Dienstag, 27. Oktober 2026
Trump sagt laut TASS, die USA hätten für 350 Milliarden Dollar Hilfe nichts erhalten. In Charkiw verletzt ein Drohnenangriff im Bezirk Osnowjanskyj vier Menschen, darunter ein Kind, laut der Gebietsverwaltung. Selenskyj nimmt Beglaubigungsschreiben von fünf Botschaftern entgegen, auch aus der Schweiz.
Selenskyj sagt, Russland habe seit dem 14. Oktober über 100 ballistische Raketen auf Kiew und Umland gefeuert. Vor allem fehlten Patriot-Raketen. Laut dem Generalstab gab es bis 22 Uhr 178 Gefechte.
Selenskyj nennt «Weles» die dritte bedeutende Operation des Jahres. Finnland und Norwegen wollen laut ihren Aussenministern nicht vermitteln. Laut New York Times erwägen die USA, Sanktionen gegen Russlands Staatsfonds RDIF aufzuheben. Laut Sybiha ist ein Treffen von Selenskyj und Putin nötig.
Ballistische Raketen treffen Kiew, laut Militärverwaltung gibt es zehn Verletzte und einen Toten. Im Gebiet Charkiw (UA) sterben laut Gouverneur drei Menschen. In sieben Gebieten fällt laut Ukrenergo teils der Strom aus. Ein Raketenangriff verletzt in Dergatschi (UA) laut Gouverneur fünf Menschen. In Charkiw wird das Lager des Verlags KSD getroffen.
Laut Fraktionschef Arachamija gilt die Feuerpause in Oleschky bis zum 1. November. Laut der UN-Untersuchungskommission sind Russlands Angriffe auf das Energienetz Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dänemarks Regierungschefin Frederiksen sieht den Anruf bei Putin skeptisch.
Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Regierungschef Støre telefonieren mit Putin. Laut russischem Aussenministerium sagt Putin, ein gerechter Frieden sei nur mit Blick auf Russlands Interessen möglich. Laut Selenskyj fordern Stubb und Støre von Putin reale Deeskalationsschritte bei Energie und Infrastruktur.
Das russische Verteidigungsministerium meldet einen Treffer auf den Betrieb Ukrspezswjas bei Charkiw und auf ein Schiff bei Odessa. Kurz gemeldet: Laut ihrem Berater will Melania Trump nach der Oleschky-Operation weitermachen.
Meldungen
Laut RBK nennt US-Energieminister Wright das Dieselgeschäft einen wirtschaftlichen Anreiz für Moskau
Energieminister Chris Wright äussert sich laut RBK im Sender CNBC zum Dieselgeschäft von Russland und den USA. Es sei ein Anreiz für Moskau, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Laut TASS schliesst Wright in dem Interview weitere Lieferungen russischen Diesels nicht aus. Auf die Frage antwortet er sinngemäss, das sei gut möglich. Laut TASS sagt der russische Vizeregierungschef Nowak, drei Tanker seien bereits unterwegs. Ein vierter solle am Donnerstag folgen. Bis zu 500'000 Tonnen Diesel könnten laut Nowak schon im Oktober exportiert werden. Das sind Angaben von RBK und TASS.
Charkiw (UA): Drohnenangriff im Bezirk Osnowjanskyj verletzt vier Menschen, darunter ein Kind
Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Bezirk Osnowjanskyj in Charkiw werden laut der Gebietsverwaltung vier Menschen verletzt. Betroffen sind zwei Frauen von 32 und 65 Jahren, ein 56-jähriger Mann und ein vierjähriger Junge. Drei von ihnen kommen ins Spital. Beim Kind stellen die Ärzte eine akute Stressreaktion fest. Nach dem Angriff brennen ein zweistöckiges Produktionsgebäude, ein zweistöckiges Mehrfamilienhaus und ein einstöckiges Wohnhaus. Ein Privathaus und ein Auto werden beschädigt. Laut Ukrinform steigt die Zahl der Verletzten später auf fünf. Der Zivilschutz spricht von einem Grossbrand auf 2500 Quadratmetern. Das sind Angaben ukrainischer Behörden.
Selenskyj fordert Beteiligung Europas an den Friedensgesprächen im November
Präsident Selenskyj sagt in seiner Abendansprache, Europa müsse an allen diplomatischen Schritten beteiligt sein. Das berichtet Kyiv Post. Niemand in Europa dürfe ausgeschlossen werden. Die Ukraine erwarte im November ein Dreierformat mit ukrainischen, amerikanischen und russischen Vertretern. Laut Kyiv Post sollen die Gespräche in der ersten Novemberhälfte in Abu Dhabi stattfinden, wie Moskau mitteilt. Verhandelt werden soll auf Ebene der Verhandlungsteams, nicht als Gipfel der Präsidenten.
Trump: USA haben laut TASS für 350 Milliarden Dollar Hilfe nichts erhalten
US-Präsident Trump sagt laut TASS, die USA hätten für ihre Hilfe nichts erhalten. Es geht um Hilfe an die Ukraine und an europäische Verbündete im Wert von 350 Milliarden Dollar. Er sagt: «Wir haben die Streitkräfte wiederhergestellt. Biden hat einen grossen Teil davon verschenkt.» Dafür hätte man eine Gebühr verlangen müssen, es sei schliesslich Europa. Sie könnten zahlen. Laut TASS verlangt Trump von europäischen Verbündeten nun Geld für Waffenlieferungen. Das sind Angaben von TASS zu Trumps Aussagen.
Selenskyj: Moskau will ein eigenes Abkommen mit der NATO über Europas Sicherheitsordnung
Russland will ein eigenes Abkommen mit der NATO oder den USA, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj am 27. Oktober vor Journalisten. Das berichtet Kyiv Independent. Damit würde sich die Sicherheitsarchitektur Europas und der Welt verändern. Der Kreml verpacke diese Forderungen als Sicherheitsgarantien für sich, sagt er. Darüber dürfe erst nach dem Krieg gesprochen werden. Selenskyj kennt die Einzelheiten nach eigenen Angaben nicht. Er glaubt, Moskau könnte erneut verlangen, dass die NATO Infrastruktur aus einigen Mitgliedstaaten abzieht. Jeder Rückzug wäre für ihn ein Zeichen der Schwäche des Bündnisses. Er verweist auch auf Signale der USA zu einer möglichen Reduzierung ihrer Truppen in Europa.
Selenskyj nimmt Beglaubigungsschreiben von fünf Botschaftern entgegen, auch aus der Schweiz
Selenskyj nimmt die Beglaubigungsschreiben der neuen Botschafter Kanadas, Spaniens, der Schweiz, Ägyptens und der Türkei entgegen. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Selenskyjs Facebook-Beitrag. Die Botschafter hätten in der Nacht russische ballistische Raketenangriffe erlebt. Besprochen wurden Bemühungen um Frieden und der EU-Beitritt der Ukraine. Zudem ging es um die russische Blockade des Schwarzen Meeres. Diese löse eine Ernährungskrise in Ländern aus, die auf ukrainisches Getreide angewiesen sind.
Südkoreas Aussenminister schliesst einen Abbruch der Beziehungen zur Ukraine laut Kommersant nicht aus
Südkoreas (KR) Aussenminister Cho Hyun hält einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kiew für möglich. Das berichtet Kommersant unter Berufung auf Newsis. Er sagt im Aussenausschuss des Parlaments: «Wenn die Eskalation anhält, besteht diese Möglichkeit auch.» Zu Beginn des Oktobers hatte Südkorea seinen Botschafter aus der Ukraine zurückgerufen. Hintergrund ist ein Streit um zwei nordkoreanische Soldaten in ukrainischer Gefangenschaft. Das sind Angaben von Kommersant.
Peskow: Die Waffenruhe um Oleschky war laut TASS von Anfang an vereinbart
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt laut TASS, die Einhaltung der Waffenruhe um Oleschky sei von Anfang an vereinbart worden. Er antwortet auf eine Frage von TASS zu Berichten über die Zone der Waffenruhe ausserhalb der Stadt. Melania Trump hatte zuvor erklärt, die Waffenruhe gelte auch ausserhalb von Oleschky. Das sind Angaben der russischen Seite.
Selenskyj: Die USA schlugen entmilitarisierte Zonen im Donbass und an der Kinburn-Nehrung vor
Die USA haben entmilitarisierte Zonen im Donbass und auf einem Teil der Kinburn-Nehrung als mögliche Kompromisse vorgeschlagen. Das sagt Präsident Selenskyj am 27. Oktober vor Journalisten, so Kyiv Post unter Berufung auf Interfax-Ukraine. Die Ukraine sei bereit, darüber zu sprechen. Die Vorschläge erschienen in verschiedenen Fassungen der Verhandlungsdokumente. Selenskyj führt sie auf den amerikanischen 28-Punkte-Plan zurück. Für den Donbass sah ein Vorschlag eine Pufferzone auf beiden Seiten der Frontlinie vor. Ein zweiter Vorschlag betraf die Entmilitarisierung eines Teils der Kinburn-Nehrung im Gebiet Mykolajiw (UA). Sie könnte unter ukrainischer Kontrolle bleiben. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj: Abu Dhabi hängt von den USA ab, er warnt vor einem neuen Jalta
Das Treffen in Abu Dhabi hängt laut Selenskyj von den USA ab. Das sagt er vor Journalisten, so Ukrinform. Russen und Ukrainer hätten zugesagt. Für die USA liege der Fokus auf dem Nahen Osten. Politische Veränderungen in einigen Ländern würden dort die Entwicklung beeinflussen. Selenskyj hält eine Eskalation im Nahen Osten für möglich. Die Ukraine wolle das Treffen in Abu Dhabi früher. Zuerst solle es stattfinden, danach ein mögliches Treffen von Washington, Moskau und Peking, sagt er laut Kyiv Post. Er wolle kein neues Jalta, bei dem Einflusszonen neu verteilt würden. Ein solches Treffen wäre nach Alaska der zweite grosse diplomatische Vorteil für Russland. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj hat keine Alternative zur Verhandlungsgruppe, bleibt aber offen für Vorschläge
Selenskyj sagt vor Journalisten, er habe derzeit keine Alternative zur bestehenden Verhandlungsgruppe. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Interfax-Ukraine. Die Gruppe arbeite täglich mit den nationalen Sicherheitsberatern anderer Staaten. Es gehe um den diplomatischen Prozess, Sicherheitsgarantien und die Wirtschaft. Er sei offen für Vorschläge zu anderen Kandidaten. Politiker und Diplomaten mit 20 bis 30 Jahren Erfahrung wüssten angeblich, wie man den Krieg beendet. Geholfen habe ihnen das im Amt offenbar wenig, sagt er. Seit November 2025 leitet Rustem Umerow die Delegation. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj: Niemand will die Sonderverwaltung für Kyjiw vor dem Winter leiten
Alle, denen er die Leitung einer Sonderverwaltung für Kyjiw (UA) angeboten habe, hätten abgelehnt. Das sagt Selenskyj vor Journalisten, so Ukrainska Pravda unter Berufung auf Ukrinform. Er habe den Regierungschef gebeten, ein Team von Managern für Kyjiw zusammenzustellen. Die Befugnisse nannte er nicht. Als Berater für Sicherheit wolle er Wassyl Maljuk gewinnen, den früheren Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU. Auch mit Oleksandr Kubrakow, Wolodymyr Hrojsman und Serhij Suchomlin habe er gesprochen. Suchomlin lehnte ab. Selenskyj kritisiert erneut Vitali Klitschko für die schlechte Vorbereitung Kyjiws auf den Winter. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj: Laut Partnern meint Russland das Treffen in Abu Dhabi ernst
Es gebe Hinweise, dass Russland das Treffen der Verhandlungsteams in Abu Dhabi ernst meine. Das sagt Selenskyj vor Journalisten, so Ukrainska Pravda unter Berufung auf Ukrinform. Die Partner hätten das nach dem Gespräch europäischer Spitzenpolitiker mit Putin am Morgen des 27. Oktober übermittelt. Selenskyj spricht von einer Einweisung in Oslo zum geplanten Treffen im November. Auf der Agenda stehen laut Selenskyj erste Deeskalationsschritte, Prioritäten der Ukraine bei der Sicherheit und das Kriegsende. Die technischen Gruppen könnten Deeskalation bei Energie und auf See besprechen. Auch der Austausch von Kriegsgefangenen und das Format eines Dreiertreffens auf Führungsebene seien Themen. Sicherheitsgarantien blieben ein wichtiges Thema. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj verteidigt den Anruf Norwegens und Finnlands bei Putin
Selenskyj verteidigt am 27. Oktober den Anruf von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb bei Putin. Das berichtet Kyiv Independent. Er habe eine positive Sicht auf beide Staaten und verstehe ihr Kommunikationsformat. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte den Anruf skeptisch gesehen. Selenskyj sagt, Trumps Treffen mit Putin in Alaska im August 2025 habe die diplomatische Isolation Russlands bereits beendet. Auch einzelne europäische Regierungen hätten seither Kontakte nach Russland gehabt, nicht immer so offen. Er erwähnt laufende Kontakte zwischen europäischen und russischen Nachrichtendiensten. Das sind Angaben von Selenskyj.
Selenskyj: Die Ukraine nutzt Starshield nur zur Verteidigung auf eigenem Gebiet
Die Ukraine nutzt das Satellitensystem Starshield von SpaceX nur zur Verteidigung gegen russische Truppen auf eigenem Gebiet. Das sagt Präsident Selenskyj am 27. Oktober vor Journalisten, so Kyiv Independent. Es sei nicht offensiv, auch nicht auf russischem Gebiet. Damit widerspricht er Elon Musk. Musk hatte laut Kyiv Independent behauptet, das ukrainische Militär habe die Starlink-Nutzungsbedingungen verletzt. Kiew habe kommerzielle Terminals für offensive Drohnenangriffe genutzt. Musk sagt, diese Lücke sei geschlossen. Für Starshield-Beschränkungen weist er die Verantwortung zurück, das US-Militär kontrolliere die Terminals. Starshield war laut Kyiv Independent Anfang Oktober vorübergehend auf 160 Kilometer pro Stunde begrenzt. Das erschwerte Abfangdrohnen den Abschuss russischer Düsendrohnen. Das sind Angaben von Selenskyj und Musk.
Selenskyj: Über 100 ballistische Raketen auf Kiew und Umland in zwei Wochen, Patriot-Raketen fehlen
Selenskyj sagt in seiner Abendansprache, Russland habe seit dem 14. Oktober über 100 ballistische Raketen auf Kiew und Umland gefeuert. Das berichten Ukrinform und Ukrainska Pravda. Es sei schwer, sich dagegen zu verteidigen. Vor allem fehlten Raketen für die Patriot-Systeme. Verzögerungen bei Lieferungen erschwerten den Schutz. Selenskyj erwartet im November ein Dreiertreffen mit ukrainischen, amerikanischen und russischen Vertretern. Europa müsse an allen diplomatischen Schritten beteiligt sein.
Generalstab zählt bis 22 Uhr 178 Gefechte und 5942 eingesetzte Kamikaze-Drohnen
Der ukrainische Generalstab meldet für den 27. Oktober bis 22 Uhr 178 Gefechte. Russland habe einen Raketenangriff und 46 Luftangriffe geflogen sowie 171 Gleitbomben abgeworfen. Dazu kämen 5942 Kamikaze-Drohnen und 1563 Beschüsse von Ortschaften und Stellungen. Besonders viele Angriffe gab es laut Generalstab bei Pokrowsk (24) und Kostjantyniwka (13). Bei Hulajpole schlug die Armee nach eigenen Angaben 16 Angriffe zurück. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Selenskyj: Die Ukraine verschonte Raffinerien drei Tage, Russland griff weiter Energieanlagen an
Die Ukraine hat Angriffe auf russische Ölraffinerien drei Tage lang ausgesetzt. Das sagt Präsident Selenskyj laut Kyiv Independent bei einem nichtöffentlichen Gespräch mit Journalisten am 27. Oktober. Russland habe in dieser Zeit ukrainische Energieanlagen weiter angegriffen. Trump hatte am 11. Oktober einseitig eine Energiewaffenruhe verkündet. Das sei für ihn überraschend gekommen, sagt Selenskyj. Kiew habe sich in den ersten 72 Stunden auf andere Ziele konzentriert. Niemand habe der Ukraine für diese drei Tage gedankt. Die Streitkräfte hätten «ein wenig vorsichtiger» gehandelt, aber weiter auf russische Schläge geantwortet. Ziele seien Rechenzentren und Orte mit ballistischen Raketen gewesen. Schiffe mit russischem Diesel für die USA habe die Ukraine nicht angegriffen. Das sind Angaben von Selenskyj.
Laut FT besprechen Russland und die USA in den Gesprächen Ölgeschäfte und Luftraumnutzung
Russland und die USA besprechen laut Financial Times in den Verhandlungen zur Ukraine gemeinsame Energieprojekte. Das berichten Kommersant und RBK unter Berufung auf die FT und informierte Quellen. Washington sei bereit, zur Ölförderung auf Sachalin zurückzukehren und sich an Öllieferungen in die EU über die Druschba-Pipeline zu beteiligen. Zudem könnten US-Fluggesellschaften den russischen Luftraum für Transitflüge teilweise wieder nutzen. Auch die Zusammenarbeit beim Titan sei Thema. Das sind Angaben der FT-Quellen, eine Bestätigung der Regierungen liegt in den Quellen nicht vor.
Peskow: Kreml teilt den Termin der Dreiergespräche rechtzeitig mit
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt laut RIA Nowosti, der Kreml teile das Datum der Dreiergespräche rechtzeitig mit. Beteiligt wären Russland, die USA und die Ukraine. Zuvor hatte Kremlberater Juri Uschakow erklärt, die Gespräche könnten in Abu Dhabi (AE) stattfinden. Er nannte die Tage um die Mitte des Novembers. Polens Regierungschef Donald Tusk hält eine Runde nach dem 4. November für möglich. Das sind Angaben der russischen Seite und von Tusk.
DeepState: Bedrohung von Slowjansk und Kramatorsk bleibt trotz Erfolg von «Vivaldi» bestehen
Roman Pohorilyj, Mitgründer des Projekts DeepState, nennt die Operation «Vivaldi» auf taktischer Ebene erfolgreich. Das berichtet Ukrinform. Sie habe den russischen Vorstoss nördlich von Lyman abgeschnitten. Die Russen suchten nun weiter südlich nach Möglichkeiten. Gekämpft werde um Rai-Oleksandriwka, einen der letzten wichtigen Orte vor Slowjansk. Pohorilyj sagt, es sei zu früh, die Bedrohung der Agglomeration Slowjansk-Kramatorsk als abgewendet zu bezeichnen. Das sind Einschätzungen des ukrainischen OSINT-Projekts.
Laut FT sinken die Ukraine-Hilfen der Nicht-EU-Verbündeten 2027 auf vier Milliarden Euro
Die Nicht-EU-Verbündeten der Ukraine stellen 2027 laut Financial Times fünfmal weniger Geld für deren Unterstützung bereit. Das meldet TASS unter Berufung auf die FT und eine Prognose der EU-Kommission. Es seien nur vier Milliarden Euro nach 19 Milliarden Euro im Jahr 2026. Beamte der Kommission prüfen laut der Meldung andere Wege, darunter die Ausgabe von Schuldtiteln. Zudem dränge Brüssel London, Tokio, Ottawa und andere Hauptstädte, Mittel zu mobilisieren.
Schweden (SE): Früherer ukrainischer Abgeordneter Dmytro Swjatasch am Flughafen Stockholm festgehalten
Die schwedische Grenzpolizei hält den früheren ukrainischen Abgeordneten Dmytro Swjatasch am Flughafen Stockholm fest. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Expressen. Swjatasch wurde in der Ukraine in Abwesenheit zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde die Rechtfertigung der russischen Aggression und Betrug vorgeworfen. Die Einreise sei ihm verweigert worden. Sein Anwalt nennt als Grund ein polnisches Einreiseverbot im Schengen-System. Er hält die Entscheidung für politisch motiviert.
Proukrainische Proteste in über zehn Städten gegen die US-Politik gegenüber Russland
Laut Euromaidan Press finden in der vergangenen Woche in mehr als zehn Städten proukrainische Kundgebungen statt. Sie liegen in Europa, Nordamerika und Australien. Die Demonstranten kritisieren die Wiederaufnahme russischer Diesellieferungen und Sanktionserleichterungen für Moskau. Organisiert werden die Proteste von ukrainischen Diaspora-Gruppen. Sie fordern Washington auf, den Druck auf den Kreml zu halten und der Ukraine den Zugang zu Starlink zurückzugeben.
Lubinez: Humanitäre Mission aus Oleschky könnte auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden
Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez sagt laut Ukrinform in einer Fernsehsendung, es gebe eine vorläufige Vereinbarung. Die humanitäre Mission in Oleschky könne automatisch auf andere Gemeinden ausgeweitet werden. Oleschky sei nicht der einzige Ort mit einer humanitären Katastrophe. Zur Gemeinde Oleschky gehörten mehrere Siedlungen, tausende Zivilisten seien betroffen. Zuerst gehe es um Siedlungen im Gebiet Cherson (UA). Das sind Angaben von Lubinez.
Uschakow: Selenskyj kann nach Moskau kommen, alle nötigen Bedingungen seien gewährleistet
Kremlberater Juri Uschakow sagt laut TASS, Putin habe «eine Million Mal» gesagt, dass Selenskyj nach Moskau kommen könne. In Russland würden für Selenskyj alle nötigen Bedingungen gewährleistet. Eine zweite Meldung von TASS nennt, Putin habe Selenskyj Sicherheit für den Fall eines Besuchs in Moskau garantiert. Das sind Angaben der russischen Seite. Die Ukraine hat dazu in den Quellen nicht Stellung genommen.
Laut New York Times erwägen die USA, Sanktionen gegen Russlands Staatsfonds RDIF aufzuheben
Die Trump-Regierung (US) erwägt laut der New York Times, die Sanktionen gegen den Russischen Direktinvestitionsfonds RDIF aufzuheben. Das melden RBK und TASS unter Berufung auf die Zeitung. Den Fonds leitet Kirill Dmitrijew, der Sondergesandte Putins für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland. Eine Bestätigung der US-Regierung liegt in den Quellen nicht vor.
Sybiha: Verhandlungsteams sind für heikle Fragen zu wenig hochrangig, Treffen Selenskyj–Putin nötig
Aussenminister Sybiha sagt laut Ukrinform in Helsinki (FI), die Verhandlungsteams seien für die heikelsten Fragen nicht hochrangig genug. Darum sei ein Treffen von Selenskyj und Putin weiterhin nötig. Von der Dreierrunde erwartet er neuen Schwung, die Teams sollten sich auf Sicherheitsfragen konzentrieren. Die Ukraine habe konkrete Vorschläge, darunter eine teilweise Waffenruhe sowie Schutz des Energiesystems und Lage im Schwarzen Meer.
Finnland (FI) und Norwegen (NO) wollen im Ukrainekrieg laut ihren Aussenministern nicht vermitteln
Finnlands Aussenministerin Elina Valtonen sagt in Helsinki (FI), ihr Land suche keine Vermittlerrolle. Es stehe an der Seite der Ukraine. Sie äussert sich zum Telefonat von Stubb und Støre mit Putin. Finnland unterstütze den von den USA geführten Friedensprozess und wolle die Beziehungen zu Russland nicht verbessern. Norwegens Aussenminister Espen Barth Eide sagt laut TASS, sein Land wolle kein Vermittler sein, könne aber einen Beitrag leisten. Beide unterstützen demnach ein Dreiertreffen in Abu Dhabi (AE). Das berichten Ukrainska Pravda und TASS.
Selenskyj nennt «Weles» die dritte bedeutende ukrainische Operation des Jahres
Selenskyj sagt auf Telegram, die Operation «Weles» der Hartija-Einheit bei Kupjansk sei die dritte bedeutende Operation des Jahres. Die erste sei die der Luftlandetruppen gewesen, mit über 800 Quadratkilometern. Die zweite sei «Vivaldi» im Donbass, dort seien über 200 Kilometer befreit worden. Das sind Angaben Selenskyjs. Er sagt, die Positionen der Ukraine an der Front seien so stark wie lange nicht. Mit stärkerer Unterstützung bei Patriot-Systemen und anderer Luftabwehr stünde die Ukraine auch diplomatisch besser da.
Netanyahu: Ukraine lehrt die Welt, gegen Drohnen und mit Drohnen zu kämpfen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagt laut Ukrinform, Israel studiere die ukrainischen Erfahrungen mit Drohnen. Das betreffe den Einsatz und die Abwehr von Drohnen. Wie der Rest der Welt investiere Israel zudem in Technologien gegen die Bedrohung durch Iran. Das berichten Ukrinform und Charter 97.
Russland (RU): Oberstleutnant wegen organisierter Selbstverletzungen an der Front zu 21 Jahren Haft verurteilt
Ein Militärgericht in Sankt Petersburg (RU) verurteilt Oberstleutnant Konstantin Frolov zu 21 Jahren Straflager. Das berichtet Nowaja Gaseta Europa unter Berufung auf Kommersant. Frolov befehligte eine Gruppe der 83. Luftsturmbrigade. Er ist laut dem Urteil schuldig des illegalen Waffenhandels und des Betrugs. Laut Ermittlern liessen sich Soldaten verletzen und gaben falsche Verwundungen an, um Auszeichnungen und Zahlungen zu erhalten. Die Teilnehmer erhielten demnach über 200 Millionen Rubel aus dem Budget. Frolov verliert zudem vier Tapferkeitsorden und seinen Rang.
Meduza: Offene Fragen zur Evakuierung aus Oleschky, Termin laut Andrjuschtschenko der 30. Oktober
Zur Evakuierung der Zivilisten aus Oleschky (UA) sind laut Meduza viele Einzelheiten offen. Unklar sei, welche Strassen von Minen geräumt werden und wohin die Einwohner gebracht werden. Petro Andrjuschtschenko vom ukrainischen Zentrum zur Erforschung der Besatzung nennt als Termin den 30. Oktober. Er erwartet eine Route über den Dnipro, damit Ausreisewillige direkt auf ukrainisch kontrolliertes Gebiet gelangen. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo nennt die Krim und Rostow am Don als mögliche Ziele. Wer in die Ukraine will, bekomme Hilfe. Laut Financial Times kommen auch Ausreisewillige zuerst nach Russland. Das sind Angaben der beteiligten Seiten.
Generalstab: Abfangquote gegen strahlgetriebene Geran-4-Drohnen liegt bei fast 60 Prozent
Die Abfangquote gegen strahlgetriebene russische Angriffsdrohnen steigt laut dem ukrainischen Generalstab schrittweise. Das berichten Ukrinform und Ukrainska Pravda. Im Durchschnitt der letzten drei Monate liege sie bei Geran-4 bei fast 60 Prozent. Bei einzelnen Angriffen erreiche sie bis zu 80 Prozent. Eine grosse Rolle spielen laut Generalstab F-16, Mirage und MiG-29. Zudem stärke die Ukraine die Flugabwehr auf kurze Distanz, etwa mit Gepard, Skynex und Skyranger. Neue Abfangdrohnen seien in Erprobung. Einige Modelle hätten bereits Dutzende Geran-Drohnen abgeschossen. Das sind Angaben des Generalstabs.
Sybiha: Erfolg in Oleschky könnte den Weg zu weiteren Schritten im Friedensprozess öffnen
Aussenminister Andrij Sybiha äussert sich in Helsinki zu Oleschky. Ein Erfolg dort könnte als vertrauensbildende Massnahme weitere Schritte im Friedensprozess ermöglichen. Das berichtet Ukrinform. Die Ukraine habe monatelang auf die Lage in Oleschky aufmerksam gemacht, wo Menschen Hunger litten. Sybiha dankt der US-Präsidentengattin Melania Trump für ihren Einsatz. Er hofft, dass alle Zusagen erfüllt werden. Die ukrainische Seite sei dazu bereit. Das sind Angaben von Sybiha.
Selenskyj: Operation «Weles» bei Kupjansk fordert über hundert russische Tote und über dreissig Gefangene
Präsident Selenskyj nennt erste Ergebnisse der Operation «Weles» bei Kupjansk (UA). Das schreibt er auf Telegram. Das 2. Korps «Chartija» der Nationalgarde führt sie durch. Nach seinen Angaben wurden mehr als hundert russische Soldaten getötet und über dreissig gefangen genommen. Der Vormarsch unter der Erde beträgt mehr als 15 Kilometer. Russen hätten versucht, unterirdische Gasleitungen für ihr Vorrücken zu nutzen. Die ukrainischen Soldaten hätten diese Taktik übernommen und weiterentwickelt. Das sind Angaben Selenskyjs. Eine unabhängige Bestätigung liegt in den Quellen nicht vor.
Sybiha: Nordische Staaten leisten der Ukraine seit 2022 rund 50 Milliarden Dollar Hilfe
Aussenminister Andrij Sybiha äussert sich in Helsinki mit den Aussenministern Finnlands und Norwegens. Das berichtet Ukrinform. Die fünf nordischen Staaten hätten der Ukraine seit Februar 2022 rund 50 Milliarden Dollar gegeben, sagt er. Putin zeige weiter keinen echten Willen zur Beendigung des Krieges. Sybiha verweist auf Abkommen mit Finnland und Norwegen zu unbemannten Systemen, die in gemeinsame Produktion münden sollen. Er fordert zusätzliche Abfangraketen für PAC-Systeme und Beiträge zur Initiative PURL. Die Staaten haben laut Sybiha weitere Schritte vereinbart, darunter neue Sanktionen gegen Russlands Kriegswirtschaft.
Russland verhängt Einreisesperren gegen Führungskräfte britischer Rüstungsfirmen
Russland setzt laut seinem Aussenministerium Führungskräfte britischer Rüstungsunternehmen auf eine Einreisesperrliste. Das teilt das Ministerium am Dienstag mit. Es nennt den Schritt eine Antwort auf den russlandfeindlichen Kurs Londons. Die Firmen lieferten der Ukraine Waffen und Technologien für Angriffe tief in Russland. Genannt werden unter anderem der Chef von Rotron Aerospace und ein militärischer Chefberater des Unternehmens. Rotron ist laut Ministerium an der Entwicklung der Langstreckenrakete Brakestop beteiligt. Das sind Angaben des russischen Aussenministeriums.
Musk: Wegen russischer Anti-Satelliten-Angriffe muss Starlink ein ziviler Betrieb bleiben
Elon Musk begründet auf X, warum Starlink ein ziviler Betrieb bleiben müsse. Das berichtet Meduza. Starlink könne für militärische Infrastruktur dienen. Es dürfe aber nicht für eindeutig offensive Schläge dienen, die es zum legitimen Ziel machten. Die Zerstörung von Starlink-Satelliten würde laut Musk einen Domino-Effekt mit riesigen Trümmerfeldern auslösen. Meduza deutet das als möglichen Grund für die Einschränkungen für die ukrainische Armee. Mitte Oktober gab es Einschränkungen bei den Starshield-Terminals. Das sind Angaben von Musk und Meduza.
Melania Trump: Feuerpause bei Oleschky gilt auch ausserhalb der Stadt
Melania Trump schreibt auf X, die Feuerpause sei über die Stadt Oleschky (UA) hinaus ausgeweitet worden. Das meldet Kommersant. Damit sollten humanitäre Konvois sicher durchkommen. Die Ausweitung habe der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow bestätigt, schreibt Trump. Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa sagt, bis 17:30 Uhr Moskauer Zeit seien keine Verstösse gemeldet worden. Laut The Guardian hält die Feuerpause bisher, beide Seiten stellen Drohnenangriffe ein. Die Evakuierung von 1500 bis 2000 Zivilisten soll laut Guardian am Donnerstag oder Freitag beginnen. Das sind Angaben von Trump, der russischen Seite und des Guardian.
Kiew plant nach dem Angriff auf die Südbrücke provisorische Übergänge über den Dnipro
Kiew will provisorische Übergänge über den Dnipro schaffen, nachdem die Südbrücke getroffen wurde. Das sagt Bürgermeister Witali Klitschko laut Kyiv Independent nach einer Sitzung des Rats für die Verteidigung der Hauptstadt. Die Standorte legt das Militärkommando fest, die Militärverwaltung koordiniert sie. Die Stadt stellt dafür eine Milliarde Hrywnja bereit, rund 22 Millionen Dollar. Der Rat bespricht zudem technische Lösungen zum Schutz der Brücken sowie Luftschutzräume und mobile Schutzräume. Die Südbrücke ist laut Kyiv Independent für Strassen- und Bahnverkehr gesperrt.
Erster Satellit des ukrainischen OBRIA-Kommunikationsnetzes ist laut GomSpace in Betrieb
Der erste Satellit des ukrainischen Kommunikationsnetzes OBRIA ist laut GomSpace in der Umlaufbahn betriebsbereit. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf eine Mitteilung des dänischen Unternehmens. Der Satellit OBRIA NANO startete am 1. Oktober 2026 mit der SpaceX-Mission Transporter-18. Tests der Fähigkeiten laufen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für den Entwurf eines voll funktionsfähigen Systems bilden. Ein ukrainischer Betreiber steuert den Satelliten. Ziel ist laut GomSpace ein unabhängiges ukrainisches Kommunikationsnetz.
Russisches Militär meldet Treffer auf Betrieb Ukrspezswjas bei Charkiw und ein Schiff bei Odessa
Das russische Verteidigungsministerium meldet laut TASS und RIA Nowosti einen Treffer auf den Betrieb Ukrspezswjas im Gebiet Charkiw (UA). RIA beschreibt ihn als Hersteller von Kommunikationsmitteln für die ukrainische Armee. Zudem habe die russische Armee ein Schiff getroffen, das Fracht für die ukrainische Armee in den Hafen Odessa (UA) brachte. Von ukrainischer Seite liegen in den Quellen keine Angaben dazu vor. Das sind Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.
Uschakow nennt Details zum Putin-Telefonat, Støre sagt, Verbündete seien vorab informiert gewesen
Das Telefonat von Putin mit Stubb und Støre dauerte laut Kremlberater Juri Uschakow anderthalb Stunden. Das meldet Interfax. Stubb und Støre hätten die Initiative drei bis vier Tage vorher ergriffen, sagt Uschakow. Sie hätten Putin Selenskyjs Wunsch nach direkten Gesprächen übermittelt. Laut Uschakow wiederholte Putin, Selenskyj könne nach Moskau kommen, Bedingungen und Sicherheit seien gewährleistet. Ein Treffen der Staatschefs mache erst Sinn, wenn die Unterhändler ein Dokument zur langfristigen Regelung erarbeitet hätten. Stubb sagt laut TASS und Yle, das Gespräch sei mit den USA und der Ukraine abgestimmt gewesen. Støre weist laut TASS und NRK zurück, die Verbündeten seien nicht informiert gewesen. Kremlsprecher Peskow sagt laut RIA, Europa nehme an den Verhandlungen bisher nicht teil. Das Dreierformat Russland, Ukraine, USA werde im November fortgesetzt. Das sind Angaben der russischen Seite, Stubbs und Støres.
Lawrow sagt, der Krieg in der Ukraine dauere an und neige zur Eskalation
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagt bei einem Treffen mit afrikanischen Chefredaktoren in Moskau, der Krieg in der Ukraine werde weitergehen. Er neige sogar zur Eskalation. Das melden Rossijskaja Gaseta und RBK. Stubb und Støre hätten Putin laut Lawrow nichts Neues gesagt, berichtet Kommersant. Das zeige nur den Wunsch der Europäer, sich in den Verhandlungsprozess hineinzudrängen. Merz und andere europäische Politiker nennt er laut Rossijskaja Gaseta politische Masochisten. Die Dieselvereinbarung mit den USA sei laut Lawrow ein rein geschäftliches Abkommen ohne politische Bedingungen, meldet Interfax. Das sind Angaben der russischen Seite.
Russlands Ölexporte über See erreichen laut Bloomberg Rekorderlös seit Kriegsbeginn
In der Woche bis zum 25. Oktober steigt der Wert der russischen Seeölexporte um rund 430 Millionen. Er liegt bei 2,76 Milliarden Dollar. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Bloomberg. Es ist der höchste Wert seit Beginn des Grossangriffs auf die Ukraine. Der Rückgang beim Urals-Preis wurde laut Bloomberg durch höhere Mengen und einen steigenden Preis der Sorte ESPO ausgeglichen. In der Woche wurden rund 27 Millionen Barrel auf etwa 37 Tanker geladen. In den vier Wochen bis zum 25. Oktober fielen die Exporte auf 3,55 Millionen Barrel pro Tag.
Norwegen sagt der Ukraine 48 Millionen Euro für die Reparatur der Energieinfrastruktur zu
Norwegen sagt der Ukraine 500 Millionen Kronen, rund 48 Millionen Euro, für die Reparatur beschädigter Energieinfrastruktur zu. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die norwegische Regierung. Energieminister Terje Aasland kündigt die Hilfe bei einem Besuch in Kiew an. Das Geld fliesst im November und Dezember über den Ukraine Energy Support Fund im Nansen-Programm. Die Ukraine entscheidet, welche Reparaturen am dringendsten sind. Laut Regierung hat Norwegen seit 2022 mehr als 16 Milliarden Kronen für Gaskäufe und den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur bereitgestellt.
Orjol (RU): Laut Gouverneur fünftes Todesopfer nach ukrainischem Raketenangriff auf einen Betrieb
In Orjol (RU) ist laut dem Gouverneur ein fünftes Todesopfer des Raketenangriffs auf einen Betrieb gefunden worden. Das meldet TASS. Der Angriff der ukrainischen Streitkräfte fand am 23. Oktober statt. Das ist die Darstellung der russischen Seite. Die ukrainische Seite meldete am 24. Oktober Treffer auf ein Elektronikwerk in Orjol. In den Quellen liegt keine unabhängige Bestätigung der Opferzahl vor. Das sind Angaben der russischen Seite.
Kramatorsk: Russische Drohne trifft beim Löschen ein Feuerwehrfahrzeug
In Kramatorsk (UA) greift eine russische Drohne beim Löschen ein Feuerwehrfahrzeug an. Das berichten Ukrainska Pravda und Ukrinform unter Berufung auf den ukrainischen Katastrophenschutz. Zuvor hatten russische Angriffe ein neunstöckiges Wohnhaus und Häuser in Brand gesetzt. In den Häusern befanden sich Haustiere. Verletzte Einsatzkräfte gibt es laut Katastrophenschutz nicht. Auch in Slowjansk (UA) brennen nach Angriffen Wohnhäuser, Lager, Nebengebäude und ein Lastwagen. Die Feuerwehr bringt alle Brände unter Kontrolle. Wegen der schwierigen Sicherheitslage mussten die Löscharbeiten an allen Orten ausgesetzt werden.
Kiew: Auf der Südbrücke entsteht ein grosser Krater, die Brücke bleibt gesperrt
Auf der Südbrücke in Kiew (UA) ist ein grosser Krater entstanden. Auslöser ist der russische Raketenangriff in der Nacht auf den 27. Oktober. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Ukrinform. Die Brücke ist für den Verkehr gesperrt. Experten beurteilen den Schaden. Der Zugverkehr der Metro zwischen den Stationen Osokorky und Tscherwonyj Chutir ist unterbrochen. Der Leiter der Patrouillenpolizei, Olexij Biloschyzkyj, verweist Autofahrer auf Umleitungen. Für Autos und Lastwagen sind verschiedene Routen vorgesehen. Bürgermeister Klitschko veröffentlichte zuvor Fotos der Schäden.
Nova Poshta betreibt eine private Luftabwehr und schiesst Drohnen ab
Der ukrainische Postdienst Nova Poshta hat eine eigene private Luftabwehr aufgebaut. Das berichtet Kyiv Independent. Nova-Mitinhaber Wjatscheslaw Klymow sagte am Forum in Kiew, man habe Schahed-Drohnen zerstört. Zahlen nennt er nicht. Nova Poshta betreibt über 15'800 Filialen und beschäftigt mehr als 34'000 Personen. Seine Filialen und Verteilzentren geraten häufig unter Beschuss. Klymow betont auch private Feuerwehren der Firmen. Eigene Beschäftigte löschten oft grosse Brände vor der Ankunft der staatlichen Feuerwehr.
Charkiw (UA): Russischer Angriff trifft das Lager des Verlags KSD
Bei einem russischen Angriff auf Charkiw (UA) wird am 27. Oktober ein Lager des Verlags KSD beschädigt. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf eine Mitteilung des Verlags auf Telegram. Mitarbeitende wurden nicht verletzt. Der Verlag wollte am Tag der ukrainischen Literatur und Sprache seine Neuerscheinungen für November vorstellen. Der Angriff auf das Gebiet des Lagers dauerte bei der Mitteilung noch an. Das Ausmass des Schadens ist daher offen. Neue Titel, die am 5. November erscheinen sollten, werden laut dem Verlag verschoben. Anfang Oktober wurde laut Ukrainska Pravda bereits das Lager eines anderen Verlags beschädigt.
Dergatschi (UA): Russischer Raketenangriff verletzt laut Gouverneur fünf Menschen
Russische Truppen greifen am Nachmittag des 27. Oktober die Stadt Dergatschi (UA) im Gebiet Charkiw an. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. Er schreibt auf Telegram von einem Raketenangriff. Ein Lagergebäude wurde getroffen. Die Ausrüstung einer Tankstelle und ein Auto wurden beschädigt. Bis 14 Uhr stieg die Zahl der Verletzten laut Synjehubow auf fünf. Die Rettungsdienste arbeiten an den Folgen. Am Vortag standen Charkiw und zwölf weitere Orte im Gebiet unter Beschuss. Dabei starben drei Menschen, acht wurden verletzt.
Ungarn blockiert weiter die Cluster 4 und 5 der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine
Ungarn lehnt es weiter ab, die Ergebnisse der Prüfung zu den Verhandlungsclustern 4 und 5 für die Ukraine zu billigen. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf EU-Diplomaten. Das geschah am Dienstag in der Arbeitsgruppe zur Erweiterung in Brüssel. Laut einem Diplomaten ist die Position Ungarns unverändert. Die irische Ratspräsidentschaft wusste vorab, dass Ungarn seine Haltung nicht ändern will. Ein anderer Diplomat sieht in der erneuten Behandlung vor allem politischen Druck auf Budapest. Cluster 4 umfasst Verkehr, Energie, Umwelt und Klima. Cluster 5 umfasst Landwirtschaft, Fischerei, Regionalpolitik und Haushaltsfragen. Es sind die letzten beiden Cluster, die für die Ukraine noch nicht eröffnet sind.
UN-Kommission: Russlands Angriffe auf Ukraines Energienetz sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Die Untersuchungskommission der UNO zur Ukraine wirft Russland Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur vor. Das berichten Euromaidan Press und NOS unter Berufung auf einen Bericht an die UN-Generalversammlung vom 26. Oktober. Die Behörden Russlands hätten Angriffe absichtlich gegen zivile Objekte gerichtet. Das seien Kriegsverbrechen. Die Angriffe folgten laut der Kommission einer staatlichen Politik, Zivilisten Strom und andere Dienste zu entziehen. Die Kommission stuft das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Form anderer unmenschlicher Handlungen ein. Kommissionschef Erik Møse warnt, die Angriffe hätten vor der kalten Jahreszeit wieder zugenommen. Der Bericht reicht bis in den letzten Winter bei bis zu minus 21 Grad.
China führt Exportlizenzen für Drohnenteile ein, darunter Motoren für Geran-Drohnen
China führt Exportlizenzen für bestimmte Drohnen, Bauteile und Technologien ein. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Sanktionsbeauftragten Wladyslaw Wlassiuk. Er beruft sich auf eine Klarstellung des chinesischen Handelsministeriums. Die Regeln gelten ab dem 18. November. Sie betreffen laut Wlassiuk Motoren für Geran-Angriffsdrohnen, Strahltriebwerke, Autopiloten und störsichere Navigation. Eine Lizenz sei kein Exportverbot. Zuverlässige Exporteure sollen Generallizenzen für bis zu drei Jahre erhalten. Die neuen Schwellen betreffen laut Wlassiuk keine Motoren, Akkus, Kameras oder Glasfasern für Massen-FPV-Drohnen. Was sich praktisch ändert, hänge von der Anwendung ab.
Ukraine: Drohnen haben seit Januar 302'000 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet
Ukrainische Drohnen haben seit Januar 2026 302'000 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet. Das meldet das ukrainische Verteidigungsministerium laut Kyiv Independent. Jeder Treffer sei im Kampfsystem Delta auf Video erfasst und vom Cluster Brave1 geprüft. Im September wurden laut dem Generalstab 46'230 russische Soldaten getötet oder unwiederbringlich verwundet. Davon gehen 32'739 auf Drohnen zurück, etwa 70 Prozent. Im März lag die Zahl der Drohnenopfer bei fast 34'000. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
EU-Staaten erhalten 4,7 Milliarden Euro Rückerstattung für Militärhilfe an die Ukraine
Die EU-Staaten erhalten 4,7 Milliarden Euro Rückerstattung für Militärhilfe an die Ukraine. Das meldet Ukrinform unter Berufung auf den Rat der EU. Die Beschlüsse setzen die politische Einigung vom 25. September um. Über die Europäische Friedensfazilität sollen 6,6 Milliarden Euro für die Ukraine mobilisiert werden. Dazu kommen 230 Millionen Euro für die EU-Ausbildungsmission EUMAM Ukraine. Die Einigung enthält laut dem Rat 1 Milliarde Euro neue Militärhilfe und eine weitere Stärkung von EUMAM 2027. Insgesamt erreicht die EU-Unterstützung über die Friedensfazilität damit 10,8 Milliarden Euro. Davon entfallen 9,9 Milliarden auf Rückerstattungen und 950 Millionen auf Ausbildung.
Dänemarks Regierungschefin Frederiksen sieht den Anruf bei Putin skeptisch
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist skeptisch zum Telefonat von Stubb und Støre mit Putin. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf ihre Aussagen gegenüber dem Sender DR zum Besuch in Finnland. Dort tagen am 27. und 28. Oktober die Aussenminister der nordischen Länder. Die Initiative Norwegens und Finnlands sei mit keinem anderen Land abgestimmt gewesen. Sie sehe keine Zeichen, dass Russland Frieden mit Europa wolle. Das zeigten die hybride Kriegsführung und die täglichen Angriffe auf die Ukraine. Europa müsse zusammenhalten, statt einzeln zu handeln.
Kiew: Russischer Raketenangriff verletzt fünf Personen an der Handelsuniversität
Beim russischen Raketenangriff auf Kiew in der Nacht auf den 27. Oktober werden fünf Studierende und Beschäftigte verletzt. Sie gehören zur Staatlichen Universität für Handel und Wirtschaft. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Bildungsminister Andrij Butenko. Berichte über Tote bestätigten sich nicht. Studiengebäude und Wohnheim wurden beschädigt. Zwei Studierende im zweiten Jahr wurden vor dem Wohnheim schwer verletzt. Eine Person wartet laut Universitätsangaben auf eine Operation. Wer im Schutzraum war, blieb laut dem Prorektor unverletzt.
Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Regierungschef Støre telefonieren mit Putin
Finnlands (FI) Präsident Alexander Stubb und Norwegens (NO) Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sprechen am Dienstag mit Putin. Das teilt das Büro von Stubb mit, Kremlsprecher Peskow bestätigt es laut TASS. Sie rufen laut den Regierungen als Staatschefs ihrer Länder an, nicht im Namen Europas. Laut Kyiv Independent sagt Stubb, ein Ende des Krieges erfordere direkte Gespräche. Støre betont die Deeskalation. Laut dem russischen Aussenministerium kommt das Gespräch auf Bitte beider Seiten zustande. Putin sagt demnach, ein gerechter Frieden sei nur mit voller Berücksichtigung russischer Interessen möglich. Er kritisiere die Politik von EU und NATO, die den Krieg in die Länge ziehe. Beide Seiten begrüssten die Wiederaufnahme der Dreiergespräche in Abu Dhabi (AE) in der ersten Novemberhälfte. Putin informiere über die humanitäre Operation bei Oleschky. Laut Selenskyj sagen Stubb und Støre Putin, es brauche reale Deeskalationsschritte bei Energie und Infrastruktur. Das sind Angaben des russischen Aussenministeriums, der Regierungen und Selenskyjs.
Ukrenergo: Nach russischen Angriffen fällt in sieben Gebieten teils der Strom aus
Nach russischen Angriffen in der Nacht auf den 27. Oktober ist die Stromversorgung in Teilen von sieben Gebieten unterbrochen. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Ukrenergo und das Energieministerium. Betroffen sind Winnyzja, Dnipropetrowsk, Donezk, Tschernihiw, Charkiw, Saporischschja und Sumy (alle UA). Auch der Energiesektor des Gebiets Chmelnyzkyj (UA) wurde angegriffen. Reparaturen laufen dort, wo es die Sicherheitslage erlaubt. Stündliche Abschaltpläne betreffen bis zu 2,5 Gruppen von Verbrauchern. Laut Ukrainska Pravda kann es 8 bis 12 Stunden am Tag keinen Strom geben. Der Verbrauch liegt am Morgen 1,36 Prozent unter dem Vortag.
Gebiet Charkiw (UA): Laut Gouverneur drei Tote und acht Verletzte binnen eines Tages
Bei russischen Angriffen auf das Gebiet Charkiw (UA) sterben binnen eines Tages drei Menschen. Acht werden verletzt. Das meldet Ukrinform unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In der Stadt Charkiw sterben zwei Männer im Alter von 41 und 60 Jahren. Eine 60-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann werden verletzt. In Schewtschenkowe stirbt eine 74-jährige Frau. Russland greift laut Synjehubow mit Drohnen und Raketenwerfern an. In Charkiw werden vier Mehrfamilienhäuser, eine Kinderbetreuungsstätte, drei Betriebe, 12 Fahrzeuge und 20 Garagen beschädigt.
Brjansk (RU): Laut Gouverneur sterben bei ukrainischem Drohnenangriff zwei Menschen
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Brjansk (RU) sterben laut Gouverneur Egor Kowaltschuk zwei Menschen. Das melden TASS und Nowaja Gaseta Europa. Zuerst nennt der Gouverneur einen Toten und sechs Verletzte. Der Mann sei an einem von einer Drohne abgeworfenen Sprengsatz ums Leben gekommen. Mehrfamilienhäuser und Autos werden beschädigt. Die ukrainische Seite äussert sich in den Quellen nicht. Das sind Angaben der russischen Seite.
Selenskyj nennt 16 ballistische Raketen und über 280 Drohnen, 257 abgeschossen oder unterdrückt
Die ukrainische Luftwaffe meldet für die Nacht auf den 27. Oktober einen Angriff mit ballistischen Raketen Iskander-M/S-400 und 280 Drohnen. Der Hauptangriff gilt Kiew. Bis 9 Uhr sind laut Luftwaffe zwei ballistische Raketen und 255 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt. Es gibt Treffer an 25 Orten und Trümmerfall an 16 Orten. Laut Präsident Selenskyj sind es in der Nacht 16 ballistische Raketen und mehr als 280 Drohnen. Er spricht von einer ernsten Eskalation gegen die ukrainische Logistik, darunter die Südbrücke in Kiew. Verzögerungen bei Abfangraketen für Patriot und NASAMS helfen laut Selenskyj Russland. Das russische Verteidigungsministerium meldet einen massiven Schlag gegen Rüstungsbetriebe, Verkehrsinfrastruktur in Kiew, ein Logistikzentrum im Gebiet Charkiw und Schiffe. Das sind Angaben der russischen Seite.
Ukraine bittet fünf Verbündete um zehn Prozent ihrer Abfangraketen für Patriot und IRIS-T
Die Ukraine bittet fünf europäische Partner um zehn Prozent ihrer Bestände an Abfangraketen für Patriot und IRIS-T. Das berichtet Kyiv Post. Laut Verteidigungsminister Jewhenij Chmara geht die Bitte an Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen. Die Ukraine habe Verträge für künftige Lieferungen und schlage einen Tausch vor. Die Partner sollen jetzt einen Teil ihrer Bestände liefern und später die vereinbarten Lieferungen erhalten. Laut Chmara braucht die Ukraine dringend auch zusätzliche tragbare Luftabwehrsysteme. Sie könne ihre Drohnenproduktion bis 2027 verdoppeln, wenn die Finanzierung rechtzeitig komme.
Sewastopol: Laut Besatzungschef Raswoschajew Stromeinschränkungen, wohl mehrere Tage
In Sewastopol (UA, von Russland annektiert) gelten seit dem Morgen Einschränkungen der Stromversorgung. Das schreibt der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram. Der Dispatcher des Regionalen Dispatcherzentrums Schwarzes Meer habe sie angeordnet. Es gilt ein Rhythmus von zwei Stunden Abschaltung auf sechs Stunden Betrieb. Laut Raswoschajew ist wegen einer Notlage ausserhalb der Region unklar, ob dieser Rhythmus gehalten werden kann. Die Einschränkungen dauern wahrscheinlich mehrere Tage. Er rät, Aufzüge zu meiden und Geräte aufzuladen.
Selenskyj: Neutralität und Begrenzung der Armee stehen nicht zur Debatte, Kongress muss Garantien beschliessen
Selenskyj sagt im Interview mit dem Sender TSN, Washington sei bereit, über Sicherheitsgarantien zu sprechen. Das berichtet Kyiv Post. Die Garantien müssten die Pflichten der US-Streitkräfte genau festlegen und vom Kongress beschlossen werden. Er nennt drei Rahmen: einen NATO-Beitritt, bilaterale US-Garantien oder eine europäische Koalition der Willigen mit US-Unterstützung. Neutralität und eine Begrenzung der Armee stünden nicht zur Debatte. Er würde die Armee bei 800'000 Soldaten halten, wenn das Geld reiche. Die US-Vorschläge nach den Gesprächen in Oslo seien kein fertiger Friedensplan. Selenskyj weist zurück, die Ukraine tausche Gebiet gegen Garantien. Laut den USA stimmt Putin Dreiergesprächen im November grundsätzlich zu.
Kiew: Weitere ballistische Raketen, laut Klitschko Südbrücke getroffen und gesperrt
Die ukrainische Luftwaffe meldet in der Nacht auf Dienstag mehrere Starts ballistischer Raketen auf Kiew (UA). Die Kiewer Militärverwaltung meldet beschädigte nicht bewohnte Gebäude im Bezirk Podil. Laut Bürgermeister Klitschko trifft ein Angriff ein Verwaltungsgebäude im Bezirk Podil und zwei weitere nicht bewohnte Gebäude. Klitschko meldet laut Ukrainska Pravda und TASS zudem, die Südbrücke über den Dnipro sei getroffen. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke sei beschädigt. Die Brücke ist laut Ukrainska Pravda in beide Richtungen gesperrt. Auf der grünen Metrolinie fahren die Züge nur eingeschränkt. Laut Klitschko und der Polizei ist seit Montagabend ein Mensch getötet, eine 46-jährige Frau im Bezirk Desnjanskyj. Es gibt 14 Verletzte, neun kommen ins Spital. Die Angriffe folgen auf den Raketenangriff vom Montagabend.
Prag (CZ): Feuer am Haus eines Mitinhabers der Ukraine-Waffenlieferantin STV
In Prag (CZ) brennt in der Nacht auf den 27. Oktober ein Haus. Es gehört laut Kommersant und Nowaja Gaseta Europa Martin Drda, einem Mitinhaber der Waffengruppe STV Group. Beide berufen sich auf das tschechische Portal Novinky. Nachbarn sehen Flammen am Eingang neben der Garage. Das Feuer greift auf Dämmung und Verkleidung über. Der Schaden beträgt laut Novinky 200'000 Kronen, rund 8000 Euro. Die Polizei schliesst laut Novinky eine technische Störung oder Brandstiftung nicht aus. Kriminaltechniker klären die Ursache. STV Group liefert seit März 2022 Munition und Militärtechnik an die Ukraine.
Ukraine senkt BIP-Prognose für 2026 laut Wirtschaftsminister erneut um bis zu 1,5 Punkte
Das ukrainische Wirtschaftsministerium senkt die Wachstumsprognose für 2026 erneut. Das berichtet Ukrinform vom Wirtschaftsforum in Kiew. Zu Jahresbeginn lag die Prognose bei 2,4 Prozent, im Juni bei 1,6 Prozent. Laut Wirtschaftsminister Oleksandr Krawtschenko liegt die neue Schätzung 1 bis 1,5 Prozentpunkte unter der Junischätzung. Eine endgültige Zahl nennt er nicht. Als Gründe nennt er die Blockade der Seehäfen, verstärkte russische Angriffe und verschobene Investitionsausgaben. Die Schäden durch Angriffe betragen laut Krawtschenko rund 8 Milliarden Dollar und sollen bis Jahresende auf 10 Milliarden steigen. Die Staatseinnahmen liegen in den ersten neun Monaten 50 Milliarden Hrywnja unter Plan.
Oleschky (UA): Feuerpause für humanitäre Operation tritt in Kraft
In Oleschky (UA, russisch besetzt) gilt seit 2 Uhr Schweizer Zeit eine Feuerpause für eine humanitäre Operation. Das russische Verteidigungsministerium meldet laut TASS, Interfax und Kommersant, die Armee habe im Raum Cherson (UA) das Feuer eingestellt. Laut Kyiv Post bestätigt der ukrainische Generalstab am Montagabend, dass seine Truppen die Feuerpause einhalten. Laut Kyiv Independent bestätigt der ukrainische Ombudsmann Lubinez den Beginn. Sie gilt laut Generalstab nur für die humanitäre Operation. Wer die Feuerpause überwacht, ist laut Kyiv Post und Guardian offen. Laut Fraktionschef Dawyd Arachamija gilt sie bis zum 1. November um 22:59 Uhr. Er nennt sie die grösste Deeskalation seit 2022. Die Vermittlung läuft über die US-First-Lady Melania Trump. Kremlsprecher Peskow sagt laut Interfax, bisher gebe es keine Meldungen über Verstösse. Laut Interfax sagt der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo, die humanitäre Mission selbst beginne am 29. Oktober. Das sind Angaben der russischen und der ukrainischen Seite.
Laut Überwachungskanälen greift die Ukraine ein Munitionsdepot bei Krustalnyj im Gebiet Luhansk an
Ukrainische Streitkräfte greifen laut Überwachungskanälen in der Nacht auf den 27. Oktober ein Munitionsdepot im besetzten Gebiet Luhansk (UA) an. Das berichten Kyiv Independent und Ukrainska Pravda. Laut dem Kanal Exilenova Plus setzen sie Kampfdrohnen ein. Der Angriff dauert mehrere Stunden. Es kommt zu einem grossen Brand und starken Explosionen von Munition. Der Ort liegt bei Krustalnyj, etwa 65 Kilometer südwestlich der Stadt Luhansk. Weder Russland noch der ukrainische Generalstab haben sich laut Ukrainska Pravda bisher geäussert. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Konotop (UA) ist seit fünf Tagen ohne Strom, die Regierung schickt Diesel
Die Stadt Konotop (UA) im Gebiet Sumy ist seit fünf Tagen ohne Strom. Das berichtet Ukrainska Pravda. Grund sind russische Angriffe in der Nacht auf den 24. Oktober. Ministerpräsident Serhij Koretskyj weist das Energieministerium und den Netzbetreiber Ukrenergo an, den Strom schnellstmöglich wiederherzustellen. Die Stadt erhält am Mittwoch Diesel für Heizwerke und Wasserversorger. Kritische Infrastruktur läuft mit Notstrom, Wärmestuben sind eingerichtet. Laut Bürgermeister Artem Semenichin beschädigten die Russen mehrere Energieanlagen, was die Reparatur erschwert. Zuvor sagte er, der Grossteil der Stadt habe auch kein Gas, das Spital laufe mit Generatoren. Laut Sumyoblenergo hängt der Zeitraum der Reparatur von der Sicherheitslage ab.
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