Vontobel hat Hoeness-Deals Finma gebeichtet

Banker des Multi-Hinterziehers war vormaliger Chef Devisenhandel – Bank betont, dass alles korrekt lief.

Im Jahrhundert-Steuerfall Uli Hoeness gerät die Zürcher Bank Vontobel in Erklärungsnot. Nun wird bekannt, dass sie die gleiche Strategie wählte wie ihr langjähriger Edelkunde: Flucht nach vorn.

Die Privatbank mit Moralapostel Hans Vontobel an der Spitze informierte die Finanzmarktaufsicht Finma über Hoeness und dessen explosive Devisendeals. Diese hatten ein unvorstellbares Ausmass.

Ein Finma-Sprecher wollte sich gestern nicht zur Causa Hoeness äussern, der in der Schweiz zu einem Fall Vontobel wird. Vontobel-Kreise betonen, es laufe keine Untersuchung gegen die Bank.

Hinter den Kulissen scheint Vontobel weniger cool zu sein. Die Frage nach internen Kontrollen wird laut.

Der Betreuer von Uli Hoeness, der täglich bis zu 300 Mal Devisen-Deals per Telefon aufgegeben haben will, heisst Jürg Hügli. Hügli ist nicht irgendein subalterner Vontobel-Händler, sondern ein absoluter Senior.

Hügli leitete jahrelang den Devisenhandel der Bank Vontobel. Er gehörte damit zum obersten Kader in der Sparte Investment Banking, die bis vor kurzem das Paradepferde der Privatbank war.

Hügli habe Hoeness seit den 1990er Jahren betreut, heisst es in Zürcher Finanzkreisen. Die Beziehung des deutschen Ex-Nationalspielers und Noch-Bayern-Präsident gehe aber noch weiter zurück.

Mitte der 1970er Jahre hatte Hoeness offenbar einen anderen Banker der Vontobel kennengelernt, heisst es; und zwar, wie am Münchner Prozess bekannt wurde, in der Lenzerheide in den Bündner Bergen.

Beim damaligen Vontobel-Mann soll es sich um Dieter Loewe handeln. Der inzwischen Verstorbene war der erste Devisenchef der Privatbank und sass in deren Geschäftsleitung.

Trifft das zu, dann war Promikunde Hoeness ganz oben in der Bank angesiedelt. Er hätte dann VIP-Status genossen.

Bei der Vontobel heisst es, dass Hoeness die ganze Zeit vom gleichen Berater betreut worden sei.

Nun sind Änderungen im Gang. Devisenchef Jürg Hügli ging vor einiger Zeit ins zweite Glied – freiwillig, wie die Bank betont. Es handle sich um eine normale Nachfolgelösung.

Ganz so klar scheint das nicht. Hügli gibt sich auf Xing, einer Kader-Socialmedia-Plattform, immer noch als Vontobel-Devisenchef aus.

Neuer starker Mann ist Urs Bernegger, der vor Jahresfrist zu Vontobel gestossen war und den Titel eines Managing Directors erhalten hatte.

Auf LinkedIn, einer anderen Kaderseite, bezeichnet Bernegger seine Funktion als Chef Risk Management und Advisory Devisen.

Vontobel gerät mit der Affäre in einen dummen Rank. Entscheidend für die Beurteilung der Rolle, welche die Bank gespielt hat, ist die Bedeutung von Kunde Hoeness.

Hoeness war zuoberst angesiedelt und entsprechend bekannt. Nicht nur intern: Offenbar wusste der ganze Finanzplatz, dass Hoeness bei Vontobel ein grosser Devisentrader war.

Das Kernproblem für Vontobel ist, dass Hoeness ausschliesslich vom vormaligen Chef des Devisenhandels betreut worden war, und das über Jahrzehnte. Dieser führte alle Aufträge von Hoeness selbst aus.

Es gab keine zweite Betreuung im Private Banking. Das entspricht laut Kennern nicht den Erfordernissen eines sauberen Setups.

„Es braucht eine zweiten Mann, der dem Händler und dem Kunden auf die Finger schaut“, sagt ein Spezialist. „Was denn sonst? Da wären ja Tür und Tor offen für wildes Treiben.“

Vontobel betont hingegen, dass sie sämtliche Compliance-Prozesse im Griff  und sauber eingehalten hatte. „Selbstverständlich gab und gibt es eine entsprechende Stellvertreter-Regelung“, sagt Sprecher Reto Giudicetti.

„Zudem werden Risikolimiten auf Tagesbasis von dezidierten Teams regelmässig und nach einem standardisierten Prozess kritisch hinterfragt und gegebenenfalls korrigiert.“

Dennoch stellt sich die Frage, warum die Bank von sich aus die Finma eingeschaltet hat.

Hoeness konnte an einem Tag nach eigener Aussage einen zweistelligen Millionenbetrag gewinnen oder verlieren.

Entsprechend hoch war die Gesamtsumme, welche er für seine Deals in Bewegung setzen konnte. „Vontobel betreibt das Kreditgeschäft grundsätzlich nur auf gedeckter Basis“, sagt Sprecher Giudicetti.

Von wo aber kam das viele eigene Geld, das Hoeness für seine Wetten benötigte?

Im Multi-Millionen-Geschäft Fussball sind schon viele grosse Figuren über unsaubere Gelder gestolpert. Es gibt schwarze Kassen, um teure Spielertransfers zu tätigen.

Sollten sich auch bei Hoeness solche Fragen stellen, dann würde Vontobel noch stärker unter Druck geraten. Wie sauber waren die Ursprungsgelder von Hoeness?, würde dann zur zentralen Thematik.

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35 Kommentare zu “Vontobel hat Hoeness-Deals Finma gebeichtet

  1. Wenn die Vontobel-Bank zugelassen hat, daß die Investitionen von Herrn Hoeneß tägliche Wertveränderungen von zweistellige Millionenbeträgen verursachen (etwa bei „normalen“ Marktverhältnissen!?), so ist dies absolut verantwortunglos dem Kunden und dem eigenen Haus gegenüber. Selbst wenn Hoeneß (günstigerweise) ein dreistelliges Millionenvermögen besessen hat, bedeutet die enorme Potenzierung von Risiken nichts anderes, als daß er täglich einen zweistelligen Prozentsatz seines Vermögens verlieren oder – glücklich – hinzugewinnen kann. Die Häufigkeit der Orders und die Höhe der eingesetzten Beträge lassen nur den Schluß zu, daß die Bank bestrebt war, höchstmögliche Provisionen aus ihrem Kunden herauszuschinden, bei den bekannt hohen Provisionssätzen, wie sie schweizerische Banken bei verdeckter Kontoführung in Rechnung zu stellen pflegen. Dahinter steht auch keine sinnvolle Strategie, die man am Devisenmarkt, wenn die erwartete „Richtung“ stimmt, immerhin für ein paar Monate verfolgen kann. Sondern nur Provisionsschinderei („Hin und her macht die Taschen leer“). Und Negativ-Werbung, wenn alles öffentlich wird, wie jetzt geschehen.

    • Nein das ist nicht verantwortungslos. Der Kunde kann mit seinem Geld machen was er will. Wenn Sie 1000 CHF auf Ihrem Konto haben, können Sie mit Aktien oder Devisen soviel rumhandeln, bis Ihr Geld im schlimmsten Fall weg ist. Jede Bank auf der Welt wird bei diesen Transaktionen Gebühren erheben.
      Ja die Provisionssätze bei schweizer Banken sind sehr hoch, korrekt. Und sie verdienen gut daran, daher ging es dem Finanzplatz Schweiz ja über Jahre auch so prächtig.
      Ja, die Risiken solcher Geschäfte werden Bankintern überwacht, wenn der Kunde bei Termingeschäften zuviel verliert, werden die Positionen sicher automatisch geschlossen. Im Falle Hoeness, 18mio Verlust von eventuell 100mio Guthaben, hat die interne Kontrolle sicher noch nicht eingreifen müssen.
      Verrückt.. Grotesk.. aber alles hat seine Richtigkeit.
      Hoeness hat ja anscheinend anfangs auch sehr viel Geld gewonnen, sonst hätte er jetzt nicht das Steuerproblem. Leider hat er in den Folgejahren offenbar alles oder vieles oder mehr wieder verloren… Die Bank trägt da keine Schuld.

    • Selbstdarstellung Vonbtobel-Bank

      „Leistung schafft Vertrauen

      Vontobel hat das Ziel, die uns anvertrauten Kundenvermögen langfristig zu schützen und zu vermehren. Spezialisiert auf das aktive Vermögensmanagement und massgeschneiderte Anlagelösungen beraten wir verantwortungsvoll und vorausschauend.“

  2. Annahme: Hoeness verfügt nicht über hellseherische (Devisenmarkt)fähigkeiten.
    Alternativhypothese: Mit abgesprochenen Devisenkursen wurde der Vorsteuergewinn des FC Bayern im Laufe der Jahre um ca. 150 Mio. gekürzt und via Bankhaus R. in München auf das Hoeness-Konto bei Vontobel transferiert. Die 16 Mio Verlust in einem Tag sind dann nichts anderes als eine steuerfreie Schwarzgeldzahlung im Rahmen eines Spielerkaufs. Natürlich alles ausserhalb des Protokolls.

  3. Da hat VT einfach nur riesiges Schwein, dass UH seinen Kollegen FX-Head Trader bei VT aussen vor lässt. So wie UH verurteilt wurde, könnte VT ebenfalls in Bedrängnis bringen. Ein Fiasko.

    • Nein, warum?
      Eine Bank führt Geschäfte für den Kunden aus, z.b. Aktienkäufe, Kredite, Devisen- oder Goldgeschäfte. Was und warum der Kunde das macht, ist seine Motivation. Die Bank verdient dabei an einer Provision, das machen übrigens alle Banken so. Wenn es ein grosser Kunde ist, wird er sicher auch dementsprechend betreut, in dem Fall von einem Seniorbetreuer (wie überall skandalös berichtet wird).
      Was der Kunde dann seiner Finanzbehörde mitteilt, ist seine Angelegenheit. Dabei haben sich die schweizer Banken damals rausgehalten.
      Der Kunde kann Geschäfte tätigen, soweit sein Konto dementsprechend gedeckt ist. Wenn der Kunde z.B. 1 Million auf dem Konto hat, darf er soviel mit Devisen „zocken“, bis seine Million weg ist. Dabei wird ihn keiner aufhalten. Er kann auch für 50 oder 100 Millionen spielen und Positionen eingehen, er darf in dem Beispiel einfach nicht mehr als 1 Million verlieren, sonst wird sein Konto geschlossen. Das ist bei allen Banken so. Für den „Normalbürger“ können solche „Kundenzockereien“ durchaus auf Unverständnis stossen. Anscheinend hat Uli H. aber zwischenzeitlich damit auch viele Gewinne erzielt.

      Was soll die Bank dabei jetzt falsch gemacht haben ? Die Bank muss sicher prüfen, ob der Kunde über genug kaufmännische Erfahrung vefügt, die solche Devisentransaktionen erlauben. Soviel Verantwortung muss sie sicher übernehmen. Bei einem erfahrenen Manager wird diese aber vorhanden sein und von Seiten der Bank auch mit Unterschriften dokumentiert worden sein. Das wird den Kunden im schlimmsten Fall aber nicht davon abhalten, viel Geld an der Börse zu verlieren.

      Fazit: Uli H. trägt die alleinige Verantwortung an seinen Transaktionen. Die Bank verdient bei Kundengeschäften Provisionen.

  4. Alles erst der Anfang, warten wir mal ab, der Rummenigge wird mit Sicherheit während seiner Zeit bei Servette ein Konto in der Schweiz vergessen haben. Und plötzlich findet man noch was aus der Zeit des Stadionbaus. Der Wildmoser von 60ig wurde auch erwischt. Und da es Hoeness sehr ring ging, hat er noch nebenbei für die Bayern was eingespielt. Diese Typen verlieren doch einfach den Uebebrblick und vermischen am Schluss alles. Diese Selbstherrliche Art ist widerlich.

  5. Wer sagt eigentlich, dass Höness nur mit Vontobel gehandelt hat? Und nur von 0800 – 1800? Ein richtiger „Daytrader“ handelt doch auch beim Nachtessen und bei der Morgentoilette.

  6. So wie der Staat die Kohlen raushaut, da habe ich sogar ein gewisses Verständnis, das die Bürger die Kohle lieber selber verpulvern. Der Fürsorgliche Staat ( ob De oder CH ) setzt mit ihrer Politik fehlanreize. Der Bürger wird „gemolcken“, damit die Politik „Wahnsinnssozialismus“ betreiben kann!

    • Ich habe diesen Versuch einer Rechtfertigung neulich schon einigemale gesehen. Aber ich mag ihn nicht mehr hören! Natürlich regen sich viele – ich auch – hin und wieder darüber auf, wie der Staat (Steuer-) Gelder verwendet, wofür und wieviel. Nur gibt das niemandem das Recht, Steuergesetze zu brechen. Wenn sie’s doch tun, und dabei erwischt werden (oder sich selber anzeigen), dann müssen sie eben mit den Konsequenzen leben …

  7. Macht doch alle nur noch Sparbuch und Kassenobligationen. Dann gibt es norgendwo Probleme. In Deutschland selber wurden so strenge Regulierungen in der Bankberatung aufgezogen, dass die Banken und ihre Berater nichts mehr machen wollen ausser Sparbuch und Kassenobli. Keiner getraut sich mehr eine Aktie zu kaufen. Somit ist der enorme Anstieg des DAX am armen deutschen Volk vorbeigegangen. Am Schluss bleiben die einfachen Leute unten stehen, gerade auch weil es die linke Politik so will. Eigenverantwortung im Bankgeschäft wurde in D zu Grabe getragen von den Linken. Das ist für die Linken auch gut so, denn dann können sie wiederum den „armen“ Leuten helfen. Wer will schon nicht, dass man ihm hilft ? Pervers das ganze Trauerspiel.

    • @ ueli meier

      es geht hier nicht um Sparbuch und Kassaobligationen; auch nicht um Kauf von Aktien. Da verniedlichen Sie bewusst oder blauäugig. Es geht viel mehr um Verantwortung gegenüber den andern Steuerzahlern und es geht vor allem um gigantische Steuerhinterziehung auf Kosten anderer. Was bis dato rausgekommen ist, ist nur die Spitze des Eisbergs. Möglicherweise wissen Sie das genau. Und nicht nur das: es macht den Anschein, dass die Herkunft dieser Gelder nie genau hinterfragt wurde. Zudem: wer alles war jeweils nach München eingeladen? Das ominöse Konto bei VT war schon anfangs der 90iger Jahre Gesprächsstoff unter den Bankern in dieser Szene. „Pervers ist nicht das ganze Trauerspiel“ wie Sie schreiben, sondern pervers sind jene Bankiers, die wissend um die Illegalität solche Gelder angenommen haben!

  8. Wie heute bekannt gegeben wurde, machte Herr Hoeness pro Saldo 130 Mio Euro Gewinn.
    Devisenberater Hügli hat also sehr gute Arbeit geleistet.

    • 130 Millionen EUR Gewinn? Scheint mir unwahrscheinlich, da hätte ich gerne eine Quelle.
      Selbst dann müsste man noch das Risiko berechnen, mit immensem Risiko und viel Leverage gibt es mehr Gewinn oder aber auch Totalverlust. Das wäre dann mehr Glück als Können.

    • @TOM
      Siehe Bild.de (online)
      Natürlich ist das Resultat nicht risikogewichtet.

  9. aber, aber Herr Hässig!
    da machen Sie aber ihrem Nachnamen alle Ehre, wenn Sie Hans Vontobel Moralapostel nennen!

    was für Geschäfte darf denn eine Bank ihrer Ansicht nach überhaupt noch ausführen; wenn keine Forex- und Derivate-Transaktionen?
    es gibt ja nicht mal Verbote von security lendings.

    der gute Ruf des Zürcher Bankenplatzes wurde anderswo und viel früher systembedingt zu Grabe getragen!

    und glauben Sie, in Deutschland hat niemand, absolut niemand – vor allem auch nicht die bayerische oder deutsche Regierung – ein irgendwie gelagertes Interesse daran, publik werden zu lassen, woher das riesige Kapital des UH kam!
    das hingegen müsste gerade eine korrekte Finanzmarkt-Aufsicht eingehend untersuchen…

    • Der gute Ruf des Schweizer Bankenplatzes wurde durch EWS (Beihilfe) & Bilderberger systematisch zu Grabe getragen.

      Solange EWS keine Kommentare bezüglich dem Inhalt des Treffens macht, bestehe ich auf meine Anschuldigung. Wieso hat sich die Schweiz gegenüber USA sonst so leicht ergeben?

  10. 300 Devisendeals pro Tag macht 30 pro Stunde oder alle 2 Min einer. Höness und Hügli müssten somit den ganzen Tag ununterbrochen miteinander telefoniert haben. Höness erzählt da wirklich „einen vom Pferd“.

  11. Wann wird die Öffentlichkeit endlich darüber aufgeklärt, dass ganz am Anfang von Hoeness‘ Schlamassel ein Korruptionsfall von riesigem Ausmass steht? Bayern stand im Jahr 2000 kurz vor dem Abschluss mit Nike. Dem damaligen Adidas-Chef Dreyfus ist es in letzter Minute gelungen, den Bayern-Vorstand noch umzustimmen. Die Verträge mit Nike waren unterschriftsreif. Honi soit qui mal y pense, aber war es nicht gerade Dreyfus, der Hoeness just zu diesem Zeitpunkt einen ordentlichen Zapfen für Börsengeschäfte zur Verfügung gestellt hat? Eine offenbar ungemein elegante Art und Weise, eine offenbar latent Spielsüchtigen (oder einfach Gierschlund) zu bestechen: Dreyfus gibt Hoeness eine Blankovollmacht für eines seiner Konti. Und was die ganze Sauerei noch grösser macht ist, dass der erlauchte Bayern-Vorstand Hoeness auch noch deckt. Aber vermutlich sind die ehrbaren Herren derart involviert, dass sie sich ein Fallenlassen von Hoeness nicht leisten können.

    • Und die Witwe von Dreyfus mit wem ist die neu liiert! Und der hatte doch auch schon so ein „Skandälchen“. So schliess sich der Kreis.

  12. VT stellte sicher kein eigenes Geld bereit, sondern der Fussballer tätigte wohl Termin-Geschäfte. Dafür müssen in der Regel 10% Deckung (Einschuss/Margin) vorhanden sein. Der ganze Betrag muss ja erst bei Fälligkeit bezahlt werden. Davor werden Positionen glattgestellt, sodass beim Endtermin nur Gewinn oder Verlust verbucht werden.

  13. vontobel scheint hier ein problem beim business risk management aufzuweisen und mit den prozessen ueberfordert zu sein

    schade fuer die einst stolze zuercher privatbank

    ich denke dies ist ein klarer fall fuer die finma

  14. Würde es auch so sehen, dass Hoeness ganz respektable Summen gedreht haben muss, um an einem Tag zweistellige Mio-Beträge an Gewinn zu erzielen. Es stellt sich tatsächlich die Frage, welche und wessen Gelder er da drehte. – Das Feuerchen hat bei Vontobel eben erst zu brennen begonnen.

    • Wie jetzt durchsickert, waren es grenzüberschreitende Devisen-Transaktion zwischen Bankhaus Leuschel in München und Vontobel in Zürich. D.h. nichts anderes als die Verluste fielen in München an und wurden in Zürich als Gewinne vereinnahmt. Der alte Trick Weissgeld in DE in Schwarzgeld in Zürich zu verwandeln.
      Dabei haben beide Banken bei jeder Transaktion ihre Bips kassiert. Die todsicheren Gewinne in der Schweiz waren bei Leuschel 100%ige Verluste.
      Da es dafür keine Verlust- Aufrechnung gibt liegt in der Natur der Sache. Period.
      Nur die Strafe dürfte deshalb gefängnisfrei ausfallen: 3 Jahre auf Bewährung und volle Bezahlung von EUR 27,2 Mio.

  15. Ein Lehrbuch-Markenzeichen ohne Gleichen, wie sich eine Bank, dank Gier und Kunden-Herkunft, am Geldverdienen (-Verschieben) selbst einen Strick um den Hals legte. Das Institut war über Jahrzehnte ein Wallfahrts-Ort 1. Ranges für Deutsche aus Politik und Schickeria:

    70.000 Seiten die Ungemach verbreiten?

    • Und wieder mal zeigt sich, dass der schreiber dieses artikels wenig ahnung hat was im innern des fx vorgeht. es ist ganz normal, dass so ein kunde von einem mann im devisenhandel betreut wird bestenfalls von einem vertreter, wenn dieser selber in den ferien ist. die geschäfte nach dem hoeness einen trade abgeschlossen hatte konnte hügli gar nicht alleine bewältigen, dafür war das volumen zu gross. er hat dafür auch einen entsprechenden mitarbeiter stab und zudem externe devisenbroker die auch einen teil der geschäfte ausgeführt hatten. da ist nichts illegales dran, da wird auch keine compliance verletzt. was ich bestätigen kann ist, das der ganze fx markt wusste wer der treiber hinter vontobels devisengeschäften war. eigenhandel haben diese hasenfüsse keinen betrieben. mit dem wegfall von hoeness hat der devisenhandel von vontobel die wichtigeste einnahmequelle verloren. die ist in der heutigen zeit auch nicht mehr zu ersetzen. solche „wilden“ wie der hoeness sind selten geworden im markt, nicht zuletzt wegen dem enormen risiko, dass das geschäft mit sich bringt. eine privatperson die da mitmischelt muss bereit sein hohe verluste zu akzeptieren und über genügend reserven verfügen. die schweinere an dem fall hoeness ist, dass er netto gar nicht so viel verdient hat am devisenhandel und die steuerbehörden jetzt nur die einzelnen Gewinne separat anschauen und die Verluste aussen vor lassen. dabei gehört das im devisenhandel verrechnet. dass die bank das der finma gemeldet hat, war sicher eine folge von hoeness selbstanzeige aber da war er längst nicht mehr so aktiv. und hügli kann getrost ins zeite glied zurücktreten, er ist auch bald der pension nahe und ohne grossen kunden muss er auch nicht an der front stehen. urs bernegger ist ein guter mann wird es aber nicht schaffen die goldenen zeiten wieder aufleben zu lassen. dazu braucht es kunden wie hoeness. Hoeness bräuchte heutzutage auch keine vontobel mehr, er könnte sein geschäft auf einer der über tausend fx-plattformen im markt anonym abwickeln. fx ist deshalb so interessant weil man mit wenig hinterlegten geld eine hebel von 10 bis 20 hat, heisst mit einer hinterlegten million dollar, cash oder credit kann ich bis zu 20 mio dollar als spielgeld verwenden
      und jetzt soll mir mal einer sagen wo hier der skandal ist.?

    • @brader: der skandal ist einfach, dass er sich getraute, ein schweizer bank-konto zu haben. dank finma, EWS und rafflaub die 11. todsünde für ausländer.
      sorry, somit kennt auch der prozess nur einen möglichen ausgang: tod durch erhängen in der allianz-arena!