Wer schützt UBS-/CS-Sparer vor Enteignung?

Finma-Papier spricht von „Bail-in“ aller Gläubiger – Zypern liefert Beispiel; würde Schweiz gleich handeln?

Zypern ist der Sündenfall. Erstmals werden Sparer gezwungen, Banken zu retten.

Damit stellt sich auch für die Schweiz mit ihren zwei überdimensionierten Grossbanken eine zentrale Frage: Wer steht für UBS und CS gerade, wenn alle Stricke reissen?

Der Punkt zielt auf die bisherige Haltung der Regierung, die UBS – und wohl auch die CS – zu retten, koste es, was es wolle.

Ob das auch in der neuen, vom Zypern-Fall ausgelösten Zukunft gelten soll, muss die Finanzmarktaufsicht (Finma) entscheiden.

Theoretisch hat sie dies bereits getan.

„The Swiss SIFI policy“ lautet der kryptische Titel eines 19-seitigen Finma-Papiers vom 23. Juni 2011 des Regulators.

Es geht um die Rettung von UBS und CS als „Globally Systemically Important Financial Institutions (G-SIFIs)“, die beide „Too big to Fail“ (TBTF) seien.

Mit zwei SIFIs sei das Thema „of great relevance“ für die Schweiz. Weder die UBS noch die CS kann der Staat untergehen lassen, ohne dass die Folgen dramatisch wären.

Das gilt bis heute.

Zusammen haben CS und UBS Bilanzen, die nach wie vor rund viermal die ganze Schweizer Wirtschaftsleistung (BIP) ausmachen. Beide sind weiterhin TBTF.

Auf Seite 13 ihrer „Policy“ kommt die Finma in einem bisher kaum beachteten Kurz-Exkurs auf „Bail-ins“ zu sprechen.

Dabei handelt es sich um jenes Konzept, das nun in Zypern zur Anwendung kommt und das die maroden Banken der Mittelmeerinsel vor dem Untergang retten soll.

Im Unterschied zu Bail-out mit externen Retter, die meistens frisches Eigenkapital einschiessen oder illiquide Assets übernehmen, werden beim Bail-in die bestehenden Gläubiger gezwungen, auf ihre Forderungen teilweise oder ganz zu verzichten, um die Bank vor Insolvenz zu bewahren.

Die Schweizer Finma findet Bail-ins verführerisch.

„In theory, the concept is elegant“, hielt die Behörde vor knapp 2 Jahren fest.

Damit könne „the possibility of a TBTF bank failure“ vollständig eliminiert werden, „as it could employ bail-ins to sufficiently generate capital“.

Theoretisch wäre das Problem laut Finma gelöst: Wenn alle Geldgeber, also Aktionäre, Obligationäre und am Ende sogar die Sparer, ihren Beitrag leisten müssten, dann würde nie mehr der Steuerzahler zur Ader gelassen.

Für die Praxis machte die Finma in ihrem „Paper“ Einschränkungen.

Ein Grossteil der Schulden einer Bank stünde für Bail-ins nicht zur Verfügung, schrieb die Berner Behörde.

„This especially holds true for big retail banks, which to a large extent refinance themselves by deposits (insured or uninsured).“

Die Sparer wären somit ausgenommen von einem durch den Staat verordeneten Bail-in.

Neben den Aktionären mit ihrem Risikokapital blieben somit nur die Obligationäre – aber nicht alle.

Um das Konstrukt wetterfest zu machen, müssten die Fremdkapitalgeber über ihre Risiken ins Bild gesetzt werden.

Solche Obligationäre müssten von Beginn weg wissen, „that their claims can be bailed in“.

Die Folge wäre eine „Opt-in“-Erklärung mit speziellen Bail-in-Bonds wie die bekannten Cocos (Contingent convertible).

Als Fazit schrieb die Finma, dass die Schweiz einen „bail-in mechanism in its Swiss SIFI framework“ eingebaut habe, diesen aber für den Moment auf Cocos und andere Instrumente mit speziellen Auslösern („triggers“) beschränken würde.

Das könne sich ändern; und zwar bei einem internationalen Konsens über eine grenzüberschreitende Konkursabwicklung von Grossbanken, meinte die Finanzaufsicht.

Mit ihrem Regime gilt die Schweiz als Vorreiterin in der globalen Bankenregulierung. Um so bedeutender ist der helvetische Exkurs über Bail-ins.

Die Finma verzichtet auf eine klare Aussage, ob im Worst-case auch die Sparer von UBS und CS zur Rettung „geprügelt“ würden.

Den beiden Grossbanken kommt das zupass. Sie geniessen weiterhin das Privileg, als Institutionen zu gelten, die vor dem Untergang geschützt sind.

Das wirkt sich in niedrigeren Risikoaufschlägen, sprich tieferen Zinsen, aus.

Für die Sparer von UBS und CS – beide halten immer noch grosse Investmentbank-Risiken in ihren Büchern – ist die Finma-Unschärfe hingegen unangenehm.

Sogar die garantierten 100’000 Einlagefranken könnten über Nacht ausfallen. Zypern hat das gezeigt.

Wenn selbst die Schweizer Sparer nicht mehr sicher vor einem Zwangsbeitrag zur Grossbanken-Rettung sind, sollte die Finma Klarheit schaffen.

Sind ihr grosse Banken so wichtig, dass sie sogar die Einlagen der Sparer aufs Spiel setzt?

Falls nein: Warum erlaubt sie dann den Grossbanken weiterhin riesige Bilanzen?

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27 Kommentare zu “Wer schützt UBS-/CS-Sparer vor Enteignung?

  1. Jeder der denkt diese Summen kommen zustande weil ein paar Immobilien tiefer bewertet wurde hat einen an der Waffel!

    Griechenland hat nicht mal 25 Milliarden total bekommen muss aber 2000 Milliarden zurückzahlen. Das sind 8000% Zins. Und die Schulden enden nie! Bezahlt wird nur der Zins.Die Wetten die die korrupten Politiker eingegangen sind, enden nie. Genug Schulden für die kommenden 100’000 Generationen.Die Veträge sind völkerrechtlich abgefasst. Auch wenn die Währung gewechselt wird. Die Schulden bleiben. Der Tribut fliesst an ein paar Banken an der Park Avenue! Die Schweiz wird da keine Ausnahme machen. Jeder der so dumm ist sein Geld auf einer Bank zu parken wird geschröpft werden. Und die Polizei wird dafür sorgen dass diese galaktische Enteignung reibungslos abläuft. Und wie die Kommisare in der Sovietunion in speziellen Läden einkaufen konnten werden die Beamten von der Kontokürzung die von Freitag-Sonntag abläuft verschont bleiben um sie bei der Stange zu halten.

  2. Ob die Schweiz gleich handeln würde in einer solchen Schuldensituation (die hoffentlich nie eintritt) weiss niemand. Wenn das Beispiel Zypern aber Schule machen sollte in anderen EU-Ländern und von der Bevölkerung akzeptiert würde ohne Revolution, dann wäre das ja eine Art „Erfolgsmodell“. Auch in Bern könnte man dann versucht sein, so eine Zwangsabgabe einzufordern. Diese Ueberlegungen sind aber für die Schweiz dank Schuldenbremse (SchBr) theoretisch. Allerdings darf diese SchBr nicht so ausgehebelt werden wie kürzlich im Kt. Zürich, wo ein PK-Sanierungskredit von 2 Milliarden aus dem ordentlichen Budget entfernt wurde und damit auch nicht mehr der SchBr unterstellt ist.

  3. Niemand, da es gemäss vielen Kommentaren in anderen Publikationen niemanden mehr gibt, der bei UBS oder CS ein Konto hat!!!

  4. Tja, die FINMA will mit dieser Massnahme offenbar ihre Krisenmanagement-Fähigkeiten in der Praxis testen.
    Beim nächsten Anzeichen, dass „meine“ Bank schwächelt, werde ich jedenfalls nicht zögern, meine Einlagen in null-komma-nichts abzuziehen. Und es ist davon auszugehen, dass die meisten anderen Bankkunden es mir gleich tun werden.
    Herzlich willkommen beim „verordneten“ Bank-Run!

    • @Max: Bin mir nicht sicher ob man das früh genug ‚merkt‘ als Detailkunde. Das kann rasend schnell gehen, besonders wenn mein ‚favorite‘ Szenario, ein plötzliches Derivaten-Domino, losgetreten wird. Da haben unsere Übergrossbanken immer noch so um die 80’000 Milliarden Kontrakte auf ihren Nebenbilanzen (Das ist kein Typo, das sind kafkaeske 80 unserer – nicht Anglo – Billionen oder mehr als fünf mal das BIP … der USA!).

      Es braucht nur eine Gegenpartei, ein Bruchteil von einem Prozent der Kontrakte als Margen, Liquides einfordern, weil ihrerseits unter Druck, die Interbank Overnight Pipelines frieren sofort ein, und schon sind die Kassen leer, das Eigenkapital weg. Sogar die SNB mit ihren ‚ mickrigen ‚ paar hundert Milliarden Forex wäre überfordert. CHF drucken nützt da auch nichts mehr. Siehe Fed $ swap zur UBS Rettung, damals.

      Was in einem solchen Fall dann wirklich passiert, wer wem hilft oder nicht, die weltweite Bruderschaft der Zentralbanken, das IMF aktiv wird – und zu welchen Konditionen – kann niemand voraussagen. Das ‚worst case scenario‘ wagt wohl auch niemand in der Schweiz so richtig realistisch zu diskutieren von wegen Volk nicht erschrecken. Lieber Kopf in den Sand und hoffen…dabei ist es schon lange klar, das die Schweiz jederzeit von dieser Zeitbombe finanziell vernichtet werden kann.

      NB: Ich poste hier ab und zu als ‚max‘ minuscule, bin aber jederzeit bereit meinen Nick zu ändern, Ihre mögliche Seniority als ‚Max‘ majuscule zu respektieren um Verwechslungen zu vermeiden. Vielleicht kanns auch der Moderator richten. Er hat ja unsere e-mails.

  5. wieso gehen hier die ZKB und die Raiffeisen vergessen? auch die haben enorme Risiken auf ihren Büchern!Ist es denn dort ok, wenn der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird?

  6. wundert sich wirklich noch einer? erst hat EWS ihre eigene partei verraten, dann die UBS-kunden an die USA und nun sind die eigenen bürger dran!
    es ist wohl eine weltweit einzigartige konstellation, dass die finanzaufsichtsbehörde eines landes von einer partei präsidiert wird, welche sich die abschaffung des kapitalismus ins parteibuch geschrieben hat!!!
    da kommt auch die idee des banken-bailouts via kunden nicht mehr so exotisch daher…

    wake up, Helvetia!

  7. Da läuft es einem kalt den Rücken hinab wenn man an das von der Finma mit wohlwollen betrachtete „Bail in“ denkt und an die monströsen Fehler früherer Managergenerationen bei der UBS und CS ohne jegliches Risikobewusstsein und ohne Moral und Anstand. Da wurde ohne Rücksicht auf spätere Verluste kurzfristig Gewinn maximiert zu Gunsten der eigenen Millionenboni. Nach einigen Jahren haben sich diese sog. „Top“-Manager als reiche Leute abgesetzt und den Schlamassel den anderen überlassen. Beim Bail in wären das die Bankkunden. Die Verursacher der Misere, die Manager, können und werden nicht zur Rechenschaft gezogen, denn Gier und Versagen sind keine Straftatbestände.
    Wie es scheint, hat Thomas Minder als „Augias“ noch lange in diesem Stall auszumisten.

    • @ Georg Stamm:

      Jawohl – es ist eine unglaubliche Enthüllung, dass unsere FINMA ein „Bail-in“ bei den Schweizer Banken teilweise wohlwollend beurteilt. Unglaublich.

      Sieht denn die FINMA nicht, dass unsere Nationalbank die Schweizer Geschäftsbanken langsam aber sicher dem Abgrund reisst? Weshalb greift sie nicht ein und verbietet solche immensen Klumpenrisiken welche die SNB auf die Geschäftsbanken überträgt?

      Wozu haben wir eigentlich eine FINMA?

    • Richtig Herr Stamm. Die Verursacher der Misere können auch bei Untergang weiterhin von ihren Bonussen zehren. Denen ists egal. Damit die Bonusse garantiert sind fahren die Banken weiterhin mit grossem Risiko.
      Und der schlechte Witz ist: einige wenige Verursachen die Misere und profitieren unmässig wenns gut geht. Betroffen im Schadensfall sind aber a l l e !!!
      Der Herr Marc Meyer will hier einfach von den Risikoträgern den Banken ablenken und die NB mit unzutreffenden Behauptungen treffen.

    • Herr Kremser

      Meine Aussage ist klar: Die Banken gewähren der SNB Kredit, damit diese Euros kaufen kann (Giroguthaben der Geschäftsbanken bei der Nationalbank). Ich stimme deshalb mit Ihnen überein, dass die Banken letztlich das Risiko tragen. Sie müssen ihre Kredite an die SNB dann tiefer bewerten, wenn das Eigenkapital der SNB negativ wird. Ich will vom Risiko der Banken nicht ablenken, wie Sie behaupten, sondern darauf hinweisen.

      Ich will nicht die Notenbank an sich treffen. Ich will aber darauf aufmerksam machen, dass die Behauptung der SNB, sie kaufe ihre Euros mit „selbstgeschaffenem Geld“ eine Volksverführung ist. Es geht um die Sache.

      Die SNB finanziert die Euros mit Schulden – Staatsschulden. So ist es! Wüssten das die Steuerzahler, würden sie die hochriskanten Euro-Käufe der SNB anders beurteilen.

      Aber zurück zu Herr Stamm. Ich stimme mit ihm überein, dass es unverständlich ist, dass die FINMA ein Bail-in in der Schweiz teilweise positiv beurteilt.

  8. Die einzigen, die einen solchen Bericht verfassen können, sind offensichtlich die ausländischen Söldner. Wenn der Bericht wenigstens inhaltlich brilliant wäre, wäre dagegen nichts einzuwenden. Die Finma muss endlich konkret regeln (keine Abhandlungen über ail-in und bail-out), wie die Insolvenz einer UBS oder CS durchgeführt werden könnte. Es liegt auf der Hand, dass zuerst die Aktionäre, dann die Gläubiger Verluste erleiden werden. Sicher müssten VR und Geschäftsleitung vor den Sparern zur Kasse gebeten werden. Auch Revisionsstelle und Aufsichtsbehörde sollte einzahlen müssen.

  9. Es ist gut möglich, dass das Bail-in von Zypern auf die Schweiz überschwappt. Weshalb?

    Das Problem liegt darin, dass unsere Nationalbank weniger schläft als vielmehr in der Falle sitzt:

    1. Die SNB behauptet, der Franken sei „überbewertet“. Sie begründet das mit der sogenannten Kaufkraftparität. Diese Theorie ist aber fundamental falsch: Die Preise sind nicht hoch bei einer Überbewertung der Währung, sondern bei einer Unterbewertung (Inflation). Der Franken ist also nicht über- sondern unterbewertet.

    2. Falls die SNB Euros verkauft, muss sie damit rechnen, dass das ein negatives Signal an die Devisenmärkte ist. Der Euro könnte dann gegenüber dem Franken besonders stark einbrechen.

    3. Die SNB kann den Euro gar nicht mehr neutral beurteilen – sie ist zu stark in Euro investiert. Dieser muss aus ihrer Sicht steigen. Ansonsten könnten die Verluste der SNB dramatisch werden. Deshalb wird der Euro von der SNB mit allen Künsten und Konsequenz „hinaufgeschwatzt“.

    4. Die faktische Enteignung der Sparer in Zypern von gegen 10 Prozent kommt einer Abwertung des Euro für diese Sparer von 10 Prozent gleich. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass dieses Beispiel Schule macht. Die Märkte antizipieren solche Entwicklungen in der Regel. D.h. der Euro wird fallen.

    5. Die Aktion in Zypern dürfte erneut zu grossen Geldströmen in die Schweiz führen. Das Risiko für die ausländischen Investoren in Franken besteht lediglich darin, dass die SNB mit Ihren Investitionen den Franken um 10 Prozent nach unten drückt. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass die SNB einbricht und der Franken steigt. Dann winken satte Gewinne.

    6. Das Resultat wird sein, dass die SNB hohe Verluste erleidet auf ihren Devisenbeständen. Das kann bis zu negativem Eigenkapital der SNB führen.

    7. Da die SNB sämtliche Devisen mit Krediten der Banken finanziert hat und ihre Bilanz im Falle von negativem Eigenkapital nicht deponieren will, werden die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend abschreiben müssen (OR 960)

    8. Das kann bis zum Konkurs der kreditgebenden Banken führen. Möglicherweise wird es dann auch in der Schweiz zu einem „Bail-in“ kommen.

    9. Am meisten gefährdet ist die CS. welche die grösste Kreditgeberin unserer Nationalbank sein dürfte. Es gehen dann viel mehr Arbeitsplätze verloren als die SNB mit ihren Euro-Käufen retten wollte.

    10. Es wird höchste Zeit für die SNB, ihre brandgefährlichen Bestände an Euros sofort abzustossen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

    • Interessant Herr Marc Meyer wie Sie hier elegant ablenken und alles auf die Nationalbank schieben.
      Die NB hat selbstverständlich die Devisen n – i – c – h – t nur aus Krediten der Banken finanziert. Ihre Behauptung ist abwegig. Es gibt diverse Möglichkeiten wie sie das macht.
      Sie verschweigen dass das Risiko die Banken selber sind die investiert sind was Zypern
      betrifft.
      Die deutschen Banken wären betroffen: Sie haben in Zypern fast sechs Milliarden Euro verliehen. Gemäss BIZ Pressemitteilung.
      Interessant wäre wieviel Schweizer Banken gesamt direkt u–n–d indirekt in Zypern gefährdet sind.
      Um weiterhin grosse Gewinne und Bonusse für das obere Kader zu generieren wird mit viel Risiko behaftete Geschäfte gemacht. Falls es knallt kann man sich ja auf Rettung des Staates verlassen.

    • @Herr Heinz Kremser

      Natürlich hat die Nationalbank ihre Devisen hauptsächlich mit Krediten der Banken finanziert!

      Die Devisenanlagen der SNB kletterten von 2008 bis heute von 47 Milliarden auf 432 Milliarden. Das entspricht einer Zunahme von 385 Mrd!

      Finanziert wurden diese Devisenkäufe vor allem durch Zunahme der folgenden Schulden sowie durch Desinvestition:

      Giroguthaben der inländischen Geschäftsbanken bei der SNB: plus 282 Mrd auf 245 Mrd

      Giroguthaben der ausländischen Geschäftsbanken bei der SNB: plus 8 Mrd auf 12 Mrd

      Übrige Sichtverbindlichkeiten: plus 66 Mrd

      Zunahme der Banknoten (Darlehen der Konsumenten an die SNB): plus 13 Mrd

      Verbindlichkeiten in Fremdwährung: plus 5 Mrd

      Desinvestition der Franken-Repos: plus 50 Mrd

      Sie sehen, die Hauptfinanzierung erfolgt über Kredite der Banken.

      Ich verschweige nicht, dass die Banken ein Risiko tragen – im Gegenteil – ich weise darauf hin!

      Bitte lesen Sie meinen Text zuerst richtig, bevor Sie unklare Behauptungen zurückschreiben!

      Interessant wäre vor allem, ob die SNB ebenfalls griechische und zypriotische Staatsanleihen besitzt.

      Im Übrigen ist Ihr Text unverständlich und oberflächlich formuliert.

      In einem Punkt stimme ich mit Ihnen aber überein: Unsere Geschäftsbanken und deren Sparer tragen das Risiko der unvernünftigen Euro Käufe unserer Nationalbank.

      Das letzte Risiko lastet aber auf uns Steuerzahlern!

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  10. Ich frage mich, warum die FINMA als Schweizer Aufsichtsbehörde solche Dokumente auf Englisch verfasst!

    Das ist für mich der Skandal an dieser Geschichte!!! Darum versteht es wahrscheinlich der grossteil der Belegschaft nicht richtig… Absolute Sauerei, eine Schweizer Aufsichtsbehörde, welche ausschliesslich Schweizer Banken überwacht braucht keine englische Fassung solcher Richtlinien.

    • Das und wieso solche Dokumente auf Englisch verfasst werden frage ich mich auch, auch immer öfter!. Meine erste Vermutung das „unsere Bonihaie“ wo zweistellige Mio. abkassierern einfach die Grundlagen ala Deutsch nicht verstehen. Oder die Finma will sich einen „Globelanstrich“ vergeben. Es ist eine Schande was da angerichtet wird. Auch wenn wir zur Kasse gebeten würden. Also ich verliere immer mehr Vertrauen zu unseren Grossbanken.

    • völlig wurscht ob E oder D wird sowieso von keinem der Verfasser in der gesamten Tragweite verstanden.

    • Umgesetzt wurde es meines Wissens noch nicht. Im Februar 2011 haben der Staatsfond von Qatar und die saudische Olayan-Gruppe lediglich eine Absichtserklärung gegenüber der CS abgegeben, Coco-Bonds im Volumen von 6 Mrd. Franken zu zeichnen – und zwar in der sportlichen Variante (Trigger bei 7% CET1). Von einer Platzierung der Bonds war jedoch frühestens im Herbst 2013 die Rede.
      Schaun wir mal, welche Taten folgen werden..

    • CoCo-Bonds. Dieser Zwitter-Schuldschein der
      Banken stinkt zum Himmel. Aus purer Not der
      kolossalen Kapitalunterdeckung wurde dieses
      Wertpapier erfunden bzw. kreiert. Wer den Ausgabe-Prospekt liest, muss keine FINMA-Erläuterungen in US-Chinesisch konsultieren. Pensionskassen und institutionelle Kunden sind, wegen Zinsvorteil, auf diesen Zwitter aufgesprungen. Die übliche Masche der feinen Banken ein paar hundert Millionen Franken Neugeld anzulocken.

      Starker Tobak!