drohnentreffer an wichtiger Anlage, Wasser läuft laut Klitschko wieder normal
Russische Drohnen haben am Freitagabend eine wichtige Infrastrukturanlage in Kiew (UA) dreimal getroffen. Das schreibt Bürgermeister Witali Klitschko, berichtet die Kyiv Post. Das ganze linke Ufer mit den Bezirken Darnyzja, Dnipro und Desna war laut Klitschko ohne Wasser. Teile der Bezirke Obolon, Darnyzja, Desna und Podil sind laut dem Energiekonzern DTEK ohne Strom. Das berichten Kyiv Independent und Ukrinform. Opfer wurden laut Kyiv Independent zunächst nicht gemeldet. Russische Medien wie TASS melden ebenfalls Schäden an einer wichtigen Anlage in Kiew. Am Samstagmorgen läuft die Wasserversorgung laut Klitschko wieder normal, berichtet Ukrainska Pravda.
Laut Hromadske räumten Russen in Oleschky vor dem Journalistenbesuch Leichen und Müll weg
Russische Truppen haben in Oleschky (UA, besetzt) vor der Evakuierung und dem Journalistenbesuch Leichen und Müll weggeräumt. Das berichtet der ukrainische Sender Hromadske laut Ukrainska Pravda unter Berufung auf informierte Quellen. Strassen seien geputzt und Randsteine gestrichen worden, sagt Mariam Lambert von der Emile-Stiftung, gestützt auf einen Einwohner. Im Spitalkeller liegen laut dem Bericht rund 100 Leichen, teils seit dem Winter. Eine russische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Lawrow: Selenskyj soll für ein Treffen mit Putin nach Moskau kommen
Russlands Aussenminister Sergei Lawrow hat am G20-Treffen in Atlanta (US) Kontakt mit US-Aussenminister Marco Rubio gehabt. Das sagte er an einer Medienkonferenz, berichtet TASS. Zwischen Russland und den USA gebe es immer Probleme, Moskau begrüsse aber das Interesse Washingtons am Dialog. Wenn Selenskyj Putin treffen wolle, solle er nach Moskau kommen, sagte Lawrow laut RIA Nowosti. Russland garantiere seine Sicherheit. Selenskyjs Aussagen zu Angriffen auf Russland helfen laut Lawrow der Vorbereitung der Gespräche in Abu Dhabi nicht. Deren Daten würden erst nach ihrer Bestätigung bekannt gegeben. Die Teilnahme Polens bringe den G20 nichts, sagte Lawrow. Berichten, Moskau wolle ein Telefonat statt eines Treffens, begegnet Lawrow laut Kyiv Independent mit «Don't trust them».
Grenzschutz (UA) bestreitet, dass ein Anruf aus Kiew Krawtschenko die Ausreise ermöglichte
Der ukrainische Grenzschutz bestreitet, dass ein Anruf aus Kiew dem früheren Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko die Ausreise ermöglichte. Das sagt Sprecher Andrij Demtschenko laut Ukrainska Pravda. Laut Quellen der Zeitung war ihm der Grenzübertritt nach Polen wegen eines NABU- und SAPO-Eintrags zunächst verweigert worden. Laut Demtschenko reiste er mit Papieren für eine Dienstreise aus. Der Eintrag habe kein Ausreiseverbot enthalten, nur eine Meldepflicht. Die zuständige Behörde sei telefonisch informiert worden und habe nichts eingewendet.
US-Aussenministerium genehmigt möglichen Verkauf von 500 Patriot-Raketen an die Ukraine
Das US-Aussenministerium hat den möglichen Verkauf von 500 Abfangraketen vom Typ PAC-3 MSE an die Ukraine genehmigt. Das berichten Rzeczpospolita, TASS und RIA Nowosti. Der Wert liegt bei 2,1 Milliarden Dollar, inklusive Ersatzteilen und Unterstützung. Die USA bezahlen laut Rzeczpospolita nichts. Das Geld komme von Kanada, Deutschland und Norwegen sowie aus dem EU-Kredit für die Ukraine. Hauptlieferant ist laut dem Bericht Lockheed Martin. Einen Zeitplan für die Lieferung nennt das Aussenministerium (US) nicht, der Kongress muss den Verkauf noch prüfen. Laut The Guardian müssen die Raketen erst gebaut werden. Zwei über den Entscheid informierte Personen erwarten sie demnach erst ein paar Jahre nach Beginn der 2030er-Jahre.
Oleschky: Humanitäre Mission beendet, Ausreisewillige laut Lubinez auf dem Weg in die Ukraine
Die humanitäre Mission in Oleschky (UA, besetzt) ist beendet. Das schreibt die russische Ombudsfrau Jana Lantratowa, veröffentlicht vom russischen Aussenministerium. Die Kolonnen trennten sich nun nach Zielen. Wer in Russland bleibe, werde untergebracht und unterstützt. Die Ausreisewilligen seien auf dem Weg in die Ukraine, schreibt der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez laut Ukrinform auf Facebook. Die Waffenruhe gelte seit 87 Stunden ohne Verstösse. Lantratowa dankt Melania Trump für die Koordination. Laut The Guardian schrieb Melania Trump, der Konvoi habe über 750 Menschen sicher evakuieren können. Wie viele tatsächlich gingen, ist laut der Zeitung unklar. Am Samstag flogen die Ausreisewilligen laut dem Verteidigungsministerium (RU) von Anapa nach Gomel (BY), meldet Interfax. Sie reisten in russischen Militärtransportern, begleitet von Lubinez.
G20-Aussenminister in Atlanta: Familienfoto wegen Lawrow abgesagt
Beim Treffen der G20-Aussenminister in Atlanta (US) gibt es kein gemeinsames Familienfoto. Grund ist laut Kyiv Independent der Protest europäischer Staaten gegen die Anwesenheit des russischen Aussenministers Sergei Lawrow. Es werde sicher kein Familienfoto der Europäer mit Lawrow geben, sagte Aussenminister (DE) Johann Wadephul laut Kyiv Independent. Mehrere Minister hätten sich geweigert, mit Lawrow zu posieren, berichtet Meduza unter Berufung auf Bloomberg. Die Organisatoren wollten so einen diplomatischen Zwischenfall vermeiden.
Kanada beteiligt sich mit 500 Millionen Euro am EU-Kredit für die Ukraine
Kanada beteiligt sich am EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Premierminister Mark Carney nennt einen Beitrag von 500 Millionen Euro, berichtet Digi24 unter Berufung auf AFP und Reuters. Das gab Kanada am Ende eines zweitägigen Gipfels mit der EU in Montreal bekannt. Der Kredit gilt für 2026 und 2027, davon sind 45 Milliarden für das kommende Jahr vorgesehen. Ungarn, Tschechien und die Slowakei beteiligen sich nicht an den Kosten.
Peskow: Kreml weiss nichts von einem Dreiergespräch Putin–Trump–Selenskyj, kein Telefonat geplant
Der Kreml weiss laut Sprecher Dmitri Peskow nichts von einem möglichen Gespräch zwischen Putin, Trump und Selenskyj. «Wir wissen nichts», sagte Peskow laut RIA Nowosti. Trump hatte laut RIA angekündigt, er erwarte bald ein Treffen mit Putin und Selenskyj, nicht unbedingt persönlich. Ein Telefonat zwischen Putin und Trump ist laut Peskow vorerst nicht geplant, melden TASS und Interfax. Die Daten für das Treffen in Abu Dhabi könnten noch vor Ende Woche bekannt werden, sagte Kremlberater Uschakow laut TASS.
«Wir wissen nichts»
«Ничего не знаем»
Selenskyj: Ukraine baut Langstrecken-Einheiten aus, Ziele bis Jamal und Westsibirien in Reichweite
Die Ukraine baut laut Präsident Selenskyj ihre Einheiten für Angriffe tief in Russland aus. Beteiligt seien der Geheimdienst SBU mit dem Spezialzentrum Alfa und die Nachrichtendienste, schreibt er auf X, berichtet Ukrainska Prawda. Russische Anlagen auf einer Linie vom Jamal bis Westsibirien seien in Reichweite. Die Ukraine arbeite daran, mit Drohnen und Raketen noch weiter entfernte Gebiete zu erreichen. Jeder russische Schlag auf ukrainische Städte erhalte eine Antwort, sagt Selenskyj.
Polen gibt zwei ausgemusterte MiG-29 an die Ukraine ab
Polen übergibt der Ukraine zwei Kampfjets vom Typ MiG-29. Das sagt Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz laut Ukrinform in Mirosławiec (PL). Die beiden Jets hätten das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Die Wahl sei klar: Material gehe an eine Armee, die sich gegen einen Angreifer verteidige, oder werde verschrottet. Die polnische Armee setze stattdessen auf unbemannte Systeme.
Gebiet Luhansk (UA, besetzt): Ukrainische Drohnen zerstören laut 3. Sturmbrigade einen Mi-8-Hubschrauber
Ukrainische Drohnen haben im Gebiet Luhansk (UA, besetzt) laut der 3. Sturmbrigade einen russischen Mi-8-Hubschrauber zerstört. Das berichtet Charter 97. Die Drohnen verfolgten den Hubschrauber laut der Brigade zuerst in der Luft, er war aber schneller. Nach der Landung trafen zwei Drohnen den Hubschrauber im Bereich der Treibstofftanks. Er sei vollständig ausgebrannt. Eine russische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Ukraine beantragt laut Sybiha eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats
Die Ukraine hat eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragt. Das schreibt Aussenminister Andrij Sybiha auf X. Anlass seien die jüngsten massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe. Am 29. Oktober seien dabei mindestens 20 Menschen getötet und über 80 verletzt worden, schreibt Sybiha. Getroffen worden seien unter anderem Dnipro, Tschernihiw, Krementschuk und Kiew. Die Ukraine brauche zusätzliche Luftabwehr. Auch UNO-Botschafter Andrij Melnyk kündigt die Sitzung auf X an, berichten Kyiv Independent und Ukrinform. «Werft Russland raus», schreibt Melnyk.
«Werft Russland raus»
«Kick Russia out»
Dnipro (UA): Russland greift erneut den Bahnhof an, laut Gebietsverwaltung eine Verletzte
Russische Truppen haben am Freitagnachmittag erneut den Bahnhof von Dnipro (UA) angegriffen. Das teilt die Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk auf Telegram mit. Es brach ein Brand aus, eine Frau wurde verletzt und ins Spital gebracht. Bei einem früheren Angriff am Nachmittag wurde laut Gebietschef Olexandr Hanscha eine 70-jährige Frau verletzt, berichtet Ukrinform. Mindestens fünf Wohnhäuser und eine Schule wurden dabei beschädigt. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Selenskyj reist am Samstag nach Istanbul, Gespräch mit Erdogan über das Schwarze Meer
Präsident Selenskyj besucht am 31. Oktober Istanbul auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das teilt der türkische Regierungssprecher Burhanettin Duran mit, berichten Kyiv Independent und Ukrainska Pravda. Die beiden wollen laut Kyiv Independent über die Sicherheitslage im Schwarzen Meer sprechen. Russische Drohnen hatten dort zuletzt mehrere Handelsschiffe getroffen. Erdogan hatte im Oktober mit Putin über die Lage im Schwarzen Meer telefoniert.
EU-Kommission beantragt die restlichen 45 Milliarden Euro des Ukraine-Kredits für 2027
Die EU-Kommission schlägt dem Rat vor, der Ukraine 45 Milliarden Euro auszuzahlen. Es ist der Rest eines Kredits über 90 Milliarden Euro. Das melden Interfax und TASS. Das Geld soll bis Ende 2027 fliessen. Bis zu 13,3 Milliarden Euro sind laut Interfax für das Budget vorgesehen, 31,7 Milliarden für die Rüstungsindustrie. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht laut Interfax von dringend nötiger Planbarkeit für die Ukraine.
Russland meldet Drohnenangriff auf ein Frachtschiff 30 Kilometer südlich von Odessa
Russische Drohnen haben laut Verteidigungsministerium (RU) im Schwarzen Meer ein Frachtschiff getroffen. Es sei 30 Kilometer südlich von Odessa (UA) unterwegs gewesen. Das melden Interfax, RIA Nowosti und TASS. Das Schiff habe laut Ministerium Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainische Armee transportiert. Eine ukrainische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Gebiet Donezk (UA, besetzt): Chef der Donezker Eisenbahn laut Besatzungsbehörden bei Drohnenangriff getötet
Der Generaldirektor der Donezker Eisenbahn, Igor Lebeznew, ist laut den russischen Besatzungsbehörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Das melden Kommersant, RIA Nowosti und TASS. Lebeznew war auch Abgeordneter in Charzysk (UA). Er sei an den Verletzungen nach einem Drohnenangriff auf zivile Objekte gestorben, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Das Verkehrsministerium der Besatzungsverwaltung bestätigte den Tod. Das sind Angaben der russischen Besatzungsbehörden.
Peskow: Angriffe auf Raffinerien stellen die Dreiergespräche nicht in Frage
Die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien stellen die Dreiergespräche laut Kremlsprecher Dmitri Peskow nicht in Frage. Das melden RIA Nowosti und Interfax. Russland werde das Thema in Abu Dhabi nicht ansprechen, sondern dem selbst entgegenwirken. Russland sei gegen eine Waffenruhe, die der Ukraine eine Atempause verschaffe, sagte Peskow laut RIA Nowosti. Es gebe keine Schwierigkeiten, ein Datum für die Gespräche zu vereinbaren, es sei nur noch nicht festgelegt.
«Von uns nicht. Wir wirken dem entgegen»
«Нами не будет. Мы этому противодействуем»
NATO-Oberbefehlshaber Grynkewich: Keine Verzögerung bei Patriot-Lieferungen an die Ukraine
Bei den Lieferungen von Patriot-Raketen an die Ukraine gibt es laut NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich keine Verzögerungen. Das sagte er in Riga (LV), berichtet Ukrinform unter Berufung auf Bloomberg. Erst in der letzten Woche sei eine Lieferung erfolgt, Zahlen und Typen nannte er nicht. Nichts aus den von Europäern bezahlten PURL-Paketen sei verzögert worden, sagte Grynkewich. Präsident Selenskyj hatte laut Ukrinform gesagt, die Ukraine warte seit fast einem Monat auf eine Freigabe. Unterschreiben müsse US-Kriegsminister Hegseth die Lieferung von Patriot- und NASAMS-Raketen.
«Alles ist geliefert worden, tatsächlich hatten wir gerade innerhalb der letzten Woche eine Lieferung.»
«Everything has been delivered, in fact, we just had the delivery within the last week.»
Vizepremier Nowak: Ukraine greift drei Raffinerien und eine Gaschemieanlage an, nach einer Pause
Ukrainische Drohnen haben am Freitag laut Vizepremier Alexander Nowak drei russische Raffinerien und eine Gaschemieanlage angegriffen. Das melden RIA Nowosti, Kommersant, TASS und RBK. Eine Raffinerie sei leicht beschädigt worden, insgesamt habe die Luftabwehr funktioniert. «Wir hatten eine Zeit lang eine Pause», sagte Nowak laut Kommersant. Heute seien die Angriffe auf Raffinerien wieder aufgenommen worden. Welche Anlagen betroffen sind, sagte Nowak laut den Berichten nicht.
«Wir hatten eine Zeit lang eine Pause.»
«У нас был в течение какого-то времени перерыв.»
Uschakow: Kiew ignoriert mit neuen Angriffen auf Raffinerien die Forderung Trumps
Die Ukraine ignoriert mit neuen Angriffsversuchen auf russische Raffinerien laut Kremlberater Juri Uschakow die Forderungen von US-Präsident Trump. Das sagte er dem Reporter Pawel Sarubin, melden Interfax, TASS und RBK. «Sie haben wieder nicht gehorcht», sagte Uschakow. Allein hätte Kiew das wohl nicht gewagt, Europa unterstütze die Ukraine weiterhin. Die Dreiergespräche mit Vermittlung der USA seien entscheidend, sagte Uschakow laut Interfax.
«Sie haben wieder nicht gehorcht.»
«В очередной раз ослушались.»
Gebiet Samara (RU): Laut Gouverneur zwei Tote bei Aufräumarbeiten nach Drohnenangriff
Im Gebiet Samara (RU) sind zwei Männer bei der Beseitigung der Folgen eines ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. Das schreibt Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew, melden RIA Nowosti, Interfax, TASS und Rossijskaja Gaseta. Es gebe zudem Verletzte, sie würden medizinisch versorgt. Fedorischtschew rät Anwohnern laut Interfax, bei Beschwerden wegen Rauch und Brandgeruch einen Arzt aufzusuchen. Das sind Angaben der russischen Behörden.
Generalstab (UA): Ukraine trifft eine Iskander-Startrampe im Gebiet Kursk (RU)
Ukrainische Truppen haben laut Generalstab eine Startrampe des Raketensystems Iskander-M im Gebiet Kursk (RU) getroffen. Das schreibt der Generalstab auf Telegram. Getroffen wurde sie laut Generalstab bei Fatesch, in einem Gebiet zum Umladen ballistischer Raketen. Zudem meldet er Treffer auf Munitionslager in den Gebieten Donezk, Charkiw und Luhansk sowie auf Reparatureinheiten. Das sind Angaben der ukrainischen Armee, unabhängig überprüfen lassen sie sich nicht.
Schostka (UA): Russische Drohnen töten laut Bürgermeister eine Frau, acht Verletzte
Bei russischen Drohnenangriffen auf Schostka im Gebiet Sumy (UA) ist eine 43-jährige Frau getötet worden. Das schreibt Bürgermeister Mykola Noha auf Facebook, berichtet Ukrainska Pravda. Acht Menschen wurden laut Noha verletzt, eine Frau schwer. Die Stadt steht laut dem Bürgermeister seit Freitagmorgen unter Beschuss. Das sind Angaben ukrainischer Behörden. Die Polizei des Gebiets nennt für die Gemeinde Schostka zehn Verletzte, berichtet Ukrinform.
Ukrainische Delegation erreicht Oleschky, laut Regierungschef wollen 527 Einwohner in die Ukraine
Die ukrainische Delegation unter Ombudsmann Dmytro Lubinez hat das russisch besetzte Oleschky (UA) erreicht. Das schreibt Lubinez, veröffentlicht von der Gebietsverwaltung Cherson. Laut Regierungschef Serhij Korezkyj wollen 527 Einwohner in von der Ukraine kontrolliertes Gebiet. Laut Meduza haben Evakuierung und Verteilung der Hilfe begonnen. Lantratowa meldet laut Interfax die Übergabe mehrerer Dutzend Tonnen Hilfsgüter. Ausreisewillige hatten laut BBC bis 14 Uhr ein Zeitfenster von vier Stunden, einige hundert Menschen bleiben. Die Evakuierten reisen laut BBC über Anapa (RU) und per Flugzeug nach Gomel (BY). Russlands Verteidigungsministerium bestätigt laut TASS den Tod eines Pioniers bei der Räumung der Zufahrt. Die Waffenruhe lasse sich noch schwer auf den Friedensprozess übertragen, sagt Kremlsprecher Peskow laut Interfax. Melania Trump schreibt laut Kommersant auf X, mehr als 750 Menschen hätten einer freiwilligen Evakuierung zugestimmt.
Kreml: Keine Gespräche über europäische Unterhändler, vereinbart ist nur die Rückkehr zu Dreiergesprächen
Kremlsprecher Dmitri Peskow weist einen Bericht der Financial Times zurück. Laut FT erwägen die USA Grossbritannien, Frankreich und Deutschland als Vertreter Europas bei den Ukraine-Verhandlungen. Darüber sei mit niemandem gesprochen worden, sagte Peskow laut RIA Nowosti. Kremlberater Juri Uschakow sagte laut Interfax, Russland, die USA und die Ukraine hätten vereinbart, die Dreiergespräche wieder aufzunehmen. Ein Datum gebe es noch nicht, sagte Uschakow laut RIA Nowosti. Reisten Europäer nach Abu Dhabi, sei das keine Teilnahme an den Verhandlungen, sagte Uschakow laut Kommersant. Thema sei die Sicherheit Russlands und der Ukraine nach dem Ende der Kämpfe. Peskow sagte später laut Interfax, an einem gewissen Punkt werde die Einbindung der Europäer nötig sein. Am Abend sagte Uschakow laut Interfax, Russland und die USA hätten begonnen, ein Datum abzustimmen. Die Gespräche in Abu Dhabi fänden im November statt.
«Nein, das wurde mit niemandem besprochen.»
«Нет, это ни с кем не обсуждалось.»
«Nein, wir haben vereinbart, die Dreiergespräche wieder aufzunehmen»
«Нет, мы условились о том, чтобы возобновить трехсторонние переговоры»
Gebiet Luhansk (UA, besetzt): Laut Besatzungschef 14 Gemeinden nach Angriffen ohne Strom
Im russisch besetzten Gebiet Luhansk (UA) sind nach nächtlichen Angriffen auf die Energieanlagen 14 Gemeinden vollständig ohne Strom. Das sagt der von Russland eingesetzte Regionalchef Leonid Passetschnik, melden Interfax und RIA Nowosti. In den übrigen Gemeinden gebe es teilweise Abschaltungen. Spitäler und andere wichtige Einrichtungen laufen laut Passetschnik mit Notstrom. Die Gefahr eines erneuten Angriffs erschwere die Reparaturen. Das sind Angaben der russischen Besatzungsbehörden.
«In 14 Gemeinden fehlt die Stromversorgung vollständig, in den übrigen wurden teilweise Abschaltungen festgestellt»
«В 14 муниципалитетах полностью отсутствует электроснабжение, в остальных зафиксированы частичные отключения»
Gebiet Brjansk (RU): Laut Gouverneur stirbt ein 19-Jähriger bei einem Drohnenangriff auf ein Haus
Eine ukrainische Drohne hat in Nawlja im Gebiet Brjansk (RU) ein Wohnhaus getroffen. Dabei starb laut Gouverneur Jegor Kowaltschuk ein 19-Jähriger. Das melden RIA Nowosti, TASS und Rossijskaja Gaseta. Ein Haus brannte laut Kowaltschuk ab, ein weiteres wurde beschädigt. Das sind Angaben der russischen Behörden.
Charkiw (UA): Russische Strahldrohne trifft ein Einkaufszentrum, laut Gebietschef vier verletzte Frauen
Eine russische Drohne mit Strahltriebwerk hat am Freitagmorgen ein Einkaufszentrum im Bezirk Kyjiwskyj in Charkiw (UA) getroffen. Das melden Gebietschef Oleh Synjehubow und Bürgermeister Ihor Terechow, berichtet Ukrainska Pravda. Am Einschlagsort brach ein Brand aus. Verletzt wurden laut Synjehubow vier Frauen im Alter von 39 bis 54 Jahren. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Kiew (UA): Störung an beschädigter Energieanlage, am rechten Ufer gelten keine Abschaltpläne mehr
Am rechten Ufer von Kiew (UA) gelten nach einer Störung an einer beschädigten Energieanlage keine Abschaltpläne mehr. Das teilt die Kiewer Militärverwaltung auf Telegram mit. Die Anlage war laut der Verwaltung bei Angriffen beschädigt worden. Energiearbeiter versuchten, die Lage rasch zu stabilisieren. Am linken Ufer gelten die Pläne weiter. Laut TASS gibt es am rechten Ufer Notabschaltungen.
Russlands Verteidigungsministerium meldet 1043 abgeschossene ukrainische Drohnen in der Nacht
Die russische Luftabwehr hat in der Nacht auf Freitag laut Verteidigungsministerium 1043 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Das melden RIA Nowosti, TASS und Interfax. Betroffen waren laut Ministerium 17 Gebiete, die Region Moskau und Tatarstan. Moskaus Bürgermeister Sobjanin hatte 862 Drohnen im Anflug auf die Region Moskau gemeldet. Unabhängig überprüfen lassen sich die Zahlen nicht.
Peskow: Putin offen für Gespräche mit Macron und Merz, aus Kiew rief niemand an
Präsident Putin ist laut Kremlsprecher Dmitri Peskow offen für einen Dialog mit allen, auch mit Emmanuel Macron und Friedrich Merz. Das sagte Peskow dem Telegram-Kanal «Junaschew Live», melden Interfax, TASS und RIA Nowosti. Auf die Frage nach einem Telefonat mit Selenskyj sagte er: «Bisher hat niemand angerufen.» Am Vortag hatte Kremlberater Juri Uschakow laut Interfax gesagt, auch Stubb und Støre könnten bei einem Anruf mit Putin rechnen. Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn sagt laut Ukrainska Pravda, Moskau wolle mit Telefonaten einem Dreiertreffen der Staatschefs ausweichen. Entscheidend sei ein echtes Treffen mit Vereinbarungen und Garantien.
«Bisher hat niemand angerufen»
«Никто пока не звонил»
Brjansk (RU): Laut Gouverneur werfen ukrainische Drohnen Sprengsätze auf Schulen und Kindergärten ab
Ukrainische Drohnen haben laut dem Gouverneur des Gebiets Brjansk (RU), Jegor Kowaltschuk, viele Sprengsätze über der Stadt Brjansk abgeworfen. Betroffen seien die Gelände von drei Schulen und 17 Kindergärten im Bezirk Beschiza. Das melden Interfax und TASS. Mehrere Strassen sind laut Kowaltschuk gesperrt, Minenräumer sind im Einsatz. Angaben zu Verletzten machte er nicht. Eine ukrainische Stellungnahme liegt in den Quellen nicht vor.
Gebiet Brjansk (RU): Laut Medien brennt nach Drohnenangriff eine Konservenfabrik der Armee in Starodub
In Starodub im Gebiet Brjansk (RU) ist in der Nacht auf Freitag nach einem Drohnenangriff ein grosser Brand ausgebrochen. Getroffen wurde laut Fotos und Videos von Anwohnern die Firma Konservsushprod, berichtet Ukrinform unter Berufung auf die Moscow Times. Sie liefert laut eigener Website Fertigmahlzeiten an die russische Armee. Der belarussische Oppositionssender Charter 97 beruft sich auf den OSINT-Kanal ASTRA. Eine offizielle Bestätigung liegt laut Charter 97 nicht vor.
FSB nimmt in Sewastopol einen jungen Mann wegen Hochverrats fest, Sprengstoff sichergestellt
Der russische Geheimdienst FSB hat in Sewastopol (UA, von Russland annektiert) einen Mann wegen Hochverrats festgenommen. Das melden Interfax, TASS und RIA Nowosti. Der 2006 geborene russische Staatsbürger soll der Ukraine Angaben über Militäranlagen auf der Krim übermittelt haben. Bei ihm fand der FSB laut eigenen Angaben Teile eines Sprengsatzes mit rund einem Kilogramm Hexogen. Laut TASS hat der Mann gestanden. Das sind Angaben des FSB, unabhängig prüfen lassen sie sich nicht.
Russland meldet Schläge auf Rüstungsbetriebe in Kiew (UA) und Häfen bei Odessa (UA)
Russlands Verteidigungsministerium meldet einen nächtlichen Angriff mit bodengestützten Präzisionswaffen und Drohnen. Getroffen worden seien Rüstungsbetriebe für Drohnen grosser und mittlerer Reichweite in Kiew (UA) sowie in den Gebieten Kiew und Dnipropetrowsk. Auch Energieanlagen, die diese Betriebe versorgen, seien getroffen worden. Zudem meldet das Ministerium Treffer auf Hafenanlagen im Gebiet Odessa (UA) und auf Schiffe im Dienst der ukrainischen Armee. Das melden RIA Nowosti, TASS und Interfax. Die ukrainische Luftwaffe meldet für die Nacht ballistische Raketen, vier Lenkraketen Ch-59/69 und 113 Drohnen. Abgeschossen oder gestört wurden laut Luftwaffe 99 Ziele, darunter drei Lenkraketen und 96 Drohnen. Hauptziele waren laut Luftwaffe die Gebiete Kiew, Poltawa und Dnipropetrowsk. Treffer gab es laut Luftwaffe an 17 Orten. Die Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk meldet 14 in der Nacht abgeschossene Drohnen.
«getroffen wurden Betriebe des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine, die an der Herstellung und Lagerung von Drohnen grosser und mittlerer Reichweite beteiligt sind»
«поражены предприятия военно-промышленного комплекса Украины, задействованные в производстве и хранении БПЛА большой и средней дальности»
Ukraine findet laut SRF Bauteile von elf Schweizer Firmen in neuen russischen Waffen
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR findet weiterhin Schweizer Bauteile in neuen russischen Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Das berichtet SRF. Die Ukraine nennt Bestandteile von elf Schweizer Firmen, etwa in der Drohne Geran-4 und im Marschflugkörper Filin. Laut Präsidentenberater Vladyslav Vlasiuk enthalten 95 Prozent der russischen Drohnen und Raketen Teile von Schweizer Unternehmen. Er kritisiert, die Schweiz tue zu wenig gegen Lieferungen nach Russland. Das Seco schreibt, die Güter würden meist nicht in der Schweiz produziert. Der Export nach Russland sei verboten, auch indirekt. Viele Hinweise deuten laut SRF auf Zwischenhändler aus China. Laut Vlasiuk stecken in russischen Raketen zudem viele US-Bauteile, berichtet Digi24 unter Berufung auf Interfax-Ukraine.
Selenskyj fordert von den USA Deeskalation im ganzen Land, nicht nur in Oleschky
Präsident Selenskyj verlangt von den USA, sich für eine Deeskalation in der ganzen Ukraine einzusetzen. Das berichtet die Kyiv Post. Amerika dürfe zu den anhaltenden Tötungen nicht schweigen, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache. Russland bereite laut Geheimdienst neue ballistische Angriffe vor, schreibt er. Die Ukraine warte auf Entscheide zu Patriot-Abfangraketen. Zudem fordert Selenskyj neue, schärfere Sanktionen von EU, USA und G7. Bei russischen Angriffen starben am Donnerstag laut Kyiv Post mindestens 20 Menschen.
«Wir müssen handeln und die Lage wenden, damit Russland sich in Richtung Deeskalation bewegt und damit dies für unser ganzes Land gilt, nicht nur für Oleschky.»
«We must act and turn the situation around so that Russia moves toward de-escalation and so that this applies to our entire country, not just Oleshky.»
Gebiet Samara (RU): Gouverneur meldet ukrainischen Angriff, OSINT-Konten melden Brand in Raffinerie Nowokuibyschewsk
Das Gebiet Samara (RU) wehrt laut Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew einen ukrainischen Angriff ab. Das meldet RIA Nowosti, Luftabwehr und mobile Feuergruppen seien im Einsatz. Später sprach Fedorischtschew laut Interfax von einer Rekordzahl an Drohnen, Dutzende seien zerstört worden. Tote gebe es nach ersten Angaben keine. Anwohner in Samara und Tschapajewsk berichten laut Rossijskaja Gaseta von rund zwei Stunden Explosionen und Rauch. Laut Ukrainska Pravda und Kyiv Post zeigen Videos und Fotos einen Brand in der Raffinerie Nowokuibyschewsk. Sie gehört laut Ukrainska Pravda zu Rosneft und stellt auch Flugtreibstoff her. Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point sagt laut Euromaidan Press, seine FP-1-Drohnen hätten die Raffinerie getroffen. Getroffen worden sei auch eine Anlage zur Aufbereitung von Diesel. Es ist laut Euromaidan Press der erste Angriff auf russisches Öl seit dem WSJ-Bericht über eine Pause solcher Angriffe. Kiew hat laut dem Bericht nicht gesagt, ob die Pause vorbei ist.
Russlands Aussenminister Lawrow trifft zum G20-Aussenministertreffen in Atlanta ein
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow ist in Atlanta (US) eingetroffen. Er nimmt dort am Treffen der G20-Aussenminister teil. Das melden Interfax, TASS und RIA Nowosti. Das Treffen findet laut Interfax am 30. und 31. Oktober statt. Es gehört zur Vorbereitung des G20-Gipfels im Dezember in Miami. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon hatte laut Kyiv Post gefordert, Lawrow die Einreise zu verweigern. Lawrow will das Treffen laut dem russischen Aussenministerium nutzen, um westliche Sanktionen zu kritisieren, berichtet Kyiv Post.
«Lawrow sollte nicht ins Land gelassen werden.»
«Lavrov should not be allowed in the country.»
Hilfskonvoi nach Oleschky unterwegs, laut Lantratowa zwei Tote bei der Minenräumung
Ein Hilfskonvoi mit Dutzenden Tonnen Gütern ist Richtung Oleschky (UA) aufgebrochen. Das melden Kommersant, TASS und Rossijskaja Gaseta. Laut dem Kreml-Gesandten Kirill Dmitrijew auf X koordiniert Melania Trump den Konvoi. Geleitet werde er von Russlands Menschenrechtsbeauftragter Jana Lantratowa und dem ukrainischen Ombudsmann Dmytro Lubinez. Eine Delegation der Ukraine, der USA und Russlands erreichte den Übergabepunkt für die Hilfe. Das schreibt der ukrainische Abgeordnete Dawyd Arachamija laut TVN24. Beim Räumen der Zufahrt starben laut Lantratowa zwei Menschen, darunter ein Minenräumer. Keine Seite habe die Waffenruhe verletzt, sagt Lubinez laut TASS, sie gelte seit 75 Stunden. Für die Evakuierung stehen laut Lantratowa 25 Busse mit 750 Plätzen bereit, meldet RBK. In der Stadt leben laut Kommersant rund 2000 Menschen. Die Waffenruhe gilt laut Kommersant bis zum Abend des 1. November.
Gebiet Poltawa (UA): Russische Raketen treffen laut Selenskyj Ölverarbeitung in Krementschuk
Russische Truppen haben in der Nacht auf Freitag einen Industriebetrieb im Bezirk Krementschuk (UA) angegriffen. Das schreibt der Chef der Gebietsverwaltung Poltawa, Witalij Djakiwnytsch, auf Telegram, berichtet die Kyiv Post. Die ukrainische Luftwaffe hatte in der Nacht ballistische Raketen und am Morgen Marschflugkörper Richtung Krementschuk gemeldet. Ziel der ballistischen Raketen war laut Präsident Selenskyj die Ölverarbeitung, schreibt er am Abend auf Telegram. Russland habe keinen Schritt zur Deeskalation bei der Energie gemacht. Die Ukraine werde weiter entsprechend antworten. Beim Angriff auf Krementschuk am Donnerstag starben laut der Gebietsverwaltung drei Menschen, 32 wurden verletzt, darunter sechs Kinder.
Sobjanin: 862 Drohnen flogen auf Region Moskau zu, 170 vor der Stadt abgeschossen
Von Donnerstag 18.30 Uhr bis Freitag 5.30 Uhr flogen 862 Drohnen auf die Region Moskau (RU) zu. Das schreibt Bürgermeister Sergej Sobjanin, melden Interfax und Rossijskaja Gaseta. Die meisten zerstörte die Luftabwehr laut Sobjanin weit vor der Stadt, 170 im Anflug auf Moskau. Laut eigener Zählung von TASS ist es einer der grössten Angriffsversuche auf Moskau seit zwei Jahren. Die Moskauer Flughäfen fertigten laut Interfax in der Nacht keine Flüge ab. Die Gouverneure melden zudem 94 abgeschossene Drohnen über dem Gebiet Kaluga (RU) und rund 50 über dem Gebiet Rostow (RU). Angaben zu Schäden machte Sobjanin nicht. Unabhängig überprüfen lassen sich die Zahlen nicht. Eine Stellungnahme aus Kiew liegt in den Quellen nicht vor.
«Im Zeitraum von 20.30 Uhr am 29. Oktober bis 7.30 Uhr am 30. Oktober flogen 862 Drohnen in Richtung der Region Moskau»
«В период с 20:30 29 октября до 07:30 30 октября в сторону Московского региона летело 862 БПЛА»
Kremlsprecher Peskow: Russland will dauerhaften Frieden in der Ukraine, keine blosse Waffenruhe
Russland will laut Kremlsprecher Dmitri Peskow einen dauerhaften Frieden in der Ukraine. Eine blosse Waffenruhe genüge nicht, sagte er dem US-Sender NBC. Das melden TASS und RIA Nowosti. Die Verhandlungen sähen keine Waffenruhe vor, sagte Peskow laut TASS.
«Wir wollen nicht einfach eine Waffenruhe, wir wollen Frieden»
«We do not want simply a ceasefire, we want peace»
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