Trilogie des Fiatgeldes (III): Vollgeld ist reines Staatsgeld und somit längst erprobt

Als Abraham Lincoln (1809-1865) zur Finanzierung des „American Civil War“ bei den Banken um Kredit nachsuchte, sah er sich mit Zinsen von 24 bis 36% konfrontiert. Lincoln sträubte sich gegen solchen Zinswucher und suchte nach einer anderen Lösung.

Sie kam von Colonel „Dick“ Taylor, einem Geschäftsmann aus Illinois. „Just get to Congress to pass a bill authorizing the printing of full legal tender treasury notes … and pay your soldiers with them and go ahead and win your war with them also. If you make them full legal tender … they will have the full sanction of the government and be just as good as money; as Congress is given the express right by constitution.“

„… Issuing unbacked paper money was not an idea Lincoln really liked, but soon there was mounting pressure in Congress to do something. The government could either print its own money or go into deep perpetual debt to foreign creditors. So the President was quick to endorse Taylor’s proposal.“ (Wikipedia, Greenback 1860 money, Stand 31. August 2017; „legal tender“ bedeutet gesetzliches Zahlungsmittel).

Die Greenbacks waren weder durch Gold oder Silber, noch durch irgendetwas anderes als die Glaubwürdigkeit des Staates gedeckt. Sie waren „nur“ gesetzliches Zahlungsmittel. Ob man sie nun Staats-, Voll- oder Helikoptergeld nennt – es läuft alles auf dasselbe, nämlich auf staatliches Fiatgeld hinaus.

Das Vollgeld wie auch das Helikoptergeld von Friedman sind infolgedessen keine eigentlichen Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Sie waren offensichtlich schon längst erfunden, und das eigentlich Erstaunliche ist, dass sie trotz vorwiegend positiver Erfahrungen im Civil War nicht ins Gedächtnis der Ökonomen wie Nationalbanken aufgenommen wurden.

Ob Lincoln wegen dieses Geldes auch den Krieg gewonnen hat, lässt sich natürlich nicht bestätigen, aber es spricht auch nichts dagegen.

Taylor wie Lincoln hatten das Fiatgeld allerdings auch nicht erfunden. Es wurde schon zu Zeiten der amerikanischen Siedler verwendet. Die von den Provinzregierungen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts herausgegebenen „Colonial Scrip“ waren ebenfalls Fiatgelder. Dass sie keineswegs schlecht funktionierten, bezeugt Benjamin Franklins Zitat im ersten Teil der Trilogie.

Hjalmar Schacht wurde im Jahre 1933 erneut mit dem Amt des Reichsbankpräsidenten betraut. Er sah sich mit der schier unlösbaren Aufgabe konfrontiert, eine Armee von über 6 Millionen Arbeitslosen wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Ein Drittel der Arbeiterbevölkerung war Ende 1932 arbeitslos.

„Angesichts der zu erwartenden Grösse der benötigten Mittel für die gesamte Arbeitsbeschaffung und angesichts der voraussichtlichen längeren Dauer der Kreditierungen durfte hier der Weg der direkten Kreditgewährung an das Reich nicht fortgesetzt werden. Zu gross war die Gefahr, dass die Reichsbank bei direktem Kredit die währungspolitische Kontrolle verlieren würde. Es musste eine Methode gefunden werden, die der Reichsbank die Begrenzung sicherte.“ (Hjalmar Schacht, kurz HS, „Magie des Geldes“, Econ Verlag, 1966, S. 147).

Diese Methode bestand darin, dass eine private Gesellschaft namens Metallforschungsgesellschaft (kurz MEFO) gegründet wurde, welche MEFO-Wechsel ausgab. Letztere dienten der Finanzierung von Warenlieferungen und waren so Wechselgeld, weil sie bei der Reichsbank jederzeit in Reichsmark getauscht werden konnten. Die Wechsel hatten eine maximale Laufzeit von fünf Jahren, und sie waren mit einem Zins von 4% p.a. ausgestaltet, damit sie möglichst spät bei der Reichsbank umgetauscht wurden. „Dadurch erhielten die MEFO-Wechsel nahezu den Charakter von Geld und noch dazu von verzinslichem Geld.“ (HS S. 148).

„Das Risiko lag nicht in der Konstruktion, sondern in der Art und Weise der Handhabung. In erster Linie musste die Verwendung kontrolliert werden. Zu diesem Zweck wurde die Verwaltung der MEFO-Gesellschaft in die Hände erfahrener Reichsbankbeamter gelegt. Sie hatten alle Wechsel dahin zu prüfen, dass sie nur für Warenlieferungen ausgestellt wurden, nicht aber für irgendwelche anderen Zwecke. Wechsel, die hiervon abwichen, wurden zurückgewiesen, Finanz- und Vorschusswechsel gab es nicht.“ (HS S. 149).

Die MEFO-Wechsel wurden insbesondere für den Aufbau der darniederliegenden Infrastruktur verwendet. Wege-, Tunnel-, Kanalbau und Deicharbeiten, Reparaturen an Häusern, Fabriken, Maschinen, der Autobahnbau und auch die Landesverteidigung boten sich geradezu an.

Insgesamt wurden bis 1938 MEFO-Wechsel im Gesamtbetrag von zwölf Milliarden ausgestellt (HS S. 149). „Im Jahre 1937 machten sich die ersten Preissteigerungen bemerkbar, und die Vollbeschäftigung war nahezu erreicht. … Anfang 1937 teilte ich deshalb Hitler mit, dass ich die MEFO-Kredite einstellen würde.“ (HS S. 150).

„Mit jedem MEFO-Wechsel war ein Warenumschlag verbunden. Nur Wechsel, die einen Warenübergang von der einen Hand in die andere bewirkten, wurden finanziert. So hielten sich Geldumlauf und Güterumlauf ständig im Gleichgewicht. Das Grundprinzip der Währungspolitik.“ (HS S. 154).

Da jede Zunahme der MEFO-Wechsel konstruktionsbedingt mit einer Ausdehnung der Produktion verbunden war, gab es keine Inflation. Sie erhebt ihr Haupt erst dann, wenn die MEFO-Wechselausgabe nicht mehr zu einer Steigerung der Produktion führt, und die Nachfrage sich nicht mehr das eigene Angebot schaffen kann und so zu einem Nachfrageüberhang mit steigenden Preisen führt. Eine zwar triviale, aber ökonomisch trotzdem richtige Erkenntnis.

„Geldschöpfung ist nur angängig bei gleichzeitiger Leistungsvermehrung und zusätzlicher Güterschöpfung.“ (HS S. 185).

Das System der MEFO-Wechsel, eine Form des staatlichen Fiatgeldes, war so erfolgreich, dass die Arbeitslosigkeit nach vier Jahren praktisch verschwunden war, und zwar ohne nennenswerte Inflation. Das Time Magazine sprach vom „German Miracle“, das Schacht mit den MEFO-Wechseln hervorgezaubert hatte. Innerhalb dieser kurzen Zeit entwickelte sich Deutschland vom ärmsten europäischen Land zum reichsten.

Ganz böse Stimmen behaupten, dass sich Amerika nur deshalb auf den zweiten Weltkrieg einliess, weil es das erfolgreiche staatliche Währungssystem von Schacht zerstören wollte. Es war eine zu grosse Bedrohung für das internationale Bankenkartell, sollte es zu viele Nachahmer finden.

Noch etwas früher, nämlich im Jahre 1932, hatte die österreichische Gemeinde Wörgl ein zum MEFO-Wechsel ähnliches „Experiment“ durchgeführt. Auf der Basis der Gedanken von Silvio Gesell („Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“; Selbstverlag, Les Hauts Geneveys, 1916), einem Autodidakten, hatte Wörgl sein Schwund- beziehungsweise Freigeld eingeführt. Dasselbe war mit einem negativen Zins belastet, um der weitverbreiteten Hortung von Geld den Garaus zu machen.

Das Geld entwertete sich fortlaufend und musste periodisch mit einer zu bezahlenden Marke versehen werden, damit es seinen Wert behält. Die Besitzer dieses Schwundgeldes waren infolgedessen darauf bedacht, es möglichst schnell wieder in Umlauf zu bringen.

Leider war es Gesell nicht vergönnt, das reale Experiment zu erleben, das seine Ideen respektive „sein“ Geld umsetzte und dieser österreichischen Gemeinde inmitten der grossen Depression der 1930er Jahre einen unglaublichen Aufschwung bescherte. Letzterer konnte nur durch ein von der österreichischen Notenbank zur Durchsetzung ihres Geldmonopols initiierten Verbots am 15. September 1933 (unter Androhung von Militärgewalt) aufgehalten werden (Fritz Schwarz: „Das Experiment von Wörgl“, Synergia, 1951).

Die Vermutung liegt nahe, dass weder bei Gesell noch beim MEFO-Wechsel der Zins für den wirtschaftlichen Erfolg ausschlaggebend war. Beim MEFO-System war er ja positiv und beim Experiment von Wörgl negativ. Entscheidend war wohl viel eher, dass es sich bei beiden um staatsähnliches Geld handelte, das in genügender Menge in Umlauf gesetzt wurde.

Die MEFO-Wechsel liessen sich grundsätzlich in das gesetzliche Zahlungsmittel tauschen. Das hätte die österreichische Notenbank mit dem Schwundgeld niemals zugelassen; aber immerhin hatte die Gemeinde Wörgl dieses Geld auch zu Steuerzahlungen zugelassen und ihm so den Status eines Gemeindegeldes verliehen.

In den zwei Fällen ist es höchstwahrscheinlich diese obrigkeitsrechtliche Funktion, die bei beiden Experimenten zu einem erstaunlichen wirtschaftlichen Erfolg führte. Jedenfalls zog das Experiment von Wörgl sowohl Irving Fisher wie auch John Maynard Keynes in seinen Bann.

Von Hjalmar Schacht hingegen hat meines Wissens kaum jemand Notiz genommen. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, in einem makroökonomischen Lehrbuch oder einer Vorlesung je von ihm gehört zu haben. Dabei war er der beste und erfolgreichste praktizierende Ökonom aller Zeiten. Er hatte die deutsche Hyperinflation besiegt und das deutsche Wirtschaftswunder herbeigeführt. Das ist ein Leistungsausweis, den kaum jemand zu erreichen vermag.

Dabei war Schacht nicht einmal Professor. Aber er hat im Gegensatz zur professoralen Gilde eine Bank auch einmal von innen gesehen, und zwar über viele Jahre. Ihm hätte niemand etwas über den Geldmultiplikator erzählen müssen. Er wusste, dass diese Theorie nicht stimmen kann, weil er miterlebte, wie die Banken Geld aus dem Nichts schöpfen.

„Ein grosser Teil unserer Investitionen ist nicht mit Ersparnissen, sondern mit kurz- und mittelfristigen Bankkrediten finanziert worden, also mit Buchgeld, das die Banken kreiert haben. Die Bundesbank hat dieses System toleriert und durch eine Politik des billigen Geldes unterstützt.“ (HS S. 280). Oder: „Ein fehlerhafter Ersatz mangelnden ersparten Kapitals durch geldschöpferischen Bankkredit griff überall um sich …“ (HS S. 192). Oder: „Die öffentlichen Haushalte dürfen nicht aus der Notenpresse finanziert werden, und kurzfristiges Bankengeld darf nicht für längerfristige Investitionen in Anspruch genommen werden.“ (HS S. 208).

Da hätten unsere Notenbanken einfach zu seinen Memoiren greifen und sich den jahrzehntelangen Fehltritt mit der Geldschöpfungstheorie aus dem Eifelturm sparen können. Der interessierte Leser findet hier seine Memoiren „Magie des Geldes“. Die Lektüre lohnt sich. Und zwar so sehr, dass man getrost alle geldtheoretischen Bücher ohne grossen Verlust verbrennen kann respektive sie gar nicht anzuschaffen braucht.

In diesem Zusammenhang noch ein verbal-ökonomischer Leckerbissen dieses verkannten geldpolitischen Zauberers:

„Man muss sich von den Gedanken freimachen, dass unsere wirtschaftlichen Probleme mit Theorien, Regeln und Formeln angefasst werden können. Wissenschaftliche Betrachtungen können gewiss hilfreich sein, insbesondere wenn sie aus Erfahrung schöpfen. Aber das wirtschaftliche Leben ist so vielgestaltig und so wandlungsreich, dass auch noch so kluge Vorschriften auf Ereignisse stossen, die nicht vorausgesehen wurden. Die Keynessche Theorie des Deficit Spending ist grundsätzlich richtig, aber sie ist an Voraussetzungen gebunden, die nicht immer so gegeben sind, wie die Theorie sie sich vorstellte. Handwerkszeug und Erfahrung kann man lernen, ihre Anwendung aber erfordert in jedem Falle geistige Anpassung.“ (HS S. 278).

Die selektive Wahrnehmung (wie die Unterdrückung der Leistungen und Erkenntnisse von Schacht) ist ein klassischer verhaltensökonomischer Fehler, den die Standard-Makroökonomie begeht, um es diplomatisch auszudrücken. Selbst die Geschichte wird nicht nur im Falle der deutschen Hyperinflation so zurechtgebogen, dass sie mit der Theorie, eher Theologie beziehungsweise Ideologie, übereinstimmt.

Auch ich liess mich mehr oder weniger freiwillig dieser Gehirnwäsche an der Uni unterziehen, auch bezüglich der klassischen Geldschöpfungstheorie. Hätte ich nur drei Monate als Assistent an der Seite eines Hypothekarabteilungsleiters einer Grossbank verbracht, wäre es mir möglich gewesen, das Geldmultiplikator-Märchen als solches zu durchschauen.

Ich wurde damals mit einem Sack voller Glaubenssätze aus der Uni entlassen und in meiner theorieinduzierten Blindheit (Kahneman) auf die Praxis losgelassen. Natürlich war es letztlich mein Fehler und meine Verantwortung. Jahrelang huldigte ich dem Monetarismus, der modernen (unbrauchbaren) Portfoliotheorie und sang das Hohelied des freien Marktes – nicht bösartig zwar, aber naiv verblendet.

Es war äusserst schmerzhaft, dies alles über Bord zu werfen oder zumindest zu relativieren. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass die meisten ausgebildeten Makroökonomen (und auch die Portfoliotheoretiker) vor einem solchen Schritt zurückschrecken. Aber irgendwann sollten auch sie der überwältigenden Evidenz gegen ihre liebgewonnenen Theorien Folge leisten. Es ist nie zu spät – die Abstimmung zur Vollgeldinitiative beispielsweise steht erst vor der Tür.

Die Ideen von Gesell und/oder Schacht hätten sehr wohl auch für die verzweifelte Lage Griechenlands im Gefolge der Finanzkrise verwendet werden können. Mein diesbezüglicher Versuch bei Varoufakis blieb jedoch ohne irgendwelche Reaktion. Ich empfahl ihm im Februar 2015, mit sogenannten Greek Infrastructure Bills, kurz GIBs, Infrastrukturprojekte in Griechenland zu realisieren, um möglichst viele der unzähligen Arbeitslosen wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Der Staat hätte mit diesen GIBs die Unternehmer bezahlt, welche die diversen Infrastrukturarbeiten erledigten, und dieselben hätten ihrerseits die Löhne ihrer Arbeiter damit bezahlt.

Idealerweise wären die GIBs als zweites gesetzliches Zahlungsmittel neben dem Euro zugelassen worden. Dagegen hätte die EZB mit ihrem europaweiten Geldmonopol wohl ihr Veto eingelegt; wenn nicht, dann wären sie ganz gewiss von den Deutschen dazu gedrängt worden. Ausgerechnet von jenen, deren Banken eine ganz besonders fahrlässige Kreditvergabe an Griechenland an den Tag legten und seit einigen Jahren durch die angebliche Kreditvergabe an Griechenland über Wasser gehalten werden müssen. Draghi, der offensichtlich über einen wieselflinken Geist verfügt, hätte da wohl eher nach einer rechtlichen Umgehung des Geldmonopols gesucht und den Griechen ihre Parallelwährung zugestanden.

Wie dem auch sei, wenn Griechenland die GIBs nur schon zur Begleichung der Steuerschulden zugelassen hätte, wären sie wohl allgemein als Tauschmittel akzeptiert worden.

Mir schwebte vor, dass das Griechische Treasury (GT) GIBs im Umfange von 50 Milliarden Euro sprechen und allmählich emittieren würde. Allerdings ausschliesslich für Infrastrukturprojekte. Die GIBs wären im Verhältnis 1 zu 1 zum Euro ausgegeben, aber nach 20 Jahren bloss zu einem Fünftel in Euro zurückbezahlt worden.

Der negative Zins von 7.7% p.a. hätte gemäss Gesell die Leute davon abgehalten, die GIBs zu horten, auch wenn die Zwangsrückzahlung in weiter Ferne lag. Die Tauschmittelfunktion wäre gegenüber der Wertaufbewahrungsfunktion dieses Geldes ganz klar in den Vordergrund gerückt worden.

Die Wirtschaftssubjekte könnten die von Anbeginn an rein digitalen und beim GT auf ihren Namen eingebuchten GIBs jederzeit gegen Euro tauschen; aber nur am offiziellen Treasury Devisenmarkt (dies im Sinne eines Börsenzwangs, der auf dem gängigen Devisenmarkt leider fehlt), an dem es keine Derivate, Futures und nicht einmal Terminkontrakte geben würde. Dort könnten GIBs nur in der Kasse gegen Euro getauscht werden und zwar nur für Bestände, die in der Tat auch bei GT liegen.

Allerdings wäre es auch für ausländische Ex- und Importeure möglich, beim GT ein GIB- und ein Eurokonto zu eröffnen, aber für keine Banken, Finanzgesellschaften oder andere Spekulanten. Eine Zuwiderhandlung gegen die Regeln des GT würde zu einer umgehenden Nichtigkeitserklärung aller GIBs oder Eurobestände des betreffenden Kontoinhabers führen.

Das GT könnte den nicht spekulativen Marktkurs hautnah verfolgen und jederzeit auch als Marktteilnehmer auftreten. Sollten zu viele GIBs angeboten und der Wechselkurs entsprechend gedrückt werden, könnte das GT GIBs aufkaufen und stilllegen, sofern es über genügend Eurodevisen verfügt.

Es ist nicht auszuschliessen, dass der Wechselkurs der GIBS gegenüber dem Euro in einer ersten Phase extrem unter Druck geriete und sich gar halbieren würde. Das wäre kein Drama. Das GT würde die Steuerzahlungen trotzdem im Verhältnis 1 zu 1 annehmen. Obwohl es damit marktmässig bloss 50% kassiert, wäre es immer noch besser als keine Steuern einzunehmen.

Spätestens nach zwanzig Jahren würden die GIBs verschwinden – zu einem für das GT wohl tragbaren Preis. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass das GT die GIBs schon viel früher am Markt zurückkaufen und so das Parallelgeld, das hoffentlich seine Dienste erledigt hat, wieder stilllegen könnte.

Dieses Modell mag seine Mängel haben. Silvio Gesell und/oder Hjalmar Schacht hätten es wohl viel besser konstruiert. Wie dem auch sei – ein Versuch mit einem Parallelgeld hätte sich wahrscheinlich trotzdem gelohnt – und wenn nicht, wäre der Schaden im Vergleich zum faktischen Nichtstun und dem Ausbluten der griechischen Wirtschaft zur Rettung der westlichen Banken (deren Fehlinvestitionen, sprich Fehlkredite in einer marktwirtschaftswürdigen Gesellschaftsordnung schon längst hätten abgeschrieben werden müssen) wohl eher vernachlässigbar gewesen.

„Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als der Staat die Angestellten kaum mehr zahlen konnte, argumentierten viele Ökonomen, der Staat solle eine Parallelwährung in der Form von Schuldscheinen ausgeben. Experten zeigten aber, dass eine solche Not-Alternativwährung zu einer Zweiklassengesellschaft führen würde. Wenn ein notleidender Staat eine solche Währung ausgibt, wird sich diese gegenüber der offiziellen Währung (Euro) abwerten. Personen, die so bezahlt würden, aber ihre Lebenskosten in Euro bestreiten müssten, würden verarmen.“ (Werner Grundlehner: „Des Frankens kleine Brüder kämpfen mit Problemen“, NZZ, 14. August 2017).

Ausgerechnet die Mainstream-Ökonomen, die sich nie einen Deut um die Verlierer der Finanzkrisen und/oder der Globalisierung kümmerten, ausgerechnet sie wollen nun mit dem Argument der Zweiklassengesellschaft (die wegen der Finanzkrise und der Globalisierung ohnehin schon bestand), die Einführung einer Parallelwährung abschiessen. Das ist zynisch und sicher nicht redlich, wahrscheinlich auch rein ideologie- oder gar (bank)interessenbedingt.

Möglicherweise stimmt nicht einmal ihre Argumentation. Denn es könnte sehr wohl sein, dass die GIBs auch in der griechischen Unternehmerwelt, insbesondere beim Detailhandel und den Bauern akzeptiert würden und so für viele Produkte auch ein für das einfache Volk erschwinglicherer GIBs-Preis zustande käme – so ähnlich wie bei unserem WIR-System. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist es volks- und betriebswirtschaftlich immer noch besser, dass ein Arbeitsloser Arbeit kriegt – auch wenn der Lohn in GIBs gegenüber dem Euro nur die Hälfte beträgt, ist dies besser als keine Arbeit und kein Lohn. Gesunder Menschenverstand eben, und nicht ökonomische respektive theorieinduzierte Blindheit (Kahneman).

Ob MEFO-, Schwund-, Helikopter-, Vollgeld oder GIBs – entscheidend ist, dass es sich um staatliches Geld handelt, das den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels aufweist. Deshalb ist es richtig, dass die Vollgeldinitiative (die man auch ganz einfach Staatsgeldinitiative hätte nennen können) die private Geldschöpfung der Banken unterbindet (wie es Milton Friedman mit dem 100% Geld ebenfalls anstrebte) und sie durch einen digitalen (allenfalls blockchain-basierten) Franken, ersetzt, der wie die Münzen und Noten gesetzliches Zahlungsmittel ist.

Die SNB wird dann endlich zu einer richtigen Geldmengensteuerung übergehen können, weil sie die Geldmenge M1 auf den Franken genau in den Griff bekommt. Etwas von dem sie seit Jahrzehnten nur hätte träumen können. Ihre, zugegebenermassen auch dann nicht ganz triviale Aufgabe ist es, die Geldmenge so festzulegen, dass sie einerseits genügend gross ist, um das wirtschaftliche Wachstum nicht abzuwürgen und andererseits so beschränkt, dass es keine inflationären Tendenzen gibt.

Ebenso wichtig ist, dass die Vollgeldinitiative die Bankenbuchgelder des Publikums aus den Bankbilanzen entfernt, so dass die Initiative dem 100%-Geld eindeutig überlegen ist. Bei einem Bankenkonkurs fallen diese Gelder nicht (mehr) in die Konkursmasse (wie beim heutigen System), sondern sie können umgehend auf eine andere Bank transferiert werden – wie die Wertschriften auch. Die Bankkunden erhielten so endlich auch das Recht, über ihre Kreditgewährung an die Banken (Sparkonti, Kassenobligationen und Anleihen) selbst zu bestimmen. Das Lohnkonto wäre nicht mehr mit einem automatischen Zwangskredit an die Bank verbunden, wie es im heutigen, angeblich liberalen System der Fall ist.

Volkswirtschaftlich noch bedeutsamer ist, dass selbst ein Grossbankenkonkurs den Zahlungsverkehr nicht mehr lahmlegen und zu massiven realen Verwerfungen führen würde. Zumindest in diesem Sinne wäre das „too big to fail“ Problem gelöst.

Finanzkrisen wird es trotzdem immer noch geben. Sie werden aber dann nicht mehr so stark auf die Realwirtschaft durchschlagen, wenn die Geldmenge und der Zahlungsverkehr nicht tangiert werden. Das ist das Entscheidende an der Vollgeldinitiative und nicht das Ausbleiben der Finanzkrisen an sich. Das übersehen die meisten Kritiker der Initiative, beispielsweise auch Erwin Heri, wenn er sagt:

„Wir sollten einfach nicht vergessen, dass die letzte Finanzkrise nichts mit „Bank Runs“ oder Geldschöpfungsprozessen zu tun hatte, sondern mit komplexen Verbriefungen, ungenügenden Eigenkapitalausstattungen oder Schattenbanken. Alles Dinge, die innerhalb der ‚alten Ordnung‘ einfach schlecht oder ungenügend reguliert waren. Da würde auch eine Vollgeldinitiative ins Leere greifen“ (Erwin Heri: „Vollgeld – das sind nur Begriffsverwirrungen“, Finews, 15. August 2017). Grundsätzlich ist das richtig, aber eben nicht der entscheidende Punkt.

Dass es in der letzten Finanzkrise nicht zu verbreiteten „Bank Runs“ gekommen ist, ist einzig und allein auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Sicherheit der Bankkonten – zumindest bis zu einem Betrag von 100’000 Franken – durch die Einlagensicherung garantiert wird. Das Publikum ist sich zwar bewusst, dass diese Sicherung nicht einmal einem Zusammenbruch einer Grossbank standhält, aber es vertraut letztlich auf das Einspringen des Staates.

Dabei könnte es sich in der Zukunft aber sehr wohl irren, denn die Finma hat im Jahre 2012 die bereits erwähnte Möglichkeit geschaffen, die Gläubiger inklusive die Kontoinhaber zu einer Sanierung einer Bank heranzuziehen. Ob sie dann vor der 100’000er Grenze halt macht, müsste sich erst noch erweisen. Wer darauf setzt, könnte ein blaues (sprich kostspieliges) Wunder erleben.

Sicherer ist es, mit der Annahme der Vollgeldinitiative die Buchgelder aus den Bankbilanzen zu entfernen und so weder auf einen Staatseingriff hoffen und auch nicht einen allfälligen Sanierungsbeitrag leisten zu müssen. Die Buchgelder könnten jederzeit von der konkursiten Bank abgezogen werden, auch Beträge über 100’000. Ein rationaler Bankkunde würde sich eine solche Gelegenheit niemals entgehen lassen.

„Abgesehen von den durch politische Ereignisse herbeigeführten Krisen sind die allgemeinen Wirtschaftskrisen ebenso wie einzelne Geschäftszusammenbrüche fast immer auf eine falsche Kreditpolitik zurückzuführen.“ (HS S. 163).

Wer die Geschichte der Finanzkrisen kennt, stellt immer und immer wieder fest, dass es letztlich eine verantwortungslose – weil auf das schnelle Geld ausgerichtete – Kreditvergabe der Banken war beziehungsweise ist, die die Blasen und den nachfolgenden Crash herbeiführten respektive -führen. Die Geldpolitik war jeweils nur insoweit verantwortlich, als sie – gerade wenn sie gut (!) war – zu solch stabilen Verhältnissen führte, dass die Banken und die Anleger ob all der rosigen Aussichten die Risiken ausschalteten und zu large mit Krediten umgingen (Hyman P. Minsky).

In diesem Sinne war die ausgezeichnete Geldpolitik von Alan Greenspan „verantwortlich“ für den sorglosen Umgang der Banken mit den Risiken. Diese Sorglosigkeit hätte allerdings nicht mit einer restriktiveren Geld-, sondern einer geeigneten Kreditpolitik gestoppt werden sollen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ging diesbezüglich mit ihrem Kapitalpuffer bei den Hypotheken in die richtige Richtung. Sie versucht damit, das Wachstum des entsprechenden Kreditvolumens und so auch die nicht nachhaltigen Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt zu begrenzen.

Hätte das FED damals der explosiven Entwicklung der Subprime-Hypotheken mit solchen Mitteln entgegengewirkt, wäre uns die Finanzkrise des Jahres 2008 möglicherweise erspart geblieben. Doch leider hat Alan Greenspan in seiner blinden Marktgläubigkeit auf entsprechende Massnahmen verzichtet und die masslos geldgierigen Banken nicht daran gehindert, erneut eine Krise zu verursachen.

Seine Geldpolitik hingegen war nicht – wie viele behaupten – der Auslöser der Verwerfungen. Im Gegenteil, sie hat uns vielmehr vor einem japanischen Deflations-Desaster bewahrt. In diesem Sinne ist und bleibt Greenspan der bisher wohl beste Geldpolitiker, aber gleichzeitig leider auch ein schlechter, weil allzu marktgläubiger Kreditpolitiker.

Genauso müsste eine kreditinduzierte Blase an den Aktienmärkten nicht mit einer restriktiven Geldpolitik, sondern mit geeigneten Eingriffen in die Lombardkreditpolitik der Geschäftsbanken bekämpft werden (allenfalls sogar durch ein Verbot von oder zumindest mit der Vorgabe restriktiverer, antizyklisch wirkender Belehnungssätze für Lombardkredite).

Grosse Verwirrung stiftet die Frage, welche Konsequenzen das Vollgeld auf die Kreditschöpfung des Bankensystems hat. Es ist keineswegs so, dass die SNB in die Rolle des alleinigen Kreditschöpfers schlüpfen würde. Diese Funktion würde bei den Banken verbleiben – mit dem einzigen Unterschied, dass sie die Kontokorrentgelder dazu nicht mehr verwenden dürften. Spargelder, Kassenobligationen, Bankanleihen und natürlich ihr Eigenkapital indessen schon.

Die Finma hat vor kurzem verfügt, dass die kurzfristig verfügbaren Gelder (Kündigungsfrist von 30 Tagen) von Pensionskassen und anderen Geschäftskunden bei den Banken vollständig liquide gehalten und nicht als Kredite vergeben werden dürfen. Das ist sehr weise. Würde sie diese Regelung auch auf die Publikumsgelder ausweiten, hätte die Finma das 100%-Geld (nicht das Vollgeld) sozusagen durch die Hintertür eingeführt.

Selbst (oder gerade) liberale Ökonomen schliessen sich dieser Forderung an. Beat Kappeler schreibt beispielsweise: „Ausserdem sollen Banken nur mit festen Einlagen Kredite erteilen, also keine Geldexpansion betreiben“ („Mein Standpunkt“, NZZ am Sonntag 2. März 2014). Der gesunde Menschenverstand spricht ebenfalls dafür, dass die liquiden Sichtgelder des Publikums von den Banken nicht für die Kreditvergabe, insbesondere nicht für die langfristige verwendet werden sollten.

Früher gab es noch Bankiers, die diesen konservativen Grundsatz trotz aller monetären Verlockungen hochhielten.

Zu einer präventiven Krisenbekämpfung gehört insbesondere auch eine striktere Kontrolle der Fristentransformation der Banken. Zu oft (insbesondere auch vor der letzten Finanzkrise) werden mittel- und längerfristige Kredite beziehungsweise Anlagen der Banken durch allzu kurzfristige Gelder finanziert. Die Vollgeldinitiative leistet in dieser Beziehung einen wesentlichen Beitrag, wenn sie die sofort verfügbaren Bankenbuchgelder aus den Bankbilanzen entfernt, so dass sie gar nicht zur Finanzierung längerfristiger Anlagen herangezogen werden können.

Bei den sofort verfügbaren Pensionskassengeldern hat die Finma zwar eine vollständige Deckung eingeführt; den Pensionskassen wird es allerdings kaum viel nützen, denn sie werden ihr Geld dereinst trotzdem aus der Konkursmasse holen – und entsprechend lange auf einen Teil ihrer Forderungen warten müssen. Der Regulator müsste auch bei anderen Quellen kurzfristiger Bankenfinanzierungen viel vehementer auftreten.

„Douglas Diamond von der Universität Chicago gehört zu den einflussreichsten Analytikern von Finanzkrisen. Er hat kürzlich treffend bemerkt, dass Finanzkrisen überall und immer durch Probleme mit kurzfristigen Schulden von Banken ausgelöst wurden. Und das war … auch 2007 der Fall; will man die Ursachen einer Finanzkrise finden, so muss man bei den kurzfristigen Bankschulden suchen.“ (Aymo Brunetti: Der Sturm, Das Magazin, Tagesanzeiger 31/32 2017).

„Die Flüssigkeit der Anlagen, die Liquidität, ist im Bankwesen das wichtigste. Kurzfristig kündbare Depositen dürfen nur kurzfristig angelegt werden.“ (HS S. 56).

Hätte die Bankenwelt diesem Grundsatz gehuldigt, wäre uns die Finanzkrise erspart geblieben, wie die meisten früheren Krisen auch. Leider können wir kaum davon ausgehen, dass dieser offensichtliche Fehler in der Überwachung der Banken nunmehr behoben ist. So wird denn die nächste Krise auf uns warten und möglicherweise noch härter zuschlagen als die letzte.

Alsdann ist nur zu hoffen, dass unsere Sichtgelder aus den Bankbilanzen entfernt sind (die Vollgeldinitiative also angenommen und realisiert ist), wir mit unserem hart verdienten Geld nicht auch noch unsere Banken sanieren müssen und uns darauf verlassen können, dass die Geldmenge und der Zahlungsverkehr nicht negativ tangiert werden.

Trilogie des Fiatgeldes (I): Die Magie des gesetzlichen Zahlungsmittels

Trilogie des Fiatgeldes (II): Das fraktionelle Reservesystem, die Mutter aller Finanzkrisen und die Quelle der Ohnmacht der Notenbanken

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157 Kommentare zu “Trilogie des Fiatgeldes (III): Vollgeld ist reines Staatsgeld und somit längst erprobt

  1. Guten Morgen Herr Rudolf Müller,

    Sie schreiben Zitat:
    „Es werden zwar 300 Mrd. CHF Schulden aus dem Finanz- und Wirtschaftssystem entfernt, dafür werden aber 300 Mrd. CHF an Vollgeld zur Verfügung gestellt.“
    Zitat Ende.

    Mit diesem Satz sind wir im KERN der Diskussion angelangt.

    Juristisch wäre das was die Vollgeld-Initiative vorschlägt sehr gut möglich. Ob geldpolitisch erwünscht, kann sich jeder selbst vorstellen. Bei einer Annahme der Initiative würden nahezu 40 Prozent der potentiellen Refinanzierungsmittel wegfallen und die von der Initiative vorgeschlagene „Brücken“ Refinanzierung über einen erleichterten Zugang zu Darlehen bei der SNB würde irgendwann auslaufen….wenn Sie so wollen ist Vollgeld in dieser Hinsicht ein «Game Changer» da er wie ein „Eisbrecher“ feudalen Privilegien auf den Leim geht. Und diese Aussage soll nicht als Banken und Kapitalismuskritik interpretiert werden, da es dabei nicht um Feindbilder geht, sondern um die Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Banken und Nicht-Banken.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

    • @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      In Ihrem Kommentar sprechen Sie davon, dass 40 % der potentiellen Refinanzierungsmittel bei Annahme der Initiative wegfallen würden. Was kann ich mir unter diesen 40 % vorstellen?

      Den Satzteil:
      ~~~~~~~
      …wenn Sie so wollen ist Vollgeld in dieser Hinsicht ein «Game Changer» da er wie ein „Eisbrecher“ feudalen Privilegien auf den Leim geht.
      ~~~~~~~
      verstehe ich nicht.

      LG
      Rudolf Müller

  2. Wenn ich mich richtig an den Geschichtsunterricht erinnere, wollte Lincoln die Einheit der Union. (Sklaverei war für ein kein Thema.) Für den Gedanken Einheit der Union gab es einen Krieg, bei dem es sehr viele Tote gab wegen einer Neuerung, den automatischen Waffen. Auch versuchten die Kriegsparteien, einander die Lebensgrundlage zu entziehen. So wurden Zuggleise um Bäume gebogen und Felder abgebrannt. Dies alles war nicht produktiv. Der Krieg verschwendet nur Ressourcen, und am Ende ist weniger übrig als vor dem Benutzen der Ressourcen. Es gibt zerstörtes Material, viele Tote und Invalide.

    Vielleicht ist es ja gut, dass der Staat nicht einfach Geld drucken kann, um die ganzen Kräfte in den Unsinn Krieg zu stecken? Vielleicht sollte es ja teuer sein? Und wohl in jedem Krieg leitet der Staat alle / einen Grossteil der Kräfte auf die eine oder andere Art in den Krieg um. Er könnte z.B. auch Maschinen und Fabriken einziehen statt mit Geld zu bezahlen.

    Bei Vollgeld würde anscheinend einfach Geld dupliziert und vom Staat ausgegeben. Er wird dies wohl in (steuerliche) Vorteile für die Reichen / reichen Firmen stecken, da dies seit Jahren seine Gewohnheit ist. Bezahlen müssten es schätzungsweise die Banken und ihre Kunden, auch die einfachen Leute unter den Kunden. Oder mache ich einen Denkfehler?

    Wie wäre es mit einer 100%-Reserve für die ersten 70000 Fr. Kontoguthaben und dem Verbot an die Banken, diese ersten 70000 Fr. mit Gebühren oder anderswie schlechter zu behandeln als das darüber liegende Guthaben?

    • Einige Gedanken zu Ihrem letzten Satz.
      ~~~~~~~~
      „Wie wäre es mit einer 100%-Reserve für die ersten 70000 Fr. Kontoguthaben und dem Verbot an die Banken, diese ersten 70000 Fr. mit Gebühren oder anderswie schlechter zu behandeln als das darüber liegende Guthaben?“
      ~~~~~~~~
      Solange die Bankguthaben Bestandteil der Bankbilanz sind, sprich Schulden der Bank darstellen, ist eine Entkoppelung m. E. kaum möglich. Es ist ja nicht so, dass einer Position auf der Passivseite der Bilanz ein Vermögenswert auf der Aktivseite fest zugeordnet wäre. Den Sichtguthaben der Bankkunden sind ja nicht fest Sichtguthaben der Bank bei der Zentralbank zugeordnet. Auch wenn durch 100 % Geld zahlenmäßig diese beiden Positionen gleiche Beträge ausweisen müssten, wäre dieses Konstrukt doch schon hinfällig, wenn die Bank aufgrund von Spekulatio9nsverlusten so große Abschreibungen vornehmen müsste, dass sie zahlungsunfähig würde. Dann ist das Bankguthaben der Kunden nur noch vom Liquidationsergebnis gedeckt, also keinesfalls mehr zu 100 %.

      Die Kundengelder müssten also außerhalb der Bankbilanz geführt werden, womit wir wieder bei der Idee von Vollgeld wären. Denkbar wären vielleicht auch zwei getrennte Bilanzen der Banken. Eine für die Sichtguthaben mit gleichgewichteten Sichtguthaben der Bank bei der Zentralbank und eine für die sonstigen Geschäfte der Geschäftsbank. Heute müssen gemäß Basel III (Liquidity Coverage Ratio (LCR) die Geschäftsbanken nur 5 % der Kundensichtguthaben durch hochliquide Mittel abdecken.

      Der Unterschied von getrennten Bilanzen zum Vollgeld wäre jedoch nur sehr gering.

      Eine sehr gute Quelle mit tiefergehenden Informationen zu 100% Geld und Vollgeld bietet die Seite der Piraten unter Vollgeldreform, auch wenn diese leider nie ganz fertiggestellt wurde. Vielen Dank an den Verfasser Keox.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Roger
      Im Prinzip ist das keine schlechte Idee. Diskutiert wurde schon ein effektiver Pflichtfonds bei der Nationalbank für alle Kundenguthaben bis CHF 100k, anstatt der Einlagensicherung, die maximal CHF 6000 mio deckt. Dafür könnte der Pflichtfonds zu 100% für die Liquiditätsdeckungsmodelle und Mindestreserven verwendet werden. Es gibt sehr viele Ideen zur Sicherung von Kundenvermögen, dabei muss man aber immer auch die wirtschaftlichen Vorgänge berücksichtigen. Das Vollgeld ist leider keine sehr erfolgsversprechende Einrichtung. Die vielfältigen negativen Effekte, wie z.B. höhere Gebühren, höhere Volatilität oder eine CHF Kreditklemme, überwiegen voraussehbar den einzigen Nutzen von Vollgeld, den angestrebten Ausschluss von Gegenparteirisiken.

  3. Guten Morgen Herr Rudolf Müller,

    Diese Äusserungen von Politiker reihen sich ein in ein systematisch mit grossem publizistischem Aufwand betriebenes Bemühen, dass Vertrauen der Bevölkerung in die Umlagefinanzierung zu zerstören. Es ist ein gezieltes Vorgehen. Ich habe auch in diesem Blog den Halbsatz: „Faschistoide Züge“ benutzt. Nehmen Sie den von der Finanzindustrie immer wieder benutzten Vorwand wir werden ALLE Älter. Mit dem Altenquotienten wird die Anzahl der Menschen, die älter als 65 sind, ins Verhältnis gesetzt zu den Menschen im Arbeitsalter von 20 bis 65 Jahren. Für dieses Verhältnis wird prognostiziert, dass es von heute etwa drei zu eins auf 1,5 zu eins im Jahr 2040 sinken wird. Damit wird suggeriert, dass ein Erwerbstätiger die Rente für 1,5 Rentner aufbringen muss. Aus den demografischen Veränderungen soll und wird ein Sachzwang konstruiert werden, der als einzig vernünftige Lösung die Umstellung auf eine Kapital gedeckte Rente zulässt. Das von der Finanzindustrie inszenierte Krisenszenario beruht auf falschen Prämissen. Das Verhältnis von Jungen zu Rentnern hat für die Frage, wie die Renten finanziert werden können und wie hoch diese sein sollen, keinerlei Bedeutung. Einzig entscheidend ist, wie viele Menschen an der wirtschaftlichen Wertschöpfung beteiligt werden und wie die Wertschöpfung auf die Beteiligten verteilt wird. Bei der Rentendebatte geht es im Kern um Verteilungsgerechtigkeit, nicht um demografische Probleme.

    In Deutschland wurden Selbstständige, Beamte und höhere Angestellte von der solidarischen Pflichtversicherung ausgenommen. Nur bis zur Höhe der staatlich festgesetzten Bemessungsgrenze sind Arbeitnehmer verpflichtet, in die Solidargemeinschaft einzuzahlen. Nehmen Sie es nicht persönlich: ich beobachte eine „Verblödung“ der Massen in Deutschland die vielleicht nur noch von der amerikanischen Gesellschaft übertroffen wird. Es ist eine subtile psychologische „Deformation“ die sich in Jahrzehnten aufgebaut wurde. Die Probleme der solidarisch über Umlage finanzierten Rente resultieren aus schwindenden Einnahmen, nicht aus grosszügigen Steigerungen der Renten. Je höher die Quote an Arbeitslosen und Geringverdienern ist, desto geringer ist das Beitragsaufkommen. Der Effekt steigender Arbeitslosenzahlen wird verstärkt durch geringe Lohnsteigerungen und Arbeitszeitverlängerungen ohne Lohnausgleich. 23.4% der deutschen Arbeitnehmer sind im Niedriglohnsektor beschäftigt – Quelle: Bfs – Wiesbaden 2018.

    Die deutsche Rentenversicherung hat zwei Weltkriege und eine Hyperinflation unbeschadet überstanden. Wie wäre es beim Kapitaldeckungsverfahren gewesen (2. und 3. Säule) gewesen?

    Rentenversicherung in Zeitreihen: gehen Sie 20 Jahre zurück und bis heute. Da werden Sie feststellen, dass meine Zeilen eine wissenschaftliche Berechtigung haben und kein Hirngespinnst sein können.

    Es gibt wirtschafts-politische Kräfte in der Schweiz die solche Verhältnissen bei uns herbeiführen wollen und zwar auch in dem sie die Verfassung brechen. Siehe: die-geldmaschine-namens-zweite-saeule-intransparent-betruegerisch-schaedlich/.

    In der Schweiz sind wir Bürger/innen der „Chef“ und dieses Vorhaben wird deshalb scheitern! Es gibt bereits mehrere Überlegungen wie man innerhalb einer Generation der Systemwechsel vom 3-Säulen-Modell hin zur AHV-Volkspension zu bewerkstelligen sein könnte. Wir sind uns einig: es handelt sich lediglich um ein politisches Problem. Ein Platzen der Immobilien Blase, (entgegen den monatlichen Beteuerungen von UBS &. Co), die Situation würde sich normalisieren, würde die Sache um ein Vielfaches beschleunigen.

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/07_aktuelle_daten.html

    https://insideparadeplatz.ch/2018/01/16/die-geldmaschine-namens-zweite-saeule-intransparent-betruegerisch-schaedlich/

    Sie grüssend

  4. @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

    Sie führen aus:
    ~~~~~~~~
    Zu Vollgeld habe ich mich auch geäussert und ich teile Ihre Ausführungen nicht.
    ~~~~~~~~

    Können Sie etwas ausführlicher benennen, welche Ausführungen genau Sie nicht teilen?

    Allgemein:
    Wenn ich einen Satz mit einem Fragezeichen beende, dann habe ich den Inhalt auch als Frage gedacht und nicht als Feststellung.

    So behaupteten Sie zum Beispiel, dass ich Herrn Marc Meyer als Troll bezeichnet habe. Dabei habe ich lediglich auf einen Kommentar von Herrn Pfluger hin die FRAGE gestellt:

    Ist Herr Dr. Marc Meyer ein Troll?
    Dies mit einem Hinweis auf die Wikipedia-Definition von „Troll“.
    „Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielt.“

    Herr Meyer hat hier eine eigene Definition.

    „Ein Troll ist ein anonymer Diskussionsteilnehmer, der sein Pseudonym ständig wechselt und die Diskussion torpediert mit beleidigenden Angriffen auf die Person.“

    Wenn ich also unterschiedliche Definitionen darstelle, so habe ich damit noch nichts behauptet. Der geneigte Leser möge jeweils selbst entscheiden, welche Schlüsse er daraus zieht.

    Wenn ich im Zusammenhang mit der Vollgeldinitiative die Feststellung der Initiative wiederhole:
    „Die Vollgeldinitiative möchte nun 300 Mrd CHF an Schulden aus dem Finanz- und Wirtschaftskreislauf entfernen. Wie dies technisch geschehen soll beschreibt die Initiative.“

    und anschließend die Frage stelle,

    „Praktisch aber sucht dann Kapital in Höhe von 300 Mrd CHF neue Anlagemöglichkeiten?“

    so ist der letzte Satz auch als Frage gedacht.

    LG
    Rudolf Müller

    • Sehr geehrter Herr Rudolf Müller,

      Sie haben Recht. Ich habe geschrieben: „Herr Pfluger vermutet das Sie (Herr Dr. Marc Meyer) ein Troll sind. Auch Herr Rudolf Müller hat diese Vermutung offen ausgesprochen“.

      Anstelle Sie zu zitieren, habe ich lediglich den Link worin Ihre FRAGE steht hineinkopiert. Ihre ist selbstverständlich keine Vermutung, sondern eine Frage. Bitte meine unpräzisen Angaben zu entschuldigen.

      Zu Vollgeld:

      Sie schreiben Zitat:

      „Vollgeld – Giralgeld
      Sollten nicht zuerst die Vor- und Nachteile umfassend dargestellt werden, bevor die Frage nach einer Änderung des bestehenden Systems beantwortet wird? Nur weil ein bestehendes System nicht optimal ist, muss es noch nicht gleich mit enormem Aufwand ausgewechselt werden.“

      Quelle:https://insideparadeplatz.ch/videos/wer-das-geld-fuer-die-schweiz-erschaffen-kann-der-hat-die-macht-das-wollen-die-banken-nicht-hergeben/#comment-201835

      Vollgeld und Kapitalströme:

      Vollgeld fliesst von der SNB an den Staatshaushalt, von dort an das Publikum auf Vollgeldkonten, und von diesem zu den Geschäftsbanken. Überweisungen würden direkt von Vollgeld-Konto zu Vollgeld-Konto durchgeführt, ausserhalb der Bankbilanzen und ohne Reserven.

      Wer sein Geld in einem Vollgeldsystem zinstragend anlegen möchte, kann es den Banken auf Spar- oder Anlagekonten als Darlehen für deren Kredit- und Investmentgeschäft zur Verfügung stellen. Das eingegangene Risiko werden die Banken den Sparern im marktwirtschaftlichen Wettbewerb jedoch transparenter als bisher darlegen und fair abgelten müssen, eben weil die Kunden eine Alternative erhalten. Das fördert ein sorgfältiges und solides Geschäftsgebaren der Banken. Die Vergabe von Krediten und Annahme von Spareinlagen bleibt auch mit der Vollgeldreform das Kerngeschäft der Banken. Nur die Geldschöpfung wird der SNB übertragen. Neue Kredite können Banken finanzieren aus den Tilgungen alter Kredite, Kundeneinlagen in Sparkonten, Verkauf von Bankanleihen, aus dem Interbanken- und Geldmarkt und durch Kredite bei der SNB. Es gibt also ausreichend Möglichkeiten. Um Spargelder anzulocken, werden die Banken wie bisher Zinsen bezahlen.

      Bei der Umstellung zu Vollgeld kann sich die SNB langsam an die zu schaffende Vollgeldmenge herantasten, indem sie anfangs nur sehr wenig Vollgeld schuldfrei in Umlauf bringt und einen grösseren Teil der benötigten Geldmenge via Darlehen an die Banken bereitstellt. Schrittweise nimmt sie dann diese Darlehen wieder zurück und wandelt diese Geldsummen in schuldfrei in Verkehr zu bringendes Vollgeld um. Somit ist das schuldfrei geschaffene Vollgeld derjenige Teil der Geldmenge, der nach Ermessen der SNB auf alle Fälle stets vorhanden sein muss. Die via Darlehen an Banken geschaffene Geldmenge bildet die Manövriemasse, welche von der SNB rasch reduziert oder erweitert werden kann. Das Vollgeld-Konzept ist für die SNB ein exzellentes Instrument, ganz direkt und zeitnah die Geldmenge verzögerungsfrei steuern zu können. Jede Zentralbank würde sich die Finger lecken, hätte sie dieses Instrument! Vollgeld gibt es ihr in die Hand.

      Herr Rudolf Müller natürlich geht die Umstellung vom privaten Giral- zum gesetzlichen Vollgeld in mehreren Phasen vor sich. Auch ist Vollgeld noch nicht ausreichend. Wird Vollgeld am Interbankenmarkt infolge einer sich aufbauenden Spekulationsblase
      teuer und bedingt die SNB die Refinanzierung an die Vergabe realer Kredite, könnten Banken ihr knappes Vollgeld lieber für Spekulationsgeschäfte verwenden als für die Kreditvergabe. Deshalb braucht es Hand in Hand mit einer Vollgeldreform nicht nur ein generelles Verbot von Finanzkrediten, sondern auch ein Trennbankensystem.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      Vielen Dank für Ihre detaillierte Antwort zu meinem Kommentar vom 10. Mai 2018 / 09:20. Entschuldigung ist natürlich angenommen.

      In meinem Kommentar vom 11. April 2018 / 08:10 schrieb ich:
      „Vollgeld – Giralgeld
      Sollten nicht zuerst die Vor- und Nachteile umfassend dargestellt werden, bevor die Frage nach einer Änderung des bestehenden Systems beantwortet wird? Nur weil ein bestehendes System nicht optimal ist, muss es noch nicht gleich mit enormem Aufwand ausgewechselt werden.“

      Herr Michael Schwyzer schrieb daraufhin am 12. April 2018 / 10:56 , dass es sehr viele Pro-Argumente für Vollgeld gäbe, welche um einiges besser als die Contra-Argumente wären. Weiter:
      “ Sie können von niemandem verlangen, dass man Ihnen alles persönlich erklärt.“
      Nachfolgend führt er dann die Quellen:
      Erläuterung Kernbotschaften und
      Billanzierung von Vollgeld
      auf. Da ich mit pauschalen Bewertungen wenig anfangen kann, habe ich mir die genannten Quellen durchgelesen. Auf viele meiner kritischen Fragen zum Vollgeld fand ich dort sachlich fundierte Antworten, andere blieben aber noch offen. Insgesamt gesehen aber hat die Initiative mich überzeugt.

      Besonders interessierte mich der Abschnitt:
      Ja zur schrittweisen Entschuldung der Gesellschaft
      Ein Ausschnitt:
      „All das Geld, das wir benützen ist in Wirklichkeit eine Kreditforderung, doch das steht nicht auf den Banknoten und Kontoauszügen. Wir meinen, dass das Geld für sich da sei, doch das ist falsch! Jedem Guthaben steht ein Schuldner gegenüber.“

      Meine gestellte Frage:
      „Praktisch aber sucht dann Kapital in Höhe von 300 Mrd CHF neue Anlagemöglichkeiten?“
      hat sich erledigt. Es werden zwar 300 Mrd. CHF Schulden aus dem Finanz- und Wirtschaftssystem entfernt, dafür werden aber 300 Mrd. CHF an Vollgeld zur Verfügung gestellt.

      LG
      Rudolf Müller

  5. Gutem Morgen Herr Rudolf Müller,

    der Groschen ist bei mir gefallen als ich die Texte von Michael Stöcker gelesen habe. Das ineinanderfliessen von und Trennung zwischen der juristischen Erfüllung einer Schuld und der ökonomischen Erfüllung ist massgebend.

    Das Sichtguthaben auf dem Girokonto der Bank bei der SNB bedeutet, dass die SNB auf Anforderung der Bank jederzeit Banknoten und Münzen liefern muss, nicht jedoch Goldbarren oder Immobilien oder Aktien.!

    Das reicht natürlich um die Tragweite der Auswirkungen dieser Aussage zu verstehen. Ein Beispiel aus dem täglichen Leben:

    Wenn ich heute in der Coop meine Lebensmittel besorge und an der Kasse dann mit der Bankomat-Karte zahle, so wird mir deutlich bewusst, dass ich dabei nichts tausche. Es wird allein von meinem Gehaltskonto bei meiner Geschäftsbank der bezahlte Betrag abgebucht und dieser dem Konto des Supermarktes bei seiner Bank zugebucht. Dabei liegt auf meinem Konto keine bestimmte Summe Geldes in verschiedenen Banknoten. Ich habe lediglich eine Forderung in besagter Höhe gegen die Bank, festgehalten auf meinem Konto bei der Bank, der buchhalterisch eine gleich grosse Verbindlichkeit der Bank mir gegenüber gegenübersteht. Beim Bezahlen reduziert sich meine Forderung gegen die Bank, so auch deren Verbindlichkeit mir gegenüber, nicht aber die Gesamtverbindlichkeit der Bank bzw. des Bankensystems. Es wird nur ein Teil der ursprünglichen Verbindlichkeit mir gegenüber in eine Verbindlichkeit gegen den Supermarkt übertragen.

    Wenn ich nicht in der Lage sind, zu abstrahieren und nur von aussen auf einen Kunden in der Coop schaue, dann sehe ich, dass der Kunde Geldscheine gibt und im Gegenzug die Milch und das Brot mitnimmt. Das sieht dann für mich nach TAUSCHEN aus. Der Kunde hat seine Geldscheine gegen die Milch und das Brot GETAUSCHT.

    Wenn irgendwo bei einer Veräusserung einer Sache Geld im Spiel ist, haben wir es mit einem Kauf und nicht mit einem Tausch zu tun. Das ist seit der Aufhebung des Goldstandard so und Herr Dr. Marc Meyer streitet dies vehement ab gestützt auf die doppelte Buchhaltung.

    Das Kapitaldeckungsverfahren (2. Säule) ist eine Fehlkonstruktion die für viele Verwerfungen verantwortlich ist in der Schweiz (ich habe darüber dutzende von Kommentare auf Insideparadeplatz geschrieben). Die SNB hat mit Einführung des Mindestkurses sowohl Ihre Unabhängigkeit als auch ihre Glaubwürdigkeit verloren. Ich erachte überdies die Ernennung von Jordan und Hildebrandt als einen Angriff auf die Fundamente der demokratischen Prinzipien der Schweiz. Herr Dr. Marc Meyer hat darüber (kann diesen Artikel nicht mehr finden) einen fulminanten Artikel geschrieben. Da können Sie die Urheber erkennen.

    Zu Vollgeld habe ich mich auch geäussert und ich teile Ihre Ausführungen nicht.

    Sie grüssend

    • Ich möchte zu einem Aspekt im Beitrag auf etwas wichtiges Hinweisen.

      Die Gedankengänge sind wichtig auf dem Weg zum ganzen Verständnis. Dabei ist es gut wenn man als ersten Schritt feststellt, dass einfach Beträge von einem Konto auf ein anderes verschoben werden.

      Aber:
      Sie haben keine Forderung gegenüber der Bank.
      Sie sind nur Verfügungsberechtigter über das Konto.
      Das Konto gehört rechtlich gesehen nicht Ihnen sondern demjenigen welchem die Ihre Person gehört.

      Davon abgesehen ist aber Ihr folgender Satz sehr richtig und wichtiger als man denkt:

      „Beim Bezahlen reduziert sich meine Forderung gegen die Bank, so auch deren Verbindlichkeit mir gegenüber, nicht aber die Gesamtverbindlichkeit der Bank bzw. des Bankensystems.“

      Das heisst: es findet keine echte Bezahlung (Aufhebung/Rückzahlung der Schuld) statt sondern nur Kontoausgleiche!

      Sprich: Die Gesellschaft als Ganzes muss immer noch im gleichen Umfang Leistungen in Zukunft erbringen wie vor der Transaktion und steht daher „in der Schuld“ und ist so auf einer anderen Ebene gebunden.

    • Sehr geehrter Herr Keller,

      BINGO! Es gehört nicht viel Fantasie dazu, um sich vorzustellen, wie mit diesem von privaten Geschäftsbanken selbst hergestellten Geld
      demokratische Prozesse unterwandert werden können.

      JA ZU VOLLGELD

      Sie grüssend

  6. Die Ausdauer von Herrn Günter, Herrn Meyer doch noch die allgemein gültigen Abhängigkeiten von Zentralbankgeld zugängig zu machen, bewundere ich. Gleichzeitig befürchte ich jedoch, dass auch Herr Günter bei Herrn Meyer keinen Erfolg haben wird. Herr Meyer ist halt davon überzeugt, dass die SNB der Geschäftsbank bei Vorlage einer Banknote durch die Geschäftsbank irgend einen werthaltigen Gegenstand wie Gold, eine Aktie oder aber Euros und US$ verkaufen MÜSSTE.

    Mit einer zinslosen, dauerhaften Anleihe der Geschäftsbank an die SNB hatte ich versucht, das besondere Verhältnis zwischen Geschäftsbank und Zentralbank zu erklären. Verkauft die Geschäftsbank eine Aktie an die Zentralbank, so erhält sie ein zinsloses dauerhaftes Schuldversprechen der Zentralbank, welches sie jedoch NIE einfordern kann. Nur die Zentralbank selbst kann, wenn sie will, dieses Schuldversprechen auflösen, indem sie der Geschäftsbank z.B. die Aktie zurückverkauft, und dafür ihre eigenen Schuldversprechen als Zahlung wieder herein nimmt.

    „Arbeitgeber (AHV-Rentner)“ hat das Problem von Herrn Meyer in einem Kommentar recht gut analysiert in dem er zwischen der juristischen Erfüllung einer Schuld und der ökonomischen Erfüllung unterscheidet.
    Die Zentralbank ist ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem Ankauf einer Aktie von einer Bank juristisch nachgekommen, wenn sie der Geschäftsbank Zentralbank-Sichtguthaben in Höhe des Kaufpreises gutschreibt.

    Nun kommt jedoch das ökonomische „Unwohlsein“. Die Zentralbank hat etwas gekauft und nur mit einem eigenen Schuldschein bezahlt? Wirtschaftlich gesehen ist dieser Kauf doch erst abgeschlossen, wenn auch die Zentralbank eine Leistung erbracht hat, also etwas werthaltiges geliefert hat? Sie muss doch eine Aktie, Gold oder andere Werte veräußern um ihre Schulden zu bedienen. Meiner Meinung nach hat sich Herr Meyer auf diesen ökonomischen Aspekt versteift und ist blind für die juristische Seite.

    Auch hunderte von Kommentaren konnten ihn bisher nicht davon überzeugen, dass er mit seiner einseitigen ökonomischen Sichtweise wichtige juristische Tatsachen einfach ignoriert. Also lassen wir ihn bei seinem ökonomischen Tunnelblick.

    Leider geht m. E. bei den Diskussionen um solche Nebensächlichkeiten der Blick für wesentliche Probleme im Zusammenhang mit der SNB und der schweizer Versicherungswirtschaft verloren. Mir stellen sich folgende Fragen:

    • Ist es Aufgabe der SNB auf internationaler Ebene als Player im Aktienmarkt aufzutreten?
    • Wenn auch andere Zentralbanken diesen Geschäftsbereich zur Generierung von außergewöhnlichen Gewinnen entdecken, können doch die anderen Player am Aktienmarkt einpacken, da diesen keine „unerschöpflichen Geldquellen“ zur Verfügung stehen?
    • Welche Risiken gehen von diesen, für eine Zentralbank untypischen Geschäftsfeldern, für die SNB mit einer Bilanz von 700 Mrd CHF aus?
    • Kritisch sehe ich auch die Vermögensanhäufung bei den schweizer Pensionskassen. Das Drei-Säulen-System wird auch von uns Deutschen vielfach als die Lösung der Rentenprobleme schlechthin angesehen. Wer aber soll die Rendite für deren Vermögen in Höhe von 900 Mrd CHF erwirtschaften? (In Deutschland bisher etwa 180 Mrd €)
    • Der Zweck der m. E. künstlichen schweizer Verschuldung von Eigenheimbesitzern bleibt mir noch ein Rätsel. Auch hier stehen enormen Verschuldungen rentitesuchende Kapitalanleger gegenüber, teilweise wohl in der gleichen Person?
    • Die Vollgeldinitiative möchte nun 300 Mrd CHF an Schulden aus dem Finanz- und Wirtschaftskreislauf entfernen. Wie dies technisch geschehen soll beschreibt die Initiative. Praktisch aber sucht dann Kapital in Höhe von 300 Mrd CHF neue Anlagemöglichkeiten?

    Da Renditen letztendlich doch in der realen Wirtschaft geschaffen werden müssen, stranguliert eine überbordende Kapitalansammlung in immer weniger Händen den Wohlstand von breiten Massen der Bevölkerung.
    Meine kritischen Anmerkungen zu ursächlich schweizer Fragen möge man mir nicht als Einmischung oder Besserwisserei ankreiden sondern darin nur Fragen eines Außenstehenden in Bezug auf das schweizer Banken- und Versicherungssystem sehen. Ein Blick über den Gartenzaum ist auch für uns Deutsche sehr informativ und lehrreich.

    LG
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Guten Morgen

      Wie gesagt: Es ist dies nicht mein Beitrag, sondern jenetör von Herrn Zenger und ich möchte die Diskussion nicht monopolisieren.

      Zudem habe ich nicht die Zeit, alles x-mal zu erklären. Ich denke, ich habe es genügend oft erklärt.

      Bezüglich Ihrer juristischen Argumentation verweise ich auf meinen offenen Brief an SNB Chef Prof. Dr. Jordan bei meinem Beitrag „SNB Jordan verkündet Kommunistisches und lädt zum Gratisbuffet“,

      Leider hat mir Herr Jordan immer noch nicht geantwortet.

      Wenn Sie diesen Brief lesen, so fällt vielleicht auch bei Ihnen der Groschen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Rudolf Müller,

      In Deutschland hat man in den letzten nahezu 30 Jahren die Umlagefinanzierte Rente kaputt gemacht. Es war politisch gewollt und von den Menschen hingenommen. Übrigens: etwas was man auch hierzulande seit 10 Jahren mit der AHV beobachten kann.

      Ich habe mit einer Studiengruppe aus Deutschland und der Schweiz die absichtliche Zerstörung der Umlagefinanzierte Rente in Deutschland – zu Gunsten von Kapital gedeckte Rente – exakt unter die Lupe genommen. 1978 wurde in West-Deutschland mit dem 21. Rentenanpassungsgesetz die Rentenanpassung erstmalig von der Bruttolohnentwicklung abgekoppelt. Abweichend von der Lohnentwicklung wurden die Renten 1979 nur um 4,5 Prozent sowie 1980 und 1981 nur um je 4 Prozent erhöht. Mit der (Rentenreform 1992) wurde die Rentenanpassung dann auf die Entwicklung der Nettolöhne bezogen. 1998 beschloss die rot-grüne Bundesregierung, die Nettolohnanpassung für die Jahre 2000 und 2001 auszusetzen und die Renten nur noch entsprechend der allgemeinen Preissteigerungsrate zu erhöhen. 2001 beschloss der Bundestag den Aufbau einer Kapital gedeckten, freiwilligen privaten Zusatzrente für Arbeitnehmer, die vom Staat gefördert wird (Riester Rente). 2005 wurde für die Zielgruppe der Selbstständigen mit einer relativ hohen Steuerbelastung eine weitere staatlich subventionierte, Kapital gedeckte Zusatzrente eingeführt (Rürup-Ren­te). Im März 2007 setzte der Bundestag mit den Stimmen der grossen Koalition die Heraufsetzung der Altersgrenzen bei der Rente von 65 auf 67 Jahre fest.

      Fazit: Wie kaum ein anderes Land auf der Welt hat Deutschland die Finanzierung des Wohlfahrtsstaates an den Faktor Arbeit gekoppelt. Verlierer sind die abhängig Beschäftigten, sie müssen das Sozialsystem finanzieren. Gutverdienende Bevölkerungsgruppen, Unternehmen und Bezieher von Kapitaleinkommen sind vom Solidarprinzip weitgehend ausgenommen. Die Lasten werden auf immer weniger abhängig Beschäftigte verteilt. Begriffe wie „Alterslast, „Rentnerberg“ oder „Rentnerschwemme“ werden propagiert. Es werden „Altenquotienten“ generiert, um die Dramatik der Entwicklung „wissenschaftlich“ zu untermauern.

      Wenn es in Deutschland der Finanzwirtschaft gelingt, nur zehn Prozent der Beiträge für die Rentenversicherung in Pensionskassen wie sie in der Schweiz existieren, umzuleiten, so entspräche dieses einem Kapitalzufluss von mehr als 23 Mrd. Euro pro Jahr. Die Verwaltung dieser Summe garantiert Honorare in Milliardenhöhe für die damit beglückten PK-Manager und Andere Parasiten. Mit der Riesterente und der Rürup-Ren­te ist ein viel versprechender Anfang gemacht. Mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr stellt der deutsche Staat hierfür zur Verfügung – finanziert von den abhängig Beschäftigten, auf deren Schultern die Hauptlast des Steueraufkommens liegt.

      Man kann nicht genug davor warnen, dass Deutschland die Schweizer Art der Altersvorsorge übernimmt. Soweit ich diese Diskussion von aussen verfolgen kann, ist man sich in Deutschland der Schwächen des Schweizer Modell nicht bewusst.

      Hier in der Schweiz tickt die BOMBE 2. Säule. Es wird zu sozialpolitischen enormen Verwerfungen führen.

      Sie grüssend

    • @ Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      Ihnen vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht über die Deutsche Rentenversicherung. Ihrer Meinung zu Rührup/Riester kann ich mich nur anschließen. Andrea Nahles, SPD-Vorsitzende, ist leider auch eine Verfechterin des 3-Säulen Systems, in welchem ich wie auch Sie nur Nachteile erkennen kann. Gegenüber Verwaltungskosten unter 2 % bei der Gesetzlichen Rentenversicherung bezahlen Rister-Sparer zwischen 15 und 20 %. Hinzu kommen noch über die von Ihnen erwähnten Staatszuschüsse weitere Kosten auf den arbeitenden Steuerzahler zu.

      LG
      Rudolf Müller

    • Guten Tag, Herr Müller

      Im Prinzip gibt es mit der juristischen, der politischen, der volkswirtschaftlichen und der betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise, vier essentielle Sichtweisen zur Funktion der Nationalbank. Juristisch interessiert hauptsächlich das Girokonto als gesetzliches Zahlungsmittel, politisch die Unabhängigkeit und Gewinnausschüttung, volkswirtschaftlich Preisstabilität und Geldmenge und betriebswirtschaftlich die Bewirtschaftung der Aktiven.

      Herr Meyer glaubt mit der bilanztechnischen Betrachtungsweise ein fünftes Gebiet gefunden zu haben. Er erklärt sämtliche Funktionen der Nationalbank über die Bilanz und blendet dabei völlig aus, dass die Bilanz reale Sachverhalte möglichst anschaulich darstellen soll, aber tatsächlich auch nur ein Modell ist. Ob IFRS, US GAAP, Swiss GAAP, u.s.w., diese Modelle werden laufend angepasst. Für Meyer ist es hingegen ein Naturgesetz.

      Versuchen wir auf einer Landkarte die kürzeste Strecke zwischen Zürich und New York zu ermitteln, erhalten wir ein anderes Resultat, wenn wir die gleiche Aufgabe über einen Globus lösen. Die Landkarte ist nur ein Modell, welches zur Navigation im kleinen Raum durchaus brauchbare Ergebnisse liefert, auf globaler Basis funktioniert es nicht.

      Für Herr Meyer ist die Welt immer noch eine Scheibe, darum werden seine Ideen immer auf Widerstand stossen. Ihm fehlt die globale Sicht.

      Auch die Initianten der Vollgeld-Initiative interessieren sich eher weniger für die Funktionen der Nationalbank. Für sie steht der Ausschluss von Gegenparteirisiken im Vordergrund, was schlussendlich nichts anderes ist, als eine Besitzstandswahrung auf Kosten der Arbeitstätigen. Mit einer hypothetischen Seignorage soll das Stimmvolk geködert werden. Ökonomisch macht das nicht wirklich Sinn. Wäre dieses Gegenparteirisiko der Banken tatsächlich so gewichtig, sollte man eigentlich erwarten, dass alle aus dem Schweizer Franken flüchteten und in alternative Anlagen investierten. Wie wir alle wissen, ist das Gegenteil der Fall. Darum musste ja die Nationalbank im Endeffekt mit Massnahmen zur Preisstabilität eingreifen.

      Beste Grüsse

  7. Guten Morgen Herr Dr. Marc Meyer,

    Die Zahlen auf dem SNB-Konto der Bank sind keine Banknoten und keine Münzen, sie bedeuten lediglich, dass die SNB jederzeit auf Anforderung der Bank Banknoten und/oder Münzen liefern muss. Insofern kann man sagen, dass das Sichtguthaben auf dem SNB-Konto eine Forderung auf Geld darstellt. Dies könnte dazu führen – Äpfel mit Birnen zu verwechseln.

    Begründung und Beweis:

    Die SNB wird niemals sagen müssen: „Tut mir leid, ich habe nicht genügend Banknoten und kann sie Dir nicht liefern“.

    Bei den Privaten Geschäftsbanken ist das völlig anders. Sie können keine Banknoten herstellen, sie dürfen es nicht. Sie müssen sich die Banknoten leihen und wenn sie nicht genügend Sicherheiten haben, bekommen sie die benötigten Banknoten nicht und müssen zum Kontoinhaber sagen: „Tut mir leid, ich kann Dir die Banknoten nicht liefern.“

    Insofern hat das Sichtguthaben der Bank auf ihrem SNB-Konto eine grundsätzlich andere Qualität als das Sichtguthaben einer Nichtbank bei der Bank. Mit der Umbuchung von SNB-Guthaben auf das SNB-Konto einer Empfängerbank ist eine schuldbefreiende Zahlung vollzogen – Und das sagt Prof. Jordan in seinen Vorträgen. Dies ist beim Umbuchen auf Girokonten bei Banken nicht der Fall. Wenn Nichtbanken „Geld“ von ihrer Bank zu einer anderen Bank überweisen, geht das nicht mit einer Umbuchung wie bei den SNB-Konten, denn die Banken wissen sehr wohl, daß Sichtguthaben von Nichtbanken kein Geld sind. Bei einer Überweisung von „Geld“ zwischen 2 Banken müssen die Banken im Hintergrund mit SNB-Geld, also mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, bezahlen. Keine Bank nimmt Sichtguthaben als Zahlungsmittel. Es werden Verträge geschlossen, insbesondere Kaufverträge. Das sind keine Tauschvorgänge, das sind Schuldverhältnisse, wo die Schuld durch die Bezahlung mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel getilgt wird.

    Die Ausführungen von Herr Roman Gunter und die Fragen von Herr Peter Keller sind korrekt und berechtigt.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber

      Ich denke, ich habe es jetzt genügend oft erklärt und es ist ja nicht mein Beitrag, sondern der von Herrn Zenger über Vollgeld.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  8. @Leserinnen und Leser

    Da es hier um die Vollgeld-Initiative geht und nicht um die Irrlehre unserer Nationalbank bezüglich Geldschöpfung der Zentralbank, wäre ich sehr froh, wenn ich mich aus der Diskussion hier zurückziehen könnte.

    Es ist ja der Beitrag von Herrn Zenger.

    Danke für’s Verständnis

    Marc Meyer

  9. @Arbeitgeber…

    Sind Sie jetzt das richtige oder das falsche Pseudonym?

    Ich verstehe nicht, dass Sie sich so aufregen.

    Ich sage ja nur, dass SNB-Chef Jordan Aktiven und Passiven miteinander verwechselt.

    Das ist ja nicht so schlimm, wenn ein Zentralbankpräsident Aktiven und Passiven verwechselt. Kann ja passietrn.

    Und bezüglich Vollgeld-Initiative sage ich ja auch nur, dass diese Vollgeld einmal als Aktivum, dann als Passivum der SNB bezeichnet und jetzt klärt uns Herr Zenger auf, dass Vollgeld gar nicht in der SNB Bilanz erscheint.

    Notabene, obwohl Bsnknoten Vollgeld seien.

    Aber auch das ist doch nicht schlimm.

    Nach Annahme der Initiative können wir dann immer noch schauen, wem was gehört und das Volksvermögen dann wieder neu und schuldfrei auf die Bevölkerung verteilen.

    Also regen Sie sich bitte nicht auf.

    MfG

    Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

      Wie ist zu erklären, dass jemand mein Pseudonym übernimmt ein Beitrag zusammenbastelt und Sie das als Steilvorlage nehmen, um die Diskussion (Zahlungsmittel SNB und Vollgeld) auf eine Weise lenken die nicht dienlich sein kann. Der Austausch wird somit immer wieder vergiftet. Wenn Sie nicht wissen können wer das ist, dann empfehle ich Ihnen ausschliesslich auf das Fachlich-Technische zu antworten.

      Ich habe Sie als Mensch und Wissenschaftler hier auf Insideparadeplatz verteidigt. Sie sind ein Ehrenmann der nur das Beste für die Schweiz möchte. Und ich wiederhole mich: das was Ihnen angetan wurde von den Verantwortlichen der UBS ist eine Bankrotterklärung für die Schweiz und unsere Demokratie/Rechtsstaat. Lassen Sie mich aber noch einen Schritt weitergehen.

      Sie erlauben keine Gegenrede, wenn es um die Interpretation Ihrer Theorie geht. Verlangen in anderer Sache aber Gehör mit den exakt umgedrehten Argumenten, mit denen Sie einen Diskurs um Ihre Theorie als einzige Wahrheit ablehnen. Die einfachsten Fragen der Logik werden einfach ausgeblendet. Sie blenden aus, dass die von mir erwähnten „Kommentarschreiber“ sehr wohl stichhaltige Argumente vorgebracht haben, die man weder als Unsinn noch als Zirkus abwerten darf.

      Ich teile nicht Ihre Ausführungen zu Vollgeld und (Zahlungsmittel SNB) aber respektiere sie.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (AHV Rentner)

      Danke

      Sie wissen so gut wie ich, dass dieses Pseudonym stark dem Pseudonym Arbeitgeber (KMU) AHV – Rentner ähnelt.

      Letzterer hat sich ganz klar von ersterem distanziert. Warum tun Sie das – wie auch immer?

      Ob Ihnen der Lohn am Ende des Monats gutgeschrieben oder belastet wird ist nicht egal. Es ist nicht beides richtig.

      Genauso mit der Bilanz der SNB .

      Notenbankgeld ist eine Schuld der SNB – nicht Zahlungsmittel. Es gibt kein sowohl als auch.

      SNB Jordan liegt falsch.

      MfG

    • Lieber Herr Meyer,

      anstatt immer von Aktiven und Passiven zu reden könnten Sie mir vielleicht mal folgende Frage beantworten (für welche es als Schweizer Bürger noch keine zufriedenstellende von irgendeiner Stelle gab):

      Was erhalte ich als Privatperson wenn ich mit einer 100er Note zur SNB gehe und sie einlösen will?

      Ist die Antwort auf diese Frage relevant für eine sinnvolle Verbuchung dieser Schuldscheine?

    • @Pezer Keller

      Lieber Herr Keller

      Sie können kein Konto bei der SNB unterhalten. Deshalb können Sie die Banknote nicht an die SNB zurückgeben.

      Sie können aber auf die Bank gehen und dort die Hunderternote einzahlen. Dann wir dieser Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben.

      Mit diesem Betrag können Sie irgendetwas bezahlen. Sie können z.B. Gold kaufen und mit Ihrem Bankguthaben bezahlen.

      Ihre Bank ihrerseits kann mit der Hunderternote, die Sie von Ihnen hat, auf die SNB gehen. Die SNB MUSS diese Hunderternote von der Bank annehmen und ihr den Betrag auf ihrem Girokonto bei der SNB gutschreiben.

      Mit diesem Geld bei der SNB kann ihre Bank dann auch irgendetwas bezahlen.

      Sie kann z.B. Gold auf dem internationalen Goldmarkt kaufen und mit ihrem Geld bei der SNB bezahlen.

      Die SNB muss dann eine Gutschrift ausführen, genauso wie das Ihre Bank auch musste.

      Hat sie z.B. Gold bei einem US Produzenten gekauft, und will dieser in USD bezahlt werden, so muss die SNB beispielsweise der FED den Auftrag geben, den schuldigen Dollarbetrag vom Konto der SNB auf das Konto der Bank des Goldverkäufers zu überweisen.

      Dadurch wird die Bilanz der SNB im Auftrag der Bank reduziert. Die Schuld der SNB gegenüber der Bank in Franken begleicht die SNB durch Überweisung von Dollars entsprechend dem Wechselkurs an den Goldverkäufer.

      Sie können also ihre Banknote nicht direkt – aber indirekt gegen Gold einlösen.

      Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die SNB für Notenbankgeld nur Notenbankgeld gebe ist also auch ein Märchen.

      Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, ist die SNB Konkurs, weil sie die von ihr verlangten Zahlungen nicht mehr ausführen kann.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Das ist schon sehr abenteuerlich, was Sie hier schreiben, Herr Meyer.
      Mit der Gutschrift auf das Girokonto ist die Transaktion abgeschlossen. Will die Nationalbank Gold kaufen, kann sie das sehr wohl tun, in welcher Währung auch immer, das hat aber mit der Banknote absolut nichts zu tun.

    • @Roman Günter

      Nein. Mit der Gutschrift der SNB auf das Girokonto der Bank ist die Transaktion nicht abgeschlossen, sondern erst eröffnet.

      Ich habe das auch schon erklärt.

  10. Grüezi Herr Christopf Zenger,

    Politische Regeln und das Geldsystem sind von Menschen gemacht und können demzufolge auch von Menschen verändert oder abgeschafft werden. Das heisst, dass alle beitragen können, Regeln zu verändern, da das Geldsystem nicht sakrosankt ist.

    Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    Es ist schon eine Oberfrechheit ersten Grades meinen Pseudonym und mich zu verunglimpfen, in dem Sie ohne Beweise und Belege annehmen ich würde hier Pseudonyme wechseln, um Sie in den Dreck zu ziehen, dabei nicht zögern würde „copy paste“ zu betreiben. Was geht Ihnen durch den Kopf bevor Sie mit Schaum vor dem Mund solche Unterstellungen veröffentlichen? Was erlauben Sie sich eigentlich ständig mit Steinen um sich zu werfen? Glauben Sie tatsächlich unter eigenem Namen zu veröffentlichen seien die Argumente dadurch glaubwürdiger oder gar richtig und geben Ihnen das Recht die Meinungen von Anonymen zu diskreditieren? Wollen Sie sich dadurch Gehör bei der Öffentlichkeit verschaffen? Sie haben nicht das Recht dazu.

    In Ihrem Artikel vom 21.3.2018 habe ich nach auktuellem Kenntnisstand zu Vollgeld Stellung genommen.

    https://insideparadeplatz.ch/2018/03/21/vollgeld-ist-rotester-kommunismus-lanciert-vom-ausland/

    Auch das sehr informative Interview mit Herr Martin Alder habe ich kommentiert.

    https://insideparadeplatz.ch/videos/wer-das-geld-fuer-die-schweiz-erschaffen-kann-der-hat-die-macht-das-wollen-die-banken-nicht-hergeben/

    In Ihrem am 14.02.2018 veröffentlichten Artikel hatten Sie mich auch fälschlicherweise bezichtigt unfair zu argumentieren, da Sie m.E. keine fachlichen Gegenargumenten mehr vorbringen konnten, nach Kommentaren von Herrn Michael Stöcker, Herrn Dr. Reéne Ménendez, Herr Roman Günter und Herrn Rudolf Müller. Ich schrieb damals ZITAT:

    „Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    6. März 2018 / 12:23
    Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    Ihre Mühen gegen Prof. Jordan &. Co in aller Ehren, aber es wird wenig Sinn haben. Dieser Beitrag stammt tatsächlich von mir.

    Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

    Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

    Herr Michael Stöcker, Herr Dr. Reéne Ménendez, Herr Rudolf Müller, Herr Roman Günter schreiben hier alle mit ihren bürgerlichen Namen und können nicht der SNB zugeordnet werden. Von Beleidigungen und Diffamierungen kann m.E. nicht die Rede sein. Alle diese Kommentatoren haben fundierte und sachliche, zum Teil sehr überzeugende Einwände, gegen Ihre wissenschaftlichen Thesen vorgebracht.

    Wenn Sie gegen jede abweichende Replik, Duplik, Stellungnahme und Antwort – „Trolle“ – der SNB „VERMUTEN“; ist Wahrheitsfindung unmöglich! Folgendes wird nämlich passieren: Sie – Herr Dr. Marc Meyer – schreiben so lange bis Sie glauben, die „Anderen“ geben Ihnen Recht. Sie laufen somit Gefahr als einer zu sein, zumindest so wahrgenommen zu werden, der wenn ihm keiner mehr Antwortet „Selbstgespräche“ führt. Tun Sie das nicht. Die Zeit wird beweisen, ob Sie mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit Recht bekommen werden.

    Hervorragend ist Ihre Entscheidung – zusammen mit Lukas Hässig – Ihren nächsten Beitrag nicht mehr zu Kommentieren.

    Sie grüssend“

    https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/

    Auch habe ich im Artikel von Christoph Pfluger vom 18.1.2018: Thomas Jordan: Der nette Freund der privaten Geldschöpfung – Beiträge gepostet.

    https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/

    ZITAT:

    Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    12. Februar 2018 / 10:24
    Grüezi@Herr Christoph Pfluger,

    Das ganze Elend des Diskurses liegt uns klar vor Augen (382 Kommentare): Niemand will sich der Wirklichkeit öffnen, jeder bastelt lieber an seiner eigenen. Der Austausch ist degeneriert und hat die Diskussion vergiftet. Auch wenn Herr Dr. Marc Meyer über die SNB schreibt, wird die Diskussion torpediert. Seien wir ehrlich, jeder ist glücklich mit der Welt wie sie ist und auch mit seinem persönlichen Sein innerhalb des Ganzen. Man stolpert von Desaster zu Desaster nach vorne, und im Nachhinein sucht man Sündenböcke, Schuldigen und baut Feindbildern auf. Niemand kommt auf die Idee, dass man selbst der Schuldige sein könnte….Sie haben sich der Diskussion vor Wochen schon verabschiedet und dafür habe ich Verständnis.

    Was ich über Vollgeld neu dazugelernt habe ist das in einem Vollgeld-System Banken sehr wohl Kredite vergeben können – und zwar mit dem Geld, was den Sparern ihnen ausdrücklich zu diesem Zweck durch eine spezielle, längerfristige Geldanlage zur Verfügung stellen.

    Danke für Ihren wertvollen Artikel.

    Sie grüssend“

    Zitat Ende.

    Herr Pfluger vermutet das Sie ein Troll sind. Auch Herr Rudolf Müller hat diese Vermutung offen ausgesprochen. Dazu habe ich folgendes geschrieben:

    Zitat:

    „Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    30. März 2018 / 10:11
    Hallo Herr Rudolf Müller,

    was kann man dazu noch sagen?

    Da mag man schon innehalten und überlegen, wie denn das gehen soll: Der Leser soll dem Beitrag etwas entnehmen, was dieser gar nicht in sich birgt? Soll er etwas hinzutun, sich an das freie Interpretieren machen oder den Beitrag idealistisch her so deuten, dass der zu diesen „Idealen“ passt, also ihm das entnehmen, was dem vorausgesetzten Standpunkt des Verfassers entgegenkommt? Klärung der Sache, z.B. korrekte Funktion, um den Leser mit seinen Argumenten zu überzeugen, mit ihm in einen Streit über deren Stimmigkeit einzutreten, gehört für Herr Dr. Marc Meyer offensichtlich nicht zu den akademischen Gepflogenheiten.

    Ich glaube, es geht letztlich um verletzte Eitelkeit. Buchhalter (keine Volkswirte) mit Jahrzehnten langer Berufserfahrung in Wirtschaft und Lehre widersprechen den „buchhalterischen Thesen“ des Autors. Bei der Betrachtung der SNB fliessen zwingend TATSACHEN der Legaldefinition hinein. Interessant fand ich meinen Austausch mit einem Herrn @Jonas Hügli. Dieser schrieb Zitat:

    „Für mich war Darlehen und Kredit bisher ein und dasselbe.“
    Zitat Ende

    Das zeigt m.E. das ganze Ausmass des Dilemmas Herr Rudolf Müller.

    Wenn für Äpfel und Birnen, die offensichtlich unterschiedlich sind, der gleiche Begriff (Äpfel) verwendet würde, wäre das auch nicht in Ordnung. Denn man könnte dann beide begrifflich nicht mehr von
 einander
 unterscheiden
 und
 unterläge
 in
 einer
 daraus
 erstellten
 Buchhaltung
 oder
 Statistik
 dem
 Irrtum,
 es
 handele
 sich
 bei
 beiden
 um
 das
 Gleiche. Genau das macht Herr Dr. Marc Meyer sowohl mit Vollgeld als auch mit der SNB (Zahlungsmittel).

    Fröhliche Ostergrüsse“

    https://insideparadeplatz.ch/2018/03/21/vollgeld-ist-rotester-kommunismus-lanciert-vom-ausland/

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

    • Arbeitgeber

      Danke

      Sie schrreben js selber, wenn Marc Meyer über die SNB schreibt wird die Diskussion torpediert..

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    • AHV Rentner…………….

      Sie blöder Arsch….
      ————————————–
      Zitat :
      Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

      Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.
      ————————————–

      Ich lese nun seit Monaten hier mit, und bin auch zum Schluss gekommen das es so ist das Rolle hier mitschreiben.
      Und ich nehme auch an das die von der SNB kommen, beziehungsweise in ihrer Bürozeit hier gegen Herrn Meier anschreiben.
      Ob e4xplizit dazu aufgefordert….. sei dahingestellt.
      Was soll der Hinweis auf das StgB ?
      Sind sie eine Memme und brauchen den Richter ?
      Unter jeder Sau.

      Bei Herrn Stöcker aus dem Obvius Blog des Herrn Stelter handelt es sich um einen noch keineswegs gefestigten Schreiber und einem bei dem linke Ideen immer wieder durchscheinen. Er liebäugelt im Hinterkopf mit Sozi-Ideen.
      So jemand ist leider nicht ganz ernst zu nehmen.

    • @Walter Roth

      Seit ich hier argumentiert habe, eine Gutschrift sei nicht Abbau, sondern Aufbau einer Schuld ist die Stimme von Michael Stöcker hier ganz verstummt.

      Ich nehme auch an, dass SNB Trolle hier SNB Jordan vertreten.

      Ich nehme auch an, dass diese aus dem direkten Umfeld der SNB / SNB Bankrat stammen.

      Das gilt unsbesondere für Pseudonyme Beobachter, Urs Abderhalden, The Real MM, Nick Norman, die alle m.E. derselbe Troll ist und hier schon viel verschiedene Pseudos verwendet hat.

      Schade, dass die SNB ihr Vertrauen so verspielt.

      Marc Meyer

    • @Meyer / Roth
      Dass die Nationalbank auf einem solchen Blog unter verschiedenen Pseudonymen Texte veröffentlicht, ist für sich schon eine hirnrissige Idee. Die enge Sicht auf Bilanzpositionen, kommunistische Tendenzen der Nationalbank und weitere solcher abstrusen Ideen liegen einfach sehr schräg in der Landschaft. Effektiv beobachtete ich anfänglich wohlwollenden Austauschwillen verschiedener Kommentatoren, bis einmal klar wurde, dass der Marc Meyer einer fixen Idee nachlebt, die mit der realen Welt nicht mehr viel gemein hat. Und Roth ist wahrscheinlich einfach sein Mr. Hyde.

    • Herr Roth,

      Das Leben meint es nicht gut mit Ihnen? Bei allen anderen läuft es besser? Sie können nichts daran ändern? Das Leben tritt Ihnen in den Hintern? Fein! Treten Sie zurück! Lassen Sie sich nicht unterkriegen!

    • Guten Tag, Herr Mayer

      Seinen Verpflichtungen nachkommen zu können, heisst, dass man genügend Liquide Mittel zur Verfügung hat, fällige Rechnungen zu begleichen. Ob diese aus einem Vermögen geschöpft oder über einen Dispokredit generiert werden, spielt absolut keine Rolle.

      Die Nationalbank ist diesbezüglich in der einmaligen Lage, dass ihre Verbindlichkeiten als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Die Nationalbank ist also faktisch immer liquide. Niemand behauptet, dass diese Konten Vermögensteile der Nationalbank sind – ausser Sie.
      Die Banken schöpfen Geld auf ähnliche Weise, nur sind deren Verbindlichkeiten gegenüber Kunden keine gesetzlichen Zahlungsmittel, sondern nur ein Versprechen auf solche.
      Im Prinzip also ein simpler Vorgang.

      Beste Grüsse

    • @Pezer Keller

      Lieber Herr Keller

      Sie können kein Konto bei der SNB unterhalten. Deshalb können Sie die Banknote nicht an die SNB zurückgeben.

      Sie können aber auf die Bank gehen und dort die Hunderternote einzahlen. Dann wir dieser Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben.

      Mit diesem Betrag können Sie irgendetwas bezahlen. Sie können z.B. Gold kaufen und mit Ihrem Bankguthaben bezahlen.

      Ihre Bank ihrerseits kann mit der Hunderternote, die Sie von Ihnen hat, auf die SNB gehen. Die SNB MUSS diese Hunderternote von der Bank annehmen und ihr den Betrag auf ihrem Girokonto bei der SNB gutschreiben.

      Mit diesem Geld bei der SNB kann ihre Bank dann auch irgendetwas bezahlen.

      Sie kann z.B. Gold auf dem internationalen Goldmarkt kaufen und mit ihrem Geld bei der SNB bezahlen.

      Die SNB muss dann eine Gutschrift ausführen, genauso wie das Ihre Bank auch musste.

      Hat sie z.B. Gold bei einem US Produzenten gekauft, und will dieser in USD bezahlt werden, so muss die SNB beispielsweise der FED den Auftrag geben, den schuldigen Dollarbetrag vom Konto der SNB auf das Konto der Bank des Goldverkäufers zu überweisen.

      Dadurch wird die Bilanz der SNB im Auftrag der Bank reduziert. Die Schuld der SNB gegenüber der Bank in Franken begleicht die SNB durch Überweisung von Dollars entsprechend dem Wechselkurs an den Goldverkäufer.

      Sie können also ihre Banknote nicht direkt – aber indirekt gegen Gold einlösen.

      Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die SNB für Notenbankgeld nur Notenbankgeld gebe ist also auch ein Märchen.

      Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, ist die SNB Konkurs, weil sie die von ihr verlangten Zahlungen nicht mehr ausführen kann.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Die Verbindlichkeiten der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

      Die SNB kann damit ihre Schulden nicht abbauen. Die SNB kann somit illiquide werden.

      MfG

    • @Meyer
      „Die Verbindlichkeiten der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.“
      Das können Sie so nicht stehen lassen! Wie kommen Sie auf so eine absurde Idee? Mit dieser Aussage topedieren Sie Ihre eigene Meinung zur Geldschöpfung der Banken. Sind Sie sich dessen bewusst? Warum halten Sie überhaupt krankhaft an diesem Schuldenabbau fest? Sie sind vermutlich der einzige Mensch im Universum der solches behauptet – niemand sonst ist der Meinung, dass die Nationalbank mit der Erhöhung von Verbindlichkeiten Schulden abbaut – wirklich Niemand!

    • @Roman Günter

      Verbindlichkeiten nachkommen bedeutet Verbindlichkeiten abbauen.

      So einfach.

      Ich habe die Begriffe in meinen Nachträgen zu meinem Beitrag „Jordan verkündet Kommunistisches und lädt zum Gratisbuffet“ genau definiert.

      mfg

    • @Roman Günter

      In der letzten Diskussion haben Sie mich als „Hassprediger“ beschimpft und jetzt als „krankhaft“.

      Das zeigt doch ganz klar, dass Sie der Diskussion weder fachlich noch emotional gewachsen sind.

      Lassen Sie es doch bleiben.

      mfG

    • Herr Meyer

      Der Hassprediger beschäftigt Sie immer noch? Wer sich wie ein Wolf auf sein Essen stürzt, ist weder ein Tier noch ist er gerade am essen, es ist ein Sinnbild für einen gierigen Menschen. Analog dazu versuchte ich Ihnen zu zeigen, wie Ihre einseitige Fixiertheit auf die Nationalbank von aussen wirkt.
      Mehr ist da nicht, Herr Meyer, nur ein wenig Verständnis der deutschen Sprache.

  11. Hat jemand einen Hinweis, z.B. auf einen Artikel oder eine Wikipediaseite, wo diese langen Texte kurz gefasst auf den Punkt gebracht werden? Danke.

    • Glauben Sie ernsthaft, dass Sie auf Wikipedia neutrale Informationen über so ein Thema finden??

    • Richtig Herr Keller………….

      Wikipedia deutsch ist eine Seite die sich in der Hand von einer Gruppe Linker Ideologen befindet.
      Alles was dem nicht entspricht wird umgeschrieben, zensiert, verfälscht, werden Fakten nicht zugelassen.
      Hingegen werden Verleumdungen gewisser Personen dort kaum je korrigiert. Siehe Einträge übers ef-Magazin und anderes.
      Ich benutze Wiki nie als Infoquelle.

      Wikipedia England ist sehr viel besser.

  12. Die Vollgeld-Initiative ist mir grundsätzlich sympathisch.

    Sie suggeriert Sicherheit, Kontrolle und Werterhalt.

    Zwei Aspekte lassen mich jedoch zweifeln:

    1) Die Idee von Landes-, resp. Kapital- / Liquiditätsgrenzen.
    2) Die Ignoranz von internationalen Grossunternehmen und Superreichen, welche analog von Banken mit Ihren Konstrukten ebenfalls „Geld“ generieren.

    Die genauen heutigen Zahlen kenne ich nicht mehr, aber bereits vor rund 10 Jahren war es so, dass die 500 grössten global tätigen Unternehmen 1/2 des Weltweiten Umsatzes generierten.

    Die Idee der Insel Schweiz, resp. der „geschlossenen Ökonomien“ ist darum eine Illusion.

  13. @Beobachter

    Es stimmt doch gar nicht, was Sie schreiben: Ich „bashe“ doch die SNB nicht. Wie kpmmen Sie suf sowas?

    MfG

    Marc Meyer

    • @Beobachter

      Nein. Wirklich. Ich bashe die SNB nicht.

      Ich ssge nur, SNB Chef Jordan verwechselt links und rechts der SNB Bilanz.

      Das wird man doch wohl noch sagen dürfen.

      Was ist denm daran so schlimm, wenn ein Notenbankpräsident links und rechts der Zentralbanbilanz verwechselt?

      Dss passiert den Zentralbankpräsidenten ja laufend. Siehe z. B. Jens Weidmann, Chef Deutsche Bundedbank oder Axel Weber, heute Chef UBS.

      Trotzdem durchlaufen diese Herren glänzende Karrieren – auch wenn die links und rechts der Bilanz versechseln.

      Also alles nicht do schlimm. Und die FMMA drückt eh beide Augen zu. Also was solls?

      Was mich jedoch ärgert, ist, dass SNB Chef Jordan mir alle Argumente klaut und so tut, als wären es die seinen.

      Echt ärgerlich.

      MfG

      Marc Meyer

  14. Der Tanz um das goldene Kalb wird weitergehen. Und auch der Kampf um den schnöden Mammon.
    Weil aber die Geldmenge unübersehbar geworden ist und die Gier grenzenlos. Weil Banking nicht mal mehr von Bankern selber verstanden wird. Weil das ganze Geldsystem krank ist und Gier korrupt und kriminell macht. Weil es sich wieder lohnen soll, zu arbeiten, zu sparen und ein Ziel zu haben, das erreicht werden kann. Weil sich über seine Verhältnisse zu verschulden nicht glücklich macht. Weil wir Schweizer*innen wieder unseren Banken Vertrauen wollen.
    Deshalb ganz klar JA zum Vollgeld!

    • Die Flucht in religiöse Gefilde hilft nicht wirklich, eine komplexere Welt verstehen zu können und wollen. An die Idee Vollgeld werden nostalgische Vorstellungen einer einfachen und überschaubaren Welt gehängt. In einer freien Gesellschaft entstehen und entwickeln sich Prozesse und Abläufe aus innerem Antrieb und unsere Gesellschaft ist nun mal global unterwegs. Dass diese Systeme gesteuert und geleitet werden müssen, stellt ja niemand in Frage. Hier findet eine rasante Entwicklung statt und es wurde ja auch schon viel erreicht.
      Banking wird als das, was es ist, sehr wohl verstanden – als finanzieller Dienstleistungsintermediär einer sich fortlaufend entwickelnden Gesellschaft. Dabei wird sehr wohl erkannt, dass die Zukunft vielleicht geplant, aber nie beherrscht werden kann.
      In der greifbaren Welt der Vollgeld-Ideologen haben intangible Werte keinen Platz, damit können sie aber auch kaum sinnvoll über Werte, Kapital und wirtschaftliche (und gesellschaftliche) Entwicklungen der jüngeren Geschichte diskutieren, ohne sich in ihren ideologischen Zirkelschlüssen zu verlieren.
      Der Realität (und der Gesellschaft) eine Ideologie überzustülpen und meinen, es werde alles besser, führte hingegen schon immer direkt ins Desaster.
      In diesem Sinne lieber NEIN zum Vollgeld.

    • @Roman Günter
      Es ist keine Flucht, denn die ginge vorwärts.
      Was die religiösen Gefilde anbelangt: Der einzige Gott auf diesem Planeten ist längst das Geld. Ihr erwähnter innerer Antrieb ist eben dieses Geld, also die Macht schlussendlich.
      Ich denke nicht, dass wir hier über Religion reden sollten, denn das interessiert wohl kaum.
      Aber, es geht um WERTE. Auch, wenn Sie diese als intangibel bezeichnen. Ja dann… genau so intangibel wie die Kryptowährungen! Die Banken haben leider bewiesen, dass sie ihr Geschäft entweder nicht (mehr) richtig verstehen, sodass wir (die Gesellschaft) diese Banken am Ende mit Steuergeld retten müssen oder, dass die VRPs, VRs, CEOs etc. offenbar überwiegend Werte in sich haben (Egoismus, Gier, Machtanspruch- und Machtmissbrauch, etc.) welche unsere Gesellschaft in ein Desaster stürzen. Dem muss Einhalt geboten werden! Ich bin weder in einem Zirkel noch in einer Partei, noch in einer Kirche oder Sekte. Ich sehe nur die Tatsachen und dazu gehören unfähige „Bankverwalter*innen). Und, ich befürchte, dass irgendwann niemand mehr weiss, wo (bei wem) das Geld ist und wozu dieses Geld verwendet wird. Das will wohl niemand dem bewusst ist, dass wir nur 1 Planeten Erde haben und, dass diese für alle Bewohner*innen reichen muss. Mein JA zum Vollgeld ist kein Glaubensbekenntnis, sondern ein Bekenntnis zur Vernunft.

    • Guten Tag, Satirikerin

      Die Flucht ist eine der drei Reaktionen auf eine Gefahr. Sie hat kein Ziel, weder vor- noch rückwärts, sondern soll den Flüchtenden möglichst weit von der Bedrohung distanzieren. Die Vollgeld-Initiative ist eine solche Fluchtbewegung.
      Das „goldene Kalb“ ist eine religiöse Metapher, welche die Entfernung von Gott und die Hinwendung zu mehr weltlichen Werten verkörpert – die säkulare Gesellschaft, wenn Sie so wollen. Ich interpretierte Ihren Beitrag als Wunsch, mit dem Vollgeld wieder etwas mehr geistliche Werte in die Welt zu bringen. Im Prinzip wäre dies aber eigentlich die Abwendung von der Vernunft.

      Da wir hier über Geld im weiteren Sinne diskutieren, sind mit dem Begriff „Werte“ keine moralischen Inhalte gemeint, sondern bezieht sich auf wirtschaftlichen Austausch, Messung von Leistung und Aufbewahrung von Leistungsforderungen.

      Die meisten Menschen betrachten Geld als erworbenes Gut für erbrachte Leistung, doch dabei erwerben Sie einfach die Möglichkeit, mit diesem Geld wiederum Leistungen von anderen Menschen einzulösen. In einer idealen Welt gibt es exakt soviel Geld, wie für die angebotenen Dienstleistungen und Waren benötigt wird. Wir leben aber nicht in einer perfekten Welt, die Möglichkeiten sind ungleich verteilt und der Bedarf schwankt stark und abhängig von der Befindlichkeit der Gesellschaft. Der Bedarf wird von Pessimismus, Optimismus, Gruppendruck, Sucht, Not und vieles mehr gesteuert und das nicht nur in kleinen überschaubaren Gruppen, sondern global.

      Die globale Wirtschaftswelt und Gesellschaft sind nun mal komplex und es wird sicher nicht einfacher. Aber genau darum werden die intangiblen Werte immer wichtiger. Die intangiblen Werte sind keine Produkte im herkömmlichen Sinn, sondern sind Fertigkeiten, Wissen, abstrakte Vorstellungen und Fähigkeiten, welche zunehmend wichtig sind in der modernen Gesellschaft und die auch als Dienstleistung angeboten werden. Gerade für diejenigen, denen die Welt zu komplex geworden ist.
      Es gibt über 2’200 Milliardäre auf der Welt und gerade mal drei davon sind Banker. Die restlichen Milliardäre haben Wege gefunden, nicht nur Produkte herzustellen, sondern entweder neue Vertriebswege (z.B. Amazon), globale Produktionsketten oder ausschliesslich virtuelle Produkte (z.B. Google, Facebook) als neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und erfolgreich anzuwenden. In einer solchen intangiblen Welt sind Begriffe, wie Vermögen oder Kapital nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln zu beschreiben und werten.

      In einer solchen Welt ist Vollgeld denkbar ungeeignet, funktionell und zeitlich auch nur ansatzweise auf die Anforderungen eines Ausgleichs zwischen Leistung, Angebot und Bedarf zu vermitteln und reagieren.

      Beste Grüsse

  15. @Meyer,
    Sie sorgen für Unterhaltung. Das waren Ihre fachlichen „Argumente“? Nichts aber auch gar nichts haben Sie widerlegt. Sie drehen und winden wie ein Aal und versuchen Ihre „Thesen“ zum Besten zu geben.

    Meine Empfehlung, studieren sie die Initiative und vor allem lesen Sie was darin steht. Jeder weitere Kommentar zu Ihren „Sherlock Holmes“ Theorien erübrigt sich, da sie an Lächerlichkeit und Offensichtlichkeit kaum zu überbieten sind. Autoren und Kommentatoren hinterfragen immer wie mehr Ihre Rolle hier auf „Inside“ und das finde ich sinnvoll. So hat Herr Christoph Pfluger der in der Schweiz, Österreich und Deutschland bekannt ist, klare Worte gewählt für Ihr Tun hier auf „Inside“….so ist u.a. die Bezeichnung „Troll“ gefallen. Die Leserinnen und Leser werden das bei Ihrer nächsten Verlautbarung nicht vergessen.

    Mit freundlichen Grüssen

    • @“Eidgenosse“

      Wenn die Not am Grössten,
      Ist die Polemik am Nächsten.

      MfG

      Marc Meyer

    • @ Meyer

      Ihr kapitaler Bumerang:
      „Wenn die Not am Grössten,
      Ist die Polemik am Nächsten“

      Genau: es wird nun immer enger für Ihre Behauptungen.

      Der Anstieg des Euro zerstört Ihr konstruiertes Bashing-Gebäude zusehends. Sie müssen nun überlegen wie Sie da aus Ihrer Sackgasse wieder rauskommen. Haben Sie sich etwa überschätzt?

      Das haben Sie wohl nicht erwartet. Warum schreiben Sie keine Artikel mehr? Wie war es an der SNB-GV? Sind Ihnen die Argumente am Ausgehen???

      (à propos fachliches Argument: Warum weichen Sie mir ständig aus und kommen mit dieser alten Platte. Ich habe Ihnen x-Mal geantwortet und Sie sind nie auf meine Argumente eingegangen. Warum???)

    • @Beobachter

      Da leidet offenbar jemand unter starkem Frust.

      Und warum übernimmt Jordan all meine Argumente ohne zitieren?

      Du bist doch der aus dem direkten Umfeld des SNB Bankrates. Nicht wahr?

      Hat die SNB nicht den Mum, offen mit mir zu diskutieren?

      Und interessant ist, dass jemand aus dem direkten Umfeld von Jordan / SNB Bankrat die Vollgeld-Initiative unterstützt.

      MfG

    • @Beobachter

      Du verwechselst Dich mit Deinen anderen Pseudonyme.Ursli Abderhalden und The Real MM !!!!.

      Ist der gesmte SNB Bankrat / Bankrätin damit einverstanden, dass Du hier als Troll den SNB Präsidenten verteidigst?

      Ist das einer Zentralbank würdig?

      MfG

      Marc Meyer

    • Eidgenosse……………
      Wenn ihnen alle ihre Kollegen sagen sie sollten sich einen Stall bauen, dann wäre es an der Zeit nachzudenken was sie sind…..?

      Sie tun was jene Leute immer tun die ohne ein einziges Argument kommentieren, sie beleidigen…… nur etwas beitragen können sie nicht….

  16. @“Eidgenosse“

    Sie bringen es fertig, auf meinen fachlichen Einwand gegenüber Vollgeld/Jordan mit 2900 Text-Anschlägen zu antworten, ohne ein einziges fachliches Argument vorzubringen. Alles nur rhetorischer Brei, den Sie kopiert haben.

    Nochmals zu den fachlichen Argumenten:

    Erstens Irrtum der Vollgeldler:

    Die Vollgeldler behaupten, der Souverän habe 1907 der Schweizersichen Nationalbank (SNB) die alleinige Befugnis gegeben, Schweizerfranken zu emittieren. Nur von der SNB ausgegebenes Geld sei daher echtes Geld – eben „Vollgeld“.

    Dieses angebliche Vollgeld wird in der SNB-Bilanz auf der Passivseite verbucht.

    Weiter unten hat mir Herr Zenger eine Antwort gegeben auf meine Frage, ob Vollgeld nun ein Aktivum oder Passivum der SNB sei. Gemäss Ausführungen der Vollgeldler ist es beides – ein frappanter Widerspruch.

    Herr Zenger hat mir freundlicherweise geantwortet und geschrieben, Vollgeld sei gar nicht in der SNB-Bilanz verbucht.

    Damit ist Vollgeld gestorben: SNB-Geld ist gar kein Vollgeld, denn nur in der SNB bilanziertes Geld ist Vollgeld.

    Kommt hinzu, dass Vollgeld „schuldlos“ verteilt wird. Heutiges Geld der SNB kommt aber als Schuld in den Umlauf – will heissen, ich schulde Arbeit, wenn ich Geld will oder ich muss etwas verkaufen, schulde also einen Vermögenswert, wenn ich Geld will.

    Nur im Kommunismus kriegt man Geld ohne Gegenleistung, also ohne Schuld. Deshalb ist Vollgeld Kommunismus pur.

    Die Vollgeldler sitzen also einem Buchungsfehler auf.

    Das bringt mich zu Punkt zwei, dem Kommunismus, den SNB-Chef Jordan verkündet.

    Zweitens:

    Jordan hat in seinem Vorträgen x-mal behauptet, die SNB müsse bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren aus zwei Gründen:

    Die SNB könne Geld drucken und langfristig wieder Gewinne erwirtschaften. Er setzt beides einander gleich.

    Er behauptet, mit Geld drucken schaffe die SNB Liquidität und könne deshalb nicht illiquide werden. Er behauptet somit, dass die SNB durch Geld drucken Vermögen der SNB aus dem Nichts schaffen könne.

    Nimmt das Vermögen der SNB zu ohne Schulden, so steigt das Eigenkapital der SNB. Das ist das kleine Einmaleins der Buchhaltung.

    Jordan verwechselt also Fremdkapital und Eigenkapital der SNB miteinander. Er begeht also haargenau denselben Irrtum wie die Vollgeldler.

    Sodann behauptet Jordan, die SNB könne soviel Notenbankgeld emittieren, wie sie wolle und müsse dieses nie mehr zurückzahlen.

    Seine Behauptung ist kommunistisch. Warum? Weil Notenbankgeld bzw. Giroguthaben der Banken bei der SNB Investitionen der Geschäftsbanken bei der SNB sind.

    Jordan behauptet also im Klartext, die SNB könne bestimmen, wieviel Kapital die Banken bei der SNB zu investieren haben und dürften dieses Geld nie mehr von der SNB zurückfordern.

    Das ist Kommunismus pur von der SNB und widerspricht dem Notenbankgesetz, wonach die SNB nur 4 Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten der Banken bei der SNB als Einlagen fordern darf.

    Kommunismus bei den Vollgeldlern und Kommunismus bei Jordan.

    Begreifen Sie es endlich?

    So wie ich Sie kenne (und ich denke, ich kenne Sie schon lange unter einem anderem Pseudonym, Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner, nicht wahr?) werden Sie jetzt wieder mit einem Brei von rhetorischen Floskeln und „copy paste“ mir antworten.

    Ich nehme auch an, dass Sie von den Vollgeldlern bezahlt werden, um hier Schleichwerbung für deren widersprüchliche Initiative zu machen. Werden Sie bezahlt für Ihre Copy Paste Beiträge? Schade ums Geld. Aber wahrscheinlich müssen Sie Ihre Rente verbessern, was ich wiederum verstehen könnte – aber bitte nicht auf Kosten der irregeführten Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

    Es wäre sinnvoller, Sie würden sich ab jetzt mit der fachlichen Materie auseinandersetzen, anstatt hier Ihre und meine Zeit zu vertrödeln.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Meyer, können Sie eine Reaktion auf meine Fragen betreffend Zins- und Währungsentwicklung nach Annahme geben. Sie befassen sich ja stark mit der Initiative.
      Danke!!

    • @Martin

      Ihre Frage kann gar nicht beantwortet werden. Denn Vollgeld gibt es gar nicht.

      Was ist Vollgeld? Niemand weiss es.

      Einmal wird behauptet, Vollgeld sei ein Aktivum der SNB, dann ein Passivum der SNB und schliesslich, Vollgeld sei in der SNB Bilanz gar nicht verbucht. Über etwas, das es nicht gibt kann man auch nicht eine Prognose abgeben.

      Mit Sicherheit sagen kann man nur sagen: Es würde ein riesen grosses Chaos ausbrechen und die Initiative müsste für ungültig erklärt werden.

      Der Kapitalverkehr mit dem Ausland würde abbrechen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      Sie empfinden das heutige System wie auch das Vollgeld System als Kommunismus. Nun gut, in einer freien Gesellschaft darf jeder glauben was er will und ich will hier jetzt nicht in eine Diskussion über die Definition von Kommunismus eintreten.

      Was mich aber ernsthaft aus ihrer Perspektive interessieren würde sind folgende zwei Fragen:

      1. Welches Geld-System ausserhalb des heutigen Schuldgeldsystem (oder mit Anpassungen darin) und dem Vollgeld System würden Sie den vorschlagen?

      2. Wie soll dieses „neue“ System den aktuellen „Schuldenturm“ ohne grössere negative wirtschaftliche Konsequenzen mittel- bis langfristig wieder auf ein „vernünftiges“ Niveau bringen?

      Ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie hier mal die Karten auf den Tisch legen würden und ein Gesamtlösungvorschlag präsentieren könnten.

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • @Hedgie

      Danke für Ihre Frage

      Nein. Ich empfinde das heutige System nicht als Kommunismus. Ich sage aber, dass SNB-Chef Jordan das heutige System kommunistisch interpretiert und handhaben will. Das muss man ihm abstellen.

      Er behauptet, die SNB könne von den Banken soviel Kapital einfordern, wie sie will, und müsse dieses den Banken nie mehr zurückzahlen.

      Auf dieser Illusion basiert seine Argumentation, die SNB müsse bei negativen Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren.

      Diese Illusion ist gefährlich. Denn Jordan übersieht, dass eine Bank sehr wohl ihr Geld bei der SNB als Zahlungsmittel verwenden kann.

      Will heissen, jede Geschäftsbank, die über ein Guthaben verfügt bzw. Notenbankgeld bei der SNB besitzt, kann mit diesem Geld Zahlungen tätigen, ohne die Einwilligung der SNB einholen zu müssen.

      Das widerspricht der These von Jordan, wonach eine Zentralbank ihre Schulden nicht zurückzahlen muss, weil eine Zentralbank nicht verpflichtet sei, Gold gegen Geld zu tauschen.

      Aus obigen Überlegungen folgt, dass die SNB bei negativem Eigenkapital nicht einfach Geld drucken kann, wie Jordan behauptet und so das negative Eigenkapital wieder aufstockt.

      Nein. Die SNB muss bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz deponieren ansonsten die kreditgebenden Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen und selber Konkurs gehen können wegen der Spekulationen der SNB.

      Was wäre nur das optimale System?

      Die SNB darf nur in solide Werte investieren, um den Wert des Notenbankgeldes zu sichern. Will sie die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, so muss sie in der Schweiz investieren – nicht im Ausland.

      Ihre Auslandinvestitionen kurbeln ausländische Volkswirtschaften an auf Kosten der Schweiz und sind zudem höchst riskant.

      Sollte einmal der Franken wieder steigen – und davon ist auszugehen – werden die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die SNB rekapitalisieren müssen, ansonsten könnten die kreditgebenden Banken Konkurs gehen.

      Das streitet Jordan ab mit seiner kommunistischen Begründung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hedgie…………..

      Lesen sie in der Geschichte des Geldes.

      Das „Silberkomplott“ ist eines davon. Es tönt etwas reisserisch, ….ist das Buch aber keineswegs.
      Sondern Rheinhard Deutsch schildert sehr gut wie sich Geld entwickelte und wie schon die Römer versuchten trotz Vollgeld, mit der Währung zu betrügen.
      Er macht es mit einfachen Worten und verzichtet auf den „Bankerslang“.
      Rheinhard Deutsch zeigt auf warum man bereits vor Jahrhunderten gerne ein anderes Geld gehabt hätte, das mit Papiergeld endlich auch erreichte und mit der Aufhebung des Goldstandards sich endlich von allen Zwängen befreite.
      Und er beschreibt wie es um 1300 und erneut um 1700 Zeiten gab in denen es zwischen 150 und 300 Jahre lang faktisch keine Inflation stattfand.

      Früher waren die Kaiser die treibende Kraft für die Münz-Verschlechterung, denn sie führten Kriege, mussten dazu ihre Adligen um Geld bitten usw.
      Heute ist es eine Finanzindustrie die nicht mehr gezügelt werden kann, …. vor allem, weil die Sozi-Regierungen immer viel mehr Geld ausgeben als sie haben.
      Würde man den ungesunden Finanzsektor mit seinen undurchsichtigen Finanzprodukten stilllegen, es würde so mancher Staat sofort pleite gehen.

      Es gibt nur eine Währung die echt sein kann, und das wäre eine mit Bi-Metallstandart.
      Also Gold uns Silber, Platin, Paladium und was alles noch möglich wäre.
      Sowas ist noch nicht lange her, ….. bloss 100 Jahre und trotzdem fand damals eine Industrielle Revolution statt.

      Damit Entzöge man den Spekulanten mit ihren Luftprodukten den Nährboden.
      Gold und Silbermünzen waren Vollgeld, und entgegen der Vollgeldinitiative, waren solche Münzen das einzig wahre Vollgeld.

      Wenn sie anfangen Bücher zu lesen, werden sie schnell bemerken das keine einzige Alternative zu unserem gegenwärtigen Geldsystem spruchreif ist.
      Es ist nichts da…….. null, never.
      Papier-Vollgeld wäre immerhin mal ein Versuch.

      Ausser das viele gerne eine andere Politik hätten und sie denken das eine gesunde Politik ohne Sozialismus eben auch ein gesundes Geldsystem nach sich ziehen würde.
      Ob aber Libertäre, ich betrachte mich als solchen, sowas schaffen, beziehungsweise ob diese das mit gesetzlichen Regelungen erzeugen können, …….es steht in den Sternen.

      So lange Münzen / Geld keinen Eigenwert hat, ist dem Betrug immer Tür und Tor geöffnet, wird die Realität nie Einzug halten.
      Ich vermute, sollte man es mit Vollgeld versuchen, es nur einfach ein paar Jahre dauert bis sie es wieder schaffen unser Geld zu manipulieren.
      Nur, eines muss erwähnt werden, echtes Geld mit Eigenwert wäre für alle erst einmal sehr schmerzhaft, der „Entzug“ unangenehm.

    • @Walter Roth
      „Unser“ Schweizer Franken hat eben noch einen „Eigenwert“ (siehe SNB Bilanz); ganz im Gegensatz zum „hochgelobten“ Vollgeld, weil schuldlos ohne jegliche Substanz. Und mit diesem Luftgebilde wollt Ihr wirklich den Franken substituieren? Da nützen auch Bücher füllende möchtegern Erklärungsversuche nur dahingehend, dass der Normalbürger gar nicht mehr versteht, was ihm da blühen könnte.

    • @ Walter Roth

      Nun ich habe sehr viele Bücher zum Thema Geld verschlungen die letzten Jahre; und ich muss gestehen ich komme zu sehr ähnlichen Schlussfolgerungen wie Sie (und ich gehöre auch eher in das libertäre Lager) . Die Metallwährungen funktionieren halt eben nur so lange richtig als sie in „Münzform only“ existieren; sobald man Noten mit Metall-Einlösepflicht ausgibt, fängt der Betrug schon wieder an.

      Und ja, es werden immer wieder betrügerische Irrwege beschritten in welchem System auch immer; und mir ist auch bewusst, dass Vollgeld nicht der Weisheit letzter Schluss ist; und trotzdem glaube ich dass es ein Versuch definitiv wert ist nur schon deshalb weil es potentiell diesen „Schuldenturm“ langfristig ohne wirtschaftlich negative Konsequenzen wieder in gesunde Relationen bringen könnte und weil die gleichmässige Bürgerdividende halt einfach die fairste Art und Weise der Geldschöpfung darstellt; und bei inflationärer Geldschöpfung wäre hier sogar mit einer Umverteilung der Kaufkraft von grossen Vermögen zu kleinen Vermögen zu rechnen; also genau das Gegenteil was die inflationäre Geldschöpfung im heutigen Schuldgeldsystem erzeugt.

      Mein Favorit (Wunsch) wäre somit ein „fliessendes“ Geldsystem, dass z.B. immer 1% der Geldmenge pro Monat als Bürgerdividende auszahlt und gleichzeitig 1% pro Monat an Wert verliert; so hätte man eine sich ständig erneuernde Geldmenge die jedoch regelbasiert immer gleich hoch ist (abhängig von der Anzahl Menschen im System). Ideal würde sich hierfür eine Kryptowährung eignen die eine solche Regel in der Blockchain festschreibt und nur mit der demokratischen Mehrheit von >50% verändert/manimpuliert werden kann.

      Nun ja, träumen ist erlaubt …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

  17. Ich finde das Thema weiterhin komplex und kann mir noch keine richtige Meinung bilden. 2 offene Fragen beschäftigen mich stark:
    Was hat eine Annahme für eine Folge auf CHF Zinsen und CHF Wechselkurs? Ich gehe davon aus, dass CHF stark steigen würde und CHF Zinsen ebenfalls.
    Wie seht ihr dies? Um Meinungen bin ich dankbar.

    • Diese Frage ist zum jetzigen Zeitpunkt praktisch unmöglich zu beantworten. Anzunehmen ist, dass der CHF sehr viel volatiler sein wird. Weiter kann man von einer Kreditklemme ausgehen, die vermutlich über Fremdwährungen (z.B. EUR) ausgeglichen wird. Die Kreditnehmer übernehmen damit aber auch das Währungsrisiko. Nachvollziehbar wäre also für mich, dass Produktion und Dienstleistungen vermehrt in andere Währungsräume ausgelagert werden. Sicher ist, dass die Nationalbank die Preisstabilität kaum mehr im heutigen Umfang gewähren kann und dass die hohen Erwartungen, speziell zum Rückfluss einer erhofften Seignorage, nicht erfüllbar sein werden. Die herumgereichten Zahlen der Vollgeld-Initianten basieren auf Hochrechnungen, die nicht auf tatsächlichen wirtschaftlichen Vorgängen beruhen – sie sind nichts weiter als blauäugige Illusionen.
      Im Prinzip entsteht der Wert einer Währung, wenn Leistungen in dieser Währung in Rechnung gestellt werden können (Wertschöpfung) und nicht, wie die Vollgeldler erhoffen, durch einfache Verteilung.
      Geld ist kein Gut und hat keinen intrinsischen Wert, es dient vor allem als Betriebsmittel unserer Wirtschaft und sollte naturgemäss unmittelbar dort entstehen, wo es für die Wertschöpfung auch gebraucht wird. Auch sollte es wieder aus dem Verkehr gezogen werden können, wenn der Bedarf zurück geht. Mit Vollgeld ist die heutige bewährte Prozesssteuerung siesbezüglich kaum mehr möglich, und ganz sicher nicht zentralgesteuert, ob über die Nationalbank oder die Staatskasse direkt.
      Was auch viele nicht berücksichtigen, das Vollgeld tangiert die meisten Bank viel weniger, als üblicherweise angenommen wird. Sie werden künftig einfach Depotgebühren für Ihr CHF Konto zahlen und für jede Transaktion in CHF werden Sie eine zusätzliche Lieferung, wie für Wertschriften, separat bezahlen müssen. Vermutlich kommt es für Sie schlussendlich günstiger, wenn Sie alles einfach in EUR abwickeln. Wechselkurs und Zinsen interessieren Sie spätestens dann nicht mehr so sehr. Ob man noch eine genügend bezahlte Arbeit hat, wird eher im Zentrum der Überlegungen stehen.

    • Danke Roman Günter
      Ich mache mir folgende Ueberlegungen: CHF wird knapp, also steigt der Wert.
      Zinsen: Refinanzierung wird schwieriger, Angebot knapper, also teurer.

    • @ Martin

      Wenn alles gleich bleibt nach der Vollgeld Umstellung würde ich genau das erwarten was sie sagen: CHF wird eher stark sein und die Zinsen auf Kredite würden eher etwas teurer werden aufgrund der Refinanzierungs Situation der Geschäftsbanken; wenn sie sich das Geld bei Kunden holen wollen, müssen sie schon einen Zins deutlich grösser Null anbieten …

      … aber, und das ist eben wichtig: Im Vollgeld System würde die SNB die volle Kontrolle über die Geldmenge ausüben aber eben auch über die Zinsen die sie den Geschäftsbanken für deren Kredite gewährt; somit hätte sie eine einfache Möglichkeit bei einer Kreditverknappung und/oder bei starken Zinserhöhungen einfach diesen Zinssatz zu senken (auch in den negativen Bereich wenn nötig).

      Bei der Steuerung des Wechselkurses des CHF hätte sie im Vollgeld System die genau gleichen Möglichkeiten wie heute … wobei man über Sinn und Unsinn einer solchen Steuerung natürlich auch heute schon diskutieren kann.

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • Die Frankenstärke kann mit Vollgeld viel besser gesteuert werden, da die SNB die Geldmenge direkt kontrolliert. Auch der Zins wird weiterhin die SNB vorgeben, wie bisher. Neu ist sie aber frei, den Zins etwas anzuheben, was sie momentan nicht kann.

    • Guten Tag, Martin

      Aus nachvollziehbaren und guten Gründen hat sich die Nationalbank schon länger von der Idee verabschiedet, direkt auf die Geldmenge einwirken zu wollen. Die aktuell historisch hohen Aktiven in der Bilanz der Nationalbank sind nicht eine gewollte Erhöhung der Geldmenge, sondern repräsentieren den erhöhten Bedarf an Liquiditätsreserven (Versicherungen, Pensionskassen, Banken, Investoren, etc.) nicht nur in der Schweiz, sondern auch von Partizipanten aus anderen Währungsräumen.

      Ein Gut wird erst knapp, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Etwas salopp gesagt; wenn in Paris nur noch vereinzelt Hundehaufen auf dem Trottoir anzutreffen sind, macht diese Beobachtung Hundehaufen nicht wertvoller. Für eine gesunde Wertermittlung braucht es nun mal einen funktionierenden Markt. Interessanterweise wird dies immer wieder ausgeblendet.
      Mit der Vollgeld-Initiative wird der CHF im Prinzip aus dem direkten Markt der „bewirtschafteten“ Währungen praktisch herausgenommen. Wie die wirtschaftlich tätige Gesellschaft auf diese neuen Bedingungen reagieren wird, kann man heute noch nicht wirklich abschätzen.

      Ohne die heutigen Möglichkeiten zur Steuerung der Preisstabilität durch die Nationalbank, kann man davon ausgehen, dass die Volatilität des Schweizer Frankens massiv zunehmen wird. Das ist pures Gift für die Investitionsplanung der im CHF-Währungsraum ansässigen Unternehmen.

      Damit sind wir auch bei den Zinsen. Unternehmen mit starker globaler Ausrichtung werden vermutlich als erste vermehrt auf eine alternative und einfacher planbare Währung ausweichen und personalintensive Unternehmen müssen sich zum Wirtschaftsstandort Schweiz grundlegende Gedanken über die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäfts machen. Damit könnte durchaus der Refinanzierungsbedarf im wichtigen Bereich der Wertschöpfung leiden. Über Umverteilung alleine lassen sich Konsum und Sozialleistungen aber eher nicht nachhaltig finanzieren, schon gar nicht auf Kredit.
      Dem knappen Angebot steht also möglicherweise auch ein verminderter Bedarf gegenüber – mit entsprechend ausgleichendem Effekt auf die Zinsen.
      Den in diesem Zusammenhang inherent negativen Effekt auf die Immobilienfinanzierung möchte ich hier einfach zur Vollständigkeit noch am Rande erwähnen, ohne weiter ins Detail zu gehen. Dieses Thema verdient eine eigene Tragödie.

      Natürlich sind das nur meine generellen Überlegungen zum Thema und alternative Schlussfolgerungen sind durchaus möglich und zu erwarten. In den Ausführungen der Beführworter der Initiative vermisse ich aber immer wieder die für mich äusserst wichtige Auseinandersetzung mit der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung und Wertschöpfung.
      Eine risikolose Sicherstellung aktueller Vermögen ist auf jeden Fall auch das Vollgeld nicht.

      Beste Grüsse

  18. @Meyer,

    Lernen Sie sich von Ihren Meinungen zu lösen, damit Sie mit Distanz analysieren. Auf diese Weise können Sie sehen, was es da draussen noch gibt. Zu den Aussagen von Jordan: zu Ihren zahlreichen Beiträgen/Nachträgen haben viele Kommentatoren dazu Stellung genommen. M.E. wurden Ihre Behauptungen dahingehend widerlegt und richtiggestellt. Sie weigern sich das anzuerkennen. Auch nach Ihrem 12-Beitrag hier ist mir nicht klar, was Sie mit Ihrer Fragestellung bezwecken. Da Sie, wie aus Ihren Artikeln ersichtlich ist, eine andere Auffassung vertreten ist es vergleichsweise müssig zu versuchen ein Umdenken zu erzeugen – erfahrungsgemäss sind derartige Versuche nichts weiter als verschwendete Lebenszeit. Das geht vor allem aus den Kommentaren und Gegenargumenten in Ihren Beiträgen hervor. So ignorieren Sie gezielt auf die Gegenantworten, und aus Sicht vieler Kommentatoren. widerlegenden Argumenten zu antworten. Sie vermuten Trolle der SNB, vermummte Chaoten wenn Sie widerlegt sind und Ihnen die Argumente ausgehen.

    Dazu zitiere ich Herr Rudolf Müller:

    „“Kommnetare von Herr Dr, Marc Meyer

    Zu Ihrer Bitte bezgl. Herrn Dr, Marc Meyer.
    Zu den, in Beton gemeißelten Standardansätzen von Herrn Meyer, wollte ich mich nicht mehr äußern. Es bringt einfach nichts. Die gleichen Aussagen wiederholt er bewusst immer wieder und glaubt wohl mit einer erhöhten Wiederholrate Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Gegenargumente werden von ihm bestenfalls als Aufhänger für seine Wiederholungen benutzt, aber keinesfalls um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema des Gegenarguments zu starten. Auf detaillierte Gegendarstellungen geht er erst gar nicht ein sondern findet sie bestenfalls „langweilig“.

    Ich kann mit Ihnen z. B. nur sinnvoll diskutieren, wenn Sie auf meine Argumente eingehen und auch versuchen, meine Sichtweise zu verstehen. Sie müssen dieser Sichtweise deshalb noch nicht zustimmen. Solange Sie aber nur Ihre eigenen Aussagen wiederholen ohne auf meine Argumente einzugehen, ist doch eine Diskussion nicht möglich. Genau an diesem Punkt stehe ich mit Herrn Dr. Marc Meyer und seinen, zu einem großen Anteil auf Irrtümern aufgebauten Lehren.

    Seine Weisheiten mag er für sich behalten und seine immer wieder vorgetragenen Plagiatsvorwürfe finde ich nur noch peinlich. Weshalb besitzt er denn nicht den Mum, gegen die Institutionen vorzugehen, die seine vermeintlichen Weisheiten ohne Nennung seines Namens übernehmen und verbreiten? Stattdessen müssen wir uns sein Gejammer hier bis zum Erbrechen anhören.““

    https://insideparadeplatz.ch/2018/03/21/vollgeld-ist-rotester-kommunismus-lanciert-vom-ausland/

    Möglicherweise finden sie in den Weiten des Internet ja jemanden, der mit Ihnen Ihre Ansichten diskutiert, ich wünsche Ihnen bei der Suche viel Glück!

    Zu Vollgeld und Buchhaltung:

    https://www.vollgeld.de/fuer-ein-waehrungsregister-der-zentralbank#eigenkapitalansatz

    Mit freundlichen Grüssen

    • @Eidgenosse

      Zu Ihrem Geldbeutelvergleich:

      Im besten Fall sind Sie ein Amateur, im schlechtesten Fall ein Scharlatan.

    • @ Eidgenosse………………

      Ich würde ihnen empfehlen ihre eigenen Ratschläge an Herrn Meier zu beherzigen, dann werden sie ihn vielleicht auch einmal verstehen können.

  19. @Eidgenosse

    Im Geldbeutel ist eben kein Vollgeld, wie Sie und die Vollgeldler behaupten.

    Ein Banknote ist als Passivum in der SNB Bilanz eingebucht.

    Vollgeld wird aber, gemäss Antwort von Herrn Zenger an mich weiter unten, in der SNB Bilanz nicht verbucht.

    Sehen Sie den Unterschied?

    Eine korrekte Analyse Ihrerseits wäre sinnvoller, als mir zu unterstelken, ich würde Jordans Irrlehre verdrehen.

    MfG

  20. So lange der Bund, die Kantone und Gemeinden Buchgeld der Banken als Zahlungsmittel für die Steuern akzeptieren, so lange wird keinem Durchschnittsschweizer bewusst, was der Unterschied ist zwischen Buchgeld der Banken und dem Zentralbankgeld der SNB.

    • @Jonas Hügli

      Das Argument, wonach die Steuern mit Buchgeld der Banken zu bezahlen ist, ist m.E. eines der besten Gegenargumente gegen die Vollgeld-Initiative.

      Ich denke ich habe es auch schon mal gelesen von einem Deutschen Kommentator, der sagte, in Deutschland seien die Steuern auch mit Buchgeld der Banken zu bezahlen.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  21. Sehr geehrter Herr Christoph Zenger,

    herzlichen Dank. Jeder Bürger versteht und kann sich leicht vorstellen warum es Banken nicht erlaubt sein soll Banknoten zu drucken. Deshalb ist schwer verständlich und vor allem sehr unglaubwürdig warum es Banken erlaubt sein soll Giralgeld entstehen zu lassen, welches nach heutiger Praxis 1:1 in Banknoten und Realwerte umgetauscht werden kann. Ein Privileg welches eine privat geführte Firma niemals haben darf. Die gesetzlich geforderten Rücklagen welche ein unbeschränktes Geldschöpfen verhindern soll sind rein theoretisch und bewirken nicht annähernd die gewünschte regulative Wirkung.

    Lehnt die Vollgeldinitiative ab und schaut weiter zu wie Boni, Aktiengewinne und Staatsschulden auf Kosten unserer Wirtschaft steigen. Früher oder Später ist es unumgänglich, dass dieses heutige auf Schulden basierende Finanzsystem reformiert werden muss.
    Es wird Zeit dies zu ändern! Unterstützt die Vollgeldreform und damit den Werkplatz Schweiz, alle KMUs und nicht zuletzt alle Bürger eines von Banken in Geiselhaft genommenen Staates.

    Liebe Grüsse

    • Jede privat geführte Firma kann im Prinzip Kundengelder entgegennehmen. Macht sie das systematisch und in grösserem Rahmen, muss sie zusätzliche gesetzliche Bestimmungen erfüllen und kann eine Lizenz bei der FINMA beantragen. Die privat geführte Firma kann sich mit einer solchen Lizenz Bank nennen.

  22. In zahlreichen Beiträgen hier wird leider immer wieder zu Unrecht Kapitalismus direkt od. indirekt mit Marktwirtschaft gleichgesetzt. Tatsächlich ist das Grundübel immer Staatskapitalismus (inkl. subventionierter Großkonzerne) = Sozialismus zugunsten Weniger, der mit Marktwirtschaft absolut nichts zu tun hat.

    Man kann es nicht oft u. deutlich genug betonen:
    Hauptursache aller bisherigen und künftigen Verwerfungen ist das von den USA ausgehende verbrecherische zentralistische Fiat Money-Schuldgeldsystem, das sich seit Jahrzehnten wie ein Krebsgeschwür durch die Gesellschaften frißt, dabei systematisch alle natürlichen Werte und Maßstäbe zerstört und nur durch ständige Erpressungen und Raubzüge verlängert werden kann – bis zum Tod des Wirts.

    • Wir haben und hatten seit einer gefühlten Ewigkeit Sozialismus.

  23. Lieber Herr Zenger,

    Das polit-ökonomische Establishment verteidigt seine Privilegien mit allen Mitteln und befürchtet einen Debakel am 10. Juni 2018!

    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/31646-vollgeld-initiative-banken-schweizer-finanzplatz-sicherheit-reputation-vertrauen

    Bemerkenswert im Artikel:

    „“Die an sich chancenlose Vollgeld-Initiative mutiert zunehmend zu einem Ventil für viele Schweizerinnen und Schweizer, ihrem Unmut über die Banken Ausdruck zu verleihen.““

    Mit freundlichen Grüssen

    • @Eidgenosse,
      diese Umfrage (42%!) soll Ansporn sein die Menschen korrekt aufzuklären. Die Immense Lobby-Macht der Banken rollt langsam an: Wie sonst könnten sie alle grossen Parteien so verängstigen, dass diese alle dagegen sind, obwohl die wenigsten Politiker nicht mal das jetzige Geldsystem verstehen? Was inakzeptabel ist sind die viele falsche Behauptungen zur Initiative, insbesondere von ganz oben. Ein unwürdiges Spiel. Das erinnert an das Märchen der Einlagensicherung.

      Die Einlagensicherung bis 100’000 Fr. pro Person und Bank ist ein schlechter Witz. Sie umfasst nur 6 Mia. Franken. Schon in einer kleinen Krise gehen viele Bankkunden leer aus, da diese 6 Mia. Franken nicht mal 2% der Kundenguthaben abdecken!

      Und der Bundesrat sagt hemmungslos: Bis 100’000 Fr. ist alles sicher.

      Zum selber nachlesen: https://www.esisuisse.ch/de/faq

    • @Meyer,

      Seien Sie so freundlich und tragen Sie Ihren persönlichen Streit mit Jordan woanders aus.

      Mit freundlichen Grüssen

    • Nein lieber Eidgenosse

      So einfach geht’s nicht.

      Jordan behauptet, bei einer Geldemission durch die SNB entstünde Eigenkapital der SNB.

      Diesem Irrtum sitzen auch die Vollgeldler auf und versprechen dem Volk eine hohe Seigniorage.

      So ist es.

      Bitte exakt analysieren. Nicht so oberflächlich wie die Zentralbanker und Vollgeldler.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Meyer,

      so ist es nicht lieber @Meyer. Etwas unrichtig darstellen oder behaupten was Jordan gesagt hat, mag in Ihrer Sichtweise schlüssig sein, aber Sie können nicht den Sinn und Kern der Sache verdrehen. Bestimmt, sind Sie sich Ihrer Sache überzeugt und dahinter können keine unlautere Absichten verborgen sein, aber wie Sie zu Recht geschrieben haben, müssen wir exakt analysieren – und nicht – interpretieren. Ich lese Ihre Beiträge und auch die Kommentare dazu.

      Mit freundlichen Grüssen

    • @Eidgenosse

      In Ihrem Beitrag fehlt mir ein fachliches Argument.

      Sie haben Sie offenbar nicht richtig gelesen.

      Nochmals:

      Jordan behauptet, bei einer Geldemission durch die SNB entstünde Vermögen der SNB „aus dem Nichts“.

      Wenn also links in der Bilanz der SNB „Liquides Vermögen der SNB entsteht („Liquidität“), so bedeutet das, dass auf der rechten Seite Eigenkapital entsteht.

      Das ist dann die sogenannte Seigniorage, womit die Vollgeldler das Volk geködern beim Stimmenfang.

      Also haargenau gleicher Irrtum von Jordan und den Vollgeldlern.

      Lasst Vollgeld jetzt endlich sterben. Es handelt sich um eine Irrlehre, welche sich die teils berechtigte Wut der Bürger über die Banken zunutze mache.

      Mehr steckt nicht dahinter.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Meyer,

      Sie beweisen durch Ihre zahlreichen Beiträge jedesmal und haargenau das fachliche Argumente keine Rolle spielen. Die Meinungen über Jordan, basierend auf Ihre Perzeption der Realität, auf Ihren Erfahrungen und Thesen, führen Sie dazu ungenaue und extrem verzerrte Urteile zu fällen. Wie Leonardo Da Vinci sagte, ist der größte Fehler, den ein Mensch machen kann, der, an das Falsche in den eigenen Meinungen zu glauben. Denn es gibt keine größere Ignoranz als die, zu denken, dass die persönliche Einschätzung der Welt einer universellen Wahrheit entspräche.

      Mit freundlichen Grüssen

    • @Eidgenosse

      Immer noxh kein fachliches Argument. Nur Sprüche.

      MfG

    • Aber Herr Meyer,
      das ist doch exakt das, was Sie immer machen
      – nur Sprüche, keine Fakten.
      Ihre Beiträge sind mittlerweile nur noch lästige Folklore – Blog Spam.

  24. Lieber Herr Zenger,

    Morgen den 03.05.2018 um 18:00 hält Thomas Jordan ein Referat, „Darum schadet Vollgeld der Schweiz“, im Schweizerisches Institut für Banken und Finanzen s/bf-HSG, in Zürich.

    Es herrscht eine seltsam widersprüchliche Stimmung zu diesem Thema. Das gesamte politische Establishment und Institutionen wie SNB oder EFD sind geschlossen gegen Vollgeld – und – schrecken nicht davon ab, mit lückenhaften und verwirrenden Informationen direkt in den Abstimmungskampf Einfluss zu nehmen. Das ist in der Tat auffällig, ja. Dies umso mehr da Vollgeld nichts Neues und auch kein Systemwechsel ist. Seit 2000 Jahren gibt es Vollgeld in Form von Münzen und seit über 100 Jahren als Banknoten. 1891 haben die Schweizer Bürgerinnen und Bürger in einer Volksabstimmung das Drucken von Banknoten zum alleinigen Recht der Nationalbank erklärt (Banknotenmonopol). Daraufhin wurde die Schweizerische Nationalbank gegründet. Jedoch wurden in den letzten Jahrzehnten die Banknoten durch elektronisches Geld, das heute 90 Prozent der Geldmenge ausmacht, verdrängt. Deshalb will die Vollgeld-Initiative der Nationalbank auch das Erzeugen unseres elektronischen Geldes übertragen. Dann haben wir wieder echte Franken auf unseren Konten.

    Mit freundlichen Grüssen

    • Hier zeigt sich eben der Tiefe Staat ganz besonders deutlich. Ein JA zu Vollgeld ist eben auch ein Ja zu echter Demokratie und eine Kampfansage gegen Korruption und die zunehmende Fasadendemokratie.

  25. Sehr geehrter Herr Zenger

    Exzellente Auszüge und Umschreibungen der Finanzfunktionen gestern und heute. Anstatt die tendentiösen Äusserungen des Bundesrates im Abtimmungsbüechli müsste eigentlich Ihr Beitrag dort drin zu finden sein (ja, man darf ja wohl noch träumen, denn dies ist bis Stand heute als eine der wenigen selbständigen „Tätigkeiten“ noch nicht verboten…).

    Jedem einzelnen Leser müsste eigentlich einleuchten, dass Vollgeld zwar nicht alle Probleme löst, das Kapital jedoch für jeden einzelnen, kleinen Wirtschaftsteilnehmer viel fairer und sicherer behandelt wird.

    Es ist nicht einfach – vor allem für Akademiker – wenn man selbst erkennen muss, dass der ganze Stoff, den man Jahre lang gelernt und selbst gelebt und propagiert hat, da er mehr oder weniger als „alleingültig“ und als einzig richtig erklärt und genau so auch weitergegeben wurde, nichts taugt! Wer gesteht sich selbst schon gerne ein, dass man Jahre lang an eine verdrehte Geldtheorie geglaubt hat, die es in der Form in der Praxis gar nicht gibt? Manche Menschen würden sogar Ihre gesamte berufliche Laufbahn in Frage stellen müssen, da ist es eben dann vermeintlich unproblematischer, das Lügengebäude in Form von Selbstbetrug einfach weiter aufrecht zu erhalten – wie ein Arzt, der zwar weiterhin Impfungen verabreicht, jedoch nicht seinen eigenen Kindern… Und dies aus purer Angst, Angst vor Reputationsschäden, Angst vor Jobverlust, Angt vor Ausgrenzung und Angst um die Existenz.

    Da wir Schweizer Stimmbürger – seit ich selbständig denken kann – immer mit genau dieser Art von Angst manipuliert und gleichzeitig nicht richtig informiert und aufgeklärt werden, wird wohl auch die Vollgeldinitiative trotz der hervorragenden, entlarvenden Berichten wie diesem hier, schätzungsweise Bach ab geschickt. Tja, jedes Volk hat schlussendlich die Regierung die es verdient…

    • Ich teile ihre Ansicht weitgehend, ausser der letzte Satz. Leider ist der Tiefe Staat auch in der Schweiz sehr sehr mächtig und kontrolliert die Mainstream Medien. Die Bürger werden gezielt desinformiert und manipuliert. Zwar wachen die Bürger langsam auf, aber zu viele sind noch im Tiefschlaf, so dass es diesmal wohl nicht ganz reichen wird. Vollgeld JA.

  26. Vor etwa 100 Jahren haben die Radikalen (heute FDP), die Bauern (heute SVP) und die Katholisch Konservativen (heute CVP) mit dem Nationalbankgesetz verboten, weiterhin Banknoten zu drucken. Weil sie schon damals wussten, dass EIN Währungsgebiet EINE Notenbank braucht, um die Geldmenge zu kontrollieren. Und heute schreien sie Zeter und Mordio, dass auch das Buchgeld der Nationalbank gehören soll. Damit sie auch da die Kontrolle übernehmen kann.
    Das nenne ich DIE politische Kehrtwende der bourgeoisen Parteien.
    Ja zu Vollgeld.

  27. Diese hervorragende Zusammenfassung sollte auch in der Migros-Zeitung publiziert werden. Interessierte und abstimmende Zeitgenossen sollten zur Kenntnis nehmen, dass es hier um einen notwendigen Aufklärungs- und Demokratisierungsprozess in und zur Finanzwirtschaft geht. Geld ist ein öffentliches Gut, das wie Wasser, Luft, Boden, Bildung und Gesundheit nicht privatisiert sein oder werden dürfte. Die so genannten ‚Kryptowährungen‘ sind reine Spekulations- und keine geeigneten Zahlungsmittel. Es wäre auch dringend erwünscht, wenn Politiker wie Ruedi Noser oder Ökonomen wie Alksander Berentsen die Vollgeld-Initiative wirklich lesen und nicht nur falsch interpretieren würden wie sie in mehreren Podium-Diskussionen immer wieder unter Beweis stellen. Nutzen wir am 10. Juni die Chance mit einem JA zur Vollgeld-Initiative die notwendigen Voraussetzungen für eine beispielhafte neue Geldpolitik zu ergreifen.

    • @Werner Kallenberger.

      Als Beispiel haben Sie hier Herr Ruedi Noser genannt, der vor einigen Monaten im Gottlieb Duttweiler-Institut (GDI) in Rüschlikon zu einem Satz im vorgeschlagenen Verfassungstext:

      „Er kann dabei vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit abweichen“

      meinte, das sei ja Kommunimus pur.

      Hier ist nur zu sagen, dass diese Aussage auch an anderen Stellen der Bundesverfassung vorkommt, (Konjunkturpolitik, Landwirtschaft usw.) die vom Parlament beschlossen und vom Volk mit einem Ja bestätigt wurde. Kennt nun Herr Ruedi Noser die Verfassung nicht, oder geht er davon aus, dass die Zuhörer sie nicht kennen?

      Auf diesem Niveau wird also gegen die Initiative argumentiert, das spricht klar dafür, dass es wohl keine besseren Argumente gibt.
      Deshalb ein JA am 10. Juni.

  28. Sehr geehrter Herr Dr. Zenger,

    Es scheint so, als ob es selbst bei Morgan Stanley einen Denkprozess in Richtung Vollgeld gibt, wenn man den folgenden Beitrag von Daniel Stelter bei BTO liest:

    https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/offizielles-kryptogeld-doch/

    „bto: Das ist genau die Argumentation, die auch die Vollgeld-Befürworter bringen. Die Kunden würden den Banken bewusst Geld leihen, damit Zinsen verdienen und das Risiko kontrollieren. Morgan Stanley befürwortet also den Systemwechsel. Ob das die Schweizer Volksinitiative schon gehört hat?“

    Hier ist der Orginalartikel auf den sich Daniel Stelter beruft zu finden:
    https://www.ft.com/content/2fb50f4e-2842-11e8-9274-2b13fccdc744

  29. Bravo. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen diesen Beitrag lesen, und ebensoviele aus ihren Theorie-Träumen erwachen und selber zu denken anfangen und letztendlich ein Ja fürs Vollgeld in die Urne legen. Vollgeld eine bewährte Sache, gibt Sicherheit und ist eine exzellente Basis für eine gesunde Realwirtschaft.

    • Bewährte Sache???
      Wo zum Teufel hat sich schuldloses Geld denn bis jetzt wirklich bewährt??? Bitcoin und Konsorten zeigt die diesbezügliche Volatilität ja ziemlich eindrücklich auf!

    • Supermario………………

      Gold und Silbermünzen waren schuldloses Geld.

      Und damit lebten wir 4900 Jahre lang.
      Erst seit 100 Jahren ist Schuldgeld der Normalfall.

    • @Walter Roth
      Ich habe nie behauptet, dass echtes Vollgeld (in Gold- oder Silberform) wie von Ihnen beschrieben, nicht funktionieren würde.
      Leider kann das Möchtegernvollgeld (wie initiativ gefort) nicht damit verglichen werden; um hier eine Substitution eins zu eins zu erhalten, müssten sämtliche Sichtgeldguthaben (wie das eben bei Edelmetall der Fall ist) mit einer Aufbewahrungsstrafe (analog Lager- und Versicherungskosten) unterlegt werden!

  30. Vielen Dank für den fundierten Artikel. Die Vollgeld-Initiative ist der erste praktische Vorschlag seit 10 Jahren, der das too-big-to-fail-Problem löst.

    • Vollgeld würde das Too-big-to-fail maximieren.

      Es gäbe nur noch eine Bank für Kredite – die SNB – wo man ja zudem, gemäss Jordan, kein Geld mehr abheben dürfte.

      Hört doch endlich mal auf mit Eurem Quatsch – Ihr Vollgeldler und Zentralbanker.

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer Dr.:
      Sehr geehrter Herr Meyer

      Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, was Sie genau für eine Rolle inne haben, hier auf diesem Blog.
      Auf der einen Seite lassen Sie keine Gelegenheit aus, Hrn. Jordan, seine Auffassungen und sein Handeln als Chef der SNB zu kritisieren (meiner Meinung nach meistens auch zu recht), auf der anderen Seite verfechten Sie inbrünstig, mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, genau die – meiner Meinung nach überholte – Ansicht des Herrn Jordan, wenn es um die Vollgeld-Frage geht, und legen sich mit ihm ins Bett. Herr Jordan darf wahrscheinlich nicht anders, doch wie sieht es mit Ihnen aus?

    • @ Visionär

      die gleiche Frage stelle ich mir hier auch immer wieder …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • @Visionär@Hedgie,
      Gute Frage: Dazu

      „Christoph Pfluger
      24. Februar 2018 / 14:19
      @ Dr. Marc Meyer: Vermutlich sind Sie tatsächlich ein Troll. Es geht doch nicht, dass Sie mir in hunderten von Kommentaren eine Frage stellen und sich dann öffentlich beschweren, ich hätte Ihnen nicht geantwortet. Wenn es Ihnen wirklich an einer Antwort gelegen wäre, hätten Sie die Frage direkt stellen können. Meine e-Mail-Adresse ist leicht zu finden.
      Zu Ihrer Frage, was Vollgeld ist: Der Begriff stammt aus dem 50er Jahren und wurde von einem Beamten des Eidg. Finanzdepartement erstmals verwendet. Vollgeld ist Geld, das vom Staat oder einer staatlichen Körperschaft (z.B. der Nationalbank) zins- und schuldfrei in Umlauf gebracht wird. Es ist systemneutral, wenn es in Harmonie mit der Wirtschaftsentwicklung in Umlauf gebracht wird: ein bisschen mehr Produktion -> ein bisschen mehr Geld. C.P.“

      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/17/vollgeld-internationale-experten-sehen-vorbildfunktion-der-schweiz/

    • @Visionär

      Was?

      Verstehe nicht. Ist mir zu hoch.

      Sorry

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer,

      nichts definiert jemanden so sehr wie die Kommentare, die er macht, da spielt Anonymität eine vernachlässigbare Grösse.

    • Ja Herr Meier…………

      Eben das gibt mir sehr zu denken.
      das wir damit die SNB die derart gegen unser Land agiert, unseren Franken zu vernichten droht und der EU zudient, das wir so einer SNB nun noch mehr Kompetenz einräumen sollen, ja daran kaue ich noch.
      _
      Normal sollte sein, dass man einem Versager nicht noch mehr in den Rachen stopft.

    • @ Walter Roth

      Das Problem der noch grösseren Macht der SNB bei Vollgeld ist mir im ersten Moment auch nicht ganz so sympatisch aus den von Ihnen genannten Gründen; dennoch glaube ich, dass mit Vollgeld der Auftrag für die SNB ein völlig neuer ist und somit auch ein völlig neues Führungsgremium mit entsprechender Philosophie angesagt wäre …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

  31. Lustigerweise steht hinter beiden von Ihnen genannten geschichtlichen Ereignissen die gleiche Gruppe.

    Der Civil War fand statt weil die prosperierenden Vereinsmitglieder aus dem Süden austreten wollten.
    Dies konnten die Leute hinter dem Verein nicht zulassen.
    Dieselben hatten zuvor die Colonial Scripts bekämpft.

    Schacht war ein Protegé von Montagu Norman.
    Die Leute hinter Norman hatten auch auf Leute wie Hess, Himmler und AH erheblichen Einfluss.

    Was viele nicht bedenken: wenn man einen grossen Konflikt will um gewisse Völker zu dezimieren und deren Kultur zu zerstören, muss man sie erstmal in einen Zustand bringen in welchem sie sich für einen grossen Konflikt gewappnet sehen.

    Es ist immer wieder dasselbe Muster.
    Die Arten der Unterstützung und für paar Jahre existierenden Modelle sind aber den Umständen entsprechend wechselnd sehr interessant zu untersuchen.

    Muss man einen Akteur in <10 Jahren aufbauen, bedingt dies oft effizientere Finanzierung, Wirtschaftsordnung und Organisation.

    Es sind die kurzen Phasen wo die globalen Architekten ein temporäres Abweichen der üblichen Ordnung zulassen.

    Zu Gesell:
    Wir haben seit vielen Jahrzehnten real Schwundgeld für die Armen und den Mittelstand.

    • Sehr geehrter Herr Peter Keller

      Das Schwundgeld von Silvio Gesell und das heutige inflationäre Buchgeld der Geschäftsbanken ist absolut nicht vergleichbar und haben eben gerade NICHT die gleichen Eigenschaften. Das Schwundgeld von Gesell verliert eben nur dann an Wert wenn ich es über längere Zeit aufbewahre wohingegen das heutige Geld immerwährend an Kaufkraft verliert; gerade auch wenn mein Lohn konstant bleibt kann ich damit immer weniger kaufen was bei Schwundgeld eben nicht passiert!

      Also bitte hier nicht für Verwirrung sorgen und diese zwei Geldarten in den gleichen Topf werfen.

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • Lieber Hedgie,

      Das heutige Schwundgeld sollte sogar noch schneller ausgegeben werden!

      Denn neben der vom Tag 1 an laufenden Entwertung haben Sie beim Giralgeld noch ein Ausfallrisiko der Geschäftsbank.

      So gesehen zeigt unser heutiges „Geld“ mit sehr tiefer Umlaufgeschwindigkeit doch nur, dass ein für den Sparer weniger dramatisches Schwundgeld wie früher im heutigen Umfeld erst recht nicht wirklich zum Wirtschaftswachstum verhilft.

  32. Ein souveräner Artikel von Christoph Zenger – grossartig wie die Antworten von Joseph Huber im Blick-online-Interview vom 29. April. Einleuchtend für den gesunden Menschenverstand, leider nicht für die Sklaven des heutigen Geld- und Bankensystems.

  33. Sehr geehrter Herr Zenger

    Die Illusion des Geldmultiplikators haben alle kolportiert bis im September 2013 (Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung).

    Oder gibt es ein Zitat von Ihrem angeblichen Genie und Hitler Zentranbankpräsidenten Hjalmar Schacht, wo er diesen Irrtum widerlegt?

    Sie behaupten es einfach.

    Auch die Vollgeldler haben diesen Irrtum begangen, bis sie hier auf Inside Paradeplatz eines besseren belehrt wurden. Die Vollgeldler schmücken sich mit fremden Federn, um über ihre eigene Irrlehre hinweg zu täuschen.

    Es konnte mir immer noch kein Vollgeldler sagen, ob Vollgeld ein Aktivum oder Passivum der SNB ist.

    Fiatgeld wäre Aktivum. Heutige Banknoten sind aber Passivum der SNB. Ein Widerspruch der Vollgeldler.

    Die Vollgeldler sind im selben Spital krank wie die Zentralbankpräsidenten.

    Steht doch zu Eurem Irrtum anstatt hier mit endlosen Texten zu verwirren.

    Danke

    Marc Meyer

    MfG

    Marc Meyer

    • Würde mich auch interessieren, ob Vollgeld jetzt ein Aktivum oder ein Passivum der SNB ist. Auf der Homepage der Vollgeldler steht, dass es sich um ein Passivum ohne entsprechendes Aktivum handeln würde, was bald zu einem negativen Eigenkapital der SNB führen würde.

      Zudem kann Vollgeld nicht mehr abgeschöpft werden, eine Reduzierung der Geldmenge ist unmöglich – ganz abgesehen davon, dass die geplante Geldmengensteuerung nachweislich schlechter funktioniert als die heute praktizierte Zinssteuerung.

      Durch die Generierung von schuldenfreiem Geld würde die Nationalbank auch zur Sozialpolitikerin und durch die Vergabe von Krediten an Geschäftsbanken deren Kreditrisikomanagerin.

      Ausserdem gibt es Vollgeld heute bereits in Form von Gold und Bitcoin. Und da ist die Preisstabilität alles andere als gegeben.

    • Vollgeld würde das Too-big-to-fail maximieren.

      Es gäbe nur noch eine Bank für Kredite – die SNB – wo man ja zudem, gemäss Jordan, kein Geld mehr abheben dürfte.

      Hört doch endlich mal auf mit Eurem Quatsch – Ihr Vollgeldler und Zentralbanker.

      Marc Meyer

      @Hansi

      Gemäss Vollgeldler wäre Vollgeld Aktivum und Passivum zugleich.

      Die Idee und die Initiative ist ein einziger Widerspruch.

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer
      Ihr Beitrag zur Entlarvung des Geldmultiplikator-Märchens soll in keiner Art und Weise geschmälert werden. Ohne Sie hätte die SNB ihre Homepage diesbezüglich wohl noch lange nicht angepasst. Vielen Dank für Ihr stetes Bemühen in dieser wichtigen Angelegenheit.
      Das Vollgeld taucht in der Notenbankbilanz gar nicht auf, genausowenig wie die Münzen in der Bilanz des Bundes. Das elektronische Vollgeld wird wie das bereits bestehende, münzmässige Vollgeld über die Erfolgsrechnung verbucht und die Differenz zwischen Nominalwert und Produktionskosten erhöht entsprechend den Gewinn der SNB beziehungsweise des Bundes (Seignorage).
      Beste Grüsse
      Chr. Zenger

    • herr Dr. Meier……….

      Man könnte es versuchen, denn das was wir jetzt haben wird uns einmal um die Ohren fliegen, wenns uns mit Vollgeld um die Ohren fliegt ist es beinahe das selbe………oder ? …(((-:

      Aber keine Sorge für Sie, diese Initiative wird nicht durchkommen.

    • itcoin gebe ich Ihnen Recht, Bitcoin usw. sind ein Betrug. Aber bei Gold sehe ich es ganz anders. Also bezüglich Gold ist die Kaufkraft von allen Wertanlagen am stabilsten. Während Papierwährungen – in Relation zu Gold – gegen eine Kaufkraft von Null zusteuern. Der Dollar hat seit 1913 etwa 94 Prozent (immer im Vergleich mit Gold) seiner Kaufkraft verloren seit 1999 hat er 75% verloren. Der Franken hat im gleichen Zeitraum etwas weniger Kaufkraft verloren als der Dollar.

      Anders gesagt, mit einer Unze Gold (aktueller Wert 1310 Dollar) konnte man vor 100 Jahren einen guten Anzug erwerben und man kann es heute immer noch. Fazit: Das System der Papierwährungen ist über lange Zeiträume gesehen extrem inflationär und die Kaufkraft tendiert langfristig immer gegen Null, während Gold seit Tausenden Jahren ein theoretisch stabiles Zahlungsmittel ist. Theoretisch, weil viel Unsinn mit Edelmetallwährungen betrieben wurde und weil der Eigenwert des Goldes den Manipulationen an den Börsen unterworfen ist.

      In Relation zu Aktien und Börsenindex sieht Gold langfristig gesehen richtig gut aus. Der Down Jones verlor seit 1999 über 65 Prozent gegenüber Gold.
      Wenn man im Jahr 2000 sagen wir 100.000 Dollar jeweils in Gold, S&P Index und FTSE 100 investiert hätte, hätte man 2017 mit Gold gegenüber dem S&P 317% und FTSE 100 sogar 454% rausgeholt, während man durch S&P 55% und FTSE 100 nur 6 % rausgeholt hätte.

      Wenn man den Verkauf von Gold in Geld abwickelt, dann funktioniert der langfristige Vergleich natürlich nicht. Man muss das Gold direkt in Waren umtauschen.

      Natürlich will ich deshalb noch lange keine Goldwährung, sondern ein stabiles zinsloses und daher nicht an Wachstum gebundenes (nicht inflationäres) Geldsystem wie das von Gesell. Dies halte ich für den einzigen richtigen Weg, man muss mit den Ressourcen auf der Erde sorgfältig umgehen. Mit einem durch Wachstum angetriebenes Geldsystem, funktioniert dies nicht. Für was haben wir Wachstum? Damit wir alle 2 Jahre etwas neu kaufen, was wir schon haben? Das aktuelle zinsgesteuerte Geldsystem führt die Menschheit durch seine exponentielle Funktion definitiv in den Untergang. Die meisten Kriege in den letzten 5000 Jahren haben ihren Ausgangspunkt im Zins und Zinseszins.

    • @Marc Meyer Dr.:
      Vermutlich wollen Sie es nicht erkennen, aber die eigentliche Irrlehre der die Masse aufsitzt, ist die der momentanen globalen Finanzstruktur!

      Sehen Sie denn nicht all die Verwerfungen, die Armut, die Existenzkrisen, die Hungersnöte, die Staatspleiten, 300 billionen US$ Globalverschuldung und die riesigen Kapitalsammelbecken auf der anderen Seite der Medaille? Wie kann es kommen, dass 46 Menschen (!!!) so viel besitzen wie 50 % der gesamten Weltbevölkerung? Ist das fair, in Ordnung und in Ihrem Sinne? Glauben Sie die Gründe dafür sind wo anders zu suchen als im Finanzsystem? Sie machen sich mit Ihren Äusserungen stark für all diese unsäglichen Verwerfungen die zum Systemkollaps führen werden…

    • @Christoph Zenger

      Vielen Dank.

      Das ist die erste diesbezügliche Antwort der Vollgeldler.

      Nun ist es aber so, dass bei der Unterschriftensammlung gesagt wurde, heutige Banknoten seien bereits Vollgeld.

      Das ist also falsch: Banknoten sind Passivum der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Visionär

      Gerade deshalb bemühe ich mich um exakte Analyse.

      Alles andere verschlimmert

    • Hoppala, es hat mir den Text abgeschnitten.
      Mein Beitrag war als Antwort von Hansi gedacht.
      Er schrieb: […] Ausserdem gibt es Vollgeld heute bereits in Form von Gold und Bitcoin. Und da ist die Preisstabilität alles andere als gegeben.[…]

    • @Walter Roth

      Ja.

      Irrige Volkseirtschaftslehre kann fatal sein. Deshalb ist exakte Analyse wichtig.

      Die Wirtschaftsprofessoren und Zentralbanker analysieren schludrig und gefährlich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Hansi,
      Schauen Sie doch einfach mal in Ihren Geldbeutel. Da ist Vollgeld, Schweizer Franken, herausgegeben von der Nationalbank.

      Mit Vollgeld hat jede und jeder folgende beiden Möglichkeiten:
      1. Geld auf dem Privatkonto behalten. Das ist dann „elektronisches Bargeld“ der Nationalbank. Der Tresor ist das Bankkonto, das absolut vor Bankenkrisen geschützt ist.
      2. Geld der Bank leihen, so dass diese es weiterverleihen kann. Dafür bekommt man Zinsen, aber man hat das Geld selbst nicht mehr, sondern muss warten, bis man es von Bank wieder zurückbezahlt bekommt, d.h., die Bank darf bei Annahme der Vollgeldinitiative nur mit dem tatsächlichen Guthaben auf dem Sparkonto arbeiten und nicht aus dem Guthaben das 20-fache aus dem nichts erzeugen und dies verleihen. Die Bank wird gezwungen mit weniger Risiko zu arbeiten. Das Finanzsystem wird deutlich sicherer.

      Vollgeld ist auch weder vom Ausland lanciert, noch kommunistisch. Das ist Unsinn. Die Initiative fast vollständig von Schweizern finanziert, nur von Schweizern unterschrieben (!) und sie schafft gleich lange Spiesse im Wettbewerb der Finanzunternehmen.

      Mit freundlichen Grüssen

    • Ganz zu schweigen vom Umstand, dass ich bis jetzt von keinem einzigen Vollgeldler verlässliche, fundierte Prognosen über die Kosten (Zinslevels) eines solchen Systems rauslesen kann.

    • @Supermario
      Was sind die Argumente hinter dieser Meinung? Und wie war das nochmals mit den ganzen Krisen im heutigen System? Es ist logisch unmöglich, ohne praktische Erfahrung zu belegen, dass etwas praktisch nicht funktioniert. Sie könnten höchstens ein theoretisches Argument bringen, wieso die Umsetzung nicht funktionieren sollte, aber Sie halten ja scheinbar nicht so viel von Theorie. Wir brauchen die Wahlmöglichkeit, unsere Ersparnisse sicher und bequem auf einem Geldkonto lagern zu können (ohne dass wir dafür zwangsläufig am Geschäftsrisiko unserer Bank „beteiligt“ sind).

      Ja zu sicherem Geld von der Nationalbank! Nein zu Bankenspekulation auf unsere Kosten!

    • @Christoph Zenger

      Sehr geehrter Herr Zenger

      Vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist die erste Antwort eines Vollgeld-Vertreters, mit einer konkreten Aussage bezüglich Verbuchung von Vollgeld.

      Bei der Unterschriftensammlung behaupteten aber die Vollgeldler, heutige Banknoten seien bereits Vollgeld. Das kann also nicht stimmen, denn Banknoten sind als Passivum in der Bilanz der SNB eingebucht.

      Ihre Aussage steht m.E. also in klarem Widerspruch zu den Aussagen der Vollgeldler während der Unterschriftensammlung.

      Zudem kommen Münzen und Banknoten keineswegs „schuldfrei“ in Umlauf, wie das die Initianten wollen. Wenn ich Geld verdienen will, so schulde ich eine Gegenleistung in Form von Arbeit oder in Form eines verkauften Gutes.

      Auch hier ist also ein Widerspruch zwischen Realität und Behauptung der Initianten.

      Freundliche Grüssse

      Marc Meyer

    • @Eidgenosse

      Zitat:
      „@Hansi,
      Schauen Sie doch einfach mal in Ihren Geldbeutel. Da ist Vollgeld, Schweizer Franken, herausgegeben von der Nationalbank.“

      Dies stimmt überhaupt nicht. Heutige Schweizer Franken begründen einen Anspruch auf Gold oder ausländische Kredite (als Staatsanleihen). Vollgeld hingegen begründet einen Anspruch auf rein gar nichts (weil schuldlos).

    • @Supergirl
      Wenn die Zins- und Kredithoheit ausschliesslich bei der Zentralbank zu liegen käme, ist das wie von Dr. Meyer schon immer bemerkt, monopolistisch und kommunistisch. Die SNB bestimmte – ganz nach ihrem eigenen Gusto – wie hoch oder tief die Zinskosten ausfallen; ganz im Gegensatz zum heutigen (zugegebermassen nicht immer ganz perfekt funktionierenden) Konkurrenzbankensystem! Viel Spass!

    • @Supermario,
      In einer Vollgeldordnung gibt es kein Reservebanking und kein Giralgeld mehr. Stattdessen kommt alles Geld in jedweder Form als gesetzliches Zahlungsmittel von der Zentralbank. Wer darin Kommunismus sieht hat weder das Geldsystem, noch – und vor allem – die Bundesverfassung verstanden. Geld und Kredit, im Sinne von Zahlungsmittel und Kreditvertrag, sind zwei verschiedene Rechtssachen, die verschiedene Funktionen erfüllen. Das Giralgeld zirkuliert unter vielen Inhabern, während der Kreditnehmer, der Schuldner, stets derselbe bleibt.

    • @Hansi
      Das heutige Zentralbankgeld ist monetär durch nichts mehr gedeckt. Es handelt sich um Fiatgeld. Auch das Giralgeld der Banken ist nur noch durch wenig mehr gedeckt als einen normalerweise sehr geringen Bruchteil an Zentralbankgeld. Bankkredit ebenso wie Zentralbankkredit werden in der Regel mit Kollateral besichert. Dies ist jedoch eine Kreditausfall-Sicherheit für den Gläubiger, um sich im Schadensfall mittels des verpfändeten Vermögenstitels schadlos zu halten.

    • @supermario

      das mit Ihren Worten heute „nicht ganz perfekt“ funktionierende System zur Findung des korrekten Zinssatzes durch einen marktwirtschaftlichen Prozess ist gelinde gesagt eine sehr starke Untertreibung der Situation. Die SNB bestimmt heute weitgehend den Zinssatz der anzuwenden ist und die Geschäftsbanken passen das Angebot der Kredite der Nachfrage an; wo ist hier ein marktwirtschaftlichen Prozess; das was wir heute haben ist das was sie von Vollgeld im negativen Sinn erwarten …

      Herzliche Grüsse
      Hedgie

    • @Hedgie und @Supergirl
      Natürlich kann die SNB Leitzinsen durchzusetzen versuchen; gehen diese allerdings am Markt vorbei, ist es jeder GB freigestellt, z.B. höhere Einlagesätze anzubieten. Da kann sich die SNB drehen und wenden wie sie will. Die SNB in Kombination mit Geschäftsbanken wurde seinerzeit und immer noch logischerweise eingesetzt, um eben der SNB nicht sämtliche Macht zuschanzen zu müssen! Was mit Vollgeld unsinnigerweise rückgängig gemacht würde.

  34. Danke Herr Zenger für Ihre fachlich sehr qualifizierte, umfassende Sicht auf die Vollgeld-Abstimmung am 10.6.2018.
    Bezeichnenderweise kommen derartige Informationen nicht aus den Leitmedien oder aus dem Politik-Zirkus.
    Wer Ihren Beitrag gelesen und verstanden hat, der kann staatlichem Vollgeld nur noch voll ZUSTIMMEN!
    … oder die Revolution morgen früh vorbereiten 🙂

  35. Vielen Dank für den hervorragenden Artikel!
    Ja, es geht doch letzten Endes darum, ob das Geldsystem in erster Linie den Bankern nützt (heute) oder der ganzen Gesellschaft dient (Vollgeld).
    Lassen wir zu, dass die Banker ihre Einzelinteressen gegen das Allgemeininteresse durchsetzen oder nicht – darüber stimmen wir am 10. Juni ab.

  36. Immer wieder die gleichen Blog Schreiber aus dem „pro Vollgeld Lager“ die sich zum Thema äussern.
    Für mich als Marktbeobachter gilt: Waren und Dienstleistungen die knapp sind steigen im Preis. Bei- spiel aktuellen Apfel-, Energiepreise usw.. Wenn also inskünftig nur noch ein beschränktes Kapital für Investitionen wie zB Betriebskredite, Hypothekardarlehen, Dispo- und Betriebskredite usw. zur Verfügung steht, werden die Preise dafür schnell, nachhaltig und massiv steigen. Es sei den die Voll- geldler ändern gleichzeitig die Mechanismen des Marktes. Fazit: Was Hyp.zinsen bis zu 8%, Dispokredite im 2-stelligen %-Bereich, die Verdoppelung der Konditionen für Betriebskredite usw. für die Wirtschaft bedeutet, braucht keine akademische Beurteilung aus Deutschland und liegt auf der Hand. Auch werden Kreditgeber mit Sicherheit ihre Ausstände dann sehr selektiv bewirtschaften.

    • Schade du hast ja anicht mal den Text zur Vollgeld-Initiative gelesen, sonst würdest du selber merken, dass deine Argumente völlig falsch sind.

    • Süss,
      als ob Sie wissen wie sich diese Änderung auf Nachfrage und Angebot auswirkt…

      Meinen Sie etwa die SNB hat ein Interesse die Wirtschaft aktiv abzuwürgen?

      Oder sorgen Sie sich darum, dass Geschäftsbanken einen fairen Credit Spread für Notenbankgeld bezahlen müssen;)

    • @Vollgeld Nein
      Sie verbreiten Behauptungen, die unbegründet bleiben. Diese ist auf dieser Plattform unangebracht. Hier soll gehaltvoll diskutiert werden.

    • @Vollgeld Nein:
      Ja genau, das Märchen vom Einfluss von Angebot und Nachfrage auf den Preis!
      In der Theorie würde dies sogar eigentlich zutreffen, nur gibt es weltweit keine Märkte, die nicht manipuliert oder durch Kartellabsprachen oder Konzernermächtigungsgesetze (= „Freihandelsabkommen“) wirklich noch spielen. Es wird uns einfach erzählt das es so sei, guckt man jedoch genau hin, offenbar sich eben ein ganz anderes Bild…

  37. „Banking“ und „sauber Geschäften“ ist heutzutage im Grundsatz bereits ein Widerspruch. Der Begriff „Banker“ schon längst zum „Bankster“ mutiert. Ein System das auf Ausbeutung der Gesellschaft beruht. „Vollgeld“ ist ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein grosser (und friedlicher) Schritt für die Menschheit.

  38. Grüezi

    Ein sehr guter Artikel – ich bedanke mich. Auch dass Sie Herrn Gsell erwähnen, der in der Volkswirtschaft eine vergessene Grösse darstellt, ist lobenswert.

    In einem Punkte möchte ich Ihnen allerdings wiedersprechen. Sie erwähnen im Falle des Dritten Reiches nicht, wieso und wozu die Erreichung der Vollbeschäftigung benutzt wurde. Die vielen Arbeiter wurden zur Aufrüstung Deutschlands und dem Aufbau von Infrastruktur verwendet (da ist Vollbeschäftigung einfach zu erreichen), wie wir aus der Geschichte wissen, kein hehres Ziel. Die Mittel und der Ansatz werden also durch das moralisch fragwürdige Ziel (Krieg) in Frage gestellt.

    Die Allierten sind hierbei nicht ganz unschuldig – wenn man sich das Ausmass der Reparationszahlungen nach dem WW1 anschaut.

    In Bezug auf unsere heutige weltwirtschaftliche Situation, muss der Hintergrund und Weg zu Wohlstand der Bevölkerung/ Volkswirtschaft andere Mittel und Ziele verfolgen.

    MfG Industrial

  39. Abgesehen davon, dass der Artikel viel zu lang ist und deshalb kaum von vielen Interessierten bis am Schluss gelesen werden wird, überzeugt er mich auch nicht. Die beschriebenen Ersatzgeldbeschaffungen basierten alle auf Vertrauen in die Funktionsweise und die Kontrolle bei der Verwendung. Das geltende System funktioniert grundsätzlich ebenso und zwar gar nicht so schlecht. Das Vollgeld, über das wir am 10. Juni abstimmen werden, ist theoretisch machbar (Umstellungsfragen, Fragen der Reduktion der Geldmenge etc. einmal ausgeklammert) aber überhaupt nicht notwendig. Wenn es ein Erfolg würde, gäbe das u.U. Aufwertungsdruck auf den CHF und politischen Druck auf die SNB. Vollgeld löst ein Problem, das es nicht gibt!
    R. Senn

    • @Senn Robert:
      Ja, Sie haben recht, der Artikel ist sehr sehr lang. Doch wem er zu lang ist, der hat auch kein wirkliches Interesse daran, sich selbständig zu informieren und die Entscheidungen über die eigene Zukunft wieder in die Hand zu nehmen, selbständig zu denken und zu entscheiden. Warum soll man denn auch, das erledigen ja die sog. Experten für einen…

      Was an unserem momentanen Geldsystem so gut funktioniert, würde mich schon noch interessieren. Gehen all die Verwerfungen, Hungersnöte, Staats- und Firmenpleiten, Inflationen und Hyperinflationen, `Kartellabsprachen, Crashes und Enteignungen spurlos an Ihnen vorbei? Nehmen Sie diese gar nicht war? Oder nehmen Sie sie wahr und denken, dies alles hätte nichts mit unserem Finanzsystem zu tun…?

      So lange es im eigenen Portemonnaie noch stimmt, ist wohl alles in Ordnung in dieser Welt…

  40. Bravo für diesen fundierten Artikel! – Leider gibt es zu wenige davon… – Das weltweite Finanzsystem steht vor dem Abgrund. Wir haben einen „Komapatienten“, der mit „billigem“ Geld am Leben erhalten wird. Hier gibt es nichts mehr zum „Fixieren“. 1998 retteten ein paar Banken den Hedgefonds LTCM. 2008 mussten die Banken von den Staaten gerettet werden. 2018(?) können die Staaten das System nicht mehr retten…. Rette sich, wer kann. Ich werde am 10. Juni ein JA in die Urne legen! Welche Lobbisten werden sich in den kommenden Wochen outen (wen stellen sie voran?)

  41. Nun ja……………

    Ob die Zinsen für die Finanzierung des Sezessionskrieges wirklich Wucher waren, ich bezweifle es.
    Lincoln war sich dem auch bewusst, …..aber geärgert hat es ihn natürlich.
    Das der Norden den Krieg gewinnen würde war zu dem Zeitpunkt mehr wie Fraglich, ja es sah so aus als ob der Süden mit seinem Elan, seinem Mut und seiner weit überlegenen Truppenführung bald in Washington einmarschieren würde.
    Wer in so seiner Zeit Kredite braucht, muss viel zahlen.

    Den ersten Kampf jenes Krieges gewann der Süden, den letzten ebenfalls…. ( Palmetto Ranch ).

    —————————————

    Zitat :
    Die Finma hat vor kurzem verfügt, dass die kurzfristig verfügbaren Gelder (Kündigungsfrist von 30 Tagen) von Pensionskassen und anderen Geschäftskunden bei den Banken vollständig liquide gehalten und nicht als Kredite vergeben werden dürfen. Das ist sehr weise. Würde sie diese Regelung auch auf die Publikumsgelder ausweiten, hätte die Finma das 100%-Geld (nicht das Vollgeld) sozusagen durch die Hintertür eingeführt.
    —————————

    Nun ja, ihr „100% Geld“ wäre vielleicht machbar.
    Vollgeld wird an der Urne scheitern, denn die Stimmbürger der Schweiz haben nicht verstanden worum es dabei geht, sie können es nicht abchätzen, …..und vor allen, sie tun alles dafür das es nur einfach weitergeht wie bisher…… auch wenn das Ende schrecklich wird, es soll einfach noch weitergehen, dass grosse Fressen.

    Ich predige das so ähnlich seit langem.
    Allerdings dürften Banken meiner Meinung nach das „Publikumsgeld“ durchaus verleihen, aber der Kunde jeder Bank sollte entschieden dürfen wie er sein Geld bei der Bank eingesetzt haben möchte.
    Es gäbe da sicher gute Wege wie man gegenseitig klarkäme. Es könnte Banken geben die es tun und andere die es nicht machen.

    Und Trennbanken, also das wäre das erste was wieder eingeführt werden müsste.
    Finanzgeschäfte und Spekulationen sollten bei jeder Bank getrennt geführt werden.
    Geht der Teil hops, naja dann haben vor allem die Geld verloren die sich über das Risiko bewusst waren, jedoch nicht der Sparer und Häuslebauer.

  42. Richtig, der nächste Global-Crash ist todsicher wegen dem bestehenden Wuchersystem. JA zu VOLLgeld ist der erste wichtige Schritt! Weitere müssen folgen – wollen wir nicht noch mehr Zerstörungen von Menschen und Natur.

    • Klingt ja gut, nur gibt die SNB dann jeder Bank unbeschränkt Kredit in jeder gewünschten Höhe und ohne Sicherheiten ? Oder muss die Bank dann die Sicherheiten der Kreditnehmer (z.B. Hypo) bei der SNB hinterlegen? Klingt nach kompletter Verstaatlichung, auf gut Deutsch es lebe dr Sozialistische Kapitalismus. Alle Kredite beim Staat, alle Guthaben bei den Privaten?