Gantenbein: Ganz weg wegen Aufstand im Land?

Raiffeisen-Kapitän muss gar um Verbleib als Vize im VR bangen – Clash zwischen Banken und Zentrale – Zankapfel The Circle.

Der offene Brief eines Mitglieds einer der 250 Raiffeisen-Leitungen in der Schweiz hat zu grosser Aufregung in der Zentrale des Genossenschafts-Riesen in St. Gallen geführt.

Dort empfand die Führung das hier publizierte Schreiben mit vielen Details und harten Worten gegen den Inner Circle der Raiffeisen Schweiz als unfaire Brandmarkung durch einen Anonymous.

„Entweder steht der Heckenschütze mit vollem Namen hin und übernimmt die Verantwortung für seinen Text, oder dann hat so ein Schreiben nichts verloren an der Öffentlichkeit“, meinte die Raiffeisen-Führung.

Der Verfasser des Textes begründet sein Pochen auf Anonymität mit möglichen Repressalien. Noch sei es zu früh, um solche Kritik öffentlich zu machen, ohne sich selbst zu gefährden.

Die Kritik spült mit Wucht einen eigentlichen Clash of Cultures zwischen den 250 Raiffeisen-Banken im Land und der Raiffeisen Schweiz in St. Gallen an die Oberfläche.

St. Gallen ist formell eine Tochter der Banken, führte sich in der Ära von Pierin Vincenz und seinem Nachfolger Patrik Gisel aber wie die eigentliche Machtzentrale und Mutter auf.

Das Bild der umgekehrten Pyramide wurde strapaziert. Die Raiffeisen Schweiz war dabei die Spitze, doch in der offiziellen Hierarchie stand sie zuunterst – kontrolliert von den Delegierten der vielen mittelgrossen und kleinen Banken.

So die Theorie. Die Praxis zeigte freilich anderes. Deshalb die harte Kritik. Und sie trifft nun vor allem Pascal Gantenbein.

Der Interims-Kapitän der Raiffeisen Schweiz ging letzte Woche in die NZZ, um seinen Verzicht auf seine Kandidatur für das Präsidium zu verkündigen. Er meinte, die Raiffeisen-Gruppe solle nicht in einen „von den Medien herbeigeredeten Wahlkampf verwickelt“ werden.

Eigene Fehler gab Gantenbein kaum zu. So blieb er vor allem eine Erklärung dafür schuldig, dass er sich von Beginn weg auf die Seite von CEO Gisel geschlagen hatte und dieser jetzt auch noch fast ein halbes Jahr weitermachen darf – als Lame duck.

Ebenfalls hatte Gantenbein kein Machtwort gegen die 40-prozentige Honorar-Erhöhung des alten Verwaltungsrats gesprochen.

In diesen zwei zentralen Fragen blieb Gantenbein blässlich. Hätte er sich hier als starker Aufräumer und Erneuerer entpuppt, wäre er möglicherweise im November als definitiver Präsident auf den Raiffeisen-Schild gehoben worden.

Nun aber droht sogar das vollständige Aus. Die Verärgerung über Gantenbein wird in einigen der vielen Raiffeisenbanken und den gut 20 Regionalverbänden des Genossenschafts-Konstrukts immer lauter.

Gantenbein könnte somit nicht nur nicht Präsident der Raiffeisen Schweiz werden. Sondern ihm könnte gar die gänzliche Abwahl drohen. Statt wenigstens sein Vizepräsidium zu retten, würde Gantenbein dann vollständig aus dem obersten Gremium des Raiffeisen-Verbunds ausscheiden.

Es wäre eine weitere happige Niederlage des alten Systems der Raiffeisen. Ihre Vertreter im Verwaltungsrat sind abgetaucht und verlassen das Schiff. Ob es zu Verantwortlichkeitsklagen kommt, bleibt abzuwarten.

Gantenbein hingegen stand lange als Erneuerer da. Er war erst vor einem Jahr in den VR der Raiffeisen Schweiz gewählt worden, hatte somit nichts am Hut mit der Ära Vincenz.

Warum er die Chance nicht gepackt hat, rasch und effektiv in St. Gallen aufzuräumen, bleibt sein Geheimnis. „Den Widerstand in der alten, von Vincenz geprägten Geschäftsleitung zu brechen, das war kein leichtes Unterfangen“, versuchen Supporter, Gantenbein in Schutz zu nehmen.

Der Kulturkampf innerhalb der Raiffeisen-Familie weitet sich auch auf lange unbestrittene Sachgeschäfte aus. So wird ein Zusammenzug von Einheiten der Raiffeisen Schweiz im neuen Bürokomplex namens The Circle am Flughafen Zürich zum Zankapfel.

In den Regionen sehen Kritiker das Vorhaben als weiteres Beispiel für verschwenderisches Gebaren ihrer Zentrale. Ein nächstes Prachts-Zuhause für die Fürsten des Headquarters, so ihr Urteil.

Diese versprechen sich umgekehrt besseres Arbeiten, wenn zuvor verstreute Mitarbeiter ab 2020 unter einem Dach sind.

„Umziehen werden unter anderem die Bereiche Handel, Treasury, IT-Business Systeme, IT-Betrieb, Support, Vertrieb & Kanäle (Kunden Kontakt Centers) sowie Einheiten der Firmenkunden“, sagt eine Sprecherin der Raiffeisen Schweiz auf Anfrage.

„Insgesamt werden rund 450 Mitarbeiter in das neue Gebäude ziehen. Aufgrund der grossen Flächen, die der Circle anbietet, können eine optimale Arbeitsplatz- und Prozess-Effizienz und somit grosse Kosteneinsparungen erzielt werden.“

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110 Kommentare zu “Gantenbein: Ganz weg wegen Aufstand im Land?

  1. Himmeltraurig, dass sich das Image der Raiffeisen nach dem Vincenz-Totalabsturz unter Gantenbein nochmals rapide verschlimmert hat. Es ist höchst befremdend, dass Gantenbein nicht schon längst für sich persönlich die definitiven Konsequenzen gezogen hat! (Eine derart massive, aber begründete Negativkampagne hat noch kein „Banker“ in der Schweiz längere Zeit überlebt…)

  2. Raiffeisen hat doch schon länger ein Profilierungsproblem! Keine andere Bank hat in den letzten Jahren derart aggressiv um Kundinnen und Kunden gebuhlt, mit Lockvogel-Angeboten gewunken (vielfach waren die Zimmer der Hotel-Kontingente mit 50 % Rabatt bereits nach kurzer Zeit ausgeschöpft), bei Hypothekar-Offerten zuerst massiv unter die Marktsätze gehauen und danach die Kunden kontinuierlich mit hohen Gebühren geschröpft etc.

    Mit dem Umzug in den Circle und und den zunehmend feststellbaren Prunkbauten der Raiffeisenbanken werde ich das Gefühl nicht los, dass da immens viel Geld vorhanden sein muss, das koste was es wolle, für die Vergoldung der Raiffeisen-Hülle eingesetzt wird.

  3. Herr Hässig, ich (auch Mitglied einer Bankleitung – aber nicht „Anoymous“) habe am Wochenende nachgedacht.
    Und ich muss sagen: VIELEN DANK!
    Letztlich sind Sie unsere einzige Hoffnung. Die Regionalverbände: Kaffeekränzchen-Vereine. Der Raiffeisen Schweiz VR: Maximal 2 Mitglieder, zu denen man irgendein Vertrauen haben kann. Die ganze Raiffeisen Schweiz GL: Zu denen kann ich nichts schreiben, ohne dass ich mich strafbar mache! Die Bereichsleiter, die PR-Berater, die Anwälte in St.Gallen: Siehe die Einschätzung zur RCH GL. Die Mitarbeiter von RCH: Überbezahlt und viel zu viele!
    Bitte sorgen Sie dafür, dass diese Truppe endlich geht. Und wir wieder in Ruhe arbeiten können. Und möglichst etwas weniger Geld an den Verband zahlen müssen. Wir können uns das nämlich nicht mehr leisten.
    Übrigens würde ich Sie sofort als VRP unterstützen, wenn Sie Interesse haben! Besser als Rüegg-Stürm oder Gantenbein würden Sie das sicher machen.

  4. Das groesste problem ist nicht vinzenc or gisel or gantenbein, sondern IT kosten. Dialba und Bankenloesung die Strategie verschlingt hunderte von Millionen und keiner der Herren hat auch nur einen Schimmer von Ahnung was Banken IT infrastruktur angeht. Hunderte von Millionen wurden ausgegeben und so wird es weitergehen. Und Gisel der den ganzen Mist verbrochen hat gehoert sofort abesetzt und auch der VR wegen mangelnder Kompetenz

  5. Reminder

    Die Verantwortlichen der Verbände und die Delegierten sind in der Pflicht!

    Inside Paradeplatz wird diesbezüglich nötigenfalls die erforderliche Transparenz schaffen.

  6. Wunschdenken

    Schwachpunkt Bindeglieder RB und RCH
    Von den handverlesenen Delegierten von Raiffeisen Schweiz, dem Bindeglied zwischen den Raiffeisen Banken und Raiffeisen Schweiz ist leider nichts zu erwarten. Diese wirkten bisher von naiv bis strenggläubig gegenüber Raiffeisen Schweiz. Es sind die mehrheitlich GLEICHEN PERSONEN, welche auch das Regime von Vincenz abgenickt haben.

    Zudem hat der Verwaltungsrat vorgeblich ein ZEITproblem bezüglich der Neubesetzung der Führung von Raiffeisen Schweiz.
    Die Delegierten und Verbände sollten sich nicht unter Druck setzten lassen, es müssen nicht alle Mandate bereits im November besetzt werden.

    Fast drei Millionen Genossenschafter und 255 Raiffeisenbanken, aber Raiffeisen Schweiz hat leider nach wie vor fast alle im Griff.

    Die Verantwortlichen der Verbände sind aber in der Pflicht und werden allenfalls auch Rechenschaft ablegen müssen – auch für allfälliges Nichtstun.

    Inside Paradeplatz wird die fehlende Transparenz schaffen.

  7. Call Center und Support-Center an teuerster Lage?!
    Normalerweise finden sich solche Einheiten irgendwo in einem Vorort von Schaffhausen, Grenchen, Olten oder bestenfalls Züri Nord!
    Das Problem bei Raiffeisen scheint wirklich kulturell zu sein!

    • 100% der Probleme bei Raiffeisen sind kulturell.
      Es geht um eine Tochtergesellschaft, die in den letzten Jahren einen Grössenwahn sondergleichen entwickelt hat!
      Dafür verantwortlich sind aber Personen. Und darum braucht es massive Veränderungen in der Geschäftsleitung: Abspecken ist angesagt! Deutliche Lohnreduktionen (keine 7-stellige Löhne mehr!), gesundschrumpfen.
      Den Mietvertrag im Cercle können die gleich wieder stornieren. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht für uns Banken!

    • All diese Einheiten befinden sich seit über 20 Jahren in Dietikon. Einfach, sehr funktionell und günstig! Aber eben nicht genug blingbling für das Topmanagement.
      Einfach ein beschämender Entscheid….
      Und wer hat’s erfunden? Olmesdahl oder Gisel? Oder beide…oder gar ein Flüsterer?
      Aber sonlage der VR das auch noch abwinkt ist ja alles gut.

  8. Realsatire: Gisel möchte den Weg zu seinem Privatflieger verkürzen und zügelt in den Circle.
    Raiffeisen goes International.
    Beruf: Banker.
    Berufung: Top Gun.

    Es interessiert doch nur: Wann wird er freigestellt? Er war seit Studienzeiten mit Vincenz unter einer Decke (nicht physisch natürlich) und tut jetzt so wie wenn nichts wäre? Der Mann sollte doch eine RB längst nicht mehr betreten?
    Hallo, wie verrückt ist das denn?!
    Es ist nicht zu fassen!!

    • Aber, aber: Herr Gisel wusste ja von nichts. Und weil er seinen Laden nicht im Griff hatte und nichts wusste wollte er im Amt bleiben!
      Da sträuben sich meine wenigen noch vorhandenen Haare!
      Und Gantenbein macht auch den Eindruck, als lebe er in seiner eigenen Welt.
      Gisel erinnert an Betsy Kettleman aus Better Call Saul. Gantenbein an einen Buben, der mit einer Steinschleuder bewaffnet in den 1960ern nach Vietnam geht und sich als Rambo fühlt. Zur Vorbereitung hat er einen Haufen Superman-Conics gelesen.

  9. Die bisherigen, trotz Sommerhitze äusserst zahlreichen Kommentare können so zusammengefasst werden:
    1) Gantenbein entpuppt sich für Raiffeisen als Riesenfiasko.
    2) Kein Mensch versteht, warum Gisel von Gantenbein immer noch nicht PER SOFORT FREIGESTELLT wurde. (Man lässt ihn schon wochenlang weiterwursteln – dabei hat Gisel bei RCH gar nichts mehr verloren!)
    3) Gantenbein hat es in Rekordzeit geschafft, selbst das grösste Problem von Raiffeisen CH geworden zu sein…

    • Gantenbein war noch nie ein Leader. Schon an der Uni hat er immer anderen Leuten zugedient.
      Dank dieser Eigenschaft ist er auch RCH VR geworden.

  10. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es nicht einfach war, für The Circle Mieter zu finden. Bei mir kommt der Verdacht auf, dass es hier wieder um eine Art „Gefälligkeit“ ging, denn der Vorteil der Flughafennähe für RCH und deren Mitarbeitenden ist für mich nicht erkennbar. Und mir scheint auch fraglich, ob man damit irgendwelchen Mitarbeitenden einen Gefallen macht, wenn sie über den stark frequentierten Flughafen zur Arbeit fahren und sich dort verpflegen müssen. Wieder einer dieser höchst fragwürdigen Entscheide aus St. Gallen, wo in der obersten Etage der Grössenwahn vorzuherrschen scheint.

    • Das ging mir auch sofort durch den Kopf. The Circle gilt als sehr schwer vermietbar, weil zu teuer und verkehrstechnisch nicht unproblematisch. Es gibt viel günstigere und bessere Lagen.
      Wer war bei Raiffeisen für diesen Entscheid verantwortlich? Herr Hässig, da sollten Sie mal nachbohren!

    • Die „The Circle“-Affäre muss lückenlos aufgearbeitet werden! Und Schadenersatzklagen sollten eingereicht werden!
      Wer war verantwortlich? Wer hat die Analysen erstellt? Wer hat wieder weggeschaut? Wer hat diesen Unsinn genehmigt?
      Das Argument mit der Kostensenkung ist ein Witz! Ich fress einen Besen, wenn The Circle günstiger ist, als z.B. Altstetten!

    • @Immo-Fuzzi: Patrik Gisel, damit er näher bei seinem Privatflugzeug ist, der HB-LUD! Welcher ander Sinn würden diese Büroräumlichkeiten sonst machen?

  11. Massnahme 1: Umbenennen von „Raiffeisen Schweiz“ in „Raiffeisen Service- und Abwicklungszentrum“.
    Den Solidaritätsfonds kann man getrennt davon betreiben.
    Dann kommen die in St. Gallen auch wieder auf den Boden der Realität.
    Nachher schrittweise zurückschrumpfen. Departement für Departement!
    Und ACS den Stecker ziehen! Sofort!

    • @Spassvogel: Ja, Gisel konnte von nichts wissen, dann Pierin Vencenz hat ihm während den Sitzungen immer einen Pamir aufgesetzt und wenn er etwas unterschreiben sollte, hat ihm Pierin Vincenz die Augen verbunden.

      Somit: Er konnte von all dem nichts gewusst haben!

  12. Es erstaunt nicht sehr, dass ein Professor nicht führungsstark ist! Als VR Präsident gehört eine Persönlichkeit mit ausgeprägter Führungsstärke und Fachkenntnis für strategische Fragen gewählt.
    Dass ein Gisel nach seiner Ankündigung des Rücktritts nicht die sofortige Freistellung zur Folge hat, spottet jedem Führungsverständnis!

  13. Ich zitiere:

    „Entweder steht der Heckenschütze mit vollem Namen hin und übernimmt die Verantwortung für seinen Text, oder dann hat so ein Schreiben nichts verloren an der Öffentlichkeit“, sagte die Raiffeisen – GL…

    Aha, das hört sich nach Drohung an und nicht nach Problembewältigung…

    • Ist halt weniger schmerzhaft, als mal in Ruhe über die Situation nachzudenken.
      Am Ende wird es so rauskommen: Die ganze GL wird zurücktreten, neue Leute werden übernehmen und es wird wieder Ruhe einkehren. Avaloq wird man beerdigen. Gantenbein wird in 1-2 Jahren würdig verabschiedet.
      Das ist ein reines Rückzugsgefecht zur Aushandlung der Bedingungen der Entlassung. Nicht mehr.

  14. Hoffentlich ist Mr. Anonymous nicht so blöd, sich zu melden.
    Herr Hässig, Sie haben hier eine Verantwortung! Bitte raten Sie ihm davon ab!
    Gantenbein und Gisel würden ihn sicher loswerden wollen. Und wenn es ihre letzte Amtshandlung wäre.

  15. Dies ist mein erster Kommentar hier, aber das muss sein!
    Schämen die sich bei RCH eigentlich gar nicht? Jetzt auch noch Luxusräumlichkeiten direkt am Flughafen! Vermutlich von Gisel organisiert, dass er schneller bei seinem Privatflugzeug ist?
    Eine SAUEREI ist das! So werden die Gelder der Raiffeisenbanken verschwendet!
    Ich stimme dem anonymen Autor voll und ganz zu! Dieser Haufen in St.Gallen gehört abgetragen! Angefangen mit der GESAMTEN Geschäftsleitung!
    Gantenbein ist auch untragbar!
    Und heute lese ich noch, dass es interne Bewerber aus der RCH für den CEO-Posten gibt! https://www.letemps.ch/economie/pascal-gantenbein-raiffeisen-devenue-grande
    Vermutlicht aus der heutigen GL (Auer? Poerschke? Gauch?). Haben die eigentlich einen SCHADEN?! Fristlos gefeuert gehören die allesamt! Plus eine Schadenersatzklage an den Hals!
    Wenn ich aus den Ferien zurück bin starte ich eine Unterschriftenaktion. Wir müssen endlich Raiffeisen wieder zurück gewinnen!

  16. Zum Flughafen zu ziehen, macht keinen Sinn. Oder will Raiffeisen Schweiz international werden? Schwachsinn.

  17. Natürlich in St. Gallen, wo sonst.

    „Bist du nicht auch eine der lame ducks aus der Raiffeisen-Zentrale, am schönen, teuren, roten Platz im heimeligen St. Gallen?“ fragte die eine lame duck die andere.

    „Doch sicher“, antwortet die andere. „Ist das nicht ein schönes Leben? Fast wie bezahlter Urlaub.“

    „Aber vorher war’s auch nicht viel anders, und zeitlich unbefristet. Ich weiss gar nicht, wie ich mir nachher meine Fitnessabos und mein Flugzeug finanzieren soll. Und VR-Mandate hat’s auch nicht mehr so viele wie früher.“

    „Wem sagst du das. Ja, die guten alten Zeiten, als wir noch unseren eigenen St. Galler Ansatz fahren konnten, sind leider vorbei. Jetzt reden uns die von Bern und Zürich rein, die nichts von unseren lokalen Verhältnissen verstehen. Die Führung der Zentrale wurde immer den Besten, der Elite unseres Landes übertragen. Und woher sollen die kleinen Bänkchen im Lande auch wissen, wer zu dieser Elite gehört. Um dies zu erkennen, muss man mindestens an der HSG studiert haben.“

    „Ohne die HSG gäbe es die Raiffeisen schon längst nicht mehr, aber unsere Genossenschafter wollen dies partout nicht wahrhaben. Damals unter Pierin und Naja, da waren wir noch eine einzige grosse Familie, in der es nie Streit gab. Dafür sorgte unser Pierin. Für Streithähne und Meckerer gab’s keinen Platz in der Familie. Und Nadja hat dem Pierin jeweils schnell zugetragen, wenn’s irgendwo Streit gab.“

    „Ja, das waren noch ruhige und friedliche Zeiten unter dem Pierin. Und der Gisel hat seine Sache eigentlich nicht schlecht gemacht. Nur das Gespür fehlte ihm leider etwas. Das mit dem Flugzeug … wo war das? …auf Fakebook oder so ähnlich … das war wirklich nicht gescheit. Angeblich glaubte der Patrik, er hätte viertausend oder mehr Freunde, die sich mit ihm freuen, wenn es ihm und seinem Flugzeug gut geht … ich weiss gar nicht, wie er auf diese Idee mit den vielen Freunden kommt. Vielleicht hat ihm das Ganze doch mehr zugesetzt als er zugeben möchte. Er ist ja tough im Nehmen und Einstecken, das sagte auch seine Ex. Vermutlich ist dies die Qualität, die auch der Pierin an ihm so schätzte. Der Pierin konnte noch so übel mit ihm umgehen, der Patrik brachte doch immer noch ein Lächeln über die Lippen.

    „Und wenn der Pierin sich noch etwas Geld dazuverdiente, was soll daran schlecht sein. Ich erwarte von einem CEO etwas Unternehmergeist. Aber die in Zürich und Bern haben überhaupt kein Verständnis für solche Traditionen.“

    „Man wird ja sehen, was jetzt kommt.“

    „Technokraten ohne Charisma und Traditionsbewusstsein.“

    „Und das Chaos, weil die Raiffeisen-Bänklein jetzt die Führung übernehmen wollen.“

  18. Prof. Dr. Gantenbein wird langsam zu einem Reputationsrisiko für die HSG. Gehört er wirklich zu den fähigsten Köpfen der Universität? Arme Schweizer Wirtschaft.

    • An der HSG wurden immer erstaunlich viele Ostschweizer, vor allem auch St. Galler, zu Professoren. Daran krankt die Uni auch, dass sie nicht wirklich international ist, am eheste noch deutsch-st. gallerisch. Gantenbein ist ein ein solches st. gallerisches Eigengewächs … Er hat sich brav die akademische Laufbahn raufgedient, sich bei den richtigen Personen eingeschleimt und dabei von der realen Wirtschaft nichts mitgekriegt. Auch bei den Studis gilt er als Schleimer, der sich gerne mit ihnen anbiedert, aber dafür drückt er auch einmal ein Auge zu. Ob er deswegen nicht einmal im VR sein darf? Den einen oder anderen Theoretiker mag’s dort schon leiden, aber für mich wäre er bestimmt nicht erste Wahl, nicht einmal zweite …

      Ich gratuliere Prof. PG weiterhin zu seinen ausgezeichneten Fotos, und selbstverständlich für die absolut richtige und naheliegende Erkenntnis, die Kandidatur für die Präsidentschaft zurückzuziehen. Lieber spät als nie. Bei Gelegenheit würde ich ihm dann empfehlen, mit einer gefälligen Erklärung auch noch seinen Rücktritt aus dem VR bekannt zu geben. Vielleicht bereits im November?

      Ja, und die HSG hat definitiv ein Reputationsproblem, und zwar ein schwerwiegenderes, das mir je länger je mehr auch nicht unbegründet scheint. Diese angebliche Elite-Schmiede ist am Ende ziemliches Mittelmass, und so schneidet sie bei den massgeblichen Rankings auch ab.

  19. Privilegien absichern

    Auf mich wirken die Büro Pläne so, als wollten die RCH Mitarbeiter die Zeit mit Gisel und Gantenbein nutzen, um ihre Privilegien abzusichern. So langfristige „Prestige Investitionen“ wie die neuen Büros werden auch v d neuen GL nicht so schnell rückgängig gemacht werden.

    Ich bin auch so weit, ich finde Gisel gehört freigestellt und Gantenbein faktisch entmachtet. Er ist nicht der richtige Mann um dem VR neu zu besetzen und die neue GL zu bestimmen.

    • Die bei RCH nehmen uns in den Banken schlicht nicht ernst.
      Wie kann man in der grössten Krise von Raiffeisen sich neue Luxusbüros gönnen? Es ist schlicht eine Sauerei, die hier abgeht!

  20. Die Miete im Circle ist ein schlagendes Beispiel der RCH: Man wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Ein GL die einen solchen Entscheid trifft sollte unverzüglich entlassen werden. Offensichtlich kann kein einziger dieser Manager nur auch ansatzweise rechnen (darum ist es auch nicht schlimm, wenn die neue IT die Zinsen auch nicht rechnen kann).

    • Avaloq kann Zinsen nicht rechnen? Sie reden auch jeden Brunz nach, frei nach dem Stammtisch.

      Je dümmer der Mensch, desto einfacher bildet er sich eine Meinung. Schwarz / Weiss.

      Sollte Avaloq keine Zinsen rechnen können, dann hätten etliche Kantonalbanken (SGKB, AGKB, TKB,…) ja auch brutalst Mühe…
      …leider nien.

    • @Tiamento de Marco: Mein ZX81 und mein Commodore64 konnten Zinsen rechnen. Leider wurde das bei Raiffeisen falsch parameterisiert!

    • Jetzt gönnen Sie den armen Backoffice-Leuten in der Raiffeisen Zentrale nicht mal etwas Luxus?
      Etwas dreist ist, das als Kostensenkungsmassnahme zu verkaufen. In Zürich Nord oder im Glattal gibt es Büroraum praktisch umsonst, wegen den enormen Leerständen. The Cercle wird wohl pro Quadratmeter gut 2x so teuer sein.

  21. Zitat Wikipedia:

    „Als Lame Duck („lahme Ente“) wird im politischen System der Vereinigten Staaten ein Präsident oder anderer Politiker bezeichnet, der noch im Amt ist, aber nicht zu einer Wiederwahl antritt bzw. eine Wahl verloren hat. Er gilt insbesondere innenpolitisch als handlungsunfähig“

    Nicht nur Gisel ist eine „lahme Ente“, sondern auch Gantenbein.

    Gantenbein tritt nicht zur Wahl als VR-Präsident an bzw. hat diese Wahl schon verloren.

    Bzw. er kam dem bevorstehenden Wahl-verlieren zuvor durch Rückzug seiner Kandidatur.

    Wohl in der Hoffnung, so seinen Vize-Sessel behalten zu können als Posten.

    Die Raiffeisenbank-„Zentrale“ bzw. das Dienstleistungszentrum der Raiffeisenbanken braucht aber keine Sesselkleber, die einfach nur den Amtssessel füllen wollen und die Vergütung einnehmen wollen.

    Wozu solche Abnicker-Gremien führen, hat die Ära Vincenz-Gisel gezeigt.

    Die Raiffeisendienstleistungszentrale sollte sich dringend von Gantenbein trennen.

    Er hatte seine Chance und hat sie so vergeigt, wie man sie ja nicht mehr vergeigen kann eigentlich.

    Sollte er weiterhin Lehraufträge ausführen, so kann er sein eigenes Handeln als negatives Beispiel und Warnung seinen Studenten dozieren.

    Wie man es nicht macht bei einem Neuanfang und bei Strafuntersuchungen:
    Sich mit Angehörigen der alten Gilde lieb ins Bettchen legen und hoffen, daß alles weitergeht irgendwie und so den schönen Posten als VR-Präsident irgendwie bekommen könnte.

    Das geht schief:

    Man verliert dann auch den Posten als Vize und vergeigt die einmalige Chance seines Lebens, den Glücksfall, daß man durch eine prekäre Situation (hier Raiffeisenbank-Dienstleistungszentrale) unverhofft so einen tollen Posten bekommen hat.

    Und ruiniert sogar noch seinen Ruf.

    Ja, er kann zumindest seinen Studenten dann aus eigener Erfahrung lehren, wie man es auf keinen Fall machen darf, wenn man Erfolg haben möchte.

  22. Leider sind zuviele Scharfmacher und Unsachverständige Schreiberlinge am Werk, die das eigentliche Problem nur vermiesen. Schade Sie dienen der Sache überhaupt nicht!

    • Mit Ihrem hilflosen, verzweifelt wirkenden Schreibversuch „dienen“ Sie der Sache auch überhaupt nicht! Die alte Taktik des „Schwamm drüber“ hat für Gantenbein und Gisel ausgedient…

  23. Gisels Plan war vielleicht, im Circle zu „Arbeiten“ und die dann „Freie Zeit“ mit seinem Super Flieger rumzudüsen. Er hätte nur wenige Meter laufen müssen….

    • Vermutlich träumte er von einem noch grösseren Flieger und internationalen Akquisitionen …

  24. Lieber Lukas Hässig, nicht alles was der Herr Fruithof diktiert, ist es wert publiziert zu werden. Nie vergessen: er ist ein jahrelang treuer Buddy von PV (Stichworte: Viseca, spätere Aduno, CFO und IT Chef RCH), der Sie hier auf seine Seite zieht um den damals verlorenen Hahnenkampf nochmals aufzunehmen. So wird IP nur zum Instrument in einem alten Kampf um Macht, nicht zur 4. Kraft, die Sie doch eigentlich sein wollen.

  25. Back-Office Bereiche im Circle zu konzentrieren ist eine Schnappsidee. Erstens braucht Raiffeisen keine Nähe zum Flughafen, denn Raiffeisen ist ausschliesslich auf Schweizer Kunden ausgerichet. Zweitens ist es Hirnverbrannt, wenn Back-Office Bereiche an derart teuren Standorten angesiedelt werden. Wahrscheinlich noch eine Idee aus der Zeit PV. Der hatte solche Luxusideen. Raschmöglichst Schadensbegrenzung vornehmen und den Mietvertrag mit Circle aufheben!!! Es gibt genug Büroräumlichkeiten an guten Standorten.

    • Gisel hat doch sein Privatflugzeug da angestellt! Jetzt macht es doch plötzlich Sinn, oder?

  26. Interessant: Der Putsch gegen Gantenbein ist in vollem Gange und hat eine riesige Eigendynamik entwickelt. Wetten, dass sogar Gantenbein mittlerweile realisiert hat, dass er von Anfang an dieser Aufgabe nie und nimmer gewachsen war. Er liess sich ab Februar sofort zum „Joggeli“ von Gisel machen… (Wie naiv, Herr Gantenbein!!!)

  27. ‚……und übernimmt verantwortung….‘ a) dh, dass man den/ die schreiber/in hochkannt herausschmeissen würde. mit den entsprechenden folgen für ihn/sie und deren familie. b) es reden grad die richtigen betreffend ‚verantwortung‘ übernehmen. verhalten der gesamten gl und (fahnenflucht)-vr docet…
    ps: mir scheint, dass man die vierte gewalt auf diesen blogg reduzieren kann. aufrichtiges kompliment am herrn lukas hässig!

    • Auf Herrn Lukas ist immer Verlass! Ja, wirklich noch die letzte moralische Instanz!

  28. Das anonyme Schreiben hat an der Öffentlichkeit absolut nicht nichts verloren. Ich schreibe auch anonym, weil ich am Arbeitsplatz keine Schwierigkeiten bekommen will. Dass St. Gallen ein Wasserkopf ist, ist nicht einmal mehr ein offenes Geheimnis: das ist allgemein gültige Gewissheit. Selbst Kunden sprechen seit Jahren von den selbstherrlichen Damen und Herren von St. Gallen. Was wir endlich brauchen ist RUHE IM STALL. Also: den 10 Punkteplan sofort umsetzen. Und wenn das den einen und anderen Kopf kostet soll mir das recht sein.

  29. Ich als Nicht-Raiffeisler lese alle die IP-Artikel wie auch die diversen gescheiten und auch weniger gescheiten Kommentare meistens intensiv! Ich kann also auch das bisherige Wirken von Herrn Gantenbein nicht wirklich einschätzen – nur soviel (und dies aus eigener trüblicher Erfahrung!), wenn man gegen Machtmenschen wie Vinzens und nun wohl auch Gisel quasi „antreten“ bzw. eben entgegentreten müssen/wollen, ist es schier unmöglich solche buchstäblichen (stark verbündeten) Bollwerke an den Pranger zu stellen. Das sind unsägliche Seilschaften, die fast nicht „gesprengt“ werden könnten! Darum ist die FINMA und auch starke wie mutige Raiffeisler (wie der Schreiber des aufsehenerregenden umfassenden Schreibens!) gefordert, hier umfassenden aufzuräumen, ansonsten deren ursprünglicher wie wahre Genossenschaftsgedanke zunehmend „auslaufen“ bzw. versanden könnte.

    • Die FINMA wäre gefragt, ja. Aber wer denkt die FINMA sei Teil des Filzes ist wohl ein Schelm! Oder doch nicht?

  30. Oh, achso, die Damen und Herren der Raiffeisen Schweiz gedenken im Circle-Gebäude am Flughafen zu residieren? Ist ja kein anderes Bürogebäude frei. Oder doch? Swiss Re zieht doch seine 2700 MA aus Adliswil ab? Ach nein, RFCH braucht ja Flughafen-Anschluss… Altenrhein ist halt zu klein… Im Ernst: Wozu muss RFCH ausgerechnet am Flughafen Büros mieten?

    • Damit Gysel schneller bei der HB-LUD wäre. Ist zwar heute obsolet, aber nicht undenkbar dass derartige Gedankengänge in den Entscheidungsprozess mit eingefollssen sein könnten.

  31. Das anonyme Schreiben hat absolut nicht nichts in der Öffentlichkeit zu suchen. Ich schreibe auch anonym einfach aus dem Grund, weil mir das Risiko am Arbeitsplatz Schwierigkeiten zu bekommen viel zu gross ist. Dass St. Gallen ein Wasserkopf ist, ist raiffeisenintern nicht einmal mehr ein offenes Geheimnis: Das ist längst gesichertes Wissen. Selbst Kunden sprechen seit einigen Jahren offen über das Eigenleben der Herren (und einigen Damen) von St. Gallen. Was wir an der Front brauchen ist „ENDLICH RUHE IM STALL“. Also die Vorschläge 1 bis 10 Konsequent umsetzen. Und wenn das einigen Damen und Herren in St. Gallen den Kopf kostet soll mir das recht sein. Wichtig ist, dass es uns keine Kunden kostet.

  32. Raiffeisen muss sich generell hinterfragen. Hinterfragen darüber z.B. ob es strategisch sinnvoll ist, nach aussen immer pompöser zu erscheinen. Das betrifft nicht nur den Umzug in den Circle am Flughafen Zürich sondern z.B. auch den Neubau der Bank in Oberriet SG, einem Rheintaler Dorf, welcher völlig überrissen ist.

    Nach der Zeit unter dem Sonnenkönig sollte sich die Traditionsbank endlich wieder auf ihre Werte besinnen.

    • Was soll am Neubau in Oberriet überrissen sein? Platz für 3, 4 Berater finde ich absolut in Ordnung.
      Und was mir noch besser gefällt: Die Fassade reinigt noch die Luft von CO2 –> äusserst intelligent und nachhaltig finde ich.

    • Ein Palast für 3-4 Berater mitten in einem bodenständigen Dorf im Rheintal ist äusserst intelligent und nachhaltig? Träum weiter, lieber Ruedi.

    • Ein Palast für 3-4 Berater in einem bodenständigen Rheintaler Dorf ist weder intelligent noch nachhaltig. Richtig abgehoben, das ist der Bau!

  33. Herr Hässig, es reicht nun!! Die Diffamierungen und der Mob gegenüber Herrn Gantenbein und Herrn Gisel sind strafrechtlich als üble Nachrede zu werten. Als ehemaliger langjähriger VRP einer grösseren Raiffeisenbank kann ich die Zusammenarbeit und die Fach- sowie Sozialkompetenz dieser beiden Herren nur rühmen. Ihre Hasspredigen auf Ihrer Plattform sind einfach nur widerlich.

    • @ Küng Magnus: Genau solche dämlichen Beiträge belegen, dass bei den äusserst dünn gesäten Gantenbein-Fans die Nerven blank liegen. Regen Sie sich nicht auf, Herr Küng, der Gantenbein gilt hier in St.Gallen als völlig „unrettbar“. GAME OVER!

    • So funktioniert Journalismis: Erst eine Story anziehen und dann immer weiter entwickeln. Tag für Tag.

    • @Küng Magnus: Sie sind sicher der Ghostwriter von Gisel und Gantenbein. Their time is over. Und so Opportunisten wie Sie…aus der HSG und CVP …. Dritte Kolonne.
      LH s Kolumne ist wichtig und deckt auf. Darum ist sie auch vom Angsthasen Ermotti gesperrt werden. Lieber LH, bitte so weiter…

    • Herr Küng, mit Druck werden Sie beim Lukas Hässig nichts erreichen. Das haben schon ganz andere Leute versucht.
      Überhaupt sollte Raiffeisen Herrn Hässig auf Knien danken. Stellen Sie sich vor, wie die Geschichte ohne seine Recherche weiter gegangen wäre!
      Auch dem Briefautor gebührt Dank. Endlich werden mal die richtigen Themen diskutiert!

    • Na ja, die „grössere“ RB (Lägern Baregg) musste ja auch mit entsprechender Unterstützung aus SG auf Vordermann gebracht werden. Da kam man sich sicherlich näher… 😉

      Immerhin hat die neue Führung in Baden/Wettingen ja auch einiges zu tun, um den Ruf wieder hinzubekommen… Immerhin kam hier der Abgang rechtzeitig, auch wenn die Nachfolge (sowohl im VR als GL) sich noch erst beweisen muss.

    • Hr. Küng können sie über die Fachkompetenz von Hr. Gisel nähereAuskunft geben?

    • Warum so hässig Herr Küng. Sie haben noch nie den operativen Schwachsinn von St. Gallen umsetzen müssen. Und als VRP werden Sie von der BL immer hübsch mit schönen Zahlen und netten Worten versorgt. Die BL’s sind heute ab mittelgrossen Banken weit weg vom Tagesgeschäft (einzige Ausnahme Leiter Vertrieb) betreuen wenn überhaupt noch ein paar wenige Kunden welche man sich selbstverständlich selber ausliest. Bei uns sind die BL-Mitgieder von Vertrieb getrennt und kennen Kunden von vorne nicht mehr. Nein Herr Küng: Von solchen Leuten werden Sie falsch informiert. VRP’s wie Sie gehören genau so ausgewechselt wie die hochdotierten St. Gallen Führungskräfte.

    • @Küng Magnus: Sind sie sicher, dass sich nüchtern sind?

      Es reicht noch lange nicht. Lukas Hässig deckt auf, Sie wollen unter den Teppich wischen.

      Sie waren also der VRP der Raiffeisen Lägern-Baregg (steht im Internet; falls der Schreiber hier Sie sind).

      Mich würde interessieren, was die Kunden der Raiffeisenbank Lägern-Baregg darüber denken was in St. Gallen abgelaufen ist und immer noch abläuft? Und was denken die Mitarbeiter der Raiffeienbank Lägern-Baregg darüber?

      Vielleicht haben Sie unter dem System Vincenz un Co. auch sehr profitiert. Waren Sie ein Delegierter (die Liste ist ja geheim)?

    • @Küng Magnus: Wer so etwas hier zum Besten gibt, möchte vermutlich Täter schützen. Bedenklich, wenn man schon wieder versucht, alles unter den Teppich zu kehren. Sollen denn die Verfehlungen nie enden? Als Genossenschafter von Raiffeisen sind mir Typen wie Sie, die die Wahrheit verschleiern wollen ein echtes Ärgernis. Ich will wieder die ehrliche und aufrichtige Raiffeisen, wie sie vor Vinzens, Gisel und Gantenbein war. Der Einzige, der sich überlegen muss, ob er sich nicht mitverantwortlich macht, sind Sie und zwar wegen Gehilfenschaft?

    • @Quarks der Bruchpilot: Warum ferngesteuert? Er liess sich von Gisel (zu dem HSG Filz er ja auch gehört) einlullen und lies sich von Gisel vorführen. In anderen Worten war Gantenbein eine Marionette von Gisels. Das lernt lehrt man wohl an der HSG. Endlich raus mit diesem HSG Filz.

  34. An die Raiffeisen-Führung: Seid doch froh wenn einer ausspricht was viele denken (Sieht man an den Likes und Bestätigungen). Das ist eine Chance zur Vebesserung. Wenn so etwas früher möglich gewesen wäre, wäre es nicht soweit gekommen. Schaut, dass beim nächsten Arbeitgeber eine offene Kommunikations-Kultur gewährleistet wird!

  35. Hr. Gantenbein als Trabant von Hr. Gisel wird es schwierig, sie im VR zu halten. Für “ein bisschen schwanger“ Geschwätz und Nichthandlungen haben sie sich legitimiert.

  36. Zu PG & PG wurde alles gesagt. Tür auf und raus. Die Raiffeisenbanken haben sich jahrelang an der Nase herumführen lassen. Jetzt braucht es endlich starke Leute. Alles muss auf den Tisch. Keine Décharge. Schadenersatz von allen im damaligen VR sowie der damaligen und heutigen GL einklagen. Und was hat es in Wahrheit mit dem „Circle“ auf sich? Erst Dietikon als etablierten und günstigen Standort verkaufen und dann 10 Kilometer weiter einen Prestige-Bau beziehen? In Dietikon hätten Zentralbank und Firmenkunden locker Platz gehabt. IT und Call Center waren dort schon immer. Wieder so ein Ego-Projekt aus der GL und VR.

  37. Bei Circle Flächen zu mieten ist für RCH absoluter Schwachsinn, denn die Mietkosten sind viel höher (ca. 350.- / m2 und Jahr im Rohbau) als in einem der zahlreichen leeren Bürogebäude in ZH-Nord, wo es gut ausgebaute Bürofläche für unter CHF 200.- / m2 und Jahr gibt. Bei einem angenommenen Flächenbedarf von 10’000m2 und Ausbaukosten von ca. 100.- / m2 und Jahr sind die jährlichen Kosten der Circle-Miete somit um ca. CHF 2.5 Mio. höher als in einem Bürogebäude im Glattpark / Oerlikon. Oder anders ausgedrückt: Ein bisschen Prestige-Blingbling ist der RCH CHF 2.5 Mio .p.a. wert. Wer hat diesen Schwachsinn bewilligt?

    • Wie bereits Gabriele Corsi bemerkte:
      Zuerst wird eine eigene Liegenschaft verkauft um das Geschäftsergebnis zu optimieren. Dann wird zurück gemietet (natürlich teurer) und schlussendlich trifft ihre Berechnung ins Schwarze.
      Intern werden die Kosten mittlerweile mit starken hydraulischen Pressen gesenkt und dann kommen so unbelegbare Aussagen wie „Synergien nutzen“ oder eben „optimale Arbeitsplatz- und Prozess-Effizienz“ welche nicht quantifiziert werden können.
      Und so grosse Flächen wurde für „the Circle“ auch nicht angedacht das zeigte die grosse Überraschung bei uns in St. Gallen als die effektiven Bedarfsflächen nachträglich eingefordert wurden.
      Irgendetwas geht in diesem Fall nicht auf….

  38. Gespielt und verloren. Jetzt rasch abhauen. Jeden Tag laenger schaedigt den Ruf noch weiter sofern das ueberhaupt noch moeglich ist.

  39. Und hört auf, die Anonymität des Schreibers anzuprangern. Nehmt endlich den inhalt des Schreibens zur Kenntnis! Eure Reaktion zeigt nur, dass Ihr nichts gelernt habt. Lieber belügt Ihr Euch weiterhin selber…

  40. Hr. Gantenbein ihre Nichthandlungen rechtfertigen keine Fortführung im VR. Als Trabant von Gisel werden sie in Erinnerung bleiben. Ich habe genug von “ein bisschen schwanger“ Geschwätz!

  41. Auch Gantenbein gehört bereits zur toxischen Vertretung der alten Raiffeisen Kultur mit HSG und CVP Filz. Der anonyme Brief hat glasklar von innen dargestellt, wie es aussieht. Und es ist richtig, dass die Pyramide wieder gedreht wird. Vinzenz mit seiner HSG und Bündner dritten Kolonne hat dies pervertiert. Alle Vertreter dieser Generation müssen ersetzt werden. Neue Kultur mit neuen Leuten.
    LH, gut dass Sie dranbleiben. Wir sind gespannt.

  42. Der gute Gantenbein hätte alle Möglichkeiten gehabt und intakte Chancen auf den VRP Stuhl. Den begehrten.

    Aber Theorie und Praxis sind doch eben zweierlei. Und alles ist nur bedingt coachbar bzw. begleitbar.

    Auch er wird nicht überleben, trotz eigentlichem Grundtalent. Und Intellekt. Aber wenig Führungskönnen und Erfahrung. Das zeigt sich hier wiederum. Universitäten sind halt nicht zu Vergleichen mit der harter realen Praxiswelt.

    Die Rolle der FINMA und das zwingende Auferlegen von Weisungsrecht der Tochter (Raiffeisen Schweiz) and die vielen Mütter (Raiffeisenbanken) müsste man auch einmal journalistisch aufarbeiten. Wie das ganze (Fehl-)Konstrukt FINMA.

    Der Umzug und die Zentralisierung von Gebäuden in Zürich und Dietikon an den idealen Standort (Erreichbarkeit) the Circle macht Sinn. Hier handelt es sich wohl weniger um ein reines Prestige Objekt als um effizienteres Zusammenarbeiten und auch Aussenwirkung.

    Besonders gefragte IT Leute gehen lieber an den nahen Flughafen per Zug, als in das biedere Industriequartier im Nimmerland Dietikon.

    Freundlichst, Ihr
    Dr. Tiamento di Marco

  43. Ein Zentraler R-Zusammenzug in Zürich scheint doch sehr pompös.
    Offenbar wird die Lage am Flughafen geschätzt, soll gar internationale Kundschaft angeworben werden?
    Und wenn in Zürich, bitte diese Stellen auch mit den hiesigen Salären anbieten!

    • Häääääääääääääääääääääää? Stehen Sie unter Drogeneinfluss?

  44. Ich schlage vor, den Namen der Zentrale in St. Gallen zu ändern, bspw. in „Raiffeisen Services“, dann wird sofort klar, dass es sich hierbei lediglich um ein Shared Service Center handelt.
    Dann merkt evt. auch der CEO, dass er nicht wirklich CEO der drittgrössten Bank ist, sondern nur von einem Dienstleister dieser Bank…

    • Hervorragende Idee!
      Und die Niederlassungen müssen sofort verselbständigt werden. Das ist seit Jahren überfällig!

    • De Schisser chunnt mer nur vo dim Müll über…eifach z erscht mal s Hirni iischalte…falls es überhaupt no öppis zum iischalte git…

  45. Gantenbein hat auf der ganzen Linie versagt und den Auftrag nicht einmal im Ansatz erfüllt. Er war der falsche Mann für den Job. Weshalb sollte er dann Vizepräsident bzw. überhaupt Mitglied des VR bleiben? Es geht darum, eine angeschlagene Gruppe zu führen, nicht um Sesselchen zu verteilen.

    • Was muss man führen!? Eine Gruppe? Sie verstehen es auch nicht. Man führt Raiffeisen Schweiz, das Dienstleistungscenter der Raiffeisenbanken.

  46. Es ist (zu) einfach Herrn Gantenbein als Schuldigen auszumachen. Sie liegen auch falsch, wenn Sie glauben, dass es der Marke Raiffeisen geholfen hätte wenn man Patrik Gisel den Medien und der Öffentlichkeit zum Frass vorgeworfen hätte. Im Gegenteil, die Wirkung verpufft relativ schnell und was bleibt sind noch grössere Landschäden. Die Situation ist aufgrund der Entwicklungen sehr delikat und Herr Gantenbein hat nach dem Sprung ins kalte Wasser und einem Vakuum an der Spitze von Raiffeisen wichtige Stabilisierungsarbeit geleistet. Eine (noch) frühere Trennung von P Gisel wäre wünschenswert gewesen. Aber jeder Wirtschaftsexperte mit etwas Sachkenntnissen weiss, dass es als “neuer“ VR etwas Zeit und Vorarbeit braucht bis Sie einen “starken“ CEO aus dem Amt nehmen können. Bis dieser Zeitpunkt gekommen ist, müssen Sie den CEO stützen oder Sie richten ein unkoordiniertes Chaos an.

    • Beachten Sie, dass Vincenz und Gisel sehr eng zusammengearbeitet haben. Jeder wusste vom anderen über sein Geschäftsgebaren und über sein Privatleben bestens Bescheid. Die Distanzierung von Gisel gegenüber seinem Mentor Vincenz nach dessen U-Haftantritt war ja bereits lächerlich genug. Kein Mensch dürfte ihm abgenommen haben, dass er von den Geschäften von Vincenz nichts gewusst haben sollte. Gisel gab sich vollends der Lächerlichkeit preis, indem er vor seinem Privatjet posierte. Wenn nun nachfolgend Gisel abtritt, gibt es nur eines: die Freistellung. Nur so kann die Marke Raiffeisen einigermassen gesunden.
      Wenn der Verwaltungsrat Gisel als lahme Ente bis Ende Jahr weiter beschäftigt, ist Raiffeisen nicht geholfen. Nehmen Sie als Beispiel die Berner Kantonalbank im Jahr 1993: Damals wurde rigoros durchgegriffen. Dasselbe müsste nun bei Raiffeisen passieren: Gisel, Auer, Burn: Was machen die überhaupt noch dort? Das Vakuum wird nur von kurzer Dauer sein, falls Sie auf die richtigen Leute setzen, und dies müssen Auswärtige sein!

    • Ich gebe Ihnen Recht, sehe das genau so aber als „Insider“ weiss ich wieviel Druck es bei RCH braucht, dass etwas in Bewegung kommt und ohne Hilfe von aussen geht gar nichts. Wenn dann mal etwas nach aussen Dringt, war es auch falsch und man wird nochmals zum Schuldigen gestempelt aus Sicht von RCH . Zuerst war IP der Sündenbock wieso Pierin hinter Gitter musste und jetzt wird es der anonyme Briefschreiber?

  47. Was auch gut wäre, denn Gantenbein kommt aus dem Vincenz und Gisel HSG-Filz! Für einen Neuanfang braucht es Leute die mit diesem Filz und vor allem Vincenz nie etwas geschäftlich zu tun hatten! Wann begreifen die von diesem Filz in St. Gallen endlich, dass es einen Neuanfang und eine Kulturänderung bei RCH geben muss.

    Aber diese überbezahlte und dazu noch wenig fähigen Manager versuchen sich aus REINEM EIGENINTERESSE so lang wie möglich an ihren Sessel zu klammern und zeigen ganz deutlich damit, dass sie das System und die Kultur von Raiffeisen IMMER NOCH NICHT VERSTANDEN HABEN!

    • Neuanfanfänge löhnt sich meistens….wenn geniale Idee Umgesetzt werden….. schaut mal Apple: von fast Bankrott Firma zu Trillion Kids….Bescheidenheit heisst nicht, dass mit Träumen aufhören muss…nur so geht es die Welt weiter, oder haben Sie wirklich ein „Konservative“ der Erfolgreich über Jahrzehnten war kennen gelernt?
      So sollte man besser auf die Regionalbanken zuhören: die kennen wirklich ihre Geschäften, Kunden und auch Potenzial, der Rest sollte kommen….

  48. Die Kaffeerunde fühlt sich bestätigt und bleibt dabei: Sowohl der Gisel wie auch der Gantenbein werden bei Raiffeisen sehr bald nur noch Teil eines sehr dunklen, rabenschwarzen Kapitels sein! Man wird diese beiden bald in die Reihe des total abgestürzten Vincenz eingliedern.

    • Der ungemein leidenden Morgenkaffeerunde in St.Gallen sei versichert, dass nun definitiv alles viel besser wird.

      Diese verstörte, traumatisierte Runde wird bestimmt durch verständnisvolle Fachkräfte neu in die Gesellschaft eingegliedert.

    • Diese unsägliche Kaffeerunde, die heute alle weiss/wusste, hat offenbar während Jahren nur gelabert, geschlafen und Kaffee gesoffen!

    • Diese uninspirierte, lallende Morgenkaffeerunde in der Gallusstadt scheint einem Theaterstück von Samuel Beckett entsprungen zu sein.

      Hoffentlich kommts doch noch gut mit dieser Pennerrunde, wo repetiv die gleichen Sätze dahergemurmelt werden.

  49. Pascal Gantenbein muss sich den knallharten, unverzeihlichen Vorwurf gefallen lassen, Gisel nicht sofort entfernt zu haben. Im Gegenteil: Er liess sich sogar „ahnungslos“ von Gisel zu dessen „Hampelmann“ machen…

    • Gisel war ein gelehriger Schüler von Guru Vincenz. Hätte er mehr Zeit gehabt, wäre er vielleicht gar besser geworden als sein Lehrer.

  50. Der hätte sich nicht auf die Seite von Gisel schlagen sollen, der hätte Gisel bloss mal heftig hinterfragen sollen!

    • Schade, ist ein von den Studenten in Basel geschätzter Professor. Sollte sich wieder mehr der Uni widmen und das Erlebte in Seminaren von seinen Studenten untersuchen lassen!