Mittwoch, 28. Oktober 2026
Bürgermeister Sobjanin meldet 47 abgeschossene Drohnen im Anflug auf Moskau. Angaben zu Schäden liegen nicht vor.
Laut Kremlberater Uschakow finden die Abu-Dhabi-Gespräche nach dem 4. November statt. Russland und die USA besprechen laut Uschakow eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Staatsfonds RDIF. Selenskyj erwartet das Dreiertreffen in Abu Dhabi bis zum 10. November. Laut Kremlberater Uschakow sind Europäer zu den Dreiergesprächen nicht eingeladen. Laut Peskow sollen Sicherheitsgarantien für Russland und die Ukraine gegenseitig sein. Peskow nennt die Reaktion auf den Anruf von Stubb und Støre hysterisch.
Auf den Zufahrten nach Oleschky (UA) beginnt die Minenräumung, meldet die Kyiv Post. Laut Peskow findet die humanitäre Operation in Oleschky in den kommenden Tagen statt. Laut Beckman wollte Putin sehr, dass Melania Trump die Waffenruhe vermittelt.
Die Niederlande stellen laut Jetten ein Winterpaket von 500 Millionen Euro Militärhilfe bereit. Selenskyj nennt Patriot-Abfangraketen den grössten Engpass der Ukraine.
Laut der Gebietsverwaltung trifft ein russischer Angriff einen Industriebetrieb in Dnipro, ein Mann wird verletzt. Im Gebiet Riwne tötet ein russischer Angriff auf eine zivile Einrichtung einen Mann. Das russische Verteidigungsministerium meldet Treffer auf Umspannwerke in Luzk und Kowel, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. In Tschernihiw (UA) trifft ein russischer Angriff eine Tierklinik, drei Frauen werden verletzt.
Laut Interfax besucht Kirijenko das AKW Saporischschja und bespricht Diesel mit Hilfe der IAEA. Laut dem Militärgeheimdienst HUR leben im besetzten Gebiet Cherson wohl nur 10 bis 20 Prozent der Vorkriegsbevölkerung. Das sind Angaben der Ukraine.
Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Lubinez nennt die Minenräumung laut Kyiv Post eine entscheidende Phase für Hilfe und Evakuierung. Seine russische Kollegin Lantratowa sagt laut dem russischen Aussenministerium, beide Seiten hielten die Waffenruhe ein.
Meldungen
Uschakow: Abu-Dhabi-Gespräche nach dem 4. November, Moskau bespricht RDIF-Sanktionen mit den USA
Die Dreiergespräche zur Ukraine in Abu Dhabi finden nach dem 4. November statt. Das sagt Kremlberater Juri Uschakow laut TASS, RIA Nowosti und Interfax. Das Datum hänge auch von der Lage auf dem Schlachtfeld ab. Die russische Delegation werde bald bestimmt, ein «Kern» stehe. Von europäischen Verhandlern sei keine Rede, es gebe nur eine Vereinbarung über Dreiergespräche. Russland und die USA besprechen laut Uschakow eine mögliche Aufhebung der Sanktionen gegen den Staatsfonds RDIF. Das sind russische Angaben.
«Ein solches Gespräch wird geführt. Es wird übrigens schon seit einiger Zeit geführt. Was das Ergebnis sein wird, weiss ich nicht»
«Такой разговор ведется. Он, кстати, уже какое-то время ведется. Каков будет результат, я не знаю»
Sobjanin: 613 Drohnen flogen Richtung Moskau, 231 vor der Hauptstadt abgeschossen
In der Nacht auf Donnerstag fliegen 613 Drohnen in Richtung der Region Moskau (RU). Das schreibt Bürgermeister Sergej Sobjanin, melden Interfax, TASS und Kommersant. Die meisten seien weit vor der Stadt abgeschossen worden, 231 im Anflug auf Moskau. Die Zahlen gelten von 20.30 Uhr bis 7 Uhr Moskauer Zeit. Laut TASS ist es einer der grössten Drohnenangriffe auf Moskau seit Jahresbeginn. Über dem Gebiet Tula (RU) wurden laut RIA Nowosti 42 Drohnen abgeschossen. Die Flughäfen Wnukowo, Domodedowo und Schukowski stellten den Betrieb zeitweise ein, laut Interfax bis 6.45 Uhr. Angaben zu Schäden oder Verletzten liegen nicht vor. Die Kyiv Independent spricht von ukrainischen Drohnen. Kyiv Independent und Kyiv Post konnten die Zahlen nicht unabhängig prüfen. Das sind russische Angaben.
Kirijenko besucht das AKW Saporischschja und bespricht Dieselversorgung mit Hilfe der IAEA
Der Vizechef der russischen Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko, besucht das AKW Saporischschja (UA). Das berichtet Interfax unter Berufung auf das Kraftwerk. Er bespricht mit dem Werksdirektor die Sicherheit und die Stromversorgung. Zudem geht es um Treibstoff für die Notstrom-Dieselgeneratoren. Dessen Lieferung soll mit Hilfe der IAEA organisiert werden. Kirijenko besucht auch Objekte in Enerhodar (UA). Laut TASS ist ein Tempel durch eine ukrainische Drohne beschädigt. Das sind russische Angaben, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Peskow nennt die Reaktion auf den Anruf von Stubb und Støre hysterisch
Kremlsprecher Dmitri Peskow nennt die Reaktion in Europa auf das Telefonat von Stubb und Støre mit Putin «hysterisch». Das sagt er im Interview mit dem Ersten Kanal, so Interfax. Stubb ist Finnlands Präsident, Støre Norwegens Regierungschef. Laut TASS meint Peskow vor allem Dänemark und Estland. Ein Dialog mit Norwegen und Finnland habe Sinn, es seien Grenzländer. Es sei vereinbart, das Gespräch fortzusetzen. Aufrufe europäischer Hauptstädte zu mehr Druck auf Russland nennt er «destruktiv». Das sind russische Angaben.
Auf den Zufahrten nach Oleschky beginnt die Minenräumung, die Waffenruhe hält
Auf den Zufahrten in das russisch besetzte Oleschky (UA) läuft die Minenräumung. Das meldet die Kyiv Post unter Berufung auf den ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez. Er nennt sie eine entscheidende Phase, um Hilfe zu liefern und Zivilisten zu evakuieren. Das russische Aussenministerium zitiert auf X die Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa. Laut ihr halten beide Seiten die Waffenruhe seit dem 27. Oktober ein. Laut BelTA soll die Feuerpause bis Ende Woche gelten.
«Unser gemeinsames Ziel ist es, den Menschen Hilfe zu leisten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sicheres Gebiet zu erreichen»
«Our shared goal is to provide assistance to people and give them the opportunity to reach safe territory»
«Sowohl Russland als auch die Ukraine halten die seit dem 27. Oktober geltende Waffenruhe ein.»
«Both Russia & Ukraine are observing the ceasefire in effect since October 27.»
Gebiet Riwne (UA): Russischer Angriff auf eine zivile Einrichtung tötet einen Mann
Russische Truppen greifen eine zivile Einrichtung im Bezirk Sarny im Gebiet Riwne (UA) an. Das meldet Gebietschef Oleksandr Koval laut Ukrainska Pravda. Ein Mann stirbt. Es bricht ein Feuer aus, das die Feuerwehr inzwischen eingedämmt hat. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Ukraine und Niederlande starten das gemeinsame Luftverteidigungsprojekt Bliksem
Die Rüstungsindustrien der Ukraine und der Niederlande beginnen die Arbeit an einem gemeinsamen Luftverteidigungsprojekt namens Bliksem. Das schreibt Präsident Selenskyj auf X, wie Ukrainska Pravda meldet. Er und Ministerpräsident Rob Jetten trafen in den Niederlanden Chefs von Unternehmen aus Rüstung, Energie und Software. Die Teams sollen ein konkretes Projekt ausarbeiten. Einzelheiten zu Bliksem nennt Selenskyj nicht. Das sind Angaben von Selenskyj.
Laut Beckman wollte Putin sehr, dass Melania Trump die Waffenruhe in Oleschky vermittelt
Putin habe sehr gewollt, dass Melania Trump die Waffenruhe in Oleschky (UA) vermittelt. Das sagt ihr Berater Marc Beckman dem Kyiv Independent. Putin habe in einem formellen Brief erklärt, sie gelte als alleinige Vermittlerin Russlands. Das russische Militär habe vorgeschlagen, die Waffenruhe um zwei Tage vorzuziehen und auf andere Teile des Gebiets Cherson auszuweiten. Die Ukraine habe zugestimmt. Beide Seiten halten sich laut Beckman bisher an die Vereinbarung. Das sind Angaben von Beckman, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Laut Rosatom bereit zu Ruhe-Regime für Reparatur der Dneprowskaja-Leitung des AKW Saporischschja
Der Rosatom-Chef Alexej Lichatschow sagt laut Interfax, Rosatom sei bereit für ein Ruhe-Regime zur Reparatur der Dneprowskaja-Leitung. Sie speist das Atomkraftwerk Saporischschja (UA). Die Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die IAEA habe sich laut Lichatschow verpflichtet, eine Reparatur im Ruhe-Regime zu erreichen. Die 750-kV-Leitung ist laut Interfax seit Ende März ausser Betrieb. Das sind russische Angaben, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Dnipro (UA): Russischer Angriff auf einen Industriebetrieb löst Brand aus, ein Mann verletzt
Russland greift am Abend einen Industriebetrieb in Dnipro (UA) an. Das teilt die Gebietsverwaltung Dnipropetrowsk (UA) mit. Es bricht ein Feuer aus. Zunächst hiess es, niemand sei verletzt. Später meldet die Verwaltung, ein 35-jähriger Mann sei verletzt und im Spital. Laut dem ukrainischen Katastrophenschutz greifen russische Truppen am 28. Oktober vier Bezirke des Gebiets mehr als 40-mal an. Ukrainska Pravda nennt unter anderem einen verletzten Jugendlichen (15) in Pawlohrad (UA) und zwei Verletzte im Bezirk Nikopol (UA). Ukrinform spricht von fünf Verletzten im Gebiet. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Selenskyj: Patriot-Abfangraketen sind der grösste Engpass, USA sollen Lieferungen nicht verzögern
Präsident Selenskyj nennt Patriot-Abfangraketen den wichtigsten Engpass der Ukraine. Das schreibt er auf X nach einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten. Russland setze im Krieg vor allem auf ballistische Raketen, besonders vor dem Winter. Die Programme müssten funktionieren, besonders die Initiative PURL. Die USA sollten Lieferungen nicht verzögern. Europa und die USA hätten die Mittel. Jeder Tag Verzögerung bedeute Verluste und Zerstörung. Das sind Angaben von Selenskyj.
Gebiet Donezk (UA): 1746 Kinder bleiben in Zonen mit Zwangsevakuierung
In den Orten des Gebiets Donezk (UA) mit Zwangsevakuierung bleiben 1746 Kinder aus 1580 Familien. Das sagt Julija Ryschakowa von der Gebietsverwaltung laut Ukrinform und Ukrainska Pravda. Die Orte liegen in 15 Siedlungen von vier Gemeinden. Die meisten leben in der Gemeinde Slowjansk (UA) mit 1234 Kindern, in Kramatorsk (UA) sind es 484. In der letzten Woche wurden 452 Kinder evakuiert. Im Oktober waren es insgesamt 761. Das sind Angaben der ukrainischen Behörden.
Selenskyj: Schiffe mit russischem Diesel für die USA werden nicht angegriffen
Selenskyj sagt vor Journalisten, Schiffe mit russischem Diesel auf dem Weg in die USA rühre niemand an. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Ukrinform. Sie hätten einen Bezug zu den USA. Zugleich gebe es keinen Befehl an die Streitkräfte, auf russische Schläge nicht zu antworten. Sie seien in den vergangenen Tagen «etwas vorsichtiger» gewesen. Selenskyj nennt den Einsatz gegen die Raffinerie in Rjasan sowie Schläge auf Rechenzentren und Sammelräume ballistischer Waffen. Er hofft, dass Russland die Antworten spüre. Am 27. Oktober hiess es laut Ukrainska Pravda, drei Tanker mit rund 140'000 Tonnen russischem Diesel führen in die USA.
Selenskyj: Die Energie-Waffenruhe funktioniert nicht, die Waffenruhe in Oleschky gibt Hoffnung
Die vorgeschlagene Waffenruhe für Energieanlagen funktioniert laut Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht. Das sagt er an einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Regierungschef Rob Jetten in Den Haag, berichtet die Kyiv Post. Die Ukraine habe den Vorschlag von US-Präsident Trump unterstützt, Russland nicht. Einen Tag nach dem Vorschlag habe Russland Energieanlagen massiv angegriffen. Wenn Russland die Energieversorgung angreife, antworte die Ukraine ebenfalls auf Energieanlagen. Die humanitäre Waffenruhe in Oleschky begrüsst Selenskyj laut Kyiv Post als ersten Fortschritt.
«Die Energie-Waffenruhe funktioniert nicht»
«The energy ceasefire doesn’t work»
Charkiw (UA): Drohnenangriff auf ein Postlager tötet einen Menschen, vier Verletzte
Eine russische Angriffsdrohne trifft am Nachmittag ein Postlager in Charkiw (UA). Das meldet der ukrainische Katastrophenschutz laut Ukrainska Pravda. Ein Mensch stirbt, vier weitere werden verletzt. Es brach ein Feuer auf rund 1000 Quadratmetern aus. Ob es derselbe Angriff ist wie am Mittag im Bezirk Osnowjanskyj, geht aus den Quellen nicht hervor. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Cherson: Pressesprecher der 34. Marinebrigade stirbt bei Explosion eines Sprengsatzes
Der Pressesprecher der 34. Marinebrigade ist in Cherson (UA) bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Armiya TV. Der Soldat sei an dem Sprengsatz vorbeigegangen, als dieser detonierte. Er stammte aus dem besetzten Oleschky. Nach Beginn der Invasion 2022 schloss er sich den Verteidigungskräften an. Zuerst bediente er Drohnen, später arbeitete er im Pressedienst und begleitete Journalisten an Brennpunkte.
Zwei Kampfmittelräumer sterben bei einer Explosion im Gebiet Sumy (UA)
Im Bezirk Schostka im Gebiet Sumy (UA) detoniert bei der humanitären Minenräumung russische Munition. Das meldet der ukrainische Katastrophenschutz laut Ukrainska Pravda. Zwei Kampfmittelräumer des Zivilschutzes sterben. Sie sind 32 und 39 Jahre alt. Einer stirbt am Einsatzort, der andere im Spital. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Selenskyj: Kiew will einen Weg finden, Europa in die Gespräche einzubinden
Selenskyj sagt bei der Pressekonferenz mit Rob Jetten, die Ukraine nutze jede Gelegenheit zu verhandeln, auch ohne Europäer. Das berichtet Ukrainska Pravda. Er bestätigt nicht direkt, dass Europa bei den technischen Gesprächen fehlt. Er betont aber, Europa müsse beteiligt sein. Zunächst sei es ein Treffen technischer Gruppen der USA, Russlands und der Ukraine. Das Format sei nicht neu, es sei früher blockiert gewesen und nun freigegeben. Russland unterstütze die Anwesenheit Europas nicht. Sagten die Amerikaner nein, werde Kiew die Gelegenheit nicht ruinieren. Mehr Klarheit brauche es dazu, wer Europa vertrete.
Russland erteilt laut Moscow Times erstmals seit Juli Getreideschiffen Ausfahrt aus dem Asowschen Meer
Russland erteilt laut Reuters erstmals seit dem 10. Juli wieder Genehmigungen für Getreideschiffe, das Asowsche Meer zu verlassen. Das berichtet die Moscow Times unter Berufung auf sieben Branchenquellen. Russland hatte den Schiffsverkehr dort wegen ukrainischer Drohnenangriffe gesperrt. Die Genehmigungen für die Durchfahrt durch die Strasse von Kertsch gelten laut den Quellen bis zum 15. November. Zwei Quellen sagen, ein russischer Marinekonvoi begleite die Schiffe durch das Schwarze Meer. Die Moscow Times schliesst daraus, dass Russland die Durchfahrt derzeit für relativ sicher hält. Die Massnahme fällt mit der lokalen Waffenruhe um Oleschky zusammen.
Laut Interfax-Ukraine leitet Sucharewskyj künftig das Marinekorps der ukrainischen Marine
Oberst Wadym Sucharewskyj, früherer Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, ist laut Interfax-Ukraine neuer Chef des Marinekorps der ukrainischen Marine. Das berichtet Ukrainska Pravda. Eine Quelle in den Verteidigungskräften bestätigt dort die Ernennung. Sucharewskyj ersetzt Generalmajor Dmytro Deljatyzkyj. Im Juni 2025 hatte ihn Robert Browdi als Kommandeur der Drohnenstreitkräfte abgelöst. Eine offizielle Bestätigung liegt in den Quellen nicht vor.
Putin nennt Musk laut Moscow Times ein Genie
Präsident Putin lobt Elon Musk am Rande des Russland-Afrika-Gipfels als wirkliches Genie für das Satelliteninternet Starlink. Das berichtet die Moscow Times. Russland mache bei der eigenen Satellitenkonstellation Rassvet erst die ersten Schritte. Moskau stehe in engem Kontakt mit amerikanischen Partnern, auch mit Musk. Im Orbit müsse man sich gegenseitig nicht stören und eine gewisse Disziplin einhalten. Das sind Angaben Putins.
Laut Peskow findet die humanitäre Operation in Oleschky in den kommenden Tagen statt
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, die humanitäre Operation in Oleschky (UA) finde in den kommenden Tagen statt. Das melden TASS, Kommersant und RIA Nowosti. Russland erwarte, dass es keine Provokationen gebe. Moskau habe laut Kommersant keine Meldungen über Verstösse gegen die Waffenruhe erhalten und bewerte das positiv. Die russische Ombudsfrau Jana Lantratowa sagt laut RIA und Kommersant, Russland und die Ukraine hielten die Waffenruhe weiter ein. Laut Lantratowa und dem ukrainischen Ombudsmann Lubinez werden die Routen für Hilfe und Evakuierung entmint. Die Waffenruhe gilt bis zum 1. November. Das sind Angaben der Beteiligten.
Selenskyj erwartet das Dreiertreffen in Abu Dhabi bis zum 10. November
Selenskyj erwartet das Dreiertreffen mit den USA und Russland in Abu Dhabi (AE) bis zum 10. November. Das sagt er bei einer Pressekonferenz mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten in Den Haag (NL). Es berichten Kyiv Independent, Ukrainska Pravda und Ukrinform. Er hoffe auf einen Termin zwischen dem 6. und dem 10. November. Washington müsse noch ein Datum bestätigen, er rechne nach dem 4. November damit. Der Ort könne wegen der Lage im Nahen Osten noch wechseln. Es gehe zunächst um technische Gespräche. Auf der Agenda stünden eine Waffenruhe bei der Energie und auf See, Gefangenenaustausch und humanitäre Fragen. Über Gebietsfragen sei nur auf Ebene der Staatschefs zu sprechen. Der Kreml hat laut Kyiv Independent noch keinen Zeitplan bestätigt.
Laut Peskow sollen Sicherheitsgarantien für Russland und die Ukraine gegenseitig sein
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt der Zeitung «Iswestija», im November gehe es in Abu Dhabi (AE) um Garantien. Das seien Sicherheitsgarantien für Russland und die Ukraine, und sie müssten gegenseitig sein. Das meldet TASS. Der von US-Präsident Trump genutzte Ausdruck «in Kürze» für einen Dreiergipfel sei laut Peskow dehnbar. Das sagt er gegenüber Life. Ein solches Treffen brauche sorgfältige Vorbereitung. Laut TASS schliesst Peskow ein Treffen von Putin, Xi Jinping und Trump beim APEC-Gipfel nicht aus. Das sind Angaben des Kremls.
Laut Waffenruheabkommen reisen Evakuierte aus Oleschky über Anapa nach Belarus
Wer aus dem besetzten Oleschky (UA) in die Ukraine zurückkehren will, wird laut dem Waffenruheabkommen nach Anapa (RU) gebracht. Das schreibt Nowaja Gaseta Europa unter Berufung auf den von Fox News veröffentlichten Text. Von dort fliegt ein Militärtransportflugzeug des russischen Verteidigungsministeriums die Menschen nach Gomel (BY). Anschliessend könnten sie in die Ukraine weiterreisen. Begleitet werden sie vom ukrainischen Ombudsmann Lubinez, zwei Mitarbeitern und zwei ukrainischen Journalisten. Dazu kommt die russische Ombudsfrau Jana Lantratowa. Beide Seiten vereinbaren zudem regelmässige Hilfslieferungen nach Oleschky, mindestens einmal im Monat.
Niederlande stellen laut Jetten ein Winterpaket von 500 Millionen Euro Militärhilfe bereit
Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten sagt, die Niederlande stellen der Ukraine ein zusätzliches Winterpaket bereit. Es umfasst Militärhilfe von 500 Millionen Euro für Luftverteidigung und Drohnen. Das melden TASS, RIA Nowosti und Ukrainska Pravda. Laut Ukrainska Pravda sagt Jetten bei der Pressekonferenz mit Selenskyj, die Hilfe solle Angriffe vor dem Winter abwehren. Er ruft die Verbündeten auf, ihre Unterstützung zu erhöhen. Selenskyj dankt auf X. Das Paket werde gerade vorbereitet. Laut Ukrinform beginnen beide Länder die Arbeit an einem Luftverteidigungsprojekt namens Bliksem. Laut TASS versucht Den Haag zudem, andere Länder zu weiteren Lieferungen zu bewegen. Am Morgen hatte die niederländische Regierung zivile Hilfe von 1,2 Milliarden Euro bis 2029 angekündigt.
Tschernihiw (UA): Russischer Angriff trifft Tierklinik, drei Frauen verletzt
Ein russischer Angriff trifft am Mittwochnachmittag ein städtisches Tierzentrum in Tschernihiw (UA). Das meldet die ukrainische Nationalpolizei laut Ukrinform und Kyiv Post. Drei Frauen im Alter von 59, 40 und 18 Jahren werden verletzt. Laut Polizei setzte Russland eine Raketendrohne vom Typ Bandrol ein. Die Polizei ermittelt wegen eines Kriegsverbrechens. Das sind ukrainische Angaben.
Lawrow führt Russlands Delegation beim G20-Aussenministertreffen in Atlanta an
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow führt die Delegation beim G20-Aussenministertreffen am 30. und 31. Oktober in Atlanta (US) an. Das sagt Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa laut Ukrainska Pravda und TASS. Die G20 tagen unter US-Vorsitz. Laut Sacharowa liessen sich die organisatorischen Fragen erst in letzter Minute klären. Sie habe den Eindruck gehabt, nicht alle in Washington seien über den Besuch erfreut, auch wegen der US-Visa. Laut Ukrainska Pravda geht das Treffen dem Gipfel voraus, bei dem Trump ein Gespräch mit Putin erwartet.
Sacharowa kündigt an, neue Storm-Shadow-Raketen in der Ukraine zu zerstören
Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, kündigt an, russische Dienste würden neue Storm-Shadow-Raketen in der Ukraine rechtzeitig zerstören. Das meldet TASS. Sie bezieht sich auf britische Medienberichte über geplante neue Lieferungen. Ob die Lieferung schon unterwegs ist, lässt sie offen. Sacharowa nennt die Raketen ein Symbol der britischen Beteiligung am Konflikt. Laut Sacharowa nehmen ukrainische Schläge mit diesem System zu. Das sind Aussagen Moskaus, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
EU-Sprecher Wigand: Staaten sollen Patriot-Raketen aus eigenen Beständen liefern
Der Sprecher der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas, Christian Wigand, nennt die Luftverteidigung eine Priorität der Ukraine. Das meldet Interfax. Die EU habe Beschaffungspläne über 28,3 Milliarden Euro aus dem Kreditprogramm für die Ukraine gebilligt. Sie umfassten Patriot-Abfangraketen aus künftiger US-Produktion. Das brauche Zeit. Deshalb habe Kallas die Mitgliedstaaten und Partner mehrfach aufgerufen, Raketen aus eigenen Beständen zu liefern. Die Arbeit daran gehe weiter, auch vor den nächsten Treffen der EU-Aussen- und Verteidigungsminister.
Laut Uschakow sind Europäer zu den Dreiergesprächen nicht eingeladen
Kremlberater Juri Uschakow sagt im Sender Westi, Europäer seien zu den Dreiergesprächen in Abu Dhabi (AE) nicht eingeladen. Daran nehmen Russland, die USA und die Ukraine teil. Europäer könnten kommen, wenn sie sich selbst Tickets besorgten. Eine Einladung an den Verhandlungstisch plane niemand. Das Datum werde bald genannt. Gespräche um den 10. November habe Moskau erwähnt, einen genauen Termin gebe es nicht. Beim Telefonat von Putin mit Stubb und Støre sei eine europäische Teilnahme kein Thema gewesen. Stubb ist Finnlands (FI) Präsident, Støre Norwegens (NO) Ministerpräsident. Das melden TASS und Rossijskaja Gaseta.
Russland meldet Treffer auf Umspannwerke in Luzk und Kowel
Das russische Verteidigungsministerium meldet Treffer auf zwei 330-kV-Umspannwerke in Luzk und Kowel im Gebiet Wolhynien (UA). Sie versorgten Betriebe des ukrainischen Rüstungssektors. Zudem habe man in Charkiw (UA) ein Logistikzentrum getroffen, in dem Fracht für die ukrainischen Streitkräfte lagerte. Ein Schiff mit Fracht für die ukrainischen Streitkräfte sei auf der Fahrt zum Hafen Tschornomorsk (UA) getroffen worden. Das sind russische Angaben. In den Quellen liegt keine unabhängige Bestätigung vor. Das melden TASS und RIA Nowosti.
Beskrestnow warnt vor Verdunkelung nachts wegen des Navigationsmoduls «Susanin» russischer Drohnen
Die Ukraine muss laut Serhij «Flash» Beskrestnow möglicherweise zur leichten Verdunkelung zurückkehren. Beskrestnow ist Berater des Präsidenten für die Entwicklung von Verteidigungstechnologie. Das berichtet Kyiv Post. Der Schritt könnte nötig werden, wenn Russland das optische Navigationsmodul «Susanin» nachts massenhaft einsetzt. Als Träger nennt er die Drohne Geran-5 und weitere Drohnen und Raketen. Das betreffe besonders die Beleuchtung von Strassen und Autobahnabschnitten. Das Modul vergleicht Kamerabilder mit vorab gespeicherten Satellitenbildern. Es braucht weder GPS noch Funksteuerung und ist daher gegen elektronische Störung unempfindlich. Laut Kyiv Post wurde es kürzlich bei den Strahldrohnen Geran-4 und Geran-5 gefunden. Das sind Angaben von Beskrestnow.
Laut Kyiv Post verlagert die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf Russlands Stahlindustrie
Die Ukraine verlagert ihre Drohnenangriffe auf Russlands Stahlindustrie. Das berichtet Kyiv Post unter Berufung auf The Moscow Times. Die Ukraine habe bis Mitte Oktober mindestens 114-mal Raffinerien angegriffen. Die Angriffe seien im Oktober gestoppt worden. Zuvor habe die Regierung Trump Kiew laut dem Bericht mit einer Sperre des Starlink-Zugangs gedroht. Am 26. Oktober fällt durch einen Angriff teilweise der Strom beim Bergbau- und Aufbereitungswerk Jakowlewo aus, das zum Severstal-Konzern gehört. In der Nacht auf den 28. Oktober wird laut Open-Source-Kanälen das Stahlwerk NLMK mit Storm-Shadow-Raketen angegriffen. NLMK produziert etwa 20 Prozent des russischen Stahls. Das sind Angaben von Kyiv Post und The Moscow Times. Eine Bestätigung liegt nicht vor.
Selenskyj räumt erstmals Sicherheitsgarantien auch für Russland ein
Präsident Selenskyj räumt erstmals die Möglichkeit ein, Sicherheitsgarantien nicht nur der Ukraine, sondern auch Russland zu geben. Das berichtet Digi24 unter Berufung auf Aussagen vor Journalisten in Kiew. Westliche Länder könnten die Forderungen Moskaus nach solchen Garantien letztlich besprechen. Zuerst müsse das aber für die Ukraine geschehen. Zuerst müsse man den Krieg beenden und erst danach Antworten auf die Fragen Russlands suchen. Die Financial Times nennt es laut Digi24 eine bedeutende Positionsänderung Kiews. Bisher hätten Kiew und seine Verbündeten solche Forderungen abgelehnt. Selenskyj sagt, Europa müsse an den Gesprächen beteiligt sein, wenn es um Garantien geht. Das sind Angaben von Selenskyj und der Financial Times laut Digi24.
Laut Grenzschutz verstärken Anlagen in Belarus weiter Signale für russische Drohnen
In Belarus laufen weiter Signalverstärker, die russische Drohnen unterstützen. Das sagt Andrij Demtschenko, Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, gegenüber Ukrinform. Eine Truppenaufstockung an der Grenze zur Ukraine beobachte man nicht. Der Betrieb der Verstärker sei weiter feststellbar. Das heisse nicht, dass sie rund um die Uhr laufen. Die Orte, an denen sie aktiviert werden, wechselten periodisch. Ukrainische Dienste beobachten die Lage in Belarus weiter. Belarus helfe Russland auf diese Weise bei Angriffen. Das sind Angaben des ukrainischen Grenzschutzes laut Ukrinform und Ukrainska Pravda.
Deutschland lieferte Russland laut Meduza im ersten Halbjahr Prothesen für 79 Millionen Euro
Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 Prothesen und Gelenkersatz im Wert von 79 Millionen Euro nach Russland geliefert. Das berichtet Meduza unter Berufung auf Forbes Russia und Eurostat. Das ist knapp ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Auf Armprothesen und Beinprothesen entfallen 41,2 Millionen Euro, auf Gelenkersatz 37,8 Millionen. Die Lieferungen von Arm- und Beinprothesen stiegen gegenüber 2021 auf das 5,4-Fache. Aus allen EU-Staaten kamen Prothesen im Wert von 144,9 Millionen Euro, nach 66,5 Millionen im ersten Halbjahr 2021. Laut dem Arbeitsministerium erhielten 2024 mehr als 152'000 Menschen Arm- oder Beinprothesen vom Staat. Das ist mehr als in jedem der zehn Vorjahre. Das sind Angaben von Meduza.
Selenskyj: Grossbritannien sagt zusätzlich 10 Milliarden Pfund zu, 3 Milliarden für Waffen
Grossbritannien (GB) sagt der Ukraine zusätzliche Finanzhilfe von 10 Milliarden Pfund zu. Das schreibt Präsident Selenskyj auf X und Telegram nach einem Gespräch mit Premierminister Andy Burnham. Davon sind 7 Milliarden Pfund wirtschaftliche Unterstützung über die nächsten drei Jahre. Weitere 3 Milliarden Pfund sind Exportförderung, vor allem für Waffenlieferungen. Das kommt zur jährlichen britischen Hilfe hinzu. Selenskyj sagt, die Entscheidung komme zur rechten Zeit. Russland müsse sehen, dass die Ukraine nicht allein gelassen werde. Er und Burnham sprachen auch über die Sanktionspolitik. Grossbritannien bleibe dabei prinzipientreu, so Selenskyj. Das sind Angaben von Selenskyj.
Ukrainischer Generalstab meldet Treffer auf Tor-2M, Radarstation und EW-Station in Russland
Die ukrainischen Streitkräfte haben am 27. Oktober und in der Nacht auf den 28. Oktober vier Ziele getroffen. Das teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf X unter Berufung auf den Generalstab mit. Getroffen wurden ein Flugabwehrsystem Tor-2M bei Rschawa im Gebiet Kursk (RU) und eine Radarstation bei Maloje Gorodkowo im Gebiet Kursk. Dazu kommen eine Station für elektronische Kampfführung bei Semjatschki im Gebiet Brjansk (RU). Ein Logistikdepot bei Walerianiwka im besetzten Gebiet Donezk (UA) wird ebenfalls getroffen. Die Treffer schaffen laut der Mitteilung mehr Raum für ukrainische Drohnen. Das sind Angaben des ukrainischen Generalstabs. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Russlands Aussenministerium wirft Selenskyj vor, Bemühungen Russlands und der USA zu stören
Das russische Aussenministerium wirft Präsident Selenskyj vor, die diplomatischen Bemühungen Russlands und der USA zu stören. Das melden Rossijskaja Gaseta und RIA Nowosti. Laut der Diplomatin, die Rossijskaja Gaseta zitiert, versuche Selenskyj weiter, den Prozess zu sabotieren. Er stelle öffentlich offensichtlich inakzeptable Bedingungen. Zudem genehmige er neue terroristische Anschläge und Angriffe auf die Zivilbevölkerung Russlands. Belege nennt die Meldung nicht. Das sind Angaben des russischen Aussenministeriums. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
HUR: Russland baut bei Millerowo einen Startplatz für bis zu 100 Drohnenstarts pro Tag
Russland baut bei der Luftwaffenbasis Millerowo im Gebiet Rostow (RU) einen neuen Startplatz für Angriffsdrohnen. Das sagt der ukrainische Militärgeheimdienst HUR laut Kyiv Independent und beruft sich auf Satellitenbilder. Die Anlage soll für Strahldrohnen vom Typ Geran-4 und Geran-5 gedacht sein. Nach der Fertigstellung könnten bis zu 100 Starts pro Tag möglich sein. Ende August gab es noch keine Anzeichen für Bauarbeiten, seither entstanden Startpositionen und Infrastruktur. Laut HUR könnte der Bau zu Russlands Vorbereitung auf mehr Angriffe im Winter gehören. Es wäre mindestens der zwölfte Startplatz. Die Geran-4 hat laut HUR eine neue Sprengladung gegen Brücken und Strommasten. Das sind Angaben des HUR, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Umerow warnt vor gefälschten Nachrichten in seinem Namen an Diplomaten
Rustem Umerow, Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, warnt auf Facebook vor gefälschten Nachrichten in seinem Namen. Das berichtet Ukrainska Pravda. Diplomaten und Partner in mehreren Ländern erhielten Nachrichten, die angeblich von ihm stammen. Sie versuchten, Kontakt herzustellen und Informationen über die Arbeit mit Partnern und internationale Verhandlungen zu erhalten. Umerow ruft dazu auf, nicht auf verdächtige Nachrichten zu antworten. Man solle Telefonnummer, Konto oder E-Mail-Adresse über offizielle diplomatische Kanäle prüfen. Verdächtige Kontaktaufnahmen sollen der ukrainischen Seite gemeldet werden. Das sind Angaben von Umerow.
Frachter Contship Jet sinkt nach Angriff von Seedrohnen vor Bulgarien (BG)
Der Containerfrachter Contship Jet ist in der Nacht auf Donnerstag im Schwarzen Meer gesunken. Das berichten IPN und Digi24. Drei Drohnen hatten ihn am Mittwoch vor Schabla (BG) getroffen, meldete Digi24. Das Schiff fuhr von Haifa (IL) nach Constanța (RO). Die 18 Besatzungsmitglieder, 14 Philippiner und 4 Ukrainer, sind laut den bulgarischen Behörden unverletzt. Ein bulgarisches Militärschiff brachte sie nach Varna (BG). Der Frachter sank laut Digi24 rund 36 Seemeilen vor Varna. Laut IPN treiben Dutzende Container mit Gasen, brennbaren Flüssigkeiten und giftigen Stoffen im Meer. Bulgariens Generalstabschef Emil Eftimow sagt, die Seedrohnen seien von Osten gekommen. Einem Land ordnet er den Angriff nicht zu.
Laut Kommersant beginnt Hersteller Lieferung schwerer Drohnen «Isdelije 80» an Russlands Truppen
Das Unternehmen «Transport der Zukunft» beginnt mit der Lieferung schwerer Drohnen «Isdelije 80» an die russischen Streitkräfte. Das berichtet Kommersant. Es plant, 750 Komplexe der zweiten Generation zu übergeben. Jeder Komplex besteht aus zwei Drohnen, einem Anhänger und Ersatzteilen. Laut Hersteller bestand die Drohne im August die Qualifikationstests und im September die militärische Abnahme. Mit 25 Kilogramm Last fliegt sie bis zu 15 Minuten, ohne Last mehr als 40 Minuten. Zwei Werke in den Gebieten Belgorod und Samara sollen etwa 400 Geräte pro Monat bauen. Gegen frühere Führungskräfte und die Eigentümer der Muttergruppe laufen Betrugsverfahren. Es geht um Lieferungen von 2024. Die Ermittler halten die Geräte für im Kampfgebiet unbrauchbar. Es gilt die Unschuldsvermutung. Das sind Angaben von Kommersant und des Herstellers.
Ex-Generalstaatsanwalt Krawtschenko wirft NABU Gewaltplan vor, das Büro weist es zurück
Ruslan Krawtschenko, der frühere ukrainische Generalstaatsanwalt, erhebt Vorwürfe gegen das Antikorruptionsbüro NABU und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft SAPO. Das berichtet Ukrainska Pravda. Er sagt, die Leiter beider Behörden hätten die Entsendung einer Gruppe nach Österreich verlangt. Sie solle Gewalt gegen ihn anwenden. Die Befehle kämen laut ihm aus dem Präsidialamt. Belege nennt er nicht. Er erklärt auch nicht, warum er nicht in die Ukraine zurückgekehrt ist. Das NABU weist die Vorwürfe laut Ukrainska Pravda als unwahr zurück. Es sieht darin den Versuch, Schutz im Aufenthaltsland zu erhalten. Krawtschenko hatte die Ukraine in der Nacht auf den 14. September verlassen. Das sind Angaben von Krawtschenko und dem NABU.
Charkiw (UA): Drohnenangriff tötet einen 60-Jährigen, drei Männer verletzt
Ein russischer Drohnenangriff trifft am Mittwoch den Bezirk Osnowjanskyj in Charkiw (UA). Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Bürgermeister Ihor Terechow und Gebietschef Oleh Synjehubow. Ein 60-jähriger Mann stirbt. Drei Männer im Alter von 46, 56 und 41 Jahren kommen verletzt ins Spital. Laut Synjehubow sind die Verletzungen unterschiedlich schwer. Am Einschlagort brach laut Terechow ein Feuer aus. Terechow meldete zunächst einen Verletzten, dann einen Toten und zwei Verletzte. Am späten Dienstagabend hatten russische Truppen ein Wohnhaus in Charkiw mit einer Drohne angegriffen. Dabei wurden fünf Menschen verletzt, darunter ein Kind. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Selenskyj reist in die Niederlande und trifft Ministerpräsident Jetten
Präsident Selenskyj landet am 28. Oktober mit seinem Team in den Niederlanden. Das schreibt er auf X und Telegram. Er trifft Ministerpräsident Rob Jetten. Die Ukraine und die Niederlande wollten die Partnerschaft stärken, schreibt Selenskyj. Weitere Einzelheiten zum Programm nennt er in dem Beitrag nicht. Das sind Angaben von Selenskyj.
Støre und Sybiha verteidigen den Putin-Anruf von Stubb und Støre
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre verteidigt am Mittwoch den Anruf bei Putin vom Dienstag. Das berichtet The Moscow Times. Der Kreml solle die Sicht europäischer Staats- und Regierungschefs zum Kriegsende hören. Støre sagt im Sender NRK, Putin werde seine Meinung wohl nicht ändern, höre die Position aber sehr klar. Er sorgt sich, dass Botschaften Putin nicht erreichen, wenn die Amerikaner mit ihm sprechen. Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha äussert sich beim Nordischen Rat in Helsinki, so Digi24. Das Gespräch sei mit der Ukraine abgestimmt gewesen. Es hätte besser koordiniert werden können. Er will keine endlosen Debatten darüber, wer für Europa sprechen soll. Kritik kam laut Yle und Moscow Times von Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen.
Die Rada billigt den Haushaltsentwurf 2027 in erster Lesung mit 239 Stimmen
Das ukrainische Parlament billigt den Entwurf des Staatshaushalts 2027 in erster Lesung. Der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak schreibt auf Telegram, 239 Abgeordnete hätten zugestimmt. Das berichtet Ukrinform. Ministerpräsident Serhij Koretskyj dankt den Abgeordneten. Der Haushalt spiegle die Realität des Krieges und die wichtigsten Prioritäten des kommenden Jahres wider. Dazu gehören vor allem die Finanzierung von Sicherheit und Verteidigung, die finanzielle Stabilität und soziale Verpflichtungen. Die Regierung prüft laut Koretskyj die Schlussfolgerungen des Parlaments und bereitet den Entwurf für die zweite Lesung vor. Der Haushaltsausschuss unterstützte zuvor eine Änderung für höhere Gehälter von Soldaten.
Budanow weist laut Charter 97 einen Le-Monde-Bericht über einen Streit mit Witkoff zurück
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Budanow, weist Berichte über Details der Verhandlungen zurück. Das berichtet Charter 97 unter Berufung auf RBC-Ukraine. Die Informationen seien falsch, ein solcher Vorfall habe es nicht gegeben. Budanow spricht von Informationsangriffen auf den Verhandlungsprozess. Zuvor hatte Le Monde über eine angeblich angespannte Szene am 9. Oktober berichtet. Laut einem ungenannten Teilnehmer schlug der US-Sondergesandte Steve Witkoff einen regionalen Wohlstandsplan vor. Dieser sah laut Le Monde die volle Wiederaufnahme des russischen Gas- und Öltransits durch die Ukraine vor. Kiew hätte Dividenden erhalten. Budanow habe laut dem Teilnehmer scharf reagiert und die Gespräche unterbrochen. Das Dieselabkommen soll zum Abbruch beigetragen haben. Die Angaben von Le Monde sind nicht bestätigt.
Ukraine: 16 Festnahmen wegen gestohlener Armeedrohnen, die als neu weiterverkauft wurden
In der Ukraine werden 16 Verdächtige in einem Drohnen-Betrugsfall festgenommen. Das teilt der amtierende Generalstaatsanwalt Anton Kowalskyj auf Facebook mit, so Ukrinform. Drohnen wurden Soldaten gestohlen, ihre Kennzeichnungen geändert. Danach wurden sie als neu an das Militär zurückverkauft. Organisiert hat das System laut Kowalskyj ein früherer Soldat. Er warb Soldaten, Zwischenhändler und Firmen an. Ein Telegram-Kanal diente der Abwicklung. Die Ermittler dokumentieren 25 Fälle und beschlagnahmen über 600 Drohnen. Der Wert der gestohlenen Güter beträgt rund 16 Millionen Hrywnja. Bei Durchsuchungen finden sie zudem 13 Millionen Hrywnja, 400'000 Dollar, Gold, Silber, Schmuck und 15 Fahrzeuge.
Der SBU nimmt zwei russische Deserteure auf dem Weg nach Kiew fest
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU nimmt zwei russische Deserteure fest. Das teilt der SBU am 28. Oktober mit, so Kyiv Independent. Die Männer kämpften im 291. motorisierten Schützenregiment im Gebiet Donezk (UA). Sie verliessen ihre Einheit und erreichten ein Dorf in der Grauzone nahe der Front. Dort zogen sie Zivilkleidung aus einem verlassenen Haus an. Uniformen und Waffen vergruben sie. Ein Autofahrer wollte sie nach Dnipro (UA) mitnehmen, von dort wollten sie nach Kiew. Beim Versuch, ins Gebiet Dnipropetrowsk zu gelangen, wurden sie festgenommen. Einer trug eine russische Erkennungsmarke. Laut SBU wollte einer bei Verwandten in Kiew untertauchen. Das sind Angaben des SBU.
Die Niederlande sagen der Ukraine 1,2 Milliarden Euro zivile Hilfe bis 2029 zu
Die niederländische Regierung legt am 28. Oktober ein Paket an nichtmilitärischer Hilfe von 1,2 Milliarden Euro für die Ukraine vor. Das berichten Kyiv Independent und Ukrainska Pravda. Das Geld soll über die nächsten drei Jahre in den wirtschaftlichen Wiederaufbau fliessen. Es wird von 2027 bis 2029 ausgezahlt. Das Paket besteht aus 878 Millionen Euro aus dem Koalitionsabkommen. Hinzu kommen 327 Millionen Euro, die am 15. September angekündigt wurden. Es ist unabhängig von der niederländischen Militärhilfe. Aussenhandelsminister Sjoerd Sjoerdsma sagt bei seinem Besuch in Kiew, der Wiederaufbau könne nicht bis zu einer Waffenruhe warten. Selenskyj trifft am 28. Oktober den niederländischen Regierungschef und König Willem-Alexander.
KIIS: 80 Prozent der Ukrainer befürworten Angriffe auf russische Raffinerien, auch ohne US-Hilfe
Laut einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) sind 80 Prozent der Ukrainer für Angriffe auf russische Ölraffinerien. Das gilt auch, wenn die USA ihre Hilfe stoppen oder begrenzen. Das berichtet Ukrainska Pravda. Nur 11 Prozent wollen, dass die Angriffe aufhören. Die übrigen 8 Prozent sind unentschieden. 63 Prozent sind bereit, den Krieg so lange wie nötig auszuhalten. 5 Prozent nennen ein Jahr, 21 Prozent einige Monate bis ein halbes Jahr. Die Umfrage lief vom 16. bis 25. Oktober 2026 per Telefon in den von der Regierung kontrollierten Gebieten. Befragt wurden 828 Erwachsene.
Lubinez: Die ersten 30 Stunden der Waffenruhe um Oleschky verlaufen ohne Zwischenfall
Die ersten 30 Stunden der Waffenruhe um Oleschky (UA) sind ohne Zwischenfall verlaufen. Das sagt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez. Das berichtet Kyiv Independent am 28. Oktober. Die Waffenruhe gilt seit den frühen Morgenstunden des 27. Oktober bis zum 1. November. Sie soll die sichere Evakuierung von Zivilisten und Hilfslieferungen ermöglichen. Laut Gouverneur Oleksandr Prokudin gab es in der Region Cherson keine Angriffe auf zivile oder kritische Infrastruktur. Ein Sprecher der ukrainischen Marineinfanterie bestätigt, dass beide Seiten die Waffenruhe einhalten. In anderen Regionen töten russische Angriffe laut lokalen Behörden binnen eines Tages zwei Menschen und verletzen 17.
Russland meldet die Einnahme von Alissowka und Barylowka
Das russische Verteidigungsministerium meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Die Gruppierung Nord habe die Kontrolle über Alissowka im Gebiet Charkiw (UA) und Barylowka im Gebiet Sumy (UA) übernommen. Das melden TASS und RIA Nowosti. Das 8. Korps der ukrainischen Luftlandetruppen widerspricht laut Ukrinform für Barylowka. Der Ort stehe weiter unter ukrainischer Kontrolle. Die russische Meldung sei falsch. Es habe nicht einmal Versuche gegeben, das Dorf zu stürmen. Die Russen müssten vor Monatsende Eroberungen melden, so die ukrainische Seite. Zu Alissowka liegt keine ukrainische Stellungnahme in den Quellen vor. Das sind Angaben der russischen und der ukrainischen Seite.
Der ukrainische Militärgeheimdienst nennt 49 Firmen hinter Russlands Starlink-Konkurrenten Rassvet
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR nennt 49 russische und belarussische Firmen, die am Satellitensystem Rassvet mitarbeiten. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf War&Sanctions. Russland entwickle Rassvet als Alternative zu Starlink. Das System besteht laut HUR aus Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn, Bodenstationen und Endgeräten. Hauptauftragnehmer sei das Unternehmen Bureau 1440 der ICS-Holding. Firmen aus dem Umfeld von Roscosmos entwickelten Trägerraketen und Triebwerke. Das Projekt beaufsichtige direkt Roscosmos-Chef Dmitri Bakanow. Das sind Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes.
Selenskyj zur «Sun»: Mit Trump auf einer Seite, aber mit anderen Instrumenten
Selenskyj sagt im Interview mit der britischen Zeitung The Sun, er und Trump stünden auf derselben Seite. Es gehe um die Beendigung des Krieges. Sie sähen aber unterschiedliche Instrumente. Putin sei ein zutiefst sowjetischer Mensch. Die Ukrainer spürten, wenn er lüge, denn ihre Generation sei in der Sowjetunion geboren. Deshalb verstehe die Ukraine die Russen klarer als die USA. Trump habe die Ukraine bei manchen Themen unterstützt, bei anderen gebe es verschiedene Ansichten. Auf der Ukraine laste derzeit viel Druck, deshalb müsse er lauter sein. Russland greife seit langem Daten und Cyberraum an. Die Ukraine sei technologisch weiter und dezentral aufgestellt. Trotz vieler Angriffe auf Rechenzentren habe es Mobilfunk und Internet gegeben. Das sind Angaben von Selenskyj auf X.
Laut Interfax will Rjabkow Störversuche der Europäer bei den Gesprächen in Abu Dhabi abwehren
Der russische Vizeaussenminister Sergej Rjabkow sagt am Mittwoch, Russland werde Versuchen entgegentreten, die Gespräche in Abu Dhabi zu stören. Das meldet Interfax. Rjabkow nennt die sogenannte Kriegspartei in führenden europäischen Hauptstädten. Sie behindere die Ansätze der Regierung Trump. Das erzeuge in Kiew falsche Illusionen und verlängere den Konflikt. Russland befinde sich in einer Vorbereitungsphase für die geplanten Kontakte in Abu Dhabi. Moskau hoffe, dass die Bemühungen von Trump zu einer dauerhaften Lösung führen. Sie müsse die Interessen Russlands und die Ursachen des Konflikts berücksichtigen. Das sind Angaben des russischen Vizeaussenministers.
Laut FT besprechen die USA und Russland die Rückkehr amerikanischer Ölkonzerne nach Russland
Washington und Moskau besprechen im Rahmen der Ukraine-Gespräche die Rückkehr amerikanischer Ölkonzerne auf den russischen Markt. Das berichtet die Financial Times (FT) laut Nowaja Gaseta Europa. Vorgeschlagen sind ein gemeinsames Projekt vor Sachalin und eine Beteiligung US-amerikanischer Firmen an Öllieferungen nach Europa. Diese sollen durch die Druschba-Pipeline laufen. Das Weisse Haus sagt laut FT, die Abkommen sollten Teil einer umfassenden Friedenslösung sein. Sie seien noch nicht vereinbart und könnten nach Kriegsende anlaufen. Laut zwei Quellen der FT fordern die USA von der Ukraine am Verhandlungstisch keine Gebietsabtretungen. Im November werden in Abu Dhabi die ersten Dreiergespräche seit Februar erwartet. Russlands Vizepremier Alexander Nowak sagt laut Kommersant, über eine Rückkehr der US-Ölkonzerne werde noch nicht verhandelt. Das sind Angaben der russischen Seite.
Selenskyj: Palisa lehnt den Botschafterposten in den USA ab
Selenskyj sagt vor Journalisten, als Botschafter in den USA seien Julija Swyrydenko, Dmytro Kuleba und Pawlo Palisa im Gespräch gewesen. Das berichtet Ukrainska Pravda laut Ukrinform. Palisa, stellvertretender Leiter des Präsidialamts, habe abgelehnt. Er habe eine amerikanische Ausbildung und spreche die Sprache, Trump kenne ihn, sagt Selenskyj. Palisa wolle zurück an die Kontaktlinie und zu seiner Brigade. Die Konsultationen zur Besetzung gingen weiter. Der Posten ist seit der Abberufung von Olha Stefanischyna am 3. August vakant.
Selenskyj: Russland könnte den USA nach dem Dieseldeal weitere Geschäfte anbieten
Selenskyj sagt vor Journalisten, der Dieseldeal öffne den Russen die Tür für ähnliche Schritte. Das berichtet Kyiv Post unter Berufung auf ukrainische Medien. Künftige Abkommen könnten Dünger, Gas, eingefrorenes Vermögen und die Aufhebung von Sanktionen gegen einzelne Personen und Firmen betreffen. Sanktionen gegen Oligarchen aus Putins Umfeld seien laut Selenskyj bereits aufgehoben worden. Russland könne den USA eine Art wirtschaftliche Ehe anbieten, so Selenskyj. Es verfüge über Rohstoffe, Reserven und eine zentral gesteuerte Wirtschaft. Kurzfristig könne das vorteilhaft wirken, langfristig wohl nicht. Jedes Geschäft mit Russland enthalte ein unangenehmes Element, das nicht sofort sichtbar sei. Das sind Angaben des ukrainischen Präsidenten.
Laut FT bittet die EU die G7, die Budgetlücke der Ukraine zu decken
Die EU-Kommission drängt die G7-Partner, die Ukraine im nächsten Jahr zu finanzieren. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Financial Times (FT). Die Kommission bestätigt laut FT Kiews Prognose einer Finanzierungslücke von 70 Milliarden Euro für 2027. Staaten ausserhalb der EU haben laut der Prognose erst 4 Milliarden Euro für nächstes Jahr zugesagt. Für 2026 waren es 19 Milliarden. Die USA, Grossbritannien, Kanada und Japan geben demnach zusammen nur 1 Milliarde. Die USA haben laut FT alle direkten Hilfen gestoppt. Die EU prüft eine gemeinsame Schuldenaufnahme, das Thema soll beim Gipfel Ende November beraten werden. Ein Sprecher der Kommission sagt laut FT, Europa könne den Bedarf nicht allein decken. Die EU und ihre Mitgliedstaaten stellen 80 Prozent der zugesagten Hilfe.
Laut RIA ist die Türkei bereit, ein Treffen von Putin, Trump und Selenskyj auszurichten
Die Türkei ist bereit, ein mögliches Treffen von Putin, Trump und Selenskyj auszurichten. Das meldet die russische Staatsagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle im türkischen Kabinett. Ankara habe aber noch keine offizielle Anfrage erhalten. Trump sagt laut RIA Nowosti, mögliche Dreiergespräche müssten nicht persönlich stattfinden. Er rechne damit, dass sie bald zustande kämen. Der russische Vizeaussenminister Sergej Rjabkow sagte laut RIA in der vergangenen Woche, es gebe kein abschliessendes Verständnis. Die Ausarbeitung dauere an.
Die Waffenruhe um Oleschky gilt laut BBC jetzt in der ganzen Region Cherson
Die Waffenruhe für Hilfslieferungen nach Oleschky (UA) gilt laut BBC jetzt in der ganzen Region Cherson (UA). Das berichtet die BBC unter Berufung auf Quellen. US-First-Lady Melania Trump hat die Waffenruhe mit Papst Leo XIV. vermittelt. Sie sagt am Dienstag, das Gebiet sei erweitert worden. So könnten humanitäre Konvois sicher fahren. Laut Oleksandr Tolokonnikov, dem Vizechef der Verwaltung von Cherson, hat der russische Beschuss aufgehört. Das gelte für die Stadt und die Region. Verstösse sind laut BBC bisher nicht gemeldet. Nach der Waffenruhe sollen Hilfsgüter nach Oleschky kommen, am Freitag folgen Evakuierungen. Laut BBC leben in Oleschky rund 1700 bis 2000 Menschen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagt, alles laufe nach Plan.
Russland greift die Ukraine mit einer Iskander-Rakete und 88 Drohnen an, 71 werden abgefangen
Russland greift die Ukraine in der Nacht zum 28. Oktober mit einer ballistischen Rakete Iskander-M und 88 Drohnen an. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. Eingesetzt werden auch Marschflugkörper und Täuschkörper. Laut der Luftwaffe zerstören oder stören die Luftabwehrkräfte bis 8 Uhr 71 Drohnen. Treffer werden an acht Orten verzeichnet, herabgefallene Trümmer an zwei Orten. Einige Drohnen sind noch in der Luft. Das sind Angaben der ukrainischen Luftwaffe.
Laut Euronews planen EU-Kommission und Rat eine gemeinsame Delegation für Abu Dhabi
Laut Euronews bereiten die EU-Kommission und der Europäische Rat eine gemeinsame Gruppe hoher Beamter vor. Sie soll an der nächsten Gesprächsrunde zur Ukraine teilnehmen. Das melden RIA Nowosti und RBK. Die Runde soll in Abu Dhabi stattfinden. Als möglicher Delegationsleiter gilt laut Euronews Björn Seibert, der Kabinettschef von Kommissionspräsidentin von der Leyen. Kremlsprecher Peskow sagte laut RIA Nowosti, Europa nehme an den Verhandlungen bisher nicht teil. Im November soll das Dreierformat mit Russland, der Ukraine und den USA weitergehen.
Ozon beziffert Verluste durch Drohnenangriffe auf elf Logistikzentren auf 30,1 Milliarden Rubel
Der russische Onlinehändler Ozon nennt in seinem Quartalsbericht Verluste von 30,1 Milliarden Rubel durch Drohnenangriffe auf elf Logistikzentren. Das berichten RBK, Kommersant und RIA Nowosti. Darin enthalten sind laut Ozon beschädigte Waren, ausgeschiedene und abgeschriebene Ausrüstung sowie weitere Kosten. Ein Teil der Risiken war versichert. Der Konzern verhandelt mit den Versicherern über Entschädigungen. Der Nettogewinn im dritten Quartal steigt laut Kommersant um 25 Prozent auf 3,7 Milliarden Rubel. Der Umsatz wächst auf das 1,6-Fache, nämlich 421,2 Milliarden Rubel.
Kursk (RU): Drohnenangriff beschädigt Gebäude mit Servern des Gesundheitssystems
In Kursk (RU) beschädigt ein ukrainischer Drohnenangriff ein Gebäude mit den Servern des regionalen Gesundheitssystems. Das berichten Rossijskaja Gaseta, RBK und Interfax unter Berufung auf den Gouverneur. Ein Brand wird eingedämmt, laut Gouverneur wird niemand verletzt. Ein Teil der Ausrüstung ist beschädigt. Es kann zu Störungen des Informationssystems kommen, auch bei der Terminvergabe. Spezialisten arbeiten an der Wiederherstellung. Laut dem Gouverneur schiessen die Abwehrkräfte in 24 Stunden 168 Drohnen über der Region ab. Das sind Angaben der russischen Seite.
Russland meldet 531 abgefangene ukrainische Drohnen in einer Nacht
Das russische Verteidigungsministerium meldet die Zerstörung von 531 ukrainischen Drohnen in der Nacht. Das berichten Interfax und TASS. Die Drohnen seien über zwölf Gebieten und der Region Moskau abgefangen worden. Genannt werden unter anderem Belgorod, Woronesch, Lipezk, Tula, Kursk und Rostow. Laut TASS werden allein über dem Gebiet Woronesch 34 Drohnen abgeschossen. Laut Kommersant wird im Gebiet Lipezk bei einem Drohnenangriff eine Person verletzt. Das sind Angaben der russischen Seite, unabhängig überprüfen lassen sie sich nicht.
Laut TASS rechnet Trump bald mit einem Treffen mit Putin und Selenskyj
Laut TASS rechnet US-Präsident Trump bald mit einem Treffen mit Putin und Selenskyj. Laut Kyiv Post sagt er am Mittwoch, ein Treffen werde sehr bald organisiert. Er spricht von grossen Fortschritten mit Russland und der Ukraine. Trump nennt weder Datum noch Ort. Laut Kyiv Post hat bisher weder Kiew noch Moskau ein Treffen der beiden Staatschefs öffentlich bestätigt. Die Aussage fällt sechs Tage vor den Zwischenwahlen in den USA. Das sind Angaben von TASS und Kyiv Post.
Nowomoskowsk (RU): Drohnentrümmer beschädigen Wohnhäuser, ukrainischer Kanal nennt das Werk Azot
Der Gouverneur des Gebiets Tula (RU), Dmitri Miljajew, meldet laut Interfax einen massiven Angriff ukrainischer Drohnen auf die Region. In Nowomoskowsk beschädigen Trümmer ein Mehrfamilienhaus, Privathäuser und Infrastruktur in der angrenzenden Industriezone. Die Rettungsdienste sind im Einsatz. Laut RIA Nowosti wird im Gebiet eine Person durch einen herabfallenden Drohnenrest verletzt. Laut Ukrainska Pravda und den ukrainischen Kanälen Exilenova+ und Supernova+ traf der Angriff das Chemiewerk Azot. Dort breche ein Brand aus. Das Werk gehört laut Exilenova+ zur Gruppe EuroChem und stellt Stickstoffdünger her. Das sind unbestätigte Angaben ukrainischer Quellen.
Putin spricht laut FT mit Stubb und Støre meist über slawische Geschichte
Putin nutzt laut Financial Times den Grossteil des Telefonats mit Stubb und Støre für einen Vortrag über slawische Geschichte. Stubb ist Finnlands Präsident, Støre Norwegens Regierungschef. Das berichtet Ukrainska Pravda. Das Gespräch sollte laut Stubb weniger als eine halbe Stunde dauern und dauerte 90 Minuten. Über eine sofortige Waffenruhe sei laut drei Quellen der FT kaum gesprochen worden. Die beiden Politiker unterbrachen Putin laut einer Quelle nicht, um zu prüfen, wie ernst er den Dialog mit Europa nimmt. Es ist laut FT das erste Gespräch zwischen Putin und einem Verbündeten der Ukraine in Europa seit Juli 2025. Das sind Angaben von Quellen der FT.
Laut Peskow verlangte ausser Stubb und Støre zuletzt niemand ein Telefonat mit Putin
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt TASS, in den letzten Tagen habe ausser Stubb und Støre niemand ein Telefonat mit Putin verlangt. Stubb ist Finnlands Präsident, Støre Norwegens Regierungschef. Auf die Frage nach weiteren europäischen Staats- oder Regierungschefs antwortet er mit Nein. Laut TASS führte Putin das Telefonat am 27. Oktober auf Wunsch der finnischen und norwegischen Seite. Die Gesprächspartner begrüssten laut TASS die Vereinbarung, die Dreiergespräche in der ersten Novemberhälfte in Abu Dhabi wieder aufzunehmen. Das sind Angaben des Kremls.
Serbische Studentenliste plant laut RIA Nowosti keine Sanktionen gegen Russland
Ein Mitgründer der serbischen Bewegung «Studentenliste» sagt RIA Nowosti, sie plane keine Sanktionen gegen Russland. Das stehe auch im Programm. Serbien sei selbst sanktioniert worden und wisse, dass Sanktionen keine Lösung seien. Probleme müsse man im Dialog lösen. Die Bewegung gewann am Sonntag die Parlamentswahl mit 52,54 Prozent. Der bisherige Präsident Vučić erkannte die Niederlage an. Er schloss laut RIA Nowosti nicht aus, dass die neuen Behörden im Frühling Sanktionen verhängen. Das sind Angaben von RIA Nowosti.
Russland meldet den Start einer Interkontinentalrakete Bulawa aus dem Ochotskischen Meer
Das russische Verteidigungsministerium meldet den Start einer Interkontinentalrakete vom Typ Bulawa. Das berichten RIA Nowosti und TASS. Das Atom-U-Boot «Generalissimus Suworow» der Pazifikflotte feuert sie laut Ministerium aus getauchtem Zustand ab. Es befindet sich im Ochotskischen Meer. Ziel ist das Übungsgelände Tschischa im Gebiet Archangelsk (RU). Die Gefechtsköpfe erreichten laut Ministerium zur berechneten Zeit das Zielgebiet. Das sind Angaben des russischen Ministeriums.
Guterres ernennt den russischen Botschafter Desjatnikow zum UNO-Beigeordneten für Minenräumung und Polizei
UNO-Generalsekretär Guterres ernennt den russischen Botschafter Gleb Desjatnikow zum Beigeordneten Generalsekretär für Minenräumung und Polizei. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf das Büro des Generalsekretärs. Desjatnikow leitet im Departement für Friedenseinsätze die Abteilung für Minenräumung und Polizeikontingente. Er ist seit 2018 Russlands Botschafter in Jordanien. Zuvor war er Vizedirektor der Nahost-Abteilung des russischen Aussenministeriums. Laut der Zeitung ernannte Guterres 2017 bereits einen anderen russischen Vertreter für einen ähnlichen Bereich.
Meloni friert laut Il Giornale d'Italia das 13. Militärhilfspaket für die Ukraine ein
Italiens Regierungschefin Meloni hat laut der italienischen Zeitung Il Giornale d'Italia das 13. Militärhilfspaket für die Ukraine eingefroren. Das berichtet Ukrainska Pravda. Sie wartet demnach die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen ab. Das Paket ist laut der Zeitung fertig, ein Termin für die Übergabe ist nicht genehmigt. Die letzte italienische Lieferung kam vor zehn Monaten in der Ukraine an. Die Regierung betont öffentlich, die Unterstützung gehe weiter. Laut der Zeitung nennt sie weder ein Lieferdatum noch Hindernisse.
Rada unterstützt Antrag für Heldentitel an Soldaten, der 491 Tage allein ausharrte
Das ukrainische Parlament unterstützt mit 250 Stimmen einen Appell an Präsident Selenskyj. Der Soldat Kostjantyn Wlassenko soll den Titel Held der Ukraine erhalten. Laut der Abgeordneten Iryna Konstankewytsch verbrachte der Freiwillige 491 Tage auf seiner Kampfposition. Er verlor laut ihr einen Fuss und amputierte den anderen selbst, um zu überleben. Das berichtet Ukrinform.
Laut HUR leben im besetzten Gebiet Cherson (UA) wohl nur 10 bis 20 Prozent
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR schätzt die Bevölkerung am linken Ufer des Gebiets Cherson (UA). Dort leben nur noch 10 bis 20 Prozent der Vorkriegsbevölkerung, so der Dienst. Vor dem Krieg waren es rund 500'000 Menschen. Moskau dränge Ukrainer aus ihren Häusern und werbe russische Lehrer und Ärzte mit Prämien an, sagt der Dienst. Das sind Angaben der Ukraine, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
Auch interessant
Wird Selenski enden wie Trotzki?
Wer glaubt, Russland werde die weisse Fahne hissen, kennt seine Geschichte nicht.
Russlands Verbrechen, zynisches Schweigen
Eine Replik auf Vadim Loskutovs Artikel "Wird Selenski enden wie Trotzki?"
Kiew im Auge des US-Wahlkampfs
Trump will Selenskyj als Präsident abschiessen, der hofft auf einen Sieg der Demokraten in den Midterms.
Trump und Putin sind grosse Freunde
US-Präsident wird auf "sein" Öl aus Russland nicht verzichten wollen. Will Europa Kiew allein die Stange halten? Mit welchem Geld?