2020, schlimmer als Lehman

Noch nie dagewesene Werte, sei es bei Arbeitslosen, Kurzarbeit, Nullzins, Fed-Geld, Repo, Öl. 2008 scheint wie laues Lüftchen.

„Die schlimmsten Prognosen, die wir vor ein paar Wochen gemacht haben, sind nicht eingetreten“, sagte Daniel Koch vorgestern an der Medienkonferenz zum Coronavirus.

Das klingt schon wieder sehr optimistisch. Wir hoffen, dass er recht hat. Ziemlich genau das Gegenteil lässt sich über die wirtschaftlichen Folgen der durch die Coronakrise auf der ganzen Welt nötig gewordenen Shut-Downs sagen.

Die schlimmsten Prognosen wurden bei weitem übertroffen. Sogar die hier geäusserten schlimmen Befürchtungen vom 24. Februar (2008 Lehman – 2020 Corona) scheinen heute, etwas mehr als einen Monat später, ziemlich realitätsfern.

2020 ist nicht wie 2008, es ist schlimmer.

Was in den letzten 5 Wochen geschah, sprengte alles bisher Dagewesene. Und das liegt nicht nur an der exponentiell wachsenden Corona-Krise und den nötigen harten Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Es liegt auch daran, dass die Finanzmärkte schon vorher in einer gigantischen Blase waren – und dadurch nicht mehr so widerstandsfähig.

Dies wurde über die letzten Monate vielfach thematisiert. Diese Riesenblase war zum Bersten aufgeblasen. Und dann kam das Virus, und mit ihm der Knall.

Die Aktienmärkte stürzten ab. Am Erscheinungstermin des oben genannten Artikels stand der S&P 500 bei 3337.75 Punkten (Schlussstand Freitag, 21. Februar 2020), ganz knapp unter dem Allzeithoch.

Heute steht er – trotz beachtlicher Rally der letzten Woche – bei 2541.47 Punkten. 24% niedriger. Der schnellste Absturz in einen Bärenmarkt aller Zeiten.

S&P 500: Was nach oben geht, kommt auch irgendwann wieder runter (St. Louis Fed)

Dieser Absturz geschah trotz massivster Gegensteuerung der Zentralbanken der Welt. Allen voran der amerikanischen Federal Reserve.

Die Fed Funds Rate, der wichtigste Zinssatz der Welt, wurde hyperschnell wieder auf praktisch Null gesenkt. Dies geschah in nur zwei Schritten.

Zunächst einem 50 Basispunkt ungeplanten Emergency Cut am 3. März und dann, nur zwölf Tage später, an einer Panik-Sitzung am Sonntag mit dem grössten Zinsschnitt aller Zeiten, einem 100 Basispunkt emergency Rate Cut auf Null.

Komplette Panik: Statt Normalisierung direkt wieder auf Null (St. Louis Fed)

Dabei dachten alle Mitglieder des Federal Open Market Committees noch am 11. Dezember 2019, dass der „richtige“ Zinssatz für 2020 zwischen 1.5% und 2% liegen würde.

Diese Zinsen sollten dann längerfristig bis auf rund 2.5% steigen (Dot Plots, Seite 3 des Statements). Solche Forecasts gelten aber anscheinend nur für Schönwetter.

Abwärts-Szenarien oder gar Krisen zu berücksichtigen – dazu scheinen die Herren Zentralbanker nicht fähig oder willens zu sein.

Auch die berühmten Repo-Operationen wurden in den letzten Wochen auf Rekordwerte aufgestockt. Letzten Mittwoch standen sie bei 352 Milliarden Dollar (drei mal höher als während der Finanzkrise 2008).

Der Overnight Markt funktioniert immer noch nicht. Am 18. September 2019, zwei Tage nach der ersten Repo-Zins-Explosion, gingen die Fed-Banker davon aus, dass es noch ein paar „temporäre“ Eingriffe bräuchte, um die Sache wieder unter Kontrolle zu bringen.

Ein halbes Jahr später sind die täglichen Eingriffe so hoch wie nie. So viel zum Thema noch ein paar Tage temporär.

Repo-Chaos geht weiter (St. Louis Fed)

Aber nicht nur das, auch das gute alte „Quantitative Easing“, der Aufkauf von Wertpapieren mit neu kreiertem Geld, wurde wieder aus der Schublade geholt.

Diesmal nicht ein bestimmter Betrag, nein. Es wir so viel gekauft, wie nötig. Open Bar. Alles aufs Haus.

Jetzt gibt es wirklich kein Halten mehr. Neel Kashkari, seines Zeichens Minneapolis Fed Präsident, sagte in einem Fernsehinterview letzte Woche, die Fed hätte „unlimitiert“ Cash.

Wieso gehen wir dann eigentlich überhaupt noch arbeiten? Wieso gibt es noch Armut auf der Welt? Die Fed könnte doch allen einfach monatlich Geld überweisen, und wir chillen daheim und schauen Netflix?

Zusätzlich zu den Repo-Eingriffen, macht sich das neu aufgesetzte Quantitative Easing Programm bereits massiv auf der Fed-Bilanz bemerkbar.

Die Bilanzsumme geht senkrecht nach oben und steht mit Stand vom letzten Mittwoch bei 5.25 Billionen Dollar. Auch Rekord. Wann wird die 10 Billionen Marke geknackt?

Normalisierung abgeblasen. Jetzt wird gedruckt. (St. Louis Fed)

Zusätzlich zu Treasuries und Agency Mortgage Backed Securities hat die Fed angekündigt, nun auch Corporate Bonds kaufen zu wollen. Investment Grade.

Dabei wird es nicht bleiben können, denn die Schulden vieler Firmen, die von der Pleite bedroht sind, werden von den Rating-Agenturen herabgestuft, was dramatische Folgen haben kann und worauf wir im Januar 2020 hingewiesen haben.

So ein Downgrade ist nun geschehen beim US-Autobauer Ford. 36 Milliarden Dollar Schulden sind seit letzter Woche nicht mehr Investment Grade, sondern Junk.

Die Firma steht am Abgrund, und die Fed kann die Bonds nicht aufkaufen. Das heisst, die Zinsen werden hochschnellen.

Es werden in den nächsten Monaten einfach weniger Autos gekauft. Punkt.

Da helfen auch tiefere Ölpreise nicht. Im Gegenteil. Der schwindelerregende Preiskollaps des schwarzen Goldes reisst noch eine weitere Front in den USA weit auf.

Die Shale-Oil und Shale-Gas Industrie ist hochverschuldet, und die Förderung rentiert sich erst ab circa 50 Dollar pro Fass.

Derzeit liegen die Preise in den USA in einer Range von 20 bis 25 Dollar pro Fass.

Angebotsschwemme und Nachfrageschock: Ölpreise deutlich tiefer als nach der Lehman Krise (Quelle: ZeroHedge)

Zu guter letzt: Die Arbeitslosenzahlen sind völlig „off-the-charts“. Neue Y-Achsen mussten programmiert werden.

Einen solchen Wert, wie er letzte Woche in den USA vermeldet wurde, hat die Welt noch nicht gesehen. 3.28 Millionen neue Anträge auf Arbeitslosenleistungen („Initial Claims“).

Der bisherige Rekord stand bei 695’000 im Oktober 1982.

Sieht aus wie ein Fehler – ist es aber nicht (St. Louis Fed)

Das Schlimme daran ist, die Zahl der insgesamt letzte Woche auf einen Schlag arbeitslos gewordenen Amerikaner liegt um einiges höher, denn nicht alle haben ein Recht darauf, überhaupt Leistungen zu beantragen.

Viele haben als Quasi-Selbständige gearbeitet und tauchen bisher noch in keiner Statistik auf.

Auch in der Schweiz zeichnet sich ein solcher trauriger Rekord ab. Bereits jetzt, eine Woche nach der Einführung der Kurzarbeit, sind 700’000 Arbeitnehmer in der Schweiz betroffen, über acht Mal mehr als zum Höhepunkt der Finanzkrise.

Selbst wenn das Virus morgen verschwindet, wird Ford dann übermorgen wieder ein Investment Grade Rating erhalten? Kaum.

Werden die Millionen Arbeitnehmer gleich wieder eingestellt? Kaum.

Baut die Fed ihre Bilanz sofort wieder ab? Sicher nicht.

Wir sind nun in der Abwärtsbewegung des Wirtschaftszyklus. Das Coronavirus war der Auslöser, aber nicht der Grund der weiteren Abwärtsbewegung.

Dieser Zyklus ist über lange Zeiträume ganz natürlich, da gibt es kein Entrinnen, man muss den Abschwung durchmachen.

Nur ist dieser besonders hart. Die Aufwärtsbewegung wurde durch extreme Eingriffe der Zentralbanken und die zu hohen Schuldenquoten über viele Jahre künstlich angeschoben, was nun den Fall viel tiefer und härter macht, als er eigentlich sein müsste.

Versuchen die Zentralbanken, nun noch mehr einzugreifen, wird es später – so zeigt der aktuelle brutale Fall – nur noch schlimmer.

Kommentare

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  1. Die europäischen Politiker haben in der Corona-Krise versagt. Der Ausbruch in China gab ihnen 3 Monate Vorsprung, den sie nicht genutzt, sondern tatenlos zugesehen haben. Dann sind sie in hektischer Weise wieder in die europäische Kleinstaaterei verfallen. Grenzen zu. Das ist kein Heilmittel. Da müsste man eher Regionen abschotten und nicht Grenzen, schon gar nicht europäische Grenzen. Zum Beispiel das Dreiländereck Schweiz, Frankreich, Deutschland bei Basel-Kehl, dies ist eine Region – auf keinen Fall hier die Grenzen schliessen. Das Elsass abschotten vielleicht, aber nicht die Grenzen zu Deutschland schliessen.

    Wie hilf- und Kopflos die Politiker sind, kann man auch daran messen, dass sie auf den Rat von Leuten hören, die sonst nie in Erscheinung treten. Zudem manche die sich jetzt ganz wichtig machen. Was ist mit den Heerscharen von Mitarbeitern in den Gesundheitsministerinen? Die hatten überhaupt keinen Plan.

    Alle Politiker sollten nach der Krise, sofort zurücktreten. Für diese blamable Vorstellung gibt es keine Alternative als Rücktritt. Besonders Frau Merkel glänzt mal wieder mit Aussitzen.

    Wie lange dauert die Schockstarre der Politiker noch? Einen Ausstiegsplan, ups dieses Wort hatten sie gar nicht in ihrem Vokabular, haben sie nicht erarbeitet. Die Wirtschaft, aber auch die Menschen benötigen einen Antivirus Test. Alle die Antikörper haben, sollen sofort wieder arbeiten gehen. Mitarbeiter die sich nicht testen lassen, erhalten keinen Lohn bzw. Arbeitslosengeld.

    Schweden hat den besseren Weg gewählt. Da haben die Politiker nicht kopflos, sondern überlegt gehandelt. Risikogruppen sollen zu Hause bleiben, alle anderen können ihr Leben normal fortsetzen.

    Was ist nach dem Abflauen der Corona-Krise? Dann ist der Virus doch nicht verschwunden. Kommt er mit der nächsten Grippewelle wieder?

    Das junge Leute Unbekümmertheit an den Tag legen, ist Mitschuld der Medien. Wenn ich laufend publiziere, dass nur Ältere und Menschen mit Vorerkrankung gefährdet sind, muss sich niemand wundern, dass die Jungen nichts von Abstand und sonstigen Maßnahmen halten.

    Den Medien fällt auch nichts anderes ein, als zum Erbrechen Sondersendungen zubringen. Immer wird alles wiederholt und zum Ex-Mal durchgekaut. Das ist kein Journalismus. Wo bleibt das Hinterfragen? Wieso die Politik nicht früher reagiert hat, keinen Plan hat? Die Journalisten sollen auch endlich ihre Hausaufgaben machen und nicht in Schockstarre verharren. Die Krise ist eigentlich keine Corona-, sondern eine gesundheitspolitische Krise.

    Wir lassen und das Eingesperrtsein nicht länger gefallen! ! ! !

    Was soll der Applaus für Spedition, Müllabfuhr, Detailhandel, etc.? Die dürfen noch zur Arbeit und müssen nicht zu Hause sitzen. Die machen ganz normal ihren Job.

    Jetzt werden die Krankenhäuser, die Ärzte gehört, wenn sie nach Zuschüssen rufen. Hier ist klar zu trennen, was wirklich mit Corona zu tun hat, was eigenes Verschulden ist, was politisches Sparen verursacht hat, was sein muss – damit die Krankenversicherungskosten im Griff zu halten sind.

  2. Rückwirkend betrachtet, wären Investitionen in das Gesundheitssystem günstiger gewesen. Gewinnorienierung und Rationalisierungen für eine vermeintlich höhere Effizienz rächt sich nun. Kritische Stimmen wurden als Unkenrufe abgetan. Ich hoffe, dass die Schwachstellen und Unzulänglichkeiten nun proaktiv angegangen werden. Applaudieren auf dem Balkon ist sicherlich eine Anerkennung an allgemeine, die uns in dieser Zeit umsorgen, nun ist es an uns, dass diese Personen auch Arbeitsbedingungen bekommen, die diesem Begriff würdig sind. Dazu gehört ein gutes Gesundheitssystem mit ausreichend qualifiziertem Personal, bei den Kosten müsste eben auch die ganze Wertschöpfungskette betrachtet werden, eben auch die Pharmaindustrie. Die aktuelle Situation müsste somit ein Weckruf sein, dass es so nicht weitergehen kann!

  3. Die Globalisierung hat schon immer sehr viele Verlierer und nur sehr wenige, dafür ganz grosse Gewinner hervorgebracht. Plus die Umwelt zerstört. Jemand muss den Billigscheiss, der unter Menschen unwürdigen zuständen im Billiglohnland hergestellt wurde und dafür hier jene Jobs gekostet hat, ja hierher schippern.

    Das es eines Tages knallt war und ist seit Jahren absehbar. Ob es diese Pandemie sein wird weiss ich nicht. Habe auf soziale Unruhen getippt. Vielleicht kommt das noch. Vielleicht ist es etwas anderes. Muss ja nicht dieses Jahr sein.

  4. All die Krisenpropheten aus der österreichischen Oekonomenschulendenkrichtung wie Krall, Otte, Weik & Friedrich etc. etc. sehen sich durch den Krisenauslöser Corona jetzt bestätigt. Es gibt sogar einen Zeitplan für den Crash im im November erschienenen Zeitplan im Bestseller „Der grösste Crash aller Zeiten“.
    Durch Corona und den fast Totalstillstand der Welt wird der Crash natürlich nochmals um Potenzen stärker ausfallen, die Szenarien von zuerst Deflation und dann eine beginnende Hyperinflation, das Ende des Euros und der EU wird vermutlich noch schneller vorwärtsgehen.
    Man sieht wie die Vorzeigeblondine Uschi von der Leyen nur noch hilflos versucht irgendwie zu agieren, ohne überteuerte Berater war die Frau schon ex-ante für die Mülltonne und in postcorona Zeiten ist sie vermutlich nur noch toxisch!
    Die grösste Angst der Oesis ist, dass ein Sozialismus 2.0 und eine übermächtiger Staat zurückkommt. Sie klammern sich an Ideen wie einen neuen Goldstandard (ungeachtet der Tatsache, dass der in der grossen Depression ab 1930 jene noch massiv verschlimmert hat und dann abgeschafft werden musste und sogar ein Goldhalteverbot eingeführt werden musste) und natürlich setzen sie auf die Kräfte des Marktes, auch wenn es wohl schwerlich möglich sein wird in einem von Corona zerfressenen System so auf die schnelle wieder das nötige Vertrauen für funktionierende Märkte wieder herzustellen.
    Ja unsere Oesis sehen den Ursprung des Niedergangs immer noch im 1973 kläglich und jämmerlich gescheiterten Bretton Woods System, welches aber schon von Anfang an ein auf die Amis zugeschnittene Fehlkonstruktion war und sich nur so lange halten konnte, weil die starken Wirtschaftszuwachsraten nach WKII bis in die frühen 70er Jahre dessen Mängel kaschierten.
    Dass die Mont Pèlerin Mitbegründer Milton Friedman und Friedrich August von Hayek damals 1986 die Thatcher beim „Big Bang“ massgeblich beraten haben und den ersten Grundschritt gelegt haben für den Finanzspätkapitalismus mit all den unzähligen Wettmöglichkeiten auf alles, der nach ein paar weiteren Liberalisierungen in den USA (Abschaffung Trennbankensytsem und Commodity Futures Act 2000) auch sehr viel Missbrauch nach sich zog und zu einem nicht unwesentlichen Teil an der Subprime Krise ab 2007 mitverantwortlich war, das wird einfach weggeschwiegen. Man hat ja mit den Zentralbanken den idealen Sündenbock. Nur macht man es sich etwas ganz zu einfach alles nur den Zentralbanken in die Schuhe zu schieben, da waren noch einige Akteure mehr dran beteiligt von kriminellen Bankern, korrumpierten Ratingagenturen, politisch absichtslich ausgedünnten Aufsichtsbehörden, skrupellosen Hypoverkäufern bis hin zu einem gierigen Volk, welches davon träumte durch leistungsarme Wertsteigerungen vermögend zu werden.
    .
    Wir haben es verpasst damals die ganze Finanzwirtschaft wieder so gesundzuschrumpfen, damit man sie problemlos in einer Badewanne ertränken kann – frei nach Grover Norquist!!
    Solange noch so Scharlatane wie z.B. ein Thiam für sehr mässige Performances noch Dutzende Mio abkassieren können, ist das System „rotten“
    .
    Nun der feuchte Traum der Oesis wird vermutlich nicht in Erfüllung gehen, es wird keinen neuen Goldstandard geben und auch keine völlig liberalisierten Märkte sondern die Nationalstaaten und der Staat per se wird ein fulminantes Comeback haben. Im besten Falle wird es wieder sowas wie eine soziale Marktwirtschaft wie 1948-1989 geben, im schlimmsten Falle Diktaturen wie wir sie vom Sozialismus oder gar Nationalsozialismus her kennen.

  5. Ich bin absolut nicht damit einverstanden, dass der Aktienmarkt überbewertet war. Mit den geltenden Zinsen waren viele Aktien moderat bewertet. Unsere Flagschiffe Nestle, Roche und Novartis brachten über 3 % Zins in einem Umfeld, wo man sonst Negativzinsen zahlen musste. Von da her gesehen waren wir weit von einer Blase entfernt.
    Jetzt sieht die Sache allerdings anders aus. Mit dem Lockdown wurde die ganze Wirtschaft hart getroffen. Wer weiss, ob die Dividenden bezahlt werden können.

  6. Mag sein das die Realwirtschaft drastisch absackt fürs die nächste Jahrzehnt. Die Finanz Championsliga wird aber auch aus dieser Krise noch gestärkter, und noch vermögender rausgehen. Als no worry Dudes.

  7. Nix neues für Dauerinteressierte.
    Prügelknabe Zentralbanken? Tatsächlich nur die?
    Ökonomie in ihrer ganzen breite und Tiefe hoch
    anspruchsvoll, aber auch sehr interessant und herausvordernd, Sympelthesen greifen in dem Bereich IMMER zu kurz.
    Hmmm ? Jetzt noch einen Panik-Lockdown bis in den
    Sommer? Dann wars das, sehr hohe Wahrscheinlichkeit, heist beschleunigt,aus die Maus.
    Hmmmm? Das sperrige ,,Ding,, Ökonomie will einfach nicht, ins mathematisch grafische Schema passen.
    Kann es nicht wird es nie!!!(So nebenbei das ,,Ding,,ist imun gegen Gesundbet und Ideologiviren.)
    Denk und Arbeitsschema auswechseln,in ein der ,,Materie,, angepasstes, ergibt einen deutlich erweiterten Horizont.Wünsche einen schönen, erkenntnisreichen Tag.

  8. wann geht es euch finanzjurnalisten endlich in euren kopf ?

    amerika fällt ! wie halt jede ausufernde imperialistische macht vorher. ist das schlimm ? NEIN ! es ist höchste zeit & es ist gut so.

    wir in europa haben die chance eigenständig zu denken und zu handeln. ja… es wird eine depression geben. es wird schmerzhaft doch viele der selbstgerechten zombiefirmen & banken werden verschwinden und wir können unsere heimat wieder eigenmächtig gestalten.

    • Wie lange dauert denn „Ihre“ Depression? Die kann Jahre dauern. Darin und danach wird es äusserst schwierig, „unsere Heimat wieder eigenmächtig zu gestalten.“ Weil die Mittel fehlen werden. Und die Voraussetzungen werden gänzlich andere als nach WK II sein („Wirtschaftswunder“ in Deutschland).

    • ja…. sie wird jahre dauern und es wird schwierig werden.. am schwierigsten für die banker.. jetzt müssen sie arbeiten für ihr überleben und nicht anwesend sein damit die boni fliessen. mit arbeiten meine ich, körperlich arbeiten zum bsp. auf dem feld der so von ihnen belächelten bauern oder gemüsegärtnern…

      endlich haben auch diese, von vielen bis jetzt nur belächelten menschen, wieder eine wertschätzung und die papiergeldgetriebenen erleben ihr desaster….

      wenn der boden naht… kommt die zeit der kreativen und anpackenden menschen… sie werden unsere welt neu gestalten und sie wieder aufbauen.

      ja… ihr banker blickt beunruhigenden zeiten entgegen.. den für euch gibt es nicht zu tun….

    • Wenn wir eigenmächtig und in Freiheit handeln wollen, dann werden wir dafür kämpfen müssen, denn die sozialistisch geprägten Betonköpfe im Bundeshaus, werden (wie damals in der DDR) versuchen dies zu unterbinden.
      Im Bundeshaus betreibt man sozialistische Planwirtschaft durch Rettungen von bereits maroden Unternehmen, mittels immer neuen Krediten und Schuldenbergen. Trotz der Bundes-Schuldenberge missbrauchen sie die Steuergelder auch noch für Zahlungen von Kohäsionsmilliarden und Entwicklungshilfegelder an andere Staaten.

  9. Fed und EZB machen ihr eigenes Ding. Der Fehler des CH-Elite-Kartells von EU-SP über Windfahnen-CVP bis Economiesuisse-FDP inkl. Nationalbank war, sich an diese grundfalsche Draghi-Politik des Wachstums auf Pump und Währungsschwächung anzukoppeln. Es hätte zwar weniger Export und damit Wachstum gegeben, aber auch viel, viel weniger Zuwanderung und Grenzgänger, tiefere Mietzinse und keine Explosion der Immobilienpreise, viel weniger Infrastrukturkosten, keine Zubetonierung des Landes mit (bald leeren) Wohnungen und Büros, keine Negativzinsen, keine ü50-Arbeitslosigkeit und damit keine Diskussion über Überbrückungsrenten – wir hätten die stärkste Währung und wären das reichste Land der Welt dank günstiger Importe und könnten in beste Firmen im Ausland investieren, statt wie heute Dutzende Milliarden einfach ins Ausland zu pumpen für Entwicklungshilfe inkl. Asylwesen (was geht uns eigentlich der Hass zwischen Sunniten und Schiiten an?).

    Ein grosser Teil der Probleme, die uns jetzt in der Coronakrise um die Ohren fliegen, wäre nicht da. Unsere Touristiker z.B. müssten nicht über leerstehende Hotels und Arbeitslosigkeit klagen, denn ein grosser Teil dieses Sektors wäre gar nicht aufgebaut worden ohne Frankenschwächung und Anheizung des internationalen Tourismus, v.a. aus Asien, durch unsere staatlichen Lobbyorganisationen wie Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz etc. Unsere Politik der Anpassung, Unterwerfung und Masslosigkeit – im Grunde nichts anderes als das Ausschalten des gesunden Menschenverstands, einst Grund für das Erfolgsmodell Schweiz – hat es schlicht und einfach vermasselt.

    • Das „Franken Rütli“ geht allein auf die Kosten der bürgerlichen und zwar haben sie die wichtigste Partei vergessen: SVP

      Es waren NUR bürgerliche Bundesräte im Finanzdepartement zu dieser Zeit der strategischen Währungsschwächung zu gunsten von Grosskonzernen wie unsere Pharma.

  10. die Party ist vorbei…fertig lustig… und die Fallhöhe wird für einige sehr hoch sein.
    Viele haben sich in den letzten Jahren verschuldet..alles auf Kredit, Leasing..Hypo…
    Viele haben die Warnungen unserer Grosseltern müde belächelt…Spare in der Note…keine hohen Hypo‘s aufnehmen..bescheiden und mit Demut durchs Leben gehen.
    Harte Zeiten stehen uns bevor…fangt an euch mental darauf einzustellen..

    • Tja, Sie haben zum Teil recht natürlich…
      Aber denken Sie dran, wie war möglich für Familien vielleicht mit 2 oder 3 Kindern zu sparen….vor allem in Tessin, wo die löhne stark nach untern tendieren…
      Wie war das möglich in ein Land wo die Bodenpreise, Miete und Lebenshaltungskosten immer gestiegen sind? Vergessen wir nicht Gesundheitskosten…
      Und am ende wer hat profitiert von diese “ misere“ von vielen? Wer? Schauen Sie Bilanz der reichsten sind immer gestiegen: die eine leben mit würst, gehen auch nicht in Ferien, die Kindern können nicht alles haben, fahren Fabia…die anderen sind nie eine Minute zu Hause, immer unterwegs, voll von Privilegien und Luxus. Den yacht immer grosser, 10 Ferrari, 3 Flasche Champagne pro Tag…und am Abend: “ ach die Börse korrigiert, den Staat muss doch eingreifen, sonst wir können uns nicht mehr das leisten…“
      Diese Welt hat über die verhältnisse gelebt, Natur kaputt gemacht ….nur um ein paar % noch reicher zu machen! Ist das vernünftig? Ist das, was eine “ true and fair“ Marktwirtschaft will? Reflektieren sie, sie haben Zeit. Ich kenne bereits alle Antworten, aber mir hört niemanden zu!

  11. Alles war zu erwarten und es könnte noch schlimmer werden… wo sind die Schönwetter Prediger, die immer wieder gesagt haben: wir leben in die besten der Welten? Wo die Propheten von immer reicher? In den letzten 10 Jahren hat man die chancen zu verbessersern, die Fehlern zu korrigieren gehabt… aber, hingegen hat man nur “ Pseudo – Träume“ verfolgt. Jetzt die Kartenhäusern werden zusammenbrechen….aber keine Angst, die reicher werden immer noch Reich, voll von Privilegien und Luxus bleiben. Die ärmer und Mittelstand zahlt, wie immer die Zeche und werden immer mehr ärmer oder verschuldet! Wir leben einfach in die beste Welt, was für eine Phantasie…😭😭

  12. Es ist wie beim Saufen: Du kannst dich ins Elend saufen – und dann noch tiefer und noch tiefer…

    Es kommt aber der Moment, in welchem du die Zeche begleichen musst – es sei denn, jemand hat mit dir Mitleid oder du kannst sie auf jemand anderen abschieben.

    Das zweite dürfte wohl der Gambling Plan der meisten sein. Somit solltest du nie am Ende der „Futterkette“ stehen.

    P.S.: … nach dem grossen Saufen kam noch immer der Kater und die Welt war weder besser noch schöner – nur anders!

  13. Wie aufgezeigt, ist das Problem nicht der Virus sondern das durch die Zentralbanken garantierte bedingungslose Spitzeneinkommen für die Aktionäre.
    Es scheint ein Menschenrecht zu sein, dass Aktienkurse niemals fallen dürfen egal wie unfähig das Management war und ist.

  14. Wie richtig beschrieben, sind die Aktienmärkte schon längst „krank“ – Corona hat den Knall früher kommen lassen – er wäre so oder so gekommen.
    Längst ist in diesem aufgeblasenen System kaum mehr der wirtschaftliche Wert hinter den Preisen der Aktien. Das ganze Finanzsystem hat sich längst von der realen Wirtschaftsleistung abgekoppelt.
    Es ist zu hoffen (wahrscheinlich vergebens), dass diese Krise genutzt wird, das ganze aufgeblasene und nur auf Gewinn ausgerichteten Wirtschaftssystem auf eine reale Basis stellen.

  15. Das spannendste daran ist, dass die Finanzmärkte das weiterhin fast ignorieren. Die Zentralbanken und die grossen Staaten können nicht das ganze System retten, auch wenn sie immer den Anschein erwecken wollen. Auch in CH besteht der grösste Teil des Rettungspakets als Kredite. Diese Fremdfinanzierung will dann auch irgendwann abgetragen sein. #Gürtelengerschnallen

  16. Risikoinkaufnahme – abbauen von Regulationen und zur Verfügungstellung des Kapitals wo es gebraucht wird.

    Selbst wenn durch Corvid 19 1-2% der Weltbevölkerung verschwindet, haben wir noch über 7 Milliarden Menschen, die versorgt werden wollen. Also keine Panik, es wird so oder so weitergehen.

    Jetzt Rohstoffe kaufen, die werden nie mehr billiger sein. Und vor allem für uns Schweizer, unsere Bauern unterstützen mit Subventionen; wir brauchen eine autonome Selbstversorgung. Politiker, die Freihandel im Agrarsektor zu Lasten unserer Landwirtschaft unterstützen gehören abgewählt.

    • Autonome Selbstversorgung in Heidiland? Sie belieben zu scherzen! Sowas haben wir ja nicht mal im Plan Wahlen ab 1940 bei der Hälfte der heutigen Bevölkererung hingekriegt. Trotz Bepflanzung der Sechseläutewiese und sämtlicher Vorgärten kamen wir nur auf 70% oder 360’000 ha Anbaufläche! Auch wenn die Produktionsmethoden heute effizienter sind als damals, werden wir immer aufs Ausland angewiesen sein – von fossilen Brennstoffen, Rohstoffen und vom Export per se.
      .
      Wer meint alleine mit einer agrarsozialistischen Reduitstrategie kämen wir dann gut über die Runden, der hat schon verloren!

  17. Das ist normal bei Lean Just-In-Time Systemen. Die sind nur brauchbar unter optimalen Bedingungen. Sobald es Abweichungen gibt, kriegen diese Probleme und bei grösseren Abweichungen brechen sie zusammen und zwar katastrophal, nicht geordnet.
    So auch beim westlichen Finanz- und Wirtschaftsystem, seit 2008 ist es insolvent und wird befeuert und künstlich beamtet mit Billionen von Dollar der Zentralbanken und nun kommt ein weiterer Schock.
    Einer, den ein gesundes System verkraften würde, ein schon geschwächtes allerdings nicht.
    Kommt noch hinzu dass man zu lange nichts getan hat – und nun überreagiert und sämtliche Prinzipien auf denen der Westen basiert (namentlich die verfassungsmässig garantierten Grundrechte) über Bord wirft als wären sie optional, nur damit der Börsenindex wieder nach oben zeigt.
    Die Massnahmen sind sämtliche verfassungswidrig und damit ohne gesetzliche Grundlage und illegal.
    Und das wird die viel grösseren Auswirkungen haben als der Virus oder die fallenden Börsenindizes.
    Viel Glück, ihr Idioten.