Die Lufthansa hat Zürich zum Verschiebebahnhof für Passagiere und Fracht gemacht

Die Praxis des Masshaltens war es, welche die Schweiz seit 150 Jahren zu einem Edelstein unter den Ländern der Welt geschliffen hat. Nirgendwo in der Schweizer Geschichte finden wir Hinweise darauf, dass unsere Landsleute gierig das Optimale aus dem Land herauspressen wollten.

Viele wollten wohlhabend werden und wurden es auch, aber die Dienstleistung am Kunden stand stets im Vordergrund. Das schränkte das Gewinnwachstum ein.

Die Kultur der alemannischen „commons“, des gemeinsamen Besitzes auch sehr grosser Unternehmen, lebt heute noch bei der Migros, der Coop, Fenaco und der Raiffeisen-Gruppe fort. Kommt es zu Übersteigerungen, wie jüngst bei Raiffeisen, greifen Kontrollmechanismen, sei es im eigenen Unternehmen, in den Medien oder in der Politik.

Das ist ein grosser Gegensatz zu den amerikanischen Weltkonzernen, deren Erfolg auf strikter Disziplin aller Mitarbeiter aufgebaut ist. Das ist auch ein grosser Gegensatz zu den zentral geführten französischen Konzernen, wo die Provinz, das ist auch die Schweiz, eigentlich nichts zu sagen hat.

Das ist ein sehr grosser Gegensatz zu den Europa beherrschenden deutschen Konzernen, die mit Unterstützung ihrer Regierung die globale Führung anstreben.

Noch 1923, das sind knapp hundert Jahre her, wurden die Aktien der Schweizerischen Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon von der norddeutschen Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik übernommen. Die Behörden reagierten sofort und verboten den eindringenden deutschen Aktionären, den Begriff „Schweizerisch“ zu verwenden. Damals galt: Wer ein Deutscher ist, kann sich nicht Schweizer nennen.

Tempi passati.

Im Säurebad europäischer und globaler Investoren ist es längst fragwürdig geworden, was an Schweizer Firmen noch schweizerisch ist. Einer der berühmtesten Fälle aus der jüngsten Zeit ist „die Schweizer Fluggesellschaft Swiss“. Der Notverkauf des Bundesrates der bankrotten Swiss an den Deutschen Lufthansa-Konzern war sicher eines der schlechtesten Geschäfte, das von Berner Chefbeamten und Bundesräten aufgegleist wurde.

In der allerjüngsten Zeit wird es nur übertroffen von Deals unseres Wirtschaftsdepartements mit fragwürdigen deutschen Schiffshändlern, die Bundesgarantien erhielten. Risiko: gegen eine Milliarde Franken.

Die Spitzenmanager der Deutschen Lufthansa sahen die Chance, ein Schnäppchen zu machen. Seither fliegen sie mit der Marke „Swiss“ um die Welt. Harmlose Schweizer Bürger erfreuen sich daran und Asiaten ohnehin, die meinen, im Flugzeug einer Schweizer Gesellschaft zu sitzen.

Die Swiss liefert seither jedes Jahr Gewinne in der Höhe von Hunderten von Millionen Franken nach Frankfurt ab. Dabei ist sie nicht mehr als eine Abteilung im Konzern der deutschen Fluggesellschaft.

Man könnte als bescheidener Schweizer auch damit leben, war doch deutsche Effizienz die Grundlage für die alte Schweizer Armee.

Aber der Lufthansa-Konzern hat in aller Stille aus dem Schweizer Landesflughafen Kloten einen transnationalen „Hub plus“ gemacht, der auch Baden-Württemberg und westliche Teile Bayerns bedient. Die Lufthansa hat aus unserem Landesflughafen, der von Schweizer Steuerzahlern bisher finanziert wird, eine europäische Umsteige-Drehscheibe gemacht, deren Rentabilität niemand bestreitet. Wohin geht das Geld? Wohl in erster Linie in die Lufthansa-Zentrale nach Frankfurt.

Kloten hat noch weitere Vorteile. Da an deutschen Flughäfen laufend gestreikt wird, bietet es sich an, den Verkehr über Zürich zu leiten, wo die fleissigen Schweizer Streiks sehr ablehnend gegenüber stehen. Die Flugtarife, langsam ansteigend, stützen sich auf eine sehr reiche Region, weshalb Billigflieger in Zürich tunlichst abgewiesen wurden, also keine Landerechte erhielten.

Die Topmanager der Swiss und der Deutschen Lufthansa verstecken sich gerne hinter der Aussage, sie würden nur ein nachfrageorientiertes Wachstum verfolgen. Das ist blanke Phantasie, denn ein zweifellos attraktives Drehkreuz zieht Passagiere und Fracht an wie Honig die Bienen.

Kurzum, die Schweiz ist schon einige Jahre nicht mehr Herr ihres Flughafens Zürich. Sie baut die Infrastruktur mit Milliarden Franken aus; Stadt und Kanton Zürich freuen sich über die Dividenden.

In der Schweiz gibt es kein öffentliches Interesse an einem Grossflughafen in Zürich. Unser 8,5 Millionen Einwohner zählendes Land wurde von den internationalen Fluggesellschaften, die Deutsche Lufthansa an der Spitze, zu einem Verschiebebahnhof für Flugpassagiere und Cargo umgebaut.

Damit geht die Lufthansa einen Weg, wie ihn viele andere ausländische Konzerne in der Schweiz eingeschlagen haben. UBS und Credit Suisse sind keine Schweizer Grossbanken mehr, vielmehr berufen sie sich nur noch auf ihre „Schweizer Wurzeln“. Novartis, Roche und Nestlé werden von internationalen Fondsgesellschaften kontrolliert. „Die 150 grössten Schweizer Firmen stehen unter ausländischer Kontrolle“, sagte alt Bundesrat Kaspar Villiger, als er in Bern in der Verantwortung stand.

In welcher Verantwortung?

Im Falle des Flughafens Zürich, der kürzlich sein 70jähriges Jubiläum feiern durfte, sind 300’000 Zürcherinnen und Zürcher die Verlierer. Sie leiden nicht nur unter zunehmendem Fluglärm, denn auch die Südstarts werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sie erleben, wie ihre Umwelt von morgens 6 Uhr bis abends 23.30 Uhr zerstört wird. Die Gesundheitsschäden für Kinder und Erwachsene sind längst erfasst.

Kein Schweizer Politiker setzt sich ernsthaft für sein Wahl- und Stimmvolk ein, ganz anders als in Baden-Württemberg, wo entschlossene Landes- und Bundespolitiker der SPD, CDU und der Grünen einen Riegel gegen die Schweiz aufgebaut haben.

Adieu, la Suisse. Die Deutsche Lufthansa hat uns im Griff, die über den Zürcher Flughafen anreisenden Chinesen und Japaner stehen auf der Rigi und der Jungfrau. Der Ausverkauf der Schweiz ist in vollem Gange.

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49 Kommentare zu “Die Lufthansa hat Zürich zum Verschiebebahnhof für Passagiere und Fracht gemacht

  1. na ja wenn die chinesen und japaner auf der rigi stehen (vom flughafen zürich) dann ist das ja ok, aber das zürich oft nur noch als transitflughafen genutzt, dann nervt.
    das nervt vor allem weil unsere politik dauernd einen auf co2 und grün und überhaupt macht, aber nicht dagegen interveniert das zürich mehr und mehr zu einem zubringerflughafen für andere europäische flughäfen wird und so unzählige starts und landungen reiner „fake“ in der statistik ist.

  2. Ein Gedanke zu den Übernahmen schweizerischer Firmen durch ausländische Investoren:

    Es ist nicht nur so, daß an Schweizer Firmen viele ausländische Firmen und Personen beteiligt sind.

    Sondern auch so, daß aus der „internationalen Schweiz“ heraus massiv Beteiligungen an ausländischen Firmen vorhanden sind.

    Es wäre interessant, hierzu einmal eine Statistik zu finden.

    Und ein Gedanke zum Wohlstand der Schweiz:

    Hier gibt es noch den Faktor, daß die Schweiz sich aus Konflikten heraushält, Kriege meidet. Auch das ist ein Grund für Wohlstand.

  3. Na na na………

    …..ganz so ist es nicht.

    Die Schweiz profitiert von der Drehscheibe trotz allem stark.
    Aber klar, das die Süddeutschen den Flughafen fleissig benutzen den Fluglärm aber nur in der Schweiz haben wollen….. ist störend. Da wurden was den Fluglärm angeht, in guter Politmanier sehr viele Unwahrheiten erzählt. Ich kenne Leute die dort wohnen…….

    Die Probleme die ein HUB natürlich auch nach sich zieht, die wären regelbar. Nur kann unsere EU-Phile Politik das eben nicht, denn die EU droht ja schnell mal mit dem Stöckchen, also Torsionsmassnahen und wir bücken uns dann sofort. ( siehe Börsenequivalenz )
    Also ist es nicht möglich das in einem gesunden Rahmen zu halten. Fehlendes Selbstbewusstsein kann eben nicht ersetzt werden…..

    Andererseits tut die Lufthansa nur das was Unternehmer eben tun, tun müssen. Sie wirtschaftet möglichst Gewinnbringend und wenn dazu Zürich geeignet ist, ist es eben Zürich.

    Das man die Swiss nicht gerettet hat, damit war ich einverstanden, nur leider hat man die UBS später gerettet.
    Politiker machen sowas nie gut, aber die Sache ist den Gang allen Wirtschaftlichen gegangen….. ausser eben bei den Banken.
    Das Resultat war, ……die sofort Katastrophe hat man abgewendet, das lange schleichende hinkriechen richtung Crash aber ist Tatsache geblieben.
    Haben wir damit wirklich etwas erreicht ?
    Ich hätte nichts dagegen gehabt wenn man gerade jene Politiker die bei der Swissair im Verwaltungsrat sassen, vor Gericht abgeurteilt hätte. So viel Blindheit ( Faulheit ? ) darf bestraft werden.

    Ich weiss nun nicht wie das alles vertraglich geregelt wurde, aber ich hoffe das die Lufthansa wenigsten keine zwingenden Rechte am Flughafen selber hat und wir da noch unsere Hoheit ausüben könnten.

    ————————————-

    Ansonsten fliege ich schon lange nicht mehr Swiss, denn sie bietet nur noch den Standard einer Billigairline.
    Mit der Singapur Beispielsweise ist das nicht zu vergleichen.
    Nein ich meide sie wo immer möglich und nehme eben die Singapur, Cathay usw. Mit Arabern fliege ich generell nicht, hier aber aus politischer Überzeugung.

    Wenn sie mal in Thailand weilen, fliegen sie mal mit „Bangkok Airways“ dann wissen sie wie die Swiss sein müsste…..oder sie vor 25 Jahren mal war.

    • die Araber machen das HUB system richtig und für Ihren kleinen Markt halten sie sich gut und machen das geschickt!!! Gut, da sitzen auch meist Europäer in den Chef- und Strategieetagen!!!
      Und wenn man richtg merkt, funktioniert in Sachen Wachstum das System besser als bei uns mit der Demokratie. (siehe Beispiel: Nordumfahrung). Die Klatschen hin und sagen: „das soll für 30 Jahre reichen und wir denken ohne Bevölkerungszuwachs gerade mal für 10-15 Jahre. Nur die Ethik leider happert es ein bisschen, dafür hat man das Arbeitslosenproblem unter Kontrolle 😉

    • Richtig, mit den Arabern darf man einfach nicht fliegen. NIE.

      Singapore Airlines, Cathay Pacific, Air New Zealand die Besten.
      Bangkok Airways eine wahre Boutique Airline. Gut und nicht teuer.

      Walter Roth fliegt wirklich goldrichtig.

  4. Komplett einverstanden. Weil aber die Individualisierung und auch der Egoismus ständig zunimmt, wollen alle (mehr) fliegen, aber keiner will den Lärm. Die Pläne der Lufthansa und der Flughafen-Lobby haben in dieser Konstellation natürlich freie Bahn. Alle werden gegeneinander ausgespielt.

  5. „Mogelpackung“: der SWISS-Service ist miserabel geworden. Swiss gerade noch 4* (anders als die Lufthansa mit 5* und damals die Swissair); in der „Business-Class“ gibt’s das Z’morge aus EINEM Topf/Platte verteilt an alle; in der Eco muss man QUER sitzen, so dass man in den Sitz passt, die Schultern ueberlagern!!! sich mit dem Passagier nebenan (eingentlich wird gar kein voller Sitz verkauft auf den hochgepriesenen Boeing 777!) – somit richtig: RIESENprofite nach Frankfurt das Schweizer Kreuz auf dem Rumpf – eine Mogelpackung!

    • MOGELPACKUNG ist das Stichwort:
      Möchte ich in der Business-class einen Alleinsitz, so zahle ich CHF 300.- extra dazu auf der Langstrecke nach Singapore…………

      Wird die Swiss ausgehungert via Deutschland?

  6. Werter Herr Zgraggen, vielen Dank für Ihren Beitrag, den ich mehrmals gelesen habe, mit dem unterschwelligen, anfänglich unsicheren Gefühl, dass Ihre Darstellung nicht ganz zutrifft. Nun ist es mir klar: Ihre Darstellung entspricht nicht der Realität, mindestens was unsere jüngere Vergangenheit betrifft. Es mag sein, dass in früheren Zeiten die Zuverlässigkeit, Präzision und das Masshalten hervorstechende Eigenschaften gewesen sind welche generell die Charaktereigenschaften grosser Teile der arbeitenden Bevölkerung ausmachten und auch zu dem guten Ruf unseres Landes führten. Weil diese Eigenschaften bei der Schweizer Führung der Swissair damals aber fehlten, folgte der Umstand, den Sie heute beklagen. Die Situation, dass der Flughafen Zürich zu einem „Verschiebebahnhof für Passagiere und Fracht“ der Lufthansa umgestaltet wurde, ist unsere eigene Schuld! Ich erinnere daran, wie die einstige Swissair-Frührung unter Philipp Bruggisser in einem Anflug von Grössenwahn – auch auf Empfehlung von McKinsey – die „Hunter-Strategie“ umsetzte, marode Airlines aufkaufte um Zürich zu einem „Hub“ der Swissair umzugestalten: die folgenschwere Pleite war dann das Ende dieses Höhenfluges. Viele Angestellte haben damals enttäuscht und konsterniert ob der plötzlichen Insolvenz, grosses Leid und persönliche Verluste erfahren. Bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, wie z.B. Eric Honegger, der letzte Verwaltungsratspräsident der Swissair, ist m.W. von der Anklage der ungetreuen Geschäftsführung frei gesprochen worden und erhielt noch eine Prozessentschädigung von ca. Fr. 100’000.-. Heute lebt er in Österreich. Das andere Debakel, wo das „Masshalten“ in den Führungsetagen jedenfalls ein Fremdwort gewesen ist, war die „beinahe Pleite“ der UBS: damals wollte die Führungsriege unter Marcel Ospel und Peter Wuffli die UBS zur weltweit grössten Investmentbank umgestallten: auch dieser Höhenflug endete in einem Debakel und m.W. ist auch hier niemand zur Verantwortung gezogen worden. Und die von Ihnen erwähnten fehlenden Hinweise….“dass unsere Landsleute (nie) gierig das Optimale aus dem Land herauspressen wollten“, die sind tatsächlich neu. Diese Einstellung ist mit dem „sharholder value“ auch bei uns definitiv eingezogen: die Gewinnmaximierung und Vermehrung des Aktienwertes sind heute in den Chefetagen bestimmende Grössen, denen es gilt alles unterzuordnen. Eng damit verbunden damit sind die Bonus-Zahlungen an die Geschäftsleitung: je höher der Aktienkurs und die Dividenden, desto höher die Bonus-Zahlungen, die übrigens jegliche Bodenhaftung zu den Löhnen breiter Bevölkerungskreise, verloren haben.

    • Werter Herr,

      trotz verlieren der „Bodenhaftung“ zahlen diese Elite trotzdem unsere Steuern, AHV-Beiträge und ALV Beiträge… heisst je mehr sie verdienen, desto mehr geht auch in den sozialen Topf… wir sollten aufhören uns zu beklagen. auch wir profitieren von denen. und hier in der Schweiz darf niemand jammern, wir haben genug essen, trinken einen Dach über dem Kopf und uns geht es gut… wer mehr haben möchte braucht Mut zum Risiko und viel Fleiss und den Glauben an sich selbst und siehe da, es wird Wirklichkeit

    • @junger flieger. Gut dass Sie Klarheit bringen. Dann sollten wir dringend die Boni weiter erhöhen und die Steuern entspreched senken, damit wir weiter von dieser Superkombination als gesamte Gesellschaft profitieren können. Ach ja: Und noch mehr Pauschalbesteuerte, die Geld mitbringen, damit wir weiter zu Essen und zu Trinken haben, wie sie schreiben.

    • Junger Flieger……

      …..das haben sie richtig erkannt.

      Besehen wir uns die Statistiken, kann die Mehrheit in der Tat nicht auf die Beiträge der „Reichen“ Minderheit verzichten.
      Es ist so, die zahlen in vielen Bereichen den Grossteil ein.
      Eine gesunde Gesellschaft braucht Kapital und Unternehmer. Die Schweiz sollte beidem gut Sorge tragen.
      Neid ist niemals ein guter Ratgeber.
      Andererseits, natürlich stört es mich auch etwas wenn Millionäre dieselben Krankenkassenbeiträge bezahlen wie unsereins, andererseits zahlen sie in die AHV weit mehr ein als sie je daraus erhalten.
      Und natürlich, Geld bringt Vorteile die nicht immer gerecht sind, aber sie sind eben auch die Triebfeder um Geld zu erwirtschaften, ja ohne Vorteile würde das Unternehmertum stagnieren und das würde uns alle ärmer machen.
      Wir sind ein freies Land, jeder hat die Chance daraus etwas zu machen….. auch wenns viele gibt die mangels Kapital niemals aus den Startlöchern kommen werden, auch wenn sie das Talent dazu sicher hätten.

      Bedenken wir das und urteilen wir gerecht.

    • @Walter Roth + der junge Flieger: ja, „bedenken wir und urteilen wir gerecht“. Einverstanden. In einer Gesellschaft die als „freie Marktwirtschaft“ und als eine „Gemeinschaft reifer und selbstverantwortlicher Menschen“ funktionieren soll, gilt selbstredend nicht nur das Prinzip der Freiheit, diese geht untrennbar auch mit der Übernahme von Verantwortung einher und diese letztere hängt mehr und mehr am Garderobenständer im Vorzimmer des Staates. Für eine gesunde Gesellschaft ist es lebenswichtig, dass beide Elemente, Freiheit und Verantwortung, gelebt werden, sonst droht die gesellschaftliche Stabilität auf der Strecke zu bleiben. Es entspricht leider der Realität, dass in Führungsetagen von Grosskonzernen Entschädigungen getätigt werden, die jegliche Bodenhaftung zu den Löhnen weiter Bevölkerungskreise verloren haben und es läuft die Höhe dieser Entschädigungen nicht parallel mit dem entsprechenden tragen von Verantwortung. Und – was mit einer freien Marktwirtschaft unvereinbar ist – hat bei einem Absturz des entsprechenden Unternehmens (s. UBS und Swissair) schliesslich die Allgemeinheit, in der Form finanzieller Hilfe und das Personal mit Entlassungen, die Rechnung zu begleichen und den Reputationsschaden trägt das ganze Land. Die eigentlichen Verantwortungsträger des Desasters bleiben straffrei und erhalten noch grosszügige Abgangsentschädigungen. Der schwelende PostAuto-Skandal, wo die Schadenssumme für den Steuerzahler inzwischen von anfänglich 100 Millionen, nun angeblich 200 Millionen betragen soll, ist ein weiteres Beispiel. Und wer dafür die Verantwortung trägt, bleibt nach mehr als einem halben Jahr weiterhin im Dunkeln. Solche Zustände bilden selbstverständlich der Nährboden der den Unmut in der Bevölkerung schürt und sie sollten in Ihrer Tragweite realistisch eingeschätzt werden. Dazu gibt es ja auch genügend Anschauungsbeispiele.

  7. und wem gehören die Hotels, Bahnen und Beizen an den Destinationen dieser Touristen?
    Heute noch den Schweizern, vielleicht? und morgen?

    Die können wir doch auch gut verkaufen! Das gibt Geld! Werden die dummen Eidgenossen händereibend sagen.

    Vielleicht werden sie das Händereiben nicht mehr los, weil ihnen ein kalter Wind um die Ohren blasen könnte.

  8. Die Enteignung durch Fluglärm kann brutal ins Tuch gehen – von gesundheitlichen Schäden beginnen wir hier gar nicht zu schreiben.

    In Männedorf stehen neulich meine zwei kleinen Töchter stramm im Bett, wenn morgens der Airbus A380XX der Singapore Airlines vorüberzieht und die Scheiben im ganzen Haus zittern.

    Es graust mir jetzt schon vor einem Ausbau des Südanflugs.

    Letztens war ich in Madrid in der Villengegend, in der früher alle Schweizer Expats wohnten und die aufgrund des Ausbaus des Flughafens nun seit Jahren von massiven Fluglärm belastet wird. Die Villen sind für ein Butterbrot zu haben und viele der Bewohner sind weggezogen oder dort geblieben und krank geworden.
    Gerichtsklagen seit Jahren, der Staat foutiert sich – die Flughafenbetreibergesellschaft (AENA) ist staatlich, ein Teil börsenkotiert und eine echte Cash Cow.

    Eine staatliche interaktive Lärmbelastungskarte im Internet zeigt realtime ausserdem die Belastung, damit niemand auf die Idee käme, in dieser Gegend ein Haus zu kaufen und neu zu klagen.

    Dies kann uns allen noch blühen, rund um Zürich.

    https://webtrak.emsbk.com/mad

    • Dann fördern wir doch die Wirtschaft und sanieren unsere Fenster von 2-Fach auf 3-Fach hat folgende Vorteile:
      – weniger Lärm
      – weniger Hitze (Sonneneinstrahlung und Treibhauseffekt)
      – ressistenter bei Wind und Regen
      – Verbleichung von Gegenständen wird gedämpft

      Wir können aber auch alle weinen, und uns wegen der Lärmbelastung solchen Kopf machen und Flugzeuge gar verbieten und dementsprechend uns von der Welt abschotten und lieber laute Vögel zwitschern und Grillen hören…. Ich glaube wir können alle mal motzen und jammern, aber nur auf unseren Wohlstand der hier in der Schweiz zu 85-90% ist, rumhacken ist wirklich nicht nötig…
      Ich schlage Ihnen vor mal in Grossstädte zu reisen, wie New York, Shanghai, Dubai oder sogar Bangkok… da ist der Lärmpegel weitaus höher und last but not least für die es nicht passt… Sarganserland, Toggenburg, Region Schaffhausen sind alles Gebiete welche ruhiger und immer noch innerhalb von 1h ZH zu erreichen ist, könnt ja dahin ziehen…

    • @ Energieberaterin
      Nach Madrid und zurück sind Sie selber ja auch geflogen und haben zur Lärm- und Umweltbelastung beigetragen.

    • Höret den Worten dieses weisen Mannes. Sowas brauchen wir in Zürich nicht. Der Flugverkehr ist schon jetzt mehr als genug ausgebaut!

    • Liebe Energieberaterin
      Und nach Madrid sind Sie mit dem Velo gereist?
      Ihre Töchter sind noch klein. Als die zur Welt kamen bzw. Sie in Ihr aktuelles Zuhause gezügelt sind, war die Anflugschneise über Männedorf wohl bereits da, oder etwa nicht? Was also ist genau Ihr Problem? Wenn Sie keinen Lärm wollen oder Angst haben vor einer Entwertung Ihres Hauses, dann sollten Sie nicht in der Nähe einer Stadt wie Zürich wohnen. Der ganze Verkehr, ob auf der Strasse, in der Luft oder auf der Schiene wird bestimmt nicht weniger. Ziehen Sie aufs Land oder in die Berge, aber da stören Sie dann vermutlich die Kuhglocken oder das Kirchengeläut.

    • Das verblüffende an der Sache….das Haus wurde bereits mit schallisolierenden Fenstern bestückt. Und nein, beim damaligen Hauskauf hatte Deutschland den Vertrag mit der Schweiz noch nicht gekündigt und man konnte wirklich nur Vogelgetzwitscher hören.

      Nach Madrid reise ich üblicherweise von Paris aus, mit dem TGV/AVE – eine sehr empfehlenswerte Städtekombination, übrigens.

      http://www.renfe.com/viajeros/larga_distancia/productos/AVEFrancia/index.html

  9. Was ist denn das für eine Denkweise? „Die Swiss liefert seither jedes Jahr Gewinne in der Höhe von Hunderten von Millionen Franken nach Frankfurt ab.“ Wenn man so etwas beklagt, dann dürfte man nirgendwo Gewinne ausführen. Von so einer Einstellung würde die Schweiz als Steueroase weit mehr schaden als den Großen Bruder. Die Schweizer Notenbank hat das Problem riesiger Kapitalzuflüße, die den Franken-Kurs in wirtschaftlich unangemessener Weise nach oben treibt. Wenn sie jetzt auch noch Kapitalexporte begrenzen wollen, wohin soll das führen? Lufthansa ist genau so wenig ein deutscher Konzern, wie Nestle, Novartis, Holcim, Roche usw. ein Schweizer Konzern ist, und das ist gut so, weil es diese Firmen effizienter macht.
    Die Swiss Air ist von einem unfähigen Management gegen die Wand gefahren worden. Ich erinnere mich noch gut, als die Lufthansa der Swiss Air eine Partnerschaft auf Augenhöhe anbot. Da wies man diese barsch ab, weil die Lufthansa unter ihrem Niveau läge. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Für die Schweizer Wirtschaft, die ähnlich wie die Deutsche tickt, ist es ein Segen, dass die Swiss jetzt in ein starkes Netzwerk integriert ist. Ob dieses jetzt formal deutsch oder schweizerisch ist, ist dabei völlig zweitrangig, und stört nur Leute, denen man den Kopf mit einer Flagge zugebunden hat.
    Der Schweiz steht es natürlich völlig frei, Starts und Landungen in Kloten stärker zu begrenzen. Dann geht der Schweiz halt eine Menge Wertschöpfung verloren. Ein florierender Flughafen ist ein Wirtschaftsmagnet ersten Ranges und führt zur Ansiedlung international ausgerichteter Firmen. Die Welt kann auf die Schweiz aber die Schweiz nicht auf die Welt verzichten.

    • endlich jemand der es auf den Punkt bringt… für die ganzen nörgler… jeder der ein bisschen sich mit inside befasst sollte doch merken dass es sich hier nur um kurzsichtige provokative Beiträge handelt wo nur genörgelt und gemotzt wird…

      aber jeder hier drin gut verdient ein Dach über dem Kopf hat versichert ist und zu Hause genug zu essen hat…

      am Rande: die Leute die Milionengehälter verdienen(welche meist hier schlecht gemacht werden) zahlen ein Grossteil unserer Steuern und zahlen auch 1.1% ALV und die AHV Beiträge… also diese sind aktiv mit uns verbunden, wenn einer von uns vielleicht mal seine Stelle oder ähnliches verliert oder in Rente geht…

    • „…Der Schweiz steht es natürlich völlig frei, Starts und Landungen in Kloten stärker zu begrenzen. Dann geht der Schweiz halt eine Menge Wertschöpfung verloren. Ein florierender Flughafen ist ein Wirtschaftsmagnet ersten Ranges und führt zur Ansiedlung international ausgerichteter Firmen. ..“

      —> Das ist jetzt genau so ein Schnorri Kommentar von einem Erstsemester-Studenten, der keine Ahnung von Tuten und Blasen hat!

  10. Tatsache ist allerdings, dass Infrastrukturen, die Miliarden gekostet haben, nachts nicht ungenutzt bleiben sollten. Das Nachtfahrverbot für LKW ist ein Beispiel dafür, wie der volkswirtschaftliche Unsinn sein Wesen treibt. Statt beispielsweise den Nord-Süd-LKW-Transitverkehr zu zwingen, nur nachts über die A2 zu rattern, schreibt man ihm sogar noch vor, die Autobahn tagsüber zu verstopfen.

    • Sie wohnen aber sicher nicht in der Nähe der A2!!
      Dort können dann ja die Immigranten wohnen, wenn die ganze Znacht die Lastwagen vorbeirattern.
      Haben Sie schon mal erlebt, wie ihnen das den Schlaf raubt?
      Und haben Sie schon einmal erlebt, wie leben ohne richtig schlafen können funktioniert?

  11. Der allgemeine Flugverkehr nimmt zu, da ist wohl oder übel auch die Schweiz davon betroffen. Zumal wer kann sich sonst in Europa als junger Mensch schon, mehrfach Ferien leisten und tolle Städtetrips, welche mit dem Flieger schon günstiger und flexibler sind als mit der Bahn oder Auto… Wir Schweizer haben mit Abstand die höchste Kaufkraft in Europa und daher ist es nicht verwunderlich das auch mehr geflogen wird. Schlussendlich die vielen Arbeiter am und rund um den Flughafen profitieren auch davon. Schlussendlich wollen ja alle einen Salär von mindestens 4’000 CHF. Nicht wie in z.B. Deutschland wo der Flughafenmitarbeiter EUR 1’200 brutto verdient. Für unseren Wohlstand in der Schweiz ist mehr gefordert. Wer mehr möchte, muss mehr investieren (mehr Arbeitsstunden, weniger Streik, flexibel Arbeiten etc.).
    Darum folge ich Ihren Artikel nur zum Teil. Wir dürfen auch nicht den Bevölkerungswachstum in der Schweiz von 2004-2018 vergessen.

    Schön für diese Mitteilung, nur leider wird immer hier nur gejammert geschrieben und so provokant das es schon sehr kurzsichtig erläutert wird.

    • @Jungflieger
      Wenn Fliegen endlich kostet, was es die Umwelt und die Bevölkerung kostet, werden Sie und andere endlich weniger oder gar nicht mehr Fliegen. Fliegen, Autofahren und Unterhaltungs-Elektronik gehören zu den wenigen Dingen, welche die letzten Jahrzehnte massiv billiger wurden. Damit will die Elite unter dem Motto „Brot und Spiele“ das Volk von den Problemen ablenken und dumm halten.

    • @ Master of the Universe

      der Grund mein Lieber Herr oder Frau ist viel einfacher… Die Sachen sind heute viel günstiger, da durch unseren Technologischen Fortschritt und dem „dran nach dem neusten und besten“ alles viel kurzlebiger geworden ist. Die Umwelt schadet heute der Flugverkehr (trotz höherer Frequenz) weniger als noch vor 40 Jahren
      Es ist als „vielleicht Grün“-denkender Mensch einfach alles negativ zu sehen, aber dann sollten sie bitte absofort nackig rumlaufen und ihr essen selber machen und auch nicht ins Restaurant gehen… Bei so Aussagen frage ich mich wirklich wieso die Schweiz solch ein Wohlstand wirklich verdient hat…. Es hängt keine Glocke über der Schweiz die unsere Umwelt schützt oder schont… aber man kann es ändern in dem man vielleicht auf Menschen setzt, und die Wirtschaft so einsetzt, das der Kunde nicht immer nur das „billigste“ kaufen möchte wir sind die Täter und nicht andere… die Elite weiss einfach wie man es macht aus seinersicht erfolgreich zu sein. Und jeder wäre wenn er die Möglichkeit hätte genauso. Weil der Mensch „geil drauf ist, ein geiles Leben zu haben mit den unwichtigen Dingen im Leben“

    • @junger Flieger der gerne reist
      Eine gewisse jugendliche Leichtsinnigkeit und Naivität in Ehren. Aber Sie überstrapazieren dieses jugendliche Privileg zu sehr.

      Alleine Ihr Verhalten und die Rücksicht gegenüber Natur und Umwelt ist erschreckend.

      Warten Sie ab wenn Sie im Alter die AHV-Verfügung für die 1. Rente mit dem BVG-Bescheid erhalten und Sie vielleicht noch krankenversichert sein dürfen. Dann jammern Sie nicht mehr sondern haben das bare Augenwasser.

      Um die Kaufkraft auch künftig zu erhalten wäre ein Feilen an der Grammatik sicherlich förderlich.

    • @ Putzfrau

      Genau, ich sage nicht wir sollten die Umwelt nicht mehr schaden sondern möchte mich auf unser Wohlstand beruhen und dieser Artikel kämpft dagegen. Wir hier in der Schweiz geht es gut und wenn die BVG und AHV nicht reicht, müssen wir länger arbeiten (wir leben heute auch schon 5-10Jahre länger als bei Einführung der Pensionskasse). Also kann ich Ihnen da nicht zusprechen, wir Schweizer sind nicht faul. Wenn ich auch zu meinen Verwandten beim Nachbarn in Deutschland ansehe, 800 Euro Rente, 450 Euro Miete, es wurde bis zum 71. Altersjahr gearbeitet. Also müssen wir hier in der Schweiz weder jommern noch meckern, weil in den meisten anderen Ländern geht es 10mal schlechter. Zudem darf man als Junger Herr auch schon in die 3. Säule einzahlen und sich frühzeitig für die Rente kümmern.
      und ganz objektiv ist folgendes:
      Diese Leute, die seit Ihrem 25. Lebensjahr in die PK einzahlen, sind heute noch nicht in Rente. Diese werden ca. 2022 eintreten. Und wie sagt man so schön „jedes Jahr zählt“. Die Personen, die jetzt in Rente gehen, die haben nicht ihr ganzes Leben in die PK eingezahlt d.h. da wird noch ein Batzen bei den zukünftigen Rentner noch einbezahlt.
      Das einzige, wo ich bedenken habe, ist die AHV, rein Inflationär müsste diese heute 100-250 CHF im Monat höher liegen.
      Aber dafür werde ich früher oder später aufgrund höherer MwSt oder Berufsabgaben bezahlen werden.

    • @Junger Flieger
      Wenn Sie die die volle Beitragszeit bezüglich AHV/BVG meinen mag dies teilweise zutreffen.

      Nur vergessen Sie die sinkenden Löhne, die Zuwanderung welche nicht die volle Beitragszeit einzahlen aber überproportional profitieren und immer mehr profitieren werden (s. EU-Recht). Auch vergessen Sie die vielen Teilzeitstellen welche gezielt geschaffen wurden um aufgrund von Kostenersparnis keine PK-Beiträge entrichten zu müssen. Siehe die steigende Sozialstatistik wo der Steuerzahler schlussendlich die Sozialbeitrage-Beiträge für die Ausgesteuerten bezahlt. Und es gibt immer mehr „Zuwanderer“ welche nie arbeiten werden oder können und die AHV-Beiträge, KK-Prämien und sogar Bussen etc. von der Allgemeinheit bezahlt werden. Unsere Sozialwerke verkraften dies schon heute nicht mehr und der Knall kommt da unsere Politik nicht fähig ist und war dies sauber aufzugleisen oder zu lösen. Die Frage ist nur wann der grosse Knall kommt.

      Denn jede Hausfrau weiss. Sie kann nur soviel ausgeben wie in der Haushaltskasse ist. Auch beim Lebensstandard gibt’s eine untere Grenze und MwSt laufend erhöhen und Rentenleistungen wiederkehrend kürzen funktioniert irgendwann auch nicht mehr.

      Siehe die erbärmlichen Renten, für Menschen die das GANZE Leben gearbeitet haben, mit der explodierenden Altersarmut in Deutschland. Dies ist das Fahrtwasser in dem wir uns befinden mit der EU als Brandbeschleuniger.

    • @ Putzfrau

      Ich verstehe Ihren Ansatz. Ich verstehe Ihre Argumente. ABER ohne die Zuwanderung wäre die Schweiz nicht, was sie heute ist und da meine ich nicht heute sonder n den 40er 50er Jahre als die Schweiz sich von seinem „Bauern“ Staat befreit hat. Das Gleiche sehen wir auch in anderen Ländern wie z.B. Deutschland n den 70er. Das eigentliche Problem sind nicht die Einwanderer für sich sondern, diese die hier dann noch bleiben, nachdem Sie keinen Job mehr haben oder in Rente gehen. Da müsste mein ein System einführen, wie z.B. in den Golfstaaten. „kein Job = wieder das Land verlassen“. Klar es muss ein bisschen auf Ethik geschaut werden aber der Ansatz für sich wäre das Richtige. Nur sind wir hier in einer Demokratie, wo leider die Linken und Grünen alles zerstören, weil vor Wohlstand der eigenen Bevölkerung und Familie – bitte doch den Eisbär zuerst retten.
      Das sieht man ja die ganze Zeit in den Medien. Umweltzerstörung ist ein Problem, aber Leute begreift doch mal ein Auto oder ein Sportwagen ist nicht das Problem, nein auch nicht viele. Die 150 grössten Handelsschiffe auf dieser Welt haben einer höhere Luftverschmutzung als der ganze PKW Bestand auf der Welt, also ein Tropfen auf dem heissen Stein. (können Sie gerne auf N-TV den Bericht heraussuchen)
      In erster Linie muss Kohleabbau für Stromerzeugung und die Rhodung der Wälder aufhören, aber sind wir die kleine Schweiz von diesen Problemen betroffen? Nein, also Druck machen und fertig. Die Zeit und Geld vor allem genau für unser Sozialstaat brauchen und etwas auf die Beine stellen.
      Sinkende Löhne ist auch so ein Thema, bis auf die Krankenkasse hat sich eigentlich kaum etwas verteuert in der Schweiz und die Mieten im Raum ZH, GVA etc. Viele aus der älteren Generation lernen nicht das man einen Lohnanspruch nach 3-5 Jahre anpassen darf und auch beim Arbeitgeber einfordern. Die jungen (wie ich) lernen das schon in der Lehre. Viele geben sich zufrieden mit dem, was sie haben aber wie ich hier auf der ganzen Platform sehe, nörgeln und motzen über die Eliten. MEINE GÜTE wir haben unser Leben selbst in der Hand und jeder kann und wird das erreichen, wofür er/sie kämpft. Und wenn es nur um eine Lohnerhöhung geht, das ist der eigene Erfolg. Steigende Löhne = Steigende Preis. Im Moment mit unser Kaufkraft erleben wir gleiche Löhne = sinkende Preise vlt gleiche Preise), wenn man den Anstieg der oben bereitsgenannten Punkte berücksichtigt.
      Ich verstehe Ihren Punkt, aber ich hasse es wie sich hier Leute aufspielen, die Eliten und diese CEO’s sind das und das, aber selber doch ihr eigenes Glück in der Hand haben und das erreichen können, was sie wollen. Und für solche Leute, die es später schwerer haben werden, muss ich mich auch noch verbiegen und einstecken??? Das Problem sind wir, nicht die Eliten. Das ist allemal das kleinere Übel.

  12. Betrachte die sehr erfolgreiche Singapore Airlines; dies trotz geringem Heimarkt. Weiter sehe ich die gar staatlich (………) kontrollierte Finnair mit ihrem klugen Fokus auf die Märkte Europa und Asien, die sich gut behauptet in ihrer Nische.

    Keine Frage, dass unsere Staatsapparat diese gescheiterte Swissair in einer impulsiven Handlung leichtfertig abgegeben hat, mit Folgen wie Herr Zgraggen gut skizziert. Die Erpressbarkeit durch die jetzige Deutsche Mutter ist so gegeben. Vogel friss oder stirb heisst die Losung………….Der volkwirtschaftliche Schaden ist nunmal angerichtet.

    Erstaunlich eigentlich, dass die etlichen eidgenössischen Superreichen damals kein Crowdfunding gemacht haben unter sich, um dieser grössenwahnsinnige Swissair eine neue Starthilfe zu ermöglichen.

    Die solidarische Vaterlandsliebe der Familien Blocher, Ebner, Pieper, Hoffmann Oeri, Schindler, Schmidheiny, Landolt greift eben nicht sehr weit.

    • Bin voll und ganz dieser Meinung. Nur der Name stimmt nicht ganz. Es ist die Swiss, die man nie hätte verkaufen dürfen. Wie damals die UBS, als sie in Staatsbesitz war. Man kann den Namen Swissair kaufen. Wieso meinen Sie hat (noch) niemand Interesse am vielleicht grössten und positivsten Brand aller Zeiten in der Schweiz? Soviel Crowdfunding gibt es alleine für Belgien nicht. Und das wäre erst der Anfang.

  13. Na ja, das politische Deutschland ist schon länger kein Vorbild mehr. IT Infrastruktur oder der gefühlt ewig im Bau befindliche Berliner Flughafen verdienen schon politisch unkorrekte Begriffe. Wenn Zürich noch halbwegs eine „Tier 1-City“ bleiben will, dann gewiss nicht mit einem halbstarken Provinzflughafen. Der Lärm ist hinzunehmen! So einfach die Botschaft, so ehrlich ist sie gemeint. Flughäfen sind sehr starke Motoren der heutigen Wirtschaft, sie sind von strategischer Bedeutung. In einer Stadt wie Zürich wird sich Wirtschaft, Wachstum und Fortschritt langfristig immer durchsetzen.

    • Sehr geehrter Herr Meier,

      Sie schreiben: „Das müssen wir hinnehmen.“ Wer ist „wir“? Was nehmen Sie an Fluglärm hin?

    • @ Alex Meier:
      Ja genau, selbstverständlich müssen wir Schafe immer all das zerstörerische Verhalten unserer „Eliten“ hinnehmen, die ganze Umweltverschmutzung, die Ausbeutung unserer Erde und unserer Spezies, die Profitgier ein paar weniger Soziopathen zu Lasten der Allgemeinheit und unserer Lebensgrundlage, die uns als eminent wichtiges Wirtschaftswachstum verkauft wird! Und was Sie dabei mit „Fortschritt“ genau meinen, entzieht sich meinem Verständnis. Unser Bewusstsein ist derart verkümmert – wir sind die einzige Spezies auf der Erde, die mit Freuden den Ast absägt, auf dem wir alle sitzen. Echt ein toller Fortschritt…

      Ferner, würden wir in der CH eine riesengrosse, unterirdische Sicherheitsanlage mit Schnellverbindungen zu weiteren, vernetzten unterirdischen Anlagen für unsere Eliten bauen – finanziert durch die Allgemeinheit, die zur Tarnung oberirdisch wie ein neuer Flughafen aussehen soll, würden sich auch bei uns die Bauarbeiten und Kosten ins Endlose ziehen…!

    • Sehr geehrter Herr Stöhlker
      Ich nehme Bahnlärm hin, der hierzulande viel weniger hinterfragt wird. Vom Fluglärm bin auch etwas betroffen, aber etwas weniger (nicht Null!). Die meisten ertragen recht viel Strassenlärm übrigens. Viele haben halt die Einstellung „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ Auch die Schweiz kann sich diese Dünkel nicht beliebig lange erlauben. Gewisse Kreise leben aber von falschen Versprechen. Bauen mit unrealistischem, vielleicht fast schon heuchlerischem Widerstand ihre politische Karriere auf. Tatsache ist und bleibt, der Flugverkehr wächst weltweit stark. (Arbeite nicht für die Luftfahrt und auch nicht PR Agenturen.)

  14. Bravo Herr Zgraggen, das haben Sie schön geschrieben. Entspricht alles der Wahrheit. Der dumme Schweizer lässt sich jedoch gerne an der Nase rumführen, mit dümmlichen Aussagen wie „der Flughafen ist wichtig für die Schweiz“. Nein, ist er nicht. Das Nachtflugverbot soll ausgebaut werden, wir brauchen keinen Fluaghafen, der mehr oder weniger rund um die Uhr bedient wird.

  15. Ihre Einleitung ist ja zum wiehern. Die Schweiz war noch nie ein Hort des Masshaltens. Jedoch wurde diese Tatsache immer weltmeisterlich versteckt. Nun bröckelt die Infomauer, der Normalbürger erkennt sehr langsam wer bezahlt und wer bestimmt. Die Finanzierung des Flughafens ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Schlachtvieh dem Metzger das Beil bezahlt.

    • Oder, auch schön:
      Hinter der Trommel her
      Trotten die Kälber
      Das Fell für die Trommel
      Liefern sie selber.

      Wenn ich im Ausland bin, sehe ich überall Schweizer Kreuze, korrekte („Arme 1/6 länger als breit“), aber auch völlig entstellte, die mich ans Schwyzer Wappen erinnern. Ueberall Swiss Made. Die Waren haben ausser der missbräuchlichen Verwendung von Wappen und Herkunft nichts mit der Schweiz zu tun. Löbliche Ausnahme: Schweizer Armeewolldecken, Originale, werden zu EUR 20.– angeboten.
      Vor Jahrzehnten wurde bei missbräuchlicher Verwendung des Schweizer Kreuzes immer Strafanzeige angedroht/eingereicht, auch im Ausland. „Der Gebrauch des Schweizerkreuzes bleibt verboten, wenn er geeignet ist, angebliche Beziehungen zur Eidgenossenschaft vorzutäuschen.“ Offenbar toter Buchstabe geworden.
      Tja, schöne, intakte, aber vergangene Zeiten. Es entspricht dem Zeitgeist, dass nicht das drin ist, was draufsteht. Eine Realität. Ich fürchte, dagegen kann, ausgenommen mit markigen Worten, nichts unternommen werden. Auch die Polteripolitiker nicht. Es bleibt beim Poltern. Ein gutes Gefühl, sonst nichts. Die perverse Realität: TBTF/TBTJ. Die Grosskonzerne, der Neofeudalismus. Ein kleiner Lichtblick: Die direkte Demokratie. Aber auch diese wird durch gesteuerte Politiker oft ausgehebelt.