Gestern Donnerstag, 29. Oktober 2026
Laut der ukrainischen Luftwaffe greift Russland Kiew am Abend mit ballistischen Raketen an. Laut der Militärverwaltung starb ein Mensch, ein Lager geriet in Brand.
Ein Mitarbeiter des AKW Saporischschja (UA) wurde laut IAEA bei einem Drohnenangriff getötet. IAEA-Chef Grossi nennt Angriffe auf das Personal inakzeptabel.
Präsident Selenskyj ist laut Aussenminister Sybiha bereit, mit Putin persönlich auch über Territorien zu sprechen, berichtet Meduza. Laut Kremlberater Uschakow erläuterte Putin Stubb und Støre die Ursachen des Konflikts seit 2014.
Laut Präsident Selenskyj zerstören zwei ukrainische Raketenangriffe zwei Su-34 und treffen einen Iskander-Werfer. Unabhängig bestätigt ist das nicht. Das russische Verteidigungsministerium meldet 1214 abgeschossene ukrainische Drohnen in einer Nacht.
In Dnipro (UA) trifft eine russische Drohne einen Bahnsteig, laut der Gebietsverwaltung sterben 14 Menschen. In Tschernihiw (UA) tötet eine Drohne laut Aussenministerium (UA) zwei 15-jährige Mädchen. In Krementschuk (UA) trifft eine Drohne ein Wohnhaus, laut Selenskyj sterben drei Menschen. Im Gebiet Saporischschja (UA) trifft eine Drohne laut der Hilfsmission Proliska einen Sozialbus, eine Frau stirbt. Am Abend sind in Dnipro und Umgebung nach neuen Angriffen laut Gebietsverwaltung über 350'000 Kunden ohne Strom.
Die Delegationen Russlands und der Ukraine treffen sich für die Oleschky-Mission in Gomel (BY) und fliegen laut BelTA gemeinsam ab. Lubinez reist mit der ukrainischen Delegation über Belarus, die Hilfsgüter sollen laut Lubinez am Freitag ankommen.
Ausserdem: Die Nationalbank der Ukraine erhöht den Leitzins auf 16,5 Prozent und erwartet für 2026 eine Rezession. Weiteres: Laut Euronews zweifeln NATO-Staaten an Patriot-Lieferungen an die Ukraine vor den US-Wahlen.
Lubinez schreibt auf X, die Waffenruhe gelte seit 54 Stunden ohne Verstösse. Seine russische Kollegin Lantratowa sagt laut dem russischen Aussenministerium, beide Seiten hielten die Waffenruhe ein.
Meldungen
Kiew (UA): Russischer Angriff mit ballistischen Raketen, laut Militärverwaltung ein Toter
Russland greift Kiew (UA) am Donnerstagabend mit ballistischen Raketen an. Die ukrainische Luftwaffe meldete auf Telegram mehrere ballistische Raketen in Richtung Hauptstadt. Im Dnipro-Bezirk fielen laut der Kiewer Militärverwaltung Trümmer in einen Wohnhof. An einem anderen Ort im Bezirk wurden ein Wohnhaus und Autos beschädigt. Im Bezirk Darnyzja geriet laut der Verwaltung ein Lagergebäude in Brand. Auch TASS meldet Explosionen und brennende Lager in Kiew. Laut der Militärverwaltung starb ein Mensch. Laut Kyiv Post meldete Bürgermeister Vitali Klitschko die ersten Explosionen gegen 22.45 Uhr Ortszeit. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Laut Sobjanin steigt die Zahl der vor Moskau abgeschossenen Drohnen auf 194
Die Zahl der im Anflug auf Moskau (RU) abgeschossenen Drohnen steigt am Donnerstagabend auf 194. Das meldet Interfax unter Berufung auf Bürgermeister Sergej Sobjanin. Er meldete im Lauf des Abends laufend weitere Abschüsse. An den Absturzstellen der Trümmer arbeiten laut Sobjanin Rettungskräfte. Angaben zu Schäden oder Verletzten liegen nicht vor. Das sind russische Angaben.
IAEA: Mitarbeiter des AKW Saporischschja bei Drohnenangriff getötet
Ein Mitarbeiter des Atomkraftwerks Saporischschja (UA) ist bei einem Drohnenangriff getötet worden. Das teilt die Internationale Atomenergiebehörde IAEA auf X mit. Der Mann soll als Schweisser in der zentralen Reparaturwerkstatt des Kraftwerks gearbeitet haben. IAEA-Chef Rafael Grossi nennt jeden Angriff auf das Personal von Atomkraftwerken völlig inakzeptabel. Er ruft erneut zu grösster militärischer Zurückhaltung auf. Wer die Drohne steuerte, sagt die IAEA nicht. Die russische Agentur TASS spricht von einer Drohne der ukrainischen Armee.
Dnipro (UA): Neue Angriffe am Abend, laut Gebietsverwaltung über 350'000 Kunden ohne Strom
Nach neuen russischen Angriffen am Abend fällt in Dnipro (UA) in Teilen der Stadt der Strom aus. Betroffen sind laut dem Energieversorger DTEK Bewohner beider Ufer und umliegender Bezirke, meldet Operatyvnyi ZSU. Beschädigt seien Anlagen der Hauptnetze. Auch TASS meldet Explosionen und einen Stromausfall in Dnipro. Präsident Selenskyj sagt in seiner Abendansprache, am Abend habe es weitere Angriffe auf Dnipro gegeben, berichtet Ukrinform. Bei den Angriffen am Tag starben laut Selenskyj in Dnipro, Tschernihiw und Krementschuk 19 Menschen. Laut der Gebietsverwaltung sind über 350'000 Kunden in der Stadt und Umgebung ohne Strom. Pumpstationen laufen mit Generatoren.
Laut Euronews zweifeln NATO-Staaten an Patriot-Lieferungen an die Ukraine vor den US-Wahlen
NATO-Verbündete zweifeln daran, dass die Ukraine vor den US-Zwischenwahlen dringend benötigte Patriot-Abfangraketen erhält. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Euronews und Quellen in der NATO. Selenskyj wartet laut dem Bericht noch auf die Zustimmung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. «Es ist so unberechenbar», sagt eine NATO-Quelle laut Euronews. Es gebe den Verdacht, dass Trump die Militärhilfe nutzt, um Kiew zu Zugeständnissen zu drängen.
Laut Greenpeace sind sieben Tanker mit 288'000 Tonnen russischem Diesel unterwegs in die USA
Sieben Tanker mit geschätzt 288'000 Tonnen russischem Diesel sind unterwegs in die USA. Das berichtet The Guardian unter Berufung auf Greenpeace, die die Schiffe verfolgt. Es ist die erste Phase des Liefergeschäfts, das Trump und Putin Anfang Oktober aushandelten. Ob die Tanker entladen können, ist laut The Guardian wegen eines Streits um die Rechtmässigkeit offen. Der Tanker Taurus ist der US-Küste schon relativ nahe, fünf weitere waren nahe Grossbritannien. Greenpeace fordert, der Kongress oder lokale Behörden sollten die Lieferungen stoppen.
Sybiha: Selenskyj ist bereit, mit Putin persönlich auch über Territorien zu sprechen
Präsident Selenskyj hat Putin ausrichten lassen, er sei bereit, bei einem persönlichen Treffen über Territorien zu sprechen. Das sagt Aussenminister Andrij Sybiha der Zeitung Helsingin Sanomat, berichtet Meduza. Überbracht hätten die Botschaft Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Regierungschef Støre im Telefonat vom 27. Oktober. Die Ukraine habe zudem eine Waffenruhe gefordert. «Wahrscheinlich kann nur ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin die Dynamik der Verhandlungen ändern», sagt Sybiha laut Meduza. Selenskyj sei bereit, die schwierigsten Fragen zu besprechen, darunter Territorien.
«Wahrscheinlich kann nur ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin die Dynamik der Verhandlungen ändern.»
«In all likelihood, only a meeting between Zelensky and Putin can change the dynamics of the negotiations.»
Putin: Russland will keinen Krieg mit Europa, ist aber dazu bereit
Viele in Europa bereiteten sich bis 2030 auf einen Krieg mit Russland vor, sagt Präsident Wladimir Putin nach dem Russland-Afrika-Gipfel. Russland sei bereit, wolle aber keinen Krieg. Das melden die russischen Staatsagenturen TASS und RIA Nowosti. Komme es zu einem Krieg zwischen Russland und Europa, werde es «keine Sieger geben», sagt Putin laut TASS. Niemand in Europa solle das vergessen. Der Westen habe sein Ziel nicht erreicht, Russland eine strategische Niederlage beizubringen. Russland wolle nicht, dass in der Ostsee eine Lage wie im Persischen Golf entstehe, sagt Putin laut Kommersant. Das sind Angaben russischer Medien.
«Wenn es zu einem Krieg Russlands mit Europa kommt, wird es «keine Sieger geben»»
«Если дойдет до войны России с Европой, "победителей не будет"»
FSB ermittelt wegen Hochverrats gegen 76-jährigen Kommunisten Stepachno aus Murmansk
Der russische Inlandgeheimdienst FSB ermittelt wegen Hochverrats gegen Gennadi Stepachno. Das berichtet Meduza. Der 76-Jährige war von 2007 bis 2026 Abgeordneter der Regionalduma von Murmansk (RU) und führte die Fraktion der Kommunisten. Laut FSB gab er Dokumente über die Regionalregierung und technische Anlagen an den ukrainischen Militärgeheimdienst weiter. Der FSB nennt ihn einen Gegner der «militärischen Spezialoperation». Ein Gericht hat Untersuchungshaft angeordnet. Laut Quellen des Mediums Arktitscheski Obosrewatel begann die Ermittlung nach einem Gespräch mit einem Verwandten im Ausland.
Dnipro (UA): Drohne trifft Wohnheim, laut Gebietsverwaltung zwei Mädchen mit akuter Stressreaktion
Eine russische Drohne trifft in Dnipro (UA) das Wohnheim einer Berufsschule. Das meldet die Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk auf Telegram. Mehrere Zimmer im obersten Stock gerieten in Brand. Die Bewohner waren laut der Verwaltung im Schutzraum. Zunächst meldete sie keine Verletzten. Später teilte sie mit, zwei Mädchen von 15 und 16 Jahren hätten eine akute Stressreaktion erlitten. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Russlands Staatsduma billigt in erster Lesung einen Haushalt mit Rekordausgaben für Verteidigung
Die russische Staatsduma billigt in erster Lesung den Dreijahreshaushalt mit Rekordausgaben für die Verteidigung. Das berichtet The Moscow Times. Für die Landesverteidigung sind 17,1 Billionen Rubel vorgesehen, über ein Drittel der Bundesausgaben. Zusammen mit innerer Sicherheit und Polizei sind es 44 Prozent der Staatsausgaben. Zur Finanzierung sind laut dem Bericht neue Steuererhöhungen vorgesehen.
Ukrainische Piloten sollen laut Verteidigungsministerium bald auf Rafale-Kampfjets trainieren
Ukrainische Piloten beginnen bald mit der Ausbildung auf französischen Rafale-Kampfjets. Das schreibt das ukrainische Verteidigungsministerium auf X. Die Rafale kann laut dem Ministerium bis zu 9,5 Tonnen Waffen tragen. Einen Zeitplan nennt das Ministerium nicht.
Gebiet Charkiw (UA): Laut Gebietschef 19 Verletzte durch Angriffe auf Isjum und Losowa
Russische Truppen greifen die Städte Isjum und Losowa im Gebiet Charkiw (UA) an. Das meldet Gebietschef Oleh Synjehubow auf Telegram. In Isjum steigt die Zahl der Verletzten nach einem Angriff mit einer Gleitbombe laut Synjehubow auf 13. Rettungskräfte bergen Verletzte aus einem zerstörten Gebäude, die Suche dauert an. Ein Raketenangriff auf Losowa verletzt sechs Männer zwischen 44 und 68 Jahren. Alle wurden mit Explosionsverletzungen ins Spital gebracht. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Ukraines Nationalbank erhöht den Leitzins auf 16,5 Prozent und erwartet 2026 eine Rezession
Die Nationalbank der Ukraine erwartet für 2026 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent. Das sagt Nationalbank-Chef Andrij Pyschnyj laut Ukrainska Pravda. Bisher hatte sie 1,8 Prozent Wachstum erwartet. Gründe seien die verstärkten russischen Angriffe auf Unternehmen und die Blockade der Seeexporte. Im dritten Quartal sank das BIP laut Pyschnyj um 0,5 Prozent. Die Angriffe auf Unternehmen allein kosteten laut der Nationalbank 1,9 Prozentpunkte Wachstum. Die Nationalbank erhöht den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent, berichtet Kyiv Post. Die Inflation soll Ende 2026 bei 12,5 Prozent liegen, bisher waren 10 Prozent erwartet.
Gebiet Belgorod (RU): Laut Einsatzstab ein Toter und ein Verletzter durch ukrainische Drohnen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen im Gebiet Belgorod (RU) stirbt ein Mensch, ein weiterer wird verletzt. Das meldet der regionale Einsatzstab, verbreitet TASS. Weitere Angaben liegen nicht vor. Das sind russische Angaben.
Gebiet Saporischschja (UA): Drohne trifft Sozialbus von Proliska, laut Mission eine Tote
Eine russische FPV-Drohne trifft im Dorf Bilenke im Gebiet Saporischschja (UA) einen Sozialbus der Hilfsmission Proliska. Das meldet Missionsleiter Jewhen Kaplin auf Facebook, berichtet Ukrinform. Im Bus sassen 23 Fahrgäste, meist ältere Menschen. Eine 1952 geborene Frau wurde getötet, der Fahrer schwer verletzt. Zwei weitere Fahrgäste wurden laut Kaplin verletzt. Der Bus war laut Kaplin deutlich als Fahrzeug der Mission gekennzeichnet. Es sei der 121. Angriff auf die Mission seit Beginn der Invasion. Das sind Angaben der Hilfsorganisation.
Nächstes Ramstein-Treffen zur Ukraine findet am 17. November im NATO-Hauptquartier statt
Die Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format trifft sich am 17. November im NATO-Hauptquartier in Brüssel. Das teilt die NATO mit, berichtet Ukrainska Pravda. Grossbritannien und Deutschland laden ein und leiten das Treffen gemeinsam. Der Gruppe gehören über 50 Länder an. Beim letzten Treffen am 8. September hatte Deutschland laut Ukrainska Pravda PAC-2-Raketen aus Bundeswehrbeständen zugesagt.
Marine (UA): Neptun-Raketen zerstören zwei Su-34 auf dem Flugplatz Marinowka bei Wolgograd
Die ukrainische Marine meldet die Zerstörung von zwei russischen Su-34-Jagdbombern auf dem Militärflugplatz Marinowka im Gebiet Wolgograd (RU). Das berichten Kyiv Independent und Ukrainska Pravda. Die Marine setzte laut eigenen Angaben einheimische Neptun-Marschflugkörper ein. Der Generalstab (UA) beziffert den Schaden auf X auf 100 Millionen Dollar. Bildbelege legte die Marine laut Kyiv Independent nicht vor, unabhängig bestätigt ist der Treffer nicht. Präsident Selenskyj schreibt auf Telegram, zwei Raketenangriffe hätten zwei Su-34 zerstört und einen Iskander-Werfer getroffen. Laut Geheimdienst bereite Russland neue ballistische Angriffe vor, schreibt Selenskyj. Laut dem Militärgeheimdienst HUR hatte Russland zuletzt rund 140 Su-34 im Einsatz. Russland kommentierte den Angriff in den Quellen nicht.
Krementschuk (UA): Russische Drohne trifft Wohnhaus, laut Selenskyj drei Tote
Eine russische Drohne trifft in Krementschuk im Gebiet Poltawa (UA) ein Wohnhaus. Dabei sterben laut Präsident Selenskyj drei Menschen. Zunächst hatte Gebietschef Witalij Djakiwnytsch laut Ukrainska Pravda und Ukrinform zwei Tote gemeldet. Laut Djakiwnytsch stieg die Zahl der Verletzten auf 28, elf liegen im Spital, berichtet Ukrinform. Ein Mensch ist in kritischem Zustand. Geparkte Autos gerieten in Brand. Bei den Angriffen auf Dnipro, Tschernihiw und Krementschuk wurden laut Selenskyj insgesamt 56 Menschen verletzt, darunter 10 Kinder. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Ukrainischer Generalstab: Russische Verluste im Oktober mit 49'040 Mann so hoch wie nie
Die russische Armee hat im Oktober bis zum 29. Oktober 49'040 Mann verloren. Das meldet der Generalstab der Ukraine auf Telegram. Es sei der höchste Monatswert seit Beginn der grossangelegten Invasion. Der bisherige Höchstwert lag laut Generalstab im Dezember 2024 bei 48'670. Im Schnitt seien es im Oktober rund 1750 pro Tag. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Das sind Angaben der ukrainischen Armee.
Ukrainischer Generalstab meldet Treffer auf Drohnenlager und Drohnenhafen bei Nawlja (RU)
Ukrainische Streitkräfte treffen drei Anlagen russischer Angriffsdrohnen bei Nawlja im Gebiet Brjansk (RU). Die Angriffe erfolgten am 28. Oktober und in der Nacht auf Donnerstag. Das meldet der Generalstab der Ukraine, berichtet Ukrainska Pravda. Getroffen worden seien ein Lager für Geran-Drohnen, ein Drohnenhafen und ein Treibstofflager. Im Gebiet Brjansk seien zudem zwei Radarstationen und zwei Bodenkontrollstationen getroffen worden. Im Gebiet Donezk (UA) traf es laut Generalstab einen russischen Kommandoposten bei Nowohrodiwka. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Das sind Angaben der ukrainischen Armee.
Tschernihiw (UA): Russische Drohne tötet laut Aussenministerium (UA) zwei 15-jährige Mädchen
Bei einem russischen Drohnenangriff auf das Zentrum von Tschernihiw (UA) sterben zwei 15-jährige Mädchen. Das schreibt das ukrainische Aussenministerium auf X. Mindestens neun weitere Menschen werden laut dem Ministerium verletzt, darunter Kinder. Zunächst hatte der Chef der städtischen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj, laut Ukrainska Pravda zwei Tote und zwei Verletzte gemeldet. Laut dem Stadtrat wurden Geschäfte beschädigt, Autos gerieten in Brand. Laut Gebietschef Wjatscheslaw Tschaus wurden 25 Menschen verletzt, darunter vier Kinder, berichtet Ukrinform. Die Stadt ruft für Freitag einen Trauertag aus. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Dnipro (UA): Russische Drohne trifft Bahnsteig mit Zug, laut Gebietsverwaltung 14 Tote
Eine russische Drohne trifft einen Bahnsteig am Bahnhof von Dnipro (UA). Dabei sterben laut der Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk 14 Menschen. Die Zahl der Verletzten steigt laut der Verwaltung auf 14, 13 liegen im Spital. Sechs sind in schwerem Zustand, darunter ein 11-jähriger Junge. Einem 40-jährigen Mann wurden beide Beine amputiert. Russland schickte laut der ukrainischen Luftwaffe gegen 11 Uhr vier strahlgetriebene Drohnen Richtung Dnipropetrowsk, drei wurden abgeschossen. Am Bahnsteig standen laut Präsident Selenskyj ein Vorortszug und ein regulärer Personenzug. Trotz einer Warnung vor erhöhter Gefahr seien laut der Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja Menschen auf dem Bahnsteig gewesen. Drei der Toten und sieben Verletzte stammen laut der Gebietsverwaltung Saporischschja aus Saporischschja, sie warteten auf den Zug dorthin. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Delegationen Russlands und der Ukraine treffen sich in Gomel und fliegen gemeinsam ab
Die russische und die ukrainische Delegation der humanitären Mission für Oleschky (UA) treffen sich am Flughafen Gomel (BY). Das melden Interfax und die belarussische Agentur BelTA. Auch belarussische Vertreter schliessen sich an. Laut BelTA fliegen die Delegationen anschliessend im selben Flugzeug von Gomel ab. Laut RBK ist die humanitäre Mission nach Oleschky aufgebrochen. Kremlsprecher Dmitri Peskow hofft laut Interfax, dass die Bewohner am Donnerstag oder Freitag sicher Hilfe erhalten. Präsident Putin sagt laut Interfax, die Operation sei für heute oder morgen geplant. Er wirft der Ukraine vor, mit der Verminung der Zufahrten eine humanitäre Katastrophe geschaffen zu haben. Putin hebt laut RBK die Rolle von Melania Trump hervor. Laut der russischen Menschenrechtsbeauftragten Lantratowa sind Hilfsgüter unterwegs.
Saporischschja (UA): Russische Drohnen treffen zweimal den Nahverkehr, ein Toter im Gebiet
Eine russische Drohne trifft in Saporischschja (UA) einen Bus, vier Menschen werden verletzt. Das meldet der amtierende Gebietschef Mychajlo Semikin, berichtet Ukrainska Pravda. Später trifft eine FPV-Drohne laut Semikin einen Kleinbus im Stadtzentrum, ein Mensch wird verletzt. Es ist der zweite Angriff auf den Nahverkehr der Stadt an diesem Morgen. Im Dorf Bilenke wird laut Semikin ein 49-jähriger Mann getötet, drei Männer werden verletzt. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Støre weist FT-Bericht über Geschichtsvortrag Putins zurück, die FT hält daran fest
Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre weist einen Bericht der Financial Times zurück. Laut FT hatte Putin im Telefonat mit Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb vor allem über mittelalterliche slawische Geschichte gesprochen. Støre sagt laut Kyiv Post dem Sender TV 2, der Bericht stimme nicht. Norwegen habe die FT um eine Korrektur gebeten. Die FT lehnt laut Meduza gegenüber der Zeitung VG eine Änderung ab: «Wir stehen zu unserem Journalismus». Das Gespräch fand am 27. Oktober statt. Die nordischen Politiker wollten laut TV 2 Möglichkeiten zur Deeskalation und einen europäischen Gesprächskanal ausloten. Kremlberater Juri Uschakow sagt laut Interfax, Putin habe auf Wunsch der beiden die Ursachen des Konflikts erläutert. Es sei um die Zeit seit 2014 gegangen, nicht um das Mittelalter. Putin selbst nennt den Anruf laut Ukrainska Pravda «das Richtige».
««Wir stehen zu unserem Journalismus», sagte ein Vertreter der FT.»
«“We stand by our journalism,” an FT representative said.»
Gebiet Luhansk (UA): Laut Besatzungsbehörden über 150'000 Haushalte nach Angriff ohne Strom
Im besetzten Gebiet Luhansk (UA) sind nach einem ukrainischen Angriff auf die Energieversorgung über 150'000 Abnehmer ohne Strom. Das schreibt der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Leonid Pasetschnik, meldet Interfax. Sechs Gemeinden sind betroffen. In der Stadt Luhansk wurden laut Pasetschnik Wohnhäuser, die Post, das Staatsarchiv und eine Schule beschädigt. Zunächst meldete er keine Verletzten. Laut Rossijskaja Gaseta starb bei dem Angriff eine Dozentin der Dahl-Universität. Die Hauptpost stellt laut Kommersant den Betrieb ein. Das sind russische Angaben.
Pawlohrad (UA): 15-jähriges Mädchen bei russischem Drohnenangriff verletzt
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk (UA) wird ein 15-jähriges Mädchen verletzt. Das teilt die Gebietsverwaltung auf Telegram mit. Ein Geschäft und ein Privathaus geraten in Brand. Das Mädchen liegt mit Splitterverletzungen im Spital, ihr Zustand gilt als mittelschwer. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Lubinez reist mit ukrainischer Delegation über Belarus, Hilfsgüter sollen am Freitag nach Oleschky
Eine ukrainische Delegation unter dem Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez erreicht den Grenzübergang Nowaja Guta in Belarus. Das meldet TASS unter Berufung auf die belarussische Agentur BelTA. Die Delegation nimmt an der humanitären Mission in Oleschky (UA) teil. Lubinez schreibt auf X, die Minenräumung auf den Zufahrten laufe erfolgreich. Die Hilfsgüter sollen laut Lubinez am Freitag nach Oleschky gebracht werden. Die Waffenruhe gelte seit 54 Stunden, Verstösse seien keine registriert. Lubinez reise über Russland, weil es keinen anderen Weg gebe, erklärt sein Büro laut Ukrainska Pravda. Die Front und der verminte Fluss machten andere Routen unmöglich. Die Evakuierung soll laut Ukrainska Pravda über Russland und Belarus in die Ukraine führen. Am Abend meldet die Gebietsverwaltung Cherson, die Routen seien entmint und der Hilfskonvoi bereit. Laut Lubinez können Ausreisewillige die Stadt bis 14 Uhr verlassen, die Hilfe wird ab 14.30 Uhr verteilt, berichtet Ukrainska Pravda.
Russlands Verteidigungsministerium meldet 1214 abgeschossene ukrainische Drohnen in einer Nacht
Die russische Luftabwehr hat in der Nacht auf Donnerstag 1214 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Das meldet das russische Verteidigungsministerium, berichten Interfax, TASS, RIA Nowosti und Kommersant. Die Drohnen seien über 19 Regionen abgeschossen worden, darunter die Region Moskau, Brjansk, Kursk, Kaluga, Baschkirien und Udmurtien. Laut TASS ist es einer der grössten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland. Binnen 24 Stunden meldet das Ministerium laut Interfax 1425 abgeschossene Drohnen. Im Gebiet Kursk (RU) wurden laut Gouverneur Alexander Chinschtejn binnen 24 Stunden 153 Drohnen abgeschossen und fünf Menschen verletzt. Im Gebiet Perm (RU) wurde laut Gouverneur Dmitri Machonin ein Industriegelände leicht beschädigt. Im Gebiet Rjasan (RU) brach laut Gouverneur Pawel Malkow in einem Betrieb ein Feuer aus. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Das sind russische Angaben.
Yandex zieht nach Drohnenangriffen auf seine Rechenzentren die Prognose für 2026 zurück
Der russische Internetkonzern Yandex zieht seine Prognosen für Umsatz und bereinigtes Ebitda 2026 zurück. Das meldet Interfax unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens. Grund seien die Drohnenangriffe auf seine Rechenzentren im Oktober. Sie erschwerten die Einschätzung der Ergebnisse bis Jahresende. Bisher hatte Yandex rund 20 Prozent mehr Umsatz und ein bereinigtes Ebitda von 350 Milliarden Rubel erwartet. Laut Kommersant sind die wichtigsten Funktionen der Dienste nach den Angriffen wiederhergestellt.
Ukrainische Luftwaffe: Russland greift mit 112 Drohnen an, 97 abgeschossen oder gestört
Russland greift die Ukraine in der Nacht auf Donnerstag mit 112 Drohnen an, darunter 40 strahlgetriebene Shahed. Das meldet die ukrainische Luftwaffe, berichtet Ukrainska Pravda. Bis 8 Uhr seien 97 Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört worden. An sieben Orten wurden laut Luftwaffe Einschläge registriert. Die Drohnen starteten laut Luftwaffe unter anderem von Orjol und Millerowo (RU). In Kiew gelten laut der Militärverwaltung in Teilen der Bezirke Holossijiw und Solomjanskyj Notabschaltungen des Stroms. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Gebiet Sumy (UA): Russische Angriffe auf 31 Orte, acht Menschen verletzt
Russische Truppen greifen am Mittwoch 31 Orte im Gebiet Sumy (UA) an. Das meldet die ukrainische Nationalpolizei, berichtet Ukrainska Pravda. Die Polizei zählt 93 Angriffe, acht Menschen werden verletzt. In der Gemeinde Sumy treffen Drohnen einen 41-jährigen Mann und eine 85-jährige Frau. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Sterlitamak (RU): Drohnenangriff auf Industriegebiet, Rauch nahe der Baschkirischen Soda-Gesellschaft
Drohnen greifen die Stadt Sterlitamak in Baschkirien (RU) an. Laut Bürgermeister Emil Schaimardanow wurden über einem Industriebetrieb acht Drohnen abgeschossen, berichtet Interfax. Trümmer seien auf das Gelände gefallen und hätten leichte Schäden verursacht, das Werk arbeite normal. Laut Ukrainska Pravda stieg Rauch nahe der Baschkirischen Soda-Gesellschaft auf, einem der grössten Chemiekomplexe Russlands. Das stützt sich auf die Telegram-Kanäle Astra und Exilenova+. Die Behörden äusserten sich nicht zu möglichen Schäden an dieser Anlage.
Russlands Verteidigungsministerium meldet Drohnentreffer auf Frachtschiff auf dem Weg nach Odessa
Das russische Verteidigungsministerium meldet einen nächtlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Das melden Interfax, TASS und Kommersant. Das Schiff habe militärische und doppelt verwendbare Güter für die ukrainische Armee in den Hafen Odessa (UA) gebracht. Es sei auf See getroffen worden. Angaben zum Namen oder zur Flagge des Schiffs liegen in den Quellen nicht vor. Eine ukrainische Stellungnahme oder eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Das sind russische Angaben.
Charkiw (UA): Russische Drohnen treffen eine Bildungseinrichtung und lösen einen Brand aus
Russische Drohnen greifen in der Nacht auf Donnerstag die Bezirke Cholodnohirskyj und Saltiwskyj in Charkiw (UA) an. Das meldet Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram, berichten Ukrinform und Kyiv Post. Im Bezirk Cholodnohirskyj brennt es am Einschlagort. Im Bezirk Saltiwskyj trifft eine Drohne laut Terechow eine Bildungseinrichtung. Angaben zu Opfern der nächtlichen Angriffe lagen laut Kyiv Post zunächst nicht vor. Laut Gebietschef Oleh Synjehubow wird im Bezirk Industrialnyj ein Mensch verletzt. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Lantratowa fliegt mit US-Journalisten nach Oleschky, laut Melania Trump vier von Newsmax
Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa beginnt ihre humanitäre Mission in Oleschky (UA). Mit ihr fliegen laut Kommersant Journalisten aus den USA und anderen Ländern. Vier Journalisten des US-Senders Newsmax sollen die Mission begleiten. Das schreibt die First Lady der USA, Melania Trump, auf X, meldet TASS. Als neutrale Beobachter sollen sie die Mission unabhängig filmen und dokumentieren. Auch der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew kündigt laut TASS an, Newsmax werde berichten. In Oleschky leben laut Kommersant noch rund 2000 Menschen ohne Strom und Gas. Die Waffenruhe gilt vom 27. Oktober bis 1. November.
Polen gibt der Ukraine laut Rzeczpospolita zwei weitere MiG-29
Polen übergibt der Ukraine zwei weitere Kampfjets vom Typ MiG-29. Das bestätigt General Dariusz Łukowski vom Verteidigungsministerium (PL) der Zeitung Rzeczpospolita. Die Übergabe erfolge in nächster Zeit. Laut Rzeczpospolita ist die Nutzungsdauer einer der beiden Maschinen bereits abgelaufen, möglicherweise werden ihre Teile verwendet. Die zweite fliegt noch. Polen hatte der Ukraine 2022 und 2023 bereits 14 MiG-29 geliefert.
Laut EDA bietet die Schweiz weiterhin einen Ort für Ukraine-Verhandlungen an
Die Schweiz ist weiterhin bereit, einen Ort für Verhandlungen zur Ukraine anzubieten. Das teilt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) laut RIA Nowosti mit. Die Schweiz unterstütze alle diplomatischen Initiativen für einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine. Das EDA stehe mit allen Seiten in Kontakt und biete seine Guten Dienste an. Anlass der Anfrage von RIA Nowosti ist die mögliche Wiederaufnahme der Dreiergespräche.
Laut AP lehnt Pentagon-Generalinspekteur Prüfung der Starlink-Ausfälle in der Ukraine ab
Das Büro des Generalinspekteurs des Pentagons (US) lehnt eine Prüfung der Ausfälle von Starlink und Starshield in der Ukraine ab. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP, melden RIA Nowosti, TASS und RBK. Eine überparteiliche Gruppe von neun Senatoren hatte die Prüfung verlangt, vier Republikaner und fünf Demokraten. Laut der Antwort kann die US-Luftwaffe die Fragen besser beantworten. Die Senatoren werten das laut AP als Weigerung, gegen Elon Musk zu ermitteln. Selenskyj hatte am 19. Oktober Einschränkungen der Terminals gemeldet. Bis zum 24. Oktober lief der Betrieb laut RIA Nowosti wieder.
Erdoğan sagt Trump Unterstützung für neue Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will die Bemühungen der USA unterstützen. Es geht um neue Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Das meldet die Agentur Anadolu nach seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, berichtet Kommersant. Die Türkei war bereits Gastgeberin von Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine, im Sommer 2025 in Istanbul.
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